Meine Frauenarztuntersuchung

Benutzer104284  (26)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi ~

ich hatte ja am 31. meinen ersten Frauenarztbesuch. Und nun möchte ich auch kurz schreiben, wie es war (genauso wie Jasmina T). Leider hatte ich die letzten Tage ziemlich Stress und kam nicht früher dazu.

Nun ja, ich kam von der Schule, aß noch etwas und duschte mich. Danach fuhr mich meine Mutter zur Frauenärztin. Dort mussten wir zunächst noch etwa 40 Minuten im Wartenzimmer sitzen (es war viel los) und ich wäre vor Nervosität am liebsten weggerannt.

Dann dürften wir zur Ärztin. Es war vereinbart, dass meine Mutter beim Gespräch dabei ist, da sie am Besten über meine Kinderkrankheiten Bescheid wusste.

Jedoch stellte die Ärztin auch einige unangenehme Fragen wie zum Beispiel, ob ich schon Sex hatte, Tampons nehme, wie die Blutung ist und wie sich der Busen entwickelt hat.

Gemein fand ich, dass meine Mutter zur Ärztin gemeint hat, dass ich während der Periode voll launisch bin und auch so schwer zu handhaben bin. Die Ärztin meinte dann, dass sie auch eine pubertierende Tochter hat und man auch Mädchen öfters mal streng erziehen muss. Dies war schon etwas blöd.

Später musste ich mit der Ärztin in das Untersuchungszimmer. Sie sagte, dass ich Shirt und BH ausziehen soll, damit sie meine Brüste abtasten kann. Dabei fand ich, dass sie doch recht grob mit meinem Busen umging. Sie meinte jedoch, dass auch die unteren Gewebeschichten untersucht werden müssen.

Danach musste ich mich untenrum ausziehen (Shirt dürfte ich wieder anzihen). Es war schon sehr unangenehm, unten ohne aus der Umkleide zu kommen, auf den Stuhl zu steigen und hochgefahren zu werden.

Dann setzte sich die Ärztin zwischen meine Beine und texte mich voll, was sie nun machen wird. Dies fand ich am schlimmsten, so dazuliegen und vollgeschwafelt zu werden. Dies ging fünf Minuten und war echt unangenehm.

Das Spekulum war recht unangenehm. Abstrich, Abtasten und rektale Untersuchung war aber okay.

Nach der Untersuchung meinte die Ärztin, dass ich nun in der Pubertät bin und daher regelmässige Untersuchungen sinnvoll sind. Meine Mutter meinte dann, dass ich mit ihr gemeinsam Termine wahrnehmen kann. Dies fand die Ärztin toll. So hätte ich in vier Monaten wieder ein Termin was ich gar nicht gut finde.

Sehr unangenehm, war, dass die Ärztin mit meinem Busen so grob umging, ich nackt auf dem Stuhl lag und vollgeschwafelt wurde und das Spekulum. Der Rest ging.

Am Abend hatte ich ständig, das Gefühl auf die Toilette zu müssen und meine Scheide fühlte sich richtig ofen und komisch an. Erst am nächsten Tag war das Gefühl weg.

Ich möchte nun fragen, ob es normal ist, dass die Ärztin so grob mit dem Busen umgeht und das Spekulum so unangenehm ist.

Ist es auch normal, dass man nach der Untersuchung das Gefühl hat, auf die Toilette zu müssen und es sich unten so komisch anfühlt?

Liebe Grüße,

Jessica
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich möchte nun fragen, ob es normal ist, dass die Ärztin so grob mit dem Busen umgeht und das Spekulum so unangenehm ist.

Naja, bei der Brustuntersuchung muss die Ärztin schon relativ fest zudrücken, damit sie auch spürt, falls da irgendwelche Knoten im Gewebe sind.

Ja, das Spekulum kann unangenehm sein, erst recht, wenn man noch Jungfrau ist. Du kannst nur versuchen, dich so gut wie möglich zu entspannen, das hilft meistens.

Ist es auch normal, dass man nach der Untersuchung das Gefühl hat, auf die Toilette zu müssen und es sich unten so komisch anfühlt?

Nach meiner ersten Untersuchung fühlte es sich im Intimbereich auch ein wenig komisch an, ich würde sagen, das ist relativ normal. Das Gefühl, auf die Toilette zu müssen, hatte ich allerdings nicht - vielleicht hast du eine beginnende Blasenentzündung; spürst du auch ein Brennen, wenn du pinkelst?

Allgemein würde ich dir raten, noch andere Frauenärzte/-ärztinnen auszuprobieren, wenn du dich bei der jetzigen nicht 100%ig wohl fühlst.

Außerdem kannst du auch ruhig alleine deine Untersuchungstermine machen, du musst dir das nicht immer von deiner Mutter diktieren lassen; mit 16 bist du alt genug, um dich selbst darum zu kümmern. Es wäre sowieso unsinnig, in 4 Monaten schon wieder zur Untersuchung zu gehen, einmal im Jahr reicht völlig aus.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich finde deine Erzählung schon ein wenig merkwürdig. Nicht gerade nett, dass da während deiner Anwesenheit darüber gesprochen wird, dass man ja auch mal ein bisschen strenger erziehen müsste, was soll das denn? Trägt nicht gerade zum Wohlfühlen bei...

Ich bin übrigens anderer Meinung was den Umgang mit den Brüsten betrifft, meine FÄ ist da überhaupt nicht grob oder so. Sie tastet ganz langsam und gründlich, das tut nicht weh und fühlt sich auch nicht brutal an oder so.

Das Spekulum ist sicher immer etwas unangenehm, das ist normal und ist eben auch ein Gefühl welches man noch nicht so kennt, von daher: keine Panik :zwinker:

Ich würde erst wieder einen Termin fürs nächste Jahr ausmachen, was sollst du denn in 4 Monaten schon wieder dort?:ratlos:
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Tja damit muss man rechnen, wenn man die Mutter mitnimmt. :grin:

Wobei... Dass du mit deinen 16 Jahren mitten in der Pubertät bist, das wusstet ihr doch vorher oder? :zwinker:

Ich geh mal davon aus, dass du keine überdurchschnittlich große Oberweite hast und da ist Tasten immer etwas schwieriger. Meine FÄ hat mir das schon mal erklärt, auch bei der Mammographie ist es ähnlich: Je weniger Masse sozusagen zum Tasten da ist, desto unangenehmer wirds, wenn das Wenige dann zusammen gedrückt wird.
Aber ich denke 1x im Jahr hält man das aus und es ist ja auch sehr wichtig und dauert nur 2 Minuten.
Wenns wirklich sehr schmerzhaft ist, dann kann man auch den Mund aufmachen und der Ärztin entsprechendes Feedback geben. :zwinker:

Dass sie dir die Details der Untersuchung erklärt hat, war doch prima. Ich weiß gar nicht, warum du dich darüber beschwerst.
Wäre es dir lieber gewesen, sie hätte dich ohne jeden Kommentar und ohne jede Erklärung untersucht?
Dann hättest du vermutlich hier im Forum gefragt, wozu das und das eigentlich gut ist.
Ist doch gut, wenn sie dir alles erklärt und glaub mir, die Untersuchung wäre wortlos für dich noch wesentlich unangenehmer gewesen. :zwinker: So ein Gespräch lenkt doch ein wenig ab. :zwinker:

In 4 Monaten schon wieder zur Untersuchung zu gehen, ist Quatsch und ich bin miri auch nicht sicher, was deine Krankenkasse dazu sagt, wenn du innerhalb von 4 Monaten zweimal zu einer Vorsorgeuntersuchung gehst, ohne Beschwerden zu haben.
Außerdem hätte ich an deiner Stelle wenig Lust auf kollektive Frauenarzttermine mit meiner Mutter, aber das musst du wissen.

Dass das Einführen des Spekulums ein bisschen unangenehm ist, ist normal; erst recht, wenn man sehr angespannt ist.
Aber ich finde, man muss das nicht überdramatisieren.
Du hast es doch überlebt und wenn deine Scheide 1 Tag lang ein bisschen gereizt war, dann war das doch kein Drama oder?

Wie schlimm sich der Mundraum nach einem Zahnarztbesuch anfühlen kann, das wissen auch die meisten. :zwinker: Trotzdem kenn ich kein junges Mädchen, das mehr Angst vorm Zahnarzt hat als vorm Frauenarzt. :grin:
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
meine brüste werden immer liebevoll gehandhabt. spekulum fand ich auch immer scheiße... und ich wurde auch nie großartig vollgeschwafelt... wär mir aber egal, hauptsache die untersuchung is ok... und ich geh maximal 1-2x im jahr zur untersuchung (ab 30 wär es besser 2x zu gehen, hab ich letztens gesagt bekommen, wegen höherer krebsgefahr), nicht alle 4 monate... ja, untenrum bissl malträtiert zu sein is normal, hab ich auch manchmal... als ich noch jungfrau war wars unangenehmer.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich bin übrigens anderer Meinung was den Umgang mit den Brüsten betrifft, meine FÄ ist da überhaupt nicht grob oder so. Sie tastet ganz langsam und gründlich, das tut nicht weh und fühlt sich auch nicht brutal an oder so.

Naja, von 'brutal' oder Schmerzen hat die TS ja nun auch nichts gesagt. :smile: Ich bin davon ausgegangen, wie es bei mir damals bei der ersten Untersuchung war; da war ich auch etwas überrascht, wie 'beherzt' die FÄ die Brust anfasst. Aber als ich dann zuhause mal selbst abgetastet habe, hab ich schnell gemerkt, dass man einfach relativ fest drücken muss, wenn man das ordentlich machen und wirklich was fühlen will.

Aber klar, wenn das Abtasten richtig wehtut oder die FÄ ihr quasi die halbe Brust dabei abreißt, dann ist das natürlich zuviel des Guten, und da sollte man auch ruhig was sagen.
 

Benutzer100650 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich denke die meisten Frauen finden den besuch beim Gynokologen eher unangenehm...

Bei mir perönlich ist das Speculum nicht so unangenhm wie der Abstrich, den finde ich weit aus schlimmer.
 
T

Benutzer

Gast
Hi Jessica,

hauptsächlich hast du es doch hauptsächlich unbeschadet überstanden, und das ist doch schonmal toll! :zwinker: Das Spekulum findet bestimmt keine Frau angenehm, und wenn du dich danach noch ein bisschen "aufgeweitet" fühlst, halte ich das für normal, geht mir auch manchmal so.

Dass sie dir die Details der Untersuchung erklärt hat, war doch prima. Ich weiß gar nicht, warum du dich darüber beschwerst.
Ich glaube, es geht eher darum, dass es sich doof anfühlt, halbnackt mit gespreizten Beinen daliegen zu müssen, während nix weiter passiert. Das kann ich total verstehen, die Erklärungen hätte die Ärztin ja auch vor dem Ausziehen geben können oder einfach während den einzelnen Untersuchungen. Das wäre bei Weitem einfühlsamer gewesen.
Mir geht es jedenfalls immer so, dass ich auf dem Stuhl wahnsinnig anfange zu frieren. Meine Füße und Beine werden eiskalt, ich krieg überall Gänsehaut und das verschlimmert nur meine Anspannung, und je länger ich so daliegen muss, desto schlimmer wird es. Deshalb hab ich für die Situation vollstes Verständnis (obwohl ich bei meiner Ärztin nie länger als nötig ausgezogen rumliegen muss). Falls das wieder vorkommen sollte, solltest du deine Ärztin bitten, eventuelle Erklärungen vorher abzugeben, damit du nicht frierst. Ich denke, die Bitte kann sie dir kaum abschlagen. :zwinker:
Falls du dich generell nicht bei ihr wohlfühlst, hast du jedes Recht, einen anderen Arzt auszuprobieren. Dazu der Tipp: Männliche Ärzte sind oft einfühlsamer und vorsichtiger (auch wenn man erstmal mehr Hemmungen hat :engel:). Bei weiblichen Frauenärzten begegnet man schon mal so einer Haltung wie Hab-dich-nicht-so-zimperlich.

Zur Häufigkeit der Untersuchungen solltest du deine Ärztin auch direkt befragen. Falls sie bei dir irgendwelche Komplikationen befürchtet, sind gründliche und häufige Untersuchungen natürlich wichtig, aber wenn sie dir keine Begründung geben kann, kannst du das Intervall ruhig auf ein halbes bis ganzes Jahr ausdehnen.

Na denn, wünsch dir weiterhin alles Gute! :smile:
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Falls du dich generell nicht bei ihr wohlfühlst, hast du jedes Recht, einen anderen Arzt auszuprobieren. Dazu der Tipp: Männliche Ärzte sind oft einfühlsamer und vorsichtiger (auch wenn man erstmal mehr Hemmungen hat :engel:). Bei weiblichen Frauenärzten begegnet man schon mal so einer Haltung wie Hab-dich-nicht-so-zimperlich.

Komisch, dass das viele so empfinden, ich habe genau den umgekehrten Eindruck. Aber es wird wahrscheinlich bei beiden Geschlechtern "grobe" und "sanfte" Ärzte geben. :smile:

Zur Untersuchung: Ich finde das auch sehr unpassend dass die Ärztin und deine Mutter da über dich und deine Launen während der Periode gesprochen haben :ratlos: das gehört sich wirklich nicht. Aber ich hätte auch nie im Leben meine Mutter mit zum FA genommen.

Brustuntersuchung: Die sollte eigentlich nicht unangenehm sein, war bei mir noch nie der Fall obwohl ich auch weing Oberweite habe (was ja eine Theorie hier ist - klingt zwar plausibel, ich kann es wie gesagt nicht bestätigen).

Spekulum: Ja, wurde auch schon mehrfach gesagt, es gibt angenehmeres, aber es geht auch vorbei.

Schön, dass du deine erste FA-Untersuchung hinter dich gebracht hast :smile: ich finde es übrigens auch überflüssig, wenn du da in 4 (!) Monaten schon wieder hinkommst, einmal im Jahr reicht eigentlich.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Komisch, dass das viele so empfinden, ich habe genau den umgekehrten Eindruck. Aber es wird wahrscheinlich bei beiden Geschlechtern "grobe" und "sanfte" Ärzte geben. :smile:

Ist bei mir genauso - mein erster FA war ein Mann, und der war bei der Untersuchung eher grob, während meine jetzige FÄ das viel vorsichtiger und so wenig unangenehm wie möglich macht. Ich denke auch, dass das nicht geschlechtsspezifisch, sondern mehr personenspezifisch ist - manche Ärzte sind halt einfach nicht sehr einfühlsam, andere schon.
 
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