Mein Freund braucht DRINGEND und SCHNELL Hilfe!

Benutzer81339 

Verbringt hier viel Zeit
Hi,
bin selber Anwalt und sehe ganz gute Chancen, dass Dein Freund sowohl die Ausbildung als auch die Wohnung behalten kann. Jedenfalls, wenn Du nichts Wesentliches weggelassen hast.
Die Kündingung kam zu spät und was den angeblichen Diebstahl angeht, wurde er offenbar nicht einmal angehört.

Viel Glück, dass das gut geht. Am Ende kann er der Mädel sogar auch noch eines reinwürgen. Falsche Verdächtigung, Verleumdung, Vortäuschen einer Straftat, ist alles nämlich ebenfalls strafbar.

Also:
Klaert unbedingt Kostendaecher ab: Regelt mit dem Anwalt unbedingt schriftlich, wieviel Geld er maximal verrechnen darf fuer den ersten Schritt, wenn das Geld aufgebraucht/die Arbeit erledigt ist, diskutiert ueber die Chancen auf Erfolg und das naechste Budget, etc.
Ihr _muesst_ den Anwalt "an der kurzen Leine" fuehren, sonst kostet's Euch schnell viel zu viel!
Ich weiß ja nicht, wieviel er verdient. Aber als Azubi kann er wahrscheinlich auch Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Jetzt hat er eher Chancen, etwas anderes anzufangen, muss vielleicht die Kuendigung nicht mal erwaehnen/erklaeren. Wenn er einen Rechtsstreit verlieren und wegen Diebstahl rechtskraeftig verurteilt wuerde, darf er bei einer neuen Bewerbung eine dementsprechende Frage m. W. nicht falsch beantworten.

Selbst der drögste Depp der in einer Personalabteilung vorstellbar wäre, erkennt das da eine ganz böse Sache gelaufen sein muss.

Aus seinem Arbeitszeugnis wird ganz klar hervorgehen, allein schon am Datum, dass er fristlos gekündigt worden ist. Eine fristlose Kündigung in der Ausbildung weißt auf einen absolut untragbaren Arbeitnehmer hin (die gesetzlichen Vorgaben unter welchen ein Azubi gekündigt werden kann sind sehr streng), der in der freien Wirtschaft kaum noch die Chance auf eine Beschäftigung haben dürfte.

Die Krankenpflege ist eine grosse "Familie", die leitenden Leute kennen sich ueber's ganze Land, wer mal als Querschlaeger gilt, hat es schwer.

Selbst wenn er dann vielleicht nicht mehr als Krankenpfleger arbeiten könnte, hat er immer noch die Chance etwas anderes zu arbeiten oder eine neue Ausbildung in einem anderen Bereich zu beginnen.

Nachdem das ganze so eskaliert ist, werden wohl Gespräche nichts mehr bringen und er sollte so schnell wie möglich alle verfügbaren Mittel ausschöpfen.
 

Benutzer67523 

Sehr bekannt hier
Es geht gegen den Arbeitgeber oder, wenns tatsächlich der Fall ist, gegen eine einzelne Schule. Wo sollte da ein Problem liegen? Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass Schulen irgendeine rechtliche Immunität besitzen?
nein, das will ich nicht ernsthaft behaupten. :smile: Vor dem Gesetz sind wie immer alle gleich...
Faktisch ist's aber viel schwieriger, gegen staatl. Institutionen und ihre Angestellten vorzugehen. Ueberleg Dir nur kurz: Wie oft endet z.B eine unklare Situation bei einer Schlaegerei mit einem Polizisten mit einer klaren Niederlage fuer den Polizisten? Wie oft kommen des sexuellen Missbrauch's eigentlich ueberfuehrte Lehrer dennoch sehr gut weg?

Ich finde, du malst etwas übertrieben schwarz und wirfst alles in einen Topf. Jetzt steht doch erstmal eine Rechtsberatung beim Anwalt an und vielleicht sollte man abwarten, was dabei rumkommt. Ist alle mal besser als still zu halten und sich später zu ägern, dass man nichts unternommen hat.
Die erste Haelfte habe ziemlich genau selber so geschrieben...

Ich weiß ja nicht, wieviel er verdient. Aber als Azubi kann er wahrscheinlich auch Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.
Bin zwar nicht aus Deutschland, aber nach dem, was ich mitbekommen habe, muss man letztere mindestens teilweise zurueckerstatten, es sei denn, man ist wirklich arm (etwa so arm, dass keine Aussicht auf Rueckerstattung besteht.)
Zudem ist ihr Freund, wie sie in einem anderen Beitrag schreibt, 30 Jahre alt. Da hat er evtl. (ist ne Spekulation...) schon was zusammengespart, das seinerseits die Aussicht auf Unterstuetzung durch die PKH schmaelert.
 
1 Monat(e) später

Benutzer82207 

Verbringt hier viel Zeit
es ist jetzt schon ein monat vergangen, und ich weiß nich ob es sich schon geklärt hat, trotzdem hab ich nen kleinen vorschlag. wie schon erwähnt, müsste er erstmal zum arbeitsamt wenn er gekündigt wurde. zum anderem kann ihm vom jugendamt, sofern es von seinen eltern / erziehungsberechtigten vereinbart wurde (abhängig von seinem alter natürlich ) eine betreute wohnung zur verfügung gestellt werden. bei uns heißt das AWO... meine exfreundin hatte soein ähnliches problem. sie wurde von einem moment auf den anderen aus dem haus geschmissen. (waren allerdings ihre adoptiveltern) denn hat sie erst bei ihrem ex gewohnt, war denn eine woche bei mir, denn wieder bei dem exfreund, und ich hab denn gesagt dass sie bei ihm nicht bleiben kann ( weil es bei den beiden rund ging ) sie ist denn zum jugendamt gegangen und von da aus wurde ihr am selben tag noch eine unterkunft klar gemacht.

wie gesagt, es hängt von dem alter deines freundes ab. aber hauptsächlich erstmal ans arbeitsamt wenden wegen versicherungen etc...
 
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