Mein geliebter Beschleunigungsstreifen

D

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Gast
Ich bin in der Prüfung über den Seitenstreifen und sofort eingeschert als es ging. Hab sie bestanden.
Also das will ich sehen, daß jemand auf dem Beschleunigungsstreifen bremst. 1. Wird sich der Fahrer hinter einem bedanken. Wenn allerdings keiner dahinter ist, bremst man. Wenn grade mal keiner kommt mit 20km/h auf die rechte Spur ziehen oder wie? :ratlos:
Derjenige der mit 130 von hinten angeschossen kommt und womöglich, weil die linke Spur voll ist, ne Vollbremsung hinlegen muss wird sich freuen :kopfschue
 

Benutzer82799 

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Also ich kam auch noch nicht in die Situation, aber man muss auch manchmal die Gesetze übertreten um Schaden von sich selbst und anderen abzuwenden. Wenn dir jemand hinten an der Stoßstange klebt kann man ja auch nicht einfach bremsen.


Mich würde aber auch interessieren welchen Gang du in dieser Situation eingelegt hattest. Ich musste in der Fahrschule immer im 3. Gang auffahren, was es natürlich zu einem Kinderspiel macht jeden LKW auszubeschleunigen. Entweder dein Prüfer wollte dir helfen, er hat sich nur laut aufgeregt oder er wollte dich reinlegen.


Mein Prüfer hat damals auch zweimal versucht mich durchfallen zu lassen, indem er mich in eine Einbahnstraße in die verkehrte Richtung gelotst hat.
Immer die Anweisungen des Prüfers kritisch überdenken und wenn wie in deinem Fall keine Zeit dafür ist, nach eigenen ermessen handeln. Ich glaube man kann auch zweimal oder so in einer Fahrprüfung den Prüfer ignorieren ohne das das Konsequenzen hat. (einfache rechts Abiegen, obwohl der Prüfer links gesagt hat :tongue: )
 

Benutzer40124 

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Inwiefern das jetzt meine Schuld oder die Schuld des Prüfers war kann ich nciht beurteilen, aber hätte er nicht dazwischen geplappert, wäre ich halt unelegant hinter den LKW auf die Autobahn und höchstwahrscheinlich nicht durchgefallen.

Also ich würde sagen, das war deine Schuld. Du darfst dich nicht so leicht aus dem Konzept bringen lassen. Aber das sagt sich natürlich so leicht. Gerade als Fahranfänger muss man bei der Auffahrt auf Autobahnen besonders aufmerksam sein. In den meisten Fällen siehst du ja, bevor du auf den Beschleunigungsstreifen abbiegst, wieviel Verkehr ist, und hast einen (kurzen) Moment Zeit, dir dein "Ziel" auszusuchen, also das Fahrzeug auf der Bahn vor (oder hinter) dem du einscheren willst. Sind Auffahrt und Beschleunigungsstreifen nicht übermässig voll, solltest du es schaffen, im dritten Gang auf den Beschleunigungsstreifen zu kommen. Damit kannst du dich dann locker vor jedem LKW einordnen. Da darf man je nach Motorisierung des Autos aber nicht zimperlich sein, sondern muss dem Gaspedal einen ordentlichen Tritt verpassen. :zwinker:

Ansonsten musst du dich halt hinten einordnen. Dies einschätzen zu können benötigt einfach ein wenig Übung, und bis zur nächsten Prüfung solltest du vielleicht noch ein, zwei Stunden nehmen und das Auf- und Abfahren bei Autobahnen üben, um da mehr Sicherheit zu bekommen.

Sollte der Beschleunigungsstreifen nicht ausreichen, wäre der formal richtige Weg natürlich, am Ende anzuhalten, und dann "irgendwie" auf die Bahn zu kommen. In der Praxis geht das eigentlich nur, wenn auf der Bahn keine normalen Geschwindigkeiten gefahren werden, weil Stop&Go-Verkehr herrscht. Auch wenn es formal nicht korrekt ist, ist allen Beteiligten damit besser gedient, nicht anzuhalten, sondern den Standstreifen noch ein paar Meter mit zu benutzen. Dabei sollte man aber a) nicht zu hektisch agieren und b) höllisch aufpassen. Es gibt etliche Auffahrten, wo dich am Ende des Beschleunigungsstreifens kein Standstreifen ist, und falls doch, kann es immer sein, dass dort ein Auto mit 'ner Panne zum Stehen gekommen ist.

Aber Kopf hoch: das wird schon klappen!

Ich glaube man kann auch zweimal oder so in einer Fahrprüfung den Prüfer ignorieren ohne das das Konsequenzen hat. (einfache rechts Abiegen, obwohl der Prüfer links gesagt hat )

Das ist so natürlich Unsinn. Den Prüfer darfst du gar nicht ignorieren. Nur dreht er dir keinen Strick daraus, wenn du in der Aufregung rechts abbiegst, statt links, sofern dein Abbiegen nicht verkehrswidrig war. Und auf die magischen Prüferworte "bei nächster Gelegenheit..." sollte man nun wirklich in der Fahrschule vorbereitet sein.
 

Benutzer56700 

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Nein, bloß nicht anhalten. Das hat mir auch mein Fahrlehrer damals eingehämmert. Und es war auch nie notwendig. Ich fahre schon immer viel Autobahn, irgendwo ist immer Platz zum einscheren, notfalls eben den Standstreifen mitnehmen.
Der Beschleunigungsstreifen heißt nicht umsonst Beschleunigungsstreifen, also einfach mal Gas geben!:smile:
 

Benutzer40124 

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Der Beschleunigungsstreifen heißt nicht umsonst Beschleunigungsstreifen, also einfach mal Gas geben!:smile:

Ich würde das lieber so ausdrücken: einfach soviel Gas geben, damit man vor oder hinter dem angepeilten Fahrzeug auf die Bahn kommt. Mit Bedacht, aber ohne falsche Scheu.

"Einfach mal Gas geben" klingt ein bisschen zu sehr nach stumpfen Beschleunigen in der Hoffnung, ein Fahrzeug auf dem Fahrstreifen überhohlen zu können, um sich auf jeden Fall vor ihm einordnen zu können.
 

Benutzer24257 

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Nein, bloß nicht anhalten. Das hat mir auch mein Fahrlehrer damals eingehämmert. Und es war auch nie notwendig. Ich fahre schon immer viel Autobahn, irgendwo ist immer Platz zum einscheren, notfalls eben den Standstreifen mitnehmen.
Der Beschleunigungsstreifen heißt nicht umsonst Beschleunigungsstreifen, also einfach mal Gas geben!:smile:

und der Stadtstreifen nicht umsonst Standstreifen. Oben ist doch ein schönes Urteil verlinkt. Da stehts ziemlich eindeutig drin.

Derjenige der mit 130 von hinten angeschossen kommt und womöglich, weil die linke Spur voll ist, ne Vollbremsung hinlegen muss wird sich freuen :kopfschue

Wie war das mit dem "vorausschauend fahren"?
Wenn die rechte Spur schon so voll ist, daß man da nicht reinkommt, wird da i.d.R. nicht 130 oder mehr gefahren. Sonst wären die Abstände auf jeden Fall groß genug, reinzukommen (mind. 65m :zwinker: )

Tip an den TS: Nicht auf Teufel komm raus gasgeben. Lieber mit geringerer Geschwindigkeit über den Beschleunigungsstreifen und dann ganz in Ruhe hinter den Lastwagen und dann fix überholen, sobald möglich.

Wenn da Anhalten nicht erlaubt wäre, gäbs sicher auch diese Frage im Theoriebogen nicht:

2. Sie wollen von dem Beschleunigungsstreifen auf die durchgehende Fahrbahn einer Autobahn einfahren. An welcher Stelle des Beschleunigungsstreifens müssen Sie notfalls anhalten, wenn wegen der großen Verkehrsdichte das Einfahren nicht gelingt?
(A, A1, B)

Am Beginn des Beschleunigungsstreifens
Gegen Ende des Beschleunigungsstreifens
Etwa in der Mitte des Beschleunigungsstreifens
 

Benutzer3336  (37)

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Oja, also ich bleibe im Zweifelsfall eher vor dem Pannenstreifen stehen, als ihn mitzubenützen. Kam aber bislang noch nicht so oft vor (ich fahre ja auch erst seit Juli).

Mehr Probleme bzw. Ärger bereiten mir Autos, die hinter mir auf dem Beschleunigungsstreifen fahren und dann mit ihren (meist PS-stärkeren Fahrzeugen - ich hab ja nur 50 PS) in genau die Lücke fahren, in die ich will und mir etliche zusätzliche Meter auf dem Streifen bescheren. Da könnte ich mich immer so aufregen... :mad:
 

Benutzer54457 

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ganz einfach:

1) in den sicherheitsabstand zwischen zwei fahrzeugen muss ein auf die autobahn zubeschleunigendes auto einbiegen können.

2) du stehst also nur vor der entscheidung: wo will ich rein? wenn du am anfang des beschleunigungsstreifens bist, check kurz z.b. mit spiegel- und schulterblicken, was da kommt und wie schnell es ist. dann triff die entscheidung, wo du reinwillst, und dann setz deine beschleunigung entsprechend an.

was du üben könntest wäre, diese abschätzung zu machen. das war es ja, was dich die prüfung gekostet hat. fahr ein paar mal auf der autobahn auf und ab, am besten zu tageszeiten mit mehr verkehr, und du hast den dreh raus.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Vorausschauend fahren, dann beschleunigt man auch nicht so dämlich, dass man die ganze Zeit genau neben einem LKW fährt und nicht reinkommt. Wer natürlich einfach stur Gas gibt und auf eine Lücke hofft, bekommt da schnell mal Probleme. Im Berufsverkehr/Stau ist meist eh schon Stau auf der Auffahrt, so das man eh anhalten/sich sehr langsam einordnen und sich um das Thema gar keine Gedanken machen muss.
Wer auf einer relativ freien Fahrbahn den Beschleunigungsstreifen so beschissen nutzt, das er entweder anhalten oder auf dem Randstreifen weiterfahren muss, ist einfach ein schlechter Autofahrer.
 

Benutzer56700 

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Oja, also ich bleibe im Zweifelsfall eher vor dem Pannenstreifen stehen, als ihn mitzubenützen. Kam aber bislang noch nicht so oft vor (ich fahre ja auch erst seit Juli).

...

Wie bitte? Nicht so oft, seit Juli?:eek: Ich fahre im Frühjahr 10 Jahre Auto und eigentlich fast täglich Autobahn, aber musste noch nie anhalten. Einen kleinen Teil des Standstreifens habe ich übrigens in der ganzen Zeit höchstens 1-2 mal benötigt zum beschleunigen. Wenn man Auto fahren kann findet sich immer eine Lücke, man muss eben vorausschauend mit dem Gaspedal umgehen.

Wenn wir gerade beim Thema sind: Wer ist eigentlich Schuld wenn ein Autofahrer aufgrund Unsicherheit oder Angst am Ende des Beschleunigungsstreifens plötzlich anhält und ihm der nächste, der den Beschleunigungsstreifen korrekt nutzt, ins Heck kracht? Zum Glück ist mir das noch nie passiert, aber ich musste dennoch schon das eine oder andere mal deswegen haarscharf bremsen.
 

Benutzer3806 

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Wenn wir gerade beim Thema sind: Wer ist eigentlich Schuld wenn ein Autofahrer aufgrund Unsicherheit oder Angst am Ende des Beschleunigungsstreifens plötzlich anhält und ihm der nächste, der den Beschleunigungsstreifen korrekt nutzt, ins Heck kracht? Zum Glück ist mir das noch nie passiert, aber ich musste dennoch schon das eine oder andere mal deswegen haarscharf bremsen.


Naja, das Recht ist da auf Seite des Anhalters (wenn es einen Grund gab für die "Unsicherheit", da liegt dann eben die Beweispflicht). Der, der hinter ihm fährt prescht halt nicht mit zig km/h an und guckt nur nach links. Oben wurde es schonmal gesagt: Vorausschauendes Fahren!
 

Benutzer56700 

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Naja, das Recht ist da auf Seite des Anhalters (wenn es einen Grund gab für die "Unsicherheit", da liegt dann eben die Beweispflicht). Der, der hinter ihm fährt prescht halt nicht mit zig km/h an und guckt nur nach links. Oben wurde es schonmal gesagt: Vorausschauendes Fahren!

Bist du dir da ganz sicher? Ich kann mir das kaum vorstellen, schließlich handelt es sich um den Beschleunigungsstreifen.
Man stelle sich folgende Situation vor: Zwei Autos beschleunigen hintereinander (mit normalem Sicherheitsabstand) auf dem Beschleunigungsstreifen, plötzlich bremst der vordere aprupt ab weil er sich nicht traut eine kleine Lücke zu nutzen, oder ein kurzes Stück den Standstreifen zu befahren. Der Hintermann hat ja dann kaum noch eine Chance nicht aufzufahren. Daher kann ich mir kaum vorstellen dass diesem die volle Schuld zugesprochen wird.

Mir ist die oben genannte Situation schon ein dutzend Mal passiert, ich hatte nur jedes mal das Glück vor dem "großen Knall" auf die Autobahn auszuweichen.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Wenn wir gerade beim Thema sind: Wer ist eigentlich Schuld wenn ein Autofahrer aufgrund Unsicherheit oder Angst am Ende des Beschleunigungsstreifens plötzlich anhält und ihm der nächste, der den Beschleunigungsstreifen korrekt nutzt, ins Heck kracht? Zum Glück ist mir das noch nie passiert, aber ich musste dennoch schon das eine oder andere mal deswegen haarscharf bremsen.
Wenn jemand am Ende des Standstreifens stehen bleibt, weil er sich nicht einfädeln konnte, ist das völlig korrekt - und damit ist die Antwort auf deine Frage die gleiche wie auf die Frage: "Wenn jemand vor nem Stopschild bremst und ich dem hinten drauf fahre, wer ist dann schuld?"

Mal davon ab gehört das meiner Meinung nach zu den Dingen, mit denen ich rechnen muss - und nicht umsonst hat der liebe Gott den Sicherheitsabstand erfunden. Klar hab ich bei sowas auch schon mal böse geflucht (manche Menschen gehen bei ihrem Auto scheinbar von den Maßen und der Beschleinigung eines altersschwachen Panzers aus..), aber oft ist das ja auch schon vorauszusehen, wenn man den Vordermann auffahren sieht.

Ich bin allerdings auch schon geringfügig über den Standstreifen gefahren, muss ich zugeben - aber nie mehr als wenige Meter.


@TS
Normalerweise endet der Beschleinigungsstreifen mit einer durchgezogenen Linie und wie sagte mein Fahrlehrer so schön: "Ne durchgezogene Linie ist wie eine Mauer - da fährt man nicht einfach drüber".

Die Aktion des Prüfers finde ich auch eher blöd (meiner hat was ähnliches gebracht: Rechts vor links, von links kam ne Oma, realisierte, dass ich Vorfahrt hab und blieb mitten auf der Kreizung stehen - zur Weiterfahrt nicht zu bewegen. Von rechts kam langsam ein Laster. Der Prüfer meinte: "Wir müssten dann schon mal weiter fahren - und zwar nach links.." Prüfender Blick auf den Laster: Och, das passt noch :-D Es hat auch gepasst, ging aber recht hurtig um die Kurve und ich durfte mir hinterher was anhören :zwinker: ) - aber ich fürchte, reden kann er so viel er will und es liegt in deiner Verantwortung das passend umzusetzen.

Beim nächsten Mal weißt dus besser :smile:
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
Wenn du dann mal ordentlich Geschwindigkeit drauf hast und eigentlich nach links rüberwechseln willst, jedoch neben dir zB. ein schöner langer LKW ist und es dir somit nicht möglich ist auf die Autobahn zu fahren, was tut man dann?

soweit ich mich entsinnen kann, hat man mir beigebracht gas zu geben und notfalls die standspur als erweiterte beschleunigungsspur zu benutzen.


interessanter link. :ratlos:

naja, ich persönlich halte es jedenfalls für gefährlicher auf dem beschleunigungsstreifen anzuhalten und mich dann von null auf geschwindigkeit x zu bringen, um mich in den fliessenden verkehr einzuordnen und werde weiterhin in notfällen so handeln, wie ich es bislang getan habe.
wobei ich nicht bei jeder autobahnauffahrt darauf erpicht bin den lkw links neben mir unbedingt überholen zu müssen und mich auch gern mal hinter den brummi einsortiere.
fahren aber die brummis derart dicht hintereinander, das ich das gefühl habe mich in einem nicht mehr vorhandenen sicherheitsabstand noch zwischen zu quängeln, düse ich eben rechts weiter bis ich gefahrlos auf die eigentliche fahrspur wechseln kann.
gerade wenn ich mit einem gespann unterwegs bin, bleibt mir oftmals nichts anderes übrig als mal hundert meter die standspur als beschleunigungsstreifen mit zu benutzen.

würde ich da auf einer stark befahrenen straße am ende der beschleunigungsspur anhalten, wäre ich doch nur ein verkehrshindernis und käme dann nie auf die nötige geschwindigkeit zum einfädeln.

in der ddr war es wohl damals so, das es verboten war über den beschleunigungsstreifen zu fahren und damals gab es reichlich unsicherheiten bei den trabbifahrern, als die mauer gefallen ist.
grundsätzlich hielten die dann an statt die standspur mit zu benutzen.
bei den alten autobahnen der ddr machte diese regelung aber sinn, denn viele hatten gar keine standspur und man wäre in der leitplanke gelandet, wenn man nicht angehalten hätte. :grin:

ich meine, das damals sogar eine folge vom "der 7. sinn" dieses thema behandelt hat und eben mein vorgehen als richtig dargestellt hat, finde aber im netz nichts.

...sind Beschleunigungsstreifen so markiert, dann darf dort auch schneller gefahren werden als auf den anderen Fahrstreifen;
und
§12 Halten und Parken

(1) Das Halten ist unzulässig

...

auf Beschleunigungsstreifen und Verzögerungsstreifen,
4.

http://www.verkehrsportal.de/stvo/stvo.php

aha ... ich mache also von der sicherheit her alles richtig, aber würde ein knöllchen bekommen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigungsspur
 

Benutzer79932 

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Also mein Fahrlehrer hat mir hier (Schweiz) gesagt, ich dürfe auf dem Stand-/Pannenstreifen weiterfahren und später einfädeln, aber anhalten solle ich bloss nicht...
 

Benutzer72934 

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in der ddr war es wohl damals so, das es verboten war über den beschleunigungsstreifen zu fahren

Hehe, ich hoffe du meinst, es war verboten über den Beschleunigungsstreifen hinaus (also auf der Standspur) weiter zu fahren und nicht, über den Beschleunigungsstreifen zu fahren :tongue: .
Ich war eben nämlich ein wenig irritiert als ich das las *g*.

Ich habe es in der Fahrschule so gelernt, dass die Standspur nicht zum weiterfahren genutzt werden darf, wenn die Beschleunigungsspur nicht ausreicht. Im Zweifelsfall hat man am Ende des Beschleunigungsstreifens anzuhalten (in der Fahrschule war ich vor acht Jahren und zuletzt vor zwei Monaten für den nächsten Schein, in beiden Fällen habe ich es so gelernt).
Hier wurde irgendwo auch gesagt, dass es ja 'Beschleunigungs'streifen heisst und das ja das Anhalten ausschließt. Wenn allein die Wortbedeutung ausschlaggebend wäre, wäre das Argument sinnlos, immerhin würde das ja auch bedeuten, dass der 'Stand'streifen nicht zum befahren gedacht ist.
Ist er ja auch nicht.
In eine solche Situation zu kommen ist immer Mist! Ein paar wenige Meter kann ich ja noch verstehen (habe ich aber noch nie gebraucht), aber man sollte nicht nur bedenken was passiert, wenn man am Ende des Beschleunigungsstreifens anhält weil man nicht auf die Autobahn wechseln kann und jemand drauf fährt, sondern auch was passiert, wenn man den Standstreifen zur eigenen Beschleunigungsspur ausweitet und dort jemand liegen geblieben ist!
Ich persönlich habe öfter erlebt, dass kurz nach dem Beschleunigungsstreifen jemand mit einer Panne auf dem Standstreifen stand, als dass ich jemandem fast drauf gefahren wäre (oder jemand mir), weil die Autobahn so voll war.
Laut Fahrschulfragebogen muss man am Ende des Beschleunigungsstreifen anhalten, wenn man nicht auf die Autobahn wechseln kann. Gerade beim Berufsverkehr ärgerlich, weil es dann nur noch schwieriger wird, aber wenn man wirklich am Ende anhält (auf den letzten drei Metern) und dir jemand drauf fährt, dann wäre dieser jemand auch einer anderen Person drauf gefahren, die am Anfang des Standstreifens eine Panne hat.

(1) Das Halten ist unzulässig

...

auf Beschleunigungsstreifen und Verzögerungsstreifen,
4.

Das Anhalten am Ende eines Beschleunigungsstreifen heisst im offiziellen Gebrauch auch nicht 'halten', sondern 'warten'.
An einer Ampel hält man so gesehen auch nicht an, sondern wartet.
Für den 'Normalbürger' scheint es da zwar keinen Unterschied zu geben, aber in der Rechtslage unterscheidet es sich. Wenn man wartet, dann macht man das unverschuldet aus verkehrstechnischen Gründen. Wenn man hält dann macht man das aus freien Stücken ohne verkehrstechnisch dazu gezwungen zu sein.
(Laut meinem Fahrlehrer)
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
Hehe, ich hoffe du meinst, es war verboten über den Beschleunigungsstreifen hinaus (also auf der Standspur) weiter zu fahren und nicht, über den Beschleunigungsstreifen zu fahren :tongue: .
Ich war eben nämlich ein wenig irritiert als ich das las *g*.

smile
aber du hast den sinn meines geschreibsels zumindest später dann verstanden. :grin:

klar fahre ich nicht auf dem standstreifen, wenn da grad einer mit ner panne liegen geblieben ist. :tongue:

naja, ich sag ja, das ich weiß das ich mich eigentlich falsch verhalte.
aber wenn ich einen (6 meter langen) pkw anhänger dran hab und hab da meine zulässigen 1,9 tonnen am haken (gespannlänge dann ca. 10 meter), dann halte ich persönlich es für sinnvoller in NOTSITUATIONEN den standstreifen mit zu benutzen als stehen zu bleiben.
natürlich muss ich auf alles achten und gerade dann noch aufmerksamer sein, falls mal einer rüberschert, weil er grad ne panne hat.

halten wir uns alle an die straßenverkehrsordnung, dann haben wir keine unfälle (einschließlich wildunfälle) mehr auf den straßen und fahren im schritttempo. :grin:
 
G

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Gast
Off-Topic:
Ich kenne jemanden, der durch die Prüfung gefallen ist, weil er auf dem Beschleunigungsstreifen angehalten hat.
Ok, sie hat dann auch noch den Rückwärtsgang eingelegt :grin:
 

Benutzer56700 

Meistens hier zu finden
Also mein Fahrlehrer hat mir hier (Schweiz) gesagt, ich dürfe auf dem Stand-/Pannenstreifen weiterfahren und später einfädeln, aber anhalten solle ich bloss nicht...

Ich kenne das auch so aus der Fahrschule. Ist zwar schon knapp 10 Jahre her inzwischen, aber ich denke das gilt immer noch.
 
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