Menschenkenntnis?

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Hallo :smile:

Ich wollt mal fragen, wie das bei euch so mit eurer Menschenkenntnis aussieht.
Mir ist es jetzt schon total oft passiert, dass ich von einer Person von Anfang an (nachdem ich sie das erste Mal reden gehört habe) wusste, wie sie tickt und was sie für einen Charakter hat. Meine Freunde hingegen scheinen das zum Teil nicht so schnell zu wissen, denn ich hab jetzt schon mehrere Male erlebt, dass sie eine Person total nett und toll fanden, von der ich aber sofort das Gegenteil dachte (was ich aber selten mal ausgesprochen habe, will ja keinen schlecht machen). Oder halt andersrum. Und es dauerte immer etwas länger, bis meine Freunde dann selber merkten, wie sie ist und sich somit mein erster Eindruck bestätigt hat. Das ist echt fast immer so und ich frage mich, wieso andere nicht auch nach dem ersten Gespräch schon die richtige Einschätzung haben... :hmm:

Wie ist das bei euch? Wie gut ist eure Menschenkenntnis? Wie lange braucht ihr, bis ihr wisst, wie ein Mensch tickt?

Und was mich noch interessiert:
Wenn ihr eine Person nicht leiden könnt, zeigt ihr das dann, seid ihr neutral, oder macht ihr gar einen auf nett, obwohl ihr innerlich was ganz anderes denkt?? Letzteres fällt mir bei total vielen Leuten auf...Dass sie immer sagen, sie würden bestimmte Personen überhaupt nicht leiden können und total über sie herziehen, dann im Gespräch mit den Personen aber immer total freundlich sind. Sowas kann ich einfach nicht verstehen. Ich würde dann eher neutral sein, anstatt mich selbst zu verraten. Es sei denn natürlich, die Person ist mein Vorgesetzter oder ich wäre in anderer Form von ihr abhängig.

Erzählt mal, wie ist das bei euch?
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke, ich hab ne ganz gute Menschenkenntnis, so im Vergleich zu meinen Freunden und Bekannten passiert es mir extrem selten, dass ich von Menschen enttäuscht werde, weil sie doch nicht so nett sind wie gedacht. Bei einer Freundin z.B. passiert das regelmäßig, dass sie eine neue Bekanntschaft schließt, denjenigen super findet und mir vorschwärmt und Monate später es dann immer mehr den Bach runtergeht bis der Kontakt abbricht und sie denjenigen gar nicht mehr mag. Ich hab aber eher die Tendenz, zu vorsichtig zu sein. Also ich werde schonmal positiv überrascht ... ist mir aber lieber als das Gegenteil.

Wenn ich jemanden nicht mag, obwohl ich das nicht begründen kann, verhalte mich neutral oder auch freundlich, damit ich niemandem zu nahe trete., Wenn ich meine Gründe hab, was an demjenigen unsympathisch ist, wenn ich bestimmte Verhaltensweisen nicht okay finde, dann zeige ich das schon bzw bin dann sehr reserviert.
 

Benutzer65590 

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Ich halte es für ein Gerücht, dass man in der Lage sein sollte, Menschen "mit einem Blick" komplett und richtig einschätzen zu können. Ich stelle bei mir fest, dass ich normalerweise mit fast allen Menschen erst mal ganz gut auskomme, solange guter Willen auf beiden Seiten vorhanden ist. Mit der Zeit merkt man dann, was einen am anderen stört, wo man mit dem anderen übereinstimmt, wie andere Menschen diese Person einschätzen... und bildet sich so eine Meinung über den Menschen. Das führt normalerweise dazu, dass ich nach ca. 2-3 Monaten regelmäßigen Kontakts ein recht überraschungsfreies Bild von einer Person habe.

Wohlgemerkt, das funktioniert nur bei erwachsenem Neukontakt. Leute, die ich aus meiner Kindheit kenne - besonders Verwandte - also Menschen, die einem nicht auf gleichem Level vorgestellt wurden, können mich noch heute mit ganz neuen Seiten überraschen.
 

Benutzer27629 

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Ich schließe mich many an. Um einen Menschen einigermaßen einzuschätzen, braucht es schon etwas mehr als nur eine kurze Begegnung. Vielleicht könnte man in kurzer Zeit Sympathie oder Antipathie für den anderen bei sich selbst feststellen, aber das hat dann für mich nichts mit Menschenkenntnis zu tun. Mir selbst fällt es schwer, jemanden komplett unsympathisch zu finden, weil es eigentlich an jedem Menschen irgendetwas Schönes gibt. Deshalb kann ich auch jedem Menschen gegenüber freundlich sein. Dass ich jemanden gar nicht leiden kann, kenne ich kaum. Dafür müsste die Person dann schon sehr viel tun. :grin:
 

Benutzer56469  (36)

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Bei mir ist es momentan so dass ich eine bestimme Frau nicht leiden kann. Die is sowas von dumm und hohl in der Birne und gibt eine blöde Antwort nach der nächsten und in nem Ton wo man echt davon laufen könnte. :wuerg: Wie ich ihr gegenüber bin? "Normal" und etwas "abwertend" da ich sowas wie die Pest hasse, sie kommt sich obergscheit vor glaubt was besseres zu sein und lässt das voll raushängen. Blöde Kuh echt! :grin: Die Frau kenn ich seit ner Woche und ich wusste nach 1 Tag schon dass sie einen an der Klatsche hat.

Bei fremden Leuten hab ich eine bessere Menschenkenntnis bei "Freunden" dauerts länger bis ich checke dass ich verarscht werde. :geknickt:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Meine Menschenkenntnis ist solala.
Ich habe im Praktikum in der Uni ein Mädel kennen gelernt, das ich auf den ersten Blick nicht sehr sympatisch fand. Im Laufe der Zeit hat sich aber gezeigt, dass sie doch sehr nett ist.

Ich glaube auch, dass, um einen Menschen wirklich zu SEHEN, es viel Zeit braucht. Schon allein schüchterne Menschen sind bei ersten Begegnungen ja ganz anders als unter Menschen, die sie schon lange kennen.
Der erste Eindruck bei meinem ersten Freund war folgender: Sagt kein Wort, guckt mich nicht an, hat kein Interesse. Erst im Laufe der Zeit ist er aufgeblüht und ich habe mich in ihn verliebt.

Manchmal mag der erste Eindruck stimmen. Allein manche Aussagen bestimmter Personen sorgen schon dafür, dass ich mir sicher bin, dass ich mit ihnen nie warm werden könnte. :grin:
Aber eine Chance sollte jeder kriegen, sein wahres Gesicht zu zeigen.

Ich bin eigentlich immer nett. Auch gegenüber Menschen, die ich nicht leiden kann.
Unfreundlich werde ich erst, wenn man auch mir gegenüber unverschämt ist.
Manche mögen es Heuchlerei nennen - Ich nenne es "Stress ersparen".
 

Benutzer78196 

Meistens hier zu finden
Mir ist es jetzt schon total oft passiert, dass ich von einer Person von Anfang an (nachdem ich sie das erste Mal reden gehört habe) wusste, wie sie tickt und was sie für einen Charakter hat.
Auch wenn du dich für einen Menschen mit ausgeprägter Menschenenntnis hälst, solltest du dich trotzdem nicht überschätzen. Denn wenn du wirklich "von Anfang an" ein Urteil über jemanden fällst und daran festhälst, da du ja deiner Meinung nach eine gute Menschenkenntnis besitzt, ist dieser Mensch eh nicht mehr in der Lage deine Meinung über ihn irgendwie zu ändern. Denn du siehst ihn dann ja sowieso nur noch durch deine "Menschenkenntnis"-Brille.
Was ich damit sagen will: Auch wenn du glaubst, jemanden auf den ersten Blick einschätzen zu können, solltest du dennoch deine eigene Wahrnehmung immer mal wieder hinterfragen um zu schauen, ob du nicht doch einer Täuschung aufgesessen bist. Ansonsten kann es passieren, dass du anderen Leuten durchaus mal Unrecht tust - oder dir selbst.

Was mich betrifft: Ich denke automatisch viel über meine Mitmenschen nach, besonders in den Situationen, in denen ich direkt mit ihnen zu tun habe. Ich habe im Hinterkopf praktisch immer ein "Analyse-Programm" mitzulaufen.
Und trotzdem habe ich keine Garantie dafür, dass meine Einschätzungen korrekt sind, denn letztendlich passiert das alles in MEINEM Kopf und ich sehe die Welt eben auch nur durch MEINE Augen.

Und was mich noch interessiert:
Wenn ihr eine Person nicht leiden könnt, zeigt ihr das dann, seid ihr neutral, oder macht ihr gar einen auf nett, obwohl ihr innerlich was ganz anderes denkt?? Letzteres fällt mir bei total vielen Leuten auf...Dass sie immer sagen, sie würden bestimmte Personen überhaupt nicht leiden können und total über sie herziehen, dann im Gespräch mit den Personen aber immer total freundlich sind. Sowas kann ich einfach nicht verstehen. Ich würde dann eher neutral sein, anstatt mich selbst zu verraten. Es sei denn natürlich, die Person ist mein Vorgesetzter oder ich wäre in anderer Form von ihr abhängig.
Ich bin grundsätzlich immer erstmal nett, solange ich keinen zwingenden Grund für etwas anderes habe. Mit "nett" meine ich, dass ich meinem Gegenüber einen gewissen Grundrespekt und Höflichkeit entgegenbringe und für Smalltalk offen bin.
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Auch wenn du glaubst, jemanden auf den ersten Blick einschätzen zu können, solltest du dennoch deine eigene Wahrnehmung immer mal wieder hinterfragen um zu schauen, ob du nicht doch einer Täuschung aufgesessen bist. Ansonsten kann es passieren, dass du anderen Leuten durchaus mal Unrecht tust - oder dir selbst.
Natürlich stecke ich Leute nicht nach dem ersten Kontakt in eine Schublade und verschließe ich mich auch nicht davor, sie näher kennenzulernen und eines Besseren belehrt zu werden :zwinker: Nur habe ich es bisher sehr selten erlebt, dass ein Mensch mich im Laufe der Zeit großartig mit dem Gegenteil überrascht hätte. Meine Grundmeinung war bis auf wenige Fälle eigentlich auch am Ende noch korrekt. Ich finde, man kann aus Mimik und Gestik, aus Wortwahl und Tonfall und Verhalten anderen gegenüber sehr viel erfahren und das auch schon nach sehr, sehr kurzer Zeit. Und da ich die Sache mit dem verfähschten ersten Eindruck wegen Schüchternheit von mir selber kenne, glaube ich zu wissen, bei welchen Menschen das noch zutrifft...Aber ich kann mich natürlich auch mal täuchen und hätte nichts dagegen :zwinker:
 
M

Benutzer

Gast
Ich würde eher sagen, ich merke von Anfang an, ob ich mit einer Person gut auskomme oder nicht. Das hat allerdings nicht mit der weitverbreiteten "Menschenkenntnis" zu tun.
Bei mir denken die meisten auch, sie wüssten wie ich ticke, obwohl doch meist das Gegenteil der Fall ist. Es gibt viele Menschen, die einfach gut spielen können und da kann man noch so denken, man könne sie gut einschätzen.

Ich lerne Personen lieber kennen als mich da auf irgendwelche Vermutungen zu verlassen.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Wenn ich will, kann ich mich in andere Menschen gut hineindenken und sie auch gut beobachten. Das ist dann sicherlich hilfreich, um den Menschen einzuschätzen und mit ihm klarzukommen. Bei mir sind das aber sehr bewusste Prozesse die auch viel Anstrengung benötigen. Im Alltag mache ich das für gewöhnlich nicht, wenn ich neue Menschen kennenlerne, und lasse mich stärker von meinem Gefühl leiten.

Ob dieses Gefühl jetzt gut oder schlecht liegt, ist schwer zu beurteilen. Hin- und wieder werde ich enttäuscht, dann und wann bestätigt. Sicherlich könnte es schlimmer sein, aber ich habe ja leider auch ein absolutes Extrem in lebhafter Erinnerung:

Die Frau, mit der ich mal eine Zeit lang zusammen gewesen war, war nämlich eine wahre Meisterin der Menschenkenntnis. Hätte ich sie nicht kennengelernt, hätte ich das "mit einem Blick" einschätzen auch als Gerücht abgetan (Sorry, es ist möglich). :zwinker:

Nicht nur, dass niemand sie belügen konnte - man konnte sie auch in einen Raum mit komplett fremden Menschen setzen, 5 Minuten gucken lassen, und sie hat einem von jedem dort Anwesenden ein zutreffendes Persönlichkeitsprofil erstellt, und konnte zudem auch noch sagen, wer mit wem klarkommt und wer nicht. Ich habe nie erlebt, dass sie sich geirrt hat, aber häufig, wie sie andere Menschen verblüffen - ja förmlich bloßstellen konnte.

Das sie in mir wie in einem offenen Buch gelesen hat, war irgendwo klar (immerhin war ich mit ihr zusammen), aber das sie das mit ausnahmslos jeden so machen konnte, ist mir bis Heute unbegreiflich. Gemessen an ihr ist meine Menschenkenntnis irgendwo bei "nicht vorhanden" und ich kenne auch niemanden, der da herankommen könnte. :zwinker:

Ende der schwärmerischen Anektode.

Ich finde es erstaunlich, wieviele in diesem Thread doch freundlich und nett zu Leuten sind, die sie nicht leiden können? Vielleicht kennt ihr einfach die falschen Leute? :zwinker:

Wenn ich Antipathie zu jemandem verspüre (egal ob begründet oder nicht), dann will ich diese Person nicht in meiner Nähe. Mit jeglichen freundlichen oder gar neutralen Verhalten würde ich da völlig falsche Signale setzen! Ergo lasse ich es diese Person spüren, dass ich sie einfach nicht mag. Ich sage es ihr nicht direkt (also selten), aber meine Körperhaltung ist ablehnend, mein Blick warnend und meine Wortwahl schroff und knapp. Kalte Schulter und uncharmant, wohingegen ich (wenn mehrere Personen anwesend sind) gleichzeitig meine warmen Seiten zu den anderen betone, die ich dann für gewöhnlich mag. Ich werde dabei niemals unhöflich, aber jedem im Raum wird klar, dass sich hier gerade keine Freundschaft anbahnt...

Mir fällt eigentlich nur ein Grund ein, um zu einer Person die ich nicht leiden kann freundlich zu sein: ich will sie reinlegen und manipulieren um mir einen Vorteil zu verschaffen. Sowas würde ich nur tun, wenn meine Antipathie auch rationale Gründe vorweist (die Person hat es nicht anders verdient, ist ein Schwein, Heuchler oder will mir oder mir wichtigen Personen Schaden zufügen), aber ich würde es tun. Praktisch fällt mir da aber niemand ein, der so ein übler Mensch wäre oder es so gezielt auf mich abgesehen hätte. Bisher konnte ich den Leuten, die ich nicht mochte (und die mich nicht mochten), immer aus dem Weg gehen und sie/ich haben das auch immer kapiert. :zwinker:
 

Benutzer36283 

Verbringt hier viel Zeit
ich hab mich die ganzen letzten Jahre nicht geirrt wenn ich ein Bild von jemandem hatte.
Der erste Eindruck ist immer der richtige. Bzw wohl eher, das erste Gefühl.

Ich hab das auch, wenn ich die Leute sehe das man die sofort einordnet bzw weiß wie sie "ticken".
Ob es am ende auch stimmt, sei erstmal dahingestellt.
Bisher hatte ich mit meinem Gefühl immer recht. Früher hab ich nicht drauf gehört... wurde öfter enttäuscht und dachte dann immer wieder, wie blöd ich doch bin...ich hatte es doch eigentlich gewusst.

Gibt manchmal Leute wo man sich fern von hält, aber ich bin trotzdem immer freundlich.
Gibt auch Leute, die sehe ich und kann sie überhaupt nicht leiden...warum, weiß ich aber nicht.
Oder man sieht fremde und man hat sone ahnung wie sie leben... usw...
wobei... ich denke, das ist nicht nur ein gefühl, sondern auch die Körperhaltung, die Mimik und alles drum rum was die eigene Meinung mit ausmacht. Man muss es nur deuten können....
Meißt hab ich so meine einschätzung der Leute in ein paar Sekunden und in unterhaltungen stellte sich bisher auch immer raus, das ich damit richtig lag :smile:

enttäuscht wurde ich die ganzen letzten Jahre schon nicht mehr.
Bei manchen bin ich vorsichtig, bei anderen weiß ich ...da kann ich vertrauen...
bei den nächsten denkt man am anfang *öhm hinten rum, ok vorsichtig sein* ... aber wirken relativ nett und sympatisch... ich passe mich dann an, jedoch biete ich keine angriffsfläche oder werde zu privat ^^
und irgendwann stellt sich dann auch raus, das war auch gut so.

Z.B bei dem Cousin meines Freundes, den sah ich zum ersten mal...keine 5min und ich hab noch zu meinem Freund gesagt letztes Jahr... ich hab so das gefühl ich muss mich von dem fernhalten oder aufpassen.
Kann dir aber nicht sagen warum ich das dachte.
Neulich kam mein Freund dann an und meint *weißte noch, was du gesagt hast?* ...
im moment ist es nämlich so, dass er immer wieder Gründe sucht um mit mir kontakt zu haben, mich beobachtet oder wie mein freund sagt - anstarren und am arsch kleben...
 
S

Benutzer

Gast
Meine Menschenkenntnis ist durchschnittlich gut/schlecht. Wie man will.
Einige meiner Freunde bewundern mich immer dafür, wie gut ich fremde Menschen einschätzen kann. Ich selbst sehe das als nichts besonderes an. Vielleicht, weil es für mich Normalität ist und ich es als selbstverständlich für jeden Menschen ansehe, dass man sich Gedanken über andere Leute macht. Mir ist es egal, ob ich dann richtig liege oder nicht und in wievielen Fällen mich mein Instinkt nicht getäuscht hat.

Wichtig ist mir, dass ich mit den Menschen klar komme, mit denen ich klar kommen will. Alles andere ist nebensächlich.

Wenn ich eine Person nicht leiden kann, zeige ich ihr das nicht. Im diesem Fall bin ich sehr falsch, das weiß ich auch. Aber ich muss nicht jedem gleich meine Antpathie unter die Nase reiben. Eher versuche ich den Menschen aus dem Weg zu gehen. Wenn ich dann aber doch mit ihnen ins Gespräch komme, bin ich höflich - fast sogar freundschaftlich. Bis ich wirklich direkt jemanden sage, was ich von ihm halte, muss schon einiges passieren.
 

Benutzer78196 

Meistens hier zu finden
Ich finde es erstaunlich, wieviele in diesem Thread doch freundlich und nett zu Leuten sind, die sie nicht leiden können? Vielleicht kennt ihr einfach die falschen Leute? :zwinker:
Kommt aber auch drauf an, wie du "nicht leiden können" definierst. :zwinker:
Ich wüsste z.B. nicht, warum ich Menschen gegenüber unfreundlich (auch hier: Wie definiert man das?) sein soll, die mir nichts getan haben, die aber einfach von ihrer Art her nicht mein Fall sind.
Natürlich gibt es auch Menschen, die mir sehr wohl "was getan" haben und die werden von mir auch entsprechend anders behandelt.
Sowas ist nur in meinem Nebenjob sehr schwer...
Einer unserer Kunden hat mich regelmäßigen mit anzüglichen Sprüchen belästigt, bis mir der Kragen geplatzt ist und ich ihm "jobfreundlich" klar gemacht habe, dass ich sowas nicht mehr hören will. Das hat zwar geholfen, aber "nett" bin ich zu dem auch nicht mehr. Mehr als ne gewisse kühle (eine Kollegin meinte: eher eiskalte) Höflichkeit kriege ich nicht mehr hin - und das auch nur aus dem Grund, dass das in meinem Job Pflicht ist.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich weiß nicht, wie gut oder schlecht meine Menschenkenntnis ist. Aber ich lege Wert darauf, dass ich mich nicht auf sie verlasse. Wenn ich Leute kennenlerne, dann versuche ich so offen wie nur möglich zu sein und mich auf alle möglichen interessanten und weniger interessanten Untiefen des Charakters und Verhaltens einzustellen. Menschen sind komplex und es ist unmöglich, den Scannerblick bei ihnen anzuwenden, wenn man nichts über sie weiß. Daher will ich eigentlich gar nicht an so etwas wie "Menschenkenntnis" glauben. Ich denke, sowas vernebelt einem eher die Sicht und man übersieht andere Dinge, weil man sich zu sehr auf den ersten Eindruck versteift.
 

Benutzer100660 

Öfters im Forum
ich habe bin mit meinen einschätzungen über menschen noch nie falsch gelegen. natürlich kann ich einen menschen nicht in den ersten 5 minuten durchschauen aber nach einem gespräch kann ich feststellen ob ich in zukunft mit diesem menschen auskommen könnte und ihn auch wirklich gut einschätzen. ich denken das liegt auch daran das viele menschen wirklich berechenbar sind. um so lieber ist es mir wenn ich einmal über einen menschen keine einschätzung abgeben kann weil er doch zu der nicht berechenbaren sorte gehört... das macht doch menschen eigentlich interessant.

wenn mir an menschen etwas nicht passt dann sage ich es denen lieber ins gesicht als hinter deren rücken zu lästern. grundsätzlich bin ich ihnen gegenüber aber neutral. ich will einfach keinen unnötigen streit herbeiführen. wenn ich aber gefragt werde was ich von ihnen halte oder sie was machen was mir so ganz und gar nicht passt dann sag ich das genau so wie es ist.
 

Benutzer15848 

Meistens hier zu finden
Ich habe meist eine ziemlich gute Menschenkenntnis. Das hat aber nichts damit zu tun, ob mir jemand sympathisch ist oder nicht, ich versuche eigentlich alle zu mögen und wenig zu erwarten. Ich werde im Grunde auch nie enttäuscht. Die Menschenkenntnis hat in meinen Augen hauptsächlich damit zu tun, was der andere von seiner Seite aus erwartet, braucht, wie er sich fühlt, etc. und nicht, wie ICH mich fühle. Ich denke, je mehr man davon hat, desto weniger kann man Leute eigentlich "nicht mögen" oder sie unsympathisch finden.
Von sehr, sehr wenigen Menschen halte ich mich bewusst fern, zumindest mit gewissen Informationen, weil ich ich ihnen nicht vertraue - mögen tu ich sie aber eigentlich trotzdem.
 

Benutzer103901 

Öfters im Forum
Ich kann mich zwar gut einfühlen in Andere, wenn ich erst Mal einen Kontakt zu ihnen habe (persönliches Gespräch, Nähe, usw.) aber ich habe ganz oft null Peilung was in ihnen vorgeht ohne dass ich klare Informationen erhalte. Ich bin zwar belesen und gebildet, aber Menschenkenntnis habe ich trotzdem nicht, - oder nicht in dem Maß, dass ich mich heute noch darauf verlassen würde
 

Benutzer102956  (33)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde es erstaunlich, wieviele in diesem Thread doch freundlich und nett zu Leuten sind, die sie nicht leiden können? Vielleicht kennt ihr einfach die falschen Leute? :zwinker:

Wenn ich Antipathie zu jemandem verspüre (egal ob begründet oder nicht), dann will ich diese Person nicht in meiner Nähe. Mit jeglichen freundlichen oder gar neutralen Verhalten würde ich da völlig falsche Signale setzen! Ergo lasse ich es diese Person spüren, dass ich sie einfach nicht mag. Ich sage es ihr nicht direkt (also selten), aber meine Körperhaltung ist ablehnend, mein Blick warnend und meine Wortwahl schroff und knapp. Kalte Schulter und uncharmant, wohingegen ich (wenn mehrere Personen anwesend sind) gleichzeitig meine warmen Seiten zu den anderen betone, die ich dann für gewöhnlich mag. Ich werde dabei niemals unhöflich, aber jedem im Raum wird klar, dass sich hier gerade keine Freundschaft anbahnt...

Das geht mir genauso. Ich KANN einfach nicht freundlich zu Leuten sein die ich nicht leiden kann. Bis vor kurzem hatte ich auf Arbeit noch ziemlich viel mit einer Kollegin zu tun die mich mit ihrer Art schon immer wahnsinnig gemacht hat. Sie hat mir zwar nie persönlich was getan, hat aber so eine Art nicht "nein" sagen zu können, ist total unselbständig, redet allen nach dem Mund etc. Ich war dann zwar nie unfreundlich zu ihr, habe den Kontakt aber auf ein absolutes Minimum beschränkt.
 

Benutzer3277 

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Ich habe keine gute Menschenkenntnis. Bin oft enttäuscht worden und daher heute meist sehr skeptisch gegenüber anderen, was manchmal stimmt, aber meist eben nicht stimmt.
 
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