Menschliches Versagen: Welche Strafe?

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Juristisch nennt sich das fahrlässige Tötung und genau dafür sollte er auch bestraft werden. Das Strafmaß ist natürlich abhängig von der Zahl der Opfer, der Größe der Verantwortung und eben auch vom Grad der Fahrlässigkeit. Das werden Gerichte schon entsprechend erörtern.
 

Benutzer98820 

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Da stimme ich dir voll und ganz zu, jedoch sollten die Verantwortlichen der Bahngesellschaft ebenfalls zu Recht gezogen werden. Immerhin wusste man dort das die besagte Notbremse defekt war mit der das Unglück wahrscheinlich verhindert hätte werden können.
Was für eine Notbremse?
 

Benutzer101478  (29)

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Aus den Nachrichten! Demnach soll er vor dem Unglück einen Notruf abgesetzt haben in dem er sagte das er zu schnell sei.

Die Nachrichten geben aber nun mal nicht alles "frei". Ich denke, man weiß gerade einfach noch zu wenig als das man da jetzt drüber urteilen sollte.

Ich denke der Zugführer wird sich ein Leben lang Vorwürfe machen. Das ist schon Strafe genug. Dazu kommen jetzt der Hass der Familien der Toten. Da sie auf der ganzen Welt "komische" Urteile wegen komischer Dinge aussprechen, wird das in dem Fall, denke ich jetzt, auch so enden.
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Man siehe Costa Concordia! Der Kapitän der wissentlich geflüchtet ist ( seine ausrede:" Er sei gestolpert und rückwärts in ein Rettungsboot gefallen!") bekam eine Geldstrafe und ein paar läpische Jahre Gefängnis dafür das er hunderte Menschen hilflos ihrem Schicksal überlassen hatte.

Hm. So viel ich weiß hat der Strafprozess gegen den Kapitän noch gar nicht stattgefunden. Sollte ich da was verpasst haben? :confused:
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Einerseits war er mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und laut Gutachter sollen die Magnetischen Bremsen die den Zug hätten automatisch abremsen sollen nicht funktioniert bzw sogar wissentlich außer Betrieb gewesen seien.
Ändert allerdings nichts daran, dass er den Geschwindigkeitsanzeiger ignoriert hat - das ist, als würde man beim Autofahren drauf hoffen, dass das Auto ohne menschliches Zutun bei einem 120-km/h-Schild abbremsen würde (vorausgesetzt, das System wäre vorhanden) und drauf scheißen, wenn es nicht funktioniert.
 

Benutzer100557 

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Was für eine Notbremse?
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Laut dem Bericht von Ntv heißt das Magnetbremse. In mehreren Abständen soll da am Gleis eine Art Magnet sein welche bei Überhöhtem Tempo den Zug abremst. Das funktioniert in etwa so das wenn der Zug den ersten überfahrt und zu schnell ist am nächsten runtergebremst wird, und das geht solange bis er wieder das vorgeschriebene Tempo erreicht hat. Ist bei uns in Deutschland bei den ICE´s auch in benutzung
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Soweit ich gehört habe, war dieses System an dem Streckenabschnitt gar nicht installiert. Es beeinflußt den Zug an Punkten an der Strecke (Punktzugbeeinflussung). Wahrscheinlich kann der Lokführer zwischen den Punkten mutwillig wieder die Geschwindigkeit überhöhen. (Als ich vor einiger Zeit mal eine Vorlesung über Schienenfahrzeuge hörte, fragte ich den Dozenten, wieso eigentlich heutzutage automatisches Fahren in Deutschland bzw. ganz Europa so wenig verbreitet ist. Antwort: In den gesetzlichen Bestimmungen heiße es, "der Zugführer sitzt vorn", und ursprünglich soll das so sein, damit er vorsichtiger fährt, da er ja bei einem Aufprall der erste wäre. Nur, mit solchen Überlegungen läßt man natürlich lebensmüde Lokführer außer Acht.)
Naja, mit kaputtem Zugbeeinflussungssystem stellt sich die Frage, wieso der Zugbetrieb so weitergehen konnte. Ich vermute mal, in so einem Fall müßte man eigentlich auf ältere Konzepte zurückgreifen, sprich: Signale. Oder sicherheitshalber den Betrieb einstellen.
 
S

Benutzer

Gast
Egal welche Strafe der Zugführer erhält wird diese die Opfer dennoch nicht wieder bringen. Die Verantwortung wird so oder so nur der Zugführer spüren. Ob das alles richtig ist was man von den Medien vorgesetzt bekommt bezweifel ich und man wird wohl nie genau alles drüber wissen. Deshlab finde ich es schwachsinnig darüber zu urteilen welche Strafe für die Person nun gerecht wäre.
 

Benutzer117428 

Benutzer gesperrt
Wie ich heute gelesen habe wurde er auch von einem dienstlichen Anruf abgelenkt. Natürlich hätte er trotzdem achtsam sein müssen, aber Menschen machen eben Fehler und sind manchmal unkonzentriert. Daher hätte man diese gefährlich Stelle entsprechend sichern müssen durch Warnsignale und ein automatisches Abbremssystem. Das wurde (wohl aus Kostengründen) nicht gemacht und damit liegt eine ganze Menge Verantwortung bei den Leuten, die nicht dafür gesorgt haben, das die Sichherheit gewährleistet ist. Natürlich versuchen die aber, alle Schuld auf den Lokführer abzuwälzen.
Ich glaube egal wie das rechtlich ausgeht, der Mann wird psychisch sein Leben lang zerstört sein. Ich bin froh, dass wenn ich nen Fehler in meinem Job mache, es nicht um Leben und Tot geht.

Off-Topic:
ICh frage mich was gerade los ist. Bruchlandung in San Francisco, Zugunglück zuerst in Frankreich, kurz darauf in Spanien, Busunglück in Italien, wieder ein Zugunglück in der Schweiz. Das alles innerhalb so kurzer Zeit. Das ist doch wirklich sehr ungewöhnlich.
 
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