Mutter ist Alkoholikerin

Benutzer152568  (41)

Benutzer gesperrt
Hallo,
ich würde gerne mal eins meiner "vielen" Probleme ansprechen und zwar ist meine Mutter seit gut 25 Jahren Alkoholikerin und trinkt 3-4 Mal die Woche.
Ich hab das Problem noch mit niemanden so wirklich besprochen, viele wissen davon auch nicht. Da ich nicht will, dass sie irgendwann mal krank wird oder ihr sonst irgendetwas passiert, würde ich euch gerne mal um Rat bitten.
Also, sie trinkt wie gesagt schon seit gut 25-30 Jahren und hatte mehrere freiwillige Pausen (1-3 Jahre). Sie hatte 3 Freunde / Beziehungen in den letzten 15 Jahren und die Partner hatten auch immer gut getrunken, deswegen ist es auch umso schwerer aufzuhören. Ihr derzeitiger Partner trinkt auch mal gerne (mindestens 1-2x die Woche).
Wenn ich sie über die Situation anrede, wird meistens Abgeblockt. Es heißt oft: "Was soll ich denn sonst machen, Soll ich mein Leben lang zu Hause hocken, ... etc.
Sie ist derzeit Hartz 4 Empfängerin und hat bis auf das Trinken auch keine Hobbies. Sie hat es schon mit Fitnessstudio probiert, hat dann aber immer noch weiter getrunken. Als sie ein Job hat, war sie auch noch mindestens am Wochenende betrunken.
Ihr wurde vor ca. 9/10 Jahren auch mal der Führerschein weggenommen, danach musste sie MPU machen und hat ihn nach ein paar Jahren wieder bekommen. Und jetzt trinkt sie und fährt immer noch um die 20km nach Hause.

Sie versteht einfach nicht, dass ich mich um sie Sorge..Sie fühlt sich direkt angegriffen und kontrolliert, wenn ich versuche, über das Problem zu reden.

Vorschläge?
 

Benutzer151301 

Öfters im Forum
Das ist ein sehr heftiges Problem. Sucht ist immer sehr schwer zu überwinden.

Für diene Mutter scheint der Leidensdruck noch nicht so stark zu sein, dass sie etwas ändern will, oder er ist schon so stark, dass sie sich nicht merh wohl fühlt, sie schafft es aber nicht, aufzuhören. Keinen Job und keine Struktur im Leben zu haben, ist dann natürlich auch noch verschlimmernd.

Das Problem an der Sache ist: Nur derjenige, der süchtig ist, kann die Sucht angehen und bekämpfen, und vielleicht besiegen. Alkoholismus ist dazu eventuell auch schon eine körperliche Abhängigkeit, deswegen würde mich mal interessieren, ob diene Mutter schon in ärztliher Behandlung war, weil es zu viel wurde.

Grundsätzlich denke ich, du kannst da nix ausrichten. Deine Mutter blockt deine Gespräche damit ab, und das ist das Grundproblem, was oft eben auch zur Sucht führt - sie trinkt lieber, als dass sie sich um die ganzen Probleme, die sie hat, Sorgen macht. Wenn sie wieder nüchtern ist, hat sie die Sorgen weiterhin, und die Flichtinstinkt kommt wieder hoch. Versuchst du, mit ihr drüber zu reden, ist ihr das unangenehm, sie will also dem ganzen ausweichen.

Ich fürchte, ihr geht es nocht nicht schlecht genug. Sie müsste einmal so hart vor die Wand faahren, von jemand professionellem (Arzt) die Meinung gesagt bekommen oder anderweitig begreifen, dass sie sich mit aller Kraft gegen die Sucht wehren muss. Nur sie kann dagegen ankämpfen, keine kann ihr da helfen. Erst, wenn sie slebst den Entschluss fasst, gegen den Alkoholismus anzugehen, kann sie wirklich etwas ändern. Und ich glaube, von so nahen Personen wie ihrem Sohn wird sie da keinen Rat annehmen können.

Ich wüsste nicht, wie du ihr helfen könntest. Sie muss sich selbst helfen. Du bist nicht in der Position, dass sie das einfach so annehmen könnte - sonst hätttest du ja schon was erreicht.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
dass sie irgendwann mal krank wird oder ihr sonst irgendetwas passiert
Es tut mir leid, es zu schreiben, aber sie ist schon krank und deiner Beschreibung nach ist es auch ihre bewusste Lebensentscheidung. Sie trinkt seit 25-30 (!) Jahren, Alkohol ist essentieller Teil ihres Lebens und sie will es nicht anders haben - hier kann man nicht viel machen.

Theorethisch könnte eine medizinische Bahandlung/Theraphie etwas bringen, aber die Voraussetzung dafür - sie muss das wollen. Nicht nur du.

Besonders schlimm ist natürlich, dass sie alkoholisiert fährt. Da bringt sie nicht nur sich, sondern auch andere Menschen - die mit ihrem Leben und ihren Entscheidungen nichts zu tun haben - in Gefahr. Hier kannst du tatsächlich etwas Gutes tun und zwar heimlich der Polizei mitzuteilen, wenn sie mal auf dem Wege ist, damit sie sie ihren Führerschein wieder wegnehmen.
 
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