Massive Probleme mit der Mutter :(

Benutzer91114  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Hat sich inzwischen gelegt.
Danke für eure Antworten, teilweise auszieehn (und selbst reifer werden) hat am besten geholfen!
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Deine Geschichte erinnert mich in vielen Punkten an die von meinem Freund.
Seine Mutter hat auch ganz viel in ihm zerstört, sie redet auch seit Jahren sein Leben, seinen Beruf, seine Hobbys und auch seine Freundin (also mich) schlecht.
Die Details erspar ich dir jetzt.
Ich kann dir leider nur sagen, dass alles erst besser wurde als er Abstand gehalten hat.
Leider hat er viel zu lange gebraucht, um zu erkennen, dass ihm seine Mutter nicht gut tut. Er ist erst im Januar offiziell ausgezogen, vorher war er 1,5 Jahre inoffiziell bei mir. Mit Ende 20 also!! :eek:
Finanziell hätte er eher die Möglcihkeit gehabt, aber er hat sich einfach nicht getraut, weil ihm jahrelang ein schlechtes Gewissen eingeredet wurde und weil er eben auch immer irgendwie Mitleid hatte und ihm dann auch wieder die guten Seiten seiner Mutter eingefallen sind.

Aber wenn die schlechten zu 90% überwiegen, dann fallen die guten einfach gar nicht ins Gewicht.
Und wenn du ausziehst, verschwindet deine Mutter ja auch nicht zwangsläufig aus deinem Leben.
Seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnen, ist unser Verhältnis besser denn je. :smile:

An deiner Stelle würde ich eben möglichst wenig Zeit zuhause verbringen. Das ist ja dein gutes Recht.
 

Benutzer85549 

Verbringt hier viel Zeit
Dein Beitrag liest sich wie mein Tagebuch.

Weltfremd bis du sicher nicht. Alles was du so geschrieben hast, ist für mich zum Beispiel total normal :smile:
Zwerge, Elben, Orks und Trolle stehen bei mir alle im Bücherregal und mein Mittelaltergewand hängt auch in meinem Kleiderschrank. Ehrenberg in Reutte/Tirol kann ich nur empfehlen. Jedes Jahr ein riesen Event mit Mittelaltermarkt- Lagerleben und Tournieren :smile:

Lass dir nicht von Leuten und auch nicht von deiner Familie einreden, dass du nicht in ein "Schema" passt.
Ich finde gerad das interessant, dass sich Menschen von einander unterscheiden. Wenn wir alle gleich wären dann ists ja langweilig ;-)

Einen wirklichen Rat kann ich dir leider nicht geben nur soviel:
Halte dir immer deine Träume und Ziele vor Augen und wenn du Sie erreicht hast, umso besser. Und lass dich nicht runter ziehen. Jeder Mensch hat so einen Klotz am Bein der einem einredet, dass man das nicht kann und es nicht erreicht. Und das ist nur der innere Schweinehund.

Und der Schritt in die Selbstständigkeit geht auch nicht von heute auf morgen. Fang klein an :smile:
 

Benutzer97962 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich hatte auch solche Probleme mit meiner Mutter.
Zuerst hat sie sich auf meine 10 Jahre ältere Schwester gestürtzt, einmal ist sie zu oft unterwegs.. dann ist sie zu häufig zu Hause. Mit 23 ist sie dann ausgezogen. Ein Jahr später ließen sich meine Eltern scheiden und ich blieb mit 14 bei meiner Mutter.

Ab da hab ich die geballte Ladung Mutter abbekommen.
Wo meine Schwester immer Hilfe und Unterstützung von meinem Pa, Großeltern oder mir erhielt.. war ich nun ganz alleine mit ihr.
Ich bekam depressionen und war bei einer Psychotante die mir als ich 18 war gesagt hatte, ich solle ausziehen. Das war mir zu früh und ich hatte existenzängste.
Mit 19 habe ich aber dann den Schritt gewagt und bin ausgezogen, auch wenn es finanziell als Studentin ohne Beihilfen nicht so rosig ist tat es doch meiner Seele gut Abstand von meiner Mutter zu haben.
Für mich war es die einzige Lösung um nicht noch kaputter zu werden.
 

Benutzer97362 

Verbringt hier viel Zeit
- Meine Mutter sagt mir, ich seie weltfremd, weil ich z.T. Fantasybücher lese und all paar Monate mal einen MA-Markt besuche. Sie halt sowas für komisch und nicht normal und ich solle mir normale Beschäftigungen suchen wie "die Mädchen in meinem Alter".



Was soll daran bitteschön komisch, oder gar wildfremd sein? Jeder hat seine Vorlieben, ob man jetzt Fantasybücher oder Krimis liest, macht doch keinen Unterschied.. Das Gleiche mit dem Mittelaltermarkt.
Gut, ich war noch nie auf einem, deswegen kann ich dazu schlecht was sagen, aber ich finds super, wenn sich jemand für ein Thema interessiert und begeistert :grin:



- Mein Freund ist komisch, weil er relativ selten bei mir ist und ich oftmals bei ihm. Was aber hauptsächlich daran liegt, dass er

a) in der Nähe einer grossen Stadt wohnt
b) er nicht mehr bei seinen Eltern wohnt = wir sind freier.

Sie hält phasenweise gar nichts von ihm, er sei Schuld daran, dass ich mein Studium abgebrochen habe. Und überhaupt, wieso brauche ich einen Freund von so weit weg (ca. 1.5 Stunden) und kann mir nicht einen vom Dorf suchen. Und den ersten Freund heiratet man sowieso nicht, dann wird man unglücklich und depressiv.



Was ist denn daran so schlimm, oder komisch, dass du öfter bei ihm bist, als umgekehrt? Ich mein, wenn man schon eine konservative Sichtweise hat, wäre es dann nicht geradezu logischer, dass das Mädchen beim Jungen ist?
Und die Entfernung sollte kein Grund sein, eine Beziehung zu verbieten, meine Schwester war auch mit einem zusammen, der gute zwei S-Bahn-Stunden entfernt wohnte - vollkommen problemlos.
Und die letzte Aussage ist ja wohl der größte Stuss, den ich jemals gehört habe, dazu muss man eigentlich nicht einmal einen Kommentar abgeben :zwinker: Es gibt schließlich immer einen ersten Freund.


Zu deinen Freunden: Ich finde es nicht in Ordnung von deiner Mutter, dass sie so über deine Freunde herzieht, aber es hat ja anscheinend wenig Sinn, mit ihr über solche Dinge zu reden..
Das Studium abzubrechen hat im Übrigen auch nichts mit Willensschwäche zu tun, Interessen ändern sich halt, und du kannst ja nur schwer wissen, wie das Studium abläuft, bevor du drinnen warst :smile:

Und du schreibst, dein Selbstbewusstsein sei zerstört, sowie dein Ego. Rauslesen würde ich das jetzt nicht aus deinem Text, aber der hat ja auch wenig mit deiner Persönlichkeit zu tun. Vielleicht lässt du dir da aber auch was einreden (von deiner Mutter, oder aber auch unbewusst von dir selber).
Von solchen Gedanken solltest du dich auf jeden Fall freimachen, auch, wenns nicht so einfach ist.

Ich denke auch, dass es hilfreich sein könnte, deiner Mutter erstmals ein wenig aus dem Weg zu gehen, für dich, aber auch für deine Mutter, die dann vielleicht über sich selbst nachdenkt, wenn sie die Konsequenzen sieht.

Ich konnte dir zwar weniger helfen denn Kommentieren, aber vielleicht ist ja der ein oder andere hilfreiche Satz drunter :zwinker:

liebe Grüße und viel Glück!

konstie
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Erst mal : :knuddel:
Ich kann gut verstehen, wie weh dir das tut diese Sachen von deiner Mutter vorgehalten zu bekommen.

Einen großen Teil dessen, was du beschreibst darf ich mir auch oft von meinen Eltern anhören, wobei ich allerdings noch das Glück habe, dass zumindest mein Vater das nicht immer Ernst meint.
Solche Aussagen verletzen einen natürlich trotzdem, man will ja dass die Eltern stolz auf einen sind und einen unterstützen...

- Ich sei realitätsfern weil ich nur Fantasy- und History Bücher lese und Metal/Darkwave höre, sowie nicht fernsehe
- Mein Freund ist schuld dran, wenn ich depressiv bin und sie können ihn nicht leiden
- Ich soll mir doch einen Freund hier bei mir suchen, Fernbeziehungen sind nur Zeit- und Geldverschwendung
- Ich bring es zu nichts weil ich mein erstes Studium abgebrochen habe

Das Einzige, was da hilft ist meiner Meinung nach Ignorieren und am besten räumliche Distanz. Wenn meine Eltern mich nicht mehr ständig um sich haben dann meckern sie auch nicht ständig an mir rum, weil sie sich dann freuen wenn sie mich sehen. So 2 Wochen kann ich am Stück gut bleiben und dann fangen die Probleme an. Dann wünscht man sich ganz schnell wieder in die eigene Wohnung zurück.

Ich weiß, das hilft dir jetzt nicht unbedingt wirklich weiter. Du könntest natürlich probieren deine Mutter mal drauf anzusprechen wie sehr dich das verletzt, aber wenn sie das wirklich alles ernst meint und das ihre Meinung ist dann glaube ich kaum dass dir das groß was bringen wird :frown:
Im Zweifelsfall hilft eben nur ein dickes Fell, ignorieren und die eigenen Ziele weiter verfolgen. Wenn sie dann vielleicht sieht, dass du eben doch was hinbekommst und ganz und gar nicht komisch bist ändert sich ihre Meinung vielleicht auch.
 

Benutzer30706 

Meistens hier zu finden
Ich finde Aiwendils Beitrag hier wichtig. Du sagst, Ausziehen sei keine Option...aber so ein Mensch macht einen fertig, da hilft gar nichts mehr ausser Flucht. Ich knabbere heute noch an dem Problemen, die mir meine Mutter beschert hat. Und ich bin seit 2 Jahren ausgezogen. Heute denke ich, ich hätte ausziehen sollen, als es anfing, unerträglich für mich zu werden. Es wäre schwer geworden, aber mir wäre es besser gegangen. Und mir würde es auch heute besser gehen, anstatt mich immer noch gefangen zu halten.

Wenn jemand Dich ständig fertig macht für Deine Art und Dein Sein, Dich ständig in Frage stellt...das hörte für mich auch nicht mit dem Auszug auf. Nur dass ich nun diejenige bin, die sich ständig weiter malträtiert und in Frage stellt...weil man es halt nie anders kennengelernt hat. Ich habe vor so vielen unnötig Angst, mache mich für so viele Dinge fertig und mag mich immernoch selbst nicht wirklich...weil mir jahrelang vermittelt wurde, ich wäre nicht in Ordnung, schrecklich und unerträglich.

Glaubst Du wirklcih, Du hälst das noch 2 Jahre durch? Du hast eine Ausbildung, da solltest Du doch zumindest etwas verdienen. Und wenn es nicht viel ist...psychisch gesund zu sein und zu bleiben ist viel mehr wert, als Klamotten, teures Essen und eine perfekte Wohnung. Das zumindest glaube ich, die schon seit 5 Jahren täglich mit der Depression kämpft...weil ich zugelassen habe, dass jemand meine letzte Grenze überschreitet. Es gab Tage, da wollte ich, die eigentlich das Leben liebt, bloß nur auch aufhören zu sein, weil meine Mutter mich so terrorisiert hat - und diese Tage werde ich bis heute nicht mehr los.

Ich bin nicht Du, ich weiß. Ich kann auch nur sagen, was aus meiner Sicht besser wäre. Viel Glück!
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Da Kontakt abbrechen und/oder Ausziehen nicht in Frage kommt und Reden nicht hilft: Drüber stehen, ignorieren.
 

Benutzer91114  (31)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo nochmal! :smile:

Aus Zeitmangel konnte ich noch nicht antworten, wede das aber heute Abend oder dann Morgen nachholen.
Jedenfalls möchte ich mich schon mal für eure Beiträge bedanken! :3

Nur kurz zur Situation:

Etwa 2 Stunden nach diesem Beitrag habe ich länger mit meiner Mutter gesprochen, danach war sozusagen wieder "Waffenstillstand". Sie legte mir sozusagen auch ihre Sichtweise dar (hat u.a. mit ihrem Vater zu tun) und entschuldige sich.
Wenn ich wusste, dass sowas von Dauer wäre, dann würde das Thema für mich abgeschlossen sein, aber sie entschuldigt sich praktisch immer nach diesen Ausbrüchen. Nun ja, mal sehen.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren