Meine Freunde passen nicht mehr zu mir- Mein Leben & ich.

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Gast
Meine Freunde waren schon immer total unterschiedlich... Ich habe 2 beste Freundinnen.. Eine kenne ich schon ca. 15 Jahre, seit dem Kindergarten. Sie war schon immer das genaue Gegenteil von mir. War unzuverlässiger, raucht, trinkt jedes Wochenende, hat auch mal die Schule geschwänzt, hat/te falsche Freunde, mehr Probleme als ich usw. Wir haben uns aber immer gut verstanden, trotzdessen das sie einen ganz anderen Freundeskreis als ich hatte. Dann ist sie für 2-3 Jahre wegen schulischer Probleme zu einem ihrer getrennten Elternteile in eine andere Stadt gezogen(ca. 1 1/2 h entfernt)- auch damit sie den schlechten Freundeskreis los wird. Wir haben uns eigentlich nur gesehen, wenn sie zu ihrem anderen Elternteil in meiner Stadt zu Besuch war. Nachdem sie wieder hier her kam, weil alles dort noch viel schlimmer war(Schul- & Freundesmäßig), hatten wir uns auch sehr verändert. Wir waren immer noch total unterschiedlich. Aber sie hatte nun noch mehr Erfahrung mit allem möglichen, wovon ich nicht mitreden kann/ konnte. Sie war ungefähr 12-15 als sie weggezogen ist. Man hat gemerkt, das die Zeit wo sie weg war, gefehlt hat. Trotzdem war für uns beide klar das wir immer beste Freunde bleiben wollen. Jedoch hat sich das so entwickelt, dass wir uns kaum noch sehen. Wie gesagt hatte sie schon immer einige Probleme usw, jetzt auch noch. Sie kann mich z.B. nie anrufen, weil sie kein Geld auf ihrem Handy hat. Und allgemein wohnt sie auch in einem anderen Vorort(ca. 2,5km/ 15 min mit dem Fahrrad entfernt). Außerdem hat sie wie immer einen anderen Freundeskreis als ich. Leute die rauchen, kiffen, sich fast todsaufen am Wochenende und alle mit 12 oder so schon Sex hatten. Wenn ich auf Party gehe kann sie auch nicht mitkommen, weil sie kein Geld hat. Wir können also kaum etwas zusammen unternehmen.. Und wenn dann hocken wir eh nur in meinem Zimmer oder im Stadtpark. Aber wie gesagt zurzeit ist es so, dass ich sie ca. 2-3 Monate, obwohl sie in der gleichen kleineren Stadt wie ich wohnt, sehe. Meine andere beste Freundin kenne ich jetzt schon 3 1/2 Jahre. Sie hängt immer mehr mit irgendwelchen Freunden ab, die sich ankreischen, anspringen & küssen wenn sie sich sehen- im Klartext: Tussen. Die trinken halt, obwohl sie alle 2-3 Jahre jünger wie sie sind(also 14/15). Und sie lernt sie alle bei Facebook kennen. Und unter jedes Bild schreiben sie sich gegenseitig alle, wie hübsch sie doch sind... :grin: lächerlich! Jedenfalls hängt sie fast nur noch mit den Mädels ab.. ich denke weil sie angesagt in meiner Stadt sind. Und das bin ich eben nicht, wollte und will ich auch nicht sein. Das weiß sie auch. Sie mag auch meine lustige Art und sie sagt, dass ich echt eine gute Freundin bin(ca. vor 2 Wochen). Aber trotzdem hängt sie fast nur mit denen ab und will sogar mit ihnen Silvester feiern gehen. Und sie hat mich nicht mal gefragt. :/ Ich habe das Gefühl das sie sich immer mehr verändert und zu einer von diesen Tussen wird. Sie hat angefangen zu rauchen & betrinkt sich sogar so sehr, das sie kotzen muss. Dabei hat sie 0 Probleme oder so. Sie hat eine gute Familie, ist gut in der Schule usw.. Dann gibt es noch "meinen besten Freund". Warum ich das in Anführungszeichen schreibe? Wir schreiben uns andauernd, er wohnt 3 Häuser neben mir. Wir spazieren auch manchmal, aber dann redet er eigentlich nur von seinen Problemen oder sagt meiner einen besten Freundin, wie scheiße sie doch ist- nachdem ich ihm in VERTRAUEN erzählt habe, was mich ihretwegen besorgt. Er findet das aber so scheiße, dass er dann immer gleich seine Meinung ihr sagen muss.. Und ich steh so da, als ob ich alles über sie weiter erzähle.. Dabei will ich mich einfach mal bei jemanden ausquatschen.. Er versteht das aber nicht. Er hängt auch immer irgendwelchen Frauen nach, die ihn nicht lieben.. Auch wenn ich jetzt so viel negatives erzählt habe über ihn, ich mag ihn echt sehr. Er ist ein guter bester Freund und mit ihn habe ich immer was zu lachen. Humormäßig sind wir einfach ein Team. Trotzdessen treffen wir uns nie um in die Stadt zu gehen, auf einen Cafè oder so. Er mag das nicht so. Auch zu Partys geht er nicht... Er hängt fast nur mit seinem besten Freund ab. Das heißt man kann auch mit ihm kaum etwas unternehmen, obwohl ich weiß das er mich sehr mag. Dann gibt es noch so Freundinnen, dich zwar mag aber die auch ganz anders als ich sind, auch eher tussig. Sie gehen wann sie wollen, kennen jeden Typen, kommen kostenlos in die Disco usw.. Sie können gute Freunde sein, aber sie sind in der Öffentlichkeit sehr arrogant und wollen immer ihren Willen durchsetzen und machen sich über andere Leute lustig. Ihr müsst wissen ich bin ein Mensch der sehr ungern lästert und wenn doch habe ich gleich ein schlechtes Gefühl und meistens nenne ich gar nicht erst den Namen. Die anderen Freunde sind eher so bekannte die ich habe.. Die nicht auf Partys dürfen(haben Migrationshintergrund), oder nicht tanzen können oder nicht auf solche Mainstreamsachen stehen, oder einfach andere Vorstellungen von einer Party haben(Alk, Alk, Alk, Unzuverlässigkeit usw)...


Das heißt im Endeffekt ich habe keinen Freund der einfach normal ist... Nicht zu viel Alkohol trinkt, aber ruhig was trinken kann, wenn er/sie mag. Der/ die gerne mal auf Partys geht, aber nicht immer auf jede Party gehen muss. Jemand der sich so benimmt, wie er/ sie auch wirklich ist. Jemand der zuverlässig ist und jemand der nett ist & Humor hat. Aber nicht zu freaky ist, wobei man das meinetwegen etwas sein kann. ^^ Keine Ahnung was ich falsch mache, aber solche Menschen kenne ich kein bisschen- außer mich. :grin: Das klingt irgendwie eingebildet.. Aber so meine ich das überhaupt nicht. Ich suche einfach jemanden der normal ist, authentisch ist und ein Seelenverwandter sozusagen ist. Vielleicht bin ich es auch, die nicht normal ist, dann sagt es mir ruhig.. :grin: Aber ich mache mir echt Sorgen, weil ich kaum noch Freunde habe mit denen ich was unternehmen kann und für Silvester habe ich auch keinen Plan.


- Sorry für den langen Text aber das musste einfach raus. :ashamed:
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Hi Unbeschreibliche,


das klingt jetzt ein bißchen alttantenhaft, aber du machst im Grund einen ganz normalen, alterstypischen Entwicklungsschritt durch.

Du merkst gerade, wie lächerlich das normgerechte Teenieverhalten ist, verlierst peu à peu den Bezug dazu, besinnst Dich auf neue Interessen - gleichzeitg merkst Du eben auch, daß sich Leute in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Ganz wertfrei gibt es eben Leute, die unruhiger sind und das Leben eher gerne rauschhaft erfahren, und solche, die gesetzter und nüchterner sind. Das sind halt verschiedene Lebensauffassungen, und früher oder später schlagen die Leute halt solche Wege ein - und wenn die Wege zu unterschiedlich sind, verliert man sich aus den Augen. Das ist normal. Daß dir das für den Moment nicht paßt ist ganz verständlich, aber es ist eben nicht zu ändern.

Und was deinen besten Freund betrifft: Da ist es halt so, daß er dich als Seelenmüllkübel gebraucht, um dir seine Probleme reinzubraten, und du machst im Gegenzug ja auch das Gleiche mit ihm, indem du dich bei ihm über deine Freundin auskotzt.
Auch da gibt es wichtige Lektionen zu lernen: Erstens, Freundschaften sind Interessensgemeinschaften - nicht Emotionsmüllhalden. Das funktioniert auf Dauer nicht. Zweitens - wenn du nicht willst, daß etwas weiterwandert, erzähle es auch nicht rum. Genauso wie es von ihm schäbig ist, daß er es weiterträgt, ist es von dir schäbig, daß du bei ihm hinter dem Rücken deiner Freundin über sie runterhaust.

Nach dieser Kopfwäsche nun der Lichtblick am Firmament: Mit der Zeit wirst du - und auch das klingt wieder so tantenhaft und altklug, aber es stimmt meiner Erfahrung nach einfach - merken, wie Freundschaften zu bewerten sind (am Besten sehr locker), wieviel Emotionen man da reinstecken sollte (am Besten sehr wenig), und wozu sie gut sind (um gemeinsame Interessen zu verfolgen und eine lustige Zeit zu haben).

Mythische Überhöhungen à la Seelenverwandschaft tun keiner Freundschaft gut. Derartige Gefühle kann es fallweise höchstens in einer romantischen Beziehung geben - Freundschaften haben einfach nicht diese Wasserverdrängung, nicht diese Auslotung des Charakters und basieren auch auf anderen Auswahlkriterien. Da rate ich dir, zum dritten und letzten Male ganz mütterlich, zu mehr Nüchternheit und Distanz und einer leichteren, unbeschwerteren Herangehensweise an das Thema Freundschaft - ohne pathetische Überfrachtung und Gefühlsduselei.

Off-Topic:
Absätze gehören übrigens auch zum Erwachsenwerden.
 

Benutzer111153 

Sorgt für Gesprächsstoff
ich kann dich verstehen ... ich war zwar nie der typ für einen großen freundeskreis aber den ich mir in der schulzeit angesammelt habe ging nahezu komplett verloren ....
lediglich mein bester kumpel und ich sind noch befreundet ....
wir sind tatsächlich wie brüder für einander und im grunde hat und braucht keiner von uns andere freunde .
( nicht schwul !!!)
aber auch wenn ich versuche neue freunde zu gewinnen fält es mir schwer ... bzw misslingt mir
nicht weil sie mich nicht mögen .... ich bin ehrlich und direkt jedoch behutsamm meine meinung über andere öffentlich preis zugeben und kann mich auf jeden menschen so einstellen dass ich ohne weiteres einen ganzen tag mit ihm etwas unternehme .... (evtl berufsbezogen weil ich seit 3 jahren in der gastronomie lehrnen ... und es mir spass macht ^^ was ein wunder ist ;-) ...)

ich persöhnlich empfinde die "deutschen" allerdings als feige intrigante und uneigenständige hüllen.... deswegen lasse ich nur schwer menschen in meinen freundeskreis ....
wohl gemerkt freunde sind für mich menschen denen ich tatsächlich helfen würde selbst wenn es für mich negative auswirkungen hat ....
viehlleicht geht es dir ja so das zumindest ist meine meinung :-P
 
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