*Nananana Batmaaaan :)

M

Benutzer

Gast
Tickets für morgen sind reserviert. :grin: Freunde wurde liebevollst von mir gezwungen.
 
D

Benutzer

Gast
Aus dem Kino zurück und leider recht enttäuscht. Wenn man bedenkt, dass der Film von Christopher Nolan ist und eigentlich nicht nur plattes Unterhaltungskino sein soll, war das leider mehr Mittelmaß. Sicher, nett anzusehen, nette Geschichte, aber nichts innovatives, nichts neues, alles vorhersehbar und unheimlich konservativ sowohl im Bezug auf Werte, die der Film verkörpert als auch im Design und bezüglich der Regie. Viel zu vollgestopft, für den Inhalt hätte der Film 4 Stunden gehen müssen, damit Charakterentwicklung und Spannungsbogen gut funktionieren hätten können. Bin da leider sehr ernüchtert. Damit reiht sich der Film deutlich hinter dem 2. Teil ein und wohl auch hinter dem 1. Was Schade ist, denn die Darsteller fand ich durchweg überzeugend, wenngleich sie eben, auf Grund des Plots viel weniger Möglichkeiten hatten sich zu entfalten. Besonders Anna Hathaway fand ich gut. Aber auch Tom Hardy hat mir als Bane sehr sehr gut gefallen und das obwohl er sich ja sehr an dem Joker hat messen lassen müssen.
Nun, als Fazit 7/10. Gutes Unterhaltungskino, finden bestimmt die meisten Zuschauer auch ganz nett, aber von Christopher Nolan erwarte ich halt mehr als 08/15 Popcorn Kino.
 

Benutzer115862 

Benutzer gesperrt
Ich weiß nicht so recht, eigentlich ziemlich gut, andererseits hatte ich mehr erwartet. Der 1. war schon geil, der 2. war noch geiler und eigentlich hätte der 3. am geilsten sein müssen :zwinker: , war dann aber leider doch der Schlechteste. Gab zu viele Nebenkriegsschauplätze, zu viel Gerede und zu wenig Action.


Off-Topic:
Wieso gibt es eigentlich nicht mehr die Möglichkeit Texte zu verdecken. Ich wollt grad spoilern, lass es dann aber jetzt doch lieber sein. :confused:
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Wieso gibt es eigentlich nicht mehr die Möglichkeit Texte zu verdecken. Ich wollt grad spoilern, lass es dann aber jetzt doch lieber sein. :confused:
Die Spoiler-Funktion gibt es noch, nur momentan nicht per Schaltfläche, man muss es selbst eintippen. Sprich: Vor den Spoilertext ein Front-[spoiler*] hintendran ein Heck-[/spoiler*] (* weglassen, der ist nur da damit man es sieht) und schon funktioniert's.

Also so:
Der Gärtner war's! :tongue:
 

Benutzer115862 

Benutzer gesperrt
Ui, Dankeschön. :bussi:

Der Film sollte ein Abschluss sein, stattdessen wurde viel zu viel Zeit in einen neuen Charakter gesteckt, der offensichtlich irgendwann eine eigene Reihe bekommen wird: Robin.
Batman hatte dafür kaum Szenen und in den letzten Sekunden haut man noch schnell eine Liebesstory hinein, nur um ein Happy End zu haben!? Mir scheint es hierbei irgendwie so, als hätte sich Nolan verkauft bzw. unterlag letztendlich doch dem Druck der Studio-Bosse, obwohl er doch angeblich "freie Hand" hatte.

Dann noch die Motive aus dem 1. Teil mit einem ähnlichen Hauptschurken aus dem 2. Ich fand Raz Al Ghul mit seiner Motivation sympathisch und der Joker als völlig Wahnsinnigen ebenso, mit Bane versuchte man irgendwie beides zu erfüllen und versagte dann völlig. Auch hier scheint es mir wieder, als wäre Nolan "gezwungen" gewesen diesen Film zu drehen.
 
M

Benutzer

Gast
So, ich versuch auch mal meine Gedanken zusammenzukratzen, war ja nun gestern im Kino.

Ich fang mal mit dem negativen an:
-Miranda Tate. Was für ein wahnsinnig nerviger Charakter. Die Frau ging mir seit dem ersten Auftritt im Film beständig auf den Sack. Zumal ich die schauspielerische Leistung einfach nicht überzeugend fand. Die Kurz-Liebelei mit Bruce trug ihr übriges dazu bei. Ein Plot samt Charakter, der mich irgendwie an Star Wars Episode II erinnert hat. Notwendiges Übel, um spätere Handlungen zu erklären.
-Die Zeit im Gefängnis/ Das Kind von Ra's al Ghul. Die Szenen mit Bruce/Batman waren ja eh verhältnismässig wenig. Grade für die Zeit im Gefängnis hätte ich mir aber mehr Umfang gewünscht. So wurden die >50 Tage mal eben dahingerafft, mit kurzen Sport-Einlagen und einer komischen Geschichte um das Kind. Die "Hölle auf Erden" sieht für mich anders aus. Zumal Bane betonte, dass er das erste Mal ans Licht kam, als er schon erwachsen war. Das heisst 1.) er konnte gar nicht das Kind sein (was den Twist mit Miranda/Talia eben irgendwie wenig überraschend machte) und 2.) das Gefängnis hätte viel dunkler sein müssen. Und ein Gefängnis, in dem man sich mal eben so ganz locker bewegen kann? Hm, kommt mir komisch vor. Zumal man am Kampfstil des "Beschützers" vom Kind bereits erkannt hat, dass Bane eben jener Beschützer war. Grade in Verbindung mit der Szene, als er in die Börse kam.

So, nun zum Positiven:

-Gordon. Einer der stärksten und tiefsten Charaktere in der Reihe. Dass er diesmal auch dahingehend gezeigt wurde, dass seine Handlungen nicht alle so pralle waren (siehe die Verschleierung von Dent's wahren Aktionen und dem Feiern des falschen "Helden"), finde ich durchaus positiv. Das macht die Figur im gesamten greifbarer und rückt ihn vom Thron weg. Der Moment, in dem Batman zu ihm sagte, dass auch eine Handlung wie einem kleinen jungen einen Mantel umzulegen einen Helden ausmachen kann (inkl. der entsprechenden Rückblende), sorgte bei mir auch entsprechend für Gänsehaut.
-Alfred. Jajaja, ich hab geheult in der Szene, als er am Grab stand. :grin: Ebenso wie Gordon ein sehr interessanter Charakter, dessen Szenen ich immer wieder gerne sehe. Seine Entscheidung zu gehen, fand ich entsprechend bemerkenswert und ergreifend, da es recht konträr zu seinem ansonsten absolut loyal-ergebenen Verhalten steht. Das Ende hat mich in der Tat weniger für Bruce, als viel mehr für Alfred gefreut.
-Weniger Action, mehr Dialoge. In "The Dark Knight" war mir teilweise schon zu viel Action. Klar, Joker war genial, darüber sind sich die meisten einig, aber im Endeffekt war es auch viel Knall-Bumm. Dass "The Dark Knight Rises" viel Dialog-Szenen beinhaltet, ist für viele Kino-Besucher sicherlich erstmal ein Minuspunkt. Mir als grosser Batman-Fan hat dies jedoch sehr sehr gut gefallen, da mich Hintergründe und Geschichten zumeist mehr faszinieren als stupides "Hau-Drauf" - auch wenn das mit Maske und Cape einfach cool aussieht. :grin:
-Die fehlende Demaskierung. Ich hatte ja Bedenken, dass am Ende Bruce Wayne als umfassender Held gefeiert wird und Batman vom Symbol zum "normalen Menschen" wird. Umso erfreuter war ich, dass Blake auf Gordon's Rat gehört hat und erkannte, dass es nur wichtig, dass es eben Batman war.
-Batmans fehlende körperliche Stärke. Die Darstellung des in die Jahre gekommenen Bruce wirkte auf mich überzeugend. Die Szene, in der Bane seine Maske zerschlug, fand ich wahnsinnig stark. Sehr wirkungsvoll.

Rundum gesagt: Bis auf die 2 erwähnten Mankos einen in meinen Augen sehr guter Film, mit vielen Emotionen. Ein würdiger Abschluss für die Reihe.
 

Benutzer96946 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin erst morgen wieder im Kino und auch in "The Dark Knight Rises".
Die vorherigen Teile haben's mir einfach angetan.
Als ich 2 Trailer gesehen hatte... :drool: Diese Musik, die Spannung, sofort Gänsehaut bekommen.
Mal hoffen, dass es so beim Film auch sein wird. (;
 
D

Benutzer

Gast
-Weniger Action, mehr Dialoge. In "The Dark Knight" war mir teilweise schon zu viel Action. Klar, Joker war genial, darüber sind sich die meisten einig, aber im Endeffekt war es auch viel Knall-Bumm. Dass "The Dark Knight Rises" viel Dialog-Szenen beinhaltet, ist für viele Kino-Besucher sicherlich erstmal ein Minuspunkt. Mir als grosser Batman-Fan hat dies jedoch sehr sehr gut gefallen, da mich Hintergründe und Geschichten zumeist mehr faszinieren als stupides "Hau-Drauf" - auch wenn das mit Maske und Cape einfach cool aussieht. :grin:

ACHTUNG SPOILER:

Genau das fand ich viel zu wenig, also die Dialoge. Ich fand es immer zu viel Action, jedenfalls für das, was charakterlich das eingeführt und behandelt wurde. So viele Charaktere, da hat mir zu viel diesbezüglich gefehlt und die Charaktere sind mir zu oberflächlich geblieben. Gordon und Cane waren stark, die Szene des ersten Kampfes gegen Bane ebenfalls, da stimm ich dir aber zu. Aber die Genesung war auch viel zu kurz. Wayne ist gealtert, hat keine Knorpel mehr und alles was man sieht ist irgendeine technische Bandage, die er anlegt und dann ist alles super. Gleiches gilt für die "Hölle auf Erden". Hell, fast gemütlich und alles was man sieht an der Regeneration sind Klimmzüge und drei Sprünge.

Was mich ebenfalls gestört hat war aber die grundsätzliche Thematik. In The Dark Knight ging es viel um Rechtsstaatlichkeit, hier um die Spanne Arm und Reich. Da ging Nolan aber viel zu oberflächlich und mir sogar unsympathisch vor, denn letztlich hat er Bane diese Revoloutionärs-Rolle zugeschoben (natürlich nur zum Schein, das wurde ja offensichtlich), aber es sind immer wieder Sätze gefallen, die durchblicken lassen, dass Nolan diese ganze Anti-Kapitalismus Bewegung, Occupy wohl nicht sonderlich mag und das war mir einfach zu konservativ. Ist sicher für viele ein zu vernachlässigender Punkt, aber da Nolan gerne intelligente Themen behandelt, fand ich das diesmal recht schwach.
 

Benutzer29377 

Meistens hier zu finden
Ich find's ja irgendwie süß, wie dauernd von einem "Abschluss" geredet wird.
Kann ja sein, aber so recht traue ich dem Frieden da nicht. :zwinker:

Robin/Catwoman-Sequels scheinen bei dem Schluss ja unausweichlich. Und dass irgendein Grabstein mit der Inschrift "Bruce Wayne" zu sehen ist? Bitte ... :grin:
Ich sag nur: Software-Update. Autopilot. :zwinker:
 
S

Benutzer

Gast
So, ich versuch auch mal meine Gedanken zusammenzukratzen, war ja nun gestern im Kino..

Möchtest Du nicht lieber spoilern?^^[DOUBLEPOST=1343907452,1343907296][/DOUBLEPOST]
Ich find's ja irgendwie süß, wie dauernd von einem "Abschluss" geredet wird.
Kann ja sein, aber so recht traue ich dem Frieden da nicht. :zwinker:

Robin/Catwoman-Sequels scheinen bei dem Schluss ja unausweichlich. Und dass irgendein Grabstein mit der Inschrift "Bruce Wayne" zu sehen ist? Bitte ... :grin:
Ich sag nur: Software-Update. Autopilot. :zwinker:

Ich bin zu 100 % überzeugt, dass es eine Trilogie bleibt :zwinker:

Ich finde den Abschluss aber auch würdig. Es musste gar nicht die Knall-Peng-Bumm-Variante aus den letzten beiden Teilen sein. Es gab viele erklärende Dialoge, die einen "Aha-Aeefekt" hatten, weil sie Bezug zu vorigen Geschehnissen hatten. Man hat einiges verstehen können und die Kampf-Szenen, die da waren (beispielsweise zwischen Bane und Batman), waren dann wieder genauso königlich wie bei den Vorgängern.

Das Ende war toll.

Kein Comicschreiber lässt seine Hauptfigur sterben!

Alfred und Gordon waren toll. Das ganze Kino hat bei der einen Alfred-Szene so geheult, dass man später Gummistiefel brauchte, um rauszukommen. Alfred ist ein starker Charakter, und ein sehr symphatischer noch dazu.

Wer das Game "Batman Arkham City gezockt hat (so wie ich - übrigens mit viel Begeisterung!!), wusste, dass Bane nicht der Sohn von Raz war, sondern dass er nur eine Tochter hatte --> Thalia
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer119185  (36)

Benutzer gesperrt
Kein Comicschreiber lässt seine Hauptfigur sterben!

Nolan ist aber kein Comicschreiber. :tongue: Batman opferte sich für die Stadt und wurde dadurch zum Helden. Dass Bruce Wayne überlebt hat, ist dabei eine andere Sache, denn für Bruce war's immer wichtig, dass Batman JEDERMANN sein könnte und er Batman immer zu dem machen konnte, was die Stadt immer zum jeweiligen Zeit brauchte.

Nichtsdestotrotz wird es wohl dennoch auf einen Spin-off mit Robin hinauslaufen, nur unter einem anderen Regiesseur wohl.

Wer das Game "Batman Arkham City gezockt hat (so wie ich - übrigens mit viel Begeisterung!!), wusste, dass Bane nicht der Sohn von Raz war, sondern dass er nur eine Tochter hatte --> Thalia

Wer die Comics kennt, auch. :tongue:

War für mich ein gelungener Abschluss einer Triologie. Gab zwar ein paar Längen und dadurch Schwächen, aber ein gutes Ende zu schreiben, scheint wohl nicht ganz leicht. Insgesamt bin ich aber vollends zufrieden und Nolan kann von mir aus in Zukunft sämliche Comics verfilmen. Was Anderes will ich nicht mehr sehen.
 
M

Benutzer

Gast
Möchtest Du nicht lieber spoilern?^^

Nein. Das ist ein Thread zum neuen Batman-Film. Wer hier liest, sollte damit rechnen, dass über den gesamten Film inkl. Inhalt geredet wird. Wäre es im normalen Film-Thread, hätte ich Spoiler-Tags verwendet. Aber hier halte ich es einfach für sinnfrei.
 

Benutzer120177 

Sorgt für Gesprächsstoff
wie in einen anderen thread schon erwähnt (der zu gemacht wurde) war ich auch nicht besonders angetan,
hab ehrlich gesagt auch mehr erwartet... der film wurde teilweise overrated ohne ende...

achtung es wird gespoilert!

von christopher nolan bin ich anderes gewöhnt,
der film war auch zu sehr vorhersehbar,
beim joker hatte ich teilweise schwierigkeiten ihn richtig einzuschätzen was jetzt nun wieder kommt...
bane hingegen war zu vorhersebar, catwoman zu berechenbar... dann die ewig langen bruce wayne szenen wo man eh schon wusste das er bald wieder sein kostüm anzieht.

teilweise haben mich die szenen auch nicht richtig berührt und sahen eher nach billiger-hollywood-aktion aus, am lächerlichsten war auch das komische ding womit batman rumgeflogen ist... gegen ende hin wollte bane doch alle nieder machen mit den komischen panzer, und da kam das ding vom batman kurz ins bild geflogen und hat den panzer kaputt gemacht, das sah so unbeschreiblich billig aus, auch dass bane getötet wurde von catwoman durch das motorrad war viel zu endgültig, bane wurde getroffen, flog weg und war dann scheinbar tot?!
sehr billiges kino teilweise...

batman selbst hat auch immer einen schwachen alten mann von sich gegeben, batman war nie alt! batman war nie schwach!

gegen ende der letzten 20 min hab ich mit meinem handy vor langeweile gespielt,
das einzig positive war gordon, alfred und bane an sich, denn er war wirklich gut gespielt, auch die sycronstimmen waren sehr gut!
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
So, ich habe ihn nun auch mal gesichtet - und fand ihn gut, aber nicht überragend. Meine Erwartungshaltung "guter Abschluss, der nicht unbedingt Teil 1&2 überragt" wurde so ziemlich erfüllt. Trotzdem ist es - so mein erster Eindruck - einer der schwächeren Filme von Nolan. Und dennoch auf jeden Fall einen Kinobesuch wert. Wenn ich zu Punkten greifen müsse wäre "Batman Begins" bei mir aktuell eine eine 8, "The Dark Knight" eine 8,5 und "The Dark Knight Rises" eine 7,5 von 10 Fledermäusen. Oder so.
Gut fand ich:
- Michael Caine. Wie immer.
- Allgemein die Besetzung (gerade auch die neu eingeführten Charaktere) und schauspielerischen Leistungen
- überraschenderweise die Darstellung von Catwoman und Gordon-Levitts Robin-Charakter.
- Die Art und Weise wie sich die Geschichte auf die ersten beiden Teile bezogen hat, das ganze fühlt sich wirklich wie ein dritter, abschließender Teil der Nolanschen Batman-Trilogie an, die für mich sowohl als Einzelfilme, als auch und vor allem als Gesamtwerk funktioniert.
- Die gefühlt gesteigerte Screentime für Nebenfiguren wie Alfred und Commisioner Gordon - da ist keiner nur mitgelaufen, alle waren für mich interessant, machten kleine Entwicklungen durch und hatten Bedeutung für den Plot.
- Den Versuch, nicht nur die Geschichte Batman vs XY sondern auch recht zentral die Geschichte Gothams an sich zu erzählen.
- Die Art, wie nach der (etwas zu langen) Phase des Säens von Handlungssträngen und Motiven am Ende alles zusammengeführt und benutzt wurde. In dem Bereich durchaus gutes Drehbuchhandwerk.
- Der erste Kampf Bane vs Batman mit all seiner Symbolik.
- Generell der Umgang mit Symbolik - und auch die Geschichte um Banes Gefängnis, die sowohl Banes und Thalias Backstory beinhaltet, als auch Bruces Entwicklung abschließt und visuell schön das Brunnenmotiv aufgreift.
- Auch wenn mir da viele widersprechen werden: Banes kurzer, knackiger Abgang. Nicht unbedingt eines großen Schurkens würdig und wenig spektakulär, aber eine weitere Klopperei hätte ich nicht gebraucht, nachdem Batman das "Rematch" gewonnen hat. Und Schurken die wieder aufstehen nur um noch ein letztes Mal auf die Fresse zu bekommen brauch ich nicht in jedem Film. :grin:
- Den eingestreuten Humor nebst dem Robin-Twist, der für mich als Schlußgag gut funktioniert hat.
- Mehr Bruce als Batman. Ich sehe lieber Gesichter als Masken. :zwinker:
- Die Emotionalität am Ende - dafür das Nolan, der ja eher verkopfte Filme dreht, sich damit gerne mal schwer tut, war das recht gelungen.
- Die Balance aus Comic-Feeling & "Realismus".

Weniger gut fand ich:
- Die Synchronisation von Bane machte auf mich einen arg gekünstelten Eindruck - mal schauen ob das im Original besser ist.
- Generell fand ich Bane - trotz einem an sich guten Tom Hardy der sich recht erfolgreich gegen die schauspielerischen Limitierungen durch die Maske und die verzerrte Stimme stemmte - als Bösewicht ein wenig zu schwach. Nicht nur im Vergleich mit Ledger's überragender Darstellung des Jokers aus Teil 2. Die Reduktion auf Physis und das permanente Tragen der Maske ließen ihn für mich teils etwas platt aussehen.
- Den Plan der Bösen - Die Kombination aus Revolution & Zerstörung Gothams wirkte auf mich ein wenig zu sehr wie eine arg gewollte Kopfgeburt der Autoren.
- Den permanenten und Recht aufdringlichen Versuch, Actionszenen im mitlaufenden Dialog zu erklären.
- dass Vieles, was eigentlich in den Subtext gehört offen ausgesprochen und erklärt wurde. Dadurch wirkte manch Dialog etwas platt, vieles wurde mir da zu sehr auf dem Präsentierteller vor die Nase gehalten, damit es auch der Letzte im Saal auf jeden Fall kapiert.
- Die etwas zu gemächliche erste Stunde.
- Einige Effekteinstellungen und ein - trotz großem Aufwand - eher abwesender Wow-Faktor bei den Action-Sequenzen. Da wäre mehr gegangen.
- Der Rhythmus des Filmes. Manches wirkte zu gehetzt, manches hat sich gezogen. Der aktuelle "langsamer Anfang, dann eine Stunde Dauerfeuer"-Trend wird langsam bei Blockbustern etwas zu sehr übertrieben und beginnt mich zu stören.
- Teils fehlten trotz epischer Größe und enormem Aufwand ein wenig die Bilder, die wirklich haften bleiben.
- Die "Liebesgeschichte" zwischen Batman und Catwoman, wenn man sie denn so nennen will. Die war viel zu behauptet. Allgemein hat sich mal wieder gezeigt, dass sich Nolan scheinbar mit glaubhaften Frauenfiguren ein wenig schwer tut.
- Manche Handlungen entstanden mehr aus der Notwendigkeit für den Plot, als aus einer glaubhaften Motivation der Charaktere heraus. Man hat teils überdeutlich gespürt, wie die Autoren die Figuren auf dem Schachbrett bewegen.
- Die Atombombenexplosion am Schluss. A) Warum muss es immer ne Atombombe sein? Da hat man Bruces super-duper-Reaktor und dass ist dann im Prinzip doch nix anderes als ein AKW? Lame. B) wird das auch langsam zum Überklischee und C) find ich's immer albern, wie alle andächtig aus der Ferne den Pilz betrachten, ohne sich Sorgen über die Strahlung zu machen, die da bald kommen wird.

Das Alles ist aber immer noch Kritik auf hohem Niveau, insgesamt ist "The Dark Knight Rises" durchaus ein guter Film für mich.

Und zur Diskussion über die politische Ausrichtung des Films: Für mich war das kein filmisches Pamphlet gegen Occupy und Co - es wurde imho eher aufgezeigt, wie die wachsenden Spannungen zwischen (zu) Arm und (zu) Reich, mächtig und ohmächtig und das daraus entstehende "revolutionäre Potential" eben auch misbraucht werden können. Und dass die unlauteren Mittel, die von der Obrigkeit eingesetzt wurden und die Korruption genau das begünstigen, dass also auch dafür ein Preis zu zahlen ist. Kann man durchaus auch als Warnung verstehen, es nicht so weit kommen zu lassen. Der Film hat für mich in die Richtung einige berechtigte Fragen gestellt, ohne alle Antworten und Lösungen vorzugeben. Fand ich eigentlich ganz gut. Eine Sicht "Bane = Böse", also ist für die Macher alles in Richtung Revolution/Aufbegehren/Veränderung schlecht wäre mir persönlich da zu platt. An Catwoman, Robin, Bruce, Gordon und Bane wurden ja durchaus verschiedene Aspekte und Sichtweisen zu diesem Themenkomplex durchexerziert.
P.S.: Obwohl ich Nolans düster-"realistischen" Ansatz bei seinen Batman-Verfilmungen sehr mag, diesen Sommer war Joss Whedon's "The Avengers" als komplett anders gepolte, pure Unterhaltungs- und Spaßgranate im Vergleich zu "The Dark Knight Rises" für mich die bessere Comicverfilmung.
 

Benutzer70527  (31)

Sehr bekannt hier
Ich find's krass, wie sehr die Meinungen da auseinander gehen können. Ich fand den Film sehr gut (nicht "zweimal im Kino ansehen"-gut, aber immerhin) und habe auch eine dementsprechende Rezension verfasst - was man hier liest, klingt teilweise recht vernichtend.
 

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Ich find's krass, wie sehr die Meinungen da auseinander gehen können. Ich fand den Film sehr gut (nicht "zweimal im Kino ansehen"-gut, aber immerhin) und habe auch eine dementsprechende Rezension verfasst - was man hier liest, klingt teilweise recht vernichtend.

Empfinde ich auch so.
Reicht für mich nciht ganz an The Dark Knight ran, was aber einzig an Ledger liegt der den Joker unglaublich gut gespielt hat.

Auch die Kritik zu der "Genesung" im Gefängnis kann ich nciht verstehen, ich fand das hier schon sehr ausgewogen. Auf jedenfall besser dargestellt und "realisitischer" (soweit man das sagen kann) als in 90% der restl. Hollywoodkinofilme.

@cr1s, was willst du denn?
Auf der einen Seite ist dir das zu billig wenn er mit dem Fluggerät daherkommt (was ich pers. hammergeil finde), auf der anderen Seite muss Bane nach dem Raketentreffer wieder aufstehen und nochmal angreifen^^
Gerade das fand ich mal vernünftig, weil in 99% der Kinofilme dann dort doch sehr übertrieben wird und das Opfer wieder aufsteht.
Aber natürlich Geschmackssache :smile:


btw, ist Kino in den letzten Jahren lauter geworden?
Ich war länger nicht mehr in nem Actionfilm drin (der letzte war Predators), aber ich fands teilweise sehr übertriebend laut. Wird natürlich am Kino gelegen haben, aber muss man sich wohl doch Ohrstöpsel mitnehmen wie in div Disco^^
 

Benutzer114120  (29)

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
btw, ist Kino in den letzten Jahren lauter geworden?
Ich war länger nicht mehr in nem Actionfilm drin (der letzte war Predators), aber ich fands teilweise sehr übertriebend laut. Wird natürlich am Kino gelegen haben, aber muss man sich wohl doch Ohrstöpsel mitnehmen wie in div Disco^^

Obs lauter geworden ist, kann ich nicht beurteilen, aber Actionfilme mit Boom-Effekt sollen auch auf den Zuschauer so einwirken können. Die Richtlinien geben die Filmstudios vor, welche Lautstärke in ihrem jeweiligen Film zuhören kommt, da haben die Kinobetreiber keinen Einfluss drauf.


Was den Film anbelangt, so wars der schlechteste der Triologie, aber schon ein guter Abschluss. Wundert mich nicht, dass er bei imdb längst nicht so gut ankam, wie sein Vorgänger. 8/10 hat er sich wohl verdient, im Vergleich Batman Begins 9/10 und Dark Knight 10/10 (Meisterwerk! :cool: ) Bedenkt man, dass Christopher Nolan ursprünglich einen anderen Plan im Sinn hatte, aber durch Heath Ledgers' Tod diesen verwerfen musste, wars schon ein würdiges Ende.
 
D

Benutzer

Gast
Empfinde ich auch so.
Reicht für mich nciht ganz an The Dark Knight ran, was aber einzig an Ledger liegt der den Joker unglaublich gut gespielt hat.

Auch die Kritik zu der "Genesung" im Gefängnis kann ich nciht verstehen, ich fand das hier schon sehr ausgewogen. Auf jedenfall besser dargestellt und "realisitischer" (soweit man das sagen kann) als in 90% der restl. Hollywoodkinofilme.

90% der ganzen Hollywood Filme sind doch eh Mist. Der ganze Boom-Boom Mist mit Jason Statham, Fluch der Karibik Quark. Die unterhalten viele Zuschauer, sind aber objektiv schlechte Filme (daher hat mich auch gewundert, das man aus solchem Müll wie Thor und Captain America einen echt richtig guten Actionfilm wie The Avangers machen konnte). Wenn man selber von Filmen nicht so viel versteht und einfach nur unterhalten werden möchte kann man die gucken, wenn man etwas mehr Anspruch an einen Film hat, kann man sich Kritken zu solchen Filmen ja mal ansehen... Kritiker bewerten nicht nur, wie sehr der Film verschiedene Geschmäcker befriedigt und Spaß macht, sondern wie gut er gemacht ist, was im Subtext mitschwimmt usw.
Nolan macht aber eben solche Filme nicht, der macht für gewöhnlich anspruchsvolleres und handwerklich besseres Kino und daran misst man den Film. Dass The Dark Knight Rises besser ist also 90% der anderen plumpen Abenteuer-Action Filme ist klar, aber er war eben schlechter als die anderen Batman Filme. Guter Film, ohne Frage, aber eben einfach nicht ausgereift und unausgewogen.
 
S

Benutzer

Gast
Oh ja, Avangers war klasse!

Schade, dass Heath Leadger gestorben war. Der hatte echt was drauf und hätte das Ende dann noch vervollständigt. Ich erinnere mich noch an seinen letzten Film (Das verrückte Karoussel des Dr. Parnassus - auch guter Film!), da ist er mittendrin in den Dreharbeiten gestorben und wurde dann durch Johnny Depp weitergespielt...
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren