Studium Lerntechniken

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Hallo,

ab Ende Februar steht bei mir eine sehr lernintensive Prüfung an und da ich absolut nichts auswendig lernen kann, muss ich irgendwelche Techniken finden, mit denen das halbwegs klappt. Es ist wirklich seeeeeehr viel Lernstoff.

Hat jemand gute Tipps für Literatur oder Internetseiten?

Es gibt ja massig Bücher zu dem Thema, aber ich brauche auf keinen Fall eines, in dem sowas steht wie "Denken Sie sich eine Fantasiegeschichte mit den zu lernenden Begriffen aus" oder "Jede Zahl ist ein Tier, die 8 ist ein roter Löwe"...sowas habe ich mal an der VHS gemacht, um das 10-Finger-System zu lernen und fand es total aufwändig und furchtbar (und nutzlos). :tongue:

Es gibt ja auch Methoden zum effektiveren Lesen usw., sowas wäre schon eher das, was ich suche. Aber auch da gibt es eben tausende Bücher und ich habe keine Ahnung, welches da empfehlenswert ist...

Oder doch einfach den Stoff zusammenfassen und das dann lernen? :hmm:

Danke schonmal! :zwinker:
Off-Topic:

Ja, für meine Schüler habe ich tolle Mnemotechniken (zB für Vokabeln), aber die sind mir irgendwie alle zu aufwändig, wenn es darum geht, mehrere tausend Seiten zu lernen...
 
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Um was für Lernstoff handelt es sich denn?
Es gibt ja Themen, die muss man wirklich schlicht auswendig lernen und dann gibt es Themen, die muss man verstehen (zB Mathe).

Lässt sich dein Thema in Übersichten oder Tabellen einordnen? Oder könntest du ein Schema draus machen, sodass du visuell lernst? Sowas fällt mir zB sehr leicht, also anhand von Bildern zu lernen... leider habe ich dafür genau das falsche Studium gewählt... Medizin wäre besser gewesen :grin:
 
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Also, irgendwelche Bücher kann ich dir nicht empfehlen (willst du dir vorher wirklich ein Buch dazu durchlesen, wie du lernen sollst?) aber die Idee mit dem Zusammenfassen finde ich nicht schlecht. Ich zumindest kann so echt gut lernen.
Wenn ich einen Text hab, gliedere ich den zunächst und fasse dann das Wichtigste auf anschauliche Art zusammen, wobei die Art wie man etwas schreibt glaube ich gar nich so wichtig es, es zählt eher, dass man es überhaupt schreibt.
Klar, wieso sollte ich mir kein Buch dazu durchlesen? :zwinker:

So wie du mache ich es bisher auch, aber ich musste auch noch nie so viel auf einmal lernen, daher hab ich irgendwie Angst, dass ich das nicht schaffe...bis ich tausende Seiten zusammengefasst habe, sitze ich ja ewig. Effektives Lesen wäre da schon eine Hilfe.

Ansonsten vielleicht Freunde oder Familie fragen, ob sie a) beim Lernen helfen können und dich b) auch etwas antreiben? Du könntest dich zum Beispiel (falls du Vokabeln oder Definitionen hast) abfragen lassen. Und gleichzeitig sagen "das und das will ich bis dahin geschafft haben", denn die meisten Leute fragen dann von ganz alleine auch, ob du das denn schon gemacht hast und so kriegst du praktisch etwas Feuer unter'm Hintern :zwinker:
Hihi, das mit dem Feuer klappt irgendwie nicht so recht...:grin:

Aber du hast Recht, ich werde auf jeden Fall den Stoff mit anderen besprechen, zum Glück machen viele meiner Freunde diese Prüfung. :smile:

---------- Beitrag hinzugefügt um 17:58 -----------

Um was für Lernstoff handelt es sich denn?
Es gibt ja Themen, die muss man wirklich schlicht auswendig lernen und dann gibt es Themen, die muss man verstehen (zB Mathe).

Lässt sich dein Thema in Übersichten oder Tabellen einordnen? Oder könntest du ein Schema draus machen, sodass du visuell lernst? Sowas fällt mir zB sehr leicht, also anhand von Bildern zu lernen... leider habe ich dafür genau das falsche Studium gewählt... Medizin wäre besser gewesen :grin:
Allgemeine Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie... :grin:

Ich kenne den Stoff ehrlich gesagt noch nicht :ashamed:, aber er lässt sich sicherlich irgendwie einteilen, ja.
 
S

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Was auch wichtig ist bei viel Lernstoff: Ein Plan.

Schreib dir mal auf, was du alles zu lernen hast. Dann hast du einen Überblick über die Stoffmenge.
Dann guckst, welches Thema umfangreich und somit mehr Zeit braucht und welches sich recht schnell lernen lässt.
Auch musst du gucken, welches Thema du leicht verstehst und somit nicht so intensiv lernen brauchst und welches dir schwerer fällt.
Dann erstellst du deinen Plan. Also wie eine Art Stundenplan... Jeden Tag 8 Stunden dürften reichen... Dazwischen machste Pausen... vielleicht eine halbe Stunde.

Was auch sehr wichtig ist:
An einem neutralen Ort lernen. Zu Hause lerne ich zB sehr gerne, aber hier werde ich auch abgelenkt (Telefon etc.)
In der Bibliothek kann ich auch nicht lernen, weil ich die Stille nicht mag und manchmal beim Auswendiglernen auch vor mich hin brabbel.
Bei uns gibts aber die Möglichkeit, dass man einen Raum bekommt, in dem man lernen kann. Das ist wie ne kleine Kammer... aber ich weiß nicht, ob das auch andere Bibliotheken anbieten.
 

Benutzer37179  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich fasse den Stoff normalerweise auch immer noch zusammen (allein dadurch bleibt schon einiges hängen) und schreibe das Ganze auf so große Karteikarten. Hat den Vorteil dass man sich wirklich auf das Wesentliche beschränken muss da darauf ja nicht unendlich Platz ist (und ohne diese Einschränkung würde ich mich manchmal viel zu kompliziert ausdrücken) und man kann sie mitnehmen und immer mal zwischendurch lernen, z.B. im Zug, im Wartezimmer beim Arzt, etc.

Ausserdem bin ich ein sehr visueller Lerntyp, deshalb sind Grafiken natürlichen ideal- in Biologie ist das natürlich nicht weiter schwierig. :grin:
In anderen Fächern versuche ich auch möglichst viel in Schaubildern, Flussdiagrammen, Tabellen, etc. zu darzustellen, die kann ich mir meist ziemlich genau merken und seh sie dann in der Prüfung vor meinem geistigen Auge.

Ich brauch außerdem einen festen Plan und muss mich auch immer wieder zwingen mich auch wirklich daran zu halten, sonst finde ich immer eine Ausrede warum ich gerade jetzt nicht lernen kann/will- muss noch was lesen, muss die Spülmaschine ausräumen, etc.... Die Schubkarren-Methode halt. :grin:

Allgemeine Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie... :grin:
Meine Zwischenprüfung in Psychologie lief Dank unserem Professor ohne Probleme. Der Mann ist echt genial, er hat in der Vorlesung schon alles so gemacht, dass man kaum noch was lernen musste- ist ja schliesslich auch sein Spezialgebiet und er hat etliche Unterrichtsmethoden (mit)entwickelt. Und das was man noch lernen musste, hat er auch in anschaulich Grafiken verpackt, also ideal für mich. :grin:

Was ist das denn für eine Prüfung? Zwischenprüfung?
 
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Jeden Tag 8 Stunden dürften reichen... Dazwischen machste Pausen... vielleicht eine halbe Stunde.
8 Stunden?! :eek: :ratlos: Ich muss auch noch in die Uni und Hausarbeiten schreiben! :grin:


Wieso, lässt dich das völlig kalt, wenn die beste Freundin oder die Mama mit vorwurfsvollem Blick fragt, ob du auch schon was getan hast?
Ehrlich gesagt: Ja. :ashamed:

Was ist das denn für eine Prüfung? Zwischenprüfung?
Nee, die hab ich beide schon lange hinter mir. :grin:

Ist das Staatsexamen in Erziehungswissenschaft...der Stoff ist aber absolutes Neuland, da ich darin nur einen Schein habe (ist hier so üblich, macht jeder so). :ashamed:

Danke schonmal für eure Tipps! :smile:
 

Benutzer37399 

Benutzer gesperrt
Ich musste mir Zusammenfassungen ganz ganz ganz schnell abgewöhnen - die Stoffmenge ist in meinem Studium zu umfangreich und der Teufel steckt leider im Detail. Und bei zuviel Stoff bist du erst viel zu spät mit der Zusammenfassung fertig und kannst nicht mehr vernünftig lernen.

Großartig handschriftlich kann ich wegen ständiger Sehnenscheidenentzündung nichts machen.
Wie lerne ich also? Text nehmen, durch Farben strukturieren und eine Skizze dazu. Vielleicht noch zwei, drei Stichwörter pro Kapitel und das wars. Und ich lese es mit laut (!) durch.

Viel wichtiger ist aber ein Zeitplan, der sowohl den Umfang der einzelen Themen als auch deine Präferenzen berücksichtigt. Auf keinen Fall mehr als 8h/Tag - irgendwann ist der Kopf voll und es lohnt sich nicht mehr, weiter zu machen. Zwischendurch immer wieder Pausen an der frischen Luft.
 

Benutzer37179  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ist das Staatsexamen in Erziehungswissenschaft...der Stoff ist aber absolutes Neuland, da ich darin nur einen Schein habe (ist hier so üblich, macht jeder so). :ashamed:
Ui- du Glückliche. An einer PH wärst du nicht so leicht davon gekommen. :grin:
 
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Gast
Ich musste mir Zusammenfassungen ganz ganz ganz schnell abgewöhnen - die Stoffmenge ist in meinem Studium zu umfangreich und der Teufel steckt leider im Detail. Und bei zuviel Stoff bist du erst viel zu spät mit der Zusammenfassung fertig und kannst nicht mehr vernünftig lernen.

Großartig handschriftlich kann ich wegen ständiger Sehnenscheidenentzündung nichts machen.
Wie lerne ich also? Text nehmen, durch Farben strukturieren und eine Skizze dazu. Vielleicht noch zwei, drei Stichwörter pro Kapitel und das wars. Und ich lese es mit laut (!) durch.

Viel wichtiger ist aber ein Zeitplan, der sowohl den Umfang der einzelen Themen als auch deine Präferenzen berücksichtigt. Auf keinen Fall mehr als 8h/Tag - irgendwann ist der Kopf voll und es lohnt sich nicht mehr, weiter zu machen. Zwischendurch immer wieder Pausen an der frischen Luft.

Ja, ich denke, so in etwa werde ich es auch machen (müssen) aufgrund der Stoffmenge. Aber lernt ihr echt alle 8h am Tag?! :ratlos: Das würde ich niemals schaffen, da wäre mein Kopf Matsch, und wie gesagt hab ich ja auch noch andere Dinge zu tun (Uni, Scheine machen...)...

Ui- du Glückliche. An einer PH wärst du nicht so leicht davon gekommen.
Finde ich auch besser so. Aber es ist halt einfach so, dass man auch keinen Schein macht, wenn man ihn eh nicht braucht und ohnehin noch genug andere machen muss...

Dafür kann ich aber trotzdem mein Ref. in BaWü machen. :tongue:
 
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8 Stunden?! :eek: :ratlos: Ich muss auch noch in die Uni und Hausarbeiten schreiben! :grin:

Hm? :ratlos: Du stehst kurz vor dem Examen und musst trotzdem noch Hausarbeiten schreiben?
Öhm... dann ist das doch noch anders, als ich dachte. Wenn du aber Examen schreibst, dann bist du doch eigentlich mit dem Stoff durch.. sonst könnteste ja kein Examen machen. Versteh ich irgendwas falsch? :hmm: :ashamed:

Naja gut, also dann kannste natürlich keine 8 Stunden lernen. Aber so viele Vorlesungen wirste doch trotzdem nicht haben? Immerhin kann man ja nicht verlangen, dass du fürs Examen lernst und trotzdem nen vollen Stundenplan hast. Oder ich verstehe dein Studium wirklich nicht :grin:
 
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Nee, es ist so: Das anstehende Examen ist vorgezogen und quasi ein Freischuss, sprich ich darf, sollte ich durchfallen, 1x öfter antreten als jemand, der es erst später macht. Scheine brauche ich für diesen Bereich keine. Das sind eben die Erziehungswissenschaften.

Für meine beiden Fächer (die ich mal unterrichten will) brauche ich jedoch noch einige Scheine und diese mache ich natürlich auch - denn mein endgültiges Examen (eben das, in diesen 2 Fächern) findet erst in knapp 2 Jahren statt.
 
S

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Ah ok.
Da fällt mir noch ein: Was bei uns auch eine beliebte Lernmethode ist, ist das Lernen in kleinen Gruppen. Vielleicht nicht unbedingt Freunde, weil man mit denen eher Kaffee trinkt, als lernt :grin:
Es ist auch nicht für Jedermann geeignet. Ich selbst kann das zB nicht.
 

Benutzer37399 

Benutzer gesperrt
Ja, ich denke, so in etwa werde ich es auch machen (müssen) aufgrund der Stoffmenge. Aber lernt ihr echt alle 8h am Tag?! :ratlos: Das würde ich niemals schaffen, da wäre mein Kopf Matsch, und wie gesagt hab ich ja auch noch andere Dinge zu tun (Uni, Scheine machen...)...
In meiner selbst auferlegten zweimonatigen Klausurvorbereitungsphase an ansonsten freien Tagen ja. Wenn ich noch Vorlesungen habe oder Arbeiten muss, sind es abends meistens um die vier Stunden. Klingt viel, aber ich brauche pro Abschnitt/Fall/Aufgabe etwa 2 Stunden und ein bisschen vorwärts will man schon kommen. Aber falls es dich beruhigt: ich habe ganz klein angefangen!
 

Benutzer37179  (37)

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Nee, es ist so: Das anstehende Examen ist vorgezogen und quasi ein Freischuss, sprich ich darf, sollte ich durchfallen, 1x öfter antreten als jemand, der es erst später macht. Scheine brauche ich für diesen Bereich keine. Das sind eben die Erziehungswissenschaften.
Interessant, ich hab noch nie gehört dass es sowas gibt. :ratlos:

Ich kann dich übrigens beruhigen: 8 h würde am Tag würde ich auch nicht schaffen.
 
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Off-Topic:
Interessant, ich hab noch nie gehört dass es sowas gibt. :ratlos:

Ich kann dich übrigens beruhigen: 8 h würde am Tag würde ich auch nicht schaffen.

Das macht bei uns jeder im/nach dem 7. Semester, damit man eben am Ende nicht EWS und die beiden Fächer gleichzeitig machen muss - das würde ich auch nie schaffen. :ratlos:
Sprachpraktische Prüfungen (also einen Teil der mündlichen Prüfungen des StEx in der Fächerverbindung) kann man auch vorziehen, mache ich dann wohl nach dem 8.
 

Benutzer37179  (37)

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Das macht bei uns jeder im/nach dem 7. Semester, damit man eben am Ende nicht EWS und die beiden Fächer gleichzeitig machen muss - das würde ich auch nie schaffen. :ratlos:
Sprachpraktische Prüfungen (also einen Teil der mündlichen Prüfungen des StEx in der Fächerverbindung) kann man auch vorziehen, mache ich dann wohl nach dem 8.
Jetzt bin ich neidisch- ich muss alles auf einmal machen. :flennen:
 
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