Mein Freund kifft ständig was nun

Benutzer130914  (36)

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Einen uns mitgegebenen Trieb mit Kiffen vergleichen hinkt aber auch mehr als es ihm für tut, oder? :zwinker:
 

Benutzer121975 

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Naja ist irgendwie ähnlich!

Es geht ja um's Unterdrücken von etwas!
Auf Sex zu verzichten und das für immer fällt bestimmt ganz genau so schwer für jemanden der es gewohnt ist wie für einen andern das Kiffen oder was weiß ich!
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Du musst Dir immer vor Augen führen, dass Du nicht seine Therapeutin bist. Nicht seine Retterin. Nicht seine Beschützerin. Nicht diejenige, die ihn zum Aufhören bringt.
Du kannst und wirst ihm nicht helfen.

Einzig und allein seine eigene Einsicht kann ihn dazu bringen aufzuhören. Und die muss aus ihm selbst heraus kommen.
Möglicherweise kommt die, wenn er sieht, dass ihm seine Beziehung zwischen den Fingern zu zerrinnen droht, ich würde an Deiner Stelle aber nicht daran glauben, denn es ist und bleibt nunmal ein Suchtverhalten, das er da hat. Auch wenns nur einmal die Woche ist.

Eine schlechte Vergangenheit ist zudem keine Ausrede fürs Kiffen - by the way. Wir haben alle unsere kleineren und auch größeren Leichen im Keller liegen und der vernünftige und erwachsene Weg wäre, die Vergangenheit aufzuarbeiten und dann damit zu leben als Teil der eigenen Persönlichkeit.
Gut, mit 16 ist man da in aller Regel noch nicht so weit, aber man kann ja schonmal anfangen.
Er versucht, seine Probleme mit einem Suchtmittel zu überdecken, statt sie anzugehen. Nicht besonders klug, oder?

Wenn wir da den Grundsatz "Love it, change it or leave it" hernehmen, bleibt Dir, da du es nunmal nicht ändern können wirst nur übrig, es zu akzeptieren oder zu gehen. Alles andere bringt Dich langfristig nicht weiter.
 

Benutzer72912  (34)

Meistens hier zu finden
Ja ne, aber net bei allen die das tun ... Oder kennst die heutige Spaßgesellschaft nicht? :zwinker:
Aber wie es aussieht bei ihrem Freund. Wenn man ein gestandener Mensch ist und mit sich selbst im Reinen ist, kann man auch mal Kiffen oder auch anderes ausprobieren. Das Risiko ist gering, dass es zu einer Sucht ist. Zudem kommt hinzu, dass glückliche Menschen gar kein Bedürfnis haben, sich irgendwann reinzuballern.
Nun, ein Mensch mit persönlichen Problemen raucht Cannabis. Es ist wie ein unbewusster Selbstmedikationsversuch. ^^ Man meint, man könne den Alltag besser bewältigen, es macht mehr Spaß und das Leben wird mehr genossen.

Die beiden Sätze widersprechen sich aber. Eine Sucht wird nie langweilig und wenn ist es kein Grund dait aufzuhören, es sei denn man läßt es ganz sein.
Doch wird sie. Am Anfang ist es für viele eine Verbesserung des Lebensgefühl. Mit der Zeit wird es langweilig, man kann sich aber nicht mehr vorstellen, ohne zu sein (wenns ausser Kontrolle gerät).

Canabis ist aber keine so schlimme Droge. Der Entzug ist relativ harmlos. Diese Harmlosigkeit dieser Droge ist halt auch gerade das Gefährliche daran. "Hja, Alkohol ist schlimmer, weil blablabla" (mag ja auch stimmen). Dann rauchen sie einen Dübel nach dem anderen, werden motivationslos, sitzen nur noch vor dem Fernseher und werden abgestumpft bzw. depressiv ohne dass sie es merken. In Ausnahmefällen tritt noch die Schizophrenie auf, was aber sehr selten und nur bei Menschen vorkommt, die sowieso schon anfällig sind.

Ich frag mich immernoch was sie genau daran stört, dass er kifft. Rein wegen dem Konsumieren einer illegalen Droge? Oder wird er einfach schläfrig und lasch und das nervt? Oder wird er schlecht drauf wenn er nichts zu rauchen hat und das belastet?
 

Benutzer130914  (36)

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Und schon wieder: Ich bin scheinbar der glücklichste Mensch der Welt :grin:
 

Benutzer131691  (36)

Benutzer gesperrt
Hallo

also, ich oute mich mal.
Ich habe damals (Vorallem als mein Mann im Krankenhaus lag) sehr viel gekifft.
Anfangs um einfach mal den Kopf frei zu bekommen und mir nicht ständig Sorgen zu machen. Habe es auch zwischendurch mit Alkohol gemacht, die Nebenwirkungen waren mir nur unangenehmer.

So, allerdings wurde mir bewusst, das es Schwachsinn war. Weil vorher habe ich mal zum Spaß geraucht. Quasi wenn ich Lust dazu hatte. Und als es ein Mittel zum Zweck wurde, verlor es seinen Reiz und ich habe es gehasst abhänig zu sein.

Also hörte ich auf, weil ich wollte, nicht weil es ein Zwang war.
Aber ich habe nie gesagt, dass ich nie wieder kiffe.

Heutzutage rauche ich hin und wieder mal. (Nicht in der Schwangerschaft und solange ich stille auch nicht)
Es ist etwas, womit ich klar kommen muss, und ich habe soviel Verantwortungsbewusstsein, andere damit nicht zu schaden.
Ich kiffe auch nicht in Gesellschaft, sondern höchstens mal mit meinem Mann gemütlich zusammen. So wie andere ihren Wein trinken, verstehst du?
Beides sind Drogen und beides schadet den Körper. Die eine Droge ist nur legal, die andere nicht.

In anderen Ländern ist kiffen sogar legal? Hättest du weniger ein Problem damit, wenn die Droge auch bei uns erlaubt wäre, so wie Zigaretten?
Oder bist du Alkohol und Zigaretten gegenüber auch so eingestellt?

Trinkst du hin und wieder mal ein Wein, Bier oder was auch immer?
 
2 Woche(n) später

Benutzer125967  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Also, wie die anderen schon sagten, ändert kannst du das alleine nicht. Und ich denke, da hast du auch kein Recht zu, denn du hast ihn ja so kennengelernt, oder nicht?

Was findest du am Kiffen eigentlich so schlimm? Nur wegen der Gesundheit oder gibt es noch andere Gründe?
Mein Freund kifft auch täglich, aber so lange er arbeiten geht und seinen Pflichten nachkommt, stört mich das nicht.
 

Benutzer16282  (37)

Verbringt hier viel Zeit
ich kannte auch jemanden der so ähnlich angefangen hat, und bei dem das immer mehr wurde.
Der hört erst auf wenn ers selber kapiert hat.

Mein Fall hat erst aufgehört, nachdem er sich die Schule versaut hatte, kein Studium, den Hausmeisterjob verloren hat und sich ne Auszeit zum Nachdenken genommen hat. Er ist dann aber gleich ins nächste Extrem gefallen, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Versuch du einfach, dass er dich mit dem Zeugs nicht auch mit runter/reinzieht, dass du aus der Sache rauskommst.
Entweder bedingungslos akzeptieren (was du nicht machen wirst) oder trennen.

Du brauchst auch keine Sorge haben dass es ihm dann schlecht geht. Wenn er diesen Weg weiter geht wird er irgendwann auf die Nase fallen. Um so früher der Zeitpunkt ist , um so besser. Traurig aber wahr...
 

Benutzer6428 

Doctor How
Wenn er wirklich aufhören wollte, würde er es tun, oder nicht?
Wenn du dir das Nasebohren abgewöhnen WOLLTEST...würdest du das doch auch tun, oder?
Er will nicht. Er will es nichtmal versuchen.
Wenn er wollte, würde er sich mit dir hinsetzen und einen Plan entwickeln, was man machen kann. Du planst aber die ganze Zeit ohne ihn.
Er will dich sicherlich behalten, er will aber auch nicht aufhören zu kiffen. So lange das so halbwegs gut geht, wird er nichts machen.
Es ist ebenfalls kritisch, dass er sich jeden Tag zuballern muss...das sollte man nie unterschätzen! Der Junge hat Probleme und du kannst ihm nicht helfen sie zu lösen. Wenn er auf dich zu kommt und dich um Hilfe bittet, kannst du vielleicht etwas tun. So sehe ich aber nicht, wie sich etwas ändern soll...am Ende wird es für dich mit Tränen und für ihn mit einem weiteren Joint enden...
 
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