MeToo, MeNot, MenToo, HirnTot

Benutzer58558 

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Ich habe gerade mal ihren Namen bei Google eingeben und mir die Bilder in den Suchergebnissen angeschaut. Die finde ich aber größtenteils unproblematisch. Bis auf wenige Ausnahmen ist sie da hochgeschlossen bekleidet. Dass sie duchweg älter aussieht als sie tatsächlich ist, muss nicht unbedingt die Schuld der Stylisten sein. Viele Jugendliche in dem Alter möchten das doch ganz bewusst. Und man darf auch nicht vergessen, dass sie durch die Schauspielerei vermutlich sehr viel Zeit mit erwachsenen Bezugspersonen verbringt und diesen dann natürlich auch in puncto Style nacheifert.

Teilweise hast du sicherlich recht (hochbegabte Kinder z. B. - und ggf. ist sie eines - reifen oft nicht nur intellektuell, sondern auch körperlich schneller, aber sie bleiben eben trotzdem psychisch Kinder), dennoch sagt mir da etwas ganz deutlich: VORSICHT! Der Grat ist verflucht schmal. Und die Liste traumatisierter Kinderstars ist lang.
 

Benutzer164526 

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VORSICHT! Der Grat ist verflucht schmal. Und die Liste traumatisierter Kinderstars ist lang.
Das trifft sicherlich zu, lässt aber nicht notwendigerweise auf Missbrauch schließen. Es ist für einen Heranwachsenden auch einfach eine riesige psychische Herausforderung, weltberühmt zu sein. Das treibt ja selbst viele Erwachsene in die Drogen- oder Alkoholsucht.
 

Benutzer58558 

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Das trifft sicherlich zu, lässt aber nicht notwendigerweise auf Missbrauch schließen. Es ist für einen Heranwachsenden auch einfach eine riesige psychische Herausforderung, weltberühmt zu sein. Das treibt ja selbst viele Erwachsene in die Drogen- oder Alkoholsucht.

Ja, aber dennoch finde ich diese "Verfraulichung" und "Vermännlichung" von Mädchen und Jungen im Showbiz in "Weinstein-Zeiten" bedenklich. Es kommt mir zum Teil halt so vor, als ob ich quasi inszenatorisch z. B. die dreizehnjährige Millie Brown "irgendwie" (also: bewusst ambivalent) wie eine Frau und - vielleicht mit Abstrichen - den vierzehnjährigen Finn Wolfhard "irgendwie" wie einen Mann wahrnehmen soll, obwohl sie gerade mal Teenager sind. Nicht dass da dieses alters- und vielleicht auch milieutypische "Ich will erwachsen sein!"-Gefühl dieser Teenager dazu verwendet wird, nach dem Motto "Wenn schon, dann richtig - immerhin sind sie ja auch total telegen/fotogen und sehen total gut aus!" vorzugehen. Und so eine Vermarktung weckt dann bei dem einen oder anderen leicht verwirrbaren bis verkommenen Geist bestimmt auch Begehrlichkeiten, die im Hinblick auf solche Teenager völlig inakzeptabel sind. Ich finde das schwierig.
 

Benutzer164526 

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Nicht dass da dieses alters- und vielleicht auch milieutypische "Ich will erwachsen sein!"-Gefühl dieser Teenager dazu verwendet wird, nach dem Motto "Wenn schon, dann richtig - immerhin sind sie ja auch total telegen/fotogen und sehen total gut aus!" vorzugehen.
Das wird mit Sicherheit so sein.
 

Benutzer77547 

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Kurz vor der Veröffentlichung der Titelgeschichte im Zeit-Magazin hatte eine der drei Frauen tatsächlich ein Buch vorgelegt.
Pikanter Weise legte ein Blog, das zur Zeit gehörte, nur zwei Wochen zuvor eine Rezension über das Buch.
So weiß der Autor des Stücks zu berichten, dass "In der Summe bietet “Spirit Yoga. Aufrecht, stark und klar im Leben” nicht nur eine interessante Autobiografie, sondern auch ein inhaltliches Ringen zwischen historisch konstruierten und idealisierten Wurzeln, US-amerikanischen Businessmodellen und Berliner Gutbürgerlichkeit. Wer leicht verdauliche Esoterik ohne kritische Rückfragen erwartet, wird hier also eher enttäuscht – wer sich jedoch inhaltlich mit den neueren Entwicklungen von Yoga und den Prozessen von Inkulturation befassen möchte, wird hier reichlich fündig. Als Yogini, als Lehrerin und Unternehmerin ist Patricia Thielemann für viele zum Vorbild geworden; und sie weiß das."
In anderen Zusammenhängen würde man wohl von Schleichwerbung sprechen. Aber in metoo-Zeiten, ist das alles als Mittel zum Zweck hinnehmbar.
Nicht minder zufällig ist, dass Jany Tempel seit 2011 nun wieder eine Schauspielagentur hat. Nun steht sie Castforward unter Vertrag. Nach der angeblichen sexuellen Nötigung arbeite Tempel bereits 1997 wieder mit Wedel zusammen.
Auch das wirft doch erhebliche Fragen auf,

Was willst Du denn damit sagen? Ich verstehe echt nicht, was Du meinst.
Dass der Dieter Wedel ein arrogantes, narzisstisches, Macho-Arschloch ist, ist doch überhaupt nichts Neues. Dass er Schauspielerinnen auch sexuell belästigt haben soll, wundert mich eigentlich gar nicht, sondern passt eigentlich eher in das schon immer medial von ihm gezeichnete Bild.
Ob das alles stimmt oder nicht, weiß ich natürlich nicht. Das gilt aber sowohl für sein bisheriges Image als auch für die aktuellen "Anschuldigungen". Im Prinzip ist das doch alles mediales Getratsche, das es schon immer und zu allen möglichen Themen gab. Durch die sozialen Medien, in denen sich dann auch alle möglichen anderen Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsender etc.) tummeln, verstärkt sich dieses Getratsche eben enorm. Und meinetwegen verfolgen da alle irgendwelche Interessen, die nicht ausschließlich nicht-eigennützig sind.

Trotzdem kann aber doch der Wedel diese Schauspielerinnen unangemessen oder gar belästigend behandelt haben. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
 

Benutzer147358  (27)

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Benutzer164526 

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Trotzdem kann aber doch der Wedel diese Schauspielerinnen unangemessen oder gar belästigend behandelt haben. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Also im Gegensatz zu vielen anderen Anekdoten, die im Zusammenhang mit #metoo erzählt wurden, scheint es hier immerhin um sexuelle Nötigung zu gehen, und insofern finde ich es auch in Ordnung, dass das in diesem Zusammenhang thematisiert wird.
Wenn allerdings der Name des Beschuldigten veröffentlicht wird, würde ich in einem Rechtstaat zumindest erwarten, dass auch eine Strafanzeige erstattet wird, aber mir ist immer noch nicht geanz klar, ob das geschehen ist oder nicht.
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Das ist keine Ausweitung, sondern der allgemeine Sprachgebrauch, anstelle der juristischen Definition.
Sorry, aber so ist das nun einmal in einem Rechtsstaat:
Wenn man möchte, dass ein Verhalten offiziell als Straftat eingestuft wird, dann ist fortan nun einmal die juristische Definition maßgeblich und nicht mehr der vorher übliche, allgemeine Sprachgebrauch. Und es gab ja nun eine überwältigenden Mehrheit von Bürgern und insbesondere auch Frauen, die ganz klar dafür waren, das Sexualstrafrecht immer stärker auszuweiten und immer mehr Verhaltensweisen als eigenständige Sexualstraftaten einzustufen.

Da es nun aber im Strafgesetzbuch einen Pragraphen mit dem Titel "Sexuelle Belästigung" gibt, bezichtigst Du jmd. automatisch einer Straftat, wenn Du ihm vorwirfst, Dich sexuell belästigt zu haben. Und deshalb musst Du Dich wohl oder übel an die Definition halten, die im Strafgesetzbuch steht, und darfst Dir nicht länger Deine eigene Definition zurechtlegen, denn es ist nicht zulässig andere Menschen wider besseren Wissens einer Straftat zu bezichtigen.
 

Benutzer147358  (27)

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Wenn man möchte, dass ein Verhalten offiziell als Straftat eingestuft wird
Wo habe ich geschrieben das ich möchte das jede Verhaltensweise die ich nicht mag als Straftat eingestuft werden sollte :what: Ich kann mir doch wünschen das es ein bestimmtes Verhalten mir gegenüber nicht gibt und dafür ein Bewusstsein schaffen, ohne das es gleich staatlich verboten wird.

und darfst Dir nicht länger Deine eigene Definition zurechtlegen,
Zum Glück habe ich mir die ja nicht selbst zurechtgelegt, sondern auf den Duden zurück gegriffen :zwinker: Der ist im Sprachgebrauch deutlich relevanter als juristische Definitionen.
 
G

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Gast
Also im Gegensatz zu vielen anderen Anekdoten, die im Zusammenhang mit #metoo erzählt wurden, scheint es hier immerhin um sexuelle Nötigung zu gehen, und insofern finde ich es auch in Ordnung, dass das in diesem Zusammenhang thematisiert wird.
Wenn allerdings der Name des Beschuldigten veröffentlicht wird, würde ich in einem Rechtstaat zumindest erwarten, dass auch eine Strafanzeige erstattet wird, aber mir ist immer noch nicht geanz klar, ob das geschehen ist oder nicht.

Off-Topic:
Was mich tatsächlich interessiert, ist, ob es überhaupt möglich ist, den Namen des Beschuldigten nicht zu veröffentlichen. Wenn jetzt 10 Schauspielerinnen der Polizei von Übergriffen berichten und nicht über Twitter, wird dann nicht nach allein schon wegen dem Promi-Aspekt irgendwann alles öffentlich? Man stelle sich vor, über Kachelmann hätte man nie berichtet und von einem Tag auf den anderen würde er nicht mehr das Wetter machen, weil er festgenommen wurde. Oder auch Kevin Spacey. Selbst wenn niemand auf Twitter irgendwas macht, aber mehrere Belästigte zur Polizei gehen, würde nicht spätestens mit der Entfernung Spaceys bei House of Cards auffallen, dass da irgendwas war?
 

Benutzer164526 

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Wo habe ich geschrieben das ich möchte das jede Verhaltensweise die ich nicht mag als Straftat eingestuft werden sollte :what:
Sorry, der Satz war nicht persönlich an Dich gerichtet. Das sollte ein generalisierendes "Du" im Sinne von "man" sein. Aber letztlich ist es auch völlig egal, ob Du persönlich Dir das gewünscht hast, oder nicht. Fakt ist, dass es nun im Strafgesetzbuch steht, und somit steht der Begriff nunmehr für eine Straftat.

Ich kann mir doch wünschen das es ein bestimmtes Verhalten mir gegenüber nicht gibt und dafür ein Bewusstsein schaffen, ohne das es gleich staatlich verboten wird.
Darum ging es auch gar nicht. Sexuelle Belästigung ist ja bereits strafbar, und wenn Du jemanden beschuldigst, Dich sexuell belästigt zu haben, wirft Du ihm damit vor, ein Sexualstraftäter zu sein.

Zum Glück habe ich mir die ja nicht selbst zurechtgelegt, sondern auf den Duden zurück gegriffen :zwinker: Der ist im Sprachgebrauch deutlich relevanter als juristische Definitionen.
Nein, ist er nicht. Der Duden ist einfach nur ein Buch von einer Redaktion, die seit der letzten Rechtschreibreform nicht einmal mehr bzgl. der Rechtschreibung die Deutungshoheit besitzt, und schon gar nicht bzgl. des Gebrauchs strafrechtlich relevanter Begriffe.
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Off-Topic:
Was mich tatsächlich interessiert, ist, ob es überhaupt möglich ist, den Namen des Beschuldigten nicht zu veröffentlichen. Wenn jetzt 10 Schauspielerinnen der Polizei von Übergriffen berichten und nicht über Twitter, wird dann nicht nach allein schon wegen dem Promi-Aspekt irgendwann alles öffentlich?
Ist denn überhaupt jemand zur Polizei gegangen?
Denn ich fände es ganz klar äußerst fragwürdig, jmd. über die Medien einer schweren Straftat zu bezichtigen, ohne zuvor oder zumindest zeitnah danach Anzeige zu erstatten. Dies wäre aus rechtsstaatlicher Sicht extrem bedenklich.
 
G

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Gast
Off-Topic:

Ist denn überhaupt jemand zur Polizei gegangen?
Denn ich fände es ganz klar äußerst fragwürdig, jmd. über die Medien einer schweren Straftat zu bezichtigen, ohne zuvor oder zumindest zeitnah danach Anzeige zu erstatten. Dies wäre aus rechtsstaatlicher Sicht extrem bedenklich.

Off-Topic:
Ich habe keine Ahnung. Es würde mich aber wundern, wenn das ganze ausschließlich im Netz stattfindet und wirklich niemand zur Polizei geht.
 

Benutzer164526 

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Off-Topic:
Ich habe keine Ahnung. Es würde mich aber wundern, wenn das ganze ausschließlich im Netz stattfindet und wirklich niemand zur Polizei geht.
Naja, ich habe explizit danach gesucht und nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden, dass Strafverfolgungsbehörden involviert wurden.
Es wäre auch denkbar, dass die Vorwürfe aus den 1990er Jahren inzwischen verjährt sind, denn selbst nach der aktuellen Gesetzesfassung verjähren Sexualstraftaten nach 20 Jahren (die Verjährung ruht aber bis das Opfer 30 ist).
Dann wäre es aber dennoch äußerst problematisch mit solchen Vorwürfen an die Öffentlichkeit zu gehen, denn der Beschuldigte hätte nicht einmal mehr die Chance auf einen Freispruch, weil die Strafverfolgungsbehörden sich schlichtweg überhaupt nicht mit verjährten Taten befassen.
 

Benutzer2610 

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Der ist im Sprachgebrauch deutlich relevanter als juristische Definitionen.
IMHO kannt Du nicht einfach hergehen und jemanden bezichtigen er habe dich sexuell belästigt weil das was er getan hat deiner Definition von Sexueller Belästigung entspricht wenn er de-facto nichts getan hat was sich in § 184i StGB widerspiegelt.

Das wäre Üble Nachrede die widerum nach § 186 StGB strafbar ist.
 

Benutzer147358  (27)

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IMHO kannt Du nicht einfach hergehen und jemanden bezichtigen er habe dich sexuell belästigt weil das was er getan hat deiner Definition von Sexueller Belästigung entspricht wenn er de-facto nichts getan hat was sich in § 184i StGB widerspiegelt.

Das wäre Üble Nachrede die widerum nach § 186 StGB strafbar ist.
Wenn man das in einen strafrechtlichen Kontext bringe stimme ich dir da voll zu.
Wenn man aber eine Situation schildert und sagt das man sich davon belästigt fühlt(e), ist die juristische Definition von Belästigung mMn weniger relevant als die im allgemeinen Sprachgebrauch übliche.
Und genau das das ist doch der Fall bei metoo.

Off-Topic:
Das sollte ein generalisierendes "Du" im Sinne von "man" sein
Ein generalisiertes Du, im Sinne von man, wäre juristisch wohl auch fragwürdig. Trotzdem benutzt du es. Man redet eben nicht wie ein juristisches Fachbuch. Und das ist was ich sagte.
 
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Benutzer164526 

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Wenn man aber eine Situation schildert und sagt das man sich davon belästigt fühlt(e)
Völlig richtig, das wollte ich Dir übrigens vorhin auch noch schreiben, hatte es dann aber vergessen:
Man darf natürlich jederzeit formulieren, dass man sich von jemandem belästigt *fühlte*. Dann weiß auch jeder sofort, dass es nicht zwingend um eine Straftat geht, sondern vielleicht nur um eine subjektive Befindlichkeit oder eine krude Analogie.

Nur formulieren die meisten Frauen, die solche Vorwürfe erheben, eben gerade nicht, dass sie sich belästigt *fühlten*, sondern vielmehr, dass der Beschuldigte sie sexuell belästigt *hat*. Und damit geht es dann eben nicht mehr um subjektive Befindlichkeiten, sondern um eine strafrechtlich relevante Anschuldigung.

Ein generalisiertes Du im Sinne von man wäre juristisch wohl auch fragwürdig. Trotzdem benutzt du es. Man redet eben nicht wie ein juristisches Fachbuch. Und das ist was ich sagte.
Ich habe gerade noch mal nachgeaschaut. Ich hatte an der von Dir zitierten Stelle sogar ausdrücklich *man* geschrieben:
Wenn man möchte, dass ein Verhalten offiziell als Straftat eingestuft wird, dann ist fortan nun einmal die juristische Definition maßgeblich und nicht mehr der vorher übliche, allgemeine Sprachgebrauch
Insofern war das sogar völlig korrekt formuliert, und ich habe mich lediglich von Deiner Rückfrage in die Irre führen lassen.

IMHO kannt Du nicht einfach hergehen und jemanden bezichtigen er habe dich sexuell belästigt weil das was er getan hat deiner Definition von Sexueller Belästigung entspricht wenn er de-facto nichts getan hat was sich in § 184i StGB widerspiegelt.
Sehe ich genauso. Wenn der Gesetzgeber einen Straftatbestand definiert und benennt, dann geht auch die begriffliche Deutungshoheit auf den Gesetzgeber und die Judikative über. Ansonsten könnte man ja nach Belieben andere Menschen irgendwelcher Straftaten bezichtigen und sich am Ende damit herausreden, dass man den Tatbestand halt einfach ganz anders definiert als das Strafgesetzbuch.
 

Benutzer135968 

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Wenn man das in einen strafrechtlichen Kontext bringe stimme ich dir da voll zu. Wenn man aber eine Situation schildert und sagt das man sich davon belästigt fühlt(e), ist die juristische Definition von Belästigung mMn weniger relevant als die im allgemeinen Sprachgebrauch übliche. Und genau das das ist doch der Fall bei metoo.
Man unterscheidet in der allgemeinen Gesellschaft nicht mehr zwischen juristische Belästigung und gefühlte Belästigung. Schuld daran sind fanatische Feministen und die unkontrollierte Nutzung von der #metoo Kampagne - wo es schon als sexuelle Belästigung gilt, weil der Chef meinte; die Frau sei nur ein Mauerblümchen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Schon interessant, dass ca. 100 französische Schauspielerinnen, Journalistinnen, Künstlerinnen die bisher wohl schärfste und pointierteste Kritik an #metoo formuliert haben. Das ist ja nicht nur Catherine Deneuve!
Ticken die Französinnen/Franzosen halt doch irgendwie anders (insb. als AngloamerikanerInnen)?
 

Benutzer164526 

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Ticken die Französinnen/Franzosen halt doch irgendwie anders (insb. als AngloamerikanerInnen)?
Ich hege ja schon seit langem den Verdacht, dass uns diese US-amerikanischen intersektionellen Third-Wave-Feministinnen in Wirklichkeit nur puritanische Prüderie in neuen Gewändern verabreichen.

Und die Deneuve spricht doch den meisten Männern aus der Seele, wenn sie sagt, dass sie eine Kriminalisierung des Flirtens befürchtet. Genau das ist doch auch die Angst der Männer. Kaum ein Mann hat ein Problem damit, wenn gegen Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Machtmissbrauch vorgegangen wird.

Wenn jedoch intersubjektiv harmlose Flirtversuche skandalisiert werden, nur weil sich irgendeine Frauen *subjektiv* dabei unwohl gefühlt hat, weil sie gerade nicht in der Stimmung dafür war, dann geht das einfach entschieden zu weit.

Tatsächlich scheint es doch so zu sein, dass einige von diesen Feministinnen offenbar ganz *generell* nicht von fremden Männern angeflirtet werden möchten. Andere Frauen wie Deneuve mögen es aber, angeflirtet zu werden. Und da stellt sich natürlich die Frage, woher diejenigen Frauen, die ein persönliches Problem damit haben, eigentlich das Recht nehmen, stellvertretend für alle Frauen sprechen zu wollen.
 
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