Mein Zweiflerchen - Bindungsangst?

Benutzer79932 

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Also erstmal: ich glaube nicht an Beziehungangst und ich glaube, Menschen, die so sind, haben entweder nicht den richtigen Menschen an der Seite und/oder können sich generell nicht gut öffnen resp. vertrauen und/oder wollen einfach auf nichts verzichten.

Trotz obiger Meinung: ich hab auch so ein Exemplar :tongue: Und im Gegensatz zu euch waren wir bereits unzählige Male getrennt, die letzte, von mir her wirklich ernst gemeinte Trennung, ist noch nicht lange her und obwohl ich das Gefühl hatte, das sei's endgültig, sind wir jetzt doch wieder zusammen. Oder so irgendwie zumindest. Es sind wohl solche typischen "es geht nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander"-Beziehungen. Allerdings sind die auf Dauer auch schädlich und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich jemals WIRKLICH etwas ändert. Ich habe es aufgegeben, mit Freunden darüber zu sprechen, denn auch ich selbst kann mir selber nicht mehr zuhören und finde, dass sich alles nur noch wiederholt. Auf Verständnis hoffe ich schon längst nicht mehr - ich hätte umgekehrt bei anderen ehrlich gesagt auch kein Verständnis mehr.

Ich halte es ähnlich wie Asti, gebe die Freiheiten, die ich geben kann, gehe in seinen Anfällen und Zickereien so auf Abstand, wie ich eben kann und lasse ihn halt. Interessanterweise macht meiner nie Schluss, er treibt mich aber mit seinem Verhalten und seinen Zweiflereien immer wieder dazu, ihn zu verlassen. Dabei finde ich das eigentlich total kindisch. Irgendwann trabt er wieder daher, labert mich wieder zu und dann finde ich halt zum Millionsten Male: also gut, nochmals von vorne. Die Verbindung zu ihm ist sehr tief, sehr speziell, das habe ich in keiner Beziehung vorher erlebt. Meiner will nicht Single sein, im Gegenteil - aber das Konzept "Beziehung" ist ihm quasi fremd und das merkt man einfach, er kann weder so wirklich richtig lieben (resp. nicht so, wie ich das gerne hätte resp. was ich darunter verstehe), noch richtig vertrauen, noch sich in Konsequenz richtig binden. Ich kenne bei ihm die Gründe und die sind nachvollziehbar, aber das ändert natürlich nichts daran, dass es für mich eigentlich nicht ausreicht. Ich habe bereits mehrere Jahre "investiert" und es fruchtet nicht wirklich und irgendwann werde ich endgültig - also wirklich wirklich endgültig - gehen. Die Hoffnung, dass er irgendwann bereit und weit genug ist, die schwindet zusehends. Ganz weg ist sie aber eben halt nicht, sonst würde ich wohl nicht weitermachen. Ich versuche, halbwegs im Moment zu leben und nicht zu sehr an die Zukunft zu denken, obwohl das sonst überhaupt nicht meinem Wesen entspricht. Es bleibt mir aber ja nicht viel übrig. Ich komme nicht wirklich damit zurecht und habe krasse Leidensphasen, aber das Ende soll einfach noch nicht sein...

Ich glaube oder weiss jetzt bei mir aus Erfahrung, dass alles Reden eigentlich nichts bringt. Ich gehe davon aus, dass ihr schon oft darüber gesprochen habt, aber irgendwann dreht man sich halt nur noch im Kreis. Es sind unterschiedliche Erwartungen und Bedürfnisse, die sich im Grunde genommen einfach nicht vereinbaren lassen, und so oder so wird mindestens einer mit der Situation nie vollständig zufrieden sein. Aber eben, es geht halt auch nicht ohne... Ausser "Augen zu, durch und hoffen, dass es irgendwann vielleicht doch bessert" bleibt einem eigentlich irgendwie nicht viel.
 

Benutzer42813 

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Das Ende soll einfach noch nicht sein... Wie gut ich mich darin wiederekrkenne... Und wenn ich nicht letzten Herbst in einer Situation gewesen wäre, in der meine berufliche Zukunft von meinen Kräften abgehangen hat und ich Schluss machen musste, um meinen Abschluss zu schaffen, dann... Wer weiß.

Denn irgendwie scheint eine solche Form von Beziehung tatsächlich Suchtcharakter zu entfalten. Und das, was Sammaire geschrieben hat, erkenne ich auch wieder...

Dieses Gefühl einer Bindung, die so tief ist, wie keine andere zuvor...

Hah! Kaum war ich einen Monat mit meinen Prüfungen fertig, habe ich einen anderen Mann entdeckt, zu dem ich auch "eine Bindung so tief wie zu keinem Mann" zuvor aufgebaut hatte.

Ich weiß jetzt auch, wie so was funktioniert. In einer gesunden Beziehung hat man immer ien bisschen Nähe, ein bisschen Distanz, und das hält sich so nach und nach mehr oder weniger immer die Waage. Ist halt unauffällig, aber harmonisch und beständig. Karminfeuer eben, an dem man sich in kalten Winternächten wärmen kann.

In diesen Nicht-mit-und-nicht-ohne-Beziehungen... Da hat man immer den Wechsel zwischen totaler Kälte und total hochflackerndem Feuer. Und dieses total hochflackernde Feuer... Das ist es, wonach man süchtig wird. Das ist das, was so intensiv ist wie mit keinem Mann vorher (und ehrlich gesagt hoffentlich auch keinem Mann nachher...).

Aber dieses Feuer gibt es nicht für den Alltag. Osterfeuer, Johannisfeuer brennen nur sehr selten, man freut sich drauf, sie sind wirklich mal ne shcöne Sache, manchmal im Leben. Und die langen Phasen der Kälte dazwischen machen die Vorfreude nur umso schöner und wärmen das Herz nur umso mehr, wenn man dann wieder am großen Feuer sitzt und schon gedacht hatte, man wird sich nie wieder wärmen können.

Und so rutscht man tiefer und tiefer in die Sucht... Und weiß gar nciht mehr, wie man eine normale Beziehung führen sollte.

***

Das gefährlichste daran ist übrigens, dass einen so was auch für spätere Beziehungen versaut. Man gewöhnt sich so daran, dass man immer diejenige ist, die nach Nähe sucht, dass man völlig aus den Augen verliert, dass man selbst ja auch manchmal das Bedürfnis nach Autonomie und Einsamkeit oder Freunden hat. Die Einsamkeit wird einem ja quasi aufgedrückt.

Ein Mann, mit dem man eine gesunde Beziehung führen könnte, mit viel gegenseitiger Nähe aber auch viel Respekt vor der gegenseitigen Autonomie... Instinktiv spürt man irgendwie innerlich, dass wenn man dem mit einem ähnlichen Bedürfnis nach Nähe entgegen kommt und der es auch erfüllt, dass dann die eigene Autonomie in Gefahr geraten könnte. So fühlt es sich nämlich an. Was in Wahrheit natürlich völliger Schwachsinn ist.

Denn in einer gesunden Beziehung haben beide ein Bedürfnis nach Nähe und beide ein Bedürfnis nach Autonomie oder Selbstständigkeit. Und wenn diese Bedürfnisse erfüllt werden, hat man viel mehr Kraft für das eigene Leben.

***


Und das ist auch so etwas, warum man in der Sucht kleben bleibt. Diese Form von ungesunder Beziehung kennt man schon. Sie ist vertraut. Wenn man sie aufgibt und tatsächlich das Risiko eingeht, eine neue Beziehung zu finden, aus der beide Kraft ziehen können, statt Kraft zu investieren - nachdem man schon so viel Kraft in die alte Beziehung investiert hat - dann ist man ja tatsächlich verpflichtet, die Kraft wieder ins eigene Leben fließen zu lassen...

Na ja, nicht ganz. Ein bisschen Zeit sollte man sich selbst auch lassen, um die inneren Wunden heilen zu lassen. Kraft erst mal für sich und irgendwann ne schöne neue Beziehung zu verwenden.

Das grausame ist ja: Wenn man durch eine derartige Beziehung erst mal vorgeschädigt ist, dann ist die Gefahr umso größer, dass man nach einer Trennung in eine neue Beziehung nach ähnlichem Muster verfällt.

Und das schöne ist: Wenn man die Kraft nicht mehr für die Beziehung braucht, stellt man fest, dass man tatsächlich ganz viel Kraft hat, um die Aufgaben des Alleine-lebens zu meistern. Auch, wenn man sich das gegen Ende der alten Beziehung gar nicht mehr vorstellen konnte. Was glaubt ihr, warum mein Status Single und glücklich ist? Und das schon seit einer ganzen Weile?

Es geht.
 

Benutzer53748 

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@ Lia89: ja...das mit dem weniger sehen hatten wir schon so oft und geklappt hat es nie. Denn irgendwo ist es auch unlogisch feste Tage auszumachen oder sich weniger zu sehen wenn beide doch den Wunsch danach verspüren. Man vergisst nur sich selbst, seine Hobbies, Interessen und wer man eben ist. Was man will...


@ Samaire: Schön, dass es bei euch so halbwegs klappt. Für mich klingt das sehr positiv, was bei genauerem nachdenken jedoch nur halbwegs stimmt. Aus meiner Sicht eben und dem was ich erlebe sind das Perspektiven, für andere wäre das was du durchmachst wahrscheinlich auch unmöglich.

@ Flame : "Das Ende soll einfach noch nicht sein".. "Nie zuvor so eine tiefe Bindung"... habt ihr die Sätze aus meinem Gehirn-Wischwasch geklaut? :grin: Genauso denke ich auch... wobei ich letzteres vielleicht nicht so beurteilen kann, weil er mein erster Freund ist. Ich sehe also nur "oberflächlich" das andere Männer eben nicht so zu mir passen würden... aus meiner jetzigen Sicht. hm..Und nein, aufgeben mag ich noch nicht. Auch wenn im Prinzip alle eure Berichte eher negativ als positiv klingen. Ich bin eine Kämpfernatur. Und ich probiere alles aus bevor ich aufgebe... :zwinker:.
Aber ein bisschen mehr Distanz, ein bisschen mehr "ich-sein", mein Leben leben dürfte generell nicht schaden, damit werd ich anfangen :zwinker:.
 

Benutzer42813 

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Kämpernatur... Genau, Kämpfen macht Spaß. Und in einer Welt wie der unseren, in der es keine echten Herausforderungen, keinen Krieg, keine Gefahren, keine Angst, keinen Hunger mehr gibt (zumindest in unserer unmittelbaren Lebenswelt), da braucht eine starke Kämpferin wie du oder ich natürlich etwas, für das sich das Kämpfen lohnt...

Was sollen wir mit einem Mann, der uns glücklcih macht? Nein, einer für den man immer wieder neu kämpfen muss, dass ist doch viel besser, wenn es sonst schon nichts gibt, für das man noch kämpfen kann...

Hach, ist das eine albern-dumme Argumentation... Aber wer kann sie mir widerlegen?
 

Benutzer79932 

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@ Samaire: Schön, dass es bei euch so halbwegs klappt. Für mich klingt das sehr positiv, was bei genauerem nachdenken jedoch nur halbwegs stimmt. Aus meiner Sicht eben und dem was ich erlebe sind das Perspektiven, für andere wäre das was du durchmachst wahrscheinlich auch unmöglich.

Ich finde es ja selbst unmöglich :grin: Dass wir wieder zusammen sind, weiss bisher absolut niemand :schuechte Allerdings finde ich es von mir selbst scheisse, dass ich lüge(n muss), sonst bin ich immer sehr ehrlich. Aber ich habe immer das Gefühl, mich erklären und rechtfertigen zu müssen und das möchte ich nicht mehr. So positiv ist schlussendlich nichts daran, aber eben, wie gesagt und wie Flame irgendwie bestätigte: das Ende soll anscheinend einfach noch nicht sein...

Was diese "Verbindung" anbelangt, da frage ich mich manchmal, ob ich das nur meine, weil ich für mich selbst eine Erklärung finden möchte. Das "Sucht"-Gefühl habe ich nämlich eigentlich nicht. Ich kann locker ohne ihn. Muss ich ja meistens auch :grin: Weil auf ihn verlassen und vertrauen? Das geht nur in Ausnahmefällen. Einmal hat ne Trennung ein paar Monate gedauert, als wir uns danach zum ersten Mal wieder gesehen haben, war alles wie immer, als wären wir nie auseinander gewesen, die Nähe, das Vertrauen (das sogar von seiner Seite her), es gab nicht mal eine halbe Sekunde lang einen "seltsamen Moment". Andere finden das vielleicht normal, aber ich fand das heftig, zumal wir damals in einem Riesenkrach auseinander sind und uns wirklich übelst beschimpft haben - das ist eigentlich nicht etwas, das ich einfach so "vergesse". Ich habe oder hatte so was mit niemandem sonst, egal ob auf platonischer oder romantischer Ebene, darum ist es so speziell. Irgendwie.

Flame, ich möchte eigentlich gar nicht kämpfen müssen. Ich weiss aber, was du meinst. Es hat etwas, hm, "Exklusives", auf eine irgendwie selbstzerstörerische Art und Weise. Aber ich möchte schlussendlich mehr, mehr vom Leben, mehr von einer Beziehung. Klingt jetzt blöd, aber bei Sex and the City sagte Carrie mal über Big: ich weiss nicht, ob ich ihn je wirklich geliebt habe oder ob ich nur den exklusiven Schmerz geliebt habe, jemanden derart Unerreichbaren zu wollen. So fühlt sich das irgendwie bei mir an... Aber selbst da gabs ja ein Happy End :grin: :grin: :grin: Aber da wir ja nicht im Film sind: daran glaube ich schon längst nicht mehr

Flame schrieb:
Das gefährlichste daran ist übrigens, dass einen so was auch für spätere Beziehungen versaut. Man gewöhnt sich so daran, dass man immer diejenige ist, die nach Nähe sucht, dass man völlig aus den Augen verliert, dass man selbst ja auch manchmal das Bedürfnis nach Autonomie und Einsamkeit oder Freunden hat. Die Einsamkeit wird einem ja quasi aufgedrückt.

Das ist meine grösste Angst...
 

Benutzer69138 

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herrje, mädels bin ich froh, das ganze zwar zu kennen, aber irgendwo schon als "vergangneheit" zu sehen.

das ich mich auf sowas noch mal einlasse halt ich mitlerweile für ausgeschlossen. zum einen weil die sache mit meinem ex mich dermaßen hat ausbluten lassen, von mir war eigentlich nichts mehr da. ich lag sprichwörtlich am boden.
nun aufgestanden bin ich wieder. wenn man dann aber auch in die vollkommene leere blickt. der andere mensch ist weg, das hick hack ist weg, die höhen die tiefen, und was am schlimmsten ist, man selbst auch. es war als hätte man meine persönlichkeit durch den fleischwolf gedreht, und ein mickriges häufchen elend war noch da.

so ganz bin ich immer noch nicht zurück. ich habe angefangen mich selbst wieder zu reaktivieren. sich selber mal spüren, mal etwas anderes fühlen als schmerz... wow... es gibt mich noch!

mitlerweile bin ich zu großen teilen wieder restauriert.

zu dem kommt meine neue beziehung. die höhen und die tiefen fehlen. ganz klar. wir haben ein ausgewogenes nähe und distanzverhältnis. obendrauf eine menge respekt, und achtung voreinander. mein leben mit ihm ist ruhig geworden, genau wie ich es wollte. er ist nicht die art mensch, mit dem man solch einen psychoterror verantstalten könnte. bei uns haben sich in der hinsicht eher zwei vormalige "opfer" gefunden. beide wollen wir sowas nicht mehr.
das ganze ist auf lage sicht ausgelegt, denn es passt in den wichtigen bereichen sehr gut. diese rauscharitigen zustände wirds mit ihm wohl nicht geben. aber darauf lege ich keinen wert mehr.
denn ich will lieben, nicht mehr abhängig sein.

und genau das ist liebe, sie respektiert die persönlichkeitsgrenzen des anderen. liebe bügelt diese grenzen und die würde des anderen nicht nieder. sie achtet sie. sucht tut dies nicht, sie setzt genau da an. daher wirkt sucht intensiver, sie kennt keine grenzen mehr.

liebe verbindet zwei menschen. aber es bleiben zwei getrennte menschen.

sucht dagegen frisst einen auf, es gibt nicht mehr zwei. einer muss zwangsläufig sich selbst aufgeben. wie flame so schön sage, man gibt seine kraft her. diese unglaubliche energie die man abgibt, erzeug erst einmal die höhen... aber wies bei ungleichgewichten so ist, sie gleichen sich aus. die tiefen kommen gleich danach

ich kann gut und gerne auf diese höhen verzichten, denn sie kosten zu viel, nähmlich mich selbst und meine eigene kraft...

im übrigen möchte ich in ein paar jahren kinder, und für, auf die eltern angewiesenen kinder, snd diese hin und her spielchen im wahrsten sinne unzumutbar. wenn man in so eine beziehung bewusst kinder setzt, grenzt das für mich sehr wohl an missbrauch. kinder brauchen beständigkeit, schutz, vertrauen verantwortungsbewusstsein und sicherheit. das alles bietet das nicht. er wäre fahrlässig.

ich bin stolz auf mich zu meinem parter sagen zu können: ich liebe dich, ich achte dich, es ist schön dich zu haben. aber brauchen, nein brauchen tu ich dich nicht. für das habe ich mich selbst.
 

Benutzer53748 

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Hm... ich weiß immer noch nicht so recht was ich denken soll... ich hab das Gefühl es zerläuft wieder im Sand und so weiter wie es jetzt ist auch wenn wir gestern nochmal ausführlich geredet haben. Er meint, dadurch dass ich demnächst vielleicht wo anders studiere oder generell, er Zivi macht, ich Studium , würde sich die Lebenssituation ändern. Und wenn seine Zweifel bleiben, bzw. stärker werden zieht er auch in Betracht Schluss zu machen. Er sieht das quasi als eine Art "Test" wie gut wir damit zurechtkommen und obs uns vllt was bringt etc...
Ich weiß nicht genau was ich darüber denke... klingt so nach dem Motto "lassen wir das mal weiter plätschern"... er meinte er denkt weiter darüber nach was er will aber er kann da ja auch nichts erzwingen. Mal sei er glücklich mit mir, mal nicht. Mal fehlt ihm einfach ein neues Kennenlern-Abenteuer usw... er sagt, es spricht leider einiges dafür, dass das seine Triebe seien, quasi echt das biologische, dass der Mann... na ihr wisst schon. Weil wenn es nur vom Kopf oder Gefühl käme, könne er da sicher mehr zu sagen. Ich finde es positiv, dass er zum Bsp. diesen Thread hier gelesen hat und versteht wie ich mich fühle. "Ich komme mir vor wie ein Monster"... gut ich glaube nicht das er eines ist oder mich bewusst so "quält" aber jetzt kann er das sicher besser nachvollziehen und weiß das eine Entscheidung dringend notwendig ist. Außerdem weiß er auch, dass er das gleiche Problem wieder mit einer anderen Frau hätte, weil er irgendwann wieder nicht wüsste ob er "was verpasst". Also gehts eher um die Frage: Beziehung mit mir oder längere Single-Affären-Zeit...
Ganz ehrlich, wenn es nur seni Trieb ist und der sich durchsetzt verlier ich jegliche Hoffnung in die Zivilisation :grin: ..
 

Benutzer65532 

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Hmm.. . Das was ihr hier beschreibt kommt mir irgendwie bekannt vor :hmm:

Allerdings, habe ich keinen solchen Mann an meiner Seite, sondern ich bin es selbst, die ganz ähnlich tickt wie eure Männer :schuechte

Bei mir ist es so, dass ich gar nicht mal Angst davor habe, verletzt oder enttäuscht zu werden. Ich bin nur einfach viel zu vernarrt in meine "Freiheit". In Beziehungen schwang nach einer Weile immer irgendwann das Gefühl mit, meinem Partner gegenüber dazu verpflichtet zu sein, mehrmals die Woche aufzutauchen :cool1: Meine Partner hatten auch immer viel mehr Zeit zur Verfügung als ich, die sie dann ständig damit verbracht haben, auf mich zu
warten. Ich habe auch tausend Träume für die Zukunft, aber meine Partner spielten in meinen Zukunftsplänen kaum eine größere Rolle. Wenn doch, hatte ich auch immer ein "wenn wir da noch zusammen sind" im Hinterkopf. In meinen Beziehungen ging es mir vor allem darum, die Gegenwart gemeinsam zu gestalten, nicht die Zukunft.

Eine meiner Beziehungen, habe ich mit einem Mann geführt, der Verlustängste hat. Er hat mir die Welt zu Füßen gelegt und war immer für mich da. Ich habe mich dagegen furchtbar eingeengt gefühlt und je mehr Nähe er mir gab, desto mehr Freiheit brauchte ich. Er wollte dann immer mehr Nähe und ich habe mich immer weiter entfernt. Wenn allerdings ausgerechnet mein Verlustangst-Partner eine Trennung angesprochen hat, habe ich als "Freiheits-Freak" dann immer Rotz und Wasser geheult, weil ich ja dann doch an ihm hing :schuechte

Nach zwei Jahren haben wir uns dann aber doch im Guten getrennt. Danach haben wir uns erstmal an eine vereinbarte Kontaktpause gehalten, im Anschluss daran kamen wir uns doch wieder näher und wir hatten eine lockere Affäre. War für mich wunderbar, für ihn wiederum schmerzvoll, weil er mehr wollte und es nicht ertragen konnte, dass es neben ihm noch andere Männer gab. Mittlerweile hat sich das ganze zu einer Freundschaft entwickelt. Er weiß, dass er mich auch mitten in der Nacht, anrufen kann und ich für ihn da bin, wenn es ihm nicht so gut geht. Treffen, gibt es allerdings nur noch selten.

Mich faszinieren nun vor allem Männer, die sich selbst beschäftigen können, viele Interessen haben, mindestens ein so ausgefülltes Leben führen wie ich und die wenige Zeit für Zweisamkeit dann umso mehr genießen können. Diese Momente werden dann viel kostbarer. Nur mit so jemanden, könnte ich dann auch wieder eine Beziehung führen und habe festgestellt, dass dann sogar ich in der Lage bin gemeinsame Zunkunftspläne zu entwickeln:smile:
Ich sehe das so, dass eine Beziehung für mich nicht die
Lebensbasis ist, sondern eher das Sahnehäubchen sein sollte.


Aber ein bisschen mehr Distanz, ein bisschen mehr "ich-sein", mein Leben leben dürfte generell nicht schaden, damit werd ich anfangen .
Ich denke darin liegt der Schlüssel.
Vielleicht ist es ja tatsächlich so:
"Was man liebt, muss man freilassen. Kehrt es zu Dir zurück, gehört es Dir. Wenn nicht, hat es Dir nie gehört."

Alles Gute.

Lg
Batida

PS: Es gibt übrigens auch ein Buch zur Thematik, mit dem Titel: "Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst." Soll wohl ganz gut sein. Hier ist der Link: http://www.amazon.de/lieb-dich-nich...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1215760943&sr=8-1
 

Benutzer75021 

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:eek: Ich bin gerade sehr geschockt über die vielen Beiträge der Mädels, die alle Männder mit Bindungsangst haben.

Ich habe so was noch nie erlebt und könnte damit auch gar nicht Leben.
Man möchte sich in einer Beziehung doch sicher fühlen, ohne Angst das der Partner ausbricht...weil ihm was fehlt.
Ich sehe in solchen Beziehungen keine gemeinsame Zukunft.:kopfschue
 

Benutzer79932 

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Vielleicht ist es ja tatsächlich so:
"Was man liebt, muss man freilassen. Kehrt es zu Dir zurück, gehört es Dir. Wenn nicht, hat es Dir nie gehört."

Scheisse nur, wenn "es" schon unzählige Male wieder zurückgekehrt ist und sich trotzdem genau gar nichts ändert ;-) Ich weiss nicht, ob das wirklich Liebe ist :smile: Das versuche ich für mich noch rauszufinden...

:eek: Ich bin gerade sehr geschockt über die vielen Beiträge der Mädels, die alle Männder mit Bindungsangst haben.

Ich habe so was noch nie erlebt und könnte damit auch gar nicht Leben.
Man möchte sich in einer Beziehung doch sicher fühlen, ohne Angst das der Partner ausbricht...weil ihm was fehlt.
Ich sehe in solchen Beziehungen keine gemeinsame Zukunft.:kopfschue

Naja, man merkt das ja am Anfang nicht wirklich. Bei mir hats damals mehrere Monate gedauert, bis ich das realisiert hatte und dann ist man da schon zu tief drin und der Ablöseprozess ist wahnsinnig schwierig... Mit der Zukunft hast du allerdings recht, die gibt es eigentlich nicht wirklich.

Ich bin allerdings, wie erwähnt, mit dem Wort "beziehungsunfähig" vorsichtig. Es gibt auch welche, die sind nicht bindungsunfähig, sondern einfach Arschlöcher. "Echte" Bindungsangst (eher Angst denn Unfähigkeit) geht dann schon ne Ecke tiefer und hat auch echte Gründe, behaupte ich jetzt mal. Und obwohl "meiner" "Gründe" vorweisen kann, die ich zwar öffentlich hier nicht breittreten will, die aber doch deutlich über "ich wurde mal betrogen und jetzt bin ich irgendwie verkorkst" (auch legitim, aber halt weniger gravierend) hinausgehen, habe ich mehr als genug Phasen, in denen ich finde, dass er sich einfach wie das letzte Arschloch verhält und es eigentlich nicht wert ist, Probleme hin oder her.

Kürzlich hat ne Bekannte gemeint, ihr Freund sei so seltsam und so distanziert und er hätte bestimmt ne psychische Krankheit und sei deswegen bindungsunfähig. Daraufhin meinte ich nur, dass er vielleicht auch einfach ein egoistischer Depp sei. Das wollte sie natürlich nicht hören, der andere Weg ist halt einfacher. Da nehme ich mich nicht aus, denn eben, ich bin dauernd hin- und hergerissen zwischen "wird schon, hab Geduld, du weisst doch, wieso er so geworden ist" und "so ein elendes Arschloch". Ich finde es aber schlussendlich halt doch gar einfach und oftmals auch lächerlich, tiefere Gründe für jedes Scheissverhalten zu suchen. Meistens gibt es nämlich keine.
 

Benutzer53748 

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Ich melde mich auch mal wieder...

Er hat sich noch nicht entschieden, aber aus meiner Sicht sieht es nicht allzu rosig aus für uns, wenn er schon Sachen fragt wie "Wie würdest du dich fühlen wenn ich Schluss mache" oder eben sagt, dass er im Moment denkt, ich bin ne gute Freundin aber nicht mehr etc...
auch wenn er sich für mich entscheidet bleibt die Frage, inwiefern ich ihm vertrauen kann.. das ist alles denke ich ziemlich erschüttert und wird schwierig wieder herzustellen... komplett könnte das Jahre dauern..
Mir geht es so lala. Es gibt Tage da heul ich wie ein Schloßhund und andere, da nehm ich es eben so hin und versuch dennoch trotzdem weiter, mein Leben zu genießen und eben vllt auch mal, mehr Zeit für mich zu haben etc.

Ich komm nur innerlich im Moment gar nicht zur Ruhe weil eben im Moment alles so im Umschwung ist. Ich bin mit dem Abi fertig, habe mich an 6 Unis beworben und muss natürlich überlegen wenn ich Zusagen kriege, ob und wohin ich umziehe, wie sich das finanzieren lässt etc. Das lässt mich einfach nicht so richtig in "Gammelstimmung" verfallen, wie es eben im Moment anderen Abiturienten geht.
Am liebsten würd ich zum überbrücken noch arbeiten gehn, mal sehn was sich da findet. Unpassend ist einfach, das ich im August nochmal zwei Wochen mit meiner Ma in den Urlaub fahren will... Welcher Arbeitgeber macht das mit, wenn ich eh nur bis maximal Ende September Zeit hätte... Maximal, da ich sicher noch Zeit brauche ne Wohnung/Wg... zu finden und umzuziehen etc... ich denke die Chancen stehn gering das ich in meiner Stadt bleiben kann und das finde ich schon ganz schön schlimm.. zwar hab ich vor nem Jahr zwar von nem halben Auslandsjahr geträumt.. aber mir jetzt vorzustellen... alleine in eine andere Stadt.. das ist ein ganz schöner Alptraum... auch wenn ich weiß, dass das eine Chance sein kann.. aber irgendwie fühl ich mich da noch nicht bereit zu...Naja, erst mal Daumen drücken, dass ich meinen Traum-Studiengang bekomme :zwinker:.

Danke fürs fleißige Lesen und eure Antworten, hilft mir sehr mich mit euch auszutauschen... :smile:
 

Benutzer36171 

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Hey Biene,
Ich habe auch gerade Abi gemacht und werde auch in einer anderen Stadt studieren. Nun gut, sie ist "nur" eine Auto-Stunde von daheim entfernt, aber ich werde mir dennoch ein Zimmer suchen und auch nicht jedes Wochenende heimkommen.
Und - ehrlich gesagt - ich fühle mich auch nicht bereit. :schuechte
Es kommt mir seltsam vor, im Herbst zu studieren. Sich plötzlich um alles allein kümmern zu müssen. Irgendwo in einer fremden Wohnung zu sitzen und sich zu fragen, was man jetzt wohl kochen könnte, nur um dann festzustellen, dass man vergessen hat einzukaufen. :zwinker:
Aber ich denke, du solltest versuchen es als Chance zu sehen. Stell dir mal vor wie spannend und aufregend dein erstes Semester sein wird! So viele neue Eindrücke, so viel zu entdecken und zu lernen (auch über dich selbst).
Ich glaube, dass es toll werden wird. Ich habe auch Angst davor.
Aber es gibt dort so viele "Erstsemesterer", die alle Angst haben, sich Sorgen machen und allein und neu in der Stadt sind. Du wirst sie kennen lernen, ob in der Orientierungsphase, in den Vorlesungen, in Hochschulsportgruppen oder über studivz.
Dann werden wir beide feststellen, dass es noch vielen ganz genau so geht und schon hat man Gleichgesinnte getroffen.
Versuch es positiv zu sehen! Und ich glaube nicht, dass du nicht bereit bist. Man wächst da rein. Sieh es als Herausforderung!
Bestimmt wird es eine tolle Zeit. :smile:
 

Benutzer53748 

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Danke für die aufbauenden Worte!

Oh man...
Er hat eben angerufen, er meint er hatte einen "klick" Moment in die positive Richtung... das ihm die Sehnsüchte die er ab und an nach anderen Mädels hat nicht Wert seien die Beziehung zu beenden und das er mich richtig vermisse und sehen will...Ich bin ziemlich "kühl" geblieben und kann mich da nicht so recht drüber freuen... das Vetrauen dass er es ernst meint ist weg.. er meint auch, er kann nicht versprechen dass er jetzt für immer ohne Zweifel ist und wenn ich das unbedingt brauche soll ich Schluss machen... naja, soweit so gut. Weiter hat er noch gemeint, das ihm eben der Abstand ab und an gut täte weil dann das Gefühl wiederkäme mich zu vermissen etc. Aber das er Angst hat das aus diesem gesunden Abstand dann meinerseits ein totales auf Distanz gehen wird.. Hm. Ich hab mich gleich erpresst gefühlt von wegen "verzeih mir, komm her, sei für mich da.." usw.. so meint er es wohl nicht aber das Gefühl entsteht eben. Ich werd die nächsten Tage ohne ihn verbringen ... zu groß ist die Angst von ihm schnell wieder verletzt zu werden. Ich werd mich dann langsam wieder ab und an für kurze Zeit mit ihm treffen aber .. mein Schwerpunkt liegt zur Zeit bei mir. Denn.. was/wie soll man bei so einem Hin- und her noch denken / fühlen/ sich verhalten..
 

Benutzer65532 

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Hey,

er vermisst dich, das klingt doch schon mal nicht schlecht :zwinker:

Weiter hat er noch gemeint, das ihm eben der Abstand ab und an gut täte weil dann das Gefühl wiederkäme mich zu vermissen etc.
Genau hier, kann ich ihn wieder total gut verstehen. Es muss in einer Beziehung auch Raum für Sehnsucht geben. Das belebt die Liebe. Is zumindest bei mir so.

Ich werd mich dann langsam wieder ab und an für kurze Zeit mit ihm treffen aber .. mein Schwerpunkt liegt zur Zeit bei mir. Denn.. was/wie soll man bei so einem Hin- und her noch denken / fühlen/ sich verhalten..
Finde ich gut. Du hast ja nun auch viel vor. Kümmere dich darum anstatt deine Gedanken ständig um ihn kreisen zu lassen.
Was die Uni angeht, kann ich auch nur die Hochschulsport-Gruppen empfehlen. Da lässt sich noch viel besser Anschluss finden, als in den normalen Seminaren.
Was ihn angeht, genieße einfach die Momente, in denen ihr zusammen seid und mache dir nicht zuviel Gedanken um das was da kommen wird. Ne Garantie, dass es ewig gut geht, hast du sowieso nie. Ich finds gut, dass er dir gegenüber so ehrlich und offen ist, auch wenn das natürlich viel Hin und Her bedeutet.
Aber es ist besser als wenn er auf Friede, Freude, Eierkuchen macht und nebenher fröhlich fremdvögelt.

Alles Gute.
Lg batida
 

Benutzer53748 

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*g* da hast du recht. Eine ehrliche Haut ist er wirklich. (Aber muss man einem dann wirklich jeden einzelnen Gedankengang, jede Mini-Schwankung etc mitteilen?... das bleibt fraglich... )
Aber ich kenne dieses Gezweifel halt auch schon seit Dezember und rechne eigentlich schon damit das das auch in den nächsten tagen/Wochen ein hin und her gibt. Ich will und kann jetzt einfach nicht sofort wieder total viel Nähe zulassen, dabei käme ich mir dann echt fremd/benutzt.... vor und ich will, ohne dass er dabei eine Rolle spielt, frei entscheiden können, wo ich studieren möchte. Vielleicht wäre ein Tapetenwechsel ja gar nicht so schlecht. Mal sehn, erst mal abwarten... die nächsten Tage sind wie gesagt schon fest verplant mit Freunden/Freundinnen... da hat er wohl erst mal das Nachsehen..

Ach ja.. ich bin halt auch immer noch skeptisch weil man nicht "plötzlich" bzw nur wegen dem "Vermissen-"Gefühl wieder seine Liebe spüren kann, bzw wissen kann, dass man jemanden liebt.. so von heute auf morgen. Außerdem sprach er ja auch von "austoben", "neue Stadt", "neue Leute", "neue Beziehungen" und davon das er glaubt, er könnte seinen Charakter bzw sich selbst in einer Beziehung nicht finden.
Ich denke er spürt halt immer was positives bzw negatives, steigert sich dann da voll rein statt das auf irgendeine Art und Weise "realistischer" abzuwägen und vergisst eben die andere Seite..

Liebe Grüße, schönen Sonntag noch,
*Biene*
 

Benutzer7714 

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Ich finde das auch ein bisschen komisch, dass er dieses "Vermissen"-Gefühl braucht um zu merken, wie wichtig du ihm bist.
Ich hätte da total Angst vor der Zukunft!
Wollt ihr denn nicht irgendwann mal zusammenziehen?? Wie stellt er sich das vor?
 

Benutzer53748 

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^^
Er kann sich im Moment noch gar nicht vorstellen mit mir zusammen zu ziehen, aber da haben wir ja auch noch ne Menge Zeit. Er sieht da halt vor allem Probleme weil ich sehr unordentlich bin und er eben nicht, bzw weil wir denke ich da einfach sehr verschieden sind.Und weil man sich dann kaum noch "aus dem Weg gehen kann etc".
Aber was nicht ist kann ja noch werden. Ich will auch erst mal alleine wohnen um meine Unordnung in den Griff zu kriegen und an zusammenziehen denke ich noch nicht. Das hat noch einige Jährchen Zeit und ich hätte (solange ich keine Kinder habe) auch keine Probleme damit, mit ihm zusammen zu sein und in getrennten Wohnungen zu leben. Wir versuchen unsere Beziehung mehr im "jetzt" zu führen, was schon schwierig genug ist :zwinker:.
 
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