Mein Freund hat kein Selbstwert/Selbstbewusstsein...

Benutzer122880  (31)

Ist noch neu hier
Hallo,

ich (22) bin jetzt 2 Jahre mit meinem Freund (23) zusammen und halte es langsam nicht mehr aus.

Am anfang war alles gut, wir hatten eine sehr glückliche Beziehung, nur nach und nach wurde er mir gegenüber immer offener. Mit der zeit sah ich immer mehr was er eigentlich für einen zerbrochenen Charakter hat.

Er schläft nicht mehr mit mir, blockt jegliche Annäherungsversuche meiner seits. Mit mir will er fast gar nicht mehr reden. Auch zu umziehen geht er aus dem Raum wo ich bin. Manchmal finde ich es lächerlich, aber dann denke ich immer daran, was er in seiner Kindheit durchgemacht hat.

Seine Eltern haben ihn wohl nur geschlagen, und bedroht, mit Messern usw. Sein Vater hat ihm immer gedroht er bringt ihn um... Seine Mutter hat wohl mit gemacht.

Wenn ich ihm sage er solle eine Therapie machen, rastet er völlig aus. Er wird nicht gewaltätig mir gegenüber sondern schreit mich an. Und geht mir aus dem Weg. Er verlässt kaum noch die Wohnung, außer um Arbeiten zu gehen. Er verdient sehr gut, da ich ebenfalls Arbeiten gehe, leben wir gut. Also kann es daran nicht liegen.

Er lässt sich auch nicht gehen, er Pflegt sich schon. Aber er findet sich Abscheulich und unausstehlich, er würde nichts auf die reihe kriegen. Wenn ich das wieder spreche, kommt nur: Jaja lass mich doch einfach in ruhe.

Ich will ihn nicht alleine lassen, kann aber langsam auch nicht mehr :frown:
 

Benutzer106891 

Öfter im Forum
Das klingt nicht nach etwas, was du lösen kannst. Wenn er in keine Therapie gehen will, dann wird sich auch nicht so bald etwas ändern. Ich würde Schluss machen, du wirst da sicher nur unglücklich.
 

Benutzer112177 

Meistens hier zu finden
Wenn sie einfach so Schluss macht, wird es sicher nicht besser mit ihm...
Du solltest trotzdem mit ihm das Gespräch suchen; ist er sich bewusst, dass du nicht mehr kannst?
Es ist klar, dass er erstmal nicht in die Therapie will. Den wenigsten ist klar, dass Psychologen helfen und man nicht abartig ist, wenn man da hingeht.
 

Benutzer92925 

Verbringt hier viel Zeit
Versuche mal mit ihm zusammen rauszufinden was für Stärken er hat und findet zusammen raus wie er die mobilisiert.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Wenn er zu viel Angst davor hat, zu einem Psychologen mit seinen Problemen zu gehen, dann musst du versuchen, ihm den Rücken zu stärken. Vermutlich hat er es als großes Glück empfunden, eine Freundin zu finden, der er sich öffnen und diese ganzen schlimmen Dinge mitteilen kann. Das war für ihn vielleicht in gewisserweise sogar schon der erste Schritt zur Heilung. Jetzt legst du ihm aber nahe, er solle zu einem Psychologen und erzeugst für ihn natürlich Druck.

Menschen, die derart schlimmes erlebt haben, haben oftmals Bollwerke um ihre verletzten Gefühle errichtet und die lässt er dich gerade spüren. Das er sich dir entzieht kann gut diese Abwehr sein. Vielleicht ist es auch der Scham oder die Verzweifelung, dass er sich selbst unfähig fühlt, diesen Schritt zu machen und dich quasi das alles auch noch spüren lässt? Da kann eine ganze Menge bei ihm los sein und von daher ist es nicht ganz einfach, dir hier einen Rat zu geben. Ein paar Dinge lassen sich jedoch sagen:

In erster Linie - und das ist sehr wichtig - muss du dich selbst schützen! Ein psychisch kranker Partner kann bei einem selbst Psychosen auslösen. Du kannst daran verzweifeln, ihm nicht helfen zu können und so leiden zu sehen und das ist nicht gut. Das kann weder in deinem noch in seinem eigenen Interesse sein, wenn er dich mag. Folglich musst du ehrlich zu dir sein und erkennen, wann du diesen Kampf mit ihm nicht mehr unbeschadet weiterführen kannst und im schlimmsten Fall dann leider auch Schluß machen, bevor es zu einer noch größeren Katastrophe kommt.

Nachdem das geklärt ist, zu ihm: er muss in eine Therapie. Du kannst ihn mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei solch einem Hintergrund nicht heilen. Du kannst ihn aber auf seinen langen Weg unterstützen, indem du ihn beim reflektieren hilfst. Das, was ihm letztendlich davon abhält, sich in Therapie zu begeben, steckt in ihm drin. Es sind Blockaden, Ängste, Stolz und womöglich auch eine Menge falscher Vorstellungen im Spiel. Diese Mechanismen sieht er vielleicht selbst nicht, aber du als Partnerin kannst sie ihm erklären. Natürlich muss er dir dafür aber zuhören. Das erste, woran du arbeiten musst, ist also, dass er dir wieder zuhört und dich nicht länger abwehrt. Wenn du diese Kommunikation mit ihm nicht mehr reparieren kannst, kannst du auf ihn auch keinen Einfluss nehmen. Meinst du, er wird dich weiterhin nur anschweigen? Wie lange geht das denn schon so?
 
M

Benutzer

Gast
Das klingt fpr mich nicht nach etwas, an dem du etwas ändern kannst. Selbstbewusstsein besteht aus den Worten Selbst und Bewusst Sein und Selbstvertrauen, und es klingt nicht danach, dass sich dein Freund über sich selbst bewusst ist, sich selbst vertraut. Daran kann nur er allein etwas ändern. Man kann einem Menschen tausend Mal sagen, dass er toll/hübsch/lieb/... ist, aber wenn er es nicht annimmt, ist das sch...egal. Es bedeutet nichts, sind nur Wrte die nicht hindurchdringen, weil er sie nicht läst. Mein pers. Fazit: Therapie. Und wenn diese nict machen will, dann wird sich auch nichts ändern. (Dummerweise setzen viele noch den Gedanken voraus, eine Therapie lässt schwach erscheinen oder total bekloppt, dabei ist es nichts anderes als ein Doc für die Seele) . Du kannst ihm nich helfen..
 

Benutzer122880  (31)

Ist noch neu hier
Seit ein einhalb Jahren weiß ich es, seit einem dreiviertel Jahr ist es ganz schlimm geworden...
Wenn ich mich trennen würde, käm ich gar nicht damit klar, der gedanke ihn einfach so im
stich zu lassen, würde mich fertig machen....
 

Benutzer109616 

Sorgt für Gesprächsstoff
Gab es einen bestimmten Auslöser, dass es auf einmal so schlimm geworden ist?
 

Benutzer122880  (31)

Ist noch neu hier
Nein nicht wirklich, ich habe so keinen Auslöser bemerkt ?!?
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren