Mama was ist los?

Benutzer97985  (29)

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:geknickt:Hallo,

vor etwa 1 1/2 jahren ist mein oma gestorben. Sie hatte krebs.
Meine mutter und eigentlich wir alle hatten eine sehr nahe bindung zu ihr. Ich war damals auch tottraurig und vermisste sie so.

Meine Mutter war eigentlich auch als sie sich darüber im klaren war das oma krebs hatte noch einigermaßen ....naja wie soll ich sagen ...sie war halt noch normal drauf.

Aber dann als klar war das sie definitiv keine chance mehr hat, hat sich meine mama immer mehr eingeigelt und sehr oft geweint.
Sie tat mir so leid und ich wollte sie am liebsten trösten doch ich wusste das ich das zu dem zeitpunkt nicht konnte.

Als Oma dann starb war natürlich erstmal trauer angesagt und ich dachte dann das meine mum nach der zeit dann darüber hinweg ist.

aber jetzt 1 1/2 jahre nach dem Tod merke ich wie meine mum immernoch ab und zu deswegen weint.

Früher hat sie mich oft umarmt und gesagt das sie mich lieb hat aber seit dem tod ist das überhaupt nicht mehr so.
Ich versuche sogar oft sie ab und zu mal zu umarmen und zu sagen das ich sie lieb habe, da meine mum wirklich sehr viel für mich macht oder sagen wir mal gemacht hat, aber sie lässt mich total abblitzen.
Sie versucht dann immer mit irgendetwas abzulenken.

Sie war immer so fröhlich und ich hatte immer ihre volle zuneigung.
sie hat mich getröstet, hat mich wieder aufgebaut, hat einfach alles für mich gemacht und ich war wirklich so forh so eine tolle mutter zu haben, und jetzt ist sie überaupt nicht mehr das was sie mal war.
Ich vermiss sie so. es ist nicht mehr wie früher
 

Benutzer46728 

Beiträge füllen Bücher
Dein Text hat mich echt berührt. Zzt habe ich keinen Rat.
Meine Familie hat schwere Zeiten durchgemacht, vor bald 4 J starb mein Papa sehr plötzlich (Eltern waren schon lang geschieden, aber egal), dann keine 4 Monate später folgte meine Oma plötzlich (88 Jahre und topfit) und 1 1/2 Jahre später ihr ältester Sohn, mein Onkel, ebenfalls unerwartet.
Die Zeit heilt Wunden, aber die Narben bleiben, glaub mir das, soleid es mir tut. Ich glaube schon, dass deine Mama wieder normaler wird mit der Zeit. Sei bitte für sie da und mach weiter, wie zuvor.
Ich wünsche dir alles Glück der Welt.
 

Benutzer90353 

Verbringt hier viel Zeit
Mein Beileid, obwohl es schon etwas her ist.

Ich denke dir würde es genauso gehen, wenn du deine Mutter verlieren würdest. Ganz über den Tod hinwegkommen kann wohl niemand.
Ist es denn etwas besser geworden oder noch so schlimm wie am Anfang?
Wenn sie ab und zu ihre Ruhe braucht um sich mal auszuheulen, dann gib ihr diesen Moment. Ihr wird das auch nach 1 1/2 Jahren noch schwer fallen, dass ihre Mutter eben nicht mehr ist.
 

Benutzer93808 

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Hey Robery :smile:

Tut mir leid mit deiner Oma... Hast du denn mit deiner Mutter mal darüber geredet dass du sie vermisst und sie anders geworden ist? Oder hat sie irgendwas dazu gesagt? Die eigene Mutter zu verlieren muss schlimm für sie gewesen sein, vielleicht hat sie jetzt Angst vor weiteren Verlusten und versucht deshalb nichts mehr an sich ranzulassen... Gibts noch jemanden in der Familie mit dem du drüber reden kannst und der das mitbekommt?
 

Benutzer30706 

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Der Tod von nahestenden Menschen kann oftmals der Auslöser für Depressionen sein. Gerade die Tatsache, dass Deine Mutter sich jetzt so über die "normale" Trauer hinweg verändert, macht mich stutzig. Natürlich verändert einen der Kummer um einen geliebten Menschen...aber das Du so eine starke Veränderung wahrnimmst, finde ich etwas bedenklich.
Ich will jetzt keine Hunde scheu machen, eine Ferndiagnose lässt sich schlecht stellen. Trotzdem solltest Du versuchen, mit Deiner Mutter darüber zu sprechen. Sag ihr, dass Du Deine alte Mama vermisst und Dir Sorgen um sie machst, weil es ihr immernoch so schlecht geht. Vielleicht reicht so ein Gespräch schon, um sie ein wenig aufzuwecken und ihr zurück zu ihrer alten Fröhlichkeit zu helfen. Auch Eltern brauchen manchmal ihre Kinder.
Sollte das Gespräch nicht helfen, bleib trotzdem dran. Was sagt denn Dein Papa dazu? Macht er sich auch Sorgen? Vielleicht könnt ihr sie ja bitten, sich mal einen Termin beim Hausarzt zu machen, damit er sie zu einem Psychologen weiter leitet. Muss ja nicht gleich heissen, dass sie krank ist - aber gerade, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat, ist es keine Schande, sich professionelle Hilfe zu holen (auch sonst nicht, aber so kannst Du ihr das sagen). Vielleicht merkt sie, dass es ihr gut tut, sich mal auszusprechen. Und zwar gegenüber jemandem, der sich mit sowas auskennt und nicht mit seiner eigenen Trauer beschäftigt oder hilflos ist.

Fühl Dich gedrückt. Es ist bestimmt nicht gerade leicht für Dich, und ich finde es sehr toll, dass Du da so nach Deiner Mama schaust!
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wahrscheinlich ist Deiner Mama in ihrer großen Trauer gar nicht bewusst, wie weh sie Dir tut ...
Versuche ihr mal in eine ruhigen Minute genau dies klar zu machen.
Ihre Mama ist gestorben, aber Deine Mama lebt. Sie hat ihre Mama verloren, das ist offenbar ein wirklich großer Verlust für sie. Aber möchte sie wirklich, dass Du Deine Mama auch verlierst, obwohl sie lebt? Frage sie das ...

Manche Menschen sind so in ihrer Trauer gefangen, dass sie die Lebenden vergessen.

Vielleicht kannst Du ihr auch einfach einen Brief schreiben, wenn die Gelegenheit fehlt zu reden.
 

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