Mobbing in der Schule: die Opfer - und die Täter

Benutzer151306  (35)

Benutzer gesperrt
Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Anton. Ich beschäftige mich gerade beruflich mit dem Thema Mobbing in der Schule. Bin zwar schon länger raus, aber wenn ich daran zurückdenke, gruselt es mich ein wenig. Bei uns (Gymnasium) wurde fleißig gemobbt.
Ich bin Journalist in Sachsen und will eine Reportage zu dem Thema schreiben (ähnlich Seite 3 Süddeutsche). Dafür brauche ich (ehemalige/aktuelle) Opfer und Täter. Oft gibt es ja Spätfolgen, die Opfer leiden noch heute.

Auch, wenn ihr keine Lust darauf habt, an einem Artikel (anonym oder auch nicht/nichts wird ohne eure Zustimmung veröffentlicht/erst treffen wir uns persönlich und reden in Ruhe, dann entscheidest du!) mitzuarbeiten: Wie war das bei euch in der Schule? Wurder ihr gemobbt? Habt ihr gemobbt? Wenn ja, warum? Wie geht es euch heute damit (falls ihr aus der Schule raus seid)

Viele Grüße
 

Benutzer13901  (46)

Grillkünstler
Ich weiß nicht ob ich in deine Zielgruppe falle aber wir können uns gerne mal heute abend per pn unterhalten bin jetzt erstmal den restlichen nachmittag nicht online aber kann dir einiges zum Thema mobbing erzaehlen als es das Wort noch nciht mal gab ;-)
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich würde da durchaus gerne mitwirken, daher eine kurze Nachfrage: Ist für die Veröffentlichung ein persönliches Treffen Pflicht? Das wird bei deiner Anfrage nicht ganz klar. :zwinker:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Meine Erfahrungen schöpfen auch aus Sichtweisen beider Seiten - generell ist das ein ziemlich weites Feld, das bekommst du nur sehr schwer mit BEIDEN Seiten auf 3 Zeitungsseiten, ohne dass es massiv oberflächlich ist. Denn aus journalistischer Sicht möchte ich kurz anmerken, so ganz allgemeine Beschreibungen und oberflächliche Erfahrungsberichte gibt's en masse - wie willst du so eine Reportage aufbauen, um eventuell einen wenig besprochenen Aspekt zu beleuchten?

Was willst du aussagen, worauf den Leser stoßen?

Wie gesagt, ich allein könnte ein Buch dazu schreiben, weil ich auf beiden Seiten stand, und ich bin nur eine :zwinker:
 

Benutzer151306  (35)

Benutzer gesperrt
Hallo Stonic,

sehr gerne. Ich bin gespannt auf deine PN.

Hallo Harley,

nein, natürlich nicht. Ich finde es nur angenehmer, bei so einem sensiblen Thema. Ich kann verstehen, dass es schwierig sein kann, sich diesbezüglich zu öffnen (für die Betroffenen) und ich denke daher es macht es für sie einfacher, ein persönliches Vertrauensverhältnis, zumindest ansatzweise, aufzubauen.

Liebe Grüße!
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich habe gar kein Problem damit, offen darüber zu sprechen. :zwinker: Daher auch die Nachfrage.
In der Tat habe ich später desöfteren noch dran geknabbert, aber inzwischen bin ich in einem Alter, wo ich es verarbeitet habe und über der Erfahrung stehen kann.
Ich weiss nicht, ob dies dann für dich noch interessant ist?
 

Benutzer151306  (35)

Benutzer gesperrt
Meine Erfahrungen schöpfen auch aus Sichtweisen beider Seiten - generell ist das ein ziemlich weites Feld, das bekommst du nur sehr schwer mit BEIDEN Seiten auf 3 Zeitungsseiten, ohne dass es massiv oberflächlich ist. Denn aus journalistischer Sicht möchte ich kurz anmerken, so ganz allgemeine Beschreibungen und oberflächliche Erfahrungsberichte gibt's en masse - wie willst du so eine Reportage aufbauen, um eventuell einen wenig besprochenen Aspekt zu beleuchten?

Was willst du aussagen, worauf den Leser stoßen?

Wie gesagt, ich allein könnte ein Buch dazu schreiben, weil ich auf beiden Seiten stand, und ich bin nur eine :zwinker:

Ohh, da hast du vollkommen recht.
Ich habe bisher keinen befriedigenden Artikel darüber gelesen. Nichts gegen die Journalistenkollegen. Es ist gut, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Mir war es immer zu sehr vermischt mit den Expertenaussagen. Mir geht es um die Opfer und Täter, um ihre Gefühle und Ansichten. Um das Warum bei den Tätern. Und das, was es bei Opfern anrichtet.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich den Artikel aufbauen werde, das lasse ich auf das Rechercheergebnis ankommen, was sich wie eignen würde.

Viele Grüße!
[DOUBLEPOST=1424258005,1424257970][/DOUBLEPOST]Harley,

ja, auf jeden Fall. Das ist sehr interessant für mich.
 

Benutzer136492 

Verbringt hier viel Zeit
Huhu
Ich bin zwar nicht direkt selbst betroffen, habe aber trotzdem guten Einblick, was auf sächsischen Schulen so abgeht bzgl. Thema Mobbing...denn ich gehe auf ein Gymnasium in Sachsen :smile:
Wenn du paar Fragen hast kannst du mich ruhig fragen. :zwinker:
 

Benutzer151306  (35)

Benutzer gesperrt
Hallo Mond,

super. Ist die Situation schlimm oder kriegen die Lehrer und Schulsozialarbeiter das mittlerweile besser in den Griff als zu meiner Zeit?

Grüße
 

Benutzer136492 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Kann Anton meine PN auch lesen, wenn er noch keine 15 Beiträge hat?
 

Benutzer141026 

Verbringt hier viel Zeit
Ich war mobbingopfer...das fing in der grundschule schon an, dass meine "freundin" mich nieder gemacht hat mit sprüchen... als ich in die 5. Klasse kam wurde es nicht besser, ich hab sie versucht zu ignorieren, was aber nich leicht war, da wir in die selbe klasse kamen, ich fand neue freunde und sie auch....diese haben sie dann auch unterstützt und haben mich eingeschüchtert und geärgert, sobald ich mich gemeldet habe und ich was gesagt habe was falsch war wurde gelacht, habe ich was gesagt. was ein anderer eigentlich sagen wollte wurde rumgemeckert (so hab ich dann lieber gar nichts gesagt, damit niemand lacht) aber meine freunde hatten angst davor mir zu helfen...in dieser klasse waren wir so 2 jahre zsm. Bis die klassen aufgeteilt wurden (aus 4 mach 3)....bis dahin wurde das mobbing immer schlimmer die zwillinge und sie haben sich zusammen getan und mich immer wieder nieder gemacht, mich beschuldigt ich habe sie belästigt, mich als hässlich bezeichnet, mich beleidigt und gesagt dass ich doch selber schuld habe, dass ich so eine kranke Schwester habe (sie ist herztransplantiert und mein ein und alles obwohl sie zickig ist liebe ich sie über alles)....ich hatte angst, angst vor solchen attacken, angst davor zur schule zugehen, angst vor denen...ich hatte oft Bauchschmerzen, weil ich nicht zur schule wollte....niemand von meinen freunden stand hinter mir...nur meine familie....die lehrer konnten gegen diese bande nix machen......das ist noch nicht ds ende vom lied...weiter ging es dann im internet...auf der seite ask hab ich einen account, den ich mal auf facebook geteilt habe damit meine freunde bescheid wissen...großer fehler weil ich auch mit denen die mich gemobbt haben, auf facebook befreundet war...ich hab dann auf ask hass mails und drohungen bekommen, dass ich die schule wechseln soll....ich hatte angst und hab niemandem davon erzählt bis auf meiner jetzigen besten freundin und meinem ex...

Die folgen dieses mobbings spüre ich noch jetzt...ich hab totale angst in der schule wenn ich mich melde dass ich etwas falsches oder gar richtiges sage, das wirkt sich nur leider negativ auf meine noten aus...aber ich hab einfach angst und die kriege ich nicht weg...ich bin total unsicher und hab kein Selbstvertrauen...


Ja also dass waren meine Erfahrungen mit Mobbing... (viele sachen habe ich verdrängt und kann mich auch nicht mehr an alles erinnern, aber als die klassen dann getrennt wurde es immer weniger und mittlerweile ist das mobbing fast weg)
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich bin in der Schule zeitweise extrem ausgelacht worden, wegen meinem Aussehen. Aber richtiges Mobbing ist daraus nicht geworden. Nicht nach meiner Definition. Der systematische Willen mich zu "zerstören" hat gefehlt, und die möglichen Täter waren selber nicht die Alpha-Tiere in der Klasse. Ich war auch zu gut vernetzt und "konnte" nützliche Dinge (Musik, Mathe....)
Auf PN gebe ich dir aber gern Auskunft.

A AntonDerPanton Noch ein Tipp für deine Arbeit, wenn du nicht selbstverständlich schon dran gedacht hast.
Mir ist aufgefallen dass Mobbing-Täter beim Mobbing leider sehr viel lernen. Andere zu mobben kann eine "Schule fürs Leben" sein. Eine destruktive Form von "Personalführung".
Ich weiss sogar von einem Fall wo ein Lehrer den Täter erst mal gelobt hat für seine Intelligenz und Reife, und dann an seine (wirklich nicht vorhandene) Empathie apelliert hat.... In seiner Hilflosigkeit hat er ihn behandelt wie einen Verbündeten.
Nach meiner Beobachtung sagen dann Mobber später geläutert "Ich war ein Schwein". Aber für sie hat es sich leider trotzdem gelohnt.
 
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