Lohnt sich Photovoltaik? Was sind eure Erfahrungen mit PV?

Zira
Benutzer231942  (54) Ist noch neu hier
  • #1
Hallo in die Runde! Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Photovoltaikanlage auf unserem Hausdach installieren zu lassen. In meinem Umfeld gehen die Meinungen dazu aber ziemlich auseinander, die einen schwärmen davon, die anderen meinen, dass sich das nie rentiert. Mir ist natürlich klar, dass das auch sehr von individuellen Faktoren abhängig ist, aber ich wollte hier generell mal nach euren Erfahrungswerten fragen, wenn ihr selbst eine Solaranlage habt. Wie zufrieden seid ihr damit? Hat sich die Investition für euch langfristig finanziell gelohnt und wie lange hat bei euch die Amortisation gedauert? Wie hat eure Entscheidungsfindung damals ausgesehen und würdet ihr heute irgendetwas anders machen? Vielen Dank im Voraus an alle, die sich die Zeit nehmen zu antworten. :grin:
 
S
Benutzer232024  (53) Klickt sich gerne rein
  • #2
Ob es sich lohnt - kommt drauf an, was Du vorhast.
Zurückspeisen, ja, nein?
Wobei, je nachdem was in Deutschland noch vergütet wird, kann man es auch lassen.

Ist hier in Österreich nicht besser.

Mein Projekt ist noch in der Planungsphase, aber es wird auf jeden Fall eine Inselanlage.
Ich rechne dabei allerdings nicht nach Amortisation sondern Effizienz.
 
M
Benutzer228861  (20) dauerhaft gesperrt
  • #3
Meine Eltern haben eine auf dem Dach und sind sehr zufrieden. Ob es sich lohnt, hängt halt von Verbrauch ab oder und der Größe. Verbraucht Ihr denn viel Strom ?
 
MarlaSinger
Benutzer202920  (56) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #4
Wir haben seit sechs Jahren eine PV. Haben lange überlegt, ob mit Speicher oder nicht. Damals gab es sogar in Niedersachsen noch Förderung dafür Hatten uns dagegen entschieden, da es sich zu dem Zeitpunkt rechnerisch aufs Gleiche rauskam. Dann kam der Ukrainekrieg. Hätte ich das gewusst, hätte ich für den Speicher entschieden. Ob wir nachrüsten, überlegen wir aktuell. Ohne amortisiert sich die PV nach ca. 15 Jahren bei uns.

Seit einem halben Jahr haben wir eine Wärmepumpe und der überschüssige Strom geht in den Warmwasserspeicher, d.h. wir verkaufen kaum noch.

Auf Deine Frage: Ich würde es immer wieder machen. Insbesondere jetzt wo noch die Mehrwertsteuer wegfällt, solange dies politisch noch möglich ist.

Auch die Anschaffung einer Wärmepumpe wird ja noch gefördert, ggf. auch mit Kredit. Das Antragsprocedere, insbesondere das Erhalten des zinsgünstigen Kredits wird im Internet immer als so einfach dargestellt, ist in der Praxis allerdings äußerst nervenaufreibend. Nixdestotrotz würde ich es immer wieder machen.
 
C
Benutzer48693  Verbringt hier viel Zeit
  • #5
Unsere Anlage mit 10kWp hat 16.000€ gekostet und läuft seit April 23. Ich habe aber auch viel in Eigenleistung erbracht. Denke mal, sonst wären es eher 25.000€ geworden. Ertrag bis heute sind 2.527 € (32 Monate Laufzeit). Also im Schnitt ein Ertrag von 79€/Monat. Der Ertrag setzt sich aus eingespartem Netzbezug und erhaltener Einspeisevergütung zusammen.

16.000€/79€=202 Monate=16,9 Jahre, bis sich die Anlage amortisiert hat.

Aber: Die Strompreise werden weiter steigen. Das verkürzt die Amortisationsdauer. Und wir haben seit 6 Monaten ein E-Auto. Wenn ich das mit PV-Strom lade, zahle ich 0,085€ pro kWh = 1,70€/100km. Die 0,085€ sind die entgangene Einspeisevergütung. Das funktioniert natürlich nur im Hochsommer, aber auch mit zugekauftem Strom komme ich auf 6,60€/100km.

Für mich rechnet sich das. Wie das bei dir aussieht, kann individuell anders sein. Ich glaube, die 0,085€ Einspeisevergütung wurde bereits gesenkt. Wir verbrauchen durch 2 Personen im Homeoffice auch tagsüber Strom. PCs, Waschmaschine, Spülmaschine usw. läuft alles am Tag. Das spielt da mit rein. Wenn du tagsüber nur einspeist und abends viel Strom kaufen musst, sieht die Sache anders aus.

Was auf jeden Fall bleibt, ist ein positiver Beitrag zur Energiewende.
 
Lira.mol9
Benutzer217754  (19) Öfter im Forum
  • #6
Also ich weiß nur dass die von der Umsatzsteuer 0% versteuert werden
Mehr weiß ich leider nicht
 
Faraka
Benutzer146476  (46) Meistens hier zu finden
  • #7
Ich hatte mich vor 1-2 Jahren mal intensiver damit befasst.

Mein Fazit: Die Investition rechnet sich kaum; am ehesten, wenn man möglichst viel von dem erzeugten Strom selbst verbrauchen kann (E-Auto, Heizen, Kühlen). Es ist eher ein "haben wollen für ein gutes Gefühl".

Einige Gedanken:
  • Nicht auf Vergütung setzen: Einspeisen wird sich weniger und weniger lohnen, da soll viel gekürzt werden, darauf würde ich also nicht setzen.
  • Wartungen: Damit rechnen, dass Reparaturen/Wartungen nötig sein werden und mit Ausfallzeiten rechnen; im dümmsten Fall sind Ersatzteile oder Wartungsfirmen nicht (mehr) verfügbar.
  • Unterlassungsalternative betrachten: Man sollte sich auch immer überlegen, was mit dem Geld statt dessen machen kann.
Für die Anlage spricht:
  • Es ist ein gutes Gefühl.
  • Man tut ggf. etwas sinnvolles.
  • Es steigert den Wert der Immobilie.
Wenn ein E-Auto vorhanden ist UND es tagsüber die meiste Zeit am Haus steht, wird es langsam interessant. Dann ist es am spannendsten, eine Anlage ohne Akku im Haus zu planen, sondern mit rückspeisefähigem E-Auto. Dann agiert der Akku im E-Auto auch als Akku für das Haus in sonnenarmen Stunden. Man kann festlegen, wie viel der Kapazität dafür verwendet wird.
 
C
Benutzer48693  Verbringt hier viel Zeit
  • #8
Nicht auf Vergütung setzen: Einspeisen wird sich weniger und weniger lohnen, da soll viel gekürzt werden, darauf würde ich also nicht setzen.
Ich glaube, es ist jetzt schon so, dass man nur noch eine variable Einspeisevergütung bekommt. Das kann dann im Worst Case nächstes Jahr 0 sein. 2023 gab es noch 0,085€/kWh fix für 20 Jahre. Damit kann man also nicht kalkulieren.
Wartungen: Damit rechnen, dass Reparaturen/Wartungen nötig sein werden und mit Ausfallzeiten rechnen; im dümmsten Fall sind Ersatzteile oder Wartungsfirmen nicht (mehr) verfügbar.
Wartung ist da nicht viel. Nach 20 Jahren sind Wechselrichter und Panels durch und müssen vermutlich ersetzt werden. Bis dahin läuft die Anlage einfach vor sich hin.
Dann agiert der Akku im E-Auto auch als Akku für das Haus in sonnenarmen Stunden.
Ist in DE leider noch nicht zulässig und wird technisch unterbunden. Die Netzbetreiber wollen nicht, dass du z.B. in der Firmen Tiefgarage von den Stadtwerken Köln Strom lädst und dann in Düsseldorf nach Feierabend verbrauchst.
 
Faraka
Benutzer146476  (46) Meistens hier zu finden
  • #9
Wartung ist da nicht viel. Nach 20 Jahren sind Wechselrichter und Panels durch und müssen vermutlich ersetzt werden. Bis dahin läuft die Anlage einfach vor sich hin.
Hier kann ich nur anekdotisch argumentieren, aber ein Kollege von mir hatte genau das von mir angedeutete Problem. Ein Panel ist durch einen Sturmschaden beschädigt worden. Damit fiel die ganze Anlage aus (weil sie ohne das Panel nicht lief). Die Panele gab es nicht mehr zu kaufen und ähnliche Panele passten mechanisch nicht in die Lücke. Der Betrieb, der das bei ihm installiert hatte, war nicht mehr existent. Er hat 2 Jahre mit der Versicherung gestritten, bis er einen Betrieb mit der Reparatur beauftragen konnte. Insgesamt dauerte es 3 Jahre, bis die Anlage wieder lief. Und drei Jahre Ausfall ist superärgerlich.

Ich habe das quasi in Echtzeit miterlebt, weil wir uns in diesem Zeitraum regelmäßig darüber ausgetauscht hatten.
Ist in DE leider noch nicht zulässig und wird technisch unterbunden.
Nicht korrekt. Das war mal so, mittlerweile ist es zulässig und soll sogar gefördert werden. Bidirektionale Wallboxen kommen mehr und mehr auf den Markt und auch die Autohersteller ziehen nach.
 
C
Benutzer48693  Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Das mit dem Sturmschaden kann natürlich passieren. Dass man Panels in einem String nicht tauschen kann und bei einem Ausfall dann auch der ganze String wegfällt, stimmt. Aber die Panels kosten nur noch eine Bruchteil von vor ein paar Jahren. Die Preise pro Stück sind in der Zeit von 300-400€ pro Stück auf 50-70€ runter. Dann reduziert sich der Schaden bei 10 zu tauschenden Panels von 4.000€ auf 700€.

Wo hast du das mit dem Bidirektionalen Laden her? Meine Wallbox könnte das, ist aber per SW gesperrt. NAch meiner Info fehlt hier noch eine staatliche Freigabe.
 
CasualFun
Benutzer218141  dauerhaft gesperrt
  • #11
In meinem Umfeld gehen die Meinungen dazu aber ziemlich auseinander, die einen schwärmen davon, die anderen meinen, dass sich das nie rentiert.
Kommt drauf an wie Du rechnest: betriebswirtschaftlich oder volkswirtschaftlich.
 
1
Benutzer190278  (39) Öfter im Forum
  • #12
Wir haben ca. 10kw seit dem EGG drauf. Erst haben wir gesagt, das schaut hässlich aus, sowas wollen wir nicht. Jetzt im Nachhinein hätte man das ganze Dach vollpacken sollen.
Wenn das EGG weg fällt, werden wir einen Akku installieren und Eigenbedarf. Ein Teil der gewonn Stromes soll direkt in die Heizung. Dann senken wir die Kosten fürs Öl..
 
andpie
Benutzer230515  (61) dauerhaft gesperrt
  • #13
Wir haben ca. 10kw seit dem EGG drauf. Erst haben wir gesagt, das schaut hässlich aus, sowas wollen wir nicht. Jetzt im Nachhinein hätte man das ganze Dach vollpacken sollen.
Wenn das EGG weg fällt, werden wir einen Akku installieren und Eigenbedarf. Ein Teil der gewonn Stromes soll direkt in die Heizung. Dann senken wir die Kosten fürs Öl..
So ist es am vernüntigsten.👍
Speichern und im Bedarfsfall selbst nutzen.
 
Geo3412
Benutzer175723  (31) Meistens hier zu finden
  • #14
Ich habe eine 2018 installiert und nach der damaligen Rechnung hätte sie sich nach 8 Jahren armotisiert. Bei 60ct Stromkosten ist das ne reine Goldgrube. Der Armotisierungszeitraum hat sich durch den Einbau eines Speichers verlängert. Dafür hat sich nochmals der Eigenverbrauch erhöht.
 
1
Benutzer190278  (39) Öfter im Forum
  • #15
So ist es am vernüntigsten.👍
Speichern und im Bedarfsfall selbst nutzen.
Wollen sogar das "Netz" im Haus weiter ausbauen. Vielleicht lass ich mir einen wasserführenden Schwedenofen einbauen. Der Heizungsmann meinte, technisch ist es möglich, aber den Sinn muss man genau ausrechnen, weil der Ofen dann nur im Gang steht. Um ihn effektiv zu nutzen müsste er in das Wohnzimmer.. das klappt aber vom weg nicht
 
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Zira
Benutzer231942  (54) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #27
Meine Eltern haben eine auf dem Dach und sind sehr zufrieden. Ob es sich lohnt, hängt halt von Verbrauch ab oder und der Größe. Verbraucht Ihr denn viel Strom ?
Ja, würde ich schon behaupten. Wir haben ein E-Auto und arbeiten beide viel im Home-Office. Deshalb geht's bei uns auch mehr um den Eigenverbrauch als um die Einspeisung.
Auch die Anschaffung einer Wärmepumpe wird ja noch gefördert, ggf. auch mit Kredit. Das Antragsprocedere, insbesondere das Erhalten des zinsgünstigen Kredits wird im Internet immer als so einfach dargestellt, ist in der Praxis allerdings äußerst nervenaufreibend. Nixdestotrotz würde ich es immer wieder machen.
Gut zu wissen, die Förderung von den Wärmepumpen muss ich mich mal genauer anschauen. Das ist nämlich bei uns dann auch die nächste Überlegung. Ich denke, wenn wir das eine machen, zahlt sich das andere im Endeffekt auch aus.
Aber: Die Strompreise werden weiter steigen. Das verkürzt die Amortisationsdauer. Und wir haben seit 6 Monaten ein E-Auto. Wenn ich das mit PV-Strom lade, zahle ich 0,085€ pro kWh = 1,70€/100km. Die 0,085€ sind die entgangene Einspeisevergütung. Das funktioniert natürlich nur im Hochsommer, aber auch mit zugekauftem Strom komme ich auf 6,60€/100km.
Ja, stimmt, mit den steigenden Strompreisen kann man sowieso damit rechnen, dass man sich da die Investition in PV nochmal etwas schneller lohnen wird. Bei uns wird auch tagsüber am meisten Strom verbraucht, ähnlich wie bei dir mit Home-Office und allen Maschinen für den Haushalt.
  • Wartungen: Damit rechnen, dass Reparaturen/Wartungen nötig sein werden und mit Ausfallzeiten rechnen; im dümmsten Fall sind Ersatzteile oder Wartungsfirmen nicht (mehr) verfügbar.
Interessant, ich dachte eigentlich eher, dass da nicht besonders viel gewartet werden muss. Sturmschaden sind natürlich enorm ärgerlich, aber abgesehen von solchen Ausnahmefällen dachte ich, dass die Paneele da sehr robust sind und nicht viel damit passieren kann.
 
G
Benutzer Gast
  • #54
Nach dem Stromausfall in Berlin hat sich die Sicht meiner Frau zu dem Thema nochmal etwas verschärft.
Ums Thema Feuerholz für unseren Kamin hat sie sich selten geschert und mich immer bisschen belächelt, wenn ich im Sommer Druck gemacht habe, dass genug für den Winter im Keller liegt (ich bin im Erzgebirge aufgewachsen, da ist der Winter ja eh zwei Monate länger und man sorgt etwas "maßloser" vor) aber diese Woche hat sie selbst gemerkt, dass unser Vorrat in zwei Wochen verbraucht sein wird und hatte kein Problem damit, dass ich mein Wochenende nicht mit ihr sondern an der Kreissäge verbringe.

Ähnlich ists jetzt seit ner Woche mit dem Thema Solar. Während sie es vorher eher als technische Spielerei meinerseits und "nice to have" betrachtet hat ist schon das Verständnis da, dass eine Insellösung, die beim Blackout zumindest die Heizung/Umwälzpumpen (für den Wasserkamin) und die wichtigsten Verbraucher (Kühlschrank, Kühltruhe) für fünf Tage am Leben hält und somit eine gewisse Autarkie erzeugt eine lohnende Investition ist. Da würde ich jetzt nicht mal unbedingt auf "Rendite" setzen. Autarkie ist ein Luxusgut ähnlich einer riesen Wohnung oder einem geilen Schlitten. Wenn Rendite dabei raus kommt ist es ein Bonbon, aber selbst wenns am Ende ne Nullnummer ist würde ich den Weg beschreiten.
 
Faraka
Benutzer146476  (46) Meistens hier zu finden
  • #57
Bie einer "großen PV" ist das anders. Der Wechselrichter läuft auch dann, wenn kein Strom aus dem Netz kommt. Den vom Dach geernteten Strom kannst du verbrauchen oder in einen Speicher für die Nacht einspeisen.
Das ist mir schon klar, auch der Teil mit dem Balkonkraftwerk. Soweit ich allerdings weiß, müssen alle Wechselrichter abschalten, wenn die Netzspannung abfällt. Erst, wenn sie vollständig und allpolig vom Netz getrennt sind, dürfen sie wieder aktiviert werden. Dieser Umschaltvorgang ist - laut Aussage von Energieberater und Elektrikern vor 3-4 Jahren - nicht automatisch umsetzbar.

Diesel durch Verbrennung in Strom umzuwandeln und den Strom dann wieder durch ein Wärmepumpe in Wärem klingt für mich strange.
Naja, die Aussage war eher, dass ein Generator für 500 Euro problemlos genug Energie erzeugen kann, um das Haus so lange mit Notstrom zu versorgen, wie Diesel eingefüllt wird - und das sind keine großen Mengen, die der verbraucht.

Ich hätte damals gerne eine PV-Anlage auf dem Dach plus rückspeisefähiges E-Auto mit Smarthomeintegration umgesetzt. Es scheiterte daran, dass mein Anforderungskatalog nicht umsetzbar war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Faraka
Benutzer146476  (46) Meistens hier zu finden
  • #59
Nein, das ist nicht richtig. Die WR von BKW müssen abschalten, ja. Die großen WR aber nicht
Hier muss ich intervenieren, habe gerade dazu auch noch mal "meine" E-Technikerkollegen gefragt.

Netzgekoppelte Wechselrichter, egal ob BKW oder große PV-Anlagen, MÜSSEN bei Spannungs- oder Frequenzabfall sofort abschalten, das ist u.a. in der VDE-AR-N 4105 vorgeschrieben. Grund: Eine PV-Anlage darf niemals "unbemerkt" Strom in ein vermeintlich spannungsfreies Netz einspeisen, da dies zu einem großen Risiko führen würde.

Dass diese Trennung allpolig stattfinden muss, ist auch vorgeschrieben. Zwischen öffentlichem Netz und Hausinstallation muss eine galvanische Trennung stattfinden, bevor eine Anlage wieder Spannung aufbauen darf. Das geschieht über ein Netztrennrelais oder einen Umschalter (mechanisch oder als Schütz).

Mittlerweile scheint diese Umschaltung automatisch möglich zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Benutzer Gast
  • #63
Hat jemand Erfahrung mit Inselbetrieb?
Ja,

Meine RCT- Power Anlage hat auch einen Inselbetrieb. Nach Wegfall der Netzspannung, wir in wenigen Sekunden ein "Insel- Netz" aufgebaut. Damit ist theoretisch das ganze Haus dann versorgt. Es gibt es in der Umschaltbox 2 Ausgänge. Einmal Backup und einmal non Backup. Und ist das ganze so verdrahtet, dass Im Inselberieb, die Großverbraucher nicht versorgt werden. Dazu gehören, das Nebengebäude (Garage) inkl. Wallbox. Und im Haus Backofen, Spülmaschine, Wärmepumpe, Waschmaschine sowie Trockner. Ebenso ist die "Komfortbeleuchtung" außen vor. Heißt, Steckdosenstromkreise sowie die Grundbeleuchtung funktionieren, ebenso die elektrischen Rollläden, Wlan usw... Der Speicher wird bei Sonne automatisch geladen. Theoretisch, kann man dann auch die Großverbraucher betreiben. Wir hatten in den vergangenen 5 Jahren, 3x die Situation, dass wir das System nutzen konnten. 1x war es etwa 2h nachts. 1x 3h am Tag. (Störung im Netz, Bagger hatte bei Glasfaserverlegearbeiten die zu Bringung ins Baugebiet beschädigt.) Ein weiteres mal, nach einem Stum. Da waren es in etwa 30h. Ebenso wurde mal ein Test durchgeführt. über 3 Tage. Das ging alles Problemlos.
 
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Zira
Benutzer231942  (54) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #65
Meine erste Frage wäre: Warum muss sich immer alles lohnen (im Sinne von finanziell)?
Meine Eltern haben ein einfaches Balkonkraftwerk mit ca. 1000 Watt und keinen Speicher. Der Balkon geht nach Westen raus. Die Effizienz ist nicht sehr hoch, obwohl sie mit Hilfe von elektronischen Schaltungen ihre Wäsche und Geschirr möglichst abends waschen.
Mein Pa sagt, ihm ist es wichtiger mit dem Balkonkraftwerk etwas für das Klima und somit auch für meine Zukunft zu tun, als für sein Portmonee.
Naja, vom Grundgedanken her stimme ich da zwar zu, dass sich nicht immer alles lohnen muss, aber vor allem wenn es um ein so großes Investment wie eine Photovoltaikanlage geht, ist es mir schon wichtig, nicht einfach das Geld aus dem Fenster zu werfen. Natürlich mache ich das Ganze auch zu einem großen Teil aufgrund des Umweltgedanken und deshalb wäre es mir auch relativ egal, ob es im Endeffekt ein Nullsummenspiel ist. Aber nur wegen moralischen Beweggründen so viel Geld auszugeben, obwohl es sich finanziell sehr negativ auswirken könnte, bedingt auch einfach einen gewissen Luxus, das Geld dafür zu haben, sodass es einem egal sein kann, wenn man mal ein paar Tausender verliert oder nicht.

ja so Beratung ist für mich eh immer das wichtigste, am besten auch von mehreren Seiten, dass man wirklich ein gutes Bild hat und auch nicht ständig das Gefühl, dass jeder einem nur was möglichst teures verkaufen möchte und eigentlich nicht das beste für einen im Sinn hat. Und ja, in der Weihnachtszeit wär mir das auch zu viel, das war so stressig dieses Jahr für mich, da hätte überhaupt nicht die kleinste Kleinigkeit noch platz gehabt in meinem Hirn. War der Termin jetzt schon? Kommt ihr halbwegs voran? Ist ja eh irgendwie ein gutes Thema fürs neue Jahr, so ein großes Projekt, das auch langfristig Sinn macht :smile:
Ja, danke der Nachfrage, wir sind inzwischen schon mit dieser Erstberechnung von der Norddeutschen Solar zu ein paar Beratungsterminen gegangen und haben uns einige Angebote eingeholt. Das hat eh länger gedauert als gedacht, bis wir uns da mal einen Überblick schaffen konnten. Ich hab zwar erwartet, dass die Angebote ganz unterschiedlich sein werden, aber irgendwie hat es mich dann in der Realität doch überrascht. Aber ich glaube, wir sind inzwischen bei einer Entscheidung angekommen und werden da bald die nächsten Schritte gehen.
 
Zira
Benutzer231942  (54) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #70
Ich bin kein großer Rechenkünstler aber wir haben 10 KW plus Speicher und sind im Jahr zu 65% autark. Bevor wir ein E-Auto hatten waren wir zu 90% autark. Wir sind begeistert und haben die Investition nicht bereut.
Wow, das sind wirklich gute Zahlen. Das stimmt mich ja wirklich hoffnungsvoll.
Das ist für mich der eine Punkt und der andere ist die Betrachtung, ob die Investition an dieser Stelle denn tatsächlich den größten "Gewinn" für die Umwelt bringt oder an anderer Stelle mit derselben Summe nicht viel größere Einsparungen zu erreichen wären.
Also zwei Seiten von "Investitionseffizienz"
Ja, stimmt, das ist dann natürlich das nächste. Mit dem Geld für eine Photovoltaikanlage könnte man sicher noch so einiges anstellen, wenn es einem dabei wirklich nur um den Umweltgedanken gehen würde. Aber das ist eben meistens nicht die Realität, oder besser gesagt die Lebensrealität für die meisten Menschen. Ich freue mich, wenn ich mit meinem Geld und meinen Investitionen etwas Gutes für die Umwelt tue und versuche auch, diesen Faktor immer im Hinterkopf zu behalten, wenn ich finanzielle Entscheidungen treffe, aber am Ende des Tages muss man teilweise auch einfach pragmatisch denken.
Unsere Anlage läuft jetzt seit 33 Monaten und die Amortisation liegt aktuell bei 17,3%. Wir brauchen also noch ca. 13 Jahre, bis die Anlage sich anfängt zu rentieren. Dabei ist aber die Preissteigerung des Strompreises nicht berücksichtigt. Wird also schneller gehen.

Vordergründig ging es bei uns aber auch um unseren Anteil an der Energiewende. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob PV-Strom aus Umweltaspekten gegen regional erzeugten Strom aus Windkraft ankommt. Die Produktion der Panels in China verbraucht viele Rohstoffe und der Transport ist sicherlich auch ein Minuspunkt in der Bilanz.
Das stimmt natürlich auch, die Produktion und der Transport der Einzelteile sind in den Berechnungen zum Umweltanteil da wahrscheinlich fast nirgendwo dabei. Eure Zahlen bei der Anlage würde ich aber auch nehmen, ich denk mir wirklich, solange es sich realistisch gesehen amortisieren wird, ist mir relativ egal, ob es sich da um ein paar Jahre mehr oder weniger handelt.
Nächste Schritte heißt dann einfach Entscheidung für ein Angebot und dann auch einfach machen, oder?
Absolut, ich bin sowieso froh, dass wir überhaupt vorankommen, was das angeht. Es gab jetzt in den letzten Wochen leider noch ein paar Verzögerungen von unserer Seite, aber wir haben uns jetzt für einen Anbieter entschieden und der Termin zur Installation ist dann nächste Woche, also eigentlich auch pünktlich mit dem Frühling, wenn dann auch hoffentlich wieder mehr Sonne zu sehen sein wird. Ich bin dann aber wirklich auch froh, wenn wir das ganze Organisatorische endlich einmal hinter uns haben und die Anlage hoffentlich steht und läuft.
 
Triforce5586
Benutzer229176  (39) Ist noch neu hier
  • #73
Ich habe mir die Anker Solix 3 Anlage geholt mit 5,4 Kwh Akku.
Damit kann ich den Großteil meines Stroms überbrücken. Allein wenn ich nur die Grundlast abdecke die ich immer habe (auch wenn ich nicht zuhause bin) dann spare ich schon über 300€ im Jahr. Empfehlenswert ist da auf jeden Fall die Installation eines smarten Zählers im Sicherungskasten damit der Akku/Wechselrichter auch nur dann Strom ausgibt wenn er auch wirklich gebraucht wird.
Zudem kann ich damit im Stromausfall auch noch Geräte anschließen die dann damit laufen. Was aber nicht unbedingt wichtig für mich ist da ich in der Garage ein Auto habe was ohnehin 77kwh Kapazität hat. Bei einem Stromausfall kann ich damit wochenlang leben 😅
 
C
Benutzer48693  Verbringt hier viel Zeit
  • #74
Was aber nicht unbedingt wichtig für mich ist da ich in der Garage ein Auto habe was ohnehin 77kwh Kapazität hat. Bei einem Stromausfall kann ich damit wochenlang leben
Aber du bekommst den Strom doch nicht vom Auto ins Haus oder?

Mein Auto könnte das und die Wallbox theoretisch auch. Ist aber vom Hersteller per SW deaktiviert, da in DE nicht zulässig.
 
Might
Benutzer124226  (32) Beiträge füllen Bücher
  • #75
Aber du bekommst den Strom doch nicht vom Auto ins Haus oder?

Mein Auto könnte das und die Wallbox theoretisch auch. Ist aber vom Hersteller per SW deaktiviert, da in DE nicht zulässig.
Das ist in Deutschland zulässig, Stichwort bidirektionales Laden. Wir hatten gerade einen Termin mit einer Firma dazu und erhalten in den nächsten Tagen ein Angebot für eine PV Anlage + Speicher + Wallbox mit der das möglich ist.
 
Triforce5586
Benutzer229176  (39) Ist noch neu hier
  • #76
Aber du bekommst den Strom doch nicht vom Auto ins Haus oder?

Mein Auto könnte das und die Wallbox theoretisch auch. Ist aber vom Hersteller per SW deaktiviert, da in DE nicht zulässig.
Im Notfall kann ich ja einfach ne Mehrfachsteckdose anschließen und die wichtigsten Dinge wie ne Heizung oder ein Induktionskochfeld etc darüber laufen lassen.
 
Dami
Benutzer18168  (42) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #77
Im Notfall kann ich ja einfach ne Mehrfachsteckdose anschließen und die wichtigsten Dinge wie ne Heizung oder ein Induktionskochfeld etc darüber laufen lassen.
V2H oder V2L (AC) können nur eine handvoll Fahrzeuge. So richtig gibt es das noch nicht
 
C
Benutzer48693  Verbringt hier viel Zeit
  • #78
Im Notfall kann ich ja einfach ne Mehrfachsteckdose anschließen und die wichtigsten Dinge wie ne Heizung oder ein Induktionskochfeld etc darüber laufen lassen.
Du kannst ja nicht einfach eine Mehrfachsteckdose an dein Auto anschließen. Erkläre mal bitte, was du meinst.
 
Triforce5586
Benutzer229176  (39) Ist noch neu hier
  • #79
V2H oder V2L (AC) können nur eine handvoll Fahrzeuge. So richtig gibt es das noch nicht
Du kannst ja nicht einfach eine Mehrfachsteckdose an dein Auto anschließen. Erkläre mal bitte, was du meinst.
Warum sollte ich keine Mehrfachsteckdose anschließen können?!
Ich war mit dem Auto auch schon mehrfach auf Campingplätzen und hab mit meinem Auto gekocht etc...
 
Dami
Benutzer18168  (42) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #80
Warum sollte ich keine Mehrfachsteckdose anschließen können?!
Ich war mit dem Auto auch schon mehrfach auf Campingplätzen und hab mit meinem Auto gekocht etc...
Du kannst an eine interne Steckdose am Auto höchstens einen Eurostecker aber keinen Schuko-Stecker einstecken. Wenn dein E-Auto tatsächlich V2L kann, dann herzlichen Glückwunsch. Das können nur ganz wenige aktuell.
 
Triforce5586
Benutzer229176  (39) Ist noch neu hier
  • #81
Du kannst an eine interne Steckdose am Auto höchstens einen Eurostecker aber keinen Schuko-Stecker einstecken. Wenn dein E-Auto tatsächlich V2L kann, dann herzlichen Glückwunsch. Das können nur ganz wenige aktuell.
Wenn mein Auto kein V2L könnte, dann hätte ich ja nicht geschrieben, dass ich damit im Notfall die wichtigsten Dinge in meinem Haus betreiben könnte. :sneaky:
 
H
Benutzer98820  Sehr bekannt hier
  • #82
Du hättest es aber schreiben können, wenn du sehr laienhaft gedacht hättest. Das kann man halt nicht erkennen.
 
C
Benutzer48693  Verbringt hier viel Zeit
  • #83
Was für ein Auto hast du? Ich kenne nur den Tesla Cybertruck, der ausreichend Wechselstrom liefert, um damit einen Haushalt zu versorgen. Ich hatte mal einen Passat mit 230V Eurosteckdose. Aber da kamen nur 200 oder 300 Watt raus. NB laden ja, kochen sicher nicht.
 
Triforce5586
Benutzer229176  (39) Ist noch neu hier
  • #84
Du hättest es aber schreiben können, wenn du sehr laienhaft gedacht hättest. Das kann man halt nicht erkennen.
Ich schreibe aber nicht etwas, wovon ich nicht weiß, dass es auch funktioniert. Dann halte ich lieber meine Klappe 😁
Ansonsten sorry falls meine Aussage zu unklar war und für Verwirrung sorgte.

Was für ein Auto hast du? Ich kenne nur den Tesla Cybertruck, der ausreichend Wechselstrom liefert, um damit einen Haushalt zu versorgen. Ich hatte mal einen Passat mit 230V Eurosteckdose. Aber da kamen nur 200 oder 300 Watt raus. NB laden ja, kochen sicher nicht.
Ioniq 6. Dieser kann laut Spezifikationen wohl 3,6KW. Kam noch nie in die Lage, dass ich das ausreizen musste, weil wie gesagt nur beim Camping verwendet.
Aber damit könnte ich daheim quasi alles betreiben wenn ich auf sowas wie den Backofen verzichte.
 
balloon84
Benutzer167038  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #85
Das hängt immer von der Nutzung ab.
Elektroauto, Wallbox und Wärmepumpe: definitiv
Sparsame Gasheizung, kein E-Auto und sparsame Elektrogeräte kombiniert mit günstigem Stromvertrag: wohl kaum lohnenswert.

Dazwischen die große Grauzone, aber jeder der rechnen kann, wird das nach 10 Minuten für sich beantworten können.
Diese Rechnung alle 5 Jahre an die neuen Parameter anpassen und danach entscheiden, man sich so ein Ding doch aufs Dach montieren lassen sollte.
 
Triforce5586
Benutzer229176  (39) Ist noch neu hier
  • #86
Das hängt immer von der Nutzung ab.
Elektroauto, Wallbox und Wärmepumpe: definitiv
Sparsame Gasheizung, kein E-Auto und sparsame Elektrogeräte kombiniert mit günstigem Stromvertrag: wohl kaum lohnenswert.

Dazwischen die große Grauzone, aber jeder der rechnen kann, wird das nach 10 Minuten für sich beantworten können.
Diese Rechnung alle 5 Jahre an die neuen Parameter anpassen und danach entscheiden, man sich so ein Ding doch aufs Dach montieren lassen sollte.
Dann kann man das auch kleiner dimensionieren wie in meinem Beispiel. Es lohnt sich auf jeden Fall nach wenigen Jahren.
 
S
Benutzer212004  (45) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #87
Also ich kann eine ob Anlage nur empfehlen. Hab momentan 12 kwp mit Speicher und habe für ein Zweifamilienhaus nur 450 kWh bezogen und knapp 600€ eingespeist.
Das war gut aber jetzt haben wir ein E Auto eine Wärmepumpe und ein 45 km/h Roller Elektro. Deshalb wird die Anlage noch vergrößert auf 15 kwp.
Und noch ein bisschen Nachhaltigkeit ist ja auch noch ein Gedanke.
 
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