Nächtliches Leiten

Benutzer22852  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Im Stillen scheinen sie zu schwellen,
dunkel dort am Horizont,
rollen über Wälder, Täler,
gleichwie eine schwarze Front.

Drängen sie die Farben fort,
unaufhaltsam und mit Macht,
die bedrohlich sich mir nähert,
unbegreiflich, wie entfacht.

Einst'ge blühend blaue Himmel,
die so weichen Duft verströmt,
nun im letzten Kampf sich wähnen,
fern ein finstrer Klang ertönt.

Scheinbar wallen diese Wolken,
jedesmal erneut einher,
wenn zunächst die lauen Lüfte
sanft erfüll'n die kahle Leer'.

Nun erneut dem End entgegen,
sehn sie sich ob dieser Wand,
fraglich ob sie hier bestehen,
wirken sie doch überannt.

Wieder ist verhangen nun,
voll von aufgeblähten Schemen,
dort der Himmel, schwärzlich schimmernd,
raus sich kalte Tränen lehnen.

Nacht scheint hier nun eingekehrt,
eine Nacht, die schwer sich senkt,
drückt herab, vereinnahmt mich,
auf ewig dieses Schicksal lenkt.
 

Benutzer25933  (34)

Verbringt hier viel Zeit
schönes gedicht... :smile: ich frag mich echt, wie man nur so viel talent haben kann. gibst du mir ein stück davon ab? *g*
gefällt mir wirklich sehr gut!
das ist eines der gedichte auf pl, die ich gerne mal analysieren würde... wenn ich die zeit dazu hätte... :grrr:

liebe grüße, engel...
 
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