Mitbewohner, Party Und Und Und

Benutzer99110 

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Guten Morgen!

Heute Morgen - so gegen 9 Uhr - stehe ich auf und mir fliegt eine Fahne von Bier und ein Bild des Chaos´ entgegen. Mein Mitbewohner und sein Kumpel sind noch am schlafen...

Ich hatte mich gestern dazu überreden lassen, mit in die Diskothek zu gehen (eigentlich mache ich nie Party, weil ich nicht der Typ dafür bin). Mein Mitbewohner ist aber erst 17 und wird in 3 Wochen 18. Er und sein Kumpel waren schon sehr angetrunken - konnten sich aber problemlos benehmen - und mein Mitbewohner hatte die Türsteher des Alters wegen angelogen. Also mussten wir alle Drei gehen!!

Wir saßen dann noch in einer Kneipe und haben unser Bier getrunken und ich musste mich dann mit einigen „Säufern“ im Alter von 50+ unterhalten. Irgendwann bin ich dann nach Hause gegangen da ich müde war und am nächsten Tag - also heute - in die Sauna wollte. Als mein Mitbewohner dann einige Zeit mit seinem Kumpel nach gekommen ist, machten die Beiden einen unvorstellbaren Lärm und ich war froh als ich endlich in Ruhe weiter schlafen konnte.

Seit 6 Wochen habe ich nun eine WG und bin auch recht zufrieden damit (dennoch bin ich aber auf einen Mitbewohner finanziell nicht angewiesen, kann so aber trotzdem viel Sparen). Ich habe nichts dagegen wenn er einen Kumpel mitbringt, solange die Beiden sich benehmen können. Wenn aber die Wohnung leicht nach Bier stinkt und sein Zimmer wie bei „Flodders“ aussieht, hört der Spaß auf.

Gestern Abend/Nacht hatte er mit im „Suff“ Dinge erzählt... Hätte ich diese vor seinem Einzug gewusst, wäre er hier nicht eingezogen. Versteht mich bitte nicht falsch, er ist ein lieber und hilfsbereiter junger Mann mit fester Arbeit und einer Ausbildung zum nächsten Jahr. Er wohnte jedoch in einer Stadt in der man ab 22 Uhr besser nicht mehr alleine und ohne Pfefferspray auf die Straße gehen sollte. Scheinbar - so sagt er - hatte er mit 14 seine erste Bewährungsstrafe, mit 16 dann die nächste bekommen. Seiner Aussage nach wegen Körperverletzung auf einem Festival. Ich sage mir aber immer wieder dass es seine Vergangenheit ist und er hier bei „mir“ einen Neuanfang machen möchte (was bislang auch gut funktioniert hat).

Nun haben wir leider noch keinen „Hausplan“ wer was im Haus macht. Er hat wie gesagt sein Zimmer und dann benutzt er das Bad mit. In die Küche geht er nur um sich ein Brot zu schmieren (mehr braucht er nicht sagt er). Ich dagegen habe mein Schlafzimmer, Wohnzimmer und eben auch die Küche sowie das Bad. Zu Beginn hatten wir vorläufig gesagt, dass jeder seinen Bereich sauber hält und dann eben guckt wo was gemacht werden muss (Küche, Bad). Aber im Bad habe ich ihn noch nie etwas sauber machen sehen, Küche mache ich immer da ich dort auch viel koche.

Ich muss sagen, dass ich auch keine Party mehr machen werde und dass ich mich in meiner eigenen Wohnung nicht mehr so richtig wohl fühle (dies ist aber nur teilweise so).

Wie macht ihr das denn in eurer - falls ihr habt - WG? Dieser Kumpel möchte zum Jahresende auch in die Stadt ziehen und ich gehe davon aus, dass die Beiden dann jedes Wochenende Party machen gehen werden. Dennoch möchte ich dies nicht in meiner Wohnung haben. Ich möchte das Wochenende dazu nutzen um mich von der Arbeit zu erholen, Gitarre zu spielen und um die Zeit mit meiner Freundin zu genießen. Kann man solche Dinge in der eigenen Wohnung - weil es ja nun eine WG ist - untersagen?
 

Benutzer86199 

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Jetzt mach doch erstmal halblang. :zwinker: Bevor du dir bereits die reinsten Katastrophenszenarien ausmalst, führ dir doch erst noch einmal vor Augen, dass das jetzt genau ein einziges Mal passiert ist. Vielleicht räumt dein Mitbewohner ja sowieso von ganz allein auf, sobald er wieder unter den Lebenden weilt. Wenn nicht, mach einfach ne kurze Ansage, dass du das von ihm erwartest.
Was ich nicht verstehe: wieso hält dich das jetzt davon ab, Gitarre zu spielen oder Zeit mit deiner Freundin zu genießen?
 

Benutzer92501  (40)

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Huhu...

ich frag mich gerade, aus welchem Grund Du nochmal Sozialpädagoge werden wolltest...?!?

Also, ich denke, dass solche Dinge, wie Putzplan, Haushaltsaufteilung etc. VOR dem Einzug geklärt werden sollten und nicht, wenn man schon Wochenlang zusammen wohnt...!
Was ich nicht gut finde, dass er das Bierchaos hinterlassen hat...kann er ja in seinem Zimmer, was er ja von Dir gemietet hat und dort kann er drin machen, was er will, meiner Meinung nach.

Wo wir auch wieder bei dem Problem wären, dass er ERST in 3 Wochen Volljährig wird...da kümmert sich man vielleicht noch nicht so um die Reinigung des Haushaltes...!
Finde es auch sehr interessant, dass er in so "jungen" Jahren schon in einer WG lebt? Wie kam es dazu?

Selbst wenn er schon Trouble mit dem Gesetz hatte, er ist bisher nicht wieder Strafbar geworden und man kann es evtl unter dem Titel "Jugendsünde" vermerken. Es gibt einige Jugendliche, die in der Pubertät so ein wenig den Boden unter den Füßen verlieren und erst später den Dreh kriegen...vielleicht hat er auch kein gutes Elternhaus...! Wer weiß es schon, außer er?

Vielleicht haste Glück, dass er, sobald sein Kumpel in Eurer Stadt lebt, er mit ihm ne WG aufmacht...!

Ach ja, es gehören übrigens immer alle dazu, sich anzupassen, in so einer WG...! Also auch Du. Aber vielleicht stellst Du gerade fest, dass Du eigentlich nicht WG-Tauglich bist...?!? Wieso ziehst Du nicht einfach mit Deiner Freundin zusammen?

Lg
Mercur
 
H

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Gast
Also ich hatte mal ein ähnliches Problem. Meine Mitbewohnerin ist ausgezogen und ein ich habe mir als Nachmieter dann einen jungen Herrn ausgesucht, der eigentlich ganz nett wirkte. Naja, er hat nie aufgeräumt, sein Zimmer sah schrecklich aus, in der Küche hat er immer Teller und Töpfe stehen lassen und den Putzplan hat er nie eingehalten. Ich habe ihn dann mehrere Male drauf angesprochen. Geändert hat sich nichts. Irgendwann hat er dann angefangen Party in der Bude zu machen, wenn ich am nächsten Morgen Vorlesung hatte. Reden brachte nichts. Rausschmeißen konnte ich ihn auch nicht, da wir beide Hauptmieter haben und mit den Vermietern drüber reden hat auch nichts geholfen. Ich bin dann in eine eigene Wohnung gezogen. Ich würde nicht sagen, dass ich WG-untauglich bin, aber mit diesem Menschen kam ich einfach überhaupt nicht klar (mit meiner vorherigen Mitbewohnerin hingegen schon).

Sprich ihn einfach mal auf die Dinge an, die dich stören. Vielleicht bessert er sich dann ja. Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber irgendwie liest sich das auch so, als würdest überhaupt nicht mit ihm klar kommen. Also wenn sich wirklich nach mehreren Gesprächen gar nichts ändert, würde ich an deiner Stelle ihn irgendwann rausschmeißen und mir einen neuen Mitbewohner suchen. Das ist vielleicht ein bisschen resolut, könnte aber dran liegen, dass ich die Sche*ße mit einem gesprächresistenten Mitbewohner zu lange mitgemacht habe und ich das nicht nochmal so lange machen würde.

EDIT: Mir fällt da grade was ein: Waren die nur beim Heimkommen laut? Wenn das der Fall wäre, wäre das ja nicht ganz so schlimm...Aufzuräumen hat natürlich er.
 

Benutzer92848 

Sorgt für Gesprächsstoff
Übertreibst du nicht ein wenig?

Du kritisierst, dass er
a) einmal nachts laut gewesen ist
b) das Bad nie sauber macht
c) sein Zimmer nicht augeräumt ist

Die Vergangenheit hat mit dir ja nichts zu tun.
a) ist eine einmalige Sache, die kann man sicher verzeihen. Und wenn du ihn bittest, das nächste mal
etwas ruhiger zu sein, dann klappt das sicher auch. Über b) muss du halt mit ihm sprechen, er wohnt
vermutlich das erste mal weg von seinen Eltern, da versteh ich, dass er da nicht viel drüber nachdenkt.
Und c) ist in meinen Augen seine Sache. So lange er dir nicht Boden oder Wände zerstört ist das doch kein
Problem.
 

Benutzer99110 

Benutzer gesperrt
Zu A: Sicher habe ich da etwas übertrieben, denn sonst ist er immer sehr sehr leise und auch ruhig. Eigentlich ein toller Mitbewohner mit dem ich mich super verstehe!

Zu B: Er hat einen Untermietvertrag vorliegen, diesen dennoch nicht unterschrieben, aber es steht alles drin was drin stehen muss.

Er wohnt gut bei mir und er ist mir dafür auch sehr dankbar. Meine Sorge ist eben nur, dass wenn sein Kumpel auch in die Stadt zieht, die Beiden des öfteren Party machen und ich dann immer leere Bierkisten in der Wohnung stehen habe. Aber: ich habe nichts dagegen wenn er sich Freunde herholt und sie dann gemeinsam in seinem Zimmer mit etwas Musik einen Kasten Bier leer machen. Es ist seine Sache. Nur kann ich dann von ihm im Gegenzug auch erwarten dass er das Bad dann wieder sauber macht und dafür sorgt dass seine Freunde "leise" sind und mir nicht den Rest der Wohnung schmutzig machen.

Dann wollten die Beiden heute Nacht um 2 auf eine Partymeile fahren und ich wollte nicht mit, da ich müde und hungrig war. Naja, nach 20 Minuten des Überredens haben sie dann eingesehen dass ich nicht mitkommen werde :rolleyes:

Er hatte eine schwere Kindheit und wohnt nun seit kurzem erst von Zuhause weg, ich kann es also schon verstehen. Nur wie mache ich ihm klar, dass es hier auch Regeln gibt und er dafür Sorge zu tragen hat, dass die Wohnung auch bei Besuch im ordnungsgemäßem Zustand bleibt?
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Wie wäre es, wenn ihr gemeinsam einen Putzplan aufstellt?
Ob er sein Zimmer aufräumt ist aus meiner Sicht ganz allein seine Sache und geht dich nichts an, solange er sich im gemeinsam genutzte Bereich am Aufräumen beteiligt.
Bitte ihn doch einfach, nächstes Mal leiser zu sein oder besorg dir Oropax. Und, mal ehrlich, kurz aufzuwachen und wieder einzuschlafen ist doch jetzt auch nicht SO das Problem, oder?
Wieso darf er das Wohnzimmer eigentlich nicht mitbenutzen? Ich habe den Eindruck, dass du ihn mehr als "Gast" in deinem Haus siehst - das ist er aber nicht, er wohnt schließlich genauso dort wie du und darf seine Vorstellungen einbringen. Wenn du das anders siehst, hättet ihr das vielleicht mal vorher klären sollen.
Dass er feiern geht finde ich ziemlich normal, dass es am nächsten Morgen leicht chaotisch ist ebenfalls. An deiner Stelle würde ich nicht aufräumen sondern darauf warten, dass er sich rührt. Kann dauern, sofern er verkatert ist, aber wenn er sich nicht daran macht sein Bierchaos zu beseitigen (oder riecht es am Ende nur nach Bier? Dann mach halt das Fenster auf...) würde ich ihn bitten, mal etwas zu putzen.
Irgendwas untersagen? So nachträglich? Nö. Hättest du dir früher überlegen müssen. Jetzt warte doch erst mal ab, ob es sich wirklich so entwickelt. Du kannst ihn dann immer noch bitten, dass er die lauten Dinge bitte bei seinen Freunden tun soll. Sich mal gepflegt in der eigenen Küche/Wohnzimmer zu betrinken muss aber drin sein, sofern ihr das nicht anders vereinbart habt.
Alles in allem: Entspann dich und warte ab.
 
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