Misshandlung oder Erziehungsmethode?

Benutzer20345 

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In Altenburg stehen mehrere Erzieherinnen vor Gericht, weil sie strittige Mittel zur Betreuung z. B. "Pucken" eingesetzt haben. Ihnen wird Misshandlung Schutzbefohlener vorgeworfen.

Süddeutsche Zeitung
 

Benutzer49550  (37)

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Ich will jetzt nicht den ganzen Artikel werten, wie schon drin steht ist die Beweisaufnahme schwierig (0-2 Jährige gegen ihren Willen Nahrung einflössen bis sie brechen, stell ich mir jetzt schwierig vor, aber gut).
Was das Pucken jedoch betrifft: Unsrer Grossen hat es ne zeitlang geholfen (hat dann ganz schnell friedlich geschlafen) und Spätfolgen sind keine vorhanden - definitiv nicht :zwinker:
 

Benutzer137374  (49)

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In Altenburg stehen mehrere Erzieherinnen vor Gericht, weil sie strittige Mittel zur Betreuung z. B. "Pucken" eingesetzt haben. Ihnen wird Misshandlung Schutzbefohlener vorgeworfen.

Süddeutsche Zeitung
Besonders unschoen finde ich, dass sich solche Vorgaenge dann immer so lange hinziehen. Die Frauen sind sei 2,5 Jahren freigestellt. Zumal es sehr unwahrscheinlich ist, dass man sie verurteilen kann. Das Pucken ist eine seit Ewigkeiten bekannte Methode (das wird sogar in einem Lied von Brahms vor 300 Jahren besungen "mit Naeglein besteckt"). Ich haette das mit meiner Tochter nicht gemacht, aber ich kenne viele, die das gut finden (ist gerade wieder so eine Mode wie das peinliche Gequatsche in Fremdsprachen mit dem Kind :zwinker: Und dass man Kleinkinder manchmal zum Essen draengen muss, ist genauso normal wie spucken. Wenn das sogar behinderte Kinder waren, vermutlich noch haeufiger. Es der Schilderung geht nicht hervor, ob ein Baby ein spuckendes Baeuerchen machte oder sie wie Gaense gestopft wurden.
 

Benutzer81418 

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In der heutigen Zeit findet alles vor Publikum statt, auch die Kleinkinderbetreuung. Häppchen für die tägliche Empörung.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Irgendwie kann man aus dem Artikel m.E. nicht viel herauslesen.

"Pucken" ist m.E. bei Neugeborenen bzw. SÄUGLINGEN nichts problematisches. Dafür ist es ja auch gedacht. Komisch ist da höchstens, wenn man die mit Schnüren zubindet etc. Wir haben unsere Kinder zwar nicht richtig "gepuckt" aber ich kenne das jedenfalls so nicht. Die werden einfach recht stramm in eine Decke gewickelt, die speziell gefaltet wird.

Ein älteres Kind zu "pucken" (im Artikel stand ja auch was von 1 bis 2jährigen, wenn ich das richtig verstanden habe), würde ich aber schon als erhebliche Kindesmisshandlung betrachten :eek:. Das ist m.E. etwas völlig anderes. Sobald das Kind anfangen kann sich quasi spontan und gezielt zu bewegen bzw. "mobil" zu werden, geht das m.E. (aber ich bin nur Vater, keine Hebamme oder Erzieher) natürlich gar nicht mehr!
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Ich weiß zwar nicht, was pucken bedeutet, aber ich zitiere mal Kurt Tucholsky:

Meine Sorgen möchte ich haben...
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Was ist dieses Puken überhaupt ?
Wenn Babys gerade geboren sind, haben sie noch keine gute Kontrolle über ihre Gliedmaßen. Daher kann es sein, dass ein Kind sich ständig selbst wach macht, weil es mit Armen oder Beinen fuchtelt ohne das zu wollen. Außerdem sind sie es von Mamas Bauch gewohnt, dass sie rundrum eng eingepackt sind. Also wickelt man die Babs relativ fest in ein Tuch, sodass sie Arme und Beine kaum bewegen können. Getestet hab ich es noch nicht, viele Eltern berichten aber, dass die Kleinen so besser schlafen und sich schneller beruhigen.

Das gilt aber natürlich nur für die Allerkleinsten, nicht aber für Kinder, die sich schon halbwegs gezielt bewegen können..
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Wenn Babys gerade geboren sind, haben sie noch keine gute Kontrolle über ihre Gliedmaßen. Daher kann es sein, dass ein Kind sich ständig selbst wach macht, weil es mit Armen oder Beinen fuchtelt ohne das zu wollen. Außerdem sind sie es von Mamas Bauch gewohnt, dass sie rundrum eng eingepackt sind. Also wickelt man die Babs relativ fest in ein Tuch, sodass sie Arme und Beine kaum bewegen können. Getestet hab ich es noch nicht, viele Eltern berichten aber, dass die Kleinen so besser schlafen und sich schneller beruhigen.

Das gilt aber natürlich nur für die Allerkleinsten, nicht aber für Kinder, die sich schon halbwegs gezielt bewegen können..
Hört sich doch nicht so wirklich schlimm an.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Hört sich doch nicht so wirklich schlimm an.
..nur dass da Kinder im Alter von 2 Jahren gepuckt wurden, da zieht weder das Argument "eng wie im Uterus" noch "fehlende Koordination" mehr, sondern ist meiner Ansicht nach nichts anderes als zwangsweise Ruhigstellung des Kindes - und das ist Misshandlung.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja... die armen Kleinen...

Meiner Meinung nach wird hier mal wieder "zum Wohle und Schutz des Kindes" direkt von Misshandlung geschrieben. Die Anklage finde ich übertrieben und diese Überfürsorge geht mir auf den Senkel.

Fazit: Ich erkenne keinen Schaden, wenn ein Kind derart fixiert wird.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Ich stimme Serenity Serenity und casanis casanis zu. Das Wickeln kenne ich bei Neugeborenen und da mag es seine Berechtigung haben. Das Fixieren eines Kleinkindes, inklusive Abdeckung des Gesichts finde ich gruselig und hätte das mein Kind betroffen, dann würde ich eine Anklage begrüßen. Wie das Ganze zu be/verurteilen ist, in juristischem Sinne, weiß ich nicht.
Das Füttern unter Zwang ist zwar "alte Schule", aber auch da wäre ich alles andere als begeistert, wenn ich mitbekäme, dass mein Kind dem ausgesetzt wäre und es wäre Zeit für ein Elterngespräch.
 
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