Muss ich meine Eltern mögen oder lieben?

Benutzer154178  (21)

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Also...
Ich habe momentan kein gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Sie nörgeln quasi an alles was ich mache, halten jeden Satz von mir für eine Lüge. Wenn ich dann aber etwas lauter werde, habe ich danach immer ein großes schlechtes Gewissen.
Ich und meine eltern kommen, kurz gesagt NICHT klar.

Immer sagen, sie wenn ich sage: Sieht schon so aus, als ob ihr mich nicht leiden könntet sagen sie: Quatsch, wir wollen nur das beste für dich.

Jetzt kann man sagen, was man will, aber dies stimmt DEFINITIV nicht!

Wenn ich ne Creme aus dem Bad nehme und meine Mutter sie gekauft hat, brüllt sie mich an und sagt, dass ich nur mich hier Bediene und alle Ausnutze. Dann wundert sie sich, wenn man nicht immer gut über sie spricht.

Ich kann sie nicht leiden, auch wenn ich 14 bin, kann man finde ich gegenüber seinen Kindern ein bisschen Toleranter sein?

Was sind denn eure Meinungen dazu?

LG
 

Benutzer129180  (35)

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Man kann sich seine Familie nicht aussuchen. Ich hasse meine Eltern auch und habe absolut keine Bindung zu ihnen.
 

Benutzer146905 

Sehr bekannt hier
Pubertät. In zwanzig Jahren wirst du anders über deine Eltern denken und reden.
 

Benutzer137391  (46)

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Pubertät. In zwanzig Jahren wirst du anders über deine Eltern denken und reden.
danke.. ich bin mama.. und auch tochter..
ich kann es also beiden seiten nachvollziehen..
deine eltern wollen das beste für dich... und ja, sie nerven..
aber nicht weil sie dich hassen, sondern weil du in der pubertät bist..:zwinker:

ach ja, und dass ihr miteinander nicht klar kommt grad.. ist sogar gut so.. für den "abnabel-prozess".. *klugscheiß* (hatte grad ein seminar für eltern, die unter ihren teenie-kindern leiden müssen :zwinker: )
 
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Benutzer154178  (21)

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Aber immer Pubertät...Ich glaube nicht, dass jede Eltern IMMER seine Kinder lieben.
 

Benutzer137391  (46)

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Aber immer Pubertät...Ich glaube nicht, dass jede Eltern IMMER seine Kinder lieben.
nein, ich liebe meine kinder nicht 24 stunden am tag 365 tage im jahr.. und das ist auch gut so..
sonst würde ich ja auch nie loslassen können :whistle:

PS: aktuell mag ich sie besondern zwischen 21 uhr und 7 uhr.. da liegen sie friedlich und still in ihren betten, haben keine große klappe, wissen nicht alles besser und sind einfach süss anzusehen, wenn sie trotz "ich bin schon erwachsen" ihr plüschtier im arm haben..(heimlich natürlich!!) :tongue:
 

Benutzer66223  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube viele gehen hier immer nur von sich selbst aus. Woher willst du wissen, dass jeder seine Kinder liebt?!

Na wo hab ich denn jetzt geschrieben dass er seine Kinder immer lieben wird? Ich schrieb doch dass er das erst merkt wenn er eigene hat. Bitte richtig lesen und interpretieren.
 

Benutzer129180  (35)

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Na wo hab ich denn jetzt geschrieben dass er seine Kinder immer lieben wird? Ich schrieb doch dass er das erst merkt wenn er eigene hat. Bitte richtig lesen und interpretieren.
Dann habe ich das wirklich falsch interpretiert. Ich habe es so verstanden dass er seine Kinder später auch immer lieben wird auch wenn er es nicht immer zeigt.
 

Benutzer66223  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Dann habe ich das wirklich falsch interpretiert. Ich habe es so verstanden dass er seine Kinder später auch immer lieben wird auch wenn er es nicht immer zeigt.

Nein, so war das nicht gemeint :smile: Ich weiß ja selber nicht ob das bei mir mal so sein wird.
 

Benutzer17409 

Meistens hier zu finden
Wie hast du denn deine Eltern früher wahrgenommen?
Was hat sich nun verändert?

Allgemein ist es so, dass Beziehungen im Leben immer auf und ab gehen. Etwas das man sich selber bewahren sollte - auch wenn das jetzt mit 14 Jahren schwierig ist - ist das Verzeihen. Gerade was die Familie angeht.
Noch dazu gestaltet man Beziehungen auch immer selber mit. Wenn du fühlst, dass es festgefahren ist, dann trägst auch du deinen Teil dazu bei - auch wenn du das Gefühl nicht hast. Es ist eine ganz normale Entwicklung und man muss lernen mit verschiedenen Situationen im Leben umzugehen.

Ich habe auch noch heute Situationen, in denen mir meine Mutter auf den "Sack" geht. Aber über allem steht, dass ich weiß, dass sie mich liebt und ich sie auch.

Und das in der Pubertät (auch wenn man es nicht hören will) ziemlich viel vor sich geht, ist auch unbestritten. Es ist der erste Moment im Leben, in dem man sich versucht von den Eltern abzugrenzen, seinen Weg zu gehen und trotzdem ist man noch Kind, das eine gewisse Behütung braucht.

Grundsätzlich kannst du dich eben Fragen was du dazu beitragen kannst, dass die Situation entspannter wird. Denn der erste Ansatz und das was man verändern kann - ist man selber.
 

Benutzer70315  (32)

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Nein, du musst deine Eltern nicht lieben oder mögen, da du sie dir auch nicht aussuchen konntest. Genauso wenig wie sie das bei dir taten.

Das meine ich natürlich mit einem Augenzwinkern. Fakt ist, es gibt Zeiten, da ist es nicht einfach. Und meine Pubertät ist noch nicht sooo lange her, so dass ich mich da auch an einige Situationen erinnern kann, die mich echt an den Rand der Verzweiflung brachten. Dass das auch bei meinen Eltern der Fall war, wurde mir erst später klar.
Mach dir dahingehend keinen Stress. Und ja, das Wort "Pubertät" mag im Moment wie ein Totschlagargument (also ein Argument, das anscheinend immer gilt) für dich klingen. Es ist aber keine einfache Zeit und auch Eltern können da durchaus unfair sein und viele Dinge nicht verstehen.

Also wenn du deine Eltern momentan nicht leiden kannst und auch das Gefühl hast, es wäre bei ihnen genauso, dann musst du das erstmal akzeptieren.
 

Benutzer152013 

Öfter im Forum
Ich denke auch ganz stark, dass das an deinem Alter liegt. Du willst ausprobieren, deine Grenzen austesten, selbständig werden, aber bist immer noch von ihnen bis zu einem gewissen Grad abhängig.
Dass das zu Streitereien führt ist unumgänglich.

Auch für deine Eltern ist das nicht leicht und eine Umstellung, wenn du plötzlich unabhängiger wirst und werden willst. Sie kannten dich immerhin zuvor 14 Jahre lang und müssen nun anfangen loszulassen. Auch wenn dir der Satz "Sie meinen es nur gut" im Moment nicht viel hilft, so wahr ist er doch.

Mir persönlich hat jeweils geholfen, dass wenn es zu hitzig wurde und bevor ich laut wurde, ich mich zurückziehe. Gemüter beruhigen und dann nochmal in aller Ruhe über das Problem oder was es auch immer war sprechen und zuhören. So lässt sich manch grösserer Streit vermeiden.
 

Benutzer96776 

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Das liegt ganz sicher an der Pubertät und wie sabe74 sabe74 schon sagte, wollen Eltern natürlich nur das Beste für die Kinder.
Klar gibt es ganz ganz wenige Ausnahmen, wo dies nicht der Fall ist, aber generell kann man auf jeden Fall davon ausgehen, dass Eltern ihre Kinder gern haben und ihnen Gutes tun wollen.

Zu deiner Frage: Nein, niemand kann dich zwingen deine Eltern zu mögen/ lieben.
Klar wäre es schön, wenn man einen guten Draht zu den Eltern hat (macht vieles leichter), aber wenn man z.B. einfach zu grundverschieden ist oder bei andere Umständen, die ein Zusammensein beinahe unmöglich machen, dann ist es nachvollziehbar, dass man nicht gerade ein Herz und eine Seele auf Lebenszeit ist.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch sollte man schon bedenken, dass man nur eine Mutter und einen Vater hat, die eine besondere Rolle im Leben inne haben, ob man nun will oder nicht...

Jedoch ist es ein Unterschied ob man das im Teeniealter (da kann fast jeder mal eine Zeit lang die Eltern absolut nicht leiden) oder als Erwachsene/r erlebt.
Bei Ersterem ist nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich dies im Laufe der Zeit nochmal grundlegend ändert, noch recht hoch :zwinker:

Wie gesagt letzten Endes kann dir wirklich niemand "vorschreiben", ob du ein gutes oder ein schlechtes Verhältnis zu deinen Eltern hast, da ist jeder Mensch anders und es gibt zig (nachvollziehbare) Gründe, wieso man sich von den Eltern abwendet oder sie eben gern hat.
 
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Benutzer154648 

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Nein, ich denke nicht, dass man seiner Verwandten lieben oder mögen muss.
Du hast sie dir nicht ausgesucht und wenn ihr euch nicht versteht, ändert die Verwandtschaft nichts daran.
Blutsverwandtschaft ersetzt keine Seelenverwandtschaft.
 

Benutzer142299 

Verbringt hier viel Zeit
In der Pubertät wäre ich manchmal meine Eltern am liebsten losgeworden. Aber heutzutage sind sie quasi mein einziger Rückhalt, den ich habe und hätte ich sie nicht, wüsste ich echt nicht, wie ich noch weiter leben sollte. Meiner Meinung nach sollte man in der Tat seine Eltern ehren :zwinker:.
 

Benutzer146984 

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Also...
Ich habe momentan kein gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Sie nörgeln quasi an alles was ich mache, halten jeden Satz von mir für eine Lüge. Wenn ich dann aber etwas lauter werde, habe ich danach immer ein großes schlechtes Gewissen.
Ich und meine eltern kommen, kurz gesagt NICHT klar.

Immer sagen, sie wenn ich sage: Sieht schon so aus, als ob ihr mich nicht leiden könntet sagen sie: Quatsch, wir wollen nur das beste für dich.

Jetzt kann man sagen, was man will, aber dies stimmt DEFINITIV nicht!

Wenn ich ne Creme aus dem Bad nehme und meine Mutter sie gekauft hat, brüllt sie mich an und sagt, dass ich nur mich hier Bediene und alle Ausnutze. Dann wundert sie sich, wenn man nicht immer gut über sie spricht.

Ich kann sie nicht leiden, auch wenn ich 14 bin, kann man finde ich gegenüber seinen Kindern ein bisschen Toleranter sein?

Was sind denn eure Meinungen dazu?

LG
Streitereien und Uneinigkeiten sind etwas ganz Normales in jeder Beziehung. Und wenn man sich den Menschen, zu dem man in einer Beziehung steht, nicht ausgeschut hat, dann kann es halt sein, dass man sehr verschieden ist vom Wesen her und halt einfach weniger gut miteinander klar kommt. Oder man ist sich zu ähnlich (Stichwort Dickköpfigkeit) und kommt gerade deswegen schlecht miteinander klar.

Also nein, man muss seine Eltern nicht mögen. Solange man aber mit ihnen unter einem Dach leben muss, ist es hilfreich, wenn man sich Mühe gibt, mit ihnen klar zu kommen. Das heißt nicht, dass man immer nach ihrer Pfeife tanzen muss oder sich alles gefallen lassen muss. Aber sich eine dickere Haut zuzulegen, sich zurückziehen, zu beruhigen und Probleme später anzusprechen und zu lernen, wie man Konflikten von vorn herein aus dem Weg geht, ist ratsam.
Konkret bedeutet das in meinem Fall zum Beispiel, dass ich mich inzwischen daran gewöhnt habe, dass mein Bruder meinen Eltern wiederstandslos auf der Nase rumtanzen kann und meine Schwester immer den Vorzug bekommen wird. Ich finde es scheiße, ab und zu verletzt mich das auch noch, meist ist es mir aber absolut egal, ich kenne es nicht mehr anders und habe da einfach resigniert. Ist den Kampf nicht wert. Oder ich bleibe einfach bis spät Nachts wach am PC, schlafe bis Mittags und gehe erstmal baden, bevor ich frühstücke. Wenn mir Mama meinen Schlafrhythmus mal wieder zum Vorwurf macht, reagiere ich gar nicht mehr. Ich kann verstehen, dass sie sich gestört fühlt, wenn sie Mittagessen kocht und ich mit meinem Müsli den Tisch blockiere. Darauf nehme ich Rücksicht. Aber alles andere haben wir oft genug durchgekaut, da werden wir nie auf nen gemeinsamen Nenner kommen, also fange ich da nicht mehr an zu diskutieren.

Versuche außerdem mal, dein Verhalten zu reflektieren. Hast du die Creme vll genommen, als sie gerade von nem stressigen Arbeitstag genervt nach Hause kam? Oder hast du den Deckel/Tiegel mit cremigen Händen versudelt? In beiden Fällen hätte sie gelassener reagieren können, aber es wäre verständlich, dass sie halt mal austickt. Kann ja auch sein, dass du gerade öfter mal so kleine, nervige Gedankenlosigkeiten ablieferst. Das sammelt sich halt und irgendwann reagiert man ständig über.
Um wieder ein konkretes Beispiel für so ne aufgestaute Überreaktion zu bringen: mein Bruder hat "Rhythmus im Blut" nur leider lernt er nicht gescheit Schlagzeug oder so, sondern trommelt dauernd im Haushalt auf allem rum. Da kann man ihm noch so oft sagen, dass man gerade Fern schauen will, er will den Hinweis einfach nicht hören. Irgendwann reißt einem die Hutschnur, man brüllt ihn an, dass er jetzt verdammte Scheiße nochmal endlich aufhören soll. Und er ist sauer und schreit mich an: "darf ich jez nichtmal mehr schnaufen, oder was? Immer mach ich alles falsch! Du willst am liebsten, dass ich ersticke, dann bin ich endlich leise, gell?!?"

Da könnte ich ihm gegenüber toleranter sein oder er mir gegenüber. Überleg mal, was würdest du mir in so ner Situation raten? Vll kannst du den Rat ja auch auf dich und deine Eltern anwenden?
 
1 Woche(n) später
B

Benutzer

Gast
Als Kind und Jugendlicher ist man nun mal von den Eltern abhängig. Sobald anfängt, seine eigenen Überzeugungen zu entwickeln, merkt man, wie eingeschränkt man wegen den Eltern häufig ist. Als Mensch mit starkem Freiheitsdrang war der Übergang zum Erwachsenwerden für mich besonders schlimm; ich hätte so viele Dinge anders gemacht (tue ich jetzt auch)!

Das ist eine blöde Zeit für beide... Eltern müsen auch damit klar kommen, dass der Nachwuchs nun Probleme macht und die aufgebaute Ordnung und Routine manipuliert. Daneben hat man Job und Haushalt. Und dann gibt es natürlich auch noch einfach schlechte Eltern.

Wenn du dich zu deinen Eltern gerade wenig verbunden fühlst, kannst du dich auf Gemeinsamkeiten von früher berufen... Vielleicht hilft das. Bei meinen Eltern gibt es da viele Anknüpfstellen, wohnen würde ich aber mit ihnen nicht mehr!
 

Benutzer154922  (23)

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Das kenne ich gut. Bei mir haben sie auch immer rum genörgelt. Ja klar meinen sie es immer gut mit einem.
Bei mir hat es sich dann gelegt, als ich einen Freund hatte und meine Wege alleine gegangen bin, bin selbständiger geworden und in ihren Augen scheinbar verantwortungsvoller. Vielleicht wollen sie es auch nicht war haben das du so langsam dein eigenes Leben aufbauen tust. Hab Geduld mit ihnen, es sind deine Eltern. Ich liebe sie mittlerweile und möchte sie nicht missen.
 
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