Nachrichten

Benutzer3277 

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Ich habe in letzter Zeit mehrfach gelesen, dass immer mehr (vor allem junge) Leute kaum noch die seriösen Nachrichten (Tagesschau, Tageszeitung usw.) sehen/lesen, dafür immer mehr ihre Infos aus den sozialen Netzwerken entnehmen. Man warnt vor dieser Entwicklung, denn diese Nachrichten/Meldungen sind oft nicht wahrheitsgemäß, manchmal verzerrt und meist journalistisch schlecht recherchiert.

Wie seht ihr das? Realität oder Panikmache? Und wie informiert ihr euch?
 

Benutzer156884 

Sorgt für Gesprächsstoff
Auch nur im Internet, ne Papierzeitung hab ich nie gehabt.
 

Benutzer35148 

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Ganz ehrlich, durch das viele "flexible Responsive Design" und der Größenbeschränkung für Smartphones werden doch kaum noch lange Artikel geschrieben, oder sie werden recht schnell zahlungspflichtig - denn wer sich ein Tablet leisten kann, hat auch genug Geld für Inhalte.

Ich schaue mir immer einen guten Mix aus verschiedenen etablierten Nachrichtenseiten (u.a. öffentliche TV- & Rundfunkanstalten, Zeitungsseiten) und Zeitschriftenseiten.
Google-News z.B. nutze ich daheim nicht oder nur selten, im Urlaub eher, weil ich dann in etwa Nachrichten aus der Gegend bekomme - wenn ich den Standort preisgebe.
Zusätzlich schaue ich auch regelmäßig Focus, Spiegel, Stern, um auch bei "populäreren" Medien auf dem Laufenden zu sein. Ich weiss jetzt aber nicht ob diese (zunmindest online) schon immer so schlecht waren, da ich die Anfänge dieser Seiten Online nicht verfolgt hatte, aber irgendwie kommt es mir so vor als ob deren Artikel für immer Dummere Leser geschrieben werden. Entweder wird einem ein echt trivialer und längst anderweitig bekannter Fakt als erstaunliche Neuheit mit viel Brimborium präsentiert, oder es gibt immer dieselben Dramengeschichten, bei deren Überschriften ich schnell schon zum nächsten Thema wechsele.
Da sind die Papierhefte doch weit ausführlicher, allerdings lese ich diese auch nur gelegentlich.

News im Sinne von informativen Nachrichten rein aus "sozialen" Medien sind keine wirklichen News, daher für mich irrelevant. Informationen darüber was meine Kontakte so tun sind oft auch nur eine neue Form der einseitigen Selbstdartstellung. Man zeigt nur noch was man tut, aber was andere darüber denken, ist zweitrangig.

Eine Papierzeitung hatte ich früher mal, aber inzwischen komme ich nicht mehr dazu, alles zu lesen, und das wäre dann nur noch Papier- und Geldverschwendung. Ein paar abonnierte Zeitschriften bleiben noch.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Das ist groß...
Realität oder Panikmache?
Wenn sich Leute nur noch über Facebook, Youtube-Videos zweifelhafter Qualität und Herkunft, irgendwelche geteilten Links (gern zu heftig und anderen Quatschseiten) oder gleich von Goebbels-Schnauzen wie "Politcally Incorrect" "informieren" - dann ist das schon bedenklich.

Gedrucktes Papier lese ich allerdings auch schon lange nicht mehr, ich schaue auf den Internetseiten der großen Magazine/Zeitungen rein... Und in meinem Wohnzimmer steht noch ein Fernseher, mit dem ich bei ARD/ZDF auch mal Nachrichten schaue...
 

Benutzer133456  (49)

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Ich besuche jeden Tag meine drei Tageszeitungen online, mehrmals:
  • Al Jazeera (die sitzen genau dort, wo's am Qualmen ist, und berichten ueber europaeische und amerikanische Aspekte mit einer angenehm distanzierten Perspektive)
  • BBC (um zu sehen, was in der direkten Nachbarschaft so vorgeht)
  • Dagens Nyheter (um zu sehen, was in der neuen Heimat so alles vorgeht)
Spiegel online kaest mich mittlerweile an mit seinen immer weniger serioesen und oft sogar subtil reisserischen Schlagzeilen; und dass dort z.B. ueber den "Tatort" berichtet wird, halte ich fuer das Letzte. Manchmal schaue ich auch rein zu Die Welt, Frankfurter Allgemeine, Sueddeutsche, ABC Color (Paraguay), El Pais, Otago Daily News, Haaretz, und Globe and Mail, aber das eher nur "for old times sake."

Mein Weltbild hole ich mir mittlerweile zwischen den Zeilen, aus allem, was ich so sehe, denn von der Reuters-dominierten Medienwelt halte ich nicht viel. Wenn man die Tageszeitungen aus aller Welt liest, merkt man, dass alle dasselbe berichten, und es kommt alles von Reuters. Was, wenn dort gekocht wird? Ich bin mittlerweile vorsichtig.

Soziale Netzwerke sind fuer mich rein fuer den Privatgebrauch, und was mir dort ueber den Schirm geistert, sehe ich als Puppentheater.

Unterm Strich wuerde ich sagen, ich lese alles, glaube aber nur wenig davon im vollen Umfang.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
faz.net, ab und zu SPON, den New Yorker (im Abo, auf Papier) für die fantastischen Reportagen, abends meistens die Tagesschau. Das reicht mir eigentlich. Über soziale Netzwerke komme ich an eine Vielfalt von anderen Quellen - mein Netzwerk ist akademisch geprägt und verlinkt entsprechend nicht die BILD, sondern eher die Washington Post oder die Süddeutsche :zwinker:
Was daran schlecht recherchiert sein soll, wüsste ich nicht. Ich kriege doch über Facebook und Twitter auch nur die Links und nicht die Nachrichten als Solche. In dem Sinne erweitert es also eher meinen Horizont.
 
G

Benutzer

Gast
Also wenn man sich für das Geschehen in der Welt interessiert und nicht nur einseitige Berichte hören will, dann sollte man sich schon etwas breiter informieren als nur Tagesschau und Zeitung. Die meisten berichten ja doch irgendwie nur das gleiche. Es stimmt auch oft, was sie sagen. Aber dann ist halt manchmal auch nur die Hälfte dabei :grin: Bringt auch nicht viel...

Ich lese trotzdem gerne Zeitung und schau die Tagesschau. Wenn mich ein Thema näher interessiert, dann informiere ich mich aber auf anderen Wegen. :smile:
 

Benutzer35148 

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Man muss eben auch mal sehen wo die eigentlichen Nachrichten herkommen:
meistens von Nachrichtenagenturen.
Das sieht man oft daran dass die verschiedenen "Nachrichten"-Seiten dieselben Schlagzeilen und Inhalte haben, manchmal nur etwas umformuliert.
 

Benutzer6874  (35)

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Viele verlangen heute nicht mehr nach News die "stimmen". Sie wollen sich wohlfühlen in ihrer eigenen Wahrheit, im gemeinsam gepflegten Hass. In den sozialen Medien kann man sich seine eigenen Wahrheiten aussuchen, und unter Leuten mit gleichen Ansichten bleiben, und wird dann eben auch mit den auf die Persönlichkeit abgestimmten News bedient. Eine Selbstbestätigungs-Maschine.

Zeitungen richten sich an ein grösseres Publikum, und die Gefahr von Inzucht ist geringer. Aber vergleichen und zwischen den Zeilen lesen bleibt trotzdem nötig.
Radionachrichten halte ich übrigens für besser als Tagesschau. Aus dem einfachen Grund, weil sie sich nicht nach der Vefügbarkeit von Bildern richten.
 

Benutzer133456  (49)

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Viele verlangen heute nicht mehr nach News die "stimmen". Sie wollen sich wohlfühlen in ihrer eigenen Wahrheit, im gemeinsam gepflegten Hass. In den sozialen Medien kann man sich seine eigenen Wahrheiten aussuchen, und unter Leuten mit gleichen Ansichten bleiben, und wird dann eben auch mit den auf die Persönlichkeit abgestimmten News bedient. Eine Selbstbestätigungs-Maschine.

Besser kann man's nicht ausdrucken, finde ich.

Es bilden sich unter dem Deckmantel des Nachrichten-Recyclings und mit Hilfe der sozialen Netzwerke zahllose, kleine, bizarre Glaubensgemeinden, die dank ihrer "Harmlosigkeit" und begrenztem Publikumskreis oft jahrelang voellig unter dem Radar der Legalitaetswaechter fliegen, und so bluehen und gedeihen koennen, bis sie erwachsen werden, indem sie Investoren und physische Manifestation finden.

Das mag eine chinesisch-paranoide Regierungs-Sichtweise der Sache sein, aber was hilft's, es findet statt, und der Vogel Strauss wird dagegen nichts ausrichten koennen. Ich glaube, was wir brauchen, ist ein Vogel Greif... eine Art digitale SAS, die reingeht und den Unsinn bekaempft. Das waere eine Armee, der ich mit Freuden beitraete!
 

Benutzer160853  (34)

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Das ist eine wahnsinnige schwere Frage. Nicht nur Junge leben in einer Newsblase, in der Blogs und verfälschte Zitate nur noch in das eigene Weltbild zu passen haben.
Es geht dabei nicht um Medienrezeption, sondern um Selbstvergewisserung. Das war ohne das Internet recht schwierig, aber durch die Indikatoren, wie Likes und Abrufzahlen, gibt es dann sogar noch Pseudorelevanz.
Ich bin immer noch der Überzeugung, dass die deutsche Medienlandschaft in ihrer Gesamtheit gute Arbeit leistet.

Ich informiere mich je nach Nachrichtenlage. Habe aber mit Welt und Tagesspiegel meine beiden "Haupttitel". Dazu kommt, dass es gerade durch Onlineangebote sehr leicht möglich ist beispielsweise bei regionalen Ereignissen auch einen Blick auf die lokalen Medien zu werfen.
Blogs nutze ich nur, wenn ich ihre Richtigkeit überprüfen kann. Es gibt beispielsweise im Sportbereich dort einige gute Angebote.
 

Benutzer100557 

Meistens hier zu finden
Die einzigste Zeitung die ich noch Lese ist die Örtliche bei mir aus der Gegend. Da weiß ich das ich drauf vertrauen kann, das einem die Wahrheit erzählt wird. Und vor allem möchte ich auf dem laufenden bleiben was in meiner Region passiert.

Bei Nachrichten an sich (egal ob Zeitung,Internet,PDF und Co) bin ich immer skeptisch gegenüber. Allein schon weil man auf Seite A was anderes liest als auf Seite B und eine andere Agentur schreibt dann wieder etwas anderes. Wem soll man da nun glauben schenken?
Das einzigste was ich in dieser Sparte viel & oft nutze/konsumiere sind Nachrichten über das Radio. Das allerdings auch nur damit ich in den Städten/Regionen/Ländern wo ich mich bewege, weiß was los ist.
 

Benutzer152150 

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die seriösen Nachrichten (Tagesschau, Tageszeitung usw.)
Du meinst die gleichen seriösen Nachrichten, die zum letzten Silvester erst nix über die Herkunft der Täter gesagt haben, dann abgestritten haben, daß dort Flüchtlinge bei waren und dann so getan haben als müsse man doch einen neuen "Code of Conduct" entwickeln obwohl sie von Anfang an wussten wer daran beteiligt war und sich an ihrem Verhalten auch in Zukunft nix ändern wird?

Sorry....aber ich traue einigen Onlinequellen mittlerweile mehr, als den großen, massiv politisch beeinflussten Agenturen.
Wenns um die weltweite Sicherheitslage geht, dann sind Quellen a la Janes oder FAS deutlich zuverlässiger als Reuters oder AP und ansonsten muß auf meinem News Aggregator schon der Index anzeigen, daß eine Nachricht übereinstimmend von mehren voneinander unabhängigen Quellen übereinstimmend stammen.

Facebook allerdings nutze ich ja sowieso nicht...da treiben sich eh nur Idioten oder Zombies herum.
Dementsprechend werden dort auch die "Nachrichten" sein.....Braainzzz!
Da ist ja schon der Postillon glaubwürdiger.
 

Benutzer3277 

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Du meinst die gleichen seriösen Nachrichten, die zum letzten Silvester erst nix über die Herkunft der Täter gesagt haben, dann abgestritten haben, daß dort Flüchtlinge bei waren und dann so getan haben als müsse man doch einen neuen "Code of Conduct" entwickeln obwohl sie von Anfang an wussten wer daran beteiligt war und sich an ihrem Verhalten auch in Zukunft nix ändern wird?

Ok, dann "sogenannten seriösen Nachrichten".....
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Es gibt einen Pressekodex, in denen die berufsständischen Regeln fixiert sind. Das hat dann auch recht wenig mit Lügenpresse, Kampfpresse oder was auch immer zu tun. Dort ist fixiert, dass die Nationalität nicht genannt wird. Das kann man falsch finden, aber so sind nun eben die Regeln.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Es gibt einen Pressekodex, in denen die berufsständischen Regeln fixiert sind. Das hat dann auch recht wenig mit Lügenpresse, Kampfpresse oder was auch immer zu tun. Dort ist fixiert, dass die Nationalität nicht genannt wird. Das kann man falsch finden, aber so sind nun eben die Regeln.
Was Du vergisst zu erwähnen, ist das dieser Pressekodex auf freiwilliger Basis besteht, einige Presseagenturen sich nicht an ihn gebunden fühlen und auch nicht konsequent in ihm verboten wird die Nationalität zu nennen.
Zitat: „Der Pressekodex verbietet es nicht per se, die Herkunft von Straftätern zu nennen. Es muss ein Sachbezug zur Tat vorliegen, dann kann die Nationalität genannt werden"“, sagt dessen Referentin Edda Eick. Die Auslegung der Richtlinie sei „nicht unumstritten, auch beim Presserat selbst.“ Problematisch werde es aber, „wenn ein Generalverdacht gegen eine Minderheit geschürt wird“, betont Eick. (Quelle:http://www.taz.de/!5267250/ ) .

Davon ab, regte mich die vor allem daran auf erst einmal abzustreiten, daß Flüchtlinge beteiligt wären. Ich denke im Pressekodex sollte sicher auch irgendwas über Wahrheitsgehalt stehen....aber mittlerweile glaub ich nach diesen Vorfällen nicht mehr daran.
 
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