Nach 4 Jahren nun -ganz- alleine

Benutzer148941  (28)

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Hallo,

lese hier öfters im Forum, hier findet man viele Lesenswerte Topics.
Nun bin ich an der Reihe Euch meine Situation zu schildern, denn ich bin wirklich verzweifelt.
Die letzten 4 Jahre waren wohl die schönsten meines bisherigen Lebens, denn ich hatte jemanden gefunden an den ich mich anlehnen konnte, sie war immer für mich da und hat mich wirklich mit allem Unterstützt, so sehr das sie daran zu Grunde gegangen ist.
Sie hat vor zwei Wochen Schluss gemacht - es war ein sehr trauriges Gespräch, wir weinten beide und verabschiedeten uns mit einem sinnlichen Kuss. Sie liebt mich, kann aber nicht mehr mit mir zusammen sein.

Der Hintergrund:
Ich hatte keine schöne Kindheit, durch sie habe ich es geschafft mich endlich von meiner Familie zu trennen, ich habe nun meine eigene Wohnung (seit einem Jahr) und studiere erfolgreich.
Ich war schon immer ein sehr trauriger Mensch, schon immer war ich nachdenklich und ein Einzelgänger. Ich habe praktisch keine Freunde, immernoch!

Wir hatten ein Ziel: Wenn ich endlich da raus bin wird alles besser. Wenn ich endlich meine Wohnung habe und im Studium durchstarten kann, dann wäre ich glücklich und dadurch sie auch. Leider hat das nicht hingehauen.

Denn: Wenn ich bei ihr war, dann blühte ich auf - ich hatte Spaß und genießte jede Sekunde. Doch sobald die Woche losging und ich alleine war, fiel ich in dieses wohl vertrautes Loch und ließ nichts an mich, nichtmal sie. Das wurde mit der Zeit immer extremer... bis sie damit nicht mehr klar kam.
Nun hat sie gesagt, dass sie mir nicht mehr helfen kann und das Gefühl hat das sie die Falsche wäre, ich müsse mich selbst erst finden, bevor sie mich wieder zurück nehmen würde. Ich müsse endlich ein glücklicher Mensch werden - wie wird man das?!

Das Schlimme ist, ich fühle mich genauso wie vor der Trennung, die gleiche Leere fühlte ich schon vorher wenn ich alleine in meiner Wohnung saß. Ich freue mich für sie, dass sie endlich raus kann, Freundschaften pflegen kann und anscheinend sehr viel Spaß hat.

Sie hat mir während der Beziehung öfters nahe gelegt mir Hilfe zu suchen, zu einem Psychater zu gehen. Um einfach das was ich ihr und mir selbst nicht sagen kann loszuwerden. Ich habe es nicht getan.... ich Feigling.
Der Schritt dort anzurufen, einem Fremen das zu erzählen schien zu groß.
Wie fängt man sowas an? Ich wüsste nicht wie ich dort bei der ersten Sitzung anfangen soll zu reden, womit...

Ich hoffe ich habe das nicht zu wirr geschrieben und der Zusammenhang der Sätze ist klar.
Habe es einfach mal laufen lassen ^^.

Nun weiß ich nicht weiter. Was soll ich tun?
Lg
 

Benutzer148896  (30)

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Bevor du jetzt in Aktionismus verfällst -gönne dir Zeit zu trauern. Dann greife deine Probleme an.
Der Psychater wird dich im Gespräch führen, wenn du nicht weißt wo du beginnen sollst.
Halte dir vor Augen das du zwar Probleme hast aber das du daran arbeiten wirst.
[DOUBLEPOST=1417503264,1417502625][/DOUBLEPOST]. Ich freue mich für sie, dass sie endlich raus kann, Freundschaften pflegen kann und anscheinend sehr viel Spaß hat.

Belass es dabei, falle nicht in die Falle sie zu bemitleiden. Sie hatte entschieden 4 Jahre bei dir zu bleiben. Nun ist es ihr zu viel geworden. Gut. Aber ihr seid nicht für das Glück des anderen verantwortlich.
 

Benutzer145841  (51)

Ist noch neu hier
Nun, alles verloren scheint ja nicht zu sein, da sie Dich noch immer zu lieben scheint und ihr der Schritt nicht leicht gefallen ist.
Aber sie hat recht. Du musst mit Deiner Depression, oder ähnliches mal endlich aufräumen.
Sie hat nun soviel Kraft investiert und nun kann sie einfach nicht mehr.
Ja, Du warst ein Feigling, dass Du die professionelle Hilfe nicht angenommen hast.
Tue Dir (und ihr) den Gefallen und mache es JETZT!!!
Vereinbare noch heute einen Termin.
Die wissen, wie sie Dich zum Sprechen, bringen, sie fragen vorsichtig und gezielt nach, und hinterher ist es ganz einfach.
Auch können sie Dir Techniken an die Hand geben, wie Du Dich selber motivieren und glücklich sein kannst, ganz aus Dir selbst heraus. Und wenn Du Deine Ex triffst uns es ihr sagen kannst, dass Du diesen wichtigen Schritt gemacht hast, dann kann ich mir voestellen, dass sie wieder eine zarte Bande knüpfen wird und Ihr wieder zusammen findet.
Also ran ans Telefon und diesen Anruf gemacht!!!!!

Sonst ist Dir nicht zu helfen und dieses Mädchen war Dir nichts wert!!!!
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Wow, sehr sehr vernünftiger Schritt von ihr! Respekt.
Ist ihr ganz sicher nicht leicht gefallen, die Erkenntnis und die Entscheidung.

Selbst wenn ihr nicht wieder zusammen kommen solltet, hat sie euch beiden damit geholfen - sich, weil sie ihre Energie nicht mehr so verbrauchen muss, und dir, weil du jetzt hoffentlich endlich deine offenbar vorhandenen psychischen Probleme professionell in Angriff nehmen kannst/musst.

Und vielleicht endlich aufgewacht bist - und das scheinst du, denn du schreibst, im Gegenteil zu anderen, bei denen sich der Partner getrennt hat wg einer für den Partner nicht mehr aushaltbaren Sache, kein mal davon, dass du den Schritt jetzt gehen würdest, um sie wieder zu bekommen.
Du willst den Schritt für dich gehen, zwar sicher auch, um eine Chance zu haben mit ihr/euch, aber in erster Linie ganz offenbar für dich selbst ' Finde ich super und erwachsen von dir :smile:

Da Therapeuten meist auf Monate ausgebucht sind und du studierst:
Geh zur psychologischen Beratungsstelle deiner uni (oft von asta oder studenwerk organisiert), und zwar direkt zzr nächsten Sprechstunde. Sag dem Berater, dass deine Freundin mit dir Schuss gemacht hat, damit du endlich deine psychischen Probleme in Angriff nimmst,weil sie es nicht kann und du endlich aufgewacht bist und das jetzt machen möchtest. Erzähl auch, was du hier von deinem Problem erzählt hast, der Berater wird dich durch das Gespräch führen.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Hi!

Vielleicht wird es dich erstaunen, aber genau dieser Satz:
Ich wüsste nicht wie ich dort bei der ersten Sitzung anfangen soll zu reden, womit...
hat mich am deutlichsten dazu bewogen zu sagen: Jap...sie hat es richtig gemacht und hätte es wohl schon vor langer Zeit tun sollen. Glücklicherweise hat sie den Absprung geschafft!

Nein...ich meine das echt nicht böse. Deine Situation tut mir Leid und trotzdem bist du noch lange nicht Bereit für eine Partnerin..für irgend eine Partnerin.

Warum dieser Satz?
Weil du damit ganz klar aussagst, dass du noch lange nicht verstanden hast, warum sie dich verlassen hat. Weil du damit noch viel klarer aussagst, dass du nichts an deiner Situation ändern willst, selbst wenn dich deine Freundin verlässt. Vielleicht hast du die Kraft dazu noch nicht gefunden und vielleicht wird es immer für dich "zu schwer" sein, dir selbst die Wahrheit einzugestehen.

Fakt ist leider: Du hast dein Glück von ihr abhängig gemacht. Du hast ihr mehr abverlangt als ein Kleinkind das getan hätte UND du hast mit hoher Sicherheit auch ihr klar gemacht, dass es keinerlei Perspektive für die Zukunft gibt. Du hast dich nicht geändert, weil du es nicht wolltest.

Du warst ihr kein Partner. Du konntest das vermutlich auch gar nicht und du hast ihr zu verstehen gegeben, dass sich das auch nicht ändern wird. Statt dessen gab es das, was du hier wieder aufgetischt hast: faule Ausreden.

Ich will dir nicht jede Hoffnung nehmen, aber ich denke, dass sie sehr sehr nett zu dir war. Ich denke nicht, dass sie dich noch geliebt hat, denn so ein Verhalten wird jede Liebe über kurz oder lang unwiederbringlich zerstören. Es hat einen Grund, dass sie nach mehreren Jahren die Reißleine gezogen hat und einen guten!

Nach wie vor sehe ich das so: Du bist alleine und das ist traurig. Du hast sicherlich ein größeres Päckchen zu tragen als ich. Das ist wahr. Du hast auch sicher allen Grund dich darüber zu beklagen. Du verlierst aber den Respekt von mir und hast ihn vermutlich auch von deiner Ex-Freundin verloren in dem Moment, in dem klar wurde, dass du nur jammerst, aber nichts tust. Du hast, wenn man das Bild vervollständigen will, noch zusätzlich Ballast aufgeladen, anstatt dich darum zu kümmern es abzubauen.

Seien wir doch mal ehrlich: Du erzählst selbst, dass du alleine bist. Es liegt in deiner Macht das zu ändern. Ob du es änderst oder nicht, wird deine Exfreundin definitiv NOCH interessieren..fast alle anderen aber nicht. Wen SOLLTE es interessieren? Am Meisten von allen?

Dich.

oder?

Warum tut es das dann nicht?
Worum wollen wir Wetten, dass du schon ganz ganz oft "Es geht nicht" und "Ich kann nicht" gesagt hast?
Oder willst du behaupten, dass es dich genug interessiert hätte um wirklich die Ärmel hochzukrempeln und aktiv zu werden
Es war doch viel bequemer, einfach zu deiner Freundin zu gehen und dich wenigstens für kurze Zeit besser zu fühlen?
Du hast dich nämlich nicht angelehnt...du hast dich auf sie aufgestützt. Du hast sie quasi unter Wasser gedrückt um selbst nicht schwimmen zu müssen.

Ich drehe die Situation mal um und frage dich:
Was willst du in dieser Situation tun? Für dich?
[DOUBLEPOST=1417512895,1417512588][/DOUBLEPOST]
Und vielleicht endlich aufgewacht bist
Du hast gerade parallel zu mir geschrieben.
Ich sehe das leider noch gar nicht. Er schreibt:
Nun weiß ich nicht weiter. Was soll ich tun?
und das obwohl er kurz vorher berichtet:
Sie hat mir während der Beziehung öfters nahe gelegt mir Hilfe zu suchen, zu einem Psychater zu gehen. Um einfach das was ich ihr und mir selbst nicht sagen kann loszuwerden. Ich habe es nicht getan.... ich Feigling.
Der Schritt dort anzurufen, einem Fremen das zu erzählen schien zu groß.
Wie fängt man sowas an? Ich wüsste nicht wie ich dort bei der ersten Sitzung anfangen soll zu reden, womit...
Kurzübersetzung wäre:

"Meine Ex hat gesagt ich soll mir psychologische Hilfe holen, ich habe mir nichtmal die Mühe gemacht den Unterschied zwischen Therapeut und Psychiater nachzuschlagen, geschweige denn Therapiemethoden, was 1 Stunde über Google gebraucht hätte und fühle mich als Feigling. Ich weiß nicht wie man mit anderen Menschen redet undhabe es damals gelassen."

Kein Wort davon, dass er den Schritt künftig gehen will..das hat er vermieden.
 
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