Mobbing Lebenswandel, weil die "Schönheit" schwindet (Glatze und Ego, bin verzweifelt) ?!

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Schöner Haarwuchs: Je eine Handvoll frische Brennessel, Nussbaum, Birken und Holunderblätter und einen Stengel Schöllkraut stellt man kalt und bringt die Kräuter bis zur Siedegrenze. Drei Minuten ziehen lassen. Man wäscht mit der Hälfte des Absuds das Haar mit Kernseife gut durch, spült mit Wasser nach. Die *andere Hälfte des Absuds lässt man einige Minuten auf Haar und Haarboden einwirken, ohne das Haar nochmals mit klarem Wasser nachzuspülen.
Bei starkem Haarausfall: ein reiner Nussbaum Absud kräftig einmassieren, natürlich regelmässig.
*(Maria Treben)
Off-Topic:
Sorry aber das ist doch kompletter Dünnpfiff :rolleyes:
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ist natürlich schon irgendwie doof, wenn man mit 25 schon so einen Haarausfall hat (bei mir gings erst jenseits der dreißig richtig los).
Aber wenn ich mir so den Rest durchlese, erscheint das dann in deinem speziellen Fall wirklich als ein "Luxusproblem", in das du dich irgendwie ziemlich rein zu steigern scheinst.

Nein, die "Platte" wird nicht dazu führen, dass dich Frauen nicht mehr anschauen und du bis ans Ende deiner Tage in Einsamkeit und Enthaltsamkeit leben musst. Das kann ich dir sogar versprechen. Wetten, dass ...? ;-)
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Du solltest dich bemühen deine charakterliche Anziehungskraft nicht mit deinen Selbstzweifeln zu zerstören.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Dein Problem ist, dass du Äußerlichkeiten überschätzt und dein Selbstbewusstsein noch nicht, wie soll ich sagen "gereift" ist.
[...]
Löse dich von deiner Oberflächlichkeit.
Erkenne in dir und anderen die Attraktivität jenseits des Körperlichen.
Herzlich Willkommen in der Welt der Erwachsenen.
Und hier der zweite Punkt. Du bist oberflächlich und reduzierst dich und auch die Frauen vielfach auf bloße Äußerlichkeiten. Dass du dann im Umkehrschluss nun frustriert bist, weil du glaubst ohne deine Locken unattraktiv zu sein, ist logisch.

Und genau dieser Frust macht es dir auch unmöglich, trotzdem mit dem Charme und der sonstigen Attraktivität, die du ja offensichtlich besitzt, auf die Straße zu gehen und dich am Leben zu erfreuen.

Sag dir doch einfach: "Jetzt erst recht!"
Und ja, ich habe diese Diskussionen damals mehrfach mit meinem Ex geführt, der jünger war als du, als ihm die Haare ausfielen (schlechte Gene, oder wie nannte er das?). Die Beziehung wäre daran fast zerbrochen, weil er nichts Positives mehr annehmen konnte. Bis er dann auch die Haare abrasierte und irgendwann damit anfing, es zu akzeptieren.

Haare allein machen einen Menschen nicht schön, das gilt auch für beide Geschlechter. Und auch wenn mir bewusst ist, dass dir das Folgende weder helfen, noch dich trösten wird:
ein alter Freund von mir hat seine Haare freiwillig abrasiert, FREIWILLIG! Schöne braune Wuschelhaare, aber sie waren ihm nicht "cool" genug, und dann waren sie weg. Ich habe ziemliche Augen gemacht, aber seine Attraktivität war die gleiche - und ebenso sein Erfolg bei Frauen.

Und lass die Idee mit dem Haarteil besser fallen. Steh zu dir, das ist so viel besser. Dazu gehört aber eben auch, dass du mal ohne Cap feiern gehst.
 

Benutzer116959 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey da draussen,

an dieser Stelle erst einmal ein weiteres "Danke" an alle, die sich die Mühe gemacht haben, meinen Beitrag sowohl zu lesen, als auch darauf zu antworten!

Es ist schon 'ne komische Welt, diese unsere. Habe am letzten Wochenende 'n Mädel getroffen (im Club/Bar), das ich vor zwei Jahren kennengelernt habe. Ich war damals recht neu in der Stadt, habe sie (ich nenne sie einfach mal "L.") gesehen und einfach (so wie's immer meine Art war) vor all' ihren Freundinnen angesprochen. Freundlich, aber mit der nötigen Portion Dreistheit, ganz der selbstbewusst-naive Kerl, der ich damals halt war. An dem Abend sind wir zusammen bis zur Bahn gelaufen und haben uns da gefühlte 3 Stunden umarmt zum Abschied. Ich werde das nie vergessen, weil's intensiver als so mancher Kuss war, an den ich mich erinnern kann. Beide "wollten", sie konnte nicht, weil sie damals 'n Freund hatte (mit dem es aber laut eigener Aussage schon steil bergab ging). Haben uns drei Wochen danach nochmal zum Feiern getroffen, ich, unter all ihren Freunden. Hat dann damit geendet, dass sie mitgekommen ist zu mir, und passiert ist, was dann unweigerlich so passiert. Weiss noch, dass ich damals den Kontakt dann habe "einschlafen" lassen, weil ich 'nem anderen Mädel (Typ Model) den Vorzug gegeben habe. Idiot, der ich war. Dass nicht ganz sooooo wahnsinnig hübsche Mädel "ausgeknipst", obwohl ich mich mit ihr so gut verstanden habe wie mit wenigen davor und danach. Alles hat gepasst. Vom Humor über den Musikgeschmack bis hin zu den Hobbies. Aber nö, bin damals lieber in die Arme einer H&M-Katalog-Frau gewandert, die mich bis auf ihr Optisches völlig kalt gelassen hat. C'est ca...

Am Wochenende habe ich "L." dann also wiedergesehen. Sie hat mich scheinbar rumstehen sehen und ist dann zu mir rübergekommen. Smalltalk, viel (ehrliche) Freude usw...Naja, und ihrerseits die pure "Offensichtlichkeit" bezüglich dessen, was sie sich so vorgestellt hat in diesem Moment. "Ich bin ja jetzt Single.."..."Hat ja auch seine Vorteile..*zwinker*,*zwinker*"...und so weiter. Und meinerseits halt das inzwischen leider schon "Übliche". Abprallen lassen, obwohl alles in mir diese Frau in diesem Moment wollte.

Habe mich seitdem immer wieder gefragt, ob es nicht so aber irgendwie auch besser ist(das mit dem Glatz-verbergen). Vielleicht hier und da noch angeflirtet werden, den ein oder anderen Kuss abstauben, mich selbstbewusst fühlen und mal positive Resonanz bekommen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich - wenn auch nur für ein paar Tage - es mich gemacht hat, "angebaggert" und mit solch offensichtlichen Avancen konfrontiert zu werden. Also - so mein, wahrscheinlich falscher, Schluß - Mütze auf und durch. Küsse erhaschen, Mädels kennenlernen. Weil ich so wenigstens die Chance erhalte, überhaupt in's Gespräch zu kommen, in dessen Verlauf sich eine Frau dann an meinem Charakter/Wesen interessieren könnte. Das scheint mir fast die einzige Hoffnung. Frau lernt mich mit Mütze kennen, denkt (im Optimalfall) 'netter, interessanter Kerl' und lässt sich dann, wenn die Glatze erscheint, vielleicht trotzdem auf mich ein, weil ich in der Kategorie "innere Werte" bereits gepunktet habe.

Was ist die Alternative? Ich stehe mit Glatze rum, wirke abschreckend und uninteressant und komme erst gar nicht in's Gespräch. Greife nicht einmal ein paar halbseidene Knutscher ab, sondern werde völlig ignoriert.

Ich weiss es doch auch nicht, tut mir leid, heute so destruktiv zu sein, ist einer von den schlechten Tagen. Mich kotzt die Oberflächlichkeit dieser Welt an, mich kotzt meine frühere Oberflächlichkeit an, mich kotzt so vieles an. Mit 18 oder 20 war ich ein arrogantes Stück Sch**ße, das mit den Mädels phasenweise jongliert hat, ohne wirkliche Rücksichtnahme. Ich habe fremd-geknutscht, war ein alberner Aufreisser und habe mich wie ein König gefühlt. Ego-bezogen, vergnügungssüchtig, ekelhaft. Dieser Typ hätte 'ne ordentliche Halbglatze zum "Runterkommen" verdient. In den letzten Jahren ist das anders geworden. Die letzten 2 Jahre habe ich einen guten Schritt gemacht, wie ich finde. Kein wahlloses Aufreissen, keine Spielchen, ein Ego entwickelt, das auf mehr basiert als auf Club-Errungenschaften. Habe die Beziehung zu meiner Familie verbessert, bin ein besserer Zuhörer geworden, habe - aufrichtige - Empathie gezeigt und nach eigenem Empfinden einen riesigen Schritt in Richtung "reiferer Mensch" getan. Als ich dann meine Ex kennengelernt habe, dachte ich, dass diese Beziehung den Kreis nun schließt. Habe einen weiten Bogen um andere Mädels gemacht, mich "gekümmert", weniger getrunken, weniger gefeiert. Alles ungezwungen, weil es sich richtig angefühlt hat. Es gab die Zeit mit ihr, das war das "Bonbon" auf alles. Die restliche Zeit habe ich so konstruktiv genutzt wie nie zuvor. In der Uni mal endlich meine phlegmatische Art abgelegt, hart gearbeitet, um Praktika bemüht, Zukunftspläne entworfen. Für sie. Für uns. Weil es endlich mal nicht nur um mich ging. Ich schreibe das, um auszudrücken, auf welchem Weg ich war. Hin zu einem "besseren" bzw "volleren" Menschen. Jetzt ist sie weg. Und ich sitze hier, bin 25, alleine, könnte zusammenklappen, wenn ich diese Fast-Glatze im Spiegel sehen...und habe das einfach nicht VERDIENT! Und ja, andere Menschen sitzen im Rollstuhl. Andere Menschen sind blind, werden misshandelt und erleiden wesentlich Schlimmeres. Aber es ist nunmal so: Mensch orientiert sich nie nach unten, sondern immer nach oben. Ist ja eigentlich auch gesund und dem Streben nach Fortschritt und "Selbst-Verbesserung" dienlich. In meinem Fall aber lässt es mich einfach immer depressiver werden. Weil man der Sache einfach hilflos gegenüber steht. Hätte ich 30 Kilo Übergewicht würde ich täglich 3 Stunden im Fitnesstudio verbringen. Würde ich eine Brille tragen müssen, würde ich ein zu mir passendes Modell raussuchen und generell meinen Stil daran ausrichten. Glatze bleibt - aktueller Stand der Forschung - Glatze. Und das ist hart. An Tagen wie diesem lässt es vieles hoffnungslos erscheinen...

Ich bleib' dran, in drei Wochen geht's los mit der ersten Therapie-Sitzung. Mal schaun...

Dabei ist das Leben eigentlich so schön, das ist fast das Schlimmste.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
So, wie es aussieht, kommst du ja gerade mit zunehmendem Alter und zunehmender Erfahrung auch zu der Erkenntnis, dass es viele andere Dinge gibt, die mindestens genau so wichtig sind wie das Aussehen (zumindest solange sie nicht gerade total hässlich ist).
Sonst würdest du es ja nicht bereuen, dich damals für die optisch geile, aber ansonsten nicht sonderlich tolle Frau und nicht für L. entschieden zu haben...

Und ich bin mich sicher, dass es auch mehr als genügend Frauen in deiner Altersklasse gibt, die schon längst zu dieser Erkenntnis gekommen sind (sofern sie denn jemals überhaupt so aufs Aussehen fixiert waren wie du es einmal warst).

Meinst du denn wirklich, L. hätte dich nicht angesprochen, wenn du sie ohne Mütze auf dem Kopf getroffen hättest?

Ich verstehe auf jeden Fall nicht, warum du L. abprallen lassen hast. - Da hätte doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit etwas draus werden können!

Hast du es denn überhaupt schon mal probiert, ohne Mütze raus zu gehen und zu feiern? - Schlechter als in deinen Befürchtungen kann es ja nun wirklich nicht werden... und somit ist es eben im schlimmsten Fall ein langweiliger Abend, der deine Befürchtungen bestätigt. - Aber ich gehe doch mal ganz stark davon aus, dass dich der Abend positiv überraschen wird, falls du es schaffst, dich ähnlich zu verhalten wie an den anderen Abenden, als du noch volles Haar hattest oder als du eine Mütze getragen hast.

Fazit: Derzeit machst du dir deine Probleme eigentlich nur selbst. - Und wenn du es schaffst, damit aufzuhören, wirst du merken, dass deine schwindende Haarpracht gar kein so großes Problem ist.
Aber da du es offensichtlich nicht schaffst, deine selbstgemachten Probleme zu beseitigen, halte ich es für wirklich sinnvoll, dass du versuchst, eine Therapie zu beginnen und wünsche dir, dass du es mit dieser Hilfe schaffst, deine selbstgemachten Probleme zu lösen.

Und wie gesagt: Ich würde dir liebend gern all meine Haare geben, wenn ich dafür etwas von deinen Fähigkeiten im Umgang mit Frauen bekommen könnte - und ich bin mir sicher, dass ich diese Fähigkeiten dann auch mit Glatze erfolgreich einsetzen könnte. :zwinker:
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ich habe Deinen Text ganz gelesen, und Du hast schon gute Antworten erhalten, deshalb fasse ich mich kurz:

Von Deiner Art, wie Du bei Frauen ankommst, davon können die meisten Männer nur träumen. Weisst Du eigentlich, wie es sich anfühlt, jahrelang aus unerfindlichen Gründen unfreiwilliger Single zu sein, bei der Damenwelt nur Ablehnung erfährt, ohne zu wissen, was man noch tun kann, um überhaupt ein Erfolgserlebnis zu haben?

DAS ist wirklich bitter, und Du machst Dir in die Hose wegen Deines Haarausfalls, wobei Du eigentlich im Leben noch alles vor Dir hast' Junge, Du hast ein Luxusproblem!

Andere haben z. schlimme Krankheiten oder anderweitig Behinderungen, welche ihnen es nicht nur schwer machen, Kontakte zu Frauen aufzubauen, sondern auch eine schwer erträgliche Lebensqualität haben.

Zu denen gehörte ich auch mal. Hier alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, aber gegenüber meinen Problemen damals ist Deins doch kalter Kaffee!

Und heute? Ich bin 42, und weisst Du was? Ich hab noch nie meinen Körper so sehr geliebt wie heute. Obwohl mir auch die Haare ausgehen, Falten bekomme, hässliche Krampfadern und mein Körper mit unzähligen Narben verunstaltet ist.
Ich mag meinen Körper und pflege ihn auch entsprechend. Und ich verstecke ihn auch nicht unter langen Klamotten bzw. Mütze. Ich bin wie ich bin. Und diese Einstellung erzeugt eine unglaubliche Resonanz bei anderen Leuten, ich erfahre praktisch von niemandem Ablehnung wegen meines Äusseren, auch nicht von Frauen.

Gecheckt, was ich damit sagen will?

Wenn Du mit der Angst, eines Tages eine Glatze zu haben und keinen Zuspruch mehr von Frauen zu bekommen, dann stell Dich der Angst !

Mein Tip: Statt nen 0815-2mm-Schnitt gleich ganz rasieren. Eine "ganze" Glatze schaut viel besser aus als ne Stoppelfrisur, mit der jeder Graukopfadler rumläuft. Es gibt viele Frauen, die eine Glatze attraktiv finden.

Also schminke Dir den Gedanken bzgl- Haarteil ganz schnell ab, geh zum Friseur und lass Dir ne Ganzrasur verpassen, und schmeiss Dein Käppi auf den Müll.

Du bist der, der Du bist - die einen lieben Dich, die anderen können Dich. :zwinker:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Mein Tip: Statt nen 0815-2mm-Schnitt gleich ganz rasieren. Eine "ganze" Glatze schaut viel besser aus als ne Stoppelfrisur, mit der jeder Graukopfadler rumläuft. Es gibt viele Frauen, die eine Glatze attraktiv finden.

Weiss nicht, manchen steht auch die kurzgeschorene Halbglatze unglaublich gut, könnte mir z.B. nicht vorstellen, dass Jason Statham mit Nassrasurglatze besser aussieht. Außerdem sieht ein kurzer Bart mit sehr kurzen Haaren meist super aus, mit nassrasierter Glatze wirkt es dagegen oft zu sehr nach Redneck.

An den TS: Schonmal was von Finasterid und Minoxidil gehört? Könnte dir einiges deiner Haare zurückgeben oder zumindest weiteren Ausfall etliche Jahre stoppen.
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Also ich bin ein Mensch des direkten Wortes und sie könnten Dir hart erscheinen.

Weißt Du was - mir fällt eins auf (und das habe ich unter das Zitat geschrieben). Und deswegen finde ich es nur UMSO besser, dass Du einen Psy konsultierst.

Und ich lasse mich sogar dazu hinreißen zu sagen, dass der Haarausfall womöglich das beste ist, was Dir passiert. Denn Du bist nun gezwungen, Dich mit einem großen inneren Problem auseinanderzusetzen (und tust es schon), was Dich schon lange begleitet.

Das allein ist die Bedeutung Deines Haarausfalls, nichts anderes.

Und lüg Dir nicht in die Tasche - wenn Du tatsächlich eine Brille benötigt hättest, hättest Du um jeden Preis Kontaktlinsen besorgt oder wärst lieber halbblind und schielend durch die Gegend getaumelt, als Dich entstellen zu lassen.

Deine bisherigen Verhaltensweisen lassen sich wegen der Glatze nicht mehr aufrechterhalten, Du MUSST Dich auseinandersetzen. Und wirst reifen.

Finde ich wunderbar.

Für sie. Aha, interessant. wegen ihr, für sie. Steht an erster Stelle. Für uns. Weil es endlich mal nicht nur um mich ging Richtig. Dich gibt es ja gar nicht in Deiner Welt.. Ich schreibe das, um auszudrücken, auf welchem Weg ich war. Hin zu einem "besseren" bzw "volleren" Menschen. Jetzt ist sie weg. Und ich sitze hier, bin 25, alleine, könnte zusammenklappen,

All Deine Lebenslust, Dein Selbstbewusstsein, definierst Du über die Reaktionen von anderen.

Ein Abend ist nichts ohne einen Knutscher, ein Lächeln, einen Flirt. Das Gefühl "hätte ich haben können" reicht Dir. Du fragst Dich an keiner Stelle, was Du mit den Flirts der letzten Zeit hättest haben können, wenn Du mehr Mut gehabt hättest. Wenn keiner käme? Wäre dieser Abend womöglich verloren, und Deine Hässlichkeit und Minderwertigkeit wäre bewiesen. Deine Unsichtbarkeit.

Die kurze Bestätigung reicht Dir. Lieber keine Bindung zu irgendwem aufbauen, als blanke Zurückweisung zu erfahren, weil Dein schöner Lockenkopf und Dein schönes Aussehen nicht mehr Dein übles Inneres "verkaufen" kann. Jetzt ist beides hässlich, innen und außen. Oder?

Andere definieren Deinen Wert. Andere initiieren Dich, etwas für Dich selbst zu tun s. Studium. Sie sind Dein Bezin.

- DAS musst Du ändern. Das MUSST Du ändern.

Und diese Arbeit wird sicher hart. Aber Du wirst es schon schaffen.
Du hast schon damit angefangen, anfangen müssen. Und wie sagte Laotse so schön: auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Gruß, cocos
 

Benutzer107071 

Sorgt für Gesprächsstoff
Habe mich auch durch deinen Anfangspost komplett durchgelesen, vermutlich weil du nen echt angenehmen Schreibstil hast.
Meine persönliche Meinung zu deinem Problem brauche ich nicht näher ausführen, ich würde vermutlich nur den Rat der anderen wiederholen :zwinker:
Stattdessen gehe ich die Sache nur mal schnell von ner anderen Seite an, hab grade vor ein paar Tagen nen Artikel zu dem Problem gelesen (hoffe ich darf den Link hier posten?), ich bin einfach mal so frei^^. Falls er gelöscht wird, schicke mir ne PM :smile:
Hoffnung für Glatzenträger: Mäusen wachsen Haare nach Stammzelltherapie - News - FOCUS Online - Nachrichten

Ob das Ganze auf den Menschen anwendbar sein wird und wie lange das nun genau dauern wird, bleibt fraglich. Soll einfach mal ne kleine Anregung/Lichtblick sein, auf den du dann, falls er irgendwann in Frage kommt, hoffentlich von dir mit einem Lächeln betrachtet wird, weil du ihn bis dahin garnicht mehr nötig haben wirst!!!
Lebe dein Leben, genieße alles, es hätte weitaus Schlimmeres mit dir passieren können!
Was wirklich bei den Frauen anzukommen scheint, ist dein Charakter. Und der hat sich ja glücklicherweise tief in dir nicht verändert (das hast du mit der einen Aktion nach deiner depressiven Phase ja bewiesen!).
Deine offene, lustige Art trägt offensichtlich auch sehr dazu bei - und für die bist du ganz alleine verantwortlich.
Also liegt es bei dir, deinen Erfolg und deine glücklichen Momente zuzulassen, oder dir selbst weiterhin Steine in den Weg zu legen :zwinker:

Liebe Grüße
Kiki

edit: grade nochmal über meinen Post nachgedacht. Klingt zwar absurd, aber dieser Link soll natürlich nicht andeuten, dass du dir jetzt n Schnitzel freuen sollst, dich im Zimmer verkriechen und still und einsam warten sollst, bis die Forschung endlich soweit ist :grin:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Off-Topic:
@cocos: 100%ig auf den Punkt gebracht :anbeten:

Ich stehe mit Glatze rum, wirke abschreckend und uninteressant und komme erst gar nicht in's Gespräch. Greife nicht einmal ein paar halbseidene Knutscher ab, sondern werde völlig ignoriert.
Was für'n Blödsinn!
Du wirkst nicht abschreckend und uninteressant, weil Du keine Kappe aufhast, sondern weil Du keine Kappe aufhast verhältst Du Dich abschreckend und uninteressant.
Deine Kappe ist doch nichts weiter als Dein persönlicher Panzer, der Deine Ängste verbergen soll.

Und noch ein Gedanke: Du bist jetzt 25, da wird die Luft langsam dünner, was Frauen angeht, die auf Typen stehen, die wie 16jährige rumlaufen...

Den Rest hat cocos gesagt...

Mark11
 

Benutzer116959 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke wieder einmal für die neu hinzugekommenen Antworten, ganz ehrlich!

Mein Hauptproblem ist ganz einfach dieser Quantensprung in puncto Optik, den die Glatze verkoerpert. Dieses Erschrecken vor dem eigenen Spiegelbild. Es geht dabei ja nicht ausschließlich um "schoen" bzw "haesslich". Vielmehr um die Implikationen der jeweiligen Frisur. Ich hoere Dylan, Neil Young, Warren Zevon und die Stones waren die musikalischen Eckpfeiler meiner Jugend. Ich bewundere Zappa und die Autoren der Beat Generation. Und so weiter...Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Teenie mehr, es haengen keine Rock'n'Roll-Poster ueber meinem Bett, ich habe einen eigenen Charakter herausgebildet, aber der Bezug/die Zuordnung/die Einordnung meinerseits in einen bestimmten Lifestyle bleibt. Irgendwo haben wir halt alle unser Fundament bzw unsere Fixpunkte. Meine Haare haben zeitlebens eigentlich perfekt meinen Charakter widergespiegelt: Wild, unangepasst, verspielt, ein typischer Schmalspur-Revoluzer halt, der das aber auch augenzwinkernd anerkannt und sich selbst nicht zu ernst genommen hat. Die Glatze bildet dazu einfach den Gegenpol. Selbst 'n 9-mm Schnitt - ohne vom Haarausfall betroffen zu sein - faende ich ziemlich unangenehm. Das war was fuer Sportler-Typen, Business-Typen und "Normalos". Ich weiss, wie oberflaechlich das klingt, da ich aber um Ehrlichkeit bemueht bin, gebe ich hier meine subjektive Wahrnehmung wieder.

Haette ich immer "normale" Haare gehabt, diese kurz getragen und nie irgendwelche Aufmerksamkeit dafuer bekommen: Wer weiß, ob es mich dann so(!) mitnehmen wuerde.

Stellt euch vor, ihr habt immer eine besonders schöne Nase, wundervolle Augen, oder (als Frau) wunderschöne, lange Beine gehabt, und seid, seit ihr euch erinnern könnt, dafür gelobt und mit Komplimenten überhäuft worden. Dann wacht ihr auf, habt einen Zinken im Gesicht, eure Augen sind eingefallen und haben ihre Stahlkraft verloren und eure Beine ploetzlich um 15 Centimeter zusammengeschrumpft. Der Vergleich ist etwas bemueht, soll aber veranschaulichen, worauf sich meine derzeitigen Komplexe begründen.

Viele werden sich denken - bzw haben sich bestimmt schon gedacht - "Welch ein Luxusproblem der hat! Der Rest (bis auf die Haare) scheint ja zu stimmen bei dem Kerl, nur wegen der Haare allein laesst sich der vormalige Erfolg bei Frauen nicht erklären. Ergo: Haarverlust zwar vielleicht Minuspunkt, aber keine grundsätzliche Veränderung.". DAS sehe ich halt ANDERS. 'Ne Glatze ist eine der krassesten Veränderungen überhaupt! Ohne Haare sieht Mensch plötzlich völlig anders aus. Meine Meinung. Die sticht halt alles andere erst einmal aus. Wenn ihr mich zufaellig treffen und euren Freunden/innen davon nachtraeglich erzaehlen wuerdet(sofern sie auch am selben Ort gewesen waeren/mich also auch gesehen haetten), wuerdet ihr nicht mehr wie frueher wahrscheinlich "Ich hab mit diesem Typen geredet...mit dem schwarzen Shirt...mit dem Lockenkopf...mit den blauen Augen..." beginnen, sondern "Ich habe ja mit diesem Typen geredet, weisste noch...ja, der Glatzkopf halt..." vor jede weitere Erzaehlung stellen. Bamm, Glatze! Erst danach alles andere. Hat halt in meinem Alter kaum jemand. Faellt auf. Brandmarkt. Dieser Raum-einnehmende Charakter der Glatze macht mich halt krank.

Mir fehlen halt auch absolut noch die Werkzeuge, mit diesem neuen, optischen "Ich" umzugehen. Ganz ehrlich, ich bin natuerlich froh, bis dato immer tendenziell als eher "schoen" wahrgenommen und auch oft bezeichnet worden zu sein. Das macht so vieles einfacher und ich bin schweinedankbar fuer die damit verbundenen, erlebten Annehmlichkeiten. "Hey Du" , 'n bisschen Smalltalk, 'n Tick wohldosierte Arroganz, 'n breites Grinsen, 'ne gewisse, zurueckgelehnte 'I don't give a f*ck'-Attitüde und schon hatte ich -oftmals - was ich wollte. Das soll nicht desillusioniert klingen, aber sooo viel mehr als das, gepaart mit einem recht vorteilhaften Aussehen braucht es nicht, um in diesem Boys-Girls-Thing die Fahrkarte für zumindest kurzfristige Hochmomente zu lösen. Und ich rede hier nicht von billigen Disko-Mäuschen (Entschuldigung für diesen Begriff), die Frauen, die ich auf diese Weise kennengelernt habe, waren eher so die Kategorie "Studentin-Karriere im Visier-Sartre im Bücherregal-Rotwein und politisch interessiert". Tolle, eigenständige, clevere Frauen. Und trotzdem auf diesem Weg zu erreichen.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe gewusst, wie ich das mir zur Verfügung stehende am gewinnbringendsten einsetzen musste, um "Erfolg" zu haben. Und habe deshalb nie lernen müssen, mir andere "Dinge" anzueignen. Jetzt stehe ich hier, die Optik verwelkt und ich bin hilflos. Der "Flow" ist weg. Nix mehr mit cool rumstehen, schelmisch grinsen und abwarten, was passiert. Das würde nur noch lächerlich wirken. Aber wie geht es sonst? Wie soll ich mit 25 ploetzlich 'ne 180-Grad-Wende hinlegen? Wenn ich jetzt versuche, besonders lustig zu wirken, käme ich mir wie ein Clown vor. Besonders "hart" sein kommt auch albern. Wie gesagt, andere Kerle, die nie in puncto Optik wirklich punkten konnten, haben ihre Nische über die Jahre gefunden. Meine bricht gerade weg. Das macht mir Angst.

Ich liebe Frauen. Und das hat nichts mit Kompensation eines - vermeintlich- nichtvorhandenen, eigenen Egos zu tun. Ich war nie ein "Anhängsel", das sich nur über die jeweilige Frau an seiner Seite definiert hat. Sondern ein starker, selbstbewusster, zielstrebiger Typ, der nur ab und zu auch mal ein wenig "Amore" brauchte, um in dieser krassen, kalten Welt noch zu spüren, dass man sich ab und zu auch einfach mal ein paar Stunden "Auszeit" nehmen darf. "Nach Hause" kommen, den Kopf ausschalten, in weichen, warmen Lippen versinken und dem Krach "da draussen" den Mittelfinger zeigen. Vielleicht ist das romantischer Chauvi-Mist, aber ich finde, dass Frauen das wundervollste und wärmendste sind, das dieses Dasein zu bieten hat. Scheiss auf Geld, scheiss auf Macht, scheiss auf all diesen konstruierten Mist. Alles Ablenkung. Nichts wert gegen ein verliebtes Lächeln, ein gleichmäßiges Atmen aus der Ecke des Betts, den Geruch "ihrer" Haare...Ich habe Angst, das alles zu verlieren. Und Angst davor, daraufhin generell "alles" zu verlieren. Kein Hobby dieser Welt, keine Leidenschaft, kein beruflicher Erfolg kann das ersetzen. Das ist, als wenn man einem Kokain-Junkie sagen würde, er solle doch das Zeug weglassen und einfach mal 'n guten Wein trinken. Auch nett, aber bei weitem nicht so befriedigend. Um in der Metapher zu bleiben: Ich war mein Leben lang frauentechnisch auf Koks...wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich schales Dosenbier. Und ich weiss halt nicht, ob ich das ertragen kann. Oder will.

Für viele vielleicht ein Luxusproblem. Das kann ich auch nachvollziehen. Für mich der Grund, weshalb ich heute schon wieder nur auf diesem Bett lag und die Decke angestarrt habe...
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Und habe deshalb nie lernen müssen, mir andere "Dinge" anzueignen. Jetzt stehe ich hier, die Optik verwelkt und ich bin hilflos. Der "Flow" ist weg. Nix mehr mit cool rumstehen, schelmisch grinsen und abwarten, was passiert.
Und genau da liegt der Punkt: Du warst nie gezwungen, was zu machen, die Erfolge sind Dir quasi in den Schoss gefallen.
Und weil Du nicht gelernt hats, mit Veränderungen umzugehen, stehst Du jetzt vor einem Haufen Scherben, und bist jetzt orientierungslos. Der Haarausfall hat Dir sozusagen den Boden unter den Füssen weggezogen.
Aber ich kann Dir sagen, dass Du dringend anfangen musst, mit Veränderungen klarzukommen. Du bist erst 25, also kommt da noch einiges auf Dich zu. Ich hab in meinem Alter schon einiges hinter mir, womit ich mich arrangieren muss.
Das betrifft auch meinen Haarausfall, denn ich latte früher auch immer dichtes volles Haar. Jetzt bekomme eine "Mönchs"-glatze. Mein Friseur wollte auch schon mir was in Richtung Haarersatz/Haarwuchsmittel aufschwatzen.
Ich hab ihm geantwortet: "Ich werde mit Würde alt!" Und das Thema war durch.
Zugegeben, ich musste schon von jung an schon mit grösseren Veränderungen an meinem Äusseren klarkommen, von daher logisch, dass ich mit solchen Einschnitten besser umgehen kann als Du.
Für Dich heisst es: Du kannst Deinen Haarausfall nicht verhindern. Also arrangier Dich damit.
Es gibt Momente im Leben, da muss man fatalistisch denken. Also einfach das Beste daraus machen.
Nicht Deine Glatze ist es, welche Frauen abschreckt, sondern die Unzufriedenheit mit Deinem Selbst, welches Du ausstrahlst.
Wie soll ich mit 25 ploetzlich 'ne 180-Grad-Wende hinlegen?
Indem Du Dich mit der Angelegenheit arrangierst. Sich das Leben zu versauern bringt nix, denn dazu ist das Leben zu schön und zu kurz.
, andere Kerle, die nie in puncto Optik wirklich punkten konnten, haben ihre Nische über die Jahre gefunden. Meine bricht gerade weg. Das macht mir Angst.
Das soll Dir keine Angst machen, denn die steht Dir nur im Weg, Deine "neue" Nische zu finden.
Ich liebe Frauen.
Dazu sind Frauen ja auch da:zwinker:
Um in der Metapher zu bleiben: Ich war mein Leben lang frauentechnisch auf Koks...wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich schales Dosenbier. Und ich weiss halt nicht, ob ich das ertragen kann. Oder will.
Hier gibt es gar nichts zu ertragen. Gehe auf die Frauen zu, wie Du es immer getan hast - und erfreue Dich an deren Feedback. Auch mit Glatze funktioniert das.
Die Sache ist halt die, dass Du Dir nur selbst im Weg stehst und Dir die Schranken aufbaust, welche Dir den Zugang zu Frauen blockieren.
Und daran musst Du arbeiten.

Und Du schaffst das auch, da bin ich ganz sicher:smile:
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Lieber TS, hör auf zu weinen, dieses Selbstmitleid empfinde ich als unerträglich. Jede Glatze der Welt ist besser als das.
Liebe Grüße,
eine Frau, die zu viel Scheiße erlebt hat um solche Problemchen ernst zu nehmen.

PS: Hilft lachen statt weinen nicht, konzentriere dich auf deine Therapie. Du hast de facto kein "echtes" Problem. Und ist es nicht "echt" so ist es wohl psychisch...meiner bescheidenen Meinung nach.
 

Benutzer115483 

Öfters im Forum
also wir frauen sind nicht doof.. wir bekommen schon mit, ob unter einer mütze eine walla-walla-haarmähne oder eben nix verborgen ist. und das nicht erst, wenn es darum geht, diese auszuziehen.

mir fällt da spontan der sänger ben ein.. falls du ihn nicht kennst kannste ja mal nach bildern googeln. bei dem wusste man ja auch, dass er seine mütze nicht grundlos als markenzeichen gewählt hatte^^

die tage hat hier jemand ne umfrage eingestellt, der sich aufgrund geheimratsecken ne glatze rasiert hat und hat vorher-nacher-fotos hochgeladen. leider find ich den thread jetzt nicht mehr. ich finde, dass der mit glatze wesentlich besser aussieht als vorher!

wegen deinen zweifeln, dass eine glatze dich evtl krank/drogenabhängig oder so aussehen lässt: auch dafür haben wir frauen einen guten blick und das sieht man dann an den augen und der körpersprache aber nicht an (fehlenden) haaren.
ich finde, dass jemand mit glatze auf jeden fall sexy aussehen kann! das kommt halt dann auch auf den rest und speziell auf die ausstrahlung drauf an. wenn ich jemanden kennenlerne, der mir sympathisch ist, ist mir die haarpracht (ob auf dem kopf oder sonstwo) jedenfalls völlig egal!

wenn du dich beim ausgehen wohler mit mütze fühlst, dann trag sie ruhig. ist doch kein problem. jemand der seine füße hässlich findet, wird wohl auch eher geschlossene schuhe als sandalen anziehen.
und wenn du dich wohl fühlst dann strahlst du das auch aus und kannst dich "freier" bewegen.
wenn du dann aber jemanden kennenlernst, dann hab keine angst. es besteht eine hohe wahrscheinlichkeit, dass die frau schon weiß, dass unter deiner mütze nicht mehr viel ist - und sie flirtet trotzdem mit dir. und falls nicht: sooo eine böse überraschung ist das ja nicht wenns wirklich zur sache geht. da ergreift schon keine die flucht!
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Dazu sind Frauen ja auch da:zwinker:
Ahhhhh das ist schön gesagt
lv26.gif
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Viele werden sich denken - bzw haben sich bestimmt schon gedacht - "Welch ein Luxusproblem der hat! Der Rest (bis auf die Haare) scheint ja zu stimmen bei dem Kerl, nur wegen der Haare allein laesst sich der vormalige Erfolg bei Frauen nicht erklären. Ergo: Haarverlust zwar vielleicht Minuspunkt, aber keine grundsätzliche Veränderung.". DAS sehe ich halt ANDERS. 'Ne Glatze ist eine der krassesten Veränderungen überhaupt! Ohne Haare sieht Mensch plötzlich völlig anders aus. Meine Meinung. Die sticht halt alles andere erst einmal aus. Wenn ihr mich zufaellig treffen und euren Freunden/innen davon nachtraeglich erzaehlen wuerdet(sofern sie auch am selben Ort gewesen waeren/mich also auch gesehen haetten), wuerdet ihr nicht mehr wie frueher wahrscheinlich "Ich hab mit diesem Typen geredet...mit dem schwarzen Shirt...mit dem Lockenkopf...mit den blauen Augen..." beginnen, sondern "Ich habe ja mit diesem Typen geredet, weisste noch...ja, der Glatzkopf halt..." vor jede weitere Erzaehlung stellen. Bamm, Glatze! Erst danach alles andere. Hat halt in meinem Alter kaum jemand. Faellt auf. Brandmarkt. Dieser Raum-einnehmende Charakter der Glatze macht mich halt krank.
So etwas Besonderes ist eine Glatze in deinem Alter nun auch wieder nicht.
Sicherlich gibt es mehr 25-Jährige mit vollem Haar als 25-Jährige mit Haarausfall... aber zumindest ich kenne mehr als genügend Leute, die in diesem Alter eine Glatze haben oder bei denen der Haarausfall sogar noch deutlich früher angefangen hat.

Und dir persönlich fällt dein Haarausfall so extrem auf, weil es eben schon eine ziemlich heftige Veränderung im Vergleich zu deinen vollen Locken ist.
Aber dann bist du eben nicht mehr "Der Typ mit dem schwarzen Shirt...mit dem Lockenkopf...mit den blauen Augen...", sondern "Der Typ mit dem schwarzen Shirt...mit der Glatze...mit den blauen Augen...". - Aber sicherlich nicht nur der Glatzkopf.
Nur weil dir diese schnelle Veränderung so extrem auffällt und alles Andere dir nicht so wichtig erscheit, heißt das doch noch lange nicht, dass Jemand, der dich jetzt neu kennenlernt, deine Glatze auch als einziges Merkmal an dir wahrnimmt.

Mir fehlen halt auch absolut noch die Werkzeuge, mit diesem neuen, optischen "Ich" umzugehen. Ganz ehrlich, ich bin natuerlich froh, bis dato immer tendenziell als eher "schoen" wahrgenommen und auch oft bezeichnet worden zu sein. Das macht so vieles einfacher und ich bin schweinedankbar fuer die damit verbundenen, erlebten Annehmlichkeiten. "Hey Du" , 'n bisschen Smalltalk, 'n Tick wohldosierte Arroganz, 'n breites Grinsen, 'ne gewisse, zurueckgelehnte 'I don't give a f*ck'-Attitüde und schon hatte ich -oftmals - was ich wollte. Das soll nicht desillusioniert klingen, aber sooo viel mehr als das, gepaart mit einem recht vorteilhaften Aussehen braucht es nicht, um in diesem Boys-Girls-Thing die Fahrkarte für zumindest kurzfristige Hochmomente zu lösen. Und ich rede hier nicht von billigen Disko-Mäuschen (Entschuldigung für diesen Begriff), die Frauen, die ich auf diese Weise kennengelernt habe, waren eher so die Kategorie "Studentin-Karriere im Visier-Sartre im Bücherregal-Rotwein und politisch interessiert". Tolle, eigenständige, clevere Frauen. Und trotzdem auf diesem Weg zu erreichen.
Nur wegen der fehlenden Haare bist du doch nicht plötzlich potthässlich - und deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass deine Werkzeuge nach wie vor funktionieren, wenn du nur mal versuchst, sie genau wie früher einzusetzen.
Sicherlich wird es die eine oder andere Frau geben, der du mit deiner Glatze nicht gefällst - genau wie es auch die eine oder andere Frau gab, der dein Lockenkopf nicht gefallen hat.
Möglicherweise gibt es jetzt sogar ein paar Frauen mehr, denen du nicht gefällst als früher... aber selbst wenn das der Fall ist, wird es immmer noch genügend Frauen geben, bei denen du mit deinen "Werkzeugen" nach wie vor erfolgreich sein kannst.

Aber wir können ja gerne tauschen: Ich schenke dir meinen Haarsuchs und du schenkst mir dafür deine Werkzeuge... denn mit diesen Werkzeugen wäre ich ohne Haare deutlich erfolgreicher als ich es jetzt mit Haaren auf dem Kopf bin :zwinker:

So langsam glaube ich, dass du überhaupt keine Ahnung davon hast, was wirkliche Probleme im Leben, mit dem eigenen Aussehen, bei der Partnersuche, etc. sind!
Wenn du das wüsstest, würdest du aus einer solchen Mücke nun wirklich keinen Elefanten machen.
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
ich habe einen eigenen Charakter herausgebildet, aber der Bezug/die Zuordnung/die Einordnung meinerseits in einen bestimmten Lifestyle bleibt.
Ich bestreite nicht, dass Du einen ausgebildeten Charakter hast :zwinker:.

Irgendwo haben wir halt alle unser Fundament bzw unsere Fixpunkte. Meine Haare haben zeitlebens eigentlich perfekt meinen Charakter widergespiegelt.
Nimm mir das Wortspiel nicht übel - ich muss einfach :grin: Dein Fundament lag offensichtlich ganz oben!

Aber ich behaupte, dass die Sachlage hier die umgekehrte ist: Du merkst, dass Du Dich über Dein Äußeres in irgendetwas hineinkategorisiert hast - und nicht, dass Du Dein Äußeres dem Inneren angepasst hast.
(Versteh mich nicht falsch - der Mensch braucht Schubladen zur Orientierung! Ich selbst liebe Schubladen sehr.)

Wenn dem nicht so wäre, dann ergäbe folgende Textpassage nämlich keinen Sinn:
Die Glatze bildet dazu einfach den Gegenpol. Selbst 'n 9-mm Schnitt - ohne vom Haarausfall betroffen zu sein - faende ich ziemlich unangenehm. Das war was fuer Sportler-Typen, Business-Typen und "Normalos".

Du kannst also nicht mehr derselbe sein - innerlich, weil sich Dein Äußeres verändert?

Das hat nichts mit fehlendem Charakter zu tun. Aber mit fehlendem Selbstwertgefühl. Du hattest wohl bislang eher ein Anders-wertgefühl. Und das merkst Du jetzt. Und ja, ich habe genau gelesen, was Du geschrieben hast.

Gruß, cocos

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:28 -----------

Und nochwas: der schlimm gefürchtete Effekt - die Einsamkeit, dass Dich die hübschen Frauen nicht mehr mit dem Hinter angucken, der wird vermutlich eintreten. Und Du wirst ihn auf die fehlenden Haare zurückführen. Er wird aber auf Grund Deines wenig eindeutigen Verhaltens --> Flirt, aber dann plötzlich Klappe zu - eintreten. Weil Du gar nicht mitbekommst, wie Du die Mädels vor den Kopf stößt. Und Deine große Unsicherheit wird dann wie eine fiese Arroganz wirken diese als Grund angesehen werden. Das komplette Gegenteil des wirklichen Grundes.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Ich finde das Verhalten vieler User in diesem Thread hier etwas selbstgerecht. Der TS empfindet die Sache mit der allmählich schwindenden Haarpracht nun mal als Problem und für ihn geht der Haarverlust ein Stück weit einher mit einem Identitätsverlust. Ich stimme zwar überein, dass er sich stets viel zu sehr über sein Äusseres definiert (hat) und seine Erfolge bei Frauen ihn darin bestärkt haben. Mag auch sein, dass er sich demzufolge jetzt schwerer tut als andere mit körperlichen Veränderungen. Vielleicht weil er immer den lässigen, jung gebliebenen Typen mit Locken verkörperte und dies Teil seiner Identität war. Was nicht heissen soll, dass er diesen Typen nicht auch mit Millimeterschnitt oder Glatze verkörpern kann, sofern ihm dieser Look denn steht und es ihm gelingt sich damit zu identifizieren.

Wir werden alle älter und müssen uns damit abfinden. Viele Menschen möchten aber dann wenigstens, dass man ihnen dies nicht ansieht und körperliche Veränderungen möglichst langsam von statten gehen. Man kann sich das aber nun mal nicht aussuchen und manche werden ungerechterweise von den Genen her mehr begünstigt als andere. Am leichtesten haben es natürlich Menschen, die selbstbewusst sind, die Angelegenheit rational betrachten und sich nicht nur damit arrangieren, sondern Veränderungen, die mit dem Altern einhergehen, auch würdevoll und gelassen
hinnehmen. Den einen fällt das leichter, den anderen schwerer und viele brauchen eine gewisse Zeit und ein bestimmtes Alter und Reife, um irgendwann an diesem Punkt anzugelangen. Und mit 40 oder 50 ist man an diesem Punkt in einer medienorientierten Gesellschaft, die den Jugend- und Schönheitswahn kultiviert, verständlicherweise auch eher angekommen als mit 25.

Und erblich bedingter Haarausfall ist nun mal eine Angelegenheit, die wenn auch nicht von jetzt auf gleich, dann doch meist über eine relativ kurze Zeitspanne mit einer sichtbaren Veränderung einhergeht und vor allem dann, wenn es dem betreffenden Mann nicht steht, durchaus mit einem Attraktivitätsverlust verbunden ist.

Das Problem des TS ist in Anbetracht des vielen Elends in dieser Welt und der schweren gesundheitlichen Beschwerden anderer Menschen sicherlich gering. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass es ihm deswegen weniger zusteht unter seinem von ihm empfundenen persönlichen Makel zu leiden, als jemandem, den es noch schlimmer im Leben getroffen hat, der jedoch sein Schicksal besser hinnehmen kann. Es stimmt zwar, dass die Ursache des Problems vom TS nicht tatsächlich im Verlust seiner Haare liegt, sondern in ihm selbst. Weil er, zumindest momentan noch, sich schwer damit tut damit umzugehen.

Man sollte sein Problem also in erster Linie subjektiv betrachten, denn es ist sein persönliches Päckchen, das er zu tragen hat und mit dem er lernen muss sich zu arrangieren. Vergleiche mit anderen Menschen, denen es noch schlechter geht, sind da, wenn überhaupt, nur bedingt hilfreich. Denn es klappt eben selten ein emotionales Problem mit solchen Argumenten zu rationalisieren und per Knopfdruck wegzuzaubern.

Es gibt zwar Menschen, die haben Schlüsselerlebnisse und plötzlich macht es „klick“, manchmal weil die Umstände es so wollen oder weil ein vermeintliches Problem aus diversen Gründen plötzlich aus einem anderen Licht betrachtet wird. Oft liegt es daran, dass das lange dauert, weil die innere Bereitschaft des Menschen nicht wirklich vorhanden ist, um sich in gewisser Weise zu verändern und vor allem nicht dann, wenn die Veränderung durch nicht beeinflussbare Faktoren erzwungen ist und nicht auf Freiwilligkeit basiert. Und diese Bereitschaft stellt sich nun mal auch dann nicht zwangsweise ein, wenn derjenige einsieht, dass es eigentlich besser für ihn wäre, wenn er sie hätte.

Ich finde es ja schön, dass besonders einige Frauen hier den Haarausfall des TS als geringfügiges Luxusproblemchen betrachten. Das sollte dem TS und anderen betroffenen jungen Männern durchaus Mut machen, dass längst nicht alle Frauen dies als so problematisch erachten wie sie vielleicht glauben und sie deswegen keineswegs für jede Frau unattraktiv sind.

Etwas selbstgerecht finde ich es trotzdem, dass gerade die Damenwelt dermassen verständnislos auf den TS reagiert und ihm Jammerei vorwirft. Denn ich möchte ja sehen wie den besagten Frauen zum Heulen zumute wäre, wenn ihnen plötzlich mit Mitte 20 am Hinterkopf und im Stirnbereich die Haare ausgehen würden und sie sich auf eine Zukunft als Glatzenträgerin einstellen müssten. Da würden auch die meisten Damen verzweifelt mit Kaschieren beginnen und sich Haarteile besorgen. Oder wenn sie betroffene Freundinnen hätten, würden sie diese tröstend in die Arme schliessen, während sie Männer, die sich damit schwer tun, als heulende Weicheier beschimpfen.

Und das nur deshalb, weil Haarausfall bei Männern gesellschaftlich akzeptierter ist, als bei Frauen. Aber nur weil es gesellschaftlich so ist, hilft das dem Mann nicht weiter, wenn er damit ein individuelles Problem hat. Und weshalb sollte ihm im Zeitalter der Emanzipation als Mann weniger das Recht zustehen, um seine Haare zu trauern als einer Frau?

Einigen hier genannten Ansätzen stimme ich aber dennoch zu. Der TS scheint an sich ja kein unattraktiver Mensch zu sein und auch eine Glatze wird ihn demnach nicht entstellen. Zudem hat er es wohl leichter als jemand, der schon immer zurückgezogen war und nie die Selbstsicherheit hatte, um auf Menschen zuzugehen. Er kam stets gut an und hatte einige Erfolge bei Frauen, was ja zumindest zu dieser Zeit Bestätigung für sein Selbstwertgefühl war. Mit der richtigen Einstellung zu sich selbst würde er daran auch mit weniger oder ohne Haare wieder anknüpfen können oder zumindest das eine oder andere Erfolgserlebnis verbuchen.
 

Benutzer116960 

Sorgt für Gesprächsstoff
Es wäre wirklich mal interessant, vorher nachher Bilder von dir zu sehen denn so nimmt das hier keiner ernst hab ich das Gefühl. Ich bin auch manchmal frustriert mit meinem Busen, aber da kann man ja pushen, vertuschen oder wenns gar nicht gehen würde operieren.
Ich würde dir mal raten, ein bischen Zeit vor dem Spiegel zu verbringen, und zwar im positiven Sinne.Wie verbinde ich die Glatze mit meinem Charakter.
 
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