Markenkonsum in Schulen

Benutzer111070 

Team-Alumni
Meine Schulzeit ist ja nun erst ein paar Monate her, aber derartiger "Markenzwang" fand bei uns nicht statt. Viele hatten (und haben) Smartphones, einige halt Klapphandys und manche aus Prinzip gar kein Handy.
Die einen trugen Esprit-Klamotten, die anderen welche von H&M, die nächsten welche von EMP. Hat jemand versucht, mit einer riesigen D&G-Gürtelschnalle anzugeben, ging das nach hinten los. :grin:

Gelästert wurde also eher über die, die mit iPhones oder Papis dickem Mercedes in die Schule kamen. Ich hab in der Oberstufe teilweise teure Gothicteile und teilweise uralte Pullis von NKD getragen, schiefe Blicke hab ich gerade mit Letzteren nicht geerntet.
 

Benutzer123649 

Planet-Liebe ist Startseite
Wie steht ihr zu Markenklamotten?
Bis auf meine Sportausrüstung (Schuhe, Skijacke, Windjacke, Hosen + T-Shirts und BHs) und Einzelteile, habe ich nahezu keinerlei Markenkleidung in meinem Besitz. Bei ersterem ist mir Qualität und Haltbarkeit einfach sehr wichtig, ansonsten spielt das alles eine untergeordnete Rolle. Ich kaufe, was mir gefällt - suche allerdings auch nicht zwingend nach Marken bzw. betrete derartige Läden nie. Ein gutes Äußeres ist mir wichtig, allerdings trage ich Kleidung sehr lange und habe selten das Bedürfnis, einkaufen zu gehen. Und da entscheide ich nach Optik.
Frauen und Männer, die ausschließlich Marken tragen, schiebe ich in eine Schublade und lasse sie auch nicht aus dieser heraus. Das ist für mich superiores Verhalten und auch nicht nachvollziehbar. Denn kaufe ich ein schwarzes T-Shirt für 80EUR, nur weil darauf Hilfiger steht, wohingegen bei H&M ein solches T-Shirt 10-20EUR kostet, geschieht das in meinen Augen ausschließlich aus dem Grund, um sich über Kleidung zu definieren und eine Ausstrahlung von Geld zu zelebrieren. Das kombiniert sich jedoch auch oft mit Auftreten der Person im allgemeinen. Nur, weil jemand Schuhe von Adidas, Puma und Co. trägt, ist er bei mir noch lange nicht "durchgefallen".
Da wir - meine Mutter, mein Bruder und ich - niemals viel Geld hatten, stellte sich sowieso nie die Frage, ob wir in einem Markengeschäft Klamotten kaufen. Ich kann auch nicht behaupten, deshalb etwas zu vermissen/vermisst zu haben.

Wird man heutzutage schnell gemobbt weil man keine oder nur wenig Markenkleidung trägt und nicht das neueste Handy hat?
In meinen Augen nicht. Allerdings kann man auch Pech haben und in der falschen Klasse landen, in der sich Kinder tummeln, die den Materialismus ihrer Eltern leben. Dass Kinder ein gemeines Volk sind, weiß jeder, allerdings erlebte ich Mobbing aus diesem Grund niemals selbst, noch habe ich in meinem Umfeld oder auf meinen Schulen so etwas gehört. Es ist auch immer eine Frage meiner/der persönlichen Ausstrahlung. Trage ich Neid im Gesicht, macht mich das eher zum Opfer, als habe ich keinerlei Probleme damit, ein schlichtes Handy zu besitzen und in Hosen von C&A herumzulaufen.

Wie gehen/gingen eure Eltern damit um, haben die den Markenwahn mitgemacht? Wenn ja, wie genau?
Dazu habe ich mich bereits in der ersten Frage geäußert. Bei meiner Mutter galt meist billig und schön, nur etwa alle paar Jahre gab's den Großeinkauf, wo dann auch mal teuere Kleider erstanden wurden (teuer ist in diesem Fall immer noch unter 50EUR). Sicherlich ist das ein anderes Extrem, von dem ich mich auch etwas entfernt habe, da ich mir einfach sage "Das gefällt mir, es ist etwas teurer, aber warum sich nicht mal etwas gönnen?" - da spielt aber die Marke keine Rolle.
Ein bisschen schwer ist das Thema Handy. Die Technik ist nun einmal so weit, dass es nahezu nur noch Smartphones auf dem Markt gibt. Man wird auch heute kaum mehr Spiele für die PS1 finden (bis auf das Internet). Dinge veralten und dazu gehören all die schicken Handys, die eben nicht von Apple, Samsung, Nokia oder HTC sind.
Ich finde es durchaus i.O., einer Jugendlichen (13 Jahre, bspw., 11 ist zu jung) ein solches Handy zu kaufen. Wichtig dabei ist, den Umgang zu kontrollieren. Vor allen Dingen beim Essen beiseitelegen, bei den Hausaufgaben ebenfalls etc. - das ist Erziehungssache und diese Technik ist Teil "unserer" Jugend. Also finde ich es angebracht, sich damit auseinanderzusetzen, Regeln aufzustellen und das Kind zu einem richtigen Umgang erziehen.
(Ich bekam mein erstes Handy mit 12. Es konnte SMS schreiben, telefonieren und Spiele spielen. Das war damals ein topmodernes Standardhandy. Heute sieht das eben ein bisschen anders aus).

Bekamt/bekommt ihr eine bestimmte Summe für Klamotten etc. (abgesehen vom Taschengeld) für solche Dinge oder wird jedes einzelne Teil besprochen und es gibt nur ab und zu mal ein Teil (zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage oder auch zwischendurch..)?
Ich bekam selten Taschengeld für Kleidung, meist eher Anschiss, wenn ich sagte, dass mir alle meine Hosen nicht mehr passten. Ich erhielt 10 EUR im Monat, bis ich 12 war, anschließend 20 und mit 18 dann 50 EUR. Und davon zahlte ich meine Handykosten und kleine Extrawünsche wie Bücher. Zum Geburtstag bekam ich dann immer Kleidung.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich beziehe die Fragen einfach mal auf meine Schulzeit - auch wenn diese schon eine Weile zurück liegt.

Wie steht ihr zu Markenklamotten?
Ich hatte nie das Bedürfnis, Markenklamotten zu besitzen. - Ganz im Gegenteil: Ich fand diese Klamotten immer maßlos überteuert und habe mein Geld lieber für andere Dinge ausgegeben oder für größere Anschaffungen gespart.

Wird man heutzutage schnell gemobbt weil man keine oder nur wenig Markenkleidung trägt und nicht das neueste Handy hat?
Meiner Meinung und Erfahrung nach sind uncoole Klamotten, ein primitives Handy oder andere Dinge, die gerade in sind un die ein Kind oder Jugendlicher nicht besitzt, ein durchaus geeigneter Aufhänger für Mobbing-Versuche.
Allerdings würde ich all diese Dinge nicht als Auslöser fürs Mobbing bezeichnen.
Zum Mobbing gehören nämlich immer mindestens 2 Personen: Der oder die Mobber und der, der sich mobben lässt.
Wenn die potentiellen Mobber merken, dass sie bei einem potentiellen Opfer einen wunden Punkt getroffen haben, werden sie immer weiter in dieser Wunde bohren. Wer aber locker und lässig die Angriffsversuche abblockt und kein Problem damit hat, Noname-Klamotten und ein altes Billig-Handy zu besitzen, wird dagegen auch eher selten zum Opfer.

Bei Smartphones gibt es heute allerdings ein ganz anderes Problem: Wenn die ganze Clique per WhatsApp kommuniziert, wird schon mal vergessen, dass es ja noch jemanden mit primitivem Handy gibt, den man auf anderem Wege über geplante Aktivitäten informieren müsste. - Und schon ist der letzte Normalhandy-Mohikaner der Außenseiter, obwohl eigentlich niemand etwas gegen ihn hat.
Das würde ich aber auch nicht nur als Mode-Hype ansehen, sondern eher als Veränderung der Kommunikationsgewohnheiten.
Früher gab es ähnliche Dinge bei Leuten, die kein Handy, keine E-Mail-Adresse, keinen AIM- oder ICQ-Account, o.Ä. hatten, obwohl zur jeweiligen Zeit überwiegend über dieses Medium kommuniziert wurde. - Und heute wird eben über Smartphone, Facebook und WhatsApp kommuniziert.

Wie gehen/gingen eure Eltern damit um, haben die den Markenwahn mitgemacht? Wenn ja, wie genau?
Meine Eltern haben nie viel von irgendwelchem Markenwahn, o.Ä. gehalten.
Allerdings haben sie es mir (teilweise mit ein wenig Zähneknirschen) durchaus gestattet, die wenigen Trends mitzumachen, die ich mitmachen wollte. (Das waren z.B. ein recht teures Henrys Viper Yoyo, das zu dieser Zeit gerade angesagt war, oder Basketballschuhe von Nike, als Alle auf dem NBA-Trip waren)
Manche dieser Dinge (z.B. das Yoyo) musste ich dann eben von meinem Taschengeld, bzw. von meinen Ersparnissen kaufen, während z.B. die Basketballschuhe von meinen Eltern bezahlt wurden, wenn ich sowieso neue Sportschuhe gebraucht habe. (Die Nike-Schuhe waren ja auch wirklich gut und deutlich langlebiger, als irgendwelche Noname-Sportschuhe)

Bekamt/bekommt ihr eine bestimmte Summe für Klamotten etc. (abgesehen vom Taschengeld) für solche Dinge oder wird jedes einzelne Teil besprochen und es gibt nur ab und zu mal ein Teil (zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage oder auch zwischendurch..)?
Meine Eltern haben mir meine Klamotten einfach nach Bedarf gekauft. Da gab es kein festes Budget, das ich selbstständig ausgeben durfte.
Da ich nie Wert auf Markenklamotten gelegt habe, war ein solches Budget auch nie nötig.


Zu diesem Thema fällt mir auch noch eine Geschichte aus meiner Schulzeit ein:
Ich hatte einen türkischen Mitschüler, dessen Eltern ziemlich wenig Geld hatten, so dass für ihn nie Markenklamotten, o.Ä. drin waren. Aber trotzdem war er allseits beliebt und wurde selbst von den coolen Markenklamotten-Fetischisten als netter Kumpel geschätzt und so gut wie nie wegen seinen Klamotten gehänselt.
Die wenigen Versuche, ihn mit so etwas aufzuziehen, haben einfach keine Wirkung gezeigt.
All seine Freunde waren auch immer gerne nachmittags bei ihm zu Gast, obwohl er in der Wohnung ein kleines Zimmer mit seiner Schwester teilen musste (was nun wirklich total uncool ist), weil er einfach ein netter Kerl war und seine Eltern den fehlenden materiellen Wohlstand durch ihre gastfreundliche Art mehr als ausgeglichen haben. Selbst die coolen Typen, die immer die neuesten Markenklamotten trugen, die neuesten Spielkonsolen hatten, usw., waren immer sehr gerne bei ihm oder mit ihm zusammen unterwegs.
 

Benutzer103439 

Verbringt hier viel Zeit
Wie steht ihr zu Markenklamotten? Ach, total unterschiedlich. Meistens habe ich einfach nicht das Geld, um mir teure Markensachen zu kaufen und viele Sachen sind in ihrem Preis da auch überhaupt nicht gerechtfertigt. Ich habe so wenig Markenteile, bis auf Schuhe und Rucksäcke und ein paar Kleinteile ist eig. alles von H&M, Pimkie, Primark, New Yorker oder sonstigen Läden, in denen ich mal gestöbert habe. Ich kaufe Dinge, weil ich sie schön finde und ihren Preis für gerechtfertigt empfinde.
Wird man heutzutage schnell gemobbt weil man keine oder nur wenig Markenkleidung trägt und nicht das neueste Handy hat?
Ich kenne niemanden, der aufgrund seiner Kleidung gemobbt wurde. Wer gemobbt wurde, ist halt nicht nur durch seine Kleidung oder sein Handy 'negativ' bei den anderen aufgefallen. Alle Leute die ich kenne, egal wie gut die Eltern verdienen, hatten Sachen von H&M, der ein oder andere hatte auch mal ein Hilfiger-/Ralph Lauren-/was auch immer-Teil, aber die Basics hatte jeder. Problematisch sind da eher Sachen, die wirklich so aussehen, als würden sie nicht passen, 'schluderig' sind oder wie von den älteren Geschwistern übernommen, in die man reinwachsen soll. Sowas fällt halt auf.
Wie gehen/gingen eure Eltern damit um, haben die den Markenwahn mitgemacht? Wenn ja, wie genau? Ich hatte als ich jünger war nie richtige Markenklamotten und das lag sicher nicht am Geldmangel, sondern einfach daran, dass meine Eltern genau wussten, dass ich im Wachstum bin. Auch meine Mama hat früher schon bei H&M oder C&A für mich eingekauft, als ich später einige Markensachen wollte hatte ich dafür ein bestimmtes Budget, allerdings nicht für normale Dinge. Weißes Tshirt ist weißes Tshirt, ob nun das für 4,99 von H&M oder für 40 Euro sonst woher. Sowas haben meine Eltern nicht eingesehen, tu ich auch heute nicht. Und wenn man mal ein Teil bei KIK, Aldi oder sonst wo kauft, dann schreibt man sich das ja auch nicht auf die Stirn.
Bekamt/bekommt ihr eine bestimmte Summe für Klamotten etc. (abgesehen vom Taschengeld) für solche Dinge oder wird jedes einzelne Teil besprochen und es gibt nur ab und zu mal ein Teil (zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage oder auch zwischendurch..)? In meinem Taschengeld war ein Teil für Klamotten einkalkuliert, wenn ich aber wirklich ein Teil haben wollte, dann konnte ich meine Eltern aber auch um einen Bonus bitten. Das kam aber auch darauf an, was das für ein Teil war. Einen Rucksack für 80 Euro, nur weil man den alten nicht mehr schön findet, musste man sich dann halt zum Geburtstag wünschen.
 

Benutzer65149 

Meistens hier zu finden
Wie steht ihr zu Markenklamotten?
Ist mir egal. Ich achte bei Klamotten drauf, ob sie mir gefallen und passen. Wenn sie es tun, ist es mir sowas von egal, ob es von Adidas und Konsorten oder von Zara und Co. ist.

Wird man heutzutage schnell gemobbt weil man keine oder nur wenig Markenkleidung trägt und nicht das neueste Handy hat?
Ich hab selbst erst letzten November mein erstes Smartphone gekauft. Gut, ich bin 23, da steht man nicht mehr so unter Druck wie mit 12-16, deshalb ist es bei mir was anderes. Ich kann mir schon vorstellen, dass man als nicht so cool angesehen wird, wenn man kein Smartphone besitzt. Aufgrund fehlender Markenklamotten wurde damals bei uns auf jeden Fall niemand gemobbt.

Wie gehen/gingen eure Eltern damit um, haben die den Markenwahn mitgemacht? Wenn ja, wie genau?
Also mein Vater findet den Markenwahn nicht gut und kauft eher günstigere Klamotten, obwohl er auch eine Jacke von Jack Wolfkskin, Pullis von Lacoste und Hosen von Levi's hat, aber die hat er dann eben auch schon seit Jahren. So lange die Qualität stimmt, kauft er auch teurere Sachen. Er stand auch lange Smartphones eher ablehnend gegenüber, seitdem er aber weiß, wie zufrieden ich mit meinem iPhone bin, hat sich diese Ansicht auch gewandelt und er hat meiner Mutter auch gleich ein iPhone gekauft.
Meine Mutter kauft eher teurere Klamotten, da kostet ein Oberteil schnell schon mal über 50€, aber ob das wirklich bestimmte Marken sind, weiß ich auch nicht. Meine Mutter ist mit meiner Schwester und mir damals immer shoppen gegangen in dem Laden, der hier in der Gegend wirklich mit am teuersten ist. Da bekam ich (meine Schwester natürlich auch) immer mehrere Miss Sixty Hosen (waren ja um die 00er Jahre DIE Hosen für Mädchen) und aus der Zeit habe ich noch immer viele Adidas-Oberteile. Und bei Schuhen haben wir Kinder immer auf die Marken geachtet (damals mussten es unbedingt die Adidas Superstar oder die Buffalo oder oder oder sein) und da die Marken (vor allem Adidas oder Chucks) meinen Eltern geläufig waren und sie damit selbst Erfahrung hatten, gabs die auch für uns Kinder. Ich weiß z.B. noch, dass meine Kindergartentasche eine grüne Adidastasche war und ich im Kindergarten originale orange Chucks hatte.

Bekamt/bekommt ihr eine bestimmte Summe für Klamotten etc. (abgesehen vom Taschengeld) für solche Dinge oder wird jedes einzelne Teil besprochen und es gibt nur ab und zu mal ein Teil (zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage oder auch zwischendurch..)?
Ich bekomme seit ich 14 bin 35€ Taschengeld (bekomme ich noch immer, gehe aber natürlich noch nebenbei arbeiten), davon kaufe ich meine Klamotten. Ich kaufe aber eh meist bei Zara und H&M, also stürze ich mich damit auch nicht in Unkosten. Bestimmte Sachen wie neue Vans, Chucks etc. (Schuhe MÜSSEN für mich Markenschuhe sein, da bin ich echter Schuhnazi) wünsche ich mir auch zu Weihnachten und bekomme sie dann auch. So war das schon immer. Gaaaaanz selten gehe ich mit meiner Mutter shoppen und dann bekomme ich auch die Klamotten bezahlt, das ist mir aber schon immer eher unangenehm gewesen, da achte ich drauf, dass ich wirklich das meiste von meinem Geld bezahle.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich komme aus einem Dorf. Meine Eltern haben mir keine Markensachen gekauft. Kein Nokia, kein Tamagotchi, keine Buffalos, kein Eastpack, ... In meiner Klasse wurde ich von einer handvoll Schüler gehänselt. Als ich in Kurse mit ebenso intelligenten SchülerInnen kam, hatte ich einen großen Freundeskreis.

Die Erziehung hat mir sehr geholfen. Ich will bis zum heutigen Tage keinerlei Markensachen um glüclich zu sein. Nutze mein Smartphone nicht ect. Aus den ehemaligen "coolen Leuten" aus der Klasse sind höchsten durchschnittliche Erwachsene geworden.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Wie steht ihr zu Markenklamotten?
Marken an sich haben für mich keine Bedeutung. Ich kaufe Dinge, wenn sie mir passen und gefallen. Die wirklich teuren Marken sind da allerdings nie dabei, da ich nicht bereit bin, solche Preise zu zahlen. 100 Euro für eine Jeans finde ich übertrieben und unnötig. 10 Mal so lange wie meine 9 Euro Hose von C&A würde ich sowas sicher nicht tragen...
Wovon ich relativ viele Dinge habe, ist Esprit. Da kenne ich meine Größe, das Zeug gefällt mir und passt gut. Das meiste wird im Angebot gekauft, dann kostet es auch nicht mehr als Noname-Sachen.

Wird man heutzutage schnell gemobbt weil man keine oder nur wenig Markenkleidung trägt und nicht das nex neueste Handy hat?
Wie es heute ist, weiß ich nicht. An meiner Uni habe ich noch kein Mobbing mitbekommen, auch nicht aus anderen Gründen.
In meiner Schulzeit waren Markenklamotten kein wirkliches Thema. Man hat irgendwas getragen, was einem gefallen hat. Ob das jetzt H&M war, hat keinen interessiert.
Zum Handy: Ja, hier laufen die meisten Leute mit Smartphones herum. Ich habe ein 7 oder 8 Jahre altes Handy und selbst das nutze ich eigentlich nicht. Trotzdem schaffen es meine Freunde, mich per Mail zu irgendwas einzuladen, das ist überhaupt kein Problem. Praktisch sind die Teile ja, leisten könnte ich es mir auch. Wenn ich dann aber die ganzen Mensche sehe, die nebeneinander sitzen und die ganze Zeit nur auf diesen Dingern rumtippeln, behalte ich doch lieber meine Kommunikationsfähigkeit und muss halt auf Verdacht zur nächsten Bushaltestelle laufen um nachzusehen, ob gerade ein Bus fährt.

Wie gehen/gingen eure Eltern damit um, haben die den Markenwahn mitgemacht? Wenn ja, wie genau?
So richtig gab es das gar nicht. Es waren eher bestimmte Dinge, nicht bestimmte Marken.
Einen Gameboy habe ich nicht bekommen und durfte mir auch keinen kaufen. Ein Tamagochi auch nicht, wobei ich das einfach trotzdem gemacht und tierisch Ärger bekommen habe. :grin: Ein Handy gab es auch erst nach ewigen Überredungsversuchen und auch da nicht "einfach so" geschenkt.
Die einzigen großen Marken-Trends waren hier die Rucksäcke - in der Grundschule musste es Scout sein (hatte ich, es musste ja ohnehin einer angeschafft werden), ab der 5. Klasse dann [Marke vergessen], das war auch drin, da der Grundschulrucksack ja nicht mehr wirklich altersgemäß war. Als dann zwei Jahre später jeder mit einem Eastpack rumgelaufen ist, hatte ich eben Pech. Der alte Rucksack war noch gut genug, also gab es keinen neuen. Glücklich war ich damit nicht, gehänselt wurde ich aber nie. Selbst kaufen wäre in Ordnung gewesen, dafür war ich dann aber zu geizig. :zwinker:

Bekamt/bekommt ihr eine bestimmte Summe für Klamotten etc. (abgesehen vom Taschengeld) für solche Dinge oder
wird jedes einzelne Teil besprochen und es gibt nur ab und zu mal ein Teil (zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage oder auch zwischendurch..)?
Als Kind haben meine Eltern die Kleidung bezahlt. Etwa ab der 10. Klasse gab es 80 Euro für alles. Sehr seltsame Rechnung, da ich zuvor als Taschengeld 50 Euro im Monat hatte, wovon ich mir neben Kino usw. noch Essen in der Schule (daher so viel, ich hatte oft lange Unterricht) kaufen musste. 30 Euro im Monat für Klamotten und Schulzeug (Ordner, Blöcke, Tintenpatronen, ... alles bis auf Bücher) fand ich schon seeehr wenig. Wintermantel und -stiefel sind davon ja nicht bezahlbar. Probleme hatte ich trotzdem nie, da es von der Oma zum Geburtstag und zu Weihnachten immer Geld hab und ich schon in den Jahren davor recht sparsam gelebt und viel gespart hatte. Unregelmäßig wurde mir mal dies und mal das bezahlt - wenn meine Mutter mit mir einkaufen gegangen ist und gute Laune hatte, konnte ich meinen Geldbeutel an der Kasse auch mal wieder einstecken.
 
3 Woche(n) später

Benutzer128689 

Sorgt für Gesprächsstoff
Komm, bin ich auch mal so frei und antworte ausführlich :grin:


Wie steht ihr zu Markenklamotten?
Ich finde Markenklamotten unnötig. Nur, weil auf einem T-Shirt Puma o.Ä. steht, kostet es direkt um die 100€ mehr, wo ich bei meinetwegen C&A nur 5 Euro bezahle. Die Marke treibt heutzutage alles in die Höhe. Genau wie bei Handys. Aber gut, dazu nachher noch.
Genauso ist das mit Mode, wo meinetwegen Stars drauf abgebildet sind. Alleine für das Gesicht bezahlt man auch locker mal 40€ mehr. Bestes Beispiel: Bei uns im H&M hängt/hing mal ein Justin Bieber T-Shirt. Klassischer V-Ausschnitt, normale Ärmellänge, alles, wofür man bestimmt höchstens 8€ bezahlt hätte. Alleine das Gesicht von ihm hat den Preis auf 30€ hochgetrieben und das ist eine Sauerei.

Wird man heutzutage schnell gemobbt weil man keine oder nur wenig Markenkleidung trägt und nicht das neueste Handy hat?
Bei mir in der Schule schon. Wir sind laut Politik-Lehrer eine "Bonzenschule", heißt teure Marken, reiche Eltern etc.
Natürlich sieht man da an jeder Ecke ein Smartphone. In meiner Clique hat niemand ein altes Handy-Modell. Alle haben die Handys, die ab Samsung Galaxy S2 erschienen sind, eine hat sogar das Galaxy S4, obwohl sie kurz davor erst ein iPhone 5 bekommen hat :kopfwand: Unnötig, aber egal. Mich machen alle doof an, weil mein Handy von 2011 ist. (iPhone 4S, ist ja soooooooooo unmodern -.-)

Wie gehen/gingen eure Eltern damit um, haben die den Markenwahn mitgemacht? Wenn ja, wie
genau?
Damals, als meine Eltern noch zusammen gewohnt haben, konnten wir uns mit knapp 1400€ im Monat zum Leben schon ordentlich was leisten, obwohl wir zu 4. gelebt haben. Nachdem meine Mutter dann weg war, hat es sich von 1400€ auf knapp 500€ im Monat reduziert, wir waren noch 3 Personen im Haushalt. Aber meine Schwester und ich hatten nie einen großen Anspruch, sie hat sowieso Gehörlosengeld bekommen, war unter der Woche im Internat und an Wochenenden meistens bei uns im Dorf, wo es so gut wie gar keinen Laden gab. Durch das Gehörlosengeld und Taschengeld vom Internat aus hatte sie monatlich etwa 80€ für alles Mögliche, daher musste mein Vater ihr nicht zwingend auch noch Geld in den Rachen drücken. Markenklamotten hatten wir damals nie, wir waren immer C&A treu, was sich bis heute irgendwie gehalten hat :grin: Jetzt, wo ich bei meiner Mutter lebe und monatlich noch 700€ über bleibt, kaufen wir schon mehr und teurer ein, weil es schwer ist, bei dem Markenkonsum mitzuhalten, aber wütend darüber ist sie nicht. Sie ist sogar froh, wenn ich ordentlich in der Schule erscheine.

Bekamt/bekommt ihr eine bestimmte Summe für Klamotten etc. (abgesehen vom Taschengeld) für solche Dinge oder wird jedes einzelne Teil besprochen und es gibt nur ab und zu mal ein Teil (zu bestimmten Anlässen wie Geburtstage oder auch zwischendurch..)?
Also ich bekomme monatlich 60€ Taschengeld, wobei ich 30€ auf mein Konto einzahlen lasse, um es ein wenig zu sparen. Die insgesamt 60€ kann ich frei ausgeben wie ich will, für Bücher, DVDs, Spiele, Mangas etc.
Klamotten kaufen meine Mutter und ich immer zusammen, weil sie dann so ein bisschen die Übersicht hat, dass es nicht zu teuer wird und ich nicht rumlaufe wie sonst was. Meine Handyrechnung wird auch monatlich von ihr übernommen, wobei es nie teurer als 30€ wird, deswegen bin ich da relativ preiswert :grin: Ansonsten zu Geburtstagen , Weihnachten etc. bekomme ich von Verwandten schöne Klamotten, zu meiner Firmung neulich habe ich sogar Schmuck im Wert von gut 200€ bekommen, weil echte Swarovski-Kristalle in meinen Ohrringen verarbeitet wurden. Aber das ist auch eine Ausnahme gewesen, da meine Verwandten dafür alle zusammengelegt haben, um mir sowas tolles zu gönnen :smile:
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Also wenn ich das mal zusammen fasse, dann ist es halt nur wichtig das man ordentlich, gepflegt und modern gekleidet ist.
Die Marken spielen bei der Kleidung für Kids meist anscheinend nicht so eine große Rolle wie Handys bzw Smartphone und da kann ich auch irgendwie verstehen das man schnell "raus" ist nur weil man kein What's App hat.
Wenn alle darüber kommunizieren, dann bekommt das Kind ohne Smartphone nichts mit...
 

Benutzer109762  (24)

Verbringt hier viel Zeit
Ja hau ich mal meinen Senf dazu raus:


Das Thema gibt es schon ewig, in der VS profilierten sich die Kinder über Pokemonkarten & Matchboxautos; in der Unterstufe kommen dann Markenklamotten und Handys und in der Oberstufe wer mehr Scheiße abzieht.

Zu den Markenklamotten, es ist ein Ding das man kaum umgehen kann und man sich selbst schnell zur Zielscheibe macht, wenn man nicht mitschwimmt. Aber gerade heutzutage ist etwas nicht alt und vergammelt, sondern "vintage" und "out sein" hat seinen ganz eigenen Reiz. Die Modemacher schütteln darüber den Kopf, allerdings kann man sich das ganz einfach zunutze machen.
Meiner Meinung nach kommt es gar nicht auf die Marke an, sondern viel mehr auf die Optik der Kleidung. Man kann sich auch in Prada wie die letzte N*tte anziehen, allerdings kann man auch in H&M oder Zara oder NewYorker äußerst gepflegt und attraktiv aussehen. Meiner Meinung nach sollten die Outfits also einfach aufeinander abgestimmt sein, während man vielleicht eine Jacke oder ein TShirt o.ä. von einer teuren Marke besitzt.

Off-Topic:
PS: Bitte Bitte Bitte lasst eure Kind nie in den Hollister rein :sick:
 

Benutzer128689 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das Thema gibt es schon ewig, in der VS profilierten sich die Kinder über Pokemonkarten & Matchboxautos; in der Unterstufe kommen dann Markenklamotten und Handys und in der Oberstufe wer mehr Scheiße abzieht.

Off-Topic:
Dann weiß ich ja, was mich ab September in der Oberstufe erwartet:bier:
 
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