Medikamente & Vollnarkose schädlich?

Benutzer113042  (29)

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Hey :smile:

keine Ahnung ob das was ich schreibe hier überhaupt hingehört, es umfasst eigentlich alles.

Meine beste Freundin und ihr Freund wünschen sich nichts mehr als ein Kind. Soweit so gut.

Das Problem dabei ist allerdings, dass sie seit Monaten Medikamente nimmt, er krank ist, im Sinne von wirklich ernsthaft krank, und auch Medikamente nehmen muss und das 3. eine stabile Zukunft haben die beiden auch nicht.
Das alles reicht aber noch nicht...
Sie hat in diesem Jahr noch 2 Operationen (Vollnarkose) vor sich, und trotzdem will sie unbedingt jetzt ein Kind.

Versteht mich nicht falsch, ich gönne ihr es wirklich aber habe ich nicht recht wenn ich sage, dass das alles schlechte voraussetzungen sind?

die Medikamente ihrerseits könnte sie wohl weg lassen, was zuerst einmal ja gut wäre, seine medikamente stören zuerst auch nicht wirklich, ausser das seine "zeugungsfähigkeit" nachlassen KÖNNTE.

Aber das Problem mit den 2 OPs ist ja immernoch da.

2 Vollnarkosen wären doch wirklich schädlich für ein kind oder? Mag ja sein das ich irre, deswegen frag ich hier.

wäre nett wenn ihr antworten würdet.
Ich mache mir wirklich sorgen um sie, ich will nicht dass ihr was passiert wenn sie es doch durchzieht... :frown:
 

Benutzer112177 

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Das kommt auf die Medikamente an - sind sie denn schädlich für ein Kind?
Roacuttan zum Beispiel kann zu Missbildungen beim Kind führen, man muss als Frau unterschreiben, dass man verspricht, nicht schwanger zu werden. Andere sind unbedenklich, das steht in der Packungsbeilage.

Eine Vollnarkose entspricht etwa einem Glas Rotwein, hat mir mein Arzt mal gesagt, soviel zum Effekt auf ihren Körper.
Die Ärzte wissen das besser und würden nie eine schwangere Frau in Gefahr bringen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.
Aber du schreibst ja nicht, was das für Medikamente oder Operationen sind.
In jedem Fall wissen es Ärzte besser und sie soll sich doch mit denen unterhalten, um sicher zu gehen.
 

Benutzer96881 

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Ich würde ihr dringend raten, sich mal mit ihren Ärzten zu besprechen, die werden sicher besser Bescheid wissen.
 

Benutzer113042  (29)

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Ihre Medikamente sind wohl nicht unbedingt gut für ein Kind aber wie gesagt, sie könnte sie auch weg lassen, natürlich nur langsam aber es würde gehen.
Eigentlich würde ich die Medikamente ja aufzählen, nur habe ich bedenken dass sie das hier lesen könnte, und dann sauer werden würde...
 

Benutzer37583 

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Deine Freundin sollte dringend mit ihrem Frauenarzt über ihren Kinderwunsch, die Medikamente und die geplanten Ops reden.Ich nehme an, dass kein Halbwegs normaler Arzt ihr, wenn Ops geplant sind, zu einer Schwangerschaft rät. Ich frage mich vor allem, w

Ich glaube bis zur 12. SSW wird grundsätzlich von Vollnarkosen abgeraten. Die Vollnarkose geht natürlich auf das Baby über, daher werden Ops in der Schwangerschaft eigentlich, soweit ich weiss, nur im Notfall gemacht. Vollnarkosen kommen auch unter der Geburt nur im Notfall zum Einsatz.
Es ist übrigens stark umstritten wie stark und welchen Einfluss Narkosemittel auf Ungeborene Kinder haben, da es keine Forschung dazu gibt.
 

Benutzer69081  (35)

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Kein Arzt macht eine Vollnarkose bei einer Schwangeren, wenn es sich vermeiden lässt. Das heißt wenn die OP verschiebbar ist und es nicht gerade um einen akuten Eingriff geht, dann wird der Eingriff bis nach Schwangerschaft und Stillzeit verschoben oder man schaut, ob man die OP nicht vielleicht nur mit örtlicher Betäubung machen könnte.

Bzgl der Medis (und auch der Operationen) sollte sie auf jeden Fall VOR Eintritt einer Schwangerschaft mit ihren behandelnden Ärzten reden. Die können dann entsprechend planen und ggf ihre Medikation auf eine für ein Baby Unbedenkliche umstellen.

Nur als Beispiel wie empfindlich es bei Schwangeren ist: selbst Zahnärzte geben nur im allergrößten Notfall Betäubungsspritzen obwohl es da durchaus unbedenkliche Mittel gibt. Mir wurde in der ersten Schwangerschaft ein Stückchen abgebrochener Zahn ohne Betäubung gezogen, weil die Ärztin kein Risiko eingehen wollte. Es tat Schweineweh, da hing noch ein Nerv mit dran. Der Rest des Zahnes wurde erst nach dem Abstillen gezogen 1. weil sie erst dann guten Gewissens ein Röntgenbild machen konnte und 2. weil sie erst dann bedenkenlos betäuben konnte um den Rest des Zahns zu ziehen.
Nur weil es Medikamente gibt, die in der Schwangerschaft zugelassen sind, heißt das nicht, dass die Ärzte einem das dann (gerne) verschreiben. Auch bei diesen Medikamenten wird in der Schwangerschaft eine sehr sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung gemacht.
 

Benutzer120045 

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Hey,

Eine Vollnarkose entspricht etwa einem Glas Rotwein, hat mir mein Arzt mal gesagt, soviel zum Effekt auf ihren Körper.

Die anderen User haben schon viele wichtige Aspekte genannt, aber dieser Satz macht mich doch etwas stutzig.
Es kann zwar gut sein, dass ein Arzt das gesagt hat, aber ich wäre da mehr als skeptisch :cautious:
Ich hatte schon 3 Vollnarkosen, danach war ich 1-2 Tage lang immer irgendwie betäubt, das Gefühl wenn man "wegtritt" und noch nicht an einen Beatmungsschlauch angeschlossen ist, ist grauenvoll und von einer Narkose weiß man ja im Nachhinein nichts mehr, also hat man quasi nen kompletten Blackout (man kann auch nicht einschätzen, wie viel Zeit vergangen ist). Schwindel und so kamen übrigens auch immer hinzu.

Das dann so leichtfertig mit einem Glas Rotwein zu vergleichen kommt mir doch ziemlich laienhaft vor...:what:

Und wenn es dann noch um eine Schwangere geht...? Nene, würde ich mir zweimal, wenn nicht dreimal überlegen...seltsamer "Arzt", wenn du mich fragst.

Off-Topic:
Mal nebenbei:


Allgemeine Risiken sind:

  • Übelkeit und Erbrechen nach der Narkose. Im Falle eines Erbrechens während der Narkose mit Übertritt von Magensaft/-inhalt in die Lunge kann es zu einer Lungenentzündung und Lungenversagen kommen. Bleiben Sie bitte nüchtern!
  • Bei der Intubationsnarkose kann es durch den Gebrauch des Laryngoskops bei Einführen des Schlauchs (Tubus) in die Luftröhre zu Zahnschäden kommen, insbesondere wenn lockere Zähne vorhanden sind.
  • Durch den Tubus kann es nach der Operation zu Hals- und Schluckbeschwerden, zu Heiserkeit und ggf. zu Stimmbandverletzungen kommen.
  • Es kann zu Thrombosen und Embolien im Bereich der Einstichstelle für das Narkosemittel kommen. Ebenso kann es durch die Lagerung, durch Blutstau oder durch Veränderungen im Gerinnungssystem zu Thrombosen und nachfolgenden Embolien im gesamten sonstigen Gefäßsystem kommen.
  • Im Bereich der Einstichstelle für das Narkosemittel können Gefühlsstörungen, Blutergüsse oder Infekte auftreten.
  • Es können lagerungsbedingte Nervenschäden - insbesondere an den Armen und Beinen -auftreten.
  • Nach rückenmarksnahen Anästhesieverfahren kann es zu heftigen Kopfschmerzen und langanhaltenden Rückenbeschwerden kommen. Bei diesen Verfahren kann es zu Nervenschädigungen durch die Kanüle und/oder das Lokalanästhetikum kommen.
  • Jedes Medikament und somit auch Narkosemittel können allergische Reaktionen - vom Hautausschlag bis zum allergischen Schock - auslösen.
Lebensbedrohliche Risiken sind:

  • Allergische Reaktionen mit Schockzustand, d.h. mit einem Versagen des Kreislaufsystem.
  • Die Entwicklung einer sog. Malignen Hyperthermie. Hierbei handelt es sich um einen rasch verlaufenden Zerfall von Muskulatur, der durch bestimmte Medikamente ausgelöst wird. Häufigkeit bei Kindern 1:14000, bei Erwachsenen 1:52000.
  • Jedes Versagen des Herz- und Kreislaufsystems aus anderen Gründen, z.B. durch schwerwiegende Herzrhythmusstörungen.
  • Diese Situationen können zu einer Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe und hier besonders des Gehirns führen mit nachfolgenden Hirnschäden.
  • Bitte bedenken Sie: All die genannten Risiken sind selten und die meisten der angesprochenen Notfälle können von Ihrem Anästhesisten behandelt werden!
http://www.narkose.de/verfahren.html

Und: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wissen/article12344709/Tod-durch-Narkose.html



Liebe Grüße,

Nico
 

Benutzer112177 

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Das war mein Chirurg, der mich 7 Mal unter Vollnarkose operiert hat :grin:
Was er damit gemeint hat, waren die Hirnzellen, die dabei absterben, meinte ich, sorry.
Gleichviel wie bei einem Glas Rotwein.
 

Benutzer120045 

Öfters im Forum
Hey,

@Robyn: Ja okay, das mit den Hirnzellen passt dann schon eher :zwinker: So ergibt es mehr Sinn. Aber auf den restlichen Körper bezogen, schädigt eine Vollnarkose natürlich viel mehr.


Liebe Grüße,

Nico
 

Benutzer113042  (29)

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Hey.
Danke vielmals.
Das hat meine Vermutungen ja bestätigt.

Wenn noch jemand dazu wassaagen kann, wäre das natprlich super.
 

Benutzer111034 

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Was soll man dazu noch sagen?

Laut deiner Schilderung ist der Zeitpunkt und die äußeren Umstände sehr ungünstig für ein Kind, das weißt du schon, das braucht man nicht wiederholen.

Ich nehme an, die beiden sind volljährig. Das heißt für mich: Sie sind alt genug und wenn sie trotz all dieser Gründe trotzdem unbedingt und sofort ein Kind zeugen wollen, dann kannst du nichts machen. Der Versuch, sie zu überreden, würde wohl Streit vorprogrammieren.
 

Benutzer96776 

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Ja also das ist bestimmt nicht ohne und ich finde es auch total verantwortungslos unter diesen Umständen, die ihr ja bekannt sind (bevorstehende Ops vorallem) sofort ein Kind zu zeugen.
Eine Vollnarkose hat immer Risiken, das ist in der Schwangerschaft bestimmt noch viel heikler also sollte man das unbedingt vor (!) Eintritt einer Schwangerschaft mit den Ärzten besprechen.
Da würde ich ihr dringend ins Gewissen reden und mir auch Sorgen machen denn auf ein paar Monate kommts nun doch wirklich nicht an? Wenns nicht sein muss, dann würde ich keinem ungeborenen eine Vollnarkose zumuten...
 

Benutzer69081  (35)

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Um was für eine OP ginge es denn? Ließe die sich verschieben um ein paar Monate? Ich denke, die Ärzte werden genau das tun: "oh, Sie sind schwanger? Dann müssen wir die OP verschieben um mindestens 40 Wochen)
Ihre Medikamente müssten sicherlich auch ggf geändert werden. Ich würde den Kinderwunsch dringend vorher mit dem behandelnden Arzt besprechen und sämtliche Medikamentenbeipackzettel mit ihm zusammen durchschauen nach Risiken in der Schwangerschaft.

Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Ihr muss bewusst sein, dass sie riskiert ein behindertes Kind zu bekommen, wenn sie blind drauflos schwanger wird, ohne das vorher mit dem Arzt abzusprechen. Natürlich gibts etliche Medikamente die man gut in der Schwangerschaft nehmen kann. Es gibt aber ebensoviele die Einschränkungen haben. zB darf man einige nicht im ersten Drittel nehmen, andere widerum nur dann und keinesfalls im letzten Drittel und so weiter, weil sie Fehlbildungen oder gar den Tod des Ungeborenen verursachen können. Deswegen sollte man das dringend absprechen. Wenns nur um gelegentliche Paracetamol gegen Kopfschmerzen ginge, wäre das kein Problem aber die allermeisten anderen Medikamente haben schon die ein oder andere Einschränkung.
 
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Ich würde nicht die Operationen verschieben, sondern den Kinderwunsch. Eine Vollnarkose ist immer ein Risiko und was ist, wenn der Ernstfall eintritt und Deiner Freundin etwas passiert? Das Baby bei einem todkranken (?) Mann aufwachsen lassen?

Es wäre ja etwas anderes, wenn das Kind auf der Welt wäre und dann die Situation eintritt, dass man sich einer Operation unterziehen muss. Aber sich so geplant Risiken aussetzen, ich weiß nicht... manchmal muss man eben vernünftig sein und darf nicht zu egoistisch handeln. Jedenfalls sehe ich das so.
 

Benutzer85905 

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Ich würde nicht die Operationen verschieben, sondern den Kinderwunsch. Eine Vollnarkose ist immer ein Risiko und was ist, wenn der Ernstfall eintritt und Deiner Freundin etwas passiert?

Naja, aber eine Operation ist ja nun nicht sooo selten, daher ist es recht wahrscheinlich, dass sie sowieso irgendwann nach der Geburt mal operiert werden muss und dabei besteht dann die Gefahr, dass sie stirbt. Soll sie deshalb von vornherein auf Kinder verzichten? Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für Kinder und irgendwo muss man die Grenze setzen. Das Horrorszenario, dass sie ja sterben könnte und das Kind dann als Halbwaise aufwächst, ist bei mir hinter dieser Grenze. :dizzy:

Letztendlich ist es die Sache des Paares und du kannst dich da nicht einmischen. Wenn du es nicht sein lassen kannst, ihnen einen Rat zu geben, dann empfiehl ihnen, sich mit einem Arzt kurzzuschließen. Viele Medikamente, die in Schwangerschaft und Stillzeit schädlich sind, können auch durch andere Medikamente ersetzt werden und wenn ein Arzt rechtzeitig bescheid weiß, können die Medikamente so entsprechend ersetzt werden.
Zu den Operationen kann (und will) ich nichts sagen, ohne zu wissen, um welche Operationen es geht. (Abgesehen davon bin ich kein Arzt :tongue:)
 
S

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Gast
Soll sie deshalb von vornherein auf Kinder verzichten?

Nein, aber wenn ich in absehbarer Zeit ein Risiko ausschalten kann, dann kümmere ich mich erst darum. Ich würde ja auch erst eine Ausbildung beenden, bevor ich schwanger werde (Nur mal so als Vergleich, auch wenn es sich natürlich um zwei unterschiedliche Dinge handelt). Das muss jeder selbst wissen, aber um persönliche Meinungen wurde schließlich gebeten.

Wichtig wäre natürlich auch zu wissen, um welche Operationen es sich in diesem Fall handelt.So etwas kann schließlich auch stressig für ein ungeborenes Kind sein.

Letztendlich ist es aber die Entscheidung der Freundin und mehr als seine Sichtweise schildern wird man sowieso nicht können.
 

Benutzer69081  (35)

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Starla, ich finde auch, sie sollte idealerweise den Kinderwunsch verschieben aber sollte sie das nicht tun, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher die OP verschoben werden.
 

Benutzer113042  (29)

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Die Operation kann unter umständen schon verschoben werden. das würde für sie aber weitere 40 wochen scmerzen bedeuten, gegen die sie dann ja nicht mal was nehmen darf.

Ich kann da reden was ich will :frown:
 
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