MeToo, MeNot, MenToo, HirnTot

Benutzer72433 

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Ich glaube, dass würde ein Frau nie machen...
und warum nicht? :smile:

btw., eine frage noch: angenommen, das mädel hätte sachlich, aber unbeschönigt reagiert, z.b. mit "das finde ich jetzt wirklich unangemessen." - wärest du damit besser klargekommen?
 
G

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Gast
aber deins passt in meinen augen noch viel schlechter.
Warum passt das schlechter? es ist eine Tasse für kleine Jungen.

was nunmal faktisch in sachen rosa, barbie, tussie usw. in vielen köpfen vorherrscht...
Ganz ehrliche, was in den Köpfen vieler vorherrscht, ist mir egal :nope: - und nur weil (angeblich) viele Männer diese Attribute in Verbindung setzten, heißt das nicht, dass ich es tue - auch diese Sichtweise kratzt am Sexismus: "er ist ein Mann, also erniedrigt er Frauen"
[doublepost=1509120822,1509120768][/doublepost]
Ich glaube, dass würde ein Frau nie machen...
Ach, ich hatte eine Kollegin die sowas gemacht hat - aber sie war nicht meine Vorgesetzte (oder die ihrer anderen "Opfer") :tongue:
 

Benutzer72433 

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hm. echt jetzt? hälst du das für die optimale sichtweise?

dann hätten dir hier auch alle frauen antworten können "alter, is uns doch scheissegal was du dir für sorgen machst und welche gedanken in deinem kopf vorherrschen!" - hättest du das schön gefunden?
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Das liegt nicht am Geschlecht. JEDER hat durch berufliche Kompetenz zu beweisen dass er oder sie in eine Firma passt.
[doublepost=1509120378,1509120140][/doublepost]Übrigens, ich finde diese Tasse mit dem Penis Spruch drauf ist nicht das Männliche Gegenstück zur Barbie-Tasse.

Das wäre es:
s-l300.jpg


Und casanis casanis Wenn er einem männlichen Praktikanten diese Tasse hingehalten hätte, wäre deine Empörung auch so groß? Hätte er ihn dadurch als Kiddie herabgewürdigt?

Oder fändest du diese Situation lustig?

Und jetzt: wäre Edelweiss Edelweiss eine Frau und hätte sie ihrem männlichen, 30 Jahre jüngeren Praktikanten, vor die Nase gehalten, was wäre dann?

Das hatte ich schonmal selbst thematisiert. Mich hat Edelweiss Edelweiss und seine Barbie-Tasse nicht "empört". Ich fand es aber trotzdem falsch in dieser Situation. Und ja, ich habe oben schon geschrieben, dass ich es auch für falsch halte, wenn man als deutlich älterer Chef (oder als Chefin...total Wurst) einem männlichen Praktikanten an seinem ersten Tag eine Kindertasse mit Feuerwehrautos (war mein Beispiel oben) mit dem Spruch "Das passt doch zu Ihnen" (oder so ähnlich) anbietet und sich dann wundert, dass das Gegenüber das irritierend oder sogar daneben findet.

Ich habe übrigens auch geschrieben, dass das m.E. nicht so sehr das Problem "Sexismus" tangiert, sondern generell einen in meinen Augen unglücklichen Kommunikationsstil.
 

Benutzer161456 

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btw., eine frage noch: angenommen, das mädel hätte sachlich, aber unbeschönigt reagiert, z.b. mit "das finde ich jetzt wirklich unangemessen." - wärest du damit besser klargekommen?

Ja absolut.
Das giftige und echt agressive "Sexismus" hat mich aus der Bahn geworfen...ich hatte mit allem gerechnet nur mit sowas nicht.

War mir eigentlich sicher, dass wir dadurch erst richtig ins Gespräch kämen.

Aber...eins ist ja auch korrekt. Ich bin halt nicht mehr Mitte 20...und auch noch eine Autorität.
Das vergesse ich halt manchmal.
 

Benutzer72433 

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und auch noch eine Autorität.
Das vergesse ich halt manchmal.
das sollte man nicht vergessen :smile: das wirkt sich eigentlich immer aus, ganz besonders bei neuen.

aber: auch wenn es sicher für euch beide doof war, letztlich ist nichts wirklich schlimmes passiert - und dafür hast du neue einblicke auf solche situationen gewonnen und dazugelernt, so kommt es mir jedenfalls vor.
 

Benutzer161456 

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das sollte man nicht vergessen :smile: das wirkt sich eigentlich immer aus, ganz besonders bei neuen.

aber: auch wenn es sicher für euch beide doof war, letztlich ist nichts wirklich schlimmes passiert - und dafür hast du neue einblicke auf solche situationen gewonnen und dazugelernt, so kommt es mir jedenfalls vor.

Ja. Und ich echt froh, dass ich das hier gepostet habe.
Danke für eure Einschätzung.
Das war echt hilfreich.:smile:
Bis gestern war die Praktikantin für mich nur ne verwöhnte und unerfahrene Göhre gewesen.
Nun denke ich hier etwas differenzierter...:whistle:
 

Benutzer102346 

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Naja, lies mal das Zitat von Demetra dann sollte der Zusammenhang klar werden :smile:
 

Benutzer77547 

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Naja, lies mal das Zitat von Demetra dann sollte der Zusammenhang klar werden :smile:

Habe ich. Ich versehe aber nicht, welcher Schluss daraus zu ziehen ist, dass es auch Frauen gibt, die Männer zu Unrecht wegen irgendwas beschuldigen, sich rächen wollen etc. pp.

Ich habe den Kachelmann-Fall nie wirklich verfolgt und kenne ihn deswegen auch nicht im Detail. Aber das ist für mich vor allem auch eine Geschichte, in der sich Justiz und Medien nicht mit Ruhm bekleckert haben...um es mal freundlich auszudrücken. Das scheint mir hier das entscheidende Thema zu sein, oder nicht?
 

Benutzer72433 

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Habe ich. Ich versehe aber nicht, welcher Schluss daraus zu ziehen ist, dass es auch Frauen gibt, die Männer zu Unrecht wegen irgendwas beschuldigen, sich rächen etc. pp.
na das ist doch ganz einfach: es ist verflucht unfair, männer generell als potentielle vergewaltiger zu sehen (weil sowas vorkommt), aber es ist voll ok, frauen generell als verlogene scheisstussen zu sehen (weil sowas vorkommt) :engel:
[/ironie]
 

Benutzer102346 

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Der Beitrag von ihr war nicht differenziert sondern so zu verstehen, dass nur Männer Frauen sowas ankreiden. Da wollte ich halt ein Beispiel bringen, dass dem nicht so ist. Nicht mehr und nicht weniger.
 

Benutzer54399 

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Wenn ich so einiges hier lese, dann kann ich wohl sehr froh sein, dass mich bisher keine Kollegin ins Personalbüro geschleift hat. Gerade die Sache mit der Praktikantin von Edelweiss Edelweiss hätte mir auch passieren können und zwar locker. Das hat dann auch nichts damit zu tun, dass die Person eine Frau ist, sondern das ist einfach der normale Umgang zwischen Kollegen bei uns und wir versuchen alle gleich zu behandeln und zu integrieren. Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass jeder neue Kollege oder Kollegin sich auch ein wenig an die Teamkultur anpassen muss, bzw. sollte das im Idealfall im Einstellungsgespräch schon abgetastet werden.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Machtposition bleibt jederzeit bestehen, auch in Kaffeepausen.
Das sehe ich ganz anders und habe ich bisher auch ganz anders erlebt.
Die Machtposition der Vorgesetzten ist sowieso relativ. Natürlich ist es ihre Aufgabe, zu planen, Vorgaben zu machen, usw. und dafür müssen sie dann eben auch für die Leistungen der ihnen unterstellten Mitarbeiter geradestehen. Letztendlich sind also beide Seiten gegenseitig aufeinander angewiesen.
Der Vorgesetzte braucht ein kompetentes, leistungsfähiges und arbeitswilliges Team und der einfache Mitarbeiter braucht jemanden, der die ganzen Abläufe koordiniert, da er nicht alles selbst überblicken und verantworten kann und will. Und wenn dieses Miteinander nicht funktioniert, kann sowohl die Führungsetage versuchen, sich von einem Mitarbeiter zu trennen, als auch der Mitarbeiter sich einen neuen Job suchen.
In Branchen, in denen Arbeitskräfte tatsächlich beliebig ersetzbar sind, mag daraus tatsächlich ein mehr oder weniger großes Machtgefälle entstehen. Aber in Bereichen, in denen es schwer ist, fähige Arbeitskräfte zu finden und in denen die Einarbeitung neuer Mitarbeiter langwierig und aufwändig ist, überwiegt doch die gegenseitige Abhängigkeit.

Da ich seit Abschluss meines Studiums immer im zweiten Bereich gearbeitet habe, kenne ich auch nur ein Arbeitsklima, das auf gegenseitiger Wertschätzung und einem lockeren Umgangston basiert.

In einem beruflichen Umfeld, in dem es immer und überall (selbst in den Pausen und beim Gang zur Kaffeemaschine) hochprofessionell und todernst zugeht, würde ich es wohl nicht lange aushalten.
Eine kleine, nette Plauderei, ein dummer Spruch und gemeinsamer Galgenhumor können den üblichen Wahnsinn im Berufsleben dagegen gleich deutlich angenehmer machen.

DaMax Es wird dich überraschen, aber ich begrüße die Entwicklung, die besonders die letzten Jahre in diesem Bereich stattfindet. Der fehlenden, insbesondere männlichen, Reaktion auf meine (zugegeben nichts beschönigenden) Ausführungen nach zu schließen scheinen die meisten Männer (Frauen sowieso, wie zu erwarten) damit einverstanden. Was ich fast schon beruhigend finde.
Bevor du meine bisherige Nicht-Reaktion noch länger als stille Bestätigung wertest, muss ich wohl doch zumindest erklären, wieso ich bisher nichts zu deinen Beiträgen geschrieben habe:
Ich sehe keinen Grund, derart offensichtlichem Schwachsinn mit ernsthaften Argumenten entgegenzutreten, da ich nicht davon ausgehe, dass du als Autor dieses Schwachsinns für derartige Argumente zugänglich bist.

Off-Topic:
Sexismus und sexualisieren bitte nicht gleichsetzten. Beim Sexualisieren geht es um das Hervorheben der Sexualität, was natürlich nicht immer angebracht ist. Bei Sexismus geht es darum, einen ungleichen sozialen Status wegen des Geschlechts hervorzuheben.
Das heißt also, z.B. ein Kompliment für das gute Aussehen kann überhaupt nicht sexistisch sein, da es eben keinerlei Bezug zum sozialen Status hat? - Dann wird es ja noch absurder, wenn in irgendwelchen Social-Media-Kampagnen einfache Komplimente mit Sexismus und sexueller Gewalt in einen Topf geworfen werden.


ich habe aber das Gefühl, das viel Sexismus "entsteht", weil die Frauen denken das der Mann so denkt und somit eine einfache Aussage selbst zum Sexismus erheben.
Genau! Besteht der eigentliche Sexismus nicht darin, mir aufgrund meines Geschlechts zu unterstellen, dass jedes Kompliment, das ich einer Frau mache, sexuelle Hintergedanken haben muss?

Im Fall Chebli, kann es auch einfach sein, das der Botschafter niemanden so Junges erwartet hat. Das ist dann nicht Sexismus, im schlimmsten Fall Altersdiskriminierung aber vermutlich einfach nur Anwendung von Erfahrungen. Der Herr Kurz muss ja grad auch den ein oder anderen Artikel über siene jugendlichen 31 Jahre über sich ergehen lassen.
Der Herr Rösler musste oft hören, er wäre zu jung und unerfahren (bzw. ich musste es oft über ihn hören) und das obwohl er einfach menschlich mit einer beschissenen Situation überfordert war. Das Problem hätte er vermutlich auch noch in 20 Jahren.
Genau. Botschafter sind eben überwiegend ältere Männer. Ist es dann schon Sexismus, sich wohlwollend darüber zu äußern, dass es auch junge Frauen in dieser Position gibt, die damit dieses Schema durchbrechen?

Außerdem habe ICH einfach ein Problem, nachzuvollziehen, wie man überhaupt in so eine Situation kommt. Das liegt aber wohl auch an meinem persönlichen, eher zurückhaltenden Kommunikationsstil gegenüber mir unbekannten Personen, der absolut NICHTS mit irgendwelchen #metoo-Diskussionen oder dementsprechen "Geschlechterverwirrungen" zu tun hat. Ich würde das wohl ähnlich empfinden, wenn die Praktikantin ein Praktikant gewesen wäre und die Tasse eine Kindertasse mit Feuerwehrautos drauf. :zwinker:
Würde mir mein Chef eine Kindertasse mit Feuerwehrauto zeigen und mich fragen, ob das nicht was für mich wäre, würde ich wohl einfach nur lachen und wenn ich schnell genug schalte, irgendeinen blöden Konter raushauen.
Ich fände z.B. folgende Antwort angemessen: "Klar. Aber nur, wenn sie auch noch laut Tatütata macht und ich dir beim nächsten Meeting damit auf die Nerven gehen darf."
Und wenn er mir eine rosafarbene Mädchen-Klischee-Tasse mit Pferden, Einhörnern oder ähnlichem Kitsch präsentieren würde, würde ich vielleicht antworten, dass sie heute einfach nicht zu meinem Outfit passt und ich morgen wohl im Tütü erscheinen muss, um diese wunderschöne Tasse nutzen zu können. (Auch wenn das natürlich hochgradig sexistisch ist.)
Und darauf hin würden wir beide grinsend und mit einer dampfenden Tasse Kaffee in der Hand den Ort des Geschehens verlassen, um uns anschließend mit etwas besserer Laune dem allgemeinen Arbeitswahnsinn zu widmen.

Es reicht mir völlig, dass ich z.B. sachlich und professionell mit dem Anlagenbauer kommunizieren muss, der mir eine Anlage hingestellt hat, die nicht richtig funktioniert, ein erhebliches Sicherheitsrisiko für mich und meine Kollegen ist und dadurch den Verlauf eines Projekts massiv verzögert, obwohl ich die Anlage lieber kurz und klein schlagen und ihm anschließend um die Ohren hauen würde.
Da wäre es mir wirklich zu viel, auch Kollegen gegenüber immer sachlich und professionell bleiben zu müssen, während der eine oder andere dumme Spruch und eine gehörige Portion Sarkasmus durchaus dabei helfen, den ganzen Stress mit dem Anlagenbauer nicht ganz so bierernst zu nehmen und somit besser zu ertragen.

Komisch. Ich trage absolut keine Maske und überlege mir auch nicht ständig, was ich "sagen DARF". Ich habe auch nicht das Gefühl, dass mir jemand verbietet, etwas zu sagen, was ich sagen WILL.
Ich halte das schlicht für einen Popanz.
Während du wohl eher zurückhaltend bist, haben andere Leute eben ein lockeres Mundwerk und reißen gerne dumme Sprüche. Auch dafür sollte man doch ein gewisses Verständnis haben, oder nicht?


Auf die nächsten Seiten gehe ich später oder morgen ein...
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das heißt also, z.B. ein Kompliment für das gute Aussehen kann überhaupt nicht sexistisch sein, da es eben keinerlei Bezug zum sozialen Status hat? - Dann wird es ja noch absurder, wenn in irgendwelchen Social-Media-Kampagnen einfache Komplimente mit Sexismus und sexueller Gewalt in einen Topf geworfen werden.

Also ich finde es auch nicht glücklich, Sexismus, sexualisieren und sexuelle Belästigung bzw. Gewalt in einen Topf zu werfen. Nur letzteres lässt sich meiner Meinung nach zusammen diskutieren (so hatte ich den Hashtag auch verstanden), weil zwischen sexueller Belästigung und sexueller Gewalt doch ein recht enger Zusammenhang besteht.

Leider können Komplimente durchaus sexistisch sein, nämlich dann, wenn sie dazu dienen, die Person auf ihr äußeres zu reduzieren und dadurch herabzusetzen. Sagst du z B zu zwei Mitarbeitern, die gleichwertig an einem Projekt beteiligt waren: "Herr Müller hat hervorragend gemacht und Frau Maier sieht heute auch wieder ganz bezaubernd aus.", dann kann das eben schon als sexistisch wahrgenommen werden, weil du ihre Leistung völlig übergehst und nur auf ihr Äußeres verweist. Ein normaler Chef macht das aber nicht :zwinker:
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Mein Beitrag war in dem Zusammenhang zu sehen, dass vorher darüber diskutiert wurde, dass Männer fürchten, von Frauen zu Unrecht beschuldigt zu werden und dass ich darauf hinweisen wollte, dass Männer das eben auch mit Frauen tun. Beide Geschlechter bekleckern sich in solchen Fällen nicht mit Ruhm.
 

Benutzer150198 

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Übrigens, ich finde diese Tasse mit dem Penis Spruch drauf ist nicht das Männliche Gegenstück zur Barbie-Tasse.

Ich finde nicht, dass das von dir genannte Beispiel ein passendes Pendant darstellt. Denn zu dem "kindisch"-Aspekt beider Tassen kommt bei der einen eben der "Rosa Kitsch Barbie"-Aspekt hinzu. Letzteres wird gemeinhin eben gerne als "Tussi" bezeichnet, was meiner Auffassung nach einfach eine Beleidigung ist. Und für Männer die gerne blau tragen und Autos mögen gibt es meines Wissens eben keine Beleidigung. Das ist für mich einfach den ausschlaggebende Punkt an der Diskussion, weshalb ich mir da etwas Feingefühl erhoffen würde.
 
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Das sehe ich ganz anders und habe ich bisher auch ganz anders erlebt.
Die Machtposition der Vorgesetzten ist sowieso relativ. Natürlich ist es ihre Aufgabe, zu planen, Vorgaben zu machen, usw. und dafür müssen sie dann eben auch für die Leistungen der ihnen unterstellten Mitarbeiter geradestehen. Letztendlich sind also beide Seiten gegenseitig aufeinander angewiesen.
Der Vorgesetzte braucht ein kompetentes, leistungsfähiges und arbeitswilliges Team und der einfache Mitarbeiter braucht jemanden, der die ganzen Abläufe koordiniert, da er nicht alles selbst überblicken und verantworten kann und will. Und wenn dieses Miteinander nicht funktioniert, kann sowohl die Führungsetage versuchen, sich von einem Mitarbeiter zu trennen, als auch der Mitarbeiter sich einen neuen Job suchen.
In Branchen, in denen Arbeitskräfte tatsächlich beliebig ersetzbar sind, mag daraus tatsächlich ein mehr oder weniger großes Machtgefälle entstehen. Aber in Bereichen, in denen es schwer ist, fähige Arbeitskräfte zu finden und in denen die Einarbeitung neuer Mitarbeiter langwierig und aufwändig ist, überwiegt doch die gegenseitige Abhängigkeit.

Da ich seit Abschluss meines Studiums immer im zweiten Bereich gearbeitet habe, kenne ich auch nur ein Arbeitsklima, das auf gegenseitiger Wertschätzung und einem lockeren Umgangston basiert.

In einem beruflichen Umfeld, in dem es immer und überall (selbst in den Pausen und beim Gang zur Kaffeemaschine) hochprofessionell und todernst zugeht, würde ich es wohl nicht lange aushalten.
Eine kleine, nette Plauderei, ein dummer Spruch und gemeinsamer Galgenhumor können den üblichen Wahnsinn im Berufsleben dagegen gleich deutlich angenehmer machen.

Ich glaube wir reden komplett aneinander vorbei. Mal ein ganz einfaches Beispiel. Eine Frau, ein Mann und ein weiterer Mann stehen zusammen in der Kaffeeküche. Einer der Männer macht einen der folgendenen Witze:

Sagt die Frau zum Mann: „Wusstest du eigentlich, dass Sex im Kopf stattfindet?“
Sagt der Mann: „Dann mach mal den Mund auf.“

Mann und Frau im Bett.
Sie: „Wär das schön, wenn du jetzt geil wärst.“
Er: „Wär das geil, wenn du jetzt schön wärst.“

Zwei Frauen. Die eine jammert: „Einmal neue Schuhe, schon krieg ich Blasen!“ Sagt die andere: „Komisch, bei mir ist es genau umgekehrt!“

Fändest du die Witze z.B. in einer Arbeitsatmosphäre bei Anwesenheit von Frauen passend und würdest du diese machen? Ich jedenfalls nicht. Auch nicht bei Anwesenheit von guten Freundinnen oder Bekannten.

Ansonsten solltest du dir als Mann überhaupt erst einmal die Frage stellen, ob Du in irgendeiner Weise für Frauen sprechen kannst, da du wahrscheinlich nur begrenzt Empfinden und Empathie für das Problem hast, da es dir wahrscheinlich als Mann nie wiederfahren ist. Du sprichst ja auch z.B. nicht für schwarze Mitbürger, die ständig diskriminiert werden (als Analogie).
 
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