Meine Schwester und ich..:

M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Liebes Forum,

meine Schwester und ich hatten schon immer ein durchwachsenes Verhältnis.
Wir gingen damals auf die gleiche Schule und hier war es bereits schwierig mit uns in der Kindheit. Ich bin eher aufgeschlossen und gesellig, hatte nie Probleme Freundschaften zu schließen und zu halten. Meine Schwester ist ein eher unsicherer Typ.
Sie hatte lange Zeit das Gefühl irgendwie in meinem Schatten zu stehen und als würde ich sie links liegen lassen ( wir hatten mehrere Aussprachen/Annäherungsversuche, wo sie mir das so „gestand“).

Mittlerweile sind wir beide erwachsen und ich dachte es hätte sich jeder -innerhalb seines eigenen Lebens- so akzeptiert, wie er ist und könnte auch den anderen gewähren lassen.

Leider zieht sich die Geschichte so fort und ich habe einfach das Gefühl, dass alles, was ich mache negativ aufgefasst wird, meine Schwester kommuniziert auch ganz anders, als sie handelt. Also sagt Z.B. es wäre alles ok, beschwert sich dann hintenrum über mich. Wenn ich sie drauf anspreche, meinte sie, sie würde eben keinen Streit wollen und ich würde sie einschüchtern mit meiner forschen Art.
Es ging z.B. darum, dass sie eifersüchtig war, um die zeit, die ich mit meinem Vater verbracht habe, sie hatte ihm hier „Enkelkinder Entzug“ angedroht, wenn er sich ja so wenig interessieren würde etc.

Es ist nicht so, als wär mein Leben einfacher oder besser, ich hatte einfach immer nur auf meine Unabhängigkeit geachtet, mir einen beruflichen Werdegang aufgebaut, der mich alles alleine stemmen lässt. Sie lässt sich, trotz zwei Kindern, oft noch die Miete von meinem Vater bezahlen, weil sie es ansonsten nicht hinbekommen würden..

Ist jedem selbst überlassen, wie er sein Leben lebt, ich find den Umgang jedoch einfach nur schwierig, wenn sich jemand dauernd angegriffen fühlt, fast schon einfach nur durch meine Anwesenheit.

Teilweise hatte sie mir auch gestanden, dass sie mit ihrer Therapeutin auch schon Minderwertigkeitskomplexe identifiziert hat, meinte aber gleichzeitig, dass sie mit mir da auch nicht drüber reden will.

Ich hab mich jahrelang um ein gutes Verhältnis bemüht, hatte aber immer das Gefühl mehr geben zu müssen als ich zurück bekomme. Damit meine ich emotionale Aspekte (trösten, ihr zuhören, nachfragen, wie irgendwas läuft etc.) als auch, dass ich meistens für Essen/Abende gezahlt habe.

Letztens gab es wieder einen Streit ( es eskaliert dann öfter mal), weil ich erzählt habe, dass ich mir überlege einen Hund anzuschaffen. Sie hat sein Jahren einen und meinte, das wäre ihr Ding und wieso ich ihr das jetzt nachmachen müsste.
Hört sich wie eine unreife Lappalie an, war aber ein Riesenstreit, mit Tränen ihrerseits und verlassen des Elternhaus & Funkstille.
Ich habe den Kontakt daraufhin reduziert und mir gedacht „ ok, wir werden nie eine Ebene finden. Diese Beziehung raubt mir einfach nur Energie. Meine „Inventionen“ lohnen sich einfach nicht und es wird mit zunehmendem Alter sogar noch anstrengender“.

Sie hatte mich seitdem 1-2 mal angerufen, so getan als wär alles wieder normal. Ich bin fast nicht auf die Gespräche eingegangen, was sie auch gemerkt hat..

Jetzt herrscht wieder sowas wie kalter Krieg.

Soweit so gut. Jetzt sind wir natürlich verwandt, Treffen mit meinem Vater sind entsprechend komisch, ich sehe meine Neffen/Nichten nicht.. mach mir Sorgen, wie Ostern wohl werden wird. Sie als Person vermisse ich ehrlichgesagt fast gar nicht, es geht mir eher so ums familiäre drum-herum… vor allem um die beiden Kinder.
Irgendwie belastet es mich doch.
Wie würdet ihr damit umgehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
krava

Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Also ich breche inzwischen jeden Kontakt, der mir nicht gut tut ab. Egal, ob Familie oder andere Personen. Mir ist meine Lebenszeit zu schade für so was.

Und du bist doch schwanger, da solltest du zuerst an dich und deinen eigenen Frieden denken und dich so wenig belasten wie möglich.
Auch an Ostern muss man keine Familientreffen erzwingen, die sowieso krampfig werden. Auf so was kann man auch verzichten.
 
Spiralnudel

Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
Moderator
War das immer so, dass sie nach Konflikten einfach irgendwann so tut, als wäre nichts gewesen?

Hat es jemals eine richtige Aussprache zwischen eich gegeben? Davon würde ich nämlich mitunter abhängig machen, ob ich weiter in die Beziehung investiere.

Mein Vater hat deshalb zum Beispiel nicht mehr zu allen Geschwistern Kontakt.
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Sie weiß nicht, dass ich Mutter werde..
Gerade wegen der Schwangerschaft wäre mir ein besseres Verhältnis zu meiner Familie wichtig, aber es kann auch keine Einbahnstraße sein.

Es war tatsächlich oft so, dass es nach einer gewissen Funkstille einfach weitergegangen ist, so lange es halt gut ging.

Wir hatten 2-3 Streits, bei denen wir uns dann auch ausgesprochen hatten, daher weiß ich teilweise auch, was ihr Problem mit mir ist ( also dieser Neid mit dem sie zu kämpfen hat oder das Gefühl halt weniger wert zu sein).

Ich hatte ihr, als das mit dem Hund war, am Telefon nur gesagt, dass ich mich für sie nicht verstellen werde, damit sie sich besser fühlt und dass sie für sich mit sich Zufriedenheit finden soll. Diese ständigen Vergleiche bringen nichts.
 
Fantasy.

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Du hast es schon richtig festgestellt:
Es ist ihr Problem mit dir. Da kannst du hundert Handstände machen und es drehen und wenden wie du willst, du änderst da gar nichts. Gegen Minderwertigkeitskomplexe anzureden braucht viel Zeit und viel Geduld, deutlich mehr, als du vermutlich für sie aufbringen kannst und willst, genau deswegen gibt es Leute, die sich um sowas professionell kümmern können.

Letztendlich musst du deine Grenzen abstecken.
Du kannst ihr ruhig vermitteln, dass ihr derzeitiges Verhalten für dich einfach keine Basis für eine Beziehung irgendeiner Art zueinander ist. Es geht dich nichts an, wie sie mit ihren Problemen mit dir umgeht, aber dennoch bist du nicht dazu verpflichtet, die ständigen Streits hinzunehmen. Gleichzeitig würde es vielleicht auch helfen, ihr noch einmal mitzuteilen, dass du wirklich gern ein besseres Verhältnis zu ihr hättest, du ihr aber eben kaum entgegenkommen kannst.
Entweder, sie gibt sich dann Mühe, nicht den nächsten Streit vom Zaun zu brechen, oder sie lässt es.

Vielleicht würde es schon helfen, da gar nicht in die Diskussion zu verfallen.
"Wieso musst du mir das mit dem Hund jetzt nachmachen?"
"Ich bin erwachsen und kann für mich selbst denken, da habe ich nichts "nachgemacht". Ich fände es eher schön, wenn wir unser gemeinsames Interesse für Hunde teilen könnten, als dass du mir dafür Vorwürfe machst."
"Aber ich hatte zuerst einen Hund..." (oder wie auch immer sie die Diskussion dann fortsetzt) wäre dann der Punkt in der Konversation, an der du ihr erklärst, dass du ihr deinen Standpunkt mitgeteilt hast, und wenn sie dir das nicht glauben mag, ist das Thema an der Stelle für dich beendet.
So viel zum Umgang mit ihr, wenn man sich "zwangsläufig" trifft, z.B. weil du gern auf ein Familientreffen gehen würdest, um auch alle anderen dort zu sehen.

Wie viel du dann privat noch mit ihr sprechen möchtest, würde ich echt stark davon abhängig machen, ob es bei ihr ankommt, dass sie sich mit ihrer Art den Kontakt mit dir verspielt. Du musst nicht mit jemandem sprechen, mit dem du nicht sprechen möchtest.

Off-Topic:
Wenn man gerade eh empfindlich ist, ist "ich verstelle mich nicht, (nur) damit du dich besser fühlst" halt vielleicht auch keine schöne Antwort. Da ist (für mich) so eine implizite Schuldzuweisung "bei dir kann ich nicht ich selbst sein" gepaart mit "du bist mir den Aufwand nicht wert" drin. Würde jemand das zu mir sagen, könnte ich rational sehr wohl erkennen, dass das nicht fies gemeint ist, sondern nur Grenzen absteckt, aber es täte schon weh, weil diese Gedanken eben doch präsent wären. Ich würde denken:
Hey, die weiß, dass ich Probleme damit habe, kann sie dann nicht etwas schonender mit mir umgehen? Bin ich ihr echt so unwichtig, dass sie mir sowas einfach an den Kopf knallt, und nicht einmal daran denkt, dass ich das vielleicht nicht gut finde?
Die größte Chance sehe ich wirklich darin, alles, was sie dir vorwirft, irgendwie ins Positive zu kehren und ansonsten die Grenze zu ziehen.
 
SAMSARA

Benutzer174652 

Meistens hier zu finden
Sie weiß nicht, dass ich Mutter werde..

hm. gaaanz schwierig.
gerade sehr schwache personen können dazu neigen, im muttersein endlich einen bisher nicht vorhandenen selbstwert (und mitunter auch status) zu sehen ...

was aber trügerisch und daher instabil ist, und demnach mitunter hart verteidigt wird.
und solche frauen können sich zumindest in diesem ihrem (innerfamiliären) status sehr angegriffen fühlen, wenn sie nicht mehr die einzige mutter sind (geschweige denn, wenn es bei der anderen mit mutter und kind besser läuft ...) ...

also rechne damit, dass die hundesache nur ein müder abklatsch war ...

tut mir leid, dass so in den raum stellen zu müssen ...
vielleicht trifft es ja auch nicht zu - aber die wahrscheinlichkeit ist groß ...
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
hm. gaaanz schwierig.
gerade sehr schwache personen können dazu neigen, im muttersein endlich einen bisher nicht vorhandenen selbstwert (und mitunter auch status) zu sehen ...

was aber trügerisch und daher instabil ist, und demnach mitunter hart verteidigt wird.
und solche frauen können sich zumindest in diesem ihrem (innerfamiliären) status sehr angegriffen fühlen, wenn sie nicht mehr die einzige mutter sind (geschweige denn, wenn es bei der anderen mit mutter und kind besser läuft ...) ...

also rechne damit, dass die hundesache nur ein müder abklatsch war ...

tut mir leid, dass so in den raum stellen zu müssen ...
vielleicht trifft es ja auch nicht zu - aber die wahrscheinlichkeit ist groß ...
Omg! Deine Menschenkenntnis ist der Wahnsinn!
Genau daran dachte ich auch.
Und es war tatsächlich so, dass sie in dem Muttersein vermeintlich sehr aufgegangen ist, bzw hat man ja auch immer viel „Macht“ die anderen mit Kindesentzug zu erpressen.
Man muss aber tatsächlich sagen, dass sie den Kindern gegenüber wirklich eine gute Mutter ist. Hier hab ich noch nichts „Auffälliges“ feststellen können.

Befürchte aber auch, dass der Neid nicht besser wird, und sogar die Kinder dann verglichen werden…
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Jo.. jetzt ist nur die Frage, was ich machen soll…
 
Seestern1

Benutzer148761  (34)

Sehr bekannt hier
Meinst du es ist eine gute Idee, dir jetzt kurz vor dem Kind noch einen Hund anzuschaffen? Unsere Katzen kommen seit unser Sohn da ist eher zu kurz (also seit über 6 Jahren). Immerhin hatten sie davor ein paar Jahre mit uns allein und haben sich gegenseitig. Sie waren also auch nicht mehr so jung als unser Sohn kam, hben also nicht mehr so viel Blödsinn angestellt. Bei nem Hund kommt ja ncoh die Erziehung hinzu und dass die am Anfang noch deutlich chaotischer sind als kleine Katzen.

Ansonsten, vll würde es ja der Beziehung zu deiner Schwester helfen, wenn du mit ihr über deine aktuelle Situation sprichst? Dann merkt sie, dass bei dir auch nicht alles so traumhaft ist und du auch Probleme hast. Vll kannst du sie sogar um Hilfe bitten (z.B. beim Aussuchen der Babyausstattung, wo sie schon Erfahrung hat), sodass sie sich mal "überlegen" fühlen kann.
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Meinst du es ist eine gute Idee, dir jetzt kurz vor dem Kind noch einen Hund anzuschaffen? Unsere Katzen kommen seit unser Sohn da ist eher zu kurz (also seit über 6 Jahren). Immerhin hatten sie davor ein paar Jahre mit uns allein und haben sich gegenseitig. Sie waren also auch nicht mehr so jung als unser Sohn kam, hben also nicht mehr so viel Blödsinn angestellt. Bei nem Hund kommt ja ncoh die Erziehung hinzu und dass die am Anfang noch deutlich chaotischer sind als kleine Katzen.

Ansonsten, vll würde es ja der Beziehung zu deiner Schwester helfen, wenn du mit ihr über deine aktuelle Situation sprichst? Dann merkt sie, dass bei dir auch nicht alles so traumhaft ist und du auch Probleme hast. Vll kannst du sie sogar um Hilfe bitten (z.B. beim Aussuchen der Babyausstattung, wo sie schon Erfahrung hat), sodass sie sich mal "überlegen" fühlen kann.
Hätte es auch nicht vor dem Kind gemacht, sonder tatsächlich erst so im Jahr 2-5. Also ist was längerfristig geplantes, weil ich auch mit Tieren aufgewachsen bin und das für Kinder eigentlich ganz schön finde. Es war auch mehr ein Idee, als ein wirkliches Vorhaben. Umso weniger versteh ich ihre Reaktion.

Ich dachte daran auch schon, aber es stimmt, dass man sich immer Szenarien überlegen muss, in denen sie sich dann auch mal überlegen fühlen kann… und das meinte ich mit dem „sich verstellen“. Bin da einfach nicht sicher, ob mir diese Beziehung einfach nur Energie kostet… weil man nicht natürlich sein kann sondern, den anderen immer irgendwie Bauchpinseln muss und selbst dann, gibt es Momente in denen sie dann sauer/enttäuscht etc. ist.
 
Zauberschnitte

Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
sondern, den anderen immer irgendwie Bauchpinseln muss und selbst dann, gibt es Momente in denen sie dann sauer/enttäuscht etc. ist.
Ich glaube das dies auch zu der Situation führt.

Du nimmst immer rucksicht und gehst wie auf rohen Eiern

Wie kann das beim anderen auch ankommen?

Du bist nicht so stark wie ich, du bist empfindlicher usw.

Du stellst dich damit über sie.

Wie gesagt, ihre Minderwertigkeitskomplexe sind ihre Sache. Da musst du keine Rücksicht nehmen.
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Ich glaube das dies auch zu der Situation führt.

Du nimmst immer rucksicht und gehst wie auf rohen Eiern

Wie kann das beim anderen auch ankommen?

Du bist nicht so stark wie ich, du bist empfindlicher usw.

Du stellst dich damit über sie.

Wie gesagt, ihre Minderwertigkeitskomplexe sind ihre Sache. Da musst du keine Rücksicht nehmen.

Ja, so hatte ich es beim letzten Mal auch angekündigt, dass ich mich nicht mehr verstellen werde. Mir tut das irgendwie natürlich trotzdem leid und ich wünschte sie würde das Thema mal für sich klären, das würde auch den Umgang erleichtern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zauberschnitte

Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
So paradox es klingt ... Manche Menschen gefallen sich in dieser Rolle.

Damit meine ich nicht das es ihr gut geht sondern einfach nur ihre bekannte Zone ist.

Das ist schade für dich aber leider nicht zu ändern.
 
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axis mundi

Benutzer172636 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bitte nicht zitieren:
Mit meiner Schwester ist es leider ähnlich - ich kann es nicht richtig machen und sie hasst meine Andersartigkeit. Für sie bin ich faul, mir fällt alles zu und ich habe unverschämtes Glück. Wenn es mir also schlecht geht, dann habe ich das verdient und stelle mich an, wenn es mir gut geht, dann habe ich dafür nichts getan und ruhe mich mal wieder darauf aus.

Ich kann es ihr nur begrenzt vorwerfen, meine Mutter hat den Zwist zwischen uns aus Überforderung leider auch immer wieder selbst zusätzlich angefacht und hat (warum auch immer, ich weiß es nicht) extreme Angst davor, dass ich meiner Schwester irgendein Leid antue (ging schon im Kleinkindalter los). Es fällt auch ihr schwer, meine Leistungen zu sehen. Mittlerweile geht es stellenweise nicht anders, dafür vergleicht sie jetzt meine Sachen mit den Zeiten bevor sie mich bekommen hat... Ich sage dazu jetzt mal nichts und atme einfach mal tief durch.

Aus meiner Sicht wäre auf Seite meiner Schwester eine Therapie wichtig - sie wirkt selbst leider sehr unglücklich und unzufrieden - dieses Schema scheint bei euch ja auch gegeben zu sein. In letzter Zeit ist sie zusätzlich genervt davon, dass ich in einer stabilen und liebevollen Beziehung bin (und das könnte bei dir - falls du an dieser Stelle zu offen bist - ein möglicher Angriffspunkt sein, meine Schwester würde das nutzen). Sie haut verbal um sich (gerne pseudo-feministisch, sie sieht in Beziehungen Unterdrückung), womit sie mit der Hausfrau, die ewig zuhause bleibt und sich dem Mann unterwirft und ihr Leben wegwirft primär meine Mutter trifft (das sieht sie nicht - zumal die Beziehung meiner Eltern durchaus als glücklich zu bezeichnen ist), aber nicht mich. Nachdem der Anfang meiner zwanziger recht turbulent war und sie dadurch einen kleinen 'Vorsprung' erarbeiten konnte, hat dieser sich mittlerweile verflüchtigt, das macht die Situation nicht besser. Über einen Kontaktabbruch denke ich gelegentlich nach, es würde aber auch bedeuten, den Kontakt zu meiner Mutter abbrechen zu müssen. Im Moment versuche ich es mit Kontaktreduktion, das nächste Weihnachten werde ich wahrscheinlich nicht mehr mit meiner Familie verbringen als Konsequenz darauf, dass ich im letzten Jahr realisiert habe, dass es mir nicht nur 'nicht gut' tut, sondern dass es mir richtiggehend schadet.

Die Sache ist: Du kannst nichts richtig machen, denn es kommt von dir. Sie kann es nicht als etwas positives annehmen, wenn es von dir kommt. Mache dich nicht kaputt, denn sie wird es dir nicht danken und im Moment brauchst du deine Kraft für andere Dinge.
Vielleicht kann dein Kind zwischen euch eine Brücke schlagen, aber das geht nur, wenn sie ihre Attacken gegen dich einstellt. Ich würde es einleiten mit: "Es gibt da etwas wichtiges für mich, dass ich mit dir teilen möchte. Weil ich mir wünsche, dass du teilhast und ich das mit dir gemeinsam erleben will. Ich habe aber auch Angst, dass du das Gefühl hast, ich würde dir etwas wegnehmen wollen. Das möchte ich nicht. Das hier ist etwas eigenes, aber ich möchte, dass du ein Teil bist und das auch bleibst"
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Update:

Sie hatte mich nach einiger Zeit Funkstille um ein Gespräch gebeten, das irgendwie völlig eskaliert und in die falsche Richtung gelaufen ist.
Ich wollte meine Gefühle einfach nur vermitteln, sie hat sich wohl sehr angegriffen gefühlt, war sehr verletzt.
Sie wünscht sich ein besseres Verhältnis und ich hab ihr schon gesagt, dass ich nicht da Gefühl habe, ich selbst sein zu können, dass ich diese Kommunikation hintenrum nicht mehr kann und es mir Energie raubt.
Sie hat das natürlich sehr negativ auf sich selbst bezogen, dass ich uns keine Chance geben möchte, für mich einfach Entscheidungen treffe..
Sie hat natürlich auch bemerkt, dass ich mit ihrem Mann nicht klarkomme, hat versucht treffen zu vermeiden und mich explizit ausgeladen etc.
Ich komm mir dadurch vor den Kopf gestoßen vor.
Ich hab das gefühl, da ist extrem der Wurm drin. Sie will einfach nur ein gutes Verhältnis, das ich leider nicht herzaubern kann.
Sie meinte am Ende noch, dass sie versucht hat Streit mit mir zu vermeiden, weil sie das Gefühl hat, immer den kürzeren zu ziehen, dass sie sehr unglücklich ist, unter Panikattacken leider und selbstmordgedanken hat.

Ich hab mich dann für vieles entschuldigt und versucht ihr gut zu zu reden. Jetzt habe ich natürlich ein extrem schlechtes Gewissen. Ich hätte einfach gar nichts sagen sollen. Mir war nicht klar, wie labil sie eigentlich ist, sonst hätte ich vieles einfach gar nicht gesagt.

Ich weiß auch nicht, was ich machen soll. Mir tut sie natürlich auch leid. Ich will nicht, dass sich jemand so fühlt. Keine Ahnung, was ich jetzt noch sagen soll.

Ich weiß auch nicht, wie der Kontakt aussehen soll. Ich hatte gehofft, dass wir halt einfach nett und höflich uns begegnen, aber denke für alles andere sind wir zu weit entfernt.. das kann ich ihr so natürlich nicht sagen.

Hab ich als ältere Schwester nicht auch Verantwortung?!
 
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ugga

Benutzer172492 

Sehr bekannt hier
Ich wollte meine Gefühle einfach nur vermitteln, sie hat sich wohl sehr angegriffen gefühlt, war sehr verletzt.
Eben. Du warst offen über deine Gefühle, hast in Ich-Botschaften gesprochen und versucht, ein offenes Gespräch zu führen.
Sie kam auf deine Gefühle nicht klar und hat dir daraufhin Vorwürfe gemacht und es mit Dingen vermischt, die nichts damit zu tun haben, damit du ein schlechtes Gewissen hast.

Du entscheidest nichts für euch, wenn du sagst, dass du mit dieser Kommunikation hintenrum nicht klarkommst. Du setzt eine Grenze. Und anstatt diese Ernst zu nehmen, will sie, dass du dich fügst und ihr Drama weiter mitmachst weil sie will ja "ein gutes Verhältnis".

Sorry Schatzi, für ein gutes Verhältnis muss man eben auch was tun. Und dazu gehört vernünftig miteinander reden und Grenzen respektieren.

Ich stimme den anderen zu, sie manipuliert dich. Ich würde mich jetzt mindestens ein Jahr zurückziehen, eher dauerhaft.

Wenn sie nach einem Gespräch fragt, bist du leider gerade so beschäftigt. Und zwar jedesmal wieder.
Gut auch, dass du dir nicht angehört hast, warum sie und dein Vater gestritten haben. Das ist alles Drama, das du nicht brauchst. Schütze dich.
 
Fantasy.

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Mal ein paar Schritte zurückgegangen:
Was ist für sie die Vorstellung eines guten Verhältnisses?
Du hast ein Problem angesprochen, sachlich, du hast dir Zeit genommen und dir Mühe gegeben und so viele Gedanken reingesteckt, dass du diesen Thread eröffnet hast, um ihr entgegenkommen zu können.
Du machst dir jetzt Gedanken und Vorwürfe und bist ganz offensichtlich besorgt um sie.
Was fehlt da jetzt genau von dir, dass ihr ein gutes Verhältnis habt? Offene Kommunikation sowie die Bereitschaft, einen Kompromiss zu finden, bringst du doch mit.
Es klingt wirklich sehr danach, dass ein gutes Verhältnis für sie etwas völlig anderes bedeutet.
Und da fehlt dann ganz, ganz viel von ihr, und den Teil eurer Beziehung kannst du ihr nicht abnehmen. Das ist so, wie einem Schulkind die Hausaufgaben abzunehmen und sich dann zu wundern, warum es in der Klassenarbeit eine 6 schreibt. Manche Dinge muss man selbst lernen.

Abgesehen davon bist du keine Therapeutin. Und wenn ihre psychischen Probleme sich darin äußern, dass sie dich immer wieder verbal attackiert (und ja, man kann seine psychische Erkrankung ganz wunderbar als Waffe einsetzen), dann ist es dein Job als Betroffene, dich selbst zu schützen und Abstand zu nehmen.
Mach es zur Bedingung für ein gutes Verhältnis zu ihr, dass sie das Thema therapeutisch aufgearbeitet hat.
Eine Krankheit kann vieles erklären, aber sie ist keine Ausrede oder Entschuldigung für schlechtes Verhalten. Panikattacken, Depressionen, Suizidgedanken, das ist alles behandelbar (wenn vielleicht auch nicht heilbar), und daran kann man arbeiten. Sowas torpediert Beziehungen zu anderen Menschen. Wer langfristig zu irgendjemandem ein gutes Verhältnis will, muss das angehen.

Du hast ihr gesagt, dass du ihr Verhalten nicht mehr mittragen wirst - und plötzlich kann sie dir doch erzählen, wo genau ihre Probleme liegen, nachdem sie darauf doch erst gar nicht genauer eingehen wollte, als das Thema zur Sprache kam. Das spricht stark dafür, dass sie damit etwas bezweckt hat. Und das ist Manipulation.
Und jemand, der merkt, dass er Menschen bei sich behalten kann, wenn er weiterhin krank bleibt, weil die aus einem schlechten Gewissen oder Sorge heraus tun, was man will, der ändert sich nicht. Bewusst oder unbewusst spielt dabei keine Rolle. Du tust deiner Schwester keinen Gefallen damit, wenn du ihr erlaubst, weiterhin deine Grenzen zu übertreten, und dir auch nicht.
 
axis mundi

Benutzer172636 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Mir tut deine Schilderung weh und es tut mir Leid, wie es gelaufen ist. So hätte das 1:1 bei uns laufen können.
Weshalb ich mich mit einer Antwort schwertue.
Ich glaube ihr ihren Schmerz und glaube auch, dass sie das so sieht und fühlt und wahrnimmt - aus meiner Sicht wirkt das nicht wie Gaslighting, sondern einfach wie die Antworten einer Person, die ziemlich am Ende ist und die sich - egal wie - von Kritik in die Ecke gedrängt fühlt, eventuell auch keine Kraft hat, mit Kritik überhaupt umzugehen. Klar ist jedoch: Die Verantwortung dafür trägst du nicht und solltest sie auch nicht tragen. Deine Schwester ist erwachsen und diese Konflikte existieren nicht seit gestern. Wahrscheinlich hättest du auch als sie jünger war nichts dagegen tun können. Das wäre Job eurer Eltern gewesen, aber nicht deiner. Du warst ein Kind und mittlerweile seid ihr beide selbstverantwortlich. Du bist nicht schuld an diesem Zustand.
Die Frage ist jetzt, wie du damit umgehst. Du könntest ihr einen Brief schreiben und nach konkreten Dingen fragen, die du tun kannst. Verweise dabei auch darauf, dass du ihr offen gegenüberstehst und dir ihre Worte sehr zu Herzen nimmst. Erfahrungsgemäß neigen solche Menschen wie deine Schwester dazu, in ihrem Schmerz um sich zu schlagen und bissig zu werden, wenn sie sich verletzt oder angegriffen fühlen. Mit einem Brief entziehst du dich dieser Situation, sie kann darüber nachdenken.
Und du kannst hinterher für dich sagen, dass du alles getan hast, was du tun konntest. Du darfst sie nicht zu einer Therapie zwingen, du darfst sie nicht dazu zwingen, ein besserer Mensch zu werden. Du kannst ihr nur sagen, dass es dich freuen würde, wenn sie ihren Groll auf dich überwinden kann, denn du hättest gerne ein besseres Verhältnis.

Wichtig ist Abgrenzung: Wenn sie nicht intensiv daran arbeitet und stattdessen um sich beißt und dich verletzt, dann hast du die Verantwortung dir selbst gegenüber, dich zu schützen. Für kleinere Begegnungen würde ich sugarcoating als Strategie verwenden: Süß, oberflächlich, leicht und zu 100% ist sie toll. Hat zwar keinerlei Belang, aber es reicht ja, wenn sie euch nicht den Tag verdirbt, wenn du auch bei deiner Familie bist.
Ein anderes, womöglich schwierigeres Feld: Ja, sie scheint psychische Probleme zu haben. Ja, sie ist krank. Dennoch liegt ihre Krankheit scheinbar auch auf der Beziehungsebene und das macht sie auch potentiell zum Problem für ihre Kinder. Hier im Forum können einige Betroffene psychisch erkrankter Eltern ein Lied davon singen, wie sie stark negativ geprägt wurden von Eltern, die sich und ihre Erkrankung nicht im Griff hatten, die es auf ihre Kinder abgewälzt haben. Scheue gegebenenfalls nicht davor zurück, das Jugendamt zu informieren, falls du in diese Richtung Probleme bemerkst. Das ist kein Einzelfall und je früher solche Familien unterstützt werden, desto besser ist es meistens für alle Beteiligten.

Davon ab: Du trägst für dich und dein ungeborenes Kind (und eventuell vorhandenen gehaltene Tiere) die Verantwortung. Du kannst deine Schwester nicht retten, wenn sie das nicht will. Sie kann dich aber erheblich verletzen. Falls sie sich nicht zusammennehmen kann, bleibt leider nur der Abstand zwischen euch als potentielle Schutzmaßnahme.
 
krava

Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich glaube ihr ihren Schmerz auch.. das ist genau die Sache. Ich unterstelle ihr wirklich keine böswilligen Absichten, sondern dass sie aus ihren Mustern einfach nicht ausbrechen kann.
:anbeten:
Gut formuliert und halte ich auch für äußerst wahrscheinlich. Ist bei meiner Familie das gleiche bzw. bei den Mitgliedern, die ich aus meinem Leben genau deshalb gestrichen hab. Das wird nichts mehr. Leider. Aber ist so.

Sie hatte jetzt wieder einige Male geschrieben, gesagt wie weh ihr das alles tut und wie traurig sie das macht und was ich mir für die Zukunft vorstelle.
ja ich höre von meiner Mutter von Zeit zu Zeit auch so was und wie traurig sie ist, weil ich ihr ja weh tue :rolleyes:
Ist ein anderes Thema, aber das ignoriert sich mit der Zeit von selbst.
Ein Cut muss nicht zwangsläufig was negatives sein. Das kann auch sehr viel mehr Lebensqualität bringen. Und man darf nicht davor zurückschrecken, nur weil es die Schwester oder die Mutter ist. Auch diese Personen können einen belasten.

Sie wüssten jetzt nicht, wie sie mit mir umgehen sollen und fühlten sich sehr unwohl…
Ich hatte bisher noch nicht die Kraft drauf zu antworten.
Ich seh sie irgendwann - Ostern vielleicht- bei meinem Vater. Ist halt schwierig, wenn es familie ist, sich aus dem Weg zu gehen.
Also bei mir funktioniert das gut. Ich hab meine Mutter seit fast 2 Jahren nicht gesehen und sehe meinen Vater trotzdem mindestens 2x die Woche.
Wenn du deinen Vater darüber informierst, dass du mit deiner Schwester nichts mehr zu tun haben möchtest, dann finden sich da auch Lösungswege und dein Vater kann zum Beispiel zu dir kommen. Dann ist deine Schwester nicht dabei.
Also so schwer ist das überhaupt nicht :zwinker:
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Hallo Malbeca,
es tut mir leid für Dich, dass Du solche Probleme in deinem Schwesternverhältnis und dazu, das Gefühl von
Hoffnungslosigkeit dabei, hast.

Meiner Erfahrung nach findet man in solchen Konstellationen oft den Mangel an Augenhöhe. Während die
eine Seite sich eher um sich selbst dreht und nur zu gern als Opfer betrachtet, pflegt die andere Seite zu oft
zu viel Mitgefühl (beinah schon "Mitleid") und setzt zu wenig gesunde Grenzen, womit sich im Ergebnis so-
mit in Wirklichkeit alles nur um eine Person dreht.

Oftmals haben die Eltern ihrem einem, speziellen Kind selbst entweder nie wirklich etwas zugetraut bzw.
diesem sogar alles abgenommen oder es zu hoch auf einen Podest gestellt usw. usf. Früher war es zudem
in gewissen nicht einmal unüblich, seine Kinder in Konkurrenz zu einander zu erziehen...

Nur, wie kannst Du dein Problem lösen, ohne dabei den Kontakt zu beenden bzw. ständigen Neid- und Ei-
fersuchtsgefühlen deiner Schwester ausgesetzt zu sein, die sie hier ja gern durch Unterstellungen, Vorwür-
fe verdeckt, zeigt?

Da würde mich zunächst einmal interessieren, wie eure sog. Aussprachen denn konkret ausgesehen haben?
Habt ihr es schon mal mit einer "Wunschliste" probiert, die jeder -einzeln- für sich, an den anderen schreibt,
ohne dabei -wie in einem Zankgespräch- unterbrochen, mit Vorwürfen usw. belagert zu werden?

Eventuell nehmt ihr beide zusammen mal an einem Kurs "gewaltfreie Kommunikation" o.ä. teil?

Und wie sehen Versuche deines Vaters, euch verkuppeln zu wollen, konkret aus?

Ich denke in eurem Konflikt ist es deine Hauptaufgabe, dich gesund abzugrenzen zu lernen und ihre, mehr
Eigenverantwortung für ihr eigenes Wohl/ Glück und Leben zu übernehmen. Das kann man lernen und so-
gar schaffen, wenn beide das im Grunde so wollen. Ggf. braucht ihr neue Werkzeuge dazu.

Ihr werdet es aber nicht schaffen, wenn sich nur eine Seite bemüht zeigt, während die andere nur weiter ih-
re Erwartungen pflegt.
Danke für deine Antwort.
Wir sind generell eher so erzogen worden, dass über nichts geredet worden ist. Ich hatte das ja schon mal angedeutet, aber unsere Kindheit war „wild“. Von Streits, Überforderung, Untreue der Eltern und Gewalt geprägt. Also eine weites Spektrum. Zu selbstbewusstem, eigenständigem Handeln sind wir nicht erzogen worden. Wir wurden auch ziemlich oft nieder gemacht, für alles was wir nicht sind, falsch machen etc.
Mein Leidensdruck war so groß, dass ich während/ nach der Uni für mehrere Jahre ins Ausland gegangen bin. So konnte ich Abstand gewinnen und mein eigener Mensch werden.
Sie lässt ihr Leben zum Teil (trotz Kinder etc) immernoch von meinem Vater finanzieren, weil sie in der Hinsicht struggelt. Also die beiden stehen aufgrund der Konstellation in Kontakt, er ist ihr Vermieter, sie fährt jeden Samstag hin, um sich die Einkäufe besorgen zu lassen, hilft ihm beim Einkaufen etc.

Ich halte von solchen Abhängigkeiten nichts und hab auch immer mal wieder Phasen, in denen ich fast schon abtauche.

Unsere Aussprachen sahen jetzt immer so aus, dass ich mir vorgenommen hab, zeitnah zu sagen, wenn ich etwas nicht in Ordnung fand und nicht immer alles runter zu schlucken „weil sie es so schwer hat, Kinder hat, aus ihrer Haut nicht rauskommt“ und ich „Verständnis haben soll“. Ich hatte sie z.B. auf einige Lügen direkt nachdem sie passiert sind angesprochen und gemeint, es ginge für mich so nicht.
Der letzte größere Streit ( sie war beleidigt weil ich gefragt hatte, ob sie einen Umzug planen. Ihr Fazit: Ich würde ihr unterstellen, sie könne sich keine größere Wohnung leisten) hat dann zu einem Rückzug meinerseits geführt, wo ich beschlossen hab - auch wegen der Schwangerschaft- dass ich mit ihr einfach nicht kann. Und ich werde ihr immer ein Dorn im Auge sein, meine Taten und Fragen negativ aufgefasst werden…
Ich hatte mich daraufhin weniger gemeldet und Anrufe abgelehnt.
Wir sind dann bei meinem Vater aufeinander getroffen, wo ich gerade noch im Home Office am Arbeiten war und das Gespräch wieder abgewimmelt hab. Sie ist daraufhin in Tränen ausgebrochen und meinte sie will sich mit mir aussprechen.
Daraufhin gab es den „Termin“, dass ich zu ihr gefahren bin und eben meine Sicht der Dinge geschildert habe. Also dass ich es so empfinde, dass ich alles nur falsch machen kann, weil sie vieles negativ auffasst. Dass sie oft anders handelt als sie redet ( „ja ja ist total ok für mich“ und sich dann hintenrum bei meinem Vater beschwert und genau anders handelt, als vereinbart. Ich weiß dann oft von ihm, dass es doch nicht ok war).
Und ich eben von einer erwachsenen Person erwarte, dass sie sagt, was Sache ist, was sie will und was sie nicht will. Ich kann keine Gedanken lesen.
Ich hatte dann auch noch angemerkt, dass mir der Umgang mit ihrem Mann schwer fällt, weil ich denke, er täte ihr nicht gut. Das hat sie mir ziemlich übel genommen.
Er war z.b. arbeitslos und hat sie wegen Alkohol angelogen, heimlich getrunken…
Sie meinte dann nur ich würde die Familie damit in eine schwere Lage bringen, weil sie jetzt dafür sorgen müsste, dass wir nicht aufeinander treffen. Und ich hätte ein falsches Bild von ihm, er bemüht sich ja, geht in eine suchtberatung und sie hätte ihm ja auch ziemlich Druck gemacht…
Ok, nicht mein Business letztendlich, ich denke trotzdem, dass er eher eine zusätzliche Last ist für eine Mutter mit Kindern. Aber ich meinte dann auch, dass ich dazu auch nichts mehr sage und versuche es so hinzunehmen.
Also ging dann ziemlich um Stöckchen und Hölzchen.
Sie meinte nur dauernd sie wäre einfach nur stolz auf mich und versteht nicht, wieso ich das nicht auf sie auch sein könnte. Dann meinte ich das wäre ich, was die Kinder anging, aber dass sie meine Bestätigung auch nicht braucht. Dass ich das Gefühl habe sie müsste mehr Selbstbewusstsein aufbauen.
War im Nachhinein vllt übergriffig das so zu formulieren…
Sie hat dann dauernd geweint, mir dann von ihren Problemen, Panikattacken und selbstmordgedanken erzählt..
Und ich bin dann schlechten Gewissens gefahren und hab ihr noch geschrieben, dass ich hoffe, dass sie das professionell klären kann, ich damit aber auch überfordert bin.

Also das war die Aussprache. Eigentlich die erste größere..
seitdem hat sie mir nur Nachrichten per WhatsApp geschrieben, wie traurig sie ist, wie gemein sie es findet, wie ich über ihren Mann gesprochen hab und dass ich ihr keine Chance gegeben hätte, weil ich den Rückzug für mich beschlossen hab.

Also durchwachsen. Ich habe immernoch nicht drauf geantwortet, habe auch nicht mehr vor auf Themen einzugehen. Das sind dann Huhn-Ei Diskussionen, die sich im Kreis drehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seestern1

Benutzer148761  (34)

Sehr bekannt hier
Anhand der Schilderungen kann ich mir gut vorstellen, warum ihr Selbstwert so gering ist. Es klingt so, als würde sie kaum was im Leben gut hinbekommen bzw. auch teilweise Pech haben. Anscheinend hat sie einen alkoholkranken, arbeitslosen Mann (nichts wo die Umwelt sagt: Da hast du dir aber einen tollen Mann gesucht), bekommt es selber nicht gut mit dem Geld verdienen hin (auch arbeitslos? oder Geringverdiener?), ist dadurch abhängig von einem Menschen, der sie in der Vergangenheit anscheind laut deinen Schilderungen eurer Kindheit auch nicht gut behandelt hat (deinem Vater). Wenn es noch so wie in eurer Kindheit ist hat sie zudem auch keine Freunde. Und dann dazu wahrscheinlich die Beurteilungen und Bewertungen deinerseits, die ihr nochmal aufzeigen, wie wenig es in ihrem Leben gibt, dass andere Menschen wertschätzen.

Trotzdem muss man natürlich sagen, sie ist natürlich ihres eigenen Glückes Schmied, so hart das auch klingt. Aber es liegt in ihrer Verantwortung einen besseren Job zu finden, einen "besseren" Mann zu finden, Freundschaften zu schließen etc. Aber wahrscheinlich findet sie keine Wege raus aus ihrem Unglück. Da kann ich mir schon vorstellen, dass sie mit psychischen Schwierigkeiten kämpft. Ich weiß auch nicht, ob es da besser ist, wenn du da jetzt offen und ehrlich auf sie einhaust und sagst: "ich kann nicht nachvollziehen wie du lebst". Das wird ihr ja auch selber klar sein und ihr Leben wird auch nicht das sein, was sie sich erträumt hat.

Vielleicht solltet ihr nur noch über die Themen sprechen, wo du der Meinung bist, dass sie das toll hinbekommt? Z.B. über Kinder kann man sich ja eh viel unterhalten. Oder ihr holt euch wirklich psychologische Hilfe im Rahmen einer Familientherapie.
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Hab das mit den Passagen zitieren irgendwie noch nicht so drauf, aber A Anna22 danke für die Ansicht mit dem Sicherheits/Angst- Vergleich. Hatte das noch nie so gesehen, aber macht total Sinn.

Zu der Passage:
"Schwesterherz, ich habe Sorge, dass dich deine aktuelle Situation zu Hause überfordern, verletzen könnte. Ich möchte, dass
Du weißt, wie sehr ich mir wünsche, dass es Dir gut geht und Du weißt, dich jederzeit an mich wenden zu können, falls Du
ein Ohr, einen Ratschlag oder sonstwie Hilfe brauchst. Fühl dich nicht allein."

—> wir hatten das Thema so genau so schon mal, ich hab hier die Befürchtung, dass sie mich dann die ganze Zeit anruft, mir die Probleme erzählt und letztendlich keinen meiner Ratschläge befolgt. Ich wollte ihr das bewusst nicht einräumen.
Ich habe Stunden während meiner Arbeitszeit damit verbracht ihre Streits zu schlichten und ihr zuzuhören. Ich möchte das nicht mehr.

Aber danke, auch dass du noch daran glaubst, dass wir das lösen könnten und sogar voneinander lernen können….
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Anhand der Schilderungen kann ich mir gut vorstellen, warum ihr Selbstwert so gering ist. Es klingt so, als würde sie kaum was im Leben gut hinbekommen bzw. auch teilweise Pech haben. Anscheinend hat sie einen alkoholkranken, arbeitslosen Mann (nichts wo die Umwelt sagt: Da hast du dir aber einen tollen Mann gesucht), bekommt es selber nicht gut mit dem Geld verdienen hin (auch arbeitslos? oder Geringverdiener?), ist dadurch abhängig von einem Menschen, der sie in der Vergangenheit anscheind laut deinen Schilderungen eurer Kindheit auch nicht gut behandelt hat (deinem Vater). Wenn es noch so wie in eurer Kindheit ist hat sie zudem auch keine Freunde. Und dann dazu wahrscheinlich die Beurteilungen und Bewertungen deinerseits, die ihr nochmal aufzeigen, wie wenig es in ihrem Leben gibt, dass andere Menschen wertschätzen.

Trotzdem muss man natürlich sagen, sie ist natürlich ihres eigenen Glückes Schmied, so hart das auch klingt. Aber es liegt in ihrer Verantwortung einen besseren Job zu finden, einen "besseren" Mann zu finden, Freundschaften zu schließen etc. Aber wahrscheinlich findet sie keine Wege raus aus ihrem Unglück. Da kann ich mir schon vorstellen, dass sie mit psychischen Schwierigkeiten kämpft. Ich weiß auch nicht, ob es da besser ist, wenn du da jetzt offen und ehrlich auf sie einhaust und sagst: "ich kann nicht nachvollziehen wie du lebst". Das wird ihr ja auch selber klar sein und ihr Leben wird auch nicht das sein, was sie sich erträumt hat.

Vielleicht solltet ihr nur noch über die Themen sprechen, wo du der Meinung bist, dass sie das toll hinbekommt? Z.B. über Kinder kann man sich ja eh viel unterhalten. Oder ihr holt euch wirklich psychologische Hilfe im Rahmen einer Familientherapie.
Ich finde das auch sehr schwierig, weil mir ja wie gesagt auch kein Urteil zusteht.
Ich würde bei einer suchterkrankung, die auch noch mit Lügen verbinden ist, wohl auch einen Schlussstrich ziehen und mich und meine Kinder in Sicherheit bringen, aber ich kann ihr das so beim besten Willen nicht sagen.

Sie hat tatsächlich selbst ein geringes Einkommen, weil sie in Elternzeit/Teilzeit etc. war, plant aber wieder mit erhöhten Stunden zu arbeiten.
Auch hier finde ich es schwierig, weil ich es eben auch so sehe, dass sich jeder seines Glückes Schmied ist. Und ich hätte halt erst die Familienplanung gestartet, wenn die finanziellen Verhältnisse geregelt sind und mich da nicht auf meinen Vater als back-up verlassen.. aber auch das kann ich niemals so sagen.

Ich sehe das eben auch so, dass die selbstwirksamkeit fehlt und sich- und nur sich- als Verantwortlicher für sein Leben zu sehen.

Und es ist tatsächlich auch so, dass sie wenig Bezugspersonen ansonsten hat. Also ich kenne zumindest keine.

Aber mein Fazit ist dann auch, dass man eben tiefgreifend nichts besprechen kann, weil dann einfach schnell vieles zum heiklen Thema werden kann.
Vielleicht sind die Kinder, deren Erziehung usw wirklich dann eine Gemeinsamkeit und ein Gesprächsthema. Aber ansonsten driften wir da wirklich vielleicht zu sehr auseinander.

Aber ich tu mir da ansonsten schwer nicht schnell „anmaßend“ zu werden. Was ich natürlich nicht sein will…
 
Yurriko

Benutzer174969  (30)

Sehr bekannt hier
M Malbeca Käme eine Familientherapie für euch in Frage? Wenn nicht, solltest du da keine Zeit mehr verschwenden - eure Situation ist so vermurkst, ihr kommt da alleine nicht raus.

Und nein, sie sollte dich natürlich nicht als emotionaler Mülleimer benutzen.
 
A

Benutzer190091  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Und nein, sie sollte dich natürlich nicht als emotionaler Mülleimer benutzen.
Ich hüte mich vor Menschen, die derartige Floskeln im Umgang, mit ihren Nächsten dazu, verwenden.

"Emotionaler Mülleimer", wie weit muss man selbst verroht sein, um solche Betitelungen im eigenen Kreis
zu verwenden?

Die Schwester der TEin hat dieser Einblick in ihre emotionale Verfassung gewährt. Und das mit einer ziem-
lichen Offenheit. Andere werfen sich direkt vor dem Zug, weil sie bereits erahnen, dass es eh niemanden in-
teressiert, wenn sie nicht funktionieren, wie das Gegenüber bzw. die Gesellschaft es erwartet.

Wenn ich aber selbst Verfechter derartiger Sprüche bin, muss ich mich sicher nicht so geben und im Außen,
rein zum guten Schein so tun, als würde ich echte Offenheit, Direktheit usw. vom Gegenüber erwarten. Dann
ist nämlich nicht mein Gegenüber daran schuld, etwas verkehrt gemacht zu haben, nimmt es mich bei Wort.
Sondern ich selbst bin es, die nicht ernstzunehmende Person, die zwar Floskeln von sich gibt, die aber nicht
gesund damit umgehen kann, nimmt man sie (die Person) ernst.

Keinem Menschen ist es zu wünschen, dass bereits sein eigenes soziales, nahes Umfeld, derart emotional unter-
kühlt tickt. Kein Wunder, wenn Menschen so "zusammen brechen" und das dann auch zurecht.
 
Yurriko

Benutzer174969  (30)

Sehr bekannt hier
Och man muss nicht verrotet sein, um zu sehen, wann jemand einen nur als Mülleimer benutzt.

Wenn sie immer nur sich bei ihr ausheult und dann noch kacken dreist hinter ihren Rücken lästert, sodass die TS insgesamt immer wieder abtauchen musst: Ja dann kann man dies als "sie benutz sie als emotionalen Mülleimer" werten. Da ist keine Liebe, kein Respekt und auch keine Wertschätzung von Seiten der Schwester.

Sie möchte die TS binden, um jemanden da zu haben, bei der sie sich ausheulen kann - ohne etwas selber ändern zu wollen.

Und ja, da handelt die TS genau richtig diese Tür nicht mehr zu öffnen.

Sie ist nicht für das Seelenheil ihrer Schwester zuständig, noch sollte sie Therapeutin spielen und erst Recht sollte sie ihr eigenes Wohlbefinden nicht aufs Spiel setzen, um weiter emotionaler Mülleimer zu spielen ✌️
 
A

Benutzer190091  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Malbeca,
—> wir hatten das Thema so genau so schon mal, ich hab hier die Befürchtung, dass sie mich dann die ganze Zeit anruft, mir die Probleme erzählt und letztendlich keinen meiner Ratschläge befolgt. Ich wollte ihr das bewusst nicht einräumen.
Ich habe Stunden während meiner Arbeitszeit damit verbracht ihre Streits zu schlichten und ihr zuzuhören. Ich möchte das nicht mehr.

Aber danke, auch dass du noch daran glaubst, dass wir das lösen könnten und sogar voneinander lernen können….
glaube mir, ich schreibe das nicht aus Jux und Dollerei. Ich habe selbst in vielerlei Hinsicht dazu, entsprechende, eigene
Erfahrungen sammeln dürfen. Ich kenne aus dieser Erfahrung heraus auch den Unterschied zwischen: was in der Theorie
zwar richtig ist, in der Praxis sodann aber auf Schwierigkeiten in der Umsetzung stoßen mag usw.

Ich muss dazu sagen, dass ich bei euch beiden nach meinem Empfinden sehe, dass ihr euch sehrwohl gegenseitig sehr
wichtig seid. Ihr habt m.E.n. das nur noch nicht gerafft und könnt damit nur noch nicht so wirklich gesund umgehen bzw.
aufeinander zugehen.

Das ist aber dennoch eine viel bessere Grundvoraussetzung, als jene, wo man tatsächlich ggf. lieber das Handtuch werfen
sollte.

Probiere es doch einfach mal aus, z.B. selbst hier im Forum.

Bei Dir (obiges Zitat) sehe ich z.B. einfach nur gesunde Abgrenzungsprobleme. So etwas kann sehr frustrieren und man geriet
darüber in eine Art Spirale/ Kreislauf, wo keiner von "raus kommt".

Vielleicht machst Du dir zunächst bewusst, dass es so eine Art Grundregeln geben sollte:

1. Du kannst natürlich nur diejenige Zeit und Energie geben, die Du übrig hast.
2. Klar kommunizieren, ohne Vorwürfe, Befehle usw.
3. Ratschläge gibt man nur, soweit diese erwünscht sind und selbst dann, besteht kein Anspruch darauf, dass der andere solche
befolgt.
4. Wenn Du jemanden dazu "nötigen" willst, deine Ansichten zu teilen, erreichst Du damit eher genau das Gegenteil.

Wenn es deine Arbeitszeit (und deine Energie) usw. demnach nicht besser erlaubt (benutze das bitte aber nie als reine Ausrede), dann ist es deine Aufgabe, das genau so zu kommunizieren. Schlag deiner Schwester aber einen Ausweich-
termin vor, an dem Du dir dann auch wirklich die Zeit für sie einräumst. Darauf sollte man gegenseitig vertrauen dürfen.

Wenn Dir eines ihrer Themen unliebsam ist oder Du gar befürchtest, sie könnte deine Ansichten dir wiederum vorhalten
wollen, dann teile ihr das -diplomatisch- in Ich-Botschaften mit: "Schwesterherz, es tut mir leid, was Du da gerade erlebst,
ich bin mir dennoch sicher, dass Du eine Lösung dafür finden wirst. Mir fällt es gerade sehr schwer, hierauf konkret einzu-
gehen, da ich Angst habe, frei darauf sagen zu können, wie ich das sehe, ohne dass das zugleich verletzend wirkt, weil das
gar nicht meine Absicht ist."

Ich habe das mal so "konkret formuliert" bei einem Ex von mir, dass ich direkter sogar sagte: "...weil mir bewusst ist, dass es
auch Menschen gibt, die mit meiner Offenheit nicht so umgehen können, wie ich mir das dabei aber gern wünsche". Bei
uns führte das dazu, dass mein Ex sehrwohl von selbst verstand, wie ich das konkret meine, er zwar erstmal noch nachfrag-
te, dann aber sofort selbst einlenkte und meinte, o.k., lass uns offen miteinander reden. Das klingt total einfach, schreibe ich
das hier so nieder. Nein, war es aber nicht, zumal es im Anschluss von einem von ihm angezettelten, öffentlich gestalteten
Streit war. Da ich so wütend darüber war, hatte ich mir zunächst "Zeit" erbeten, um meinen Job zu Ende zu führen und da-
rauf verwiesen, im Anschluß daran gern ein offenes Ohr zu haben. Der Spruch oben kam dann quasi als Einleitung zu diesem
Gespräch, das im Ergebnis sogar richtig gut und friedlich verlief.

Weißt Du, man darf sehrwohl sagen, dass man aktuell so nichts leisten kann usw. und es beruhigt die andere Seite, weiß sie
einfach, dass solche Sachen nicht persönlich gemeint sind, man nur einen anderen Zeitpunkt braucht. Ebenso, dass es einem
nicht "egal" ist, was der andere (der einem nicht unwichtig ist) zu sagen hat, man halt nur selbst auch nicht "perfekt" usw. ist,
Bedenkzeit braucht usw. oder halt auch eigene Ängste pflegt.

Meine kleine Cousine hatte mir mal am Morgen einen Zettel hinterlassen, mit einer Kurznachricht, mit der ich so nichts habe
anfangen können. Einzig fragte ich mich, weshalb sie überhaupt diesen Zettel bitte hinter ließ. Ich ging normal auf Arbeit usw.
und bekam kurze Zeit später die Message, sie läge auf der Intensivstation, nachdem sie einen Suizid versucht habe. Ist und war
immer meine "Lieblings- Cousine" und ich habe lange Zeit überlegt, ob ich diese konkrete Message hätte besser verstehen müssen. Nein, das sicher nicht, lediglich die Umstände drumherum, dass sie einen solchen "Gruß" überhaupt so u.a. hinter-
ließ. Wir alle hatten am Ende "Glück im Unglück". Sie hätte ihren "Versuch" auch nicht so beinah unbeschadet überlebt, wäre
sie zuvor keine Leistungssportlerin gewesen, was man hier mal deutlich bei hervor heben muss. Wir hatten direkt im Anschluss
daran sog. "Angehörigen-Gespräche".
Sie möchte die TS binden, u
ein ansich betrachtet also ganz normales und zudem gesundes, innerfamiliäres Anliegen.

Was ist bei dir dementsprechend falsch gelaufen, um das grundsätzlich als feindlich bzw. negativ zu werten?


m jemanden da zu haben, bei der sie sich ausheulen kann - ohne etwas selber ändern zu wollen.
 
Yurriko

Benutzer174969  (30)

Sehr bekannt hier
Was ist bei dir dementsprechend falsch gelaufen, um das grundsätzlich als feindlich bzw. negativ zu werten?
Ich denke eher, du hast ganz bewusst das um überlesen 😊 Du überliest einfach ganz bewusst, dass die Schwester der TS eigentlich keine Hilfe will 😁 Und das sie sich einfach auskotzen will 😁 Auch über die TS beim Vater oder bei der TS über andere 🙃

Und du scheinst ganz bewusst die Tatsache zu ignorieren, dass du toxische Menschen von außen nicht ändern kannst 🤗 Und dass die TS selbst schon dies erkannt hat und abgetaucht ist 😊

Ich denke, du möchtest einfach nicht wahrhaben, dass es manchmal viel gesünder wäre solche Menschen aus seinem Leben zu streichen 🙂 Weswegen du versuchst mich persönlich anzugreifen. Aber das ist okay. 😊👍

Dementsprechend beende ich das jetzt hier und Pack dich auf die Ignore-List, denn ich muss mich nicht mit dir befassen.

Genauso wenig liebe TS muss du dir den Stress geben 🙂 Du musst nicht jeden mögen, du kannst dir aber aussuchen, worin du deine Energie steckst. Ich kann dir aber aus Erfahrung sagen - solche Menschen wie deine Schwester kannst du nicht wirklich ändern. Sie wollen es auch gar nicht 👍
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Danke für eure Anmerkungen.

Zur konkreten Fragen von Yurriko:
Eine Familientherapie kann ich mir aktuell nicht vorstellen, weil ich etliche eigene Themen habe und auch keine Energie gerade mich mit ihr auseinander zu setzen.
Vielleicht wäre ich irgendwann in der Zukunft dazu bereit, gerade bin ich mit dem Abstand aber ganz zufrieden. Die Tatsache an sich ist halt traurig…
 
SAMSARA

Benutzer174652 

Meistens hier zu finden
... weiß sie schon
von deinem mutterwerden?
 
Seestern1

Benutzer148761  (34)

Sehr bekannt hier
ch finde das auch sehr schwierig, weil mir ja wie gesagt auch kein Urteil zusteht.
Ich würde bei einer suchterkrankung, die auch noch mit Lügen verbinden ist, wohl auch einen Schlussstrich ziehen und mich und meine Kinder in Sicherheit bringen, aber ich kann ihr das so beim besten Willen nicht sagen.

Sie hat tatsächlich selbst ein geringes Einkommen, weil sie in Elternzeit/Teilzeit etc. war, plant aber wieder mit erhöhten Stunden zu arbeiten.
Auch hier finde ich es schwierig, weil ich es eben auch so sehe, dass sich jeder seines Glückes Schmied ist. Und ich hätte halt erst die Familienplanung gestartet, wenn die finanziellen Verhältnisse geregelt sind und mich da nicht auf meinen Vater als back-up verlassen.. aber auch das kann ich niemals so sagen.
Ihr habt sicherlich recht tiefgreifende Probleme und ich hab deshalb keine Ahnung, was für euch wirklich der richtige Weg wäre, aber ich sehe hier jetzt nach deinen Schilderungen auf jeden Fall, was an deinem Verhalten sehr belastend für sie sein könnte. Ich sehe aber auch, was an ihrem Verhalten belastend für dich ist.

Da du ja aber nur dein Verhalten ändern kannst, noch einmal zu deinen Punkten.

Du sprichst hier nochmals an, wie du über ihr Leben denkst und dass du ihre Lebensentscheidungen abwertest. Versuch mal, dich daraus zu nehmen und es wirklich nicht zu werten.

Ich komme z.B. auch überhaupt nicht mit wertenden Leuten zurecht, weil ich selber gegenüber anderen Leuten eigentlich immer nur Verständnis und Mitgefühl empfinde und keine Wertung. Also z.B. mein Vater hat auch ein Alkoholproblem seit ein paar Jahren. Meine Mutter ist trotzdem weiterhin mit ihm zusammen und ich verstehe ihren Struggle und würde mir nie anmaßen zu sagen oder zu denken: "Verlass ihn doch einfach. Wie kannst du mit einem Alkoholiker zusammenleben?" Das liegt mir einfach sehr fern.

Trotzdem ist meine Mutter umgekehrt wie du und wertet alles was ich tue und nie kann ich ausreichend perfekt für sie sein und nie bezieht sie mit ein, warum bestimmte Sachen so und nicht anders laufen (bei mir steckt da eine chronische Erkrankung dahinter, dass einiges in meinem Leben nicht den "Normalweg" geht).

Mich macht dieses ständige Bewertetwerden von ihr ehrlich gesagt total fertig, weshalb ich inzwischen den Kontakt mit ihr massiv reduziert habe, weil es mich jedes Mal fertig macht. Ich kenne auch andere Leute, die genau aus solchen Gründen Kontakte abgebrochen haben innerhalb der Familie.

Meine Einstellung ist, dass ich Menschen Fehler nachsehe und der Meinung bin, dass jeder das für sich und seine Familie tut, was er in dem Moment maximal leisten kann und in seinem besten Wissen. Wenn sich hinterher rausstellt, dass das Wissen eben nicht ausgereicht hat oder das Können und man deshalb Fehler begangen hat, ist es eben so. Man selber zahlt eh meist genug dafür.

Ein Beispiel dafür: Du sagt, du hättest an ihrer Stelle erst später ein Kind bekommen und dich nicht auf die finanzielle Unterstützung vom Vater verlassen. Nun kann es aber sein, dass sie Gründe hatte, warum sie sich zu diesem Zeitpunkt für Kinder entschieden hat. Vielleicht weißt du diese Gründe nicht. Oder sie hat das falsch eingeschätzt und hat gedacht, Kinder wären nicht so teuer oder ihr Mann würde das Geld für die Kinder verdienen. Dass sie sich da verschätzt hat oder Ähnliches bezahlt sie inzwischen sicher teuer durch Sorgen und die Abhängigkeit von eurem Vater. Sie kann die Situation jetzt aber nicht mehr rückgängig machen. Von daher bringt ihr deine Wertung da nichts außer, dass sie sich noch blöder fühlt.
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Ihr habt sicherlich recht tiefgreifende Probleme und ich hab deshalb keine Ahnung, was für euch wirklich der richtige Weg wäre, aber ich sehe hier jetzt nach deinen Schilderungen auf jeden Fall, was an deinem Verhalten sehr belastend für sie sein könnte. Ich sehe aber auch, was an ihrem Verhalten belastend für dich ist.

Da du ja aber nur dein Verhalten ändern kannst, noch einmal zu deinen Punkten.

Du sprichst hier nochmals an, wie du über ihr Leben denkst und dass du ihre Lebensentscheidungen abwertest. Versuch mal, dich daraus zu nehmen und es wirklich nicht zu werten.

Ich komme z.B. auch überhaupt nicht mit wertenden Leuten zurecht, weil ich selber gegenüber anderen Leuten eigentlich immer nur Verständnis und Mitgefühl empfinde und keine Wertung. Also z.B. mein Vater hat auch ein Alkoholproblem seit ein paar Jahren. Meine Mutter ist trotzdem weiterhin mit ihm zusammen und ich verstehe ihren Struggle und würde mir nie anmaßen zu sagen oder zu denken: "Verlass ihn doch einfach. Wie kannst du mit einem Alkoholiker zusammenleben?" Das liegt mir einfach sehr fern.

Trotzdem ist meine Mutter umgekehrt wie du und wertet alles was ich tue und nie kann ich ausreichend perfekt für sie sein und nie bezieht sie mit ein, warum bestimmte Sachen so und nicht anders laufen (bei mir steckt da eine chronische Erkrankung dahinter, dass einiges in meinem Leben nicht den "Normalweg" geht).

Mich macht dieses ständige Bewertetwerden von ihr ehrlich gesagt total fertig, weshalb ich inzwischen den Kontakt mit ihr massiv reduziert habe, weil es mich jedes Mal fertig macht. Ich kenne auch andere Leute, die genau aus solchen Gründen Kontakte abgebrochen haben innerhalb der Familie.

Meine Einstellung ist, dass ich Menschen Fehler nachsehe und der Meinung bin, dass jeder das für sich und seine Familie tut, was er in dem Moment maximal leisten kann und in seinem besten Wissen. Wenn sich hinterher rausstellt, dass das Wissen eben nicht ausgereicht hat oder das Können und man deshalb Fehler begangen hat, ist es eben so. Man selber zahlt eh meist genug dafür.

Ein Beispiel dafür: Du sagt, du hättest an ihrer Stelle erst später ein Kind bekommen und dich nicht auf die finanzielle Unterstützung vom Vater verlassen. Nun kann es aber sein, dass sie Gründe hatte, warum sie sich zu diesem Zeitpunkt für Kinder entschieden hat. Vielleicht weißt du diese Gründe nicht. Oder sie hat das falsch eingeschätzt und hat gedacht, Kinder wären nicht so teuer oder ihr Mann würde das Geld für die Kinder verdienen. Dass sie sich da verschätzt hat oder Ähnliches bezahlt sie inzwischen sicher teuer durch Sorgen und die Abhängigkeit von eurem Vater. Sie kann die Situation jetzt aber nicht mehr rückgängig machen. Von daher bringt ihr deine Wertung da nichts außer, dass sie sich noch blöder fühlt.
Ich weiß… ich habe da selbst einen inneren Konflikt mit mir.
Ein Teil denkt sich auch, dass es mir nicht zusteht zu werten und urteilen und, dass es ja ihr Leben ist und dass sie mir auch Leid tut. Weil sie ja auch wirklich darunter leidet..

Ein anderer Teil in mir denkt sich aber, dass mir auch keiner mit irgendwas geholfen hat und ich mir alles selbst erarbeiten musste und es eben so ist, dass man nichts geschenkt bekommt im Leben.

Es ist mit Sicherheit so, dass ihr ihr lebenskonzept jetzt Schwierigkeiten bereitet, sie beklagt sich ja auch oft darüber.
Wenn ich ihr dann versuche Tipps zu geben, landet sie aber in Rechtfertigungen , Ausreden oder wird sauer.
Mh.. wenn sie jetzt einfach nur eine Wahl getroffen hätte, z.B. mit ihm zusammen zu bleiben und gemeinsam an der Sucht zu arbeiten, würde ich nicht mal was sagen.
Aber wie einer der Mitglieder schon gesagt hat, belastet sie einen mit ihren emotionalen Themen, die immer die gleichen sind. Und nimmt ihre schlimme Situation immer wieder als „Ausrede“ sich so zu benehmen, wie sie möchte (z.B. mit Abreise drohen, wenn man nicht in ihr vorgeschlagenes Restaurant gehen möchte etc.), weil „sie hat es ja so schwer“.

Und ich versteh dieses Special Treatment ehrlicherweise gar nicht. Wenn es mir schlecht geht, nehm ich mich raus, um andere nicht zu nerven.. und komme wieder, wenn ich die Gruppenaktivitäten nicht mehr mit emotionalen Ausbrüchen torpediere..
Aber ich weiß, dass das hart klingt.

Und dieser harte Teil in mir denkt sehr wohl, dass man selbst verantwortlich ist für sein Leben und eben was ändern muss, wenn man unglücklich ist, sich nicht immer auf andere verlassen kann. In jeglicher Hinsicht.
 
Seestern1

Benutzer148761  (34)

Sehr bekannt hier
Aber wie einer der Mitglieder schon gesagt hat, belastet sie einen mit ihren emotionalen Themen, die immer die gleichen sind. Und nimmt ihre schlimme Situation immer wieder als „Ausrede“ sich so zu benehmen, wie sie möchte (z.B. mit Abreise drohen, wenn man nicht in ihr vorgeschlagenes Restaurant gehen möchte etc.), weil „sie hat es ja so schwer“.

Und ich versteh dieses Special Treatment ehrlicherweise gar nicht.
Ja genau, das verstehe ich voll. Ich meinte ja auch, dass ich sehe was an ihrem Verhalten belastend ist und ich weiß halt auch nicht, wie man so einen Menschen handhaben soll. Ich hab deswegen geschrieben:
Ihr habt sicherlich recht tiefgreifende Probleme und ich hab deshalb keine Ahnung, was für euch wirklich der richtige Weg wäre,
Ich wollte deshalb nur einmal auf deinen Bereich eingehen, weil du ja eh nur deinen Bereich ändern kannst und weil ich dazu auch einfacher was beisteuern kann als zu ihren Themen.
 
Yurriko

Benutzer174969  (30)

Sehr bekannt hier
Und nimmt ihre schlimme Situation immer wieder als „Ausrede“ sich so zu benehmen, wie sie möchte (z.B. mit Abreise drohen, wenn man nicht in ihr vorgeschlagenes Restaurant gehen möchte etc.), weil „sie hat es ja so schwer“.
Kannte zeigen und kalr sagen: Dann reis eben ab. Finde ich persönlich blöd, weil ich mit dir was unternehmen will, aber auf Kindergarten Verhalten habe ich auch keine Lust.

Wenn ich ihr dann versuche Tipps zu geben, landet sie aber in Rechtfertigungen , Ausreden oder wird sauer.
Ein Teil denkt sich auch, dass es mir nicht zusteht zu werten und urteilen und, dass es ja ihr Leben ist und dass sie mir auch Leid tut. Weil sie ja auch wirklich darunter leidet.
Dir steht kein Urteil zu, aber leid muss sie dir auch nicht tun. Sie hat Entscheidungen getroffen, damit muss sie leben. Sie kann neue Entscheidungen treff n bzw. sie trifft jeden Tag die Entscheidung eben so weiter zu machen. Der Wunsch nach Veränderung muss von ihr kommen. Solang das nicht passiert, wird jede Hilfe vergeblich sein.

Daher kannst du ihr - wenn du das möchtest - schon anbieten, dass du ihr hilft, wenn sie wirklich etwas verändern will, angefangen mit einer Therapie. Ansonsten hälst du dich raus.

Und dann hälst du dich raus und schließt solang die Tür - wenn du das möchtest.
 
M

Benutzer183901  (32)

Öfter im Forum
Hallo Malbeca,

o.k. und weshalb hast Du dann diesen Thread hier eröffnet?
Weil das vor thread Erstellung noch nicht so klar war, ich andere Ansichten und Austausch gesucht hab und meine Situation schildern wollte mit unabhängigen Dritten, die vielleicht eine andere Perspektive auf die Dinge haben, in die ich seit Jahren emotional verworren bin.
 
ugga

Benutzer172492 

Sehr bekannt hier
Finde Yurriko Yurriko s Beitrag da gut und möchte im Sinne von seestern auch ergänzen: Du darfst, wenn du irgendwann mal wieder mehr Kontakt zu ihr pflegst, dich auch abgrenzen, wenn sie mit den immer gleichen Themen ankommt.

Sprich "Ich verstehe, dass du unter dieser Situation leidest, und das tut mir leid zu sehen. Allerdings habe ich dir schon mitgeteilt, wo ich möglicherweise Lösungen sehe und weiß nun nichts Neues zu sagen. Was möchtest du von mir hören?"
Oder "Ich verstehe, dass du unter dieser Situation leidest und fühle mit dir, es ist blöd für dich. Ich weiß leider nur nichts Neues dazu beizutragen. Ich bin selbst gerade unter Stress. Was hälst du davon, wenn wir stattdessen etwas Schönes miteinander planen, ein Onlinespiel spielen, oder sowas? Einfach, um auf andere Gedanken zu kommen."
 
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