Lokführerstreik: habt ihr Verständnis dafür oder geht das zu weit?

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Benutzer56624  (33)

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Ja, die DB-Homepage ist völlig überfordert. Bei www.spiegel.de gibt es auch Ersatzfahrpläne zum Herunterladen.

Also wo es jetzt richtig kalt wird, finde ich es schon richtig doof, dass man morgens nicht weiß ob Züge fahren und eine Stunde am Bahnhof warten muss. Zum Glück bin ich momentan nicht auf tägliche Bahnverbindungen angewiesen, aber die anderen tun mir schon leid.
 

Benutzer49892 

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Ich kann die Lokführer nach wie vor verstehen, auch wenn ich persönlich von dem Streik betroffen bin.

Am schlimmsten finde ich die Aussagen einiger Politiker, die sich in die Sache einmischen und dann Kommentare abgeben wie "ein Unternehmen, ein Tarifvertrag", das wirkt schon sehr lächerlich, wenn diese Aussage von einem Politiker kommt, schließlich haben diese bereits vor Jahren dafür gesorgt, dass Ihre Bezahlung völlig unabhängig von allen anderen im öffentlichen Dienst immer brav gestiegen ist, von Arbeitszeiten, Rentenansprüchen mal ganz zu schweigen.

Herr Mehdorn sollte sich mal überlegen ob es denn nicht vielleicht gerechtfertigt ist, zu protestieren, wenn fast jede Sekretärin des Bahnvorstandes besser bezahlt wird, als die Lokführer, die tags und nachts die Verantwortung für die Sicherheit hunderter Menschen tragen...

Gruß Koyote
:schnarch_alt:
Kann diese "Verantwortungskiste" irgendwie nicht mehr hören..., ich dachte, in diesem Land wird man hauptsächlich immer noch gemäß seiner Qualifikation bezahlt...

Erstrangig sind Triebfahrzeugführer dafür verantwortlich, mich von A nach B zu bringen, wie auch der Taxifahrer, Busfahrer, der Kapitän oder der Pilot. Es ist in der Personenbeförderungsbranche eigentlich ähnlich wie in anderen Berufen auch. Je anspruchsvoller und langwieriger die Ausbildung, desto besser wird der "erlernte" Job dann auch bezahlt. Taxi fahren kann jeder (Idiot) mit Führerschein und Personenbeförderungsschein, diese Person darf dann auch Kleinbusse mit bis zu ca. 20 Personen durch die Gegend karren. Bus fahren ist schon eine Ecke anspruchsvoller und setzt zumindest eine gewisse Führerschein-Klasse voraus (ein voller Gelenkbus fasst ca. 80-100 Personen, denke ich). Eine nautische Ausbildung ist dann nochmal 9 bis 10 Ecken anspruchsvoller, zumindest in Bezug auf die grösseren Pötte. Der Pilot ist dann wohl derjenige, an den die höchsten Ansprüche gestellt werden. Bildung, körperliche Verfassung, Multitasking-Fähigkeiten etc. pp. Eine Piloten-Ausbildung ist selbstredend die teuerste aller hier genannten selbigen (Astro- und Kosmonauten mal ausgenommen ;-)).

Wo bringen wir hier nun den Triebfahrzeugführer unter? Ich denke, auf jeden Fall zwischen den Busfahrer und den Kapitän. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich nicht weiss, welche Vorraussetzungen ein angehender Zugführer mitbringen muss, welche Ausbildung er durchlaufen muss. Aber "gerüchteweise" ist es überschaubar. Letztenendes fährt der Triebfahrzeugführer doch sprichwörtlich "wie auf Schienen" und kann doch so viel nicht falsch machen!?

3 Minuten später...

Okay, habe mich mal schlau gemacht, eine technische Ausbildung und Realschulabschluss sind Voraussetzung, die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer dauert nochmals 3 Jahre. Die Anforderungen im späteren Beruf würde ich im gehobenen Mittelmaß einordnen. Daher mein knappes Fazit: 10% mehr Gehalt, Sofortzahlung von 2000 € und (was ich für den wichtigsten Punkt halte), Neuordnung der Schichtpläne, die bisherigen sind in der Tat eine Zumutung.

30% halte ich nach wie vor einfach für frech und meiner Ansicht nach ist Herr Schell der einzige, der sich hier als "personifizierter" Sackbahnhof präsentiert.
 

Benutzer56624  (33)

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Laut DB bietet sie der GDL:
- 10 % mehr Gehalt
- Einmalzahlung von 2000 € noch heuer
- freizeitfreundlichere Schichtpläne
- neue Gehaltsstrukturen mit besseren Aufstiegsmöglichkeiten

Die GDL betrachtet dies nicht als ein Angebot. :eek: Man kann auch übertreiben.
 

Benutzer2191 

Teammitglied im Ruhestand
- 10 % mehr Gehalt
10% mehr Gehalt bei 2 zusätzlichen Wochenstunden (oh Wunder, da kommen wir schon ziemlich Nähe von 10%)

- Einmalzahlung von 2000 € noch heuer
Einmalzahlungen sind fürn Arsch (sorry). Zum einen schlagen da die Steuern nochmal richtig zu Buche und zum anderen braucht man Nachhaltigkeit, um eine Familie zu ernähren.

- freizeitfreundlichere Schichtpläne
bei längeren Arbeitszeiten... Ah jetzt ja...

- neue Gehaltsstrukturen mit besseren Aufstiegsmöglichkeiten
Sehr aussagekräftig :engel: . Was versteckt sich wirklich dahinter?
 

Benutzer49892 

Verbringt hier viel Zeit
- 10 % mehr Gehalt
10% mehr Gehalt bei 2 zusätzlichen Wochenstunden (oh Wunder, da kommen wir schon ziemlich Nähe von 10%)

- Einmalzahlung von 2000 € noch heuer
Einmalzahlungen sind fürn Arsch (sorry). Zum einen schlagen da die Steuern nochmal richtig zu Buche und zum anderen braucht man Nachhaltigkeit, um eine Familie zu ernähren.

- freizeitfreundlichere Schichtpläne
bei längeren Arbeitszeiten... Ah jetzt ja...

- neue Gehaltsstrukturen mit besseren Aufstiegsmöglichkeiten
Sehr aussagekräftig :engel: . Was versteckt sich wirklich dahinter?

Man weiss es nicht, denn Herr Schell weigert sich ja, zu verhandeln...:mad:
 

Benutzer2191 

Teammitglied im Ruhestand
Man weiss es nicht, denn Herr Schell weigert sich ja, zu verhandeln...:mad:
Herr Schell wird wissen, was dahinter steckt.
Er will nicht verhandeln, weil es dann wieder eine Friedenspflicht gibt und da er unter den Vorraussetzungen keinen Sinn in der Verhandlung sieht, weigert er sich...

Wobei ich den Punkt auch nicht in Ordnung finde. An den Verhandlungstisch sollten die schon gehen. Wenn nichts bei raus kommt, ist es dann halt so, aber man hat es wenigstens versucht
 

Benutzer12283 

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..., ich dachte, in diesem Land wird man hauptsächlich immer noch gemäß seiner Qualifikation bezahlt...

Das ist falsch. Man wird danach bezahlt, was man an Lohn durchsetzen kann. Wer sich gewerkschaftlich ordentlich organisiert, kann mehr durchsetzen. Fragt sich nur, mit welcher Begründung die Manager der Bahn höhere Zuwendungen durchsetzen? Wahrscheinlich damit, dass man es bis jetzt geschafft hat, die Kosten für das Fahrpersonal niedrig zu halten. Die guten Zeiten sind aber nun u.U. vorbei.

30% halte ich nach wie vor einfach für frech und meiner Ansicht nach ist Herr Schell der einzige, der sich hier als "personifizierter" Sackbahnhof präsentiert.

"Herr Schell" ist nicht allein die GDL! Bei der Urabstimmung haben sich zu mehr als 95% der Mitglieder für einen Streik für diese Forderungen ausgesprochen. Würde Herr Schell anders agieren, wäre er die längste Zeit Vorsitzender der GDL gewesen. Das so einfach an Personen festzumachen ist totaler Quatsch.
Abgesehen davon sind die 30% nur eine Maximalforderung. Wichtiger wird wohl eher der gesonderte Tarifvertrag für die Gewerkschaft sein, da die gemeinsamen Tarifverträge dazu geführt haben, dass das Fahrpersonal (hier geht es ja auch noch um das ganze Begleitpersonal) mehr zurückstecken mussten, als es notwendig gewesen wäre. So zumindest die Ansicht der in der GDL organisierten Mitglieder.

Die GDL betrachtet dies nicht als ein Angebot. :eek: Man kann auch übertreiben.

Die wichtigste Forderung fehlt: Ein eigenständiger Tarifvertrag. Abgesehen davon stammt dieses Angebot noch aus dem Oktober. Also nichts neues.

Tschööö, nomoku
 

Benutzer49892 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist falsch. Man wird danach bezahlt, was man an Lohn durchsetzen kann. Wer sich gewerkschaftlich ordentlich organisiert, kann mehr durchsetzen. Fragt sich nur, mit welcher Begründung die Manager der Bahn höhere Zuwendungen durchsetzen? Wahrscheinlich damit, dass man es bis jetzt geschafft hat, die Kosten für das Fahrpersonal niedrig zu halten. Die guten Zeiten sind aber nun u.U. vorbei.

Grundsätzlich ist das natürlich NICHT falsch. Die vorhandene Qualifikation bildet sehr wohl die fundamentale Grundlage eines Gehaltes. Gewerkschaften oder persönliches Verhandlungsgeschick sind hier nur Spitzen und können in der allgemeinen Betrachtung vernachlässigt werden.



"Herr Schell" ist nicht allein die GDL! Bei der Urabstimmung haben sich zu mehr als 95% der Mitglieder für einen Streik für diese Forderungen ausgesprochen. Würde Herr Schell anders agieren, wäre er die längste Zeit Vorsitzender der GDL gewesen. Das so einfach an Personen festzumachen ist totaler Quatsch.
Abgesehen davon sind die 30% nur eine Maximalforderung. Wichtiger wird wohl eher der gesonderte Tarifvertrag für die Gewerkschaft sein, da die gemeinsamen Tarifverträge dazu geführt haben, dass das Fahrpersonal (hier geht es ja auch noch um das ganze Begleitpersonal) mehr zurückstecken mussten, als es notwendig gewesen wäre. So zumindest die Ansicht der in der GDL organisierten Mitglieder.

Wenn es Dir eher zusagt, werde ich statt "Herr Schell" zukünftig "die GDL" einsetzen. Was ändert Dein "Einwand" nun an der Tatsache? Meiner Ansicht nach ist Herr Schell der Rattenfänger und die organisierten Mitglieder...naja...die Ratten :grin:...klingt jetzt drastischer, als ich es meine. Herr Schell flötet, die Mitglieder folgen, wie die Sage weitergeht, ist bekannt.


Im Interesse aller hoffe ich natürlich trotzdem, dass man sich bald mal einig wird, und keine Seite sollte zu sehr bluten...; Bin ja jetzt schon mal gespannt darauf, wie die "solidarischen" GDL-Unterstützer reagieren, wenn die Preise mal wieder erhöht werden...aufgrund von gestiegenen Personalkosten...
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Anmerkung an alle: Die so Wahnsinnig toll klingende Einmalzahlung mal etwas näher beleuchtet:
2000 € setzen sich zusammen aus:
-600€ Einmalzahlung wie sie mit den anderen beiden Gewerkschaften ausgehandelt worden sind
-1400€ Abgeltung von bereits geleisteten Überstunden
verbleibt als "Angebot" 0 €

Die 10% setzen sich zusammen aus 4,5% Erhöhung des Grundgehaltes und bis zu 5,5% die sich aus erhöhten Zulagen und Mehrarbeit ergeben können, dann noch 2 Wochenstunden mehr (die ganz nebenbei 1000 Arbeitsplätze einsparen)

Das dieses Angebot abgelehnt wird ist doch klar, oder?

Durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit löst die Bahn dann auch langfristig das Problem, das sie derzeit zu wenig Lokführer haben, denn die schieben derzeit im Duschschnitt weit über 100 Überstunden vor sich her (die ja durch die Zahlung abgegolten werden sollen), einige haben bis zu 500 Überstunden.
Daher die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen...die unzähligen Zwangspausen (bis hin zu auswärtigen Übernachtungen) kommen ja noch ergänzend hinzu, kann sich jeder Vorstellen wieviel so ein Lokführer dann noch zu Hause bei der Familie sein kann...
 

Benutzer19015 

Verbringt hier viel Zeit
Anmerkung an alle: Die so Wahnsinnig toll klingende Einmalzahlung mal etwas näher beleuchtet:
2000 € setzen sich zusammen aus:
-600€ Einmalzahlung wie sie mit den anderen beiden Gewerkschaften ausgehandelt worden sind
-1400€ Abgeltung von bereits geleisteten Überstunden
verbleibt als "Angebot" 0 €

Die 10% setzen sich zusammen aus 4,5% Erhöhung des Grundgehaltes und bis zu 5,5% die sich aus erhöhten Zulagen und Mehrarbeit ergeben können, dann noch 2 Wochenstunden mehr (die ganz nebenbei 1000 Arbeitsplätze einsparen)

Das dieses Angebot abgelehnt wird ist doch klar, oder?

Durch die Erhöhung der Wochenarbeitszeit löst die Bahn dann auch langfristig das Problem, das sie derzeit zu wenig Lokführer haben, denn die schieben derzeit im Duschschnitt weit über 100 Überstunden vor sich her (die ja durch die Zahlung abgegolten werden sollen), einige haben bis zu 500 Überstunden.
Daher die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen...die unzähligen Zwangspausen (bis hin zu auswärtigen Übernachtungen) kommen ja noch ergänzend hinzu, kann sich jeder Vorstellen wieviel so ein Lokführer dann noch zu Hause bei der Familie sein kann...

genau so sieht das aus mein Lieber und daher bin ich für den Streik!
 

Benutzer56624  (33)

Benutzer gesperrt
Gerade in Ostdeutschland sind die meisten Lokführer bei der GDL und kaum jemand verbeamtet. Glaubt ihr, dass es ihnen jetzt unter der Deutschen Bahn schlechter geht als früher in der DDR unter der Deutschen Reichsbahn (DR)?
 
G

Benutzer

Gast
Hat jemand gestern zufällig diese herrliche Image-Anzeige der DB in seiner Zeitung gehabt? Könnte mich immernoch darüber schlapplachen. Erinnert mich stark an den Rosenkrieg bei den Wussows damals.

Öffentliches Diffamieren des Gegners mit schlechten Argumenten und fadenscheinigen Anschuldigungen hat doch noch nie jemandem was genutzt...

Mich würde durchaus mal interessieren was so passiert wenn es zu einem unbefristeten Streik kommt :zwinker:
 

Benutzer56624  (33)

Benutzer gesperrt
Mich würde durchaus mal interessieren was so passiert wenn es zu einem unbefristeten Streik kommt :zwinker:

Super Stress beim Weihnachtseinkauf, weil erstens die wenigen Züge, die noch fahren, völlig überfüllt und gar nicht abfahren könnten und zweitens manche Konsumgüter fehlen würden :geknickt:
 

Benutzer73180  (38)

Verbringt hier viel Zeit
also bis vor kurzem ging mir der streik generell stark am aller wertesten vorbei,
da ich aber seit nun etwa einem monat bei der DB arbeite ist das thema indirekt einwenig näher anmich gerückt!

es ist insofern indirekt an mich heran gerück und nicht direkt, da ich nichts direktes mit den zügen auf der schiene sondern mit ihnen in der werkstatt zu tun habe, ich arbeite bei der DB in der Materialwirtschaft in einem instandhaltungswerk!
das schonmal damit keiner fragt was ich da mache das es mich nur indirekt berührt :zwinker:

jedenfalls find ich diesen streik so oder so ziemlich affig, da eine forderung von ca 30 % einfach utopisch ist!
dank einer betriebsversammlung vor kurzem habe ich mal ein paar worte der richtigen Eisenbahnergewerkschaft dazu gehört:
Diese ist der auffassung das die GDBL sich nicht in erster linie um die lohnerhöhung kümmert, sondern hauptsächlich einfach eigene brötchen backen will, sie will (wie wir alle wissen) einerseits einen eigenen tarifvertrag, aber andererseits vermutlich im eigennutzen eine komplett eigene gewerkschaft werden!!!

noch dazu wurde der höchste jemals gewonnen tarifstreit von der direkten Bahnergewerkschafft geführt, diese belief sich wenn ich mich richtig erinnere auf ganze 4,7 Prozent, gefordert wurden glaube 7,1 %

udn diese spinner wollen über 30???
meiner meinung nach hat denen einer in's gehirn geschi...n!!! :engel:

so, das war meine meinung dazu!

PS: die meinung eines pendlers der straße, der allmählich wieder freie autobahnen wünscht^^
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Heute wurde im TV gesagt, dass die GDL-Streikkasse noch bis Februar 2008 reichen wird. Das ist zwar lange, aber danach ist dieser dämliche Streik endlich vorbei!!! :smile:

Aber viel Grund zur Freude gibts nicht: Wenn die Bahnkunden für immer weg sind, werden auch keine Züge mehr fahren - und die Lokführer können schonmal Hartz beantragen. Herr Mehdorn wird sicher kaum Hartz bekommen, eher ne Millionen-Abfindung. :flennen:

Ich stelle mir gerade vor, ein Lokführer wird ins Krankenhaus eingeliefert und man sagt: "Sie können erst in 3 Tagen behandelt werden, so lange wird hier gestreikt." :eek:

Übrigens: In meiner Stadt fuhr heute kein einziger Zug. Es gab auch keine DB-Ansprechpartner, Infos oder Aushänge, und streikende Lokführer waren auch nicht zu sehen (aber jede Menge Loks). Wer seine Kunden so behandelt, wird die Quittung bekommen.
 

Benutzer56624  (33)

Benutzer gesperrt
Wenn kaum noch jemand mit der DB fahren will, weil sowieso immer gestreikt wird, verliert die DB wertvolle Kunden etwa an Billigflieger, Langstreckenbusse oder PKWs. Dann verliert der eine oder andere Lokführer seinen Job, weil die DB Züge streichen wird und unrentable Strecken stilllegen wird. Dann haben Lokführer weniger als jetzt.
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Ich war gegen die Privatisierung, und ich bin jetzt ziemlich sauer, was sich diese Lokführer so alles rausnehmen (dürfen). Bei uns in der Arbeit kommen ständig Leute ohne Auto zu spät, wenn die Deppen streiken, und das müssen die von ihrer Arbeitszeit abziehen. Weil sie ja nicht arbeiten waren. Das ist für völlig unbeteiligte damit total zum Kotzen. Was können unsere Mitarbeiter für den Krach bei den Lokführern?!

Und ich steh seit neuestem andauernd im Stau und verbrauche auf einmal viel mehr Benzin als bisher. Dieser scheiß Streik kostet MICH etwas, obwohl ich nicht mit der Bahn pendele! Das kanns ja wohl nicht sein...

Und richtig aufregen tut mich auch der Streik bei den IC's. Was ist mit Leuten, die in den Urlaub wollen oder die ein Hotel irgendwo gebucht haben?! Die kriegen das Geld nicht erstattet, nur weil sie wegen mangelnder Züge letztendlich gar nicht kommen können... Die zahlen für was, was sie nicht in Anspruch genommen haben - nur weil die Lokführer spinnen.

Ganz zu schweigen von wirtschaftlichen Schäden durch den Streik bei den Güterzügen... Genauso zum kotzen. Was kann denn Porsche oder VW dafür, wenn die Bahn mit ihren Angestellten im Clinch liegt?! Und andere Industriezweige trifft das ja auch...

Ich halte den Streik für völlig ungerechtfertigt und unangemessen!!! Es kann ja wohl nicht sein, dass eine so kleine Gruppe von Leuten ein so großes Land so terrorisieren kann. Da die Privatisierung nun ja eh schon nciht mehr rückgängig gemacht werden kann, muss man irgendeine andere Lösung finden, um ihnen das Streikrecht im großen Rahmen, wie sies gerade haben, wieder absprechen zu können. Beschränkung auf den Nahverkehr und 24 Stunden in der Woche oder sowas... Damit es eben nciht so dermaßen viele Unbeteiligte betrifft.

Ich bin so langsam echt der Meinung, dass völlig unbeteiligte Unternehmen, die vom Streik so krass betroffen sind, ihre wirtschaftlichen Schäden von der GDL einklagen können sollten. Vielleicht würde der Irrsinn dann aufhören!
 

Benutzer49892 

Verbringt hier viel Zeit
Ich war gegen die Privatisierung, und ich bin jetzt ziemlich sauer, was sich diese Lokführer so alles rausnehmen (dürfen). Bei uns in der Arbeit kommen ständig Leute ohne Auto zu spät, wenn die Deppen streiken, und das müssen die von ihrer Arbeitszeit abziehen. Weil sie ja nicht arbeiten waren. Das ist für völlig unbeteiligte damit total zum Kotzen. Was können unsere Mitarbeiter für den Krach bei den Lokführern?!

Und ich steh seit neuestem andauernd im Stau und verbrauche auf einmal viel mehr Benzin als bisher. Dieser scheiß Streik kostet MICH etwas, obwohl ich nicht mit der Bahn pendele! Das kanns ja wohl nicht sein...

Und richtig aufregen tut mich auch der Streik bei den IC's. Was ist mit Leuten, die in den Urlaub wollen oder die ein Hotel irgendwo gebucht haben?! Die kriegen das Geld nicht erstattet, nur weil sie wegen mangelnder Züge letztendlich gar nicht kommen können... Die zahlen für was, was sie nicht in Anspruch genommen haben - nur weil die Lokführer spinnen.

Ganz zu schweigen von wirtschaftlichen Schäden durch den Streik bei den Güterzügen... Genauso zum kotzen. Was kann denn Porsche oder VW dafür, wenn die Bahn mit ihren Angestellten im Clinch liegt?! Und andere Industriezweige trifft das ja auch...

Ich halte den Streik für völlig ungerechtfertigt und unangemessen!!! Es kann ja wohl nicht sein, dass eine so kleine Gruppe von Leuten ein so großes Land so terrorisieren kann. Da die Privatisierung nun ja eh schon nciht mehr rückgängig gemacht werden kann, muss man irgendeine andere Lösung finden, um ihnen das Streikrecht im großen Rahmen, wie sies gerade haben, wieder absprechen zu können. Beschränkung auf den Nahverkehr und 24 Stunden in der Woche oder sowas... Damit es eben nciht so dermaßen viele Unbeteiligte betrifft.

Ich bin so langsam echt der Meinung, dass völlig unbeteiligte Unternehmen, die vom Streik so krass betroffen sind, ihre wirtschaftlichen Schäden von der GDL einklagen können sollten. Vielleicht würde der Irrsinn dann aufhören!

Das Recht auf Streik ist okay! Allerdings zweifle ich in diesem Fall die Notwendigkeit an! Es geht hier offensichtlich um einiges mehr als nur das Gehalt. Es geht um die Existenz der GDL als Gewerkschaft. Nur deshalb wird hier mit solch harten Bandagen gekämpft. Auf Seiten der Bahn sieht es (leider) ähnlich aus. Hier geht es zwar nicht um die Existenz, jedoch um die fiskalen Perspektiven. Im übrigen ist die Privatisierung der Bahn keinesfalls in trockenen Tüchern. Der Börsengang ist unwahrscheinlicher als je zuvor.

Es geht hier leider grösstenteils nur noch um Eitelkeiten, niemand möchte das Gesicht verlieren, ausbaden muss es der Kunde. "Zum Kotzen", soweit gebe ich Dir Recht. Allerdings ist dieses verworrene Konstrukt verworrenener, als die meisten Aussenstehenden wahrnehmen können...; ohne politischen Einfluss von aussen sehe ich hier fast keine Lösung mehr.
 

Benutzer56624  (33)

Benutzer gesperrt
Die Privatisierung muss doch von der Politik abgesegnet worden sein, gel? Dann sollte die Bundesregierung, die das zu verantworten hat, auch Sorge dafür tragen, dass der öffentliche Personenverkehr gewährleistet wird. :mad:
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Das Recht auf Streik ist okay! Allerdings zweifle ich in diesem Fall die Notwendigkeit an! Es geht hier offensichtlich um einiges mehr als nur das Gehalt. Es geht um die Existenz der GDL als Gewerkschaft. Nur deshalb wird hier mit solch harten Bandagen gekämpft. Auf Seiten der Bahn sieht es (leider) ähnlich aus. Hier geht es zwar nicht um die Existenz, jedoch um die fiskalen Perspektiven. Im übrigen ist die Privatisierung der Bahn keinesfalls in trockenen Tüchern. Der Börsengang ist unwahrscheinlicher als je zuvor.

Es geht hier leider grösstenteils nur noch um Eitelkeiten, niemand möchte das Gesicht verlieren, ausbaden muss es der Kunde. "Zum Kotzen", soweit gebe ich Dir Recht. Allerdings ist dieses verworrene Konstrukt verworrenener, als die meisten Aussenstehenden wahrnehmen können...; ohne politischen Einfluss von aussen sehe ich hier fast keine Lösung mehr.

In dem Fall find ich das Streikrecht ausnahmsweise absolut überhaupt nicht okay, weil es zuviele andere betrifft und absolut unverhältnismäßig ist.

In der Regel bin ich nicht gegen ein Streikrecht. Ich wills ihnen ja auch gar nicht komplett absprechen, ich wills nur einschränken, damit sie nicht ANDAUERND die falschen treffen. Der Imageschaden der Bank wär auch ziemlich groß, wenn jede Woche ein Tag der Pendlerverkehr lahmgelegt wäre, also Nahverkehr. Da würd die Bahn auch ne Menge Image verlieren, was sie ERSTMAL nicht so hart treffen würde, aber wenn die Lokführer das bis irgendwann nächstes Jahr durchziehen würden, dann wäre der Imageschaden gigantisch. Das ist in meinen Augen Waffe genug.

In diesem speziellen Fall find ich einfach, dass man verbieten sollte, dass sie mehr dürfen. Punkt. Wenn sie von selbst nicht so vernünftig sind, dann muss mans ihnen halt von oben verbieten. Wenn Kinder sich um Sandförmchen streiten, nimmt man ihnen die ja schließlich auch weg...

Außerdem ist die Bahn doch schon mehr oder weniger privatisiert, es ist eine AG. Damit ist sie ein normales Wirtschaftsunternehmen, auch wenn große Teile von noch dem Staat gehören. Ich find, man hätt aus dem ganzen Betrieb nie eine AG machen dürfen.
 
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