Schule Luxusproblem - Wie/Wann sage ich es am besten?

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Hallo ihr Lieben,

Leben ist das, was passiert, wenn man gerade damit beschäftigt ist, andere Pläne zu machen. So geht's mir im Moment.

Kurzfassung der Ausgangssituation: Ich habe nach meinem Abschluss im letzten Jahr ein Praktikum in einem kleinen Betrieb begonnen. Ich habe mir eine extrem hart umkämpfte Branche ausgesucht, in der sich viele sehr, sehr fähige Leute tummeln. Es gab zunächst keine langfristigen Einstellungsperspektiven, trotzdem wurde ich noch einmal verlängert. Und habe mich so gut angestellt, dass man mich für eine Festanstellung in Erwägung zieht. Das Gespräch mit den Verantwortlichen wird morgen stattfinden.

Eigentlich würde ich jetzt vor Freude schreiend im Kreis rennen. Ich liebe meine Kollegen, ich liebe meinen Job und habe noch einige Entfaltungsperspektiven dort.

Das Problem: Weil die Situation bislang so aussah, dass ich mich ab April wieder auf Jobsuche begeben müsse, haben mein Freund und ich den festen Plan gefasst, in eine weiter entfernte Stadt zu ziehen. Er ist seit acht Jahren in seiner Firma, verdient dort gut und hat sich bis nach oben hochgearbeitet. Aber der Job reizt ihn nicht mehr, er will etwas Neues und nicht auf ewig den gleichen Alltagstrott haben. Er arbeitet in einer Branche, in der händeringend Fachkräfte gesucht werden; finanziell wäre da noch einiges rauszuholen. Ganz abgesehen davon, dass er sich auch endlich mal wieder gefordert fühlen würde.

Diesen Plan, in die andere Stadt zu ziehen, möchten wir beide nicht aufgeben. Ich habe Familie dort und wir beide lieben die Stadt. Wollten da immer hin.

Jetzt zur Frage: Wie würdet ihr bei der Besprechung meine berufliche Zukunft betreffend vorgehen? Ich ziehe in Erwägung, einfach den Vertrag anzunehmen und nicht zu sagen, dass in wenigen Monaten konkrete Umzugspläne bestehen.

Problem: Ich würde mich wie das letzte Kollegenschwein fühlen. Es ist eine kleine Firma, wir sind eher wie Freunde denn wie Kollegen. Auf der anderen Seite sagen mir viele meiner Freunde (und meine Eltern), ich solle in erster Linie an mich denken. Und in ein paar Monaten dann einfach erzählen, es habe sich kurzfristig etwas anderes ergeben und ich würde jetzt gehen. Bei dem Gedanken daran habe ich Bauchschmerzen. So ticke ich nicht und ich will mich auf keinen Fall mit meinen Kollegen überwerfen. Abgesehen davon möchte ich auch ein gutes Zeugnis haben.

Option zwei wäre, dass ich direkt anspreche, dass ich nur noch für begrenzte Zeit hier wohne und einen Vertrag für diese paar Monate aushandel. Da besteht natürlich die Gefahr, dass man mir dann meinen Vertrag nicht verlängert, weil es eh nichts bringt. Dann wäre ich ab April arbeitslos und das wäre für mich der Supergau. Ich arbeite super gerne. Es wäre allerdings die fairste Option der Firma und meinen Kollegen gegenüber. Vielleicht würden sie mich ja doch behalten für die Zeit. Wahrscheinlich für weniger Gehalt und mit weniger Verantwortlichkeit. Aber vielleicht dürfte ich bleiben.

Ich hab wirklich überhaupt keine Ahnung, wie ich vorgehen soll. Was die bessere/fairere Lösung wäre. Vielleicht habt ihr einen Ratschlag für mich? Es wäre super, wenn sich jemand zu Wort melden würde, der auch Personalverantwortung trägt, Firebird Firebird z.B. Was würdet ihr von euren Mitarbeitern erwarten?

Danke für eure Hilfe :smile:
 

Benutzer106617 

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Lügen bringt nichts, vorallem würde ich sagen, dass das auch im Arbeitszeugnis erwähnt werden kann, wenn du nach 8 monaten Festanstellung gehst.
Sag ganz klar und direkt zu deinen Vorgesetzten, dass nunmal Umzugspläne aufgrund der beruflichen Alternativen deines Partners bestehen und du gewillt bist an diesen festzuhalten.
Glaub mir, das ist besser, als rumzudrucksen und den Mund nicht aufzukriegen.
 

Benutzer140686  (32)

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An deiner Stelle würde ich das Gepräch morgen erstmal abwarten. Wenn sich die Gelegenheit ergibt darüber zur sprechen würde ich es tun.
Wenn euer Entschluss zu 100% feststeht wäre es nur fair, deine Firma so früh wie möglich darüber zu informieren. Auch wenn noch kein konkreter Termin für den Umzug etc. feststeht.
 
G

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Lügen würde ich auf keinen Fall. Das ist für mich ganz klar. Sollte morgen die Frage fallen "wo siehst Du Dich in einem Jahr?", dann würde ich offen und ehrlich die Umzugspläne ansprechen. Wie ich reagieren würde, wenn man stattdessen fragen würde, ob ich mir vorstellen könnte, noch ein bisschen länger zu bleiben, weiß ich dagegen nicht.

Es ist echt zum Heulen. Wäre die Firma in der Stadt, in die wir ziehen wollen, wäre ich der glücklichste Mensch überhaupt. Das geht nämlich schon eindeutig in Richtung Traumjob.
 

Benutzer124226 

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Ich habe noch nicht so viel Ahnung von Bewerbungen und festen Stellen etc. Aber ich versuche es mal trotzdem.

Sei ehrlich und erwähne die Umzugspläne bei dem Gespräch. Sie scheinen von dir sehr angetan zu sein, deswegen könnte ich mir gut vorstellen, dass dein Praktikum einfach noch um ein paar Monate verlängert werden könnte anstatt einen Festvertrag zu bekommen. Gerade, wenn das Unternhemen so klein und "freundschaftlich" ist wäre das in meinen Augen ein Vortäuschen einen Festvertrag zu unterscheiben. Lieber mit offenen Karten spielen, als den eigenen Vorteil auszunutzen.
 

Benutzer137374  (49)

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Lügen würde ich auf keinen Fall. Das ist für mich ganz klar. Sollte morgen die Frage fallen "wo siehst Du Dich in einem Jahr?", dann würde ich offen und ehrlich die Umzugspläne ansprechen. Wie ich reagieren würde, wenn man stattdessen fragen würde, ob ich mir vorstellen könnte, noch ein bisschen länger zu bleiben, weiß ich dagegen nicht.

Es ist echt zum Heulen. Wäre die Firma in der Stadt, in die wir ziehen wollen, wäre ich der glücklichste Mensch überhaupt. Das geht nämlich schon eindeutig in Richtung Traumjob.

Dann sage auch so. Gerade wenn es familiaer zugeht, waere regelrechtes Luegen mies (auch wenn ich bezweifle, dass das Einfluss auf Dein Zeugnis haette, das Du vermutlich selbst schreiben darfst). Sage, dass es Dein Traumjob ist und Du ihn unbebingt haben moechtest, aber Du nicht genau weisst, wie das in ein paar Monaten sein wird, weil Dein Freund vielleicht in Stadt XY umziehen muss. Warne sie vor, aber lasse es offen, ob die Situation tatsaechlich und wann eintritt. Dann musst Du Dir nichts vorwerfen, hast aber dennoch erstmal gute Chancen auf den Job.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nun... Grundsätzlich gehört für mich zu einem gesunden Arbeitsverhältnis ein gegenseitiges Vertrauen. Von daher würde ich an Deiner Stelle meine Vorgehensweise von Deiner Einschätzung dieses Vertrauensverhältnisses abhängig machen.

Ich erwarte von meinen Mitarbeitern Ehrlichkeit, denn ich bin auch ehrlich zu Ihnen. Ob das nun gerade positiv oder negativ ist, sollte keine Rolle spielen - Ehrlichkeit hat jeder verdient. Also rate ich dazu, mit offenen Karten zu spielen und von vorn herein zu sagen, dass es für Dich nur eine zeitlich begrenzte Geschichte ist. Umgekehrt wäre es auch unfair, wenn einem der Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag gibt, dem Bewerber sagt, dass man sich eine dauerhafte Zusammenarbeit wünscht, aber der Arbeitgeber schon zu dem Zeitpunkt geplant hat, den neuen Mitarbeiter in der Porbezeit zu kicken.

Die andere Seite: Als Arbeitgeber muss man permanent auch mit personellen Veränderungen rechnen, bzw. sollte man dies. Es gibt eine natürliche Fluktuation und demzufolge dürfte Deinen Chef das nun auch nicht vom Hocker reißen, wenn Du nach kurzer Zeit wieder gehst. Ich hätte da nun nicht das Problem mit, die meisten Arbeitnehmer sind eben aus Sorge um sich selbst und den Arbeitsplatz oft nicht hunderprozentig ehrlich. Es wird ihm offensichtlich sein, dass Du das schon lange vorher wusstest - einen Umzug in eine andere Stadt plant man ja in der Regel etwas im Voraus.

Trotzdem mein Rat: Von vorn herein ansprechen, auch wenn damit das Risiko verbunden ist, kurzzeitig arbeitslos zu sein - sofern Du Dir das leisten kannst.
 
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Danke für euren Input. Ich denke, ich werde es so handhaben, wie huhngesicht es vorgeschlagen hat. In Aussicht stellen, dass im Laufe des Jahres ein Umzug ansteht, dass ich meinen Job aber trotzdem so lange es geht weitermachen möchte. Die Firma launcht im Sommer ein neues Produkt und dafür werden noch einige helfende Hände gebraucht. Ich bin super eingearbeitet, meine Leistungen sind konstant hervorragend (O-Ton) und ich trage einige kleinere Projekte schon jetzt selbstständig. In einem gewissen Sinne wäre es auch für die Firma Irrsinn, mich gehen zu lassen. Puh. Ich freu mich trotzdem nicht wirklich auf morgen ...
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Vielleicht 'ne blöde Frage: kannst Du nicht vorschlagen, das Prkatikumsverhältnis noch einmal um 3 oder 6 Monate zu verlängern, so lange, bis Du sicher(er) weißt, wo es Dich/Euch hin verschlägt? Klar ist, dass Du dann natürlich eine Begründung liefern musst, aber ich finde Deine momentane, offene, Lage auch für einen Arbeitgeber nachvollziehbar. Denn es spricht ja nicht grundsätzlich dagegen, dass Du Dich dort weiter und gerne einbringen möchtest. Ursache sind nicht der Job oder die Firma, sondern private Dinge.
 
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Den Vorschlag mit dem verlängerten Praktikumsverhältnis würde ich auch bringen, wenn sie mir dann (verständlicherweise) keinen Festvertrag anbieten. Ach man.
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Entgegen aller anderen Ratschläge, ich würde nichts sagen.
Das ganze hat mehrere Gründe und da zählt tatsächlich der Egoismus.
1. Dein Freund hat noch gar keine neue Stelle, damit gibt es noch keine konkreten Umzugspläne, das kann in 2 oder in 12 Monaten sein. Egal wie ihr plant, da hängt auch noch die Jobsuche von deinem Freund dran.
2. Du bist derzeit als Praktikantin dort angestellt, wenn du dir einen neuen Job suchst, ist es immer einfacher und besser dies aus einer Festanstellung zu machen, als aus der Arbeitslosigkeit heraus oder aus einem Praktikumsverhältnis. Die Berufserfahrung aus einem Praktikum wird nie so angerechnet, wie aus einer Festanstellung. Egal wie das Zeugnis ist.
3. Ins Zeugnis darf man dir da gar nichts reinschreiben, wenn du es jetzt verschweigst.

Mal im Ernst, in meinen Augen ist Ehrlichkeit immer schön und gut, wenn man damit aber Gefahr läuft ggf. kurzfristig arbeitslos zu werden und sich damit die eigene Zukunft im schlimmsten Fall zu verkomplizieren, dann sollte man da durchaus mal zum Egoismus greifen. Deine Kollegen werden dir nämlich keinen neuen Job suchen, wenn du arbeitslos bist, egal wie freundschaftlich das Verhältnis aus ist.

Ich würde im morgigen Gespräch noch gar nichts sagen und erstmal noch abwarten, bis dein Freund anfängt sich zu bewerben, dann kannst du immer noch in der Firma mal fallen lassen, das sich plötzlich andere Pläne ergeben haben und du ggf. die Firma in naher Zukunft verlassen wirst.
Wenn ihr wirklich alle ein so gutes Verhältnis habt, wird dir niemand in 6-7 Monaten den Kopf abreißen, wenn du plötzlich andere Pläne hast.
 
K

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Wenn ihr das wirklich ernsthaft vorhabt und es mehr ist als ein bloßes "wir könnten ja vielleicht...", dann mach das, womit du dich am wohlsten fühlst. In dem Fall: Sag die Wahrheit.

Abgesehen von dem reinen Gewissen weiß man auch nie, wozu es gut ist. Vielleicht hat deine Firma ja Kontakte zu Firmen in der anderen Stadt, von denen du noch nichts weißt? Oft sieht man sich doch zweimal im Leben, und ich persönlich weiß dann gerne, dass ich mir nichts habe zu Schulden kommen lassen.
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Ich würde wahrscheinlich den Festvertrag nehmen, aber auf Fragen nicht lügen. Immerhin kann ja auch was dazwischen kommen. Auch wenn es abwegig erscheint, u.a. Trennung, ect. Dann ärgert man sich und der Job ist weg.

War jedoch mal in einer ähnlichen Situation: ich habe einen Vertrag angeboten bekommen und vor der Unterzeichnung erfahren mit meinem ersten Kind schwanger zu sein. Das habe ich damals gesagt und meinte, dass wenn das nun nicht so gut ist, dann müssen sie die Stelle eben jemand anderem geben. Das habe ich aber nur gemacht, weil ich 1. wußte, dass die Uni mich für den Job unbedingt haben wollte und 2. war ich finanziell nicht auf den Job angewiesen.
 
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Die Idee, meinen Vorgesetzten erst dann Bescheid zu geben wenn zumindest einer von uns einen Job in der neuen Stadt hat, hatte ich ebenfalls. Aufgrund der beruflichen Ausgangssituation wird das wahrscheinlich mein Freund sein (Er: IT-ler, ich: Geisteswissenschaftlerin).

Zu dem Thema auf den Job angewiesen sein ... jaein. Finanziell bin ich das theoretisch nicht. Mein Freund verdient gut und könnte mich mit finanzieren. Nur: Das will ich nicht. Ich arbeite gern und es würde extrem an meinem Selbstwert kratzen, wenn er mich aushalten müsste.
Ganz zu schweigen von der Lücke im Lebenslauf und der beruflichen Erfahrung, die mir durch die Lappen ginge. Je mehr Verantwortung ich in meinem Job trage, desto mehr habe ich bei späteren Bewerbungen auch anzubieten. Und in meinem Bereich ist die Konkurrenz nun mal echt hart.

Die Fluktuation ist der Firma ist schon ziemlich hoch - was normal ist für die Branche. Ich wäre also nicht die erste Mitarbeiterin, die geht.

Es ist so doof - ich bin wirklich total hin- und her gerissen. Eigentlich hätte das Gespräch schon stattfinden sollen und ich war bis gestern entschlossen, erstmal nichts zu sagen. Und heute fühle ich mich deswegen wieder total mies und hinterhältig.

celavie celavie - wenn Du Dir Deiner Stelle nicht so sicher gewesen wärst, hättest Du dann von Dir aus etwas von Deiner Schwangerschaft erzählt?
 

Benutzer78178 

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Ich schließe mich celavie celavie an und würde nichts sagen! Wer weiß, wann das mit dem Umzug klappt... Grade wenn du sagst, dass du in einer "schwierigen" Branche arbeitest... Wenn dein Freund IT-ler ist, macht es dann nicht sowieso mehr Sinn, wenn DU zuerst einen Job suchst, und sich DANN dein Freund um was neues kümmert? Er kommt doch sicherlich schneller unter....

Mein Tipp:
Nichts sagen, ein Jahr Festanstellung bei deinem Job, der dir gut gefällt, durchziehen, und dann wegbewerben und umziehen in die neue Stadt. Dann hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, hast ein bisschen Berufserfahrung gesammelt, etc. Ich sehe in dieser Lösung nur Vorteile...
 

Benutzer129692 

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@Jinx Meiner Meinung nach sind eure Pläne noch ziemlich vage. Daher würde ich an Deiner Stelle das Ganze vorerst nicht ansprechen und den Festvertrag annehmen - zumal dort vermutlich sowieso eine Probezeit vorgesehen ist, in der beide Seiten (auch Dein Arbeitgeber!) das Arbeitsverhältnis schnell kündigen können.

Wenn dein Freund IT-ler ist, macht es dann nicht sowieso mehr Sinn, wenn DU zuerst einen Job suchst, und sich DANN dein Freund um was neues kümmert? Er kommt doch sicherlich schneller unter....

Mein Tipp:
Nichts sagen, ein Jahr Festanstellung bei deinem Job, der dir gut gefällt, durchziehen, und dann wegbewerben und umziehen in die neue Stadt. Dann hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, hast ein bisschen Berufserfahrung gesammelt, etc. Ich sehe in dieser Lösung nur Vorteile...
Genau dasselbe würde ich Dir auch raten. Denn mit Berufserfahrung sind Deine Chancen in einer hart umkämpften Branche einen Job zu bekommen sicherlich um ein Vielfaches höher, als wenn Du Dich als Berufseinsteigerin bewirbst. Außerdem kannst Du bei einem Festvertrag in aller Ruhe nach einer passenden Stelle suchen. Meiner Meinung nach ist das eine viel bessere Ausgangslage, als wenn Du dringend - und möglichst sofort - eine neue Stelle brauchst. Und sobald Du eine passende Stelle gefunden hast, kann dann auch Dein Freund auf Stellensuche gehen, für den das sicherlich deutlich einfacher sein dürfte als für Dich.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Eine Mischung aus allem...

Ehrlich sein: ja
Egoistisch sein: ebenfalls

So lange keine konkreten Pläne bestehen, verfolgst du den alten Plan. So einfach ist das. Da ist auch nix dran gelogen. "Ich denke mir, dass ich künftig vielleicht mal in ein paar Monaten wegziehen könnte" ist zwar ehrlich, aber was genau bringt diese Information einem Arbeitgeber?
Der kommt dann ins rattern...vielleicht überlegt er sich, dass das Risiko zu groß ist, dass du "irgendwann" mal weg bist und verlängert nix, vielleicht auch nicht.

Deswegen: Ehrlich sein WENN es konkret wird und so lange ehrlich sein und sagen "es gibt keine konkreten Pläne und ich möchte diese Festanstellung".

Der Fuß in der Tür ist vielleicht sogar ziemlich wichtig für dich und wenn es so viele gute Leute in der Branche gibt, dann tut es dem Arbeitgeber um so weniger weh, wenn mal einer geht.

Egal wie familiär die Umgebung auch sein mag, es ist am Ende doch nur Arbeit. Man teilt nicht alle seine Sorgen mit den Kollegen. Das schließt Ehrlichkeit nicht aus.
 

Benutzer138875 

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Als Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens würde ich, neben der vorhandenen Qualifakikation, Deine Aufrichtigkeit und Integrität sehr zu schätzen wissen. Vielleicht so sehr, dass ich mich trotzdem um eine Anstellung bemühen würde.
Wird schon schief gehen. Erzähl mal, wie's gelaufen ist, bitte.
 
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