Mein Freund denkt echt nur an Sex

Benutzer71062 

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Hallo Ginny,

das Bsp mit dem Sport hinkt insofern, weil der eine Partner warscheinlich auch ohne den anderen laufen, schwimmen usw kann. Das ist beim miteinander schlafen nicht möglich. SB sehe ich da nicht als Alternative an. Aber um dieses Beispiel mal weiterzudenken: Beide haben zusammen Tennis gespielt. plötzlich hat sie keine Lust mehr. Soll er jetzt auch mit dem Spielen aufhören oder sich eine andere Partnerin suchen?
 

Benutzer31418 

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Aber um dieses Beispiel mal weiterzudenken: Beide haben zusammen Tennis gespielt. plötzlich hat sie keine Lust mehr. Soll er jetzt auch mit dem Spielen aufhören oder sich eine andere Partnerin suchen?
Das bleibt ihm überlassen, ich an seiner Stelle würde mir einen anderen Tennispartner suchen, Tennis ist ja nichts, was man speziell mit dem Partner teilt. Was aber nicht geht, ist, dass sie sich dennoch dazu überwindet und weiterhin mit ihm spielt, okbwohl sie keinen Spaß mehr daran hat. Das wäre doch traurig und kann unmöglich beiden den gleichen Spaß wie vorher bereiten. Man muss einfach damit rechnen, dass sich die Bedürfnisse des Partners im Laufe der Zeit mal ändern. Und in einer guten Beziehung sollten dann ja trotzdem noch genug Gemeinsamkeiten übrig bleiben, damit es nicht zu große Auswirkungen hat.
Das ist beim miteinander schlafen nicht möglich. SB sehe ich da nicht als Alternative an.
Nun ja, ich wiederum sehe es aber auch nicht gerade als Alternative, dass man Sex erlebt, den ein Partner ohne jede Leidenschaft erlebt. Das ist doch auch nicht das Gleiche wie wenn beide mit Feuereifer bei der Sache sind. Ehrlich, ich kenne genug Männer, die das einfach brauchen, dass die Freundin selbst total heiß ist und denen es eher vergeht, wenn sie spüren, dass sie was anderes viel lieber machen würde. Das macht es so kompliziert, in diesem Bereich von Kompromissen zu sprechen, denn diese Kompromisse sind gewöhnlich für beide unbefridiegend.
 

Benutzer71062 

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Sie geht aber gern spazieren. Er absolut nicht. Wäre es dann nicht möglich, dass sie jedes zweite mal mit Tennisspielen kommt und er jedes zweite mal mit spazieren geht? Und jeder Partner macht das Nichtgeliebte für seinen Partner aus Liebe mit. Nicht für sich selbst, sondern aus Liebe. Und der andere Partner nimmt diesen "Liebesdienst" im Bewusstsein an, dass sein Partner aus Liebe etwas vollkommen uneigennütziges für ihn tut.

Ich denke, dass das auch ein schönes Gefühl ist.

In Deutschland nehmen etwa 1,2 Millionen Männer nehmen täglich sexuelle Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch. (Quelle: Prostitution - Zahlen, Daten, Fakten - eine Einschätzung der Situation in Deutschland, Claudia Mehner, Fachbereich: Sozialpädagogik / Sozialarbeit Kategorie: Seminararbeit, Jahr: 2002 Seitenzahl: 19, Note: 1, Veranstaltung: Sexualpädagogik)


Ich nehme mal an, dass die meisten Damen des horizontalen Gewerbes keine Lust dabei empfinden. Die Männer scheint das nicht zu stören.
 

Benutzer31418 

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Sie geht aber gern spazieren. Er absolut nicht. Wäre es dann nicht möglich, dass sie jedes zweite mal mit Tennisspielen kommt und er jedes zweite mal mit spazieren geht? Und jeder Partner macht das Nichtgeliebte für seinen Partner aus Liebe mit. Nicht für sich selbst, sondern aus Liebe. Und der andere Partner nimmt diesen "Liebesdienst" im Bewusstsein an, dass sein Partner aus Liebe etwas vollkommen uneigennütziges für ihn tut.

Ich denke, dass das auch ein schönes Gefühl ist.
Da drehen wir uns im Kreis - ich unterscheide, wie schon erwähnt, zwischen Alltagsdingen und den wirklich intimen Dingen wie Sex. Das steht für mich nicht auf der gleichen Stufe. Bei Alltagsdingen wie jemanden zum Einkaufen begleiten finde ich Kompromisse in Ordnung, da habe ich gar nicht den Anspruch, dass man richtig viel Spaß dabei hat. Sex dagegen ist für mich eine exklusive Sache, die für mich nur dann Wert hat, wenn es beide etwa gleichermaßen wollen, sonst verfehlt es seinen Zweck. Und nein, ich finde solche "Liebesdienste" nicht unbedingt schön. Ich will nicht eine Beziehung aus lauter Kompromissen führen, sondern jemanden haben, der von vornherein meine Interessen teilt und nicht nur aus Liebedienst mitgeht. Da würde mir weder das Spazierehngehen noch das Tennisspielen Spaß machen. Da verzichte ich lieber und mache das dann mit anderen Leuten und mit dem Partner nur das, was beide interessiert. Das gilt für alle Sachen, die mir im Leben wichtig sind.

Ich nehme mal an, dass die meisten Damen des horizontalen Gewerbes keine Lust dabei empfinden. Die Männer scheint das nicht zu stören.
"Die Männer", die das nicht stört, die finde ich auch ziemlich scheußlich -mit so jemandem würde ich nicht zusammen sein wollen. Das habe ich auch schon in enstprechenden Prostituierten-Threads vermerkt.
 

Benutzer71062 

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O.K. Du gehst in Sachen Sex also keine Kompromisse ein. (in anderen auch nicht, da verzichtest du lieber)

Du gestehst aber ein, dass sich Menschen und damit ihre Vorlieben und ihr Bedürfnis nach Sex im Lauf der Zeit ändern.

Was machst du, wenn du dich mit deinem Partner sexuell auseinanderentwickelst?

Wie lange dauern deine Beziehungen?
Wie oft muss dein Partner SB machen?
Verletzt dich das dann nicht, weil du das Gefühl hast, ihm nicht mehr zu genügen?

Wenn du keine Lust auf Sex hast, soll dein Partner auch keine haben? Er hatte dich aber als lustvoll kennengelernt und du hast dich verändert? Also soll er sich von dir trennen?
 

Benutzer31418 

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Ich hab diesen Fall noch nicht erlebt, dass ich dem Partner nicht genüge etc, deswegen kann ich nicht genau sagen, wie ich reagieren würde - das sehe ich dann, falls es so kommen sollte. ;-) Wozu sollte ich mir auch über ungelegte Eier Gedanken machen. Bisher hab ich so ziemlich immer Lust auf meinen Partner und das hat sich auch nach mehreren Jahren nicht geändert. WENN man sich ändert, dann würde ich erst mal eine Weile abwarten, obs nur eine Phase ist oder so bleibt und nach Gründen suchen und in der Zwischenzeit Verständnis und Zurückhaltung vom Partner erwarten. Sollte man sich gravierend auseinander entwickeln und keiner eine Chance sehen, dass man noch mal zueinander findet, dann kann ich eine Trennung schon verstehen, weil es nichts bringt, wenn man unglücklich ist.

Detaillierter kann ich deine Fragen leider nicht beantworten, weil ich nicht öffentlich über Intimitäten in meinen Beziehungen spreche. :zwinker:
 

Benutzer71062 

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Du musst die Fragen auch nicht mir beantworten.

Wenn man sich auseinanderentwickelt ist die Trennung natürlich auch eine Möglichkeit.

Aber wenn Kinder da sind überlegt man sich das.

Dann werden Kompromisse gesucht, die natürlich immer vom Optimalen abweichen. Folgen sind Unzufriedenheit wegen Sexverzicht, Unzufriedenheit wegen Sexdruck, Fremdgehen, etc.

M.M. könnte man den ganzen Stress der dadurch entsteht vermeiden, indem man Sex auf der einen Seite wichtiger und auf der anderen Seite nicht so wichtig nimmt.

Wichtiger, weil er eine Beziehung maßgeblich beeinflussen kann. Wenn man sich sexuell auseinanderentwickelt, müssen beide daran arbeiten. Problematisch sind sture Standpunkte wie "Ich habe keine Lust, ich bin nicht zu deiner Befriedigung da". (Natürlich hat sie das Recht, so etwas zu sagen.) Wenn er entgegnet: "dann hole ich mir die Befriedigung eben anders" (natürlich hat auch er ein Recht auf Befriedigung.)

Schon haben wir eine Rechtfertigung fürs Fremdgehen.

Unwichtiger: Weil man die sexuelle Befriedigung auch als ein Grundbedürfnis ansehen kann. Genauso wie Essen und Trinken.
Als etwas ganz normales, dass man nicht auf ein Podest heben muss.
 

Benutzer31418 

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Unwichtiger: Weil man die sexuelle Befriedigung auch als ein Grundbedürfnis ansehen kann. Genauso wie Essen und Trinken.
Als etwas ganz normales, dass man nicht auf ein Podest heben muss.
Und genau das möchte ich nicht. Das können andere natürlich gerne machen, ich selbst fände es einfach nur schade, keine Unterschiede zwischen gewissen Bedürfnissen zu machen.
 

Benutzer22353 

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@ Balbo

Auch ein Beispiel: Mann und Frau lernen sich kennen, es klappt prima im Bett, beide wollen ca 4 x die Woche.

Sie heiraten, bekommen ein Kind, die Frau verliert die Lust am Sex. Möchte nur noch einmal im Monat. Bei Ihm hat sich nichts geändert.

Was nun? Keine Kompromisse eingehen? Trennen? Hat er nicht das Recht auf vier mal, unter diesen Bedingungen hat er sie doch kennengelernt und ist die feste Bindung eingegangen.

Im konkreten Fall hat sich auch die Lust der TS verändert. Also Trennung. Hier mag es ja noch einfach sein. In einer Ehe mit Kindern geht frau dann doch wohl eher zunächst einen Kompromiss ein

Entweder der Mann kann damit recht gut leben ,dass er nun weniger sex hat oder im anderen falle wird er mit der zeit sehr unzufrieden werden oder er geht fremd etc .etc.... Beides kann dann zur Trennung führen. Die Partner haben sich eben auseinander
entwickelt -passiert ja öfters. Die beiden sind eben nicht mehr "kompatibel" zueinander, Aber der Mann hat ja deswegen kein recht auf 4-mal Sex nur weil es früher vielleciht so war und früher beide damit zufrieden waren.
Es würde ihm ja auch nix bringen wenn die frau trotzdem 4-mal sex in der Woche mit ihm hat. denn in diesem fall ist es die frau ,die sich dann nicht verstanden fühlt und das wiederum wird auch wieder zu Spannungen und Problemen führen.

Obendrein versteh ich nicht was es einem mann bringen soll ,wenn die Frau aus Pflichterfüllung sex mit ihm hat - das ist doch furchtbar.
Lieber hab ich doch weniger Sex und dafür sind beide mit voller Freude und Lust daran beteiligt
 

Benutzer81654 

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Wenn er es so nötig hat, soll er sichs halt selbst machen.. :zwinker: du könntest ihm vielleicht noch anbieten, das Du ihm dabei hilfst.. damit sollte er höchst zufreiden sein!!

würde ich auch sagen. biete ihm einfach eine hilfe an.
dann ist der zufrieden. vielleicht schenkst du ihm auch mal einen prono. hat meine olle mal gemacht...

grüße
 

Benutzer77664  (42)

Verbringt hier viel Zeit
Ich führe hier mal eine andere These an: Liebe gibts nicht! Wir Männer suchen(verlieben) uns nur potenzielle Partner die unserem Idealbild entsprechen. Zum beispiel ist 90-60-90 nicht um sonst das perfekte Maß, da eine Frau dann am gesündesten und robustesten aussieht und somit die Kinder austragen und aufziehen kann. Frauen suchen Partner die dominant sind, sich durchsetzen und vor allem sie beschützen können, sie ernähren und auch auch auf die kinder aufpassen können.
Für Männer gilt natürlich noch, das sie ihr Erbmaterial am liebsten so weit wie möglich streuen wollen.(das alles hat die Steinzeit in uns hinterlassen. Es ist so in unseren Genen verankert worden und heftet noch jetzt an ihnen.)
Ansonsten muss ich dandy77 recht geben! Männer wollen Sex, aber nicht unbedingt umsonst wir geben ja auch was zurück, aber unser Handeln gegenüber einer Frau zielt immer darauf ab unsere Erbdaten weiter zu geben.
Klingt zwar hart ist aber so.:tongue: :zwinker:

Seit der Steinzeit hat sich das Hirnvolumen des Homo sapiens schon ziemlich vergrößert. Was könnte das bedeuten?
Und Mädels mit den zarten Modellmaßen 90-60-90 für besonders robust und gebärfähig zu halten, finde ich wenig steinzeithaft...Aber das nur off topic (leider check ich nicht, wo die off topic funktion ist)
 

Benutzer77893 

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@bettysue
Naja die Hungerhacken sind aber auch nicht so gefragt unter Männer, daher könnte man das von der Steinzeit ableiten. Aber ist schon richtig, wir leben nicht mehr in der Steinzeit...

Off-Topic:
Einfach nach OT schauen oder selber eintippen [ O T ] offthetopic text [ / O T ] natürlich ohne die Leerzeichen.


Was ich mich aber wirklich frage ist, sind die Sex Bedürfnisse von Männer, aber auch von Frauen wie ich hier schon gelesen habe, so hoch, das man ohne Sex nicht mehr auskommt? Manche vergleichen das ja gerne mit Essen und Trinken, aber Sex ist kein Grundbedürfnis bzw. man kann ohne Sex auskommen, aber nicht ohne Essen oder besonders ohne Trinken. Daher finde ich die Forderung an die Frau sie müsst dem Mann dem Sex geben Unsinn! Jedenfalls wird eine Beziehung ohne Sex nicht lang bestehen können, aber ob man nun täglich oder jährlich Sex hat ist doch eine Entscheidung und kein Grundbedürfnis.
 

Benutzer42447 

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Ich kenne beide Seiten.
War selber schon in der situation,dass der partner öfter sex wollte als ich...das lag aber letztlich auch daran,dass ich meinen partner nicht mehr anziehend fand und die beziehung sowieso beenden wollte...
bei meinem letzten partner wars so, dass ich teilweise lust hatte, er aber nicht und total "müde" war....naja..ich lag dann im bett neben ihm un habs mir selber gemacht..total bescheuert..un er is schön eingeschlafen dabei...ich hab mich manchmal gefragt,ob ich im falschen film bin oder ob er anderweitig sex hat..aber das hat er immer verneint....aber naja, hat sich nun auch erledigt.

trotzdem finde ich, man kann vom anderen nicht fordern, dass er es einem macht, nur weil man selber lust hat, der andere aber überhaupt nicht.
 

Benutzer10752 

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Was nun? Keine Kompromisse eingehen? Trennen? Hat er nicht das Recht auf vier mal, unter diesen Bedingungen hat er sie doch kennengelernt und ist die feste Bindung eingegangen.

Im konkreten Fall hat sich auch die Lust der TS verändert. Also Trennung. Hier mag es ja noch einfach sein. In einer Ehe mit Kindern geht frau dann doch wohl eher zunächst einen Kompromiss ein

Zunächst mal: Im Gegensatz zu dem, wie du hier anfangs im Thread aufgetreten bist, kannst du ja mittlerweile durchaus differenziert argumentieren. Und ich gebe dir recht, dass sich unterschiedlich entwickelnde Interessen durchaus ein Problem in einer Beziehung sein können.

Die zwei entscheidenden Punkte, die du aber noch immer anders beantwortest, sind:

a) Wie kommen Mann und Frau überhaupt zusammen? Bei dir geht es immer so ein wenig in die Richtung "Zufall" oder "Sexuelle Begierde" (das hast du ja sogar so als These aufgestellt). Das ist halt der erste Punkt, an dem ich deutlich anderer Meinung bin. Wer eine langfristige Beziehung/Ehe sucht, der sollte halt nicht schon am ANFANG der Beziehung Kompromisse eingehen oder sich ständig wünschen, dass der Partner sich dort oder da ändert. Nach 10, 20, 30 Jahren Zusammenleben ist das eine ganz andere Frage. Nach 20 Jahren gutem Zusammenleben schafft aber auch schon das Zusammenleben selbst eine Art Zusammenhalt, der solche Kompromisse möglich macht. Kurz und gut, und auch da haben unsere modernen Kurz-Partnerschaften ihren Sinn, "ausprobieren", ob man zueinander passt (auch sexuell) ist wichtig. Am Anfang bereits nur auf Kompromisse zu setzen, führt in die Krise oder zumindest in die Frustration für eine der Parteien.

b) Hat jemand ein "Recht" auf irgend ein Verhalten seines Partners? Das haben jetzt andere schon mir dir durchdiskutiert, auch da sage ich nein. Wenn ich eine Frau liebe und mehrere Jahre mit ihr verbracht habe, und merke, dass sie Sex haben möchte, dann wird mich das im Normalfall auch immer ein wenig erregen. Ich spreche jetzt von mir, denn bei mir weiß ich, was in meinem Kopf vorgeht. Ich kann nicht für andere sprechen. Aber ich gehe sehr fest davon aus, dass es meiner Frau genauso geht. Auf diese Art und Weise ist ein "Kompromiss" möglich und streng genommen eigentlich auch kein Kompromiss.

Etwas nur zu tun, weil der andere es halt will, und man selbst gar keine Lust hat, lehne ich ab. Mit einer Partnerin, die sowas von mir verlangen würde (egal auf welcher Ebene, sei es Kino oder Sex oder sonstwas) wollte ich nicht zusammensein. Und ich würde so etwas auch nicht von meiner Partnerin fordern wollen.

@ LouisKL
Ein Paar Quellen u. a. auch einer vom Spiegel mit Entgegengesetzter Meinung

Danke dafür, aber das beweist trotzdem noch nichts. Der Großteil der Quellen sind ja gerade populär-pseudowissenschaftliche Medien wie "Petra" oder John Gray, die solchen Thesen ja ihre Leserschaft zu verdanken haben. Es macht halt unglaublich Spaß, über Unterschiede und "prädestinierte" Charaktereigenschaften aufgeklärt zu weden. Das sieht man ja auch an der ungebrochenen Lust an Astrologie und Sternzeichen. ("Ich glaub ja nicht dran, aber man weiß ja nie...", etc.pp.)

Spiegel TV hat mit dem "Spiegel" redaktionell übrigens auch nichts zu tun, außer den Namen für Werbezwecke zu benutzen. Wobei ja nun auch der Spiegel selbst kein wissenschaftliches Blatt, sondern eben ein Polit-Magazin ist.

Und all das ändert eben nichts an der Tatsache, dass Wissenschaft auch gelegentlich neue Erkenntnisse aufwirft oder alte Erkenntnisse in Frage stellt. Oder dass es über Jahrzehnte hinweg verschiedene Denkschulen gibt.

Gerade bei Argumentationen wie "In der Steinzeit war es so..." wundert mich das überhaupt nicht, denn wenn man mal genau Archäologen fragt, was wir tatsächlich über die Steinzeit wissen, und wie wir an unsere Ergebnisse kommen, dann ist vieles ziemlich dünn. Allein von Höhlenmalereien oder Knochenfunden kann man halt nicht wirklich auf menschliches Sozialverhalten schließen. Das wäre so, als würden Generationen 1000 Jahre nach uns, uns aufgrund von einer herausgerissenen Seite eines Bocuse-Kochbuchs und Schmuck-Überresten beurteilen.

Da drehen wir uns aber im Kreis. Du glaubst eben an deine wissenschaftlichen Thesen, die du da gelesen hast, und ich folge eben lieber neueren Erkenntnissen, die das ganze in Zweifel ziehen.
 

Benutzer71062 

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@ Louiskl

ich finde nicht, das meine Argumentationsweise sich geändert hat.

Wir haben nunmal unterschiedliche Meinungen von bestimmten Themen. Meine Thesen sollten aber nicht damit widerlegt werden, dass die von mir angegebenen Quellen als populärwissenschaftlich oder veraltet abgetan werden. Auch die von dir genannte einzige Quelle von Rafaela von Bredow ließe sich populärwissenschaftlich in die Emanzipations-Ecke stellen. Die Aussagen in der "Petra" bassieren nicht auf Lesermeinungen sondern auf einer Umfrage des Gewis-Institut, das repräsentativ 1.049 Frauen und Männer im Alter von 25 bis 39 Jahren befragte.
Die anderen Quellen sind keine zwei Jahre alt.


Zu a)

Pärchen kommen mehr oder weniger zufällig zusammen. Dabei werden die für eine längerfristige Beziehung für beide wichtigen Kriterien objektiv nur zum Teil erfüllt, subjektiv aber anders bewertet. Ob es nun an "Duftstoffen" liegt oder nicht, der Satz Liebe macht blind" hat schon seine Bedeutung. Erst im Laufe der Beziehung klärt sich der Blick und ist nicht mer rosarot. Dann werden Kriterien auch anders bewertet, es werden auch negative Persönlichkeitsmerkmale des Partners wahrgenommen. Solange die positiven die negativen überkompensieren, bleibt die Beziehung estehen. Man geht das erste mal Kompromisse ein. Dieser Prozess der Bewertung ist permanent und bestimmt die Dauer der Beziehung. Veränderungen, die zu Kompromissen führen treten also schon nach 6-12 Monaten einer Beziehung auf, wenn die rosa Sichtweise, und damit die subjektive Bewertung bestimmter Kriterien, verblasst. Weiter "äußere Einflüsse" können zu einem veränderten Verhalten führen (neuer Job, mehr Stress, Heirat, Arbeitslosigkeit, Kind, Krankheit) und zum Eingehen von Kompromissen führen. Auch schon in den ersten 5 Jahren einer Beziehung.

Zu b)

Stellen wir uns mal vor, eine Beziehung würde mit einem Vertrag eingegangen (Nicht gleich wieder aufregen, ist nur ein Denkansatz). Dann wurde dieser Vertrag unter bestimmten Bedingungen geschlossen (z.B. 4-5 mal Sex). Diese Bedingungen bestanden eben am Anfang der Beziehung. Jetzt kommt einer der Partner seinen "Verpflichtungen" nicht mehr nach. In so einem Fall hätte man die Möglichkeit, auf Pflichterfüllung zu klagen, Schadensersatz zu fordern und wenn das nicht erfolgt, das Recht den Vertrag zu kündigen. Nicht viel anders läuft das im Prinzip bei Beziehungen ab. Jeder Partner in einer Beziehung hat natürlich das Recht, die Beziehung zu lösen, wenn es nichtmehr funktioniert. Aber auch hier gibt es "Kündigungsfristen" und "Nachbesserungsfristen" :zwinker:


Aufgrund unserer Diskussionen und dem damit verbundenem Lesen von Artikeln, habe ich aber auch neue Erkenntnisse gewonnen, die natürlich auch Auswirkung auf meine Thesen hat. Heute würde ich sie so formulieren:

1.) Männer haben durchschnittlich ein höheres Bedürfnis an Sex als Frauen.

Aber (und das ist neu) die Unterschiede in jedem Geschlecht (also die Bandbreite innerhalb der Männer) ist größer als der Unterschied zwischen den Geschlechtern (zwischen Mann und Frau).

2.) Männer reagieren leichter auf sexuelle Reize

3.) Das Bedürfnis nach Sex ist im Laufe der Zeit bei einem Mann konstanter als bei einer Frau. Das sexuelle Bedürfnis der Frau unterliegt stärkeren Schwankungen (kurzwellig z. B. zyklusbedingt, langwellig z.B. lebensphasenbedingt)

4.) Aufgrund der Schwankungen im sexuellen Bedürfnis der Frauen kommt es bei Männern häufiger zu Unzufriedenheit mit dem Partner.D.h. selbst wenn am Anfang einer Beziehung alles "gepasst" hat, tritt dieser Zustand mittel- oder langfristig wahrscheinlich ein.
 
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