MeToo, MeNot, MenToo, HirnTot

Benutzer161456 

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Statistisch gesehen ist der Mann für die Frau die gefährlichste Bedrohung für ihr Leben (für den Mann selbst übrigens auch). Nicht nur "der Mann" an sich, sondern tatsächlich der Partner der Frau. Dass es trotzdem überhaupt noch

Das ist doch Unfug.

Statistisch gesehen verhungern 100% aller Menschen, wenn sie nichts mehr essen.
Trotzdem ist eine Fastenkur an sich nicht gefährlich.
[doublepost=1509905211,1509904999][/doublepost]Übrigens: die überwiegende Mehrzahl aller Menschen auf dieser Welt leben nur deshalb, weil sich ein Mann und eine Frau liebten und gemeinsam eine Zukunft aufbauen wollten.

Die Statistik ist auch richtig.:zwinker:
 

Benutzer160853  (34)

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Das Problem ist doch, dass sobald Ankläger und Richter den Vorwurf in die Welt gesetzt haben, der berufliche und soziale Tod bereits eingetreten ist. Das ist an dieser Waffe Twitter eben so gefährlich. Dabei kann im Zweifel der männliche Gegner im Wettstreit um die Beförderung ebenso ausgeschaltet werden wie missliebige Personen in allerlei Zusammenhängen.
Während der Ruinierte seinen Ruf nie wieder völlig herstellen kann, ist die Täterin, den Begriff benutze ich bewusst, im Zweifle eben über das Ziel hinausgeschossen und kann ihre Tat in der Regel noch wirtschaftlich ausschlachten. Diese Ungleichheit macht eine Auseinandersetzung unmöglich und die Verteidigung zur Farce. Oder ist beispielsweise Alice Schwarzer in Nöte geraten.


Diskriminierung bedarf für mich einen Vorsatz. Sonst wäre Kommunikation aseptisch und im Grunde müsste sich jeder Sprecher proaktiv entschuldigen, weil er beispielsweise Arbeit abnimmt oder einer kleineren Person etwas aus dem Regal reicht.
Zudem will ich einfach nicht jeden Quadratzentimeter Lebensraum erstmal problematisieren und reflektieren. Es ist mir egal, wenn eine Verkäuferin mir ungefragt irgendwelche Ratschläge mit auf den Weg gibt, weil die Halbwertszeit solcher Äußerungen gering ist.Ein solches Leben wäre steril, abgehoben und würde sehr viel Lebensqualität nehmen.
 

Benutzer164526 

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Statistisch gesehen ist der Mann für die Frau die gefährlichste Bedrohung für ihr Leben (für den Mann selbst übrigens auch). Nicht nur "der Mann" an sich, sondern tatsächlich der Partner der Frau.
Die Statistik möchte ich erstmal sehen. Es fällt mir schwer zu glauben, dass hierzulande mehr Frauen von ihrem Partner getötet werden als im Straßenverkehr umkommen.

Im übrigen werden deutlich mehr Männer als Frauen Opfer von Gewalttaten. Insofern gibt es zwar durchaus ein Gewaltproblem, das auch tatsächlich zum Großteil von Männern ausgeht, aber diese männliche Gewalt richtet sich mitnichten in erster Linie gegen Frauen. Ganz im Gegenteil: Männliche Gewalt richtet sich in allererster Linie gegen andere Männer, und erst in zweiter Linie gegen Frauen.

Dass es trotzdem überhaupt noch Partnerschaften gibt, die harmonisch und voller Vertrauen sind, finde ich in Anbetracht der Statistiken tatsächlich bemerkenswert und es spricht dafür, wie viel Vertrauen und Wohlwollen zwischen den Geschlechtern tatsächlich herrschen kann, trotz der Statistik.
Naja, auch nicht wesentlich bemerkenswerter als die Tatsache, dass angesichts der Verkehrstoten überhaupt noch Menschen am Straßenverkehr teilnehmen.

Die Menschen wollen halt nicht den ganzen Tag zuhause hocken, nur um ihre Überlebenswahrscheinlichkeit zu maximieren, und sie wollen auch nicht ihr ganzes Leben lang allein bleiben. No risk, no fun.

Dass einer Frau geraten wird, nachts nicht alleine durch bestimmte Gegenden zu laufen, weil sie belästigt werden könnte, ist Fakt.
Angesichts der Tatsache, dass mehr Männer als Frauen Opfer von Gewalttaten werden, sollte man den Ratschlag wohl eher auf Männer ausweiten.
 

Benutzer160853  (34)

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Bei solchen Annahmen frage ich mich schon, ob ich in einer Parallelwelt lebe.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Die Statistik hätte ich gerne mal gesehen, das kann ich mir nämlich nicht vorstellen.

Ich habe natürliche Ursachen jetzt mal ausgeschlossen. (edit: und Straßenverkehr auch :rolleyes: )

Hier werden die Ergebnisse einer Studie zur Lage in Deutschland zitiert (Studie ist unten verlinkt). Und hier und hier noch Artikel zu häuslicher Gewalt mit ein paar Zahlen. Ich habe das mit der Statistik in einem Kurs zu Selbstverteidigung von der Trainerin gehört, weiß aber nicht, auf welche Studie konkret sie sich bezieht, es erschien mir aber einleuchtend (wer soll's denn sonst sein? Frauen? Und, es sind keine zu vernachlässigenden Zahlen, befürchte ich).
 

Benutzer160853  (34)

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Morde sind in der Regel immer Beziehungstaten, ob nun Männer oder Frauen getötet werden, ist dabei völlig unerheblich. Auch Sexualstraftaten werden in der Regel von bekannten Menschen begangen. Das sind Binsenweisheiten.

Die Studie hat ein erhebliches Problem: Sie bezieht sich auf Interviews und somit auf subjektive Einschätzungen.
Ein weiteres Manko offenbart die Seite Acht der Studie. In der Fußnote elf geben sechs Prozent der Frauen an, dass sie auch vergewaltigt wurden. Dabei ist eine Vergewaltigung etwas anderes als sexuelle Handlungen, die erzwungen wurden.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe natürliche Ursachen jetzt mal ausgeschlossen. (edit: und Straßenverkehr auch :rolleyes: )

Ok, also wenn man alles andere ausschließt (also auch Krankheiten, Vergiftungen und Drogen) und man sich nur die Fälle anschaut, bei denen die Frau von einer anderen Person getötet wurde, dann hast du recht.

Off-Topic:
Statistiken starten bald ihre eigene #MeToo-Kampagne, so wie du sie gerade vergewaltigt hast. :zwinker:
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Auch Sexualstraftaten werden in der Regel von bekannten Menschen begangen. Das sind Binsenweisheiten.
Ausser man (Frau) ist gerade zu Silvester auf der Kölner Domplatte. Oder in den Bonner Rheinauen...oder Leipzigs Parks.....oder im Zweifel einfach überall. Und da man ja auch über drei Ecken sowieso jeden kennen soll, ist das mit der"Regel" wenig beruhigend für die, die dann doch nicht den Regeln (die von Leuten erstellt werden, die selber sowieso sowas nie erleben) entsprechend misbraucht wurden.
Deswegen verlass ich mich auch lieber auf den blanken Stahl an meiner Hüfte, als auf irgendwelche dämlichen Weisheiten, die noch niemanden von irgendwas abgehalten haben.
 

Benutzer161456 

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Am Ende ist es doch einfach so:
Wenn die gemeinten Kerle endlich mal die Finger bei sich lassen würden, wenn das Date noch nicht so weit ist, wär echt schon viel geholfen.

Wenn dann die Frauen noch checken würden, dass Männer auch oft einfach mal nur ne richtige und direkte Ansage brauchen, dann wäre alles vielleicht auch nicht so kompliziert.
So ein selbstbewusstes NEIN für doofe...

Also am Ende bitte einen großen Extra-Schlag Selbstbewusstsein und Empathie für alle!!!

Dann wäre bestimmt schon mal viel gewonnen.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Egon Schiele in Wien: Wie verklemmt die Deutschen plötzlich sind - WELT

Überall Sexismus .... Gerade mal 100 Jahre alte Bilder dürfen als Werbung nicht mehr gezeigt werden, weil eine Ethikkommission (was genau ist das genau) für anzüglich hält. Brand mir doch einer nen Storch, wenn bald auch die erste Antikensammlung "sexistisch ist"

Das ist in der Tat schlichtweg skandalös und höchst bedenklich, hat aber m. E. weder etwas mit Sexismus noch mit sexueller Gewalt gegenüber Frauen zu tun. Das ist schlimme 50er Jahre Prüderie, Bigotterie und Kunstfeindlichkeit... und übelste Zensur!
 

Benutzer164526 

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Das ist in der Tat schlichtweg skandalös und höchst bedenklich, hat aber m. E. weder etwas mit Sexismus noch mit sexueller Gewalt gegenüber Frauen zu tun.
Es gibt aber auch eine Art prüden Feminismus, aus dessen Sicht das sehr wohl etwas mit Sexismus zu tun hat.
 

Benutzer161456 

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Prüderiebewegungen hat es schon immer gegeben.
Im Moment bedient sie sich der Anti-Sexismusdebatte.
Das darf man nicht durcheinander schmeissen.
 

Benutzer164526 

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Prüderiebewegungen hat es schon immer gegeben.
Im Moment bedient sie sich der Anti-Sexismusdebatte.
Das darf man nicht durcheinander schmeissen.
Naja, das Argument, dass Frauen u.a. auch durch Aktdarstellungen zu Sexobjekten degradiert würden, war schon bei den Feministinnen der zweiten Generation weit verbreitet. Das ist absolut kein neues Argument.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Naja, das Argument, dass Frauen u.a. auch durch Aktdarstellungen zu Sexobjekten degradiert würden, war schon bei den Feministinnen der zweiten Generation weit verbreitet. Das ist absolut kein neues Argument.

Scheint mir aber bei diesem Schiele-Werbeposter-Thema keine Rolle zu spielen.
Ich habe mal kurz dazu recherchiert: Es sieht für mich so aus, als wäre das bewusst von den Wiener Museumsleuten geplant gewesen und sozusagen Teil des Werbekonzept zu "Wiener Moderne 2018". Das macht die Sache natürlich nicht schlechter oder besser.

Die Ausstellungsmacher haben das wohl als eine Art "Versuch" begriffen. Sie wollten wissen, ob 100 Jahre später die Aktbilder von Schiele Platz im öffentlichen Raum haben oder immer noch nicht. In deutschen und britischen Großstädten wurde es mit Verweis auf die "Sittlichkeit" bzw. "Anstößigkeit" abgelehnt großformative Werbeplakate für die Ausstellung, die "unzensierte" Schiele-Akte zeigen, aufzuhängen. Sexismus scheint mir da kein Thema gewesen zu sein.

Stattdessen hängen jetzt "zensierte" ....Plakate in deutschen und britischen Großstädten mit dem Hinweis, dass man nach Wien zur Ausstellung kommen muss, um die Bilder unzensiert zu erleben.

Das ist m.E. eine wirklich intelligente Strategie der Wiener Museumsleute. Es ist gleichzeitig Gesellschaftskritik UND Marketing. Hut ab.

Sie haben basierend auf einem originalen Schiele-Zitat auch gleich einen Twitter Hashtag kreiert: #DerKunstIhreFreiheit

P.S. Wer behauptet, dass in Schiele-Akten Frauen zu Sexobjekten degradiert werden, hat schlichtweg einen an der Waffel. Das genaue Gegenteil ist der Fall, auch wenn die dargestellten nackt sind, teilweise sogar extrem offensiven Posen (geöffneten Beinen etc., mit besonders betonter Darstellung der Vagina etc.).
Wien-Tourismus-Schiele-fuer-WS-5-11-Glob.jpg
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Das ist in der Tat schlichtweg skandalös und höchst bedenklich, hat aber m. E. weder etwas mit Sexismus noch mit sexueller Gewalt gegenüber Frauen zu tun. Das ist schlimme 50er Jahre Prüderie, Bigotterie und Kunstfeindlichkeit... und übelste Zensur!

Genau das, was das Ende dieses Weges ist... willkommen in der Öffentlichkeitszensur. Mit der Mensa fängt es an, im Museum geht es weiter. Weil sich jemand "belästigt fühlt"... hmhm, schöne neue Welt...
Ich betone nochmal, dass es DAS ist, was ich kommen sehe, und gegen das ich mich gerne wehren würde, was meinen Beiträgen zu Grunde liegt, nicht dass ich respektloses Benehmen (echtes, objektiv erkennbares fehlender Manieren) gegenüber Frauen (oder Männern, oder Kindern, oder Tieren^^) gutheiße.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Was soll das bitte mit Feminismus zu tun haben, dass die Bilder zensiert werden? Nichts. Schiele hat schließlich null mit Degradierung von Frauen zu Sexobjekten zu tun. Die Darstellung von Geschlechtsteilen alleine ist nicht antifeministisch oder sexistisch. Ganz im Gegenteil. Feministinnen haben ja sogar ein Problem damit, dass weibliche Geschlechtsmerkmale (im Gegensatz zu männlichen) zwar gerne öffentlich, aber immer nur in sexualisierter Art dargestellt werden und setzen sich dafür ein, dass das eben nicht mehr gemacht wird, u.a. damit, dass sie Weiblichkeit öffentlich in klar NICHT-sexualisierter Form präsentieren (#Freethenipple, Achselhaar-Selfies, Regelblutbilder, etc. Der ganze third-wave-Feminismus-Quatsch, über den sich alle aufregen). Und da geht es nicht mal um die Unterscheidung von sex-positiven/sex-negativen Feminismus, sondern da müssten sich eigentlich alle größeren Strömungen einig sein.

Off-Topic:
Ich fahr übrigens sowas von fix zu dieser Ausstellung :love:
 

Benutzer164526 

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Schiele hat schließlich null mit Degradierung von Frauen zu Sexobjekten zu tun. Die Darstellung von Geschlechtsteilen alleine ist nicht antifeministisch oder sexistisch. Ganz im Gegenteil. Feministinnen haben ja sogar ein Problem damit, dass weibliche Geschlechtsmerkmale (im Gegensatz zu männlichen) zwar gerne öffentlich, aber immer nur in sexualisierter Art dargestellt werden und setzen sich dafür ein, dass das eben nicht mehr gemacht wird, u.a. damit, dass sie Weiblichkeit öffentlich in klar NICHT-sexualisierter Form präsentieren (#Freethenipple, Achselhaar-Selfies, Regelblutbilder, etc. Der ganze third-wave-Feminismus-Quatsch, über den sich alle aufregen). Und da geht es nicht mal um die Unterscheidung von sex-positiven/sex-negativen Feminismus, sondern da müssten sich eigentlich alle größeren Strömungen einig sein.
Dein Wort in Gottes Ohren. Mein Eindruck war bislang aber ein anderer.

Und warum eine nackte Frauenbrust in einer Duschgelwerbung in den Augen einiger Feministinnen automatisch als "sexualisirte Darstellung" gilt, eine nackte Männerbrust hingegen nicht, würde mich mal brennend interessieren.

Frauen duschen ja tatsächlich meistens nackt. Viele sogar täglich.
 
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