Mir wurde was ins Glas gemischt und behandelt mich wie das letzte Stück Scheiße...

Benutzer21122 

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Es wäre aber ein Beweis dafür gewesen, dass sie überhaupt gar keinen so hohen Promillewert hatte, der eine angebliche Volltrunkenheit rechtfertigt.

Es ist doch nicht die Aufgabe eines Krankenhauses, Beweise zum "wieso weshalb warum" zu sammeln, wenn es an den Maßnahmen nichts ändern würde. Die behandeln das medizinische Problem "Intoxikation", wenn eine Behandlung notwendig is, mehr machen die doch nicht.


Naja, ansonsten wäre sie ja im Krankenhaus verblieben und das hätte die Krankenkasse sicherlich gezahlt.

M.W. nicht bei einer bloßen Ausnüchterung im Krankenhaus. Nur wenn es zu irgendeiner Behandlung kommt.
 
S

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Gast
Die Unterzuckerung wurde durch den RTW bereits ausgeschlossen, jedenfalls stand das hier. Das wird auch eigentlich immer sicherheitshalber gemacht.

So wie ich das verstanden habe, wurde das erst am nachfolgenden Tag gemacht, von den Sanitätern, die sie selbst gerufen hatte.

Herzinfarkt, innere Blutungen? Wenn es danach ginge, müsste man bei jedem Patienten auf der zentralen Aufnahme das volle Programm fahren (großes EKG, großes Blutbild, Ultraschall, ...). Das wäre dann doch etwas zuviel des guten. Für sowas bestanden ja auch nun wirklich keine Anzeichen.

Natürlich sind die Krankenhäuser dankbar für solche Stationen. Ansonsten könnten sie die vielen Patienten gar nicht mehr versorgen. Was meinst du, was am Wochenende allein in unserer Kleinstadt (bzw. da wo ich arbeite) an Besoffenen auf der Aufnahme liegt? Hat man dann einen Patienten mit einer wirklichen Erkrankung, muss man teilweise 25 km weiter fahren, weil die Aufnahme geschlossen ist. Der Sinn eines Krankenhauses besteht nicht darin, Besoffene ausschlafen zu lassen. Das wird nämlich immer mehr die Regel. Die Freunde wollen weiterfeiern, wissen nicht, wo ihr besoffener, kotzender Kumpel hin soll und schieben ihn ins Krankenhaus ab. Früher wurden solche Leute einfach nach Hause gebracht und ins Bett gelegt. Heute ist es praktischer, die vom Rettungsdienst auf die zentrale Aufnahme bringen zu lassen, wo sie dann ihren Rausch ausschlafen, was Zuhause genauso möglich wäre.

Sehe ich alles ein, aber in Selleries Fall handelte es sich ja nicht um einen betrunkenen Menschen. Deshalb hätte man zumindestens mal Blut abnehmen können (vielleicht auch, um sich rechtlich selbst abzusichern, falls mal was passiert?!), dabei bleibe ich auch.
 

Benutzer78489 

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Hallo,

also sunshine, mein Posting bezog sich nicht auf die TS, sondern mehr auf dein Posting. Die TS wurde dann ja schließlich ins Krankenhaus gebracht, aber dein Vorschlag war ja, Betrunkene oder benebelte Leute einfach an den Straßenrand zu setzen und sich selbst zu überlassen. Das kann ich halt nicht nachvollziehen. Aber wie gesagt, jedem das seine.

Allerdings versteh ich nicht, wieso so kaltschnäuzig argumentiert wird, dass es egal ist, ob fremdverschuldet oder nicht, oder dass man solchen Leuten allgemein nicht viel Aufmerksamkeit schenkt. Ich mein, ist der Arzt Richter oder hat er irgendeine besondere moralische Position, dass er einen Betrunken für seinen Zustand verurteilen darf und ihn deshalb schlechter behandelt? Wenn jemand Hilfe braucht, braucht er halt Hilfe. Und da sollte man schon einen Unterschied zu den Leuten machen, bei denen der Zustand halt nicht selbstverschuldet ist, denn die brauchen sicher oft akut seelischen Beistand, da muß man genauer nachsehen, ob eine Vergewaltigung vorliegt und es braucht Beweise.

Sellerie: Ich denke, es ist eher kontraproduktiv, wenn du besonders auf die negativen Stimmen und Meinungen soviel Wert legst und immer genau hinguckst und dir das merkst. Du merkst doch selbst, wie dich das runterzieht und dir Kraft raubt. Jeder hat seine Meinung, die kann positiv und negativ sein, aber es ist halt nur eine Meinung und die kann dir doch rein gar nichts. Nimm dir die Beiträge zu Herzen, die dich stärken und dich aufmuntern, denk an die Leute, die dir geholfen haben und versuch erstmal, das alles zu verarbeiten und deine Sachen zu regeln. Manchmal muß man sich auch ein bißchen selbst schützen und stärken :smile:


LG,
Kaya
 
S

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Gast
Es ist doch nicht die Aufgabe eines Krankenhauses, Beweise zum "wieso weshalb warum" zu sammeln, wenn es an den Maßnahmen nichts ändern würde. Die behandeln das medizinische Problem "Intoxikation", wenn eine Behandlung notwendig is, mehr machen die doch nicht.

Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es etwas an den Maßnahmen geändert hätte.

M.W. nicht bei einer bloßen Ausnüchterung im Krankenhaus. Nur wenn es zu irgendeiner Behandlung kommt.

Richtig, aber sie musste ja eigentlich nicht Ausnüchtern.

Aber gut zu wissen, dass man abgestempelt wird, sobald man Alkohol getrunken hat. Da kann man eigentlich nur hoffen, dass man in diesem Moment zu keinem medizinischen Notfall wird.
 

Benutzer78489 

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Es ist doch nicht die Aufgabe eines Krankenhauses, Beweise zum "wieso weshalb warum" zu sammeln, wenn es an den Maßnahmen nichts ändern würde. Die behandeln das medizinische Problem "Intoxikation", wenn eine Behandlung notwendig is, mehr machen die doch nicht.


Doch, denn dadurch stellen die ja die Diagnose. Wenn die herausfinden, dass es halt keine Alkoholvergiftung ist, ist das für die Behandlung genauso relevant, wie später als Beweismittel für die Polizei.

Wie Starla schon sagte, wenn die ne Intoxikation durch reines Ansehen festellen, dann kann da doch irgendwas nicht stimmen.
 

Benutzer18889 

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So wie ich das verstanden habe, wurde das erst am nachfolgenden Tag gemacht, von den Sanitätern, die sie selbst gerufen hatte.

Sehe ich alles ein, aber in Selleries Fall handelte es sich ja nicht um einen betrunkenen Menschen. Deshalb hätte man zumindestens mal Blut abnehmen können (vielleicht auch, um sich rechtlich selbst abzusichern, falls mal was passiert?!), dabei bleibe ich auch.

Ich gehe davon aus, dass der RTW direkt am Abend selbst auch einen BZ-Test gemacht hat. Von den Einsätzen existieren übrigens Protokolle. Das könnte man ebenfalls anfordern. Sollte es allerdings als Krankenbeförderung gelaufen sein, dann gibt es im Regelfall kein Protokoll. Weißt du, Sellerie, ob der RTW mit oder ohne Blaulicht kam? Das könnten deine Freundinnen jedenfalls wissen.

Desweiteren weiß die Leitstelle Bescheid. Allerdings geben die vermutlich nur persönlich Auskunft wegen des Datenschutzes.

Das mit dem Blutabnehmen ist von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden. Manche machen es, andere nicht. Bei uns wird's gemacht, aber wir haben auch gar keine Ausnücherungsstaion.
 
S

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Gast
Ich gehe davon aus, dass der RTW direkt am Abend selbst auch einen BZ-Test gemacht hat. Von den Einsätzen existieren übrigens Protokolle. Das könnte man ebenfalls anfordern. Sollte es allerdings als Krankenbeförderung gelaufen sein, dann gibt es im Regelfall kein Protokoll. Weißt du, Sellerie, ob der RTW mit oder ohne Blaulicht kam? Das könnten deine Freundinnen jedenfalls wissen.

Desweiteren weiß die Leitstelle Bescheid. Allerdings geben die vermutlich nur persönlich Auskunft wegen des Datenschutzes.

Ja, vielleicht könnte man da nachfragen.

Das mit dem Blutabnehmen ist von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden. Manche machen es, andere nicht. Bei uns wird's gemacht, aber wir haben auch gar keine Ausnücherungsstaion.

Darf ich mal fragen, warum bei euch Blut abgenommen wird?
 

Benutzer18889 

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Darf ich mal fragen, warum bei euch Blut abgenommen wird?

Da fragst du mich was. :zwinker: Es ist eben Standard, bei jedem Patienten auf der zentralen Aufnahme. Ich vermute mal, dass da ein kleines Blutbild gemacht wird. Ob da nun beispielsweise der Alkoholpegel getestet wird, weiß ich nicht, aber ich denke nicht. Das kenne ich nur von Patienten, die wir mit Polizei transportieren.

Allerdings gilt das wiederum nicht bei chirurgischen Patienten, da wird kein Blut abgenommen.
 

Benutzer50273 

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@Sellerie:

Ohne den ganzen Thread zu lesen, könnte ich mir vorstellen, dass Du mit Deinem Verdacht, Dir seien ohne Dein Wissen KO-Tropfen oder Ähnliches (man hört ja immer von den geruch- und geschmacklosen Liquid-Ecstasy-Tropfen, die sich verdammt schnell abbauen, mehr dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Ecstasy) in den Drink gemischt worden, zumindest die Schuld wg. 290 € aufheben kannst.

Ich würde an Deiner Stelle deswegen Anzeige gegen Unbekannt stellen (ok ich erinnere mich, dass Du Anzeige erstatten wolltest. Und gleichzeitig würde ich die Polizei oder die Sanitäter dafür haftbar machen, Dir kein Blut abgenommen zu haben. Das ist doch ein Verfahrensfehler, der nicht bei Dir liegt und der Dich möglicherweise entlastet. Hast Du das eigentlich schriftlich? Auf jeden Fall würde ich eine Rechtsberatung holen, wenn nicht einem Anwalt das übergeben.

Ich glaub Dir die Geschichte und drück Dir beide Daumen.
 

Benutzer18889 

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Und gleichzeitig würde ich die Polizei oder die Sanitäter dafür haftbar machen, Dir kein Blut abgenommen zu haben. Das ist doch ein Verfahrensfehler, der nicht bei Dir liegt und der Dich möglicherweise entlastet. Hast Du das eigentlich schriftlich?

Falsch. Rettungsassistenten dürfen nur dann Zugänge legen (und somit Blut abnehmen), wenn dies indiziert ist. Ansonsten handelt man sich damit gerne Ärger ein, da hierfür leider keine rechtliche Grundlage existiert. Im Zweifelsfalle bekommt man Ärger, wenn man es tut, aber nicht, wenn man es nicht tut.
 

Benutzer22419 

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jango - sie hat bereits Anzeige erstattet, ob man Sanitäter und Polizei haftbar machen kann, ist hier schon seit der ersten Seite Gegenstand hitziger Diskussion und mit einem Anwalt hat Sellerie auch bereits gesprochen.
Manchmal schadet es nicht, den Thread zumindest zu überfliegen :rolleyes_alt:
 

Benutzer50273 

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jango - sie hat bereits Anzeige erstattet, ob man Sanitäter und Polizei haftbar machen kann, ist hier schon seit der ersten Seite Gegenstand hitziger Diskussion und mit einem Anwalt hat Sellerie auch bereits gesprochen.
Manchmal schadet es nicht, den Thread zumindest zu überfliegen :rolleyes_alt:


okok. schande über mich. *davontroll*

Falsch. Rettungsassistenten dürfen nur dann Zugänge legen (und somit Blut abnehmen), wenn dies indiziert ist. Ansonsten handelt man sich damit gerne Ärger ein, da hierfür leider keine rechtliche Grundlage existiert. Im Zweifelsfalle bekommt man Ärger, wenn man es tut, aber nicht, wenn man es nicht tut.

stimmt. die rettungassistenten hätten also seitens der polizei angewiesen werden müssen. und damit ist der verfahrensfehler bei den polizisten zu suchen, denen solche fälle bisher nicht geläufig waren.
 

Benutzer21122 

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Hallo,

also sunshine, mein Posting bezog sich nicht auf die TS, sondern mehr auf dein Posting. Die TS wurde dann ja schließlich ins Krankenhaus gebracht, aber dein Vorschlag war ja, Betrunkene oder benebelte Leute einfach an den Straßenrand zu setzen und sich selbst zu überlassen. Das kann ich halt nicht nachvollziehen. Aber wie gesagt, jedem das seine.

Wie ich schon sagte, ist das nicht meine Empfehlung, sondern war als rhetorische Frage gemeint - was soll das Krankenhaus denn machen, wenn jemand intoxiert, aber nicht krank ist? Ein Fall für das Krankenhaus ist er nicht und auf die Straße lassen kann man ihn auch nicht.

(Wie ich jetzt sehe, habe ich in dem von Dir kritisierten Satz das Fragezeichen vergessen, was das Missverständnis erklärt. Ich habe es jetzt ergänzt).

Allerdings versteh ich nicht, wieso so kaltschnäuzig argumentiert wird, dass es egal ist, ob fremdverschuldet oder nicht, oder dass man solchen Leuten allgemein nicht viel Aufmerksamkeit schenkt.

Für den Mediziner ist das medizinische Problem maßgeblich. Ein besonderes medizinisches Problem gab es nun mal nicht. Es musste ja noch nicht mal behandelt werden. Die ganze Aufregung hier dreht sich darum, dass a) Kosten entstanden sind und b) die Ärzte sich nicht als Detektive betätigt haben. Beides sind Dinge, über die sich Sellerie zum Teil zu recht ärgert. Es ist aber beides nichts, was man den Ärzten vorwerfen kann.

Dann gebt doch mal Butter bei die Fische, wenn ihr alle von Ärzte verklagen, Rechtsanwälte konsultieren redet: Welche medizinisch Maßnahme ist entgegen den Regeln der ärztlichen Kunst unterlassen worden, die zu einem gesundheitlichen Schaden geführt hat?


Wenn jemand Hilfe braucht, braucht er halt Hilfe. Und da sollte man schon einen Unterschied zu den Leuten machen, bei denen der Zustand halt nicht selbstverschuldet ist, denn die brauchen sicher oft akut seelischen Beistand, da muß man genauer nachsehen, ob eine Vergewaltigung vorliegt und es braucht Beweise.

Es wird jemand intoxiert eingeliefert. woher soll jetzt der Arzt wissen, ob das selbst- oder fremdverschuldet ist - davon mal abgesehen, dass es für den Arzt völlig egal sein muss, weil er für die aktue medizinische Behandlung zuständig ist. In einer idealen Welt wäre es sicherlich anders, aber in Zeiten von Gesundheitsreformen und Ärztemangel müssen sich Ärzte in der Notaufnahme eben auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.


Ich finde es wirklich schade, dass hier völlig ausgeblendet wird, dass der eigentliche Schuldige ein Krimineller ist und die Begleiterinnen von Sellerie offenbar ziemlich schlechtes Krisenmanagement betrieben haben. Jetzt sind in der allgemeinen Wahrnehmung quasi die Ärzte und Sanitäter an allem schuld. Würde Euch mal empfehlen, an einem Wochenende in einer Großstadtkrankenhaus nachts zu hospitieren, bevor ihr den Stab über irgendwelche Ärzte brecht.
 

Benutzer44072 

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Sehe ich alles ein, aber in Selleries Fall handelte es sich ja nicht um einen betrunkenen Menschen. Deshalb hätte man zumindestens mal Blut abnehmen können (vielleicht auch, um sich rechtlich selbst abzusichern, falls mal was passiert?!), dabei bleibe ich auch.

Naja, ich frag mich nach wie vor wie die das ohne weitere Verdachtsmomente hätten rauskriegen können.

Es lag eben eine Intoxikation vor, die von Alkohol+einer weiteren Substanz verursacht wurde. Keine Ahnung inwieweit das ein anderes medizinisches Vorgehen gebraucht hätte und ob es für eine Behandlung notwendig ist diese Substanzen zu identifizieren.

Und mal ehrlich, wir wissen doch alle das der Missbrauch von Alkohol in Verbindung mit weiteren psychotropen Substanzen nicht gerade ungewöhnlich ist. Klar war das in diesem Fall nicht so, aber woher soll der Mediziner das denn ahnen, dass es sich um eine Straftat handeln könnte und dann anfangen Beweise zu sichern? Ich halte das für sehr weit hergeholt.

Die Diagnose war ja nicht in dem Sinne falsch, dass es keine Intoxikation gewesen ist, es wurden offenbar nur die beteiligten Substanzen nicht vollständig erkannt.
 

Benutzer5191  (37)

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Falsch. Rettungsassistenten dürfen nur dann Zugänge legen (und somit Blut abnehmen), wenn dies indiziert ist. Ansonsten handelt man sich damit gerne Ärger ein, da hierfür leider keine rechtliche Grundlage existiert. Im Zweifelsfalle bekommt man Ärger, wenn man es tut, aber nicht, wenn man es nicht tut.

Ach ja die schöne Notkompetenz. ;-) Na ja also ich für meinen Teil würde in der Leitstelle des Rettungsdienstes anrufen und das Einsatzprotokoll anfordern, dass muss eigentlich immer geschrieben werden. Weiterhin fände ich es sehr seltsam, wenn der RD nicht wenigstens an dem abend BZ und Blutdruck gemessen hätte. Zumindest mache ich das immer, wenn ich auf nem RTW oder KTW sitze und die Person nicht ansprechbar ist. Denn dann gehe ich davon aus, dass die Person stillschweigend einwilligt. Da darf ich auch ne Körperverletzung begehen durch das Messen des BZ. Außerdem könnte auch durchaus ne Unterzuckerung vorliegen. Frag da in jedem Fall mal nach.

Ähm @Maria88: Begleitpersonen kommen nach vorne in den RTW, da sind die meistens ruhig und man kann hinten ohne Problem arbeiten. Wenn doch jemand da ist der mit will, dann lasse ich das doch auch zu.

Eigentlich kenne ich es auch, dass ein nicht ansprechbarer Patient, zumindest Standardmäßig untersucht wird. Sprich BZ, RR, Puls und ggf. SpO2.
Was die Blutabnahme angeht war sie ja in dem Sinne leider nicht notwendig. Es lag keine Straftat in Hinsicht auf betrunken fahren etc. vor und weiterhin wird da ja auch nur ein kleines Blutbild gemacht. Sprich Drogen etc würden nicht festgestellt werden, weil danach nicht gesucht wird. Vorteil wäre natürlich gewesen, dass das Blut danach nochmal untersucht hätte werden können.

Aber ganz wichtig war der Gang zur Pol und zur Gerichtsmedizin. Hier wird jetzt alles erdenklich getan um das Blut richtig zu Untersuchen und wenn du Glück hast finden sich noch Restspuren.
Ich drücke dir auf alle Fälle die Daumen, dass was gefunden wird und du zumindest für dich nochmal schwarz auf weiß deine Unschuld bestätigt hast. Das wird dir auch helfen das zu verarbeiten.

Gegen die Rechnung würde ich aber mit allen Mitteln gegen angehen. Selbst, wenn es nicht zum Erfolg führt, wie dein Anwalt das schon bemerkte, hast du alles versucht um was dagegen zu Unternehmen, mit dem Hinweis auf die Anzeige und der Untersuchung der Gerichtsmedizin hast du vielleicht doch eine Chance.

Axo, das Protokoll des zweiten RD Einsatzes am Tag danach würde ich anfordern. Warst du da nicht im KH oder hast du den Transport verweigert?
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Eine Blutabnahme hätte nach meinem Verständnis ja rein der Verbesserung der Beweissituation gedient. An der Behandlung hätte sich wohl ebensowenig geändert wie an den entstehenden Kosten, um die es hier ja primär geht.
Ein Drogen-Intox kann durchaus anders behandelt werden als ein Alkohol-Intox - es kommt drauf an, was gefunden wird und welche Nebenwirkungen das Zeug haben kann.

stimmt. die rettungassistenten hätten also seitens der polizei angewiesen werden müssen.
Neien, nix da. Die Polizei hat da gar nichts verloren. Für den Rettungswagen gibts 2 Geschichten: a) Notkompetenz ("Gefahr im Verzug, der braucht jetzt die Nadel im Arm, sonst passiert ein Unglück") oder b) auf den Notarzt warten. Anweisen kann die Polizei in der Beziehung nichts, wäre ohne medizinische Kenntnisse auch reichlich wenig sinnvoll.


Wie gesagt, die Frage ob das Krankenhaus richtig gehandelt hat, müssen die Anwälte klären - Rettungsdienst und Polizei ist hier wenig Vorwurf zu machen.
 

Benutzer50273 

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Off-Topic:
So wars nicht gemeint. Sei nicht beleidigt, bleib und trag was konstruktives bei :zwinker:

nein so hab ich es auch nicht verstanden. ich kann schon verstehen, dass man als in der diskussion beteiligter entnervt auf diejenigen reagiert, die sich nicht auf den aktuellen stand gebracht haben und alte sachen wieder aufwärmen. ich wollte einfach nicht so viel zeit opfern und sellerie ein paar aufmunternde ratschläge geben, denn der fall klingt schon ziemlich hart.

Neien, nix da. Die Polizei hat da gar nichts verloren. Für den Rettungswagen gibts 2 Geschichten: a) Notkompetenz ("Gefahr im Verzug, der braucht jetzt die Nadel im Arm, sonst passiert ein Unglück") oder b) auf den Notarzt warten. Anweisen kann die Polizei in der Beziehung nichts, wäre ohne medizinische Kenntnisse auch reichlich wenig sinnvoll.

gut, aber die polizei hätte ja idealerweise den verdacht äußern können, dass da nicht nur alkohol im spiel war. wobei von außen natürlich schwer einzusehen ist, ob der rausch selbst- oder fremdverschuldet ist.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Ich finde es ja auch zum K..., dass die Täter mit so einer Masche leicht durchkommen können, deswegen muss die Abgabe solcher Chemikalien viel stärker beschränkt werden.
Und wie soll das bitte möglich sein?
Dieses "Liquid Ectasy" lässt sich problemlos aus GBL herstellen, was eine Allerweltschemikalie ist, die auch noch für viele andere Dinge verwendet wird (Verbrauch in Deutschland: 1000t pro Jahr).
Der Erwerb dieser Substanz lässt sich wohl kaum einschränken.
Zur Herstellung des "Liquid Ectasy" reicht laut Wikipedia Erwärmen und Zugabe von NaOH (stinknormaler Natronlauge) - das kann jeder daheim in der Küche.

Es ist nun mal leider so, dass sich viele Drogen und Sprengstoffe mit geringen chemischen Grundkenntnissen problemlos aus Allerwelts-Chemikalien mit einfachsten Geräten herstellen lassen.
 

Benutzer21122 

Verbringt hier viel Zeit
Soweit es um eine mögliche Straftat geht, kann man nicht einfach beliebigen Personen Blut abzapfen.

Bereits dann, wenn es um eine Straftat des Alkoholisierten geht, braucht man dafür bei fehlender Einwilligung (die ein bewußtloser nicht erteilen kann) eine richterliche Anordnung, bei Gefahr im Verzug tut es auch eine Anordnung des Staatsanwalts. Hier war aber Sellerie noch nicht mal Beschuldigte, sondern lediglich Zeugin. Wenn also aus sicht des behandelnden Arztes eine Blutentnahme medizinisch nicht indiziert war, konnte rechtmäßig kein Blut entnommen werden. Dass der Betroffene im Nachhinein sagt "hätten die doch", ist völlig egal.
 
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