Liebe heutzutage? Wahres Glück?

Benutzer91095 

Team-Alumni
Hey,

deine Erfahrungen in Ehren, aber es wundert mich nicht, wenn du in einer PU-Umgebung und mit EINER schlechten Erfahrung mit deiner Ex zu so einem Bild bez. Sex und Liebe kommst. Ich finde außerdem deine "Frage" etwas unspezifisch und weiß gleichzeitig mit dem Appell an Singles nichts anzufangen (der zwar an sich nicht falsch ist, aber was willst du uns damit sagen?).
 

Benutzer87151 

Ibiza
Off-Topic:
Hm ok, in manchen Passagen seh ich mich wieder :grin:

Nicht das ich jetzt schon als Salomo durchgeh - aber wart mal ´n paar Jährchen ab, dann denkst wieder ganz anders über alles nach :zwinker:
 

Benutzer91314 

Sorgt für Gesprächsstoff
.
Zwar ist Sex etwas Einzigartiges wenn es zwischen einem richtigen Paar ereignet, aber heutzutage wird es von dem Großteil so romantisch wie eine Führung durch eine Fleischerei erlebt.

Schöne Formulierung, aber sie trifft den Kern recht gut. Aber mit Beziehungen allgemein ist es auch nicht viel anders. Von vielen hat man den Eindruck dass sie keine Beziehung haben weil sie es wollen, sondern weil es von ihnen (von der Gesellschaft) erwartet wird dass sie eine haben. Einen dementsprechend oberflächlichen Eindruck machen sie auch. Und dementsprechend schnell sind sie kaputt wenns mal ein bisschen krieselt. Da frag ich mich was sie davon haben, denn irgendwas muss es sein, sonst würden sie es nicht tun. Aber ich würds vermutlich eh nicht verstehen. Nicht in diesem Leben.
 

Benutzer89980 

Öfter im Forum
Da frag ich mich was sie davon haben, denn irgendwas muss es sein, sonst würden sie es nicht tun. Aber ich würds vermutlich eh nicht verstehen. Nicht in diesem Leben.

Vielleicht Bedürfnisbefriedigung.
Es gilt ja als Legitim sich zu trennen, wenn diese nicht erfüllt werden.

Off-Topic:

Paradox.
Vor 5 Minuten hab ich ein sehr gutes Buch zuende gelesen welches sich (wenn auch nur indirekt) mit diesem Thema beschäftigt.
 

Benutzer97260 

Sorgt für Gesprächsstoff
Dere!

Also grundsätzlich wirst und kannst du auch nix anderes machen, als das, was deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht. Wenn du noch an der Ex hängst, tja mei - dann brauchts halt noch'n Weilchen :zwinker:

Ich hab mir vor nem halben Jahr auch schonmal Gedanken gemacht zu dem Thema und heraus kam dieser Text:
Wie ich immer wieder beobachte, sind oftmals allgemeiner Frust am Leben, Einsamkeit und Langeweile, kein ausgefülltes Sexleben oder Probleme und Zukunftsangst für viele die (meist unbewussten) Motive eine feste Beziehung einzugehen.
Im folgenden will zunächst aufzeigen, wohin es wahrscheinlich führt, aus einem oder mehreren falschen Motiven eine Beziehung einzugehen. Anschließend will ich die aus meiner Sicht richtigen Motive nennen und erläutern.

1) Frust am Leben
Selbstreflektion: denkt mal drüber nach, WARUM ihr morgens nicht gerne aufwacht, WARUM ihr jeden Tag widerwillig beginnt. WIE müsste es, WAS müsste sein, damit ihr - wie früher als Kind an Weihnachten - garnicht früh genug aufwachen könntet. Nehmt euch ruhig Schreibzeug dazu, das mal zu fixieren...
Und dann fragt euch, WAS könnt IHR TUN, dass es so wird. Wollt ihr wirklich euer Leben so weitermachen, es als eine Qual empfinden? Und wenn ihr selbst keine Kraft habt, lasst euch helfen - Psychologen haben Jahre studiert euch dabei zu unterstützen!

2) Einsamkeit
Viele mögen denken, das sei ganz natürlich und normal, wenn man keinen Partner hat. Ich behaupte, dass es das nicht ist, obwohl ich auch kein Einsiedlerkrebs bin! Aber ich liege nicht mehr Abends allein in meinem Bett, und wünsche sehnlichst, es wäre jemand hier. Es ist ok so wie es ist, so wie Wasser nunmal neutral schmeckt und sich niemand daran stört, so kann es sein alleine zu sein. Bitte -liebe Leute- lernt es, es mit euch selbst auszuhalten. Werdet glücklich, und empfindet euch selbst nicht mehr als defizitär, genügt euch selbst.
Wie das geht, kann ich allgemein nicht sagen. Bei mir war es so, dass ich das Alleinsein nach einer langjährigen festen Beziehung (, die im Grunde von vornerein schon, wegen den falschen Motiven eingangen wurde und daher zum Scheitern verurteilt war) zunächst auch als Einsamkeit empfand. Ich denke das ist in einem gewissen, zeitlich überschaubaren Rahmen normal (meine eigene Formel: halbe Dauer der alten Beziehung, maximal jedoch 2 Jahre) - da muss jeder durch, wenn er's richtig machen will. Falsch ist jedenfalls, sich gleich in eine neue Beziehung zu werfen, da klar ist, dass diese Beziehung nur ein Ersatz ist: Der neue Partner wird ständig verglichen, und man kann ihm garnicht gerecht werden - schließlich ist man noch total zu von der Trennung und der Trauerarbeit, die sich sicherlich unterbewusst garantiert abspielt (ich bin sicher, wer schonmal geliebt hat, kennt die Träume vom Expartner...)

3) Langeweile
Wenn ihr auf dem Sterbebett liegt oder sonst wie wisst, dass euer letztes Stündchen gerade läutet, wird sich irgend jemand wünschen, er hätte mehr Zeit auf der Couch, im Bett bei Fressen, F*****, Fernsehen verbracht? (gut, F***** vielleicht :zwinker: ) Ich kann euch zwar auch nicht sagen was euch dabei durch den Kopf geht, aber ich bin sicher, niemand bereut es, mangels weiterer Lebenszeit z.B. die 5. Staffel "Charmed - Zauberhafte Hexen" (wuäh) verpasst zu haben.
Auch ein Partner ist nicht dazu da, euch zu bespaßen - das wird ihn rasch überfordern, und die Langeweile hat euch wieder. Unterhaltet euch selbst, gestaltet euch selbst ein spannendes, aufregendes, erfülltes Leben, setzt euch ein Ziel, sucht euch eine Herausforderung. Geht in keinem Fall mit Erwartungen an einen Partner in eine Beziehung, und wenn doch, TEILT SIE RECHTZEITIG MIT, sodass er für sich entscheiden kann, ob er das kann und will! (siehe auch: Probleme)

4) kein ausgefülltes Sexleben
Tja, das ist wohl einer der Top-3-Gründe, glaube ich, warum Menschen eine Partnerschaft eingehen. Wenn ich mich recht entsinne, hat sogar Freud postuliert, dass der einzige Grund, für die Mann-Frau-Beziehung der Trieb sei, ohne Gewähr wiedergegeben.
Ob für promiskuitive Menschen, die nach vielen ONS den Standard-Sex und evtl. auch den Kater am nächsten Tag satt haben, und die sich wünschen, sich im Bett mal wieder richtig gehen lassen zu können und dass sie ihre Wünsche ausleben können, wie es den Meisten nur mit einem vertrauten Partner möglich ist. Oder für (un-/freiwillig) Enthaltsame, die sich einfach mal wieder Sex wünschen - wenn das der einzige Grund für die feste Beziehung ist, dann Gute-Nacht. Damit degradiert ihr euren Partner zum reinen Sex-Objekt, zum wandelnden Sextoy. Ich finde, das ist dann OK, wenn ihr dabei mit offenen Karten spielt, FRÜHZEITIG klarstellt, dass dieser Beziehung ein rein sexuelles Interesse zu Grunde liegt. Denn wenn 2 Menschen mit beschriebener Einstellung bei sowas zusammen kommen, können beide damit eine Weile sicherlich zufrieden sein. Problematisch wird's nur, wenn einer dabei verarscht wird. Wollen die Täter das ihrem Gewissen antun, wollten die Täter selbst so behandelt werden?

5) Probleme und Zukunftsängste
Euer Partner ist nicht euer Wegbereiter, Retter, Problemlöser. Träumt einmal wie euer ideale Partner aussähe, denkt ihr euch dabei: "er hat keinen Job, er hat 30T € Schulden, er hat ein Suchtproblem, er ist manisch-depressiv, usw... " Seht ihr? Ihr hättet auch nicht wirklich Lust, dass diese Probleme plötzlich zu euren würden. Wirklich nichts gegen Hilfsbereitschaft, aber werdet erstmal Herr eurer Probleme. Steht nach den ersten Flirts offen dazu, was euer Problem ist, und da ihr sie im Griff habt, könnt ihr sofort den Lösungsweg dazu nennen, den ihr beschreiten werdet, oder auf dem ihr euch schon lange erfolgreich befindet. Damit erweist ihr eurem potentiellen Partner den Respekt, alle Informationen zu haben, die er für seine Entscheidung braucht. Natürlich kann er sich weigern unter diesen Umständen die Beziehung einzugehen - es wird euch aber nicht so sehr treffen - den ihr habt eure Probleme ja schon im Griff. Ihr werdet daher NICHT alleine, verlassen und überfordert im Stich gelassen bleiben! Es kann jedoch auch eine Chance sein: Er kann es euch danken, dass ihr die Charakterstärke habt, mit solch offenen Karten zu spielen, und beweist - redet nicht nur davon - eure Vertrauenswürdigkeit - einer der wichtigsten Grundpfeiler für eine stabile Partnerschaft!

Es ist wohl deutlich, dass dies also die falschen Motive sind. Mit ihnen ist schon automatisch die nächste Entäuschung, nämlich das Scheitern dieser Beziehung gewiss. Liegt es nicht auf der Hand, dass jeder zuerst mit sich selbst zufrieden sein muss, um eine stabile und harmonische Partnerschaft führen zu können?

Was sind also die richtigen Vorraussetzungen eine potentiell funktionierende Partnerschaft einzugehen?
Ich denke es sind grundsätzlich genau 2:
1. Selbstzufriedenheit, glücklich mit sich selbst sein.
Aber das ist schnell geschrieben. Wie sieht das aus? Für mich persönlich bedeutet das konkret, Herr meiner Entscheidungen zu sein. Also die Entscheidungen zu treffen, die gut für mich sind. Ganz banal zum Beispiel, mit einem guten Gefühl auf Schokolade verzichten, da mir bewusst ist, dass ich ein anderes Ziel - abnehmen - anstrebe. Oder schon etwas komplexer: Mir wohl bewusst, ein Gewissen zu haben, eben die nächstbeste Frau, mit der ich gerne Sex hätte, NICHT zu verarschen, nur um sie ins Bett zu bekommen. Denn alle Zuwiderhandlungen gegen das eigene Gewissen sind stets mit Kosten verbunden, die man zurückblickend immer als zu hoch bewertet, die uns runterziehen.
Das ist so im Grunde die alltägliche Herausforderung, für meine persönliche Selbstzufriedenheit, denjenigen zu mögen, der mir da im Spiegel entgegen schaut, und nicht nur, wie er aussieht.
Hier sei noch erwähnt, dass dies nichts ist, was man erreicht, in die Vitrine stellt, und dort einstauben lassen kann - es ist ein täglicher Prozess.
Ein Zitat dazu aus Hesses, Narziß und Goldmund:
[Goldmund:] "Ich weiß nicht, Narziß. Aber mit dem Leben fertig zu werden, die Verzweiflung abzuwehren, das scheint euch Denkern und Theologen doch besser zu gelingen. Ich beneide dich längst nicht mehr um deine Wissenschaft, mein Freund, aber ich beneide dich um deine Ruhe, um deinen Gleichmut, um deinen Frieden."
[Narziß:] "Du solltest mich nicht beneiden, Goldmund. Es gibt keinen Frieden, so, wie du es meinst. Es gibt den Frieden, gewiß, aber nicht einen, der dauernd in uns wohnt und uns nicht mehr verläßt. Es gibt nur einen Frieden, der immer und immer wieder mit unablässigem Kämpfen erstritten wird und von Tag zu Tag neu erstritten werden muss."
2. das richtige Motiv:
Eine Auswahl falscher Motive ist oben aufgeführt. Was ist für mich das Richtige?
Das richtige Motiv ist, zusammen mehr erreichen zu wollen, als es mir alleine möglich ist. Es gibt da so Sprüche: "Liebe ist, wenn beide das Gleiche wollen." oder "Verliebte schauen sich an, Liebende schauen in die gleiche Richtung."
Dies enthält jedoch auch, dass man sich vielleicht selbst schon verwirklicht hat, oder bereits den Weg der Selbstverwirklichung erfolgreich geht. Nicht wie viele, die in der Beziehung ihre Verwirklichung suchen - ihr seid dabei zu abhängig vom Partner!

So jetzt bin ich langsam leer, war mal so was raus musste, nix dagegen über die INHALTE kritisch zu diskutieren! An alle Nörgler: ich bin das Schreiben solcher Texte nicht gewöhnt, lese nicht sehr viel, Rechtschreibunterricht ist auch 'ne Weile her - mir ging's um die Botschaft. Schließlich noch zugegeben, dass auch MIR Fehler passieren, denn nur weil ich sowas schreibe, bedeutet es keineswegs, dass ich das in jeder Situation auch genau so korrekt umsetze - aber ICH VERSUCHS WENIGSTENS NACH KRÄFTEN! :grin:
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Früher war es viel einfacher, obwohl auch die alte Zeit ihre dunklen Seiten hat. Was ist das für eine Moral? Zwar ist Sex etwas Einzigartiges wenn es zwischen einem richtigen Paar ereignet, aber heutzutage wird es von dem Großteil so romantisch wie eine Führung durch eine Fleischerei erlebt.

Deinen Beitrag finde ich sehr gut und sachlich dokumentiert, auch von der Ausdrucksweise her.

Aber um mich mal auf das Zitierte zu beschränken:

es war auch früher nicht zwangsläufig einfacher, aber das Miteinander hatte damals einen ganz anderen Stellenwert. Zusammenzukommen war nicht einfach nur irgendwas, sondern ein Zusammenkommen von Partnern bedeutete Heirat und Nachwuchs, und das wurde auch ernst genommen und nicht weiter in Frage gestellt.
Oberflächlich gesehen ein antiquiertes Rollenmuster, welches meiner Ansicht aber seine Berechtigung hatte.

Mit dem ganzen Beziehungskram ging man ganz einfach anders um, alles hatte einen viel höheren Wert und wurde entsprechend gehandhabt.

Heute aber hat man im Leben so viele Optionen, dass alles austauschbar ist. man spricht heute nicht mehr von Lebenspartner sondern vom Lebens"abschnitts"partner.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist heute nicht mehr so stark, dass man entsprechend darum kämpft, eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Wenn der Partner doch heute so einfach austauschbar ist?
Ich bin jetzt 10 Jahre verheiratet, und in meinem Umfeld sind die meisten in meiner Altersklasse schon geschieden. 10 Jahre sind nix und doch liege ich damit relativ hoch. Finde heute noch Paare, die 30/40 Jahre verheiratet sind und immer noch glücklich sind.

Ich denke aber, dass nicht nur die Gesellschaft zur aktuellen Situation geführt hat, eine erhebliche Rolle spielt auch, dass sich immer mehr Partnerschaften im Cyberspace ergeben und sich ebenso schnell wieder auflösen. Partnerbörsen schiessen wie Pilze aus dem Boden, man hat schnell jem per Chat kennengelernt, und ebenso wird dann mal per SMS Schluss gemacht, wenns halt nicht das wahre war.

Die zwischenmenschliche sozialen Kontakte bleiben immer mehr auf der Strecke, weshalb wohl findet man heute so viele Männer, die nicht mehr wissen, wie man Kontakt zu einer Frau knüpft?

Traurig ist doch, dass es heute tatsächlich schon Seminare gibt, wo junge Leute gelernt werden, wie man Kontakt zum anderen Geschlecht aufbaut.
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Da ich nicht soviel Zeit habe versuche ich mal das wesentliche was ich deinem Beitrag entnehme zu beantworten zumindest aus meiner Sicht.

Allgemein: Dir gefällt der heutige Umgang mit Sex nicht und wie es auf die Kids wirkt. Ich habe zu dem Thema neulich einen sehr interessanten Artikel auf Spiegel Online - Generation Porno gelesen der eigentlich alles wesentliche gut dar stellt und da ich ein wenig aelter bin kann ich dir sagen das es zu meiner Jugendzeit so vor 20 Jahren nicht viel anders war als heute.

Deine Einstellung: Du suchst anscheinend die perfekte Partnerin für dich aber ich kann dir aus jahrelanger Erfahrung mit der Suche sagen das dieses eben nicht funktioniert. Ich hatte jahrelang Beziehung und Affairen, ONS oder KC´s und das alles bevor PU bekannt wurde. Es hat nichts gebracht ich habe meine Ehefrau an einem Abend getroffen an dem ich bestimmt nicht mit einer solchen Erfahrung gerechnet habe und wir wußten beide das es passt obwohl wir an dem Abend kein Wort mit einander gesprochen haben waren wir drei Tage später ein Paar und 5 Jahre später verheiratet. Was ich damit sagen will ist denke nicht zuviel analysier nicht alles sondern versuche einfach dein Leben zu leben und zu genießen denn wie heißt es so schön Das Leben passiert wärend du dabei bist Pläne zu machen
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Du solltest vieleicht deine Ideologie und Einstellungen "über Bord werfen" und einfach ohne vorgefaßte Meinungen in den Tag gehen gerade in der Hinsicht

p.S.: den link such ich raus
 

Benutzer93801  (37)

Öfter im Forum
Die Sache mit dem Inner-Game hast du aber ausgelassen, ich meine für dich selbst.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Nun, mit anderen Worten, du magst lieber das konservative Partnerbild. Frau und Mann finden sich (oder werden gefunden), heiraten und bleiben zusammen.

Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, jedoch finde ich die "Öffnung" der Gesellschaft auch nicht verkehrt. Denn manche Menschen finden eben nicht auf Anhieb einen Partner zu dem sie passen (Denk mal an Fälle, wo es zu häuslicher Gewalt kam oder sowas. Zum Glück kann man sich heutzutage trennen). Zusätzlich kann ich mir auch vorstellen, dass gerade jetzt durch die schrittweise Vermischung der Rollenbilder auch die Beziehungen ein Standbein verloren haben (-> keine finanzielle Abhängigkeit bzw. Unterhalt bei Scheidung). Das hat u.a. dazu geführt, dass das Beziehungsbild offener geworden ist, was ich aber auch nichts als schlecht empfinde. Was gibt es schließlich gegen "Lebensabschnittsgefährten" einzuwenden, solange alle Beteiligten glücklich sind und es funktioniert? Außerdem ist es doch eigentlich viel "romantischer", weil man dann weiß, dass die Paare wirklich zusammenbleiben, weil sie es wollen, und nicht weil sie es von finanzieller oder gesellschaftlicher Sicht her müssen.

Und ich würde außerdem auch nicht sagen, dass es diese "Partner für's Leben"-Einstellung heute nur selten gibt. Es ist immer schwierig gesamtgesellschaftlich zu sprechen, da man nur weiß, wie es wirklich in der eigenen Beziehung läuft, wieviel man selbst darin investiert und was man sich erwartet. Jedoch habe ich wohl den Eindruck, dass es das Ziel für viele in meinem Umkreis ist. Man kann aufgrund vorehelicher Partnerschaftsmöglichkeit nun natürlich mehr herumprobieren und muss sich nicht so schnell festlegen, aber grundsätzlich suchen doch viele den Partner für's Leben.


Bez. Partnerschaft: Ich gebe dir recht, dass viele der unglücklichen Singles einem vordergründigen Idealbild nacheifern und dadurch unglücklich sind. Denke aber trotzdem, dass es nicht nur das gesellschaftliche Bild ist, sondern auch ein Bedürfnis von ihnen. Aber natürlich wäre es einfacher, wenn der gesellschaftliche Druck nicht so stark wäre (das wäre besser für das Selbstbewusstsein).

Allgemein: Ein wenig ein Hass auf Frauen schwingt in deinen Beiträgen trotzdem mit, auch wenn du dich sehr um Objektivität bemühst. Ich kenne mich mit Studien zum Fremdgehen nicht aus und habe allgemein ein Problem mit solchen Dingen (ich muss die Studie selbst lesen um sagen zu können, ob ich ihr Glauben schenken will. Meistens glaube ich ihr nicht). Klar gehen Frauen fremd, genauso wie Männer. Letztendlich bringt es aber nichts, sich über irgendwelche Zahlen den Kopf zu zerbrechen. Wenn man glücklich alleine ist, dann ist es gut so. Und wenn einem irgendwann zufällig jemand über den Weg läuft und man auf einmal nicht mehr alleine sein will, dann ist es auch gut so.
 
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