Mein Freund ist verheiratet

Benutzer100823 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi,

ich hoffe, ihr könnt mir den ein oder anderen Rat geben.

Seit drei Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen. Er ist 35 und ich bin 23. Wir wohnen in der gleichen Stadt, aber wir sehen uns trotzdem nicht ssssooo oft.

Nun wollte ich vom 27.10 also vom letzten Mittwoch bis zum 3.11. also nächsten Mittwoch bei ihm schlafen.

Ich war am Mittwoch abend alleine bei ihm zuhause, weil er länger im Büro war und danach noch einkaufen gehen wollte, da ich auch noch was für die Arbeit tun wollte, aber keinen Edding dabei hatte, habe ich in seinem Arbeitszimmer nach einem gesucht und dabei habe ich, eine Heiratsurkunde gefunden.

Laut dieser Urkunde ist er seit 2002 verheiratet.

Seit acht Jahren!!!

Als er nach hause gekommen ist, habe ich ihn darauf angesprochen und er hat gesagt, das er es mir noch sagen wollte. Er wusste nur nicht wie und wann.

Wir haben gestritten, ich habe dann meine Sachen genommen und bin gegangen.

Seit dem sind fast fünf Tage vergangen und ich habe dutzende E-mails von ihm, Handytextnachrichten und Anrufe. Er ist schon zwei mal bei mir zuhause aufgetaucht und einmal bei mir auf der Arbeit. Laut einer E-mail von ihm ist er seit 2005 von seiner Frau getrennt, aber nicht geschieden.

Ich bin sauer, enttäuscht und fühle mich so benutzt. Am liebsten würde ich ihn erwürgen.

Ich weiss nicht weiter…
 

Benutzer97662 

Benutzer gesperrt
also wenns nur die heirat ist: pf

wenn er noch gefühle für andere frauen hat geht das natürlich nicht, aber das scheint doch nicht der fall zu sein...

find ich jetz nich soooo schlimm
 

Benutzer26398 

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buh ich finde das schon ein starkes Stück das er so etwas drei Jahre lang verheimlicht... eine Heirat ist ja doch was anderes wie eine Beziehung - auch wenn die beiden getrennt leben...

Natürlich stellt sich finde ich auch die Frage ob er komplett die Wahrheit spricht - evtl. sind noch Kinder etc. im Spiel...
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
naja, wenn die ehe nur noch auf dem papier besteht finde ich es nicht sooooo schlimm. kommt aber auch darauf an, was mit der ehe verbunden ist. haus? kinder?
ich wäre aber auch enttäuscht, weil er es dir in 3(!) jahren beziehung nicht erzählt hat. hat er denn einen konkreten grund gesagt, warum er es dir nicht erzählt hat?
 

Benutzer100823 

Sorgt für Gesprächsstoff
@Mikiyo

Kinder hat er nicht. Hat er jedenfalls gesagt.
Er hat gemeint, er wusste nicht wie er mir das sagen sollte und er hätte Angst vor meiner Reaktion
 

Benutzer15352 

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Ich find's trotzdem seltsam, dass er dir das in 3 (!) Jahren Beziehung nicht sagen konnte, wenn's doch ach nur so ne Lappalie ist und sie nur auf dem Papier verheiratet sind :ratlos:. Warum sind sie dann eigentlich nicht schon längst geschieden?

Und die Aussage
Esther schrieb:
er hätte Angst vor meiner Reaktion
find ich auch schwach! Sowas kann man doch am Anfang sagen, ich wäre da bestimmt nicht sauer - aber erst nach 3 Jahren?!
 
V

Benutzer

Gast
Wow, das ist echt ein starkes Stück.
Ich finde überhaupt nicht, dass es eine Lappalie ist, was vielleicht auch daran liegt, dass eine Ehe für mich was ziemlich Bedeutungsvolles ist - auch wenn sie für viele kaum mehr als eine normale Beziehung mit fetter Party am Anfang sein mag. Und ich gebe Daylight recht, wenn diese nur noch auf dem Papier besteht - warum reicht er nicht die Scheidung ein?

Ich wäre mindestens so sauer wie du und hätte auch erst mal keine Lust auf Kontakt.
Wie die Beziehung nun weitergehen soll... ich kann's auch nicht sagen. Aber ich bräuchte erst mal ordentlich Zeit, um das sacken zu lassen.
 

Benutzer74759 

Verbringt hier viel Zeit
Hey,

naja, ich glaube, wenn er dir das schon verheimlicht, dann wird er dir noch mehr verheimlichen. Das Vertrauen wäre dann bei mir schwer angeknackst. Wenn man sowas nicht gleich beim ersten Date sagt,dann finde ich das noch okay, aber ihr seid seit drei jahren zusammen. Ich würde mit ihm sprechen und ihn fragen, was er noch für Ü-Eier in der Hose hat.

Grüße und viel Glück
 
S

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Gast
Es soll Menschen geben die sehen Vergangenheit als Vergangenheit an. Mag sicherlich komisch sein darüber kein Wort zu verlieren aber mal ehrlich, aus welchem Grund wäre er dazu verpflichtet es dir zu erzählen? Hast du ihm deine ganze Vergangenheit offenbart? Er war verheiratet, ist aber seit 3 Jahren mit dir zusammen. Evtl. gibt es auch sehr sehr negative Emotionen mit dieser Ehe? Ich würde sie nicht freiwillig aufrühren wollen. Außerdem ist es auch fraglich in Sachen privater Angelegenheiten des Partners zu kramen, auch wenn du nur einen Stift gesucht hast.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Nee, tut mir Leid, aber ich verzeihe und vertraue niemandem, der mich drei Jahre lang angelogen hat. An deiner Stelle könnte der bleiben, wo der Pfeffer wächst. Mit 35 Jahren kann ich ja wohl annehmen, dass er reif genug ist um über seine Handlungen gut nachzudenken. Und dass es mit jedem Tag Beziehung eher schwieriger als leichter wird, den "passenden Moment" zu finden, um dir zu sagen, dass er verheiratet ist, ist ja wohl klar. So eine fette Lüge zerstört die Grundlage einer Beziehung.
 

Benutzer74759 

Verbringt hier viel Zeit
Es soll Menschen geben die sehen Vergangenheit als Vergangenheit an. Mag sicherlich komisch sein darüber kein Wort zu verlieren aber mal ehrlich, aus welchem Grund wäre er dazu verpflichtet es dir zu erzählen? Hast du ihm deine ganze Vergangenheit offenbart? Er war verheiratet, ist aber seit 3 Jahren mit dir zusammen. Evtl. gibt es auch sehr sehr negative Emotionen mit dieser Ehe? Ich würde sie nicht freiwillig aufrühren wollen. Außerdem ist es auch fraglich in Sachen privater Angelegenheiten des Partners zu kramen, auch wenn du nur einen Stift gesucht hast.

Es geht ja nicht darum, dass er ihr einen Lebenslauf mit aktuellen Daten und zeiten vorlegt- da gebe ich dir vollkommen recht. Aber eine kleine Bemerkung oder ein kurzes Gespräch indem er ihr den Sachverhalt kurz erklärt, hätten es sicherlich auch getan, oder? Natürlich ist er nicht verpflichtet dazu, da gibt es kein Gesetz, aber wie ich schon geschrieben habe zerbröselt einfach das Vertrauen.

Grüße und viel Glück
 
S

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Gast
Was ist, wenn er nur noch verheiratet ist um steuerlichen Vorteil zu genießen? Oder seiner Ehefrau kein Unterhalt bezahlen zu müssen? Irgendeinen Grund wird es wohl schon geben, warum Menschen gewisse Dinge nicht erzählen. Ich frage mich auch, was eine Urkunde daran ändert wie der Mensch ist in den man sich verliebt hat. Er bleibt ja trotzdem der Gleiche.
 

Benutzer96668 

Verbringt hier viel Zeit
ich find das ziemlich krass. vor allem frage ich mich, wann bzw. OB er es dir überhaupt mal gesagt hätte, schließlich hast du es nur durch zufall herausgefunden.
3 jahre sind eine lange zeit und da sollte eine beziehung so gefestigt sein, dass man dem partner sowas sagen kann. udn wie gesagt...es war ja nun nichtmal seine absicht, dir endlich mal reinen wein einzuschenken.
 
S

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Gast
Wenn ich das hier so lese, dann habe ich langsam echt das Gefühl eine Beziehung ist die absolute Aufgabe von Persönlichkeit. Aber der Hammer ist eigentlich, dass er ja nicht mal wirklich dazu kam eine Erklärung abzugeben die dann auch noch auf Verständnis gestoßen ist und dadurch beachtet wurde. Da wird er lieber seit Tagen ignoriert. Entweder liebt dich der Kerl wirklich und du bist ihm absolut wichtig oder er ist einfach nur dämlich sich so weit erniedrigen zu lassen.
 

Benutzer93633  (36)

Meistens hier zu finden
Ich finde, gerade wenn es für ihn nur eine Lappalie ist, die nur noch auf dem Papier existiert, dürfte es ihm nicht so unangenehm sein um über 3 Jahre Beziehung nicht einmal drüber sprechen zu können. Ich denke auch, die wenigsten Frauen würden es sonderlich schlimm finden, wenn ihr neuer Freund ihnen erzählt, das er mal geheiratet hat, sich zwar schon länger getrennt, aber noch immer nicht geschieden ist.
Gründe kann es ja dafür viele geben und man traut Frauen zu wenig zu wenn man meint, sie würden das absolut nicht verstehen können.

Aber die Geschichte nach drei Jahren zufällig heraus zu bekommen ist doch ein hartes Stück. Das Vertrauen wäre, wenn es nicht ganz gebrochen ist, ziemlich angeknackst und ich wäre mehr als skeptisch. Ich würde von ihm verlangen, mir ohne Umschweife die ganze Wahrheit zu erzählen. Den Grund, das er nicht wußte wie er es erzählen sollte, würde ich wohl auch kaum gelten lassen.

Ich würde dir raten, dich zumindest noch einmal mit ihm zu treffen. Sprecht euch aus, hör dir an was er zu sagen hat - und dann hör auf dein Herz. Du wirst am besten wissen, was du verkraften und verzeihen kannst.
 

Benutzer15352 

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Wenn ich das hier so lese, dann habe ich langsam echt das Gefühl eine Beziehung ist die absolute Aufgabe von Persönlichkeit.
Genau. Und wenn er drei Kinder hat, muss er das natürlich auch nicht sagen. Oder wenn er nebenbei noch fünf andere Nebenfreundinnen hat :rolleyes:.

Was ist, wenn die TS ihren Freund demnächst hätte heiraten wollen? Hätte er ihr dann am Standesamt gestanden, dass er sich vorher noch schnell scheiden lassen muss :ratlos:?

Ich finde es jedenfalls keine "absolute Aufgabe der Persönlichkeit" wenn man gewisse Dinge offenlegt. Und dazu gehören für mich eben auch Sachen wie Heirat (zumal sie ja offiziell immer noch besteht), Kinder, etc. dazu...
 

Benutzer46728 

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Enttäuscht wäre ich auf jeden Fall. Würde aber die ganze Story hören wollen, bevor ich da Konsequenzen draus ziehe.
Gebe aber auch Sit|it|ojo recht.
 
S

Benutzer

Gast
Genau. Und wenn er drei Kinder hat, muss er das natürlich auch nicht sagen. Oder wenn er nebenbei noch fünf andere Nebenfreundinnen hat :rolleyes:.

Ein wenig Übertreibung? Aber mal im ernst, müsste er das mit den Kindern erzählen? Nein, solange nicht, wie die TS jemals damit in Berührung kommen würde. Es wäre ja seine Sache, eben weil es auch seine Kinder sind/wären.

Was ist, wenn die TS ihren Freund demnächst hätte heiraten wollen? Hätte er ihr dann am Standesamt gestanden, dass er sich vorher noch schnell scheiden lassen muss :ratlos:?

Dann würde er wohl in eine Zwickmühle stecken. Der Grund ist aber immer noch nicht geklärt. Man könnte ihn also weiter an den Pranger stellen oder die TS ringt sich durch wenigstens den Grund in Erfahrung bringen zu können.

Ich finde es jedenfalls keine "absolute Aufgabe der Persönlichkeit" wenn man gewisse Dinge offenlegt. Und dazu gehören für mich eben auch Sachen wie Heirat (zumal sie ja offiziell immer noch besteht), Kinder, etc. dazu...

Ich habe schon ein paar Gründe erwähnt, die ein mögliches Warum erklären könnten. Und ja ich finde diese "Empörung" schon irgendwie als Aufgabe seiner Persönlichkeit.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Hast Du ihm denn Gelegenheit gegeben, etwas zu seiner Ehe zu erklären?
Er ist seit 2005 nicht mehr mit ihr zusammen, aber anscheinend gabs keine Scheidung. Gibt es dafür einen Grund? Du bist seit 2007 mit ihm zusammen; ich würde ihn wohl fragen, warum er so eine Angst davor hatte, wie Du reagierst. Wenn er mit ihr nicht mehr zusammen ist und die Gefühle für sie längst nicht mehr vorhanden sind, dann gibt es doch nicht unbedingt einen Anlass, vor der Reaktion Angst zu haben? Oder bist Du sonst so eine "Furie"? :zwinker:
Weiß er vielleicht, dass ggf. für Dich die Ehe etwas ganz Besonderes ist und für Dich ein geschiedener Mann nicht in Frage kommt oder dergleichen? Habt Ihr Euch in den drei Jahren denn mal über frühere Beziehungen unterhalten? Was hat er da zu seinem Vorleben gesagt?

Ich halte es für sinnvoll, dass Ihr miteinander sprecht. Er sollte Dir vielleicht mehr zu seiner Ehe erzählen - auch dazu, warum sie nicht mehr liiert, aber noch verheiratet sind. Ich würde ihn auch fragen, ob er denn - wenn Du nichts von seiner Ehe erfahren hättest - mal überlegt hätte, ob eine Scheidung eine zu ergreifende Maßnahme wäre. Und was er jetzt vorhat, also ob eine Scheidung in Betracht kommt (unabhängig von Deiner Reaktion auf seine Ehe).

Off-Topic:
Eine Frau aus meinem Bekanntenkreis ist vor vielen vielen vielen Jahren mal eine Scheinehe eingegangen - zu dem Zweck, einem Ausländer hier Arbeit zu ermöglichen. War ein rein zweckmäßiger Deal. Sie hat sich dann später scheiden lassen (ihr damaliger Gatte hat im Übrigen nie Sozialleistungen des deutschen Staates bezogen). Von dieser Ehe bzw. von ihrem Familienstand "geschieden" erzählt sie ihren neuen Partnern auch nicht unbedingt gleich, auch ihre Eltern wissen bis heute nichts davon. Aber das ist vermutlich eine Sondersituation - und auch etwas, das nicht jeder gutheißen kann.
 

Benutzer36171 

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Es soll Menschen geben die sehen Vergangenheit als Vergangenheit an. Mag sicherlich komisch sein darüber kein Wort zu verlieren aber mal ehrlich, aus welchem Grund wäre er dazu verpflichtet es dir zu erzählen? Hast du ihm deine ganze Vergangenheit offenbart? Er war verheiratet, ist aber seit 3 Jahren mit dir zusammen. Evtl. gibt es auch sehr sehr negative Emotionen mit dieser Ehe? Ich würde sie nicht freiwillig aufrühren wollen. Außerdem ist es auch fraglich in Sachen privater Angelegenheiten des Partners zu kramen, auch wenn du nur einen Stift gesucht hast.

Entschuldigung, aber eine Partnerschaft in der ich als Partner über so wichtige Dinge nichts weiß, ist für mich keine Partnerschaft. Nach drei Jahren des Zusammenseins würde ich erwarten, dass ich über so wichtige Punkte in seiner Vergangenheit weiß!
Ich jedenfalls hätte nach so einer Offenbarung das Gefühl, meinen Partner gar nicht zu kennen, aber vielmehr noch würde ich mich fragen, über was wir eigentlich die ganzen drei Jahre geredet haben... :hmm:

Für manche mag ein solch lockeres Zusammensein okay sein; für mich ist eine solche Partnerschaft ein Albtraum... ich will über meinen Partner nicht genauso viel wissen, wie über irgendeinen losen Bekannten. Das ist für mich friendship with benefits.

Das hat auch überhaupt nichts mit Aufgabe der Persönlichkeit zu tun, sondern mit das Leben miteinander teilen. Für viele jedenfalls bedeutet eine Beziehung, dass man sehr viel miteinander teilt... für dich nicht: okay. Aber für die TS ganz offensichtlich schon.
Wenn es für dich die Aufgabe deiner Persönlichkeit ist, deiner Freundin von deiner langjährigen Ehe und deinen drei Kindern zu erzählen, bitteschön.
Den Zusammenhang sehe ich nicht und ich finde auch, es klingt etwas paranoid. Schließlich ist man mit einem Menschen doch zusammen, weil man ihn liebt (jedenfalls nach drei Jahren kann das wohl annehmen). Man kann aber nur jemanden lieben, den man hinreichend gut kennt.
Ich frage mich, wie gut man jemanden kennen kann, über dessen Vergangenheit man nichts weiß.
 
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