Mir wurde was ins Glas gemischt und behandelt mich wie das letzte Stück Scheiße...

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
mir kommt es manchmal so vor, als würden die polizisten im opfer auch noch kriminelle energie sehen.
Off-Topic:
Ich denke mal das liegt daran, dass man im Dienstalltag einfach wahnsinnig abstumpft, alles schon tausend gehört hat etc.


Richtig miese Geschichte, vor allem mit den Krankenhauskosten. Ich weiss nicht, in wie weit man dagegen im Notfall klagen kann, einen Beratungschein solltest du ja als Studentin auf jeden Fall bekommen können.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Das du eine Anzeige gegen unbekannt gemacht ist schon mal richtig...
allerdings solltest du nochmal losgehen und gegen alle Beteiligten Anzeige wegen "unterlassener Hilfeleistung" erstatten.

Das bedeutet also zunächst gegen die Polizisten, dann gegen die RTW Besatzung und schließlich gegen das Krankenhaus und auch noch gegen die Zentrale wo man dich zur Übernachtung hingebracht hat!.

Das klingt zwar erstmal recht krass, aber nur so mischt man alle Stellen auf und sorgt dafür dass sich die Staatsanwaltschaft mit den entsprechenden Akten befasst!

Die Rechnung von der Übernachtungstelle erstmal nicht bezahlen, man darf nämlich dort nur Leute hinbringen wenn auch klar ist dass die zu ihrer eigenen Sicherheit dorthin müssen.
Da bei dir weder versucht worden ist Angehörige zu erreichen, noch überhaupt festgestellt worden ist dass die Betrunken warst, gab es keinen Grund dich dorthin zu bringen.
Den dann irgendwann folgenden Mahnungen immer widersprechen... darauf verweisen dass eine Übernachtung dort nicht notwendig war.

Gruß
 

Benutzer39246 

Verbringt hier viel Zeit
Och du Arme, das ist ja schrecklich, was dir passiert ist. :knuddel:

Das zeigt doch wieder, dass man nirgends sicher ist. Wie schnell kann man Menschen mal eben was in das Getränk kippen, da kann man im Grunde gar nichts mehr trinken gehen. :frown:

Was ich nicht verstehe-deine Freundinnen kenne dich doch, sie wissen doch, wieviel du getrunken hast, warum haben sie sich nicht vernünftig um dich gekümmert. Versteh das nicht falsch, aber normalerweise müsste die Polizei sich doch erkundigt haben, was du alles getrunken hast. Daraus sollte doch resultieren, dass du nicht sturzbetrunken warst?! Und wo waren deine Freundinnen, als du in KH gefahren worden bist und in dieser "Übernachtungszentale" gebracht wurdest. Ich kann nicht nachvollziehen, dass bei bei sowas nicht deine Eltern kontaktiert, ob das nun deine Freundinnen machen oder die Polizei. Klar, alt genug bist du, aber man kann in solch einem Fall doch niemanden sich selbst überlassen.

Die Polizei muss doch damit rechnen, dass Drogen im Spiel sind, oder? Man hört doch überall davon. Ich finde, dass nicht nur der Unbekannte angezeigt gehört, sondern auch die Polizei und die Rettungassistenten(?)-unterlassene Hilfeleistung. Klingt irgendwie hart, wenn du erstmal irgendwo hingetragen und auf Steine gesetzt wurdest.

LG und ich drück dir alle Däumchen, dass es ein glückliches Ende für dich nimmt.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann mich Koyote und Lysanne nur anschließen:
Das Verhalten von Polizei, Rettungsdienst und Übernachtunsstelle ist völlig inakzeptabel!
Wehre dich dagegen und erstatte Anzeige!

Vielleicht wachen die entsprechenden Leute dann wenigstens mal auf und die nächsten Opfer werden wenigstens nicht so schlecht behandelt wie du.
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ich frage mich, was die RTW-Besatzung da falsch gemacht haben soll. Sie haben dich doch sicher ins Krankenhaus befördert, oder nicht? Das war ihre Aufgabe und dass du danach in die "Zentrale für Betrunkene" abgeschoben wurdest, dafür kann der Rettungsdienst ja nichts. Das wäre ein Versäumnis des Aufnahmearztes.

Ich habe das gerade nochmal mit einem Kollegen hier besprochen: Der Rettungsdienst hat sich da nichts vorzuwerfen.
 
S

Benutzer

Gast
Ich kann mich Koyote und Lysanne nur anschließen:
Das Verhalten von Polizei, Rettungsdienst und Übernachtunsstelle ist völlig inakzeptabel!
Wehre dich dagegen und erstatte Anzeige!

Vielleicht wachen die entsprechenden Leute dann wenigstens mal auf und die nächsten Opfer werden wenigstens nicht so schlecht behandelt wie du.

Sehe ich genauso, ich bin entsetzt, aber auch wütend darüber, was ich hier lesen muss. Man denkt doch, dass wenigstens Polizei und Rettungskräfte in der Notlage zu einem stehen :kopfschue

Liebe Sellerie, ich bin stolz auf Dich, dass Du den Mut aufbringst, für Deine Rechte zu kämpfen :knuddel:
 

Benutzer18889 

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Sehe ich genauso, ich bin entsetzt, aber auch wütend darüber, was ich hier lesen muss. Man denkt doch, dass wenigstens Polizei und Rettungskräfte in der Notlage zu einem stehen :kopfschue

Liebe Sellerie, ich bin stolz auf Dich, dass Du den Mut aufbringst, für Deine Rechte zu kämpfen :knuddel:

Nochmal meine Frage: Was hätte der Rettungsdienst denn anders machen sollen? Sie wurde sicher ins Krankenhaus befördert. Das war der Job des Rettungsdienstes. Mehr als eine "Verdachtsdiagnose" dürfen wir sowieso nicht stellen und die interessiert den Aufnahmearzt sowieso oft eher weniger, vor allem bei "Betrunkenen" oder Leuten, wo es jedenfalls danach aussieht. Die Ursache des Zustandes des Patienten herauszufinden, das ist die Hauptaufgabe des Arztes in der Aufnahme. Wir sind "nur" für den sicheren Transport verantwortlich und können versuchen eine Anamnese zu erheben.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Die Polizei muss doch damit rechnen, dass Drogen im Spiel sind, oder? Man hört doch überall davon. Ich finde, dass nicht nur der Unbekannte angezeigt gehört, sondern auch die Polizei und die Rettungassistenten(?)-unterlassene Hilfeleistung. Klingt irgendwie hart, wenn du erstmal irgendwo hingetragen und auf Steine gesetzt wurdest.
Nein, dass muss sie nicht.
Die fehlende Aufklärung und Weiterbildung zur Sensibilisierung in diesesm Bereich ist sicher ein Problem - aber das darf man nicht den Beamten vor Ort ankreiden.
Du ahnst nicht, wieviele sturzbetrunkene Jugendliche man manchmal während einer Nachtschicht am Wochenende von der Straße kratzen darf, wieviele junge Mädels sich bis zur Bewußtlosigkeit besaufen. Nach der dritten Alkoholleiche am Abend haben die Polizisten dann auch nur noch wenig Motivation, das vermeintlich sturzbesoffene Mädel mit Samthandschuhen anzufassen und zu betütteln. Unterlassene Hilfeleistung ist das nicht, Polizei und RTW haben ihre Arbeit gemacht - dass sie die Situation falsch eingeschätzt haben, wird man ihnen hier kaum zu Vorwurf machen können.

Liebe Sellerie, die Geschichte ist mehr als nur gruselig :wuerg_alt: . Ich drück dir wie alle hier die Daumen, dass die Tests verwertbare Ergebnisse liefern und du zumindest mal nicht auf der Rechnung sitzen bleibst. Dass man den Scheißkerl findet, wage ich zu bezweifeln. Der wird dir wohl kaum seinen richtigen Namen genannt haben...
Halt die Ohren steif!
 

Benutzer8686 

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Der Anwalt unseres Vaters sagt, dass ich die 290€ wohl zahlen muss...


Und ich weiß nicht,wie...
 

Benutzer38280 

Verbringt hier viel Zeit
ich kapiere bloß nicht wieso.
du bist ja mit grund eingewiesen worden.
warst aber nicht betrunken.
ich hoffe, das von der rechtsmedizin ein befund kommt, der alles bestätigt.
dann dürfte dich doch nur die summe treffen, was man halt am tag so zuzahlen muß.
warst du eigentlich auch bei der kripo ?
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Wirklich übel was Dir passiert ist.

Was ich immer noch nicht genau verstehe, ist die Rolle Deiner Freundinnen. Haben sie denn gegenüber der Polizei und dem Krankenhauspersonal gesagt, dass sie einen Verdacht bezüglich irgendwelcher Substanzen haben und dass Du nicht betrunken bist?

Wenn sich das beweisen lässt, dann sollte sich da ja was machen lassen.

Wenn allerdings niemand einen Verdacht geäußert hat, ist das natürlich schlecht für Dich, Du selber konntest Dich ja wahrscheinlich gar nicht entsprechend äußern.

Dann ist es natürlich wirklich blöd, aber in gewisser Weise logisch das man einen Alkoholmissbrauch vermutet hat. Die ganze Situation (Junggesellinnen Abschied, dass Du vermutlich zumindest leicht nach Alkohol gerochen hast, Fundort vor irgendwelchen Partylokalitäten, Freundinnen wahrscheinlich angeheitert, Symptome die nach Alkoholvergiftung aussehen etc.) legt den Schluß ja sehr nahe. Ich hab keine Ahnung inwieweit es für einen Mediziner ohne weiteres festzustellen ist, dass es etwas anderes sein könnte.

Man kann jetzt nur hoffen das bei den Untersuchungen etwas rauskommt, damit sich zumindest die Kosten für Dich umgehen lassen. Erwischen kann man so einen Kerl wahrscheinlich nur, wenn man ihn direkt danach noch stellen kann. :angryfire

Dir jedenfalls gute Besserung.
 
G

Benutzer

Gast
Nochmal meine Frage: Was hätte der Rettungsdienst denn anders machen sollen? Sie wurde sicher ins Krankenhaus befördert. Das war der Job des Rettungsdienstes. Mehr als eine "Verdachtsdiagnose" dürfen wir sowieso nicht stellen und die interessiert den Aufnahmearzt sowieso oft eher weniger, vor allem bei "Betrunkenen" oder Leuten, wo es jedenfalls danach aussieht. Die Ursache des Zustandes des Patienten herauszufinden, das ist die Hauptaufgabe des Arztes in der Aufnahme. Wir sind "nur" für den sicheren Transport verantwortlich und können versuchen eine Anamnese zu erheben.

das sehe ich genauso. ich sehe weder von der polizei noch vom rettungsdienst irgendwo eine unterlassene hilfeleistung. die polizisten haben sie auf seite gesetzt, wahrscheinlich dorthin wo ihr nichts weiter passieren kann. falls da noch in einer größen stadt war, kann cih sogar nachvollziehen dass sie nicht sofort einen rettungswagen gerufen haben, zumal sie ja nicht alleine war. der rettungsdienst später, hat genau das gemacht wofür wir da sind. die leute nämlich ins krankenhaus zubringen.

mit der rechnung kannst du ja noch froh sein, dass es nur 290 € sind. bei uns verbleiben die "besoffenen" meistens in der klinik für eine nacht ITS (aber mit frühstück :smile: ) und das käme noch tuerer. teilweise wird das nämlich zum glück an die patienten weitergeleitet. in deinem fall wäre es aber vielleicht besser gewesen....
 
S

Benutzer

Gast
Ich beziehe mein "Wissen" ja ehrlich gesagt aus irgendwelchen Doku-Sendungen. Dort wird des öfteren ja mal gezeigt, dass irgendwelche betrunkenen Obdachlose aufgegriffen werden und die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen müssen.

Denen wird das doch auch nicht in Rechnung gestellt? Bzw. in dem Fall zahlt es wohl der Staat.

Ich finde es einfach unverschämt, dass man jemanden dazu zwingt, eine kostenpflichtige "Dienstleistung" in Anspruch zu nehmen, wenn dieser jemand eben NICHT betrunken war, sondern handlungsunfähig gemacht wurde durch eine kriminelle Handlung.

In dem Fall sollte das Krankenhaus dazu GEZWUNGEN werden, GENAU zu dokumentieren, ob es überhaupt GERECHTFERTIGT war, dass sie die Nacht eben nicht in einem normalen Krankenbett verbringt, sondern in so einer Ausnüchterungs"zelle". Und dazu gehört eben auch Blutabnehmen bzw. das Feststellen des Promillewerts etc etc, keine Ahnung, welche Möglichkeiten es da gibt.

Es ist eine Unverfrorenheit, jemanden mal auf Verdacht so abzuschieben und dann dreist eine hohe Rechnung zu stellen. Sorry, aber das ist im höchsten Maße unprofessionell, dass ein Klinikpersonal anscheinend überfordert damit ist, irgendwelche Drogen bei einem Patienten festzustellen.

Aber Geld abzocken, das geht klar! :wuerg: :kopfschue
 

Benutzer21122 

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde es einfach unverschämt, dass man jemanden dazu zwingt, eine kostenpflichtige "Dienstleistung" in Anspruch zu nehmen, wenn dieser jemand eben NICHT betrunken war, sondern handlungsunfähig gemacht wurde durch eine kriminelle Handlung.
Naja, irgendwer muss es ja wohl bezahlen. Entweder man ist krank, dann zahlt es die Krankenkasse, oder man ist besoffen, dann zahlt man es selbst, oder es ist ein Dritter schuld, dann zahlt es der Dritte. Dass einen das Krankenhaus quasi einlädt, ist ja wohl kaum realistisch. Das Problem ist hier ja "nur", dass der Kriminelle unbekannt ist. Aber dass das Krankenhaus nicht interessiert, kann man dem kaum vorwerfen.


In dem Fall sollte das Krankenhaus dazu GEZWUNGEN werden, GENAU zu dokumentieren, ob es überhaupt GERECHTFERTIGT war, dass sie die Nacht eben nicht in einem normalen Krankenbett verbringt, sondern in so einer Ausnüchterungs"zelle". Und dazu gehört eben auch Blutabnehmen bzw. das Feststellen des Promillewerts etc etc, keine Ahnung, welche Möglichkeiten es da gibt.
Was soll das Krankenhaus machen? Die Person ist nicht ansprechbar und hat keine Kontrolle über sich. Soll man sie auf den Bürgersteig setzen und drauf hoffen, dass sie nicht von einem Auto überfahren wird?

Es ist eine Unverfrorenheit, jemanden mal auf Verdacht so abzuschieben und dann dreist eine hohe Rechnung zu stellen. Sorry, aber das ist im höchsten Maße unprofessionell, dass ein Klinikpersonal anscheinend überfordert damit ist, irgendwelche Drogen bei einem Patienten festzustellen.
Das macht doch keinen Unterschieb, ob man wegen selbst eingenommenen oder fremd verabreichten Drogen nicht mehr Herr seiner Sinne ist.

Versteht mich nicht falsch. Es tut mir echt leid, was Sellerie passiert ist und dass sie jetzt die Kosten an der Backe hat, ist echt Mist. Die Vorwürfe gegen die Rettungsassistenten und das Krankenhaus kann ich aber echt nicht nachvollziehen. Hinterher ist man immer schlauer, und wenn man rückblickend alle Fakten genau kennt, ist es natürlich einfach zu sagen, dies und das wäre unnötig gewesen.
 
S

Benutzer

Gast
Ich meinte lediglich, dass das Krankenhaus eigentlich dazu verpflichtet sein müsste, zu dokumentieren, warum der Aufenthalt in dieser Zentrale notwendig war.

Warum wurde ihr kein Blut abgenommen? Es muss doch ein eindeutiger Promillewert in dem Bericht stehen, eine Grundlage, auf der diese - für den Empfänger - kostenpflichtige Dienstleistung basiert. Oder reicht da ein "Sieht betrunken aus und riecht danach, ab in die Zelle?" etwa aus?
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

also für mich ist die Aussage "Nach der dritten Alkoholleiche haben die Polizisten dann auch keine wirkliche Lust mehr" absolut keine Entschuldigung. Nur weil ein Job unangenehm ist und man keine Lust hat, kann man doch nicht plözlich weniger aufmerksam oder bemüht sein. Ich dachte, zumindest in Jobs, wo es auf ein Menschenleben ankommt, würde man es mal schaffen, ein wenig mehr Professionalität an den Tag zu legen.
Also zumindest das Krankenhaus sollte doch Ärger dafür bekommen, dass Sellerie nicht richtig untersucht wurde. Die sinds schließlich Schuld, das jetzt keine Beweise existieren.
Ich denke, es ist auf jeden Fall nicht verkehrt, ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt zu machen. Schon alleine, um durchzusetzen, dass die 290 Euro nicht gezahlt werden müssen.
Ich finds wirklich toll, dass die TS sich da auf der Polizeiwache so durchgesetzt hat und alles in die Wege geleitet hat. Da gehört viel Mut dazu, vor allem bei den Widrigkeiten.


Ganz allgemein: Ich finds eigentlich gar nicht mal so erstaunlich, dass ein Täter an solche Tropfen drankommt. Wer wirklich etwas vorhat, findet immer einen Weg.
Viel mehr irritiert mich, wie oft dieses Mittel eingesetzt wird. Da stellt sich jetzt die Frage, ob die Benutzer das wirklich so checken, dass das eine Vergewaltigung ist oder ob sie sich das nicht so ganz klar machen oder sich das schönreden oder was auch immer. Oder ob es wirklich so viele Vergewaltigungstäter gibt, die sich darüber freuen, dass es jetzt sowas gibt. Vielleicht macht auch einfach die Möglichkeit viele Menschen zu Tätern, die das ohne sowas "einfaches" wie die KO-Tropfen nie gemacht hätten. Also ich muß echt sagen, mich gruselts enorm, wenn hier so ein Thread aufgemacht wird und dann kommen ganz viele Stimmen "ist mir auch passiert" oder "ist einer Bekannten passiert". Wo kommen die ganzen Täter her und warum sind so viele Leute bereit, solche Tropfen zu benutzen?


Gruß,
Kaya
 
S

Benutzer

Gast
Also zumindest das Krankenhaus sollte doch Ärger dafür bekommen, dass Sellerie nicht richtig untersucht wurde. Die sinds schließlich Schuld, das jetzt keine Beweise existieren.

Genau darum geht es nämlich! Es existieren keine Beweise, ergo ist es sehr schwer, dem Krankenhaus nachzuweisen, dass eine eventuelle Fehlbehandlung durchgeführt wurde.

Schlimm genug, wenn so etwas passiert. Aber noch schlimmer, wenn so etwas im Rahmen eines kostenpflichtigen Aufenthaltes passiert. Ein Schelm, wer dabei an Absicht denkt.... solche Zentralen müssen schließlich auch finanziert werden, oder?

http://www.gal-fraktion.de/cms/presse/dok/209/209171.html
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
i_need_sunshine schrieb:
Das macht doch keinen Unterschieb, ob man wegen selbst eingenommenen oder fremd verabreichten Drogen nicht mehr Herr seiner Sinne ist.

Also das Krankenhaus kann ohne einen Test ja nicht mal wissen, ob ein Patient überhaupt aufgrund irgendwelcher Drogen nicht mehr "Herr der Sinne" ist. Ein Mann um die 40 kann Drogen genommen haben, gesoffen haben oder nen Schlaganfall oder Herzinfarkt gehabt haben. soll man den dann einfach stehen lassen, weil er ja besoffen sein könnte oder wie ist deine Theorie da? Was ist mit einem Mann, der ein Glas Bier trinkt, also nach Alkohol riecht, und dann einen Herzinfarkt hat? Oh, der riecht nach Alkohol, dann stell ich den mal hier in die Ecke. Morgen ist er dann entweder tot oder nüchtern, Problem gelöst.

Also eine hilflose Person einfach so auf der Straße stehen zu lassen, sollte doch so ziemlich jeder Ethik, Moralvorstellung und Berufsgrundlage von Berufen wie Arzt, Sanitäter, Polizist, etc widersprechen. Wenn nicht, muß ich wohl irgendwas verpasst haben.
Was Starla wohl sagen will: Die wußten vorher nicht, was los ist und sie sind verpflichtet, herauszufinden, was der Patient hat, egal wonach es aussieht, egal ob selbstverschuldet oder fremdverschuldet. Und das nicht nur unter dem Aspekt, ein Menschenleben zu retten, sondern halt auch darunter, dass sie dann aufgrund der Diagnose eine Leistung berechnen.

Ich kann auch irgendwie nicht verstehen, wie man argumentieren kann, dass man einen hilflosen Menschen einfach sich selbst überlassen sollte. Aber.......da ist wohl jeder anders.
 
S

Benutzer

Gast
Ich habe hier noch einen interessanten Artikel gefunden über die ZAB, die Sellerie wohl meinte (falls das zu persönlich ist wegen Ort, kann ich es wieder rausnehmen).

http://www.augustin.or.at/index.php?art_id=1018

Daraus ein Absatz:

"Es sind also die sprichwörtlichen Alkoholleichen, die mit dem Rettungswagen in die Zentralambulanz gebracht werden. So soll es jedenfalls sein, ist es aber nicht immer. Denn auf die medizinische Untersuchung ist, wie Wickbold erzählt, nicht unbedingt Verlass. Einmal sei ihnen sogar ein Patient mit offenem Unterschenkelbruch geschickt worden. Der Krankenhausarzt hatte wohl nur dessen Alkoholfahne gerochen und ihn gleich wieder abgeschoben.
Leider kein Einzelfall, immer wieder werden Erkrankungen übersehen, daher sind die Sanitäter in der Zentralambulanz dazu übergegangen, bei den Eingelieferten einen kurzen Medizin-Check durchzuführen.
Vor allem messen sie den Blutzuckerspiegel. Eine Unterzuckerung kann nämlich die gleichen Symptome hervorrufen wie zu viel Alkohol im Blut. Diese Möglichkeit wird gerne übersehen, gerade dann, wenn der Patient zusätzlich etwas Bier getrunken hat. "

Eine Frechheit!!
 

Benutzer21122 

Verbringt hier viel Zeit
Also das Krankenhaus kann ohne einen Test ja nicht mal wissen, ob ein Patient überhaupt aufgrund irgendwelcher Drogen nicht mehr "Herr der Sinne" ist. Ein Mann um die 40 kann Drogen genommen haben, gesoffen haben oder nen Schlaganfall oder Herzinfarkt gehabt haben. soll man den dann einfach stehen lassen, weil er ja besoffen sein könnte oder wie ist deine Theorie da? Was ist mit einem Mann, der ein Glas Bier trinkt, also nach Alkohol riecht, und dann einen Herzinfarkt hat? Oh, der riecht nach Alkohol, dann stell ich den mal hier in die Ecke. Morgen ist er dann entweder tot oder nüchtern, Problem gelöst.

Ich denke wir sollten mal bei den Fakten bleiben. Bislang ist überhaupt nicht bekannt, was im Krankenhaus passiert ist. Sellerie hat es nach eigener Aussage nicht mitbekommen, sie kann sich an nichts erinnern - und Protokoll etc. ist bislang nicht eingesehen worden. Bislang wird hier allgemein nur unterstellt, dass die handelnden Ärzte ihre Berufspflichten in gröbster, skandalöserweise verletzt haben und überhaupt keine Untersuchungen vorgenommen haben. Gibt es dafür irgendwelche Belege - außer Mutmaßungen?

Im Übrigen - auf welcher Grundlage sollen die Ärzte eigentlich Blut abnehmen, wenn es sich nicht um einen Notfall (Lebensgefahr) handelt? Wenn es zur Aufklärung einer Straftat notwendig ist, bedarf es hierfür einer Anordnung der Strafverfolgungsbehörden, wenn keine Lebensgefahr besteht und die Person nicht einwilligen kann, wird der Arzt einen Teufel tun, einfach mal so Blut abzunehmen. Jede Blutabnahme stellt strafrechtlich eine Körperverletzung dar, die entweder von einer Behörde staatlich autorisiert sein muss, wenn sie gegen den Willen des Betroffenen erfolgen soll, oder in die der Betroffene einwilligen muss.

Also eine hilflose Person einfach so auf der Straße stehen zu lassen, sollte doch so ziemlich jeder Ethik, Moralvorstellung und Berufsgrundlage von Berufen wie Arzt, Sanitäter, Polizist, etc widersprechen. Wenn nicht, muß ich wohl irgendwas verpasst haben.

Haben sie ja nicht gemacht. Aber irgendwer muss für die Kosten aufkommen. Wenn es nicht die Krankenkasse ist, dann der Betroffene selbst. Was ist daran jetzt so überraschend?

Ich kann auch irgendwie nicht verstehen, wie man argumentieren kann, dass man einen hilflosen Menschen einfach sich selbst überlassen sollte. Aber.......da ist wohl jeder anders.
Falls Du mich meinst - das war eine rhetorische Frage
 
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