Männer bei Geburten!

Benutzer71335  (53)

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Ich hätte wohl nichts dagegen dabei zu sein, allerdings nur oberhalb vom Bauchnabel. Für das Unterhalb wird der Arzt bezahlt.

Es gibt Momente da würdest du mit dem Arzt tauschen wollen.:grin:

Ich finde übrigends die Kopfseite die weitaus schlimmere für den Mann (generell bei Frauen).:tongue: Was aus dem Mund kommt ist meist traumatisierender, als das was aus der Scheide kommt.:zwinker:
 

Benutzer102949 

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Leidtragende????? Die Frau die ein Kind bekommt ist ein Opfer?
Sie ist ein Glückskind, viele Frauen werden sie ein Leben lang heiß und innig um diesen Moment beneiden.
Sie erlebt etwas wozu ihr Körper von ihrer Geburt an geschaffen und ausgrüstet ist, eine unglaubliche Leistung die sie auf die weiteren Lebensjahre mit dem Kind vorbereitet.
Eben auch um ganz allein im Dschungel ihr Kind bekommen zu können, jede fruchtbare Frau kann das und sobald sie sich auch nur zu Sex bereiterklärt geht sie diesen Weg, den ihr ihr Körper vorgibt und ja sie will das, es ist ihr wichtig nicht nur ein Kind zu bekommen sondern es auch selbst zu gebähren (frag mal Kaiserschnittmütter wie sehr sie leiden, die Geburt nicht selbst vollbracht haben zu dürfen).

Sollen die Frauen jetzt etwa dankbar sein, dass sie die Geburt überstehen müssen? :ratlos:
Sicher wollen viele Väter die Rollen tauschen, aber nicht weil sie rattenscharf auf die stundenlangen Geburtsschmerzen sind, sondern weil sie es nicht ertragen können, wenn sie ihre Frau/Lebenspartnerin leiden sehen.
Es gibt auch Frauen mit einem äußerst zierlichen Becken, die kannst du ja auch mal fragen wie sie ihre Geburt mit Saugglocke, Dammriss und/oder anschließendem Beckenbruch empfunden haben. :zwinker:
 

Benutzer29410 

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Was aus dem Mund kommt ist meist traumatisierender, als das was aus der Scheide kommt

Waaaaas? Bei dieser herrlichen Wellnesserfahrung, für die wir Frauen gemacht und prädestiniert sind?
 

Benutzer58449  (31)

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Waaaaas? Bei dieser herrlichen Wellnesserfahrung, für die wir Frauen gemacht und prädestiniert sind?

Mal ne ehrliche Frage:
Glaubst ernsthaft daran das irgendjemand wirklich daran zweifelt das eine Geburt anstrengend ist oder was sollen diese Kommentare?

Ich denke wir wissen alle was der Unterschied zwischen einer Geburt und einem Wellnessurlaub ist.
Fakt ist nur: Männer suchen es sich nicht aus der Part zu sein der keine Schmerzen empfindet und jede Frau entscheidet sich indirekt dafür indem sie Ja zu einem Kind und Ja zur Geburt sagt.
Wenn ich ein Kind bekomme erwarte ich doch nicht das es so einfach wie Erdbeertorte backen ist.
 

Benutzer71335  (53)

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Sollen die Frauen jetzt etwa dankbar sein, dass sie die Geburt überstehen müssen? :ratlos:
Sicher wollen viele Väter die Rollen tauschen, aber nicht weil sie rattenscharf auf die stundenlangen Geburtsschmerzen sind, sondern weil sie es nicht ertragen können, wenn sie ihre Frau/Lebenspartnerin leiden sehen.
Es gibt auch Frauen mit einem äußerst zierlichen Becken, die kannst du ja auch mal fragen wie sie ihre Geburt mit Saugglocke, Dammriss und/oder anschließendem Beckenbruch empfunden haben. :zwinker:

Ja natürlich muss man für ein Geburtserlebniss dankbar sein.
Genau wie man für ein Kind dankbar sein muss.

Ja da snicht ertragen können und mitleiden ist leider das einzige was sie da können, da kann leidr kein Mann was drann ändern.

Ich hatte das ja (fast )alles, und?
Ich arbeite seit 12 Jahren mit jungen Müttern direkt nach der Geburt zusammen, ich kenne tausend schöne und unschöne Geburtsgeschichtn aus erster Hand, aber kaum eine die die Geburt oder das Geburtserlebnis bereut.
Wir lassen mal reife Totgeburten und Geburten, wo die Kinder direkt nach der Geburt verstarben aussen vor (aus aktuellem Anlass bin ich da grade sehr empfindlich).

Die meisten erinnern sich bereits 48 Stunden später nciht mehr detailiert an die Schmerzen sondern nur noch an das Erlebnis, es geht den Frauen/Männern/Eltern ja auch um ganz was anderes bei der Geburt, man hat da ja ein wunderbares Ziel und dafür würden Frauen noch was ganz anderes ertragen.:zwinker:

Mütter sterben auch für ihre Kinder, das ist kein Spruch, das passirt jeden Tag.
Auch darauf lässt man sich schon bei der Zeugung ein.
 

Benutzer58449  (31)

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oh ja früher, da war bekanntlich alles besser....:rolleyes:



naja, sagt schon einiges aus, wenn er sich soetwas nicht "zumuten" möchte und zitternd, wie du schreibst, in der Ecke säße. Vater sein ist schliesslich noch anstrengender, als Vater werden

Ich finde du maßt dir hier Behauptungen an die wirklich heftig sind.
Mein Vater war weder bei meiner Geburt noch zu der meines Bruders dabei und er hat sich abgöttisch um uns gekümmert.
Übertreibs also mal nicht.
 

Benutzer75021 

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Ich denke wir wissen alle was der Unterschied zwischen einer Geburt und einem Wellnessurlaub ist.
Fakt ist nur: Männer suchen es sich nicht aus der Part zu sein der keine Schmerzen empfindet und jede Frau entscheidet sich indirekt dafür indem sie Ja zu einem Kind und Ja zur Geburt sagt.
Wenn ich ein Kind bekomme erwarte ich doch nicht das es so einfach wie Erdbeertorte backen ist.
Das weiß der Mann aber auch und deshalb erwarte ich von ihm das er mich im gleichzeitig schlimmsten und schönsten Moment überhaupt nicht alleine lässt.
Es ist seine Pflicht mich dabei so gut es geht zu unterstützen!
Ganz ehrlich, für unsere Beziehung hätte es sicher einen großen Knacks bedeutet wenn er ausgerechnet dann wenn ich ihn am meisten brauche den Schwanz einzieht!!
 

Benutzer58449  (31)

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Das weiß der Mann aber auch und deshalb erwarte ich von ihm das er mich im gleichzeitig schlimmsten und schönsten Moment überhaupt nicht alleine lässt.
Es ist seine Pflicht mich dabei so gut es geht zu unterstützen!
Ganz ehrlich, für unsere Beziehung hätte es sicher einen großen Knacks bedeutet wenn er ausgerechnet dann wenn ich ihn am meisten brauche den Schwanz einzieht!!

Auch wenn du siehst das es deinem Freund echt nicht gut dabei geht?
(Ja ja die Frau hat dabei Schmerzen, wissen wir alle)

Also ich könnte mich nicht auf die Geburt konzentrieren wenn ich auch noch im Auge haben müsste das mein Männe mir nicht aus den Socken kippt.


Aber natürlich respektiere ich das du diese Meinung hast.
 

Benutzer102949 

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Mütter sterben auch für ihre Kinder, das ist kein Spruch, das passirt jeden Tag.

Eben drum. Dann fände ich es von dem Vater meiner Kinder umso gnädiger, wenn er sich dazugesellt und die Geburt seines Kindes miterlebt. Auch wenn man jetzt sagen muss, dass ein Todesfall der Mutter nicht die Regel ist und nur äußerst selten vorkommt. Aber Komplikationen können jederzeit auftreten.

Im Fall einer Schwangerschaft stehen wir das gemeinsam durch, ohne wenn und aber. Und ich bleibe dabei, er war an der Zeugung, an der Entscheidung und der Schwangerschaft beteiligt, dann erwarte ich auch, dass er bei der Entbindung dabei ist.
Aber ich bin da echt froh, dass es da bei uns keinerlei Diskussionen gibt, weil er auf 9 Monate Erlebnis pur inkl. der finalen Geburt nie und nimmer verzichten würde.[DOUBLEPOST=1360856119,1360855986][/DOUBLEPOST]
Auch wenn du siehst das es deinem Freund echt nicht gut dabei geht?
(Ja ja die Frau hat dabei Schmerzen, wissen wir alle)

Ja also, dann kann ich mir doch nicht noch 'nen Kopp drum machen, dass es ihm gut geht. Davon abgesehen, ob ich das überhaupt mitbekommen würde oder nur in der Wehenwelt lebe. Darum muss er sich dann schon selber kümmern. Ich fessel ihn ja bestimmt nicht am Bett fest, zwischendurch darf er gerne eine Verschnaufpause einlegen, wenn es noch dauert.
 

Benutzer4590 

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Auch wenn du siehst das es deinem Freund echt nicht gut dabei geht?

Kommt drauf an. Hat er wirklich ein handfestes Problem mit dem Anblick von Blut und würde dabei nachweislich (d. h. es ist ihm tatsächlich schon passiert) ohnmächtig, kotzen o. ä.? Dann würde ich ihm das natürlich nicht zumuten wollen, damit wäre ja auch niemandem gedient. Er könnte ja so lange bei mir Händchen halten, bis es "ernst wird" und dann rausgehen.

Wenn das allerdings mehr ein Sich-Anstellen ist, würde ich sagen: Mann, reiß dich zusammen und sei dabei, sonst wird es dir hinterher sicher leidtun. So ist es halt in einer Partnerschaft, da tut man dem anderen zuliebe auch mal was, worauf man nicht 100%ig scharf ist; und die Geburt des eigenen Kindes ist wohl ein genügend wichtiger Anlass dafür. In guten wie in schlechten Zeiten, nicht wahr? :zwinker:
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Mir steht die erste Geburt ja in absehbarer Zeit bevor.
Ich bin also gerad eemotional gerade sehr in dem Thema drin:
Es sind nicht die Schmerzen vor denen ich Angst habe, es sind nicht die Anstrengungen, es sind nicht die fremden Menschen die einem "da unten rumfummeln". Die größte Angst die ich habe, ist die vor der Angst.
Angst da vor, dass irgendetwas nicht okay ist. Dass mit meinem Kind etwas ist, das mit mir etwas ist, dass die Ärzte und Hebammen unschlüssig sind und dass ich alleine seine könnte, in einem Moment in dem ist psychisch am Abgrund stehe.

Ich weiß noch wie es vor einigen Monaten war: Nach 3, 4 Wochen dauerkotzen, bin ich nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch und emotional kollabiert. Ich hatte Schüttelfrost, mir war kotzübel, ich habe gekotzt, ich habe geheult und bekam schlimme Krämpfe. Ich dachte: Das wars jetzt. Ich dachte, ich bekomme eine Fehlgeburt und die letzten Wochen wären für die Katz gewesen, ich dachte ich sterbe, oder sonst etwas anderes schlimmes würde passieren. Nach dem ich im Krankenhaus ankam, der erste Liter Glucoselösung durch meine Venen lief und mir die Ärztin auf dem Ultraschall das schlagende Herz gezeigt hatte, war alles wieder okay. Aber diese 1, 2 Stunden bis dahin waren der pure Horror.

Das war meine bisher schlimmste Situation, in der mich mein Körper so vollständig im Stich gelassen hatte und ich keinerlei Steuerungsmöglichkeiten über meine Körperfunktionen hatte. Ich kippte um, ich zitterte, ich kotzte. Alles gleichzeitig vor 3, 4 fremden Menschen.

Mein Mann war bei mir. Er hat mir die Hand gehalten, die Haare aus dem Gesicht gestrichen, mir gut zugeredet, den Ärzten zugehört (das konnte ich schon lange nicht mehr), Formalitäten erledigt, etc. Und auch, wenn viele hier so schmunzeln, was das "händchenhalten" den bringen würde: In einer solchen Situation ist es alles was man braucht! Das kann keine fremde Schwester oder Hebamme ersetzen. Ich habe meinen Mann gebraucht. Und zwar an meiner Seite und nicht däumchendrückend in der Cafeteria.

Sollte es mir während der Geburt unseres Kindes schlecht gehen ERWARTE ich von meinem Mann, dass er bei mir ist. Dass er, wenn ihm schlecht wird in einen Eimer kübelt, so wie ich es 9 Monate lang getan habe, dass er sich zusammen reißt, einen schluck Cola trinkt, sich auf einen Hocker neben mich setzt und so tut, als ob alles paletti wäre. Sollte es mir bei der Geburt auch nur halb so schlecht gehen, wie an dem Tag, als ich eingewiesen wurde, dann würde ich das nicht überstehen. Und die Befindlichkeiten meines Mannes wären mir dann ehrlich gesagt total egal.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich finde, da gibt's doch gar nichts zu diskutieren, das ist reine Geschmacksache. Ich kann jede Frau verstehen, die sagt, sie will den Papa des Kindes dabei haben. Aber ich kann auch jede Frau verstehen, die meint, wenn es zu schlimm für ihn ist, dann muss er nicht. Letztendlich wissen die Frauen von vornherein, was sie für einen Partner haben und können sich drauf einstellen, ob das für sie ok ist oder nicht. Ich meine, die TS hat ja auch gerade deswegen den Thread hier erstellt.

So gesehen sind hier die Antworten reine Befindlichkeiten. Angenommen ein Mann leidet unter einer Krankenhaus-Phobie. Fairerweise wird er seiner Freundin/Frau dann sagen, dass er nicht weiß, ob er es im Kreissaal schafft. Und sie kann sich drauf einstellen, ob sie damit klar kommt oder nicht. Denn letztendlich wird es ihr auch nichts bringen, wenn der Mann sie drinnen nicht unterstützen kann. Sie wird dann eher ihre Schwester oder Mutter dabei haben wollen. Und die einen können mit so einem Mann dann halt nicht zusammen sein, die anderen aber eben schon. Sowas kommt vor :zwinker:
 

Benutzer75021 

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Auch wenn du siehst das es deinem Freund echt nicht gut dabei geht?
(Ja ja die Frau hat dabei Schmerzen, wissen wir alle)

Also ich könnte mich nicht auf die Geburt konzentrieren wenn ich auch noch im Auge haben müsste das mein Männe mir nicht aus den Socken kippt.


Aber natürlich respektiere ich das du diese Meinung hast.
Ja sicher, denn MICH fragt ja auch niemand ob es mir dabei gut geht, ich hab doch keine Wahl.
Ich habe jetzt 3 relativ harmlose, schnelle Geburten hinter mir aber wenn ich das 4. Kind schmerzfrei zur Welt bringen könnte bzw mit meinem Mann tauschen-sofort!!!

Dieses "achso tolle Ereignis" macht mir Angst, ich habe auch jetzt wieder richtig viel Angst.
Beim 1. Kind hatte ich richtige Todesangst!-hast du sowas schon mal erlebt? Schmerzen, so schlimm das du dachtest es zerreißt dich? Man weiß nicht genau was auf einen zu kommt und muss dann alleine sein, ohne den Menschen den man am meisten liebt und vertraut?
Ich bin da "egoistisch" und frage auch erst gar nicht ob er will oder nicht, für mich war/ist das ne ganz klare Kiste das ER dabei ist. War aber für meinen Mann auch selbstverständlich.[DOUBLEPOST=1360907483,1360907001][/DOUBLEPOST]
Mein Mann war bei mir. Er hat mir die Hand gehalten, die Haare aus dem Gesicht gestrichen, mir gut zugeredet, den Ärzten zugehört (das konnte ich schon lange nicht mehr), Formalitäten erledigt, etc. Und auch, wenn viele hier so schmunzeln, was das "händchenhalten" den bringen würde: In einer solchen Situation ist es alles was man braucht! Das kann keine fremde Schwester oder Hebamme ersetzen. Ich habe meinen Mann gebraucht. Und zwar an meiner Seite und nicht däumchendrückend in der Cafeteria.

Sollte es mir während der Geburt unseres Kindes schlecht gehen ERWARTE ich von meinem Mann, dass er bei mir ist. Dass er, wenn ihm schlecht wird in einen Eimer kübelt, so wie ich es 9 Monate lang getan habe, dass er sich zusammen reißt, einen schluck Cola trinkt, sich auf einen Hocker neben mich setzt und so tut, als ob alles paletti wäre. Sollte es mir bei der Geburt auch nur halb so schlecht gehen, wie an dem Tag, als ich eingewiesen wurde, dann würde ich das nicht überstehen. Und die Befindlichkeiten meines Mannes wären mir dann ehrlich gesagt total egal.

:jaa:So sehe ich das auch.
Du darfst auch ruhig egoistisch sein, DU hast 10 Monate lang "gelitten" (bei dir trifft das zb echt zu) und gekämpft um dieses Kind zur Welt zu bringen.

Ich finde es auch unheimlich wichtig das er einfach DA ist, mir die Hand hält und bei steht. Mehr muss und kann der Mann dabei auch gar nicht tun, aber das hilft sooooooo enorm!
 
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Ich finde es eben nur in dem Moment problematisch, wo der Mann absolut nicht möchte und man ihn zwingen muss, mit in den Kreißsaal zu kommen.
Denn, ganz ehrlich, ein Partner, der nur widerwillig dabei ist, der ist mir als Frau dann auch bei der Geburt keine Hilfe sondern eher eine zusätzliche Belastung.

Ich kann die Aussage der meisten, dass sie ihren Partner dabei haben wollen, absolut verstehen. Umso besser, dass ihr Männer an eurer Seite habt, die sich in diesem Punkt zu 100% mit euch einig sind.

Ich für mich persönlich kann in meinem naiven, unschwangeren Zustand nur sagen: wenn mein Partner partout nicht wollen würde und mir plausibel erklären könnte warum, dann würde ich ihn nicht zwingen. Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich gar nicht groß das Bedürfnis danach hätte, bei einer Geburt Gesellschaft zu haben (ja, ich weiß, das sagt sich leicht, wenn man noch nie in der Situation war), weil ich mich kenne, meinem Körper vertraue und einfach mal davon ausgehe, dass der eine Geburt wuppen kann. Immerhin ist er dafür gemacht.

Um es auf den Punkt zu bringen: zum Glück kann das jedes Paar für sich allein entscheiden.

Auf eines würde ich allerdings bestehen: dass mein Partner sich wenn schon nicht im gleichen Raum, dann doch zumindest in meiner Nähe aufhält. Falls wirklich etwas schiefgehen sollte, würde ich damit nämlich auch nicht allein sein wollen.
 

Benutzer118204 

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Nach lesen der Beiträge hier traut man sich als Mann schon fast nicht mehr zu antworten.

Ich glaube jede halbwegs vernünftige Person wird niemals daran zweifeln das die Schwangerschaft und die Geburt für eine Frau eine intensiver Vorgang ist. Ich vertrete auch die Meinung das ein Mann die Geburt seines Kindes nicht verpassen sollte. Aber ich halte das nicht für eine geschlechtsspezifische Aufgabe sonder für eine menschliche. Es soll keine "Strafe" sein sondern eine Selbstverständlichkeit. Wenn jedoch irgendwelche triftige Gründe dafür Sprechen das ein Mann nicht bei der Geburt dabei sein kann ist es doch für die Frau sinnvoller sich eine vertraute Person zu suchen die ihr wirklich helfen kann.
Es geht bei der Geburt doch nicht um Abrechnung und aufwiegen der eingebrachten Leistung. Und auch wenn ich als Mann nicht die Schmerzen der Mutter ertragen muss bleibt doch die Hilflosigkeit als werdender Vater. Natürlich kann man der Mutter Mut machen, ihr die Hand halten, mit den Ärzten sprechen, die Haare aus dem Gesicht streichen, ihr etwas zu trinken geben oder einfach da sein. Aber Schlussendlich ist es die Frau, die das Kind zur Welt bringt und als Mann kann man ihr weder die Schmerzen nehmen noch die Verantwortung.

Und wenn ich lese das der Mann gefälligst ertragen soll wie die Frau "leidet" bzw. "mitleiden" soll, weil die Frau 9 Monate die Schwangerschaft ertragen hat bin ich verwirrt. Ich dachte bisher der Mann soll dabei sein, weil die Geburt des Kindes eine einmalige Sache ist. Weil man den ersten Schrei hört, das Baby als erstes sieht und weil in diesem Moment klar wird warum man 9 Monate "leidet". Also bitte die Geburt für Männer nicht so einseitig darstellen.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Es geht nicht primär um mitleiden und bestrafen. Es geht darum, dass man als Frau Todesangst hat: Um sich und um das Kind. Und dabei alleine zu sein ist einfach nur sch***.
 

Benutzer118204 

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Es geht nicht primär um mitleiden und bestrafen.

Das klingt in einigen Beiträgen aber anders ;-)

Es geht darum, dass man als Frau Todesangst hat: Um sich und um das Kind. Und dabei alleine zu sein ist einfach nur sch***.

Deswegen hatte ich folgendes geschrieben:

Wenn jedoch irgendwelche triftige Gründe dafür Sprechen das ein Mann nicht bei der Geburt dabei sein kann ist es doch für die Frau sinnvoller sich eine vertraute Person zu suchen die ihr wirklich helfen kann.

Ich wünsche keiner Frau die Geburt allein erleben zu müssen. Aber ich halte es auch für falsch die Männer aus den falschen Gründen dazu zu zwingen.
 

Benutzer71335  (53)

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Fakt ist ja auch letztlich, das sich kaum ein Mann überhaupt weigert oder auch nur den Ansatz eines Vorbehalts hat, an der Geburt seines Kindes teilzunehmen.
Keine Frau muss heute ihren Partner noch großartig darum bitten, ich schätze für 98-99,5 % aller Männer ist das der größte Wunsch überhaupt wenn er Vater wird.

Weiterhin wird auch eigentlich keinem schlecht oder er wird ohnmächtig oder was da sonst für Geschichten rumgeistern.
Ich kenne absolut keinen Mann dem das je passiert ist, noch nichtmal die die das vorher geglaubt haben.

Viel interessanter wäre die Frage, ob man als Frau es dem Vater überhaupt noch verweigern dürfte?

Daher erübrigen sich die meisten Diskussionen zu dem Thema im vornherein.

Er wird mitkommen, er wird es so gut er kann begleiten, er wird es genießen, er wird eine Stütze sein egal in welcher Form, er wird es nie vergessen


Off-Topic:
Umso trauriger finde ich das man(frau) es den Männern nicht gönnen will, dass sie "nur" aus Liebe zu ihrer Frau und ihrem ungeborenen Kind, ehrlicher Freude auf sein Kind, Freude auf das Wunder der Geburt, Angst was entscheidendes in seinem Leben zu verpassen ganz freiwillig und ohne die Spur eines schlechten Gewissens die Geburt begleiten und mittragen will.

Das ist doch ein legitimer schöner Wunsch, eine tolle Motivation, da muss man doch keinen Strafakt draus machen oder ihm schon vorher Schuldgefühle einimpfen oder seine Machtposition (die man ohne Frage hat, im Kreissaal) ausspielen oder seinen Wunsch in Pflicht abwerten, um sich selbstgefällig aufzuwerten oder Respekt abzuringen.

Das ist doch ein alberner Nebenschauplatz, letztlich ist doch das Kind (das hoffentlich gesund und lebendig zur Welt kommt) der Mittelpunkt für alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gast
Mal ne blöde Frage: hat Frau bei einer Geburt zwangsläufig immer Todesangst?

Kann ich mir kaum vorstellen, ehrlich gesagt. Eine Geburt ist zweifellos eine elende Schinderei, aber ich habe auch häufig schon von Frauen gehört/gelesen, die die Geburt als zwar anstrengendes aber schönes Erlebnis empfunden haben.

Das klingt jetzt vielleicht doof, aber ich kann mir nur schlecht vorstellen, vor einer Geburt irgendwann mal eine solche Panik zu haben.

Okay, das klingt jetzt irgendwie abwertend. Deswegen noch zur Sicherheit: so ist es nicht gemeint.
 
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