Lebensinn

J
Benutzer196454  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Hallo zusammen,

in letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, was das Leben lebenswert macht oder wie andere den Sinn ihres Lebens definieren würden.

Deswegen würde es mich interessieren was Ihr dazu sagen würdet und was ihr als euren persönlichen Lebenssinn seht oder was euch Hoffnung und kleine Glücksmomente im Alltag gibt?
 
R
Benutzer238756  (25) dauerhaft gesperrt
  • #2
Lebenswert wird das Leben für mich, wenn ich mir die Freiheit nehme und Zeit mit mir selbst zu verbringen kann. Mein Interessen /Hobbys nachgehe und mein Leben nach eigenen Vorstellungen ausleben kann ohne dabei immer an andere zu denken oder immer allen anderen gerecht werden zu müssen. Was ich auch sehr wichtig finde, das man seinen Träumen und wünschen nachgehen sollte, denn die hat man ja -und sind Teil des Leben, um sich diese zu erfüllen
 
verwirrt123
Benutzer234739  (29) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #3
Einen richtigen Sinn im eigentlichen Sinne😉 sehe ich weniger. Aber ich versuche auch das Leben möglichst so zu gestalten wie ich mich wohl fühle.

Ich versuche die Dinge zu machen, die mir Spaß machen. Ich hab auch gelernt ( oder lerne gerade) Grenzen zu setzen wenn ich etwas nicht möchte. Und es nicht immer anderen sondern auch mal mir selbst Recht zu machen. Wenn ich auf etwas keine Lust habe, dann ist das ok und ich muss mich nicht rechtfertigen.

Ich versuche auch mehr im Moment zu leben, was als Overthinker nicht soooo gut funktioniert, aber manchmal gelingt es mir.

Ich versuche immer das Beste aus Situationen zu machen, bin dankbar für meine vielen guten inzwischen sehr langjährigen Freunde, meine Beziehung und das ich gesund bin.

Ziele, ob kleine oder große, die man erreichen kann, machen das Leben auch lebenswert für mich.
Ich versuche auch nicht alles extrem Ernst zu nehmen oder mich nicht mehr an Kleinigkeiten aufzuhängen, denn ein Meckern oder aufregen über jede Kleinigkeit mindert für mich die Lebensqualität.

Beruflich oder generell werde ich jetzt nicht die Welt verändern. 😉
Aber ich versuch mit der begrenzten Zeit die man hat einfach weitestgehend glücklich zu sein.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #4
Als Jugendliche hatte ich mich stark mit der Sinnfrage beschäftigt, gleichzeitig waren Selbstmordgedanken vorhanden.

Ich bin dann beim DRK eingestiegen, was mir seelisch total gut getan hat.
Eine Gemeinschaft, die Zugehörigkeit, das Gebrauchtwerden.

Mittlerweile habe ich 3 Söhne, die noch bei mir wohnen.
Für sie sollte ich ein Anker sein, ein sicherer Hafen.
Ich selber bin im Gesangverein und singe in einem großen Chor, aber auch in einem kleineren Ensemble - das macht sehr viel Spaß :smile:
Auch mein Garten und meine Tiere erfüllen mich mit Freude, genauso aber mein Beruf.

Nach der letzten Beziehung hatte ich ne kleine Krise.
Kein Partner, Kinder werden langsam groß und es fühlte sich so an, als hätte ich meinen Zweck erfüllt und wäre nun überflüssig.
Aber ich bin Gott sei Dank aus dem Loch wieder rausgekommen.
 
Löffli
Benutzer236358  Ist noch neu hier
  • #5
Den Sinn des (irdischen)Lebens hab ich darin erkennen dürfen, dass wir Menschen dafür geschaffen sind, uns aus freien Stücken für (oder gegen) ein Leben mit unserem Schöpfer entscheiden zu können.

Seitdem ich das für mich angenommen habe, dass Gott mich liebt und mir all mein liebloses Denken und Handeln durch das Opfer von Jesus vergeben hat, seitdem bin ich nicht mehr auf der Suche nach einem Lebenssinn.

Ich fühle mich seitdem wie angekommen und verspüre einen tiefen Frieden.
Auch habe ich keine Vermutung oder vage Hoffnung mehr, sondern Gewissheit, dass ich nach dem irdischen Tod ewig bei Gott weiterleben kann (anstatt völlig getrennt von Gott existieren zu müssen, wenn ich ihn abgelehnt hätte)
Ich habe auch keine ungestillte Sehnsucht mehr wie früher, wo ich den Lebenssinn in Abenteuern oder Aktivitäten, Beruf, etc. gesucht habe.

Begonnen hat das, als ich verstärkt über mein Leben und Gottes Plan für mein Leben nachgedacht habe. Die Antwort hab ich dann beim lesen in der Bibel gefunden.

(All das und auch Gottes Wirken in meinem Leben hab ich persönlich erlebt, unabhängig von einem Glauben, den die evangelische oder katholische Kirche vermittelt und leider stark für eigene Zwecke benutzt und dafür leider auch von biblischen Prinzipien abweicht.)
 
I
Benutzer228593  (33) Verbringt hier viel Zeit
  • #6
Ich sehe keinen Sinn in meinem Leben, oder im Leben überhaupt, das liest sich jetzt vielleicht etwas trostlos und das ist es vielleicht auch, aber mir macht das nichts aus.

Dennoch empfinde ich mein Dasein als sinnvoll, wenn ich etwas bewirken kann, indem ich zum Beispiel anderen helfe.

Hoffnung und kleine Glücksmomente sind für mich eben die Situationen, in denen es anderen durch mein Handeln besser geht. Ich bin ziemlich glücklich damit, wenn mein Zutun etwas zum Positiven verändert.
 
SamVimes
Benutzer237829  (47) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #7
Für mich hat das Leben keinen Sinn, dazu bin ich zu sehr Biologe und Atheist.

Was ich im Leben suche sind sozialer Austausch, sich gegenseitig helfen, zusammen die schönen Momente finden und genießen und sich bei den schlechten gegenseitig zu stützen und zu trösten. Großen Anteil nehmen daran meine Frau und mein Kind und einige wenige gute Freunde die wie Familie für mich sind.
Wenn ich glücklich bin, und helfen kann, dass es meine Umgebung auch ist, reicht mir das als "Sinn" völlig aus. Der Rest ist so zufällig und unplanbar, dass ich es nehme wie es kommt. Ich erinnere mich viel mehr an kleine, wunderbare Momente als an die großen (abgesehen von Heirat und Kindesgeburt, die werde ich immer mit mir tragen).

Was ich überhaupt nicht mache, ist der Vergangenheit nachzutrauern. Was unabänderbar vorbei ist, kann man nicht ändern. Man lernt daraus (hoffentlich), korrigiert seine Fehler, aber Emotionen stecke ich da Jahre später nicht rein. (Hätte ich mal das und das gelernt, den oder den Beruf ergriffen etc.)
Man kann nur da einwirken wo man gerade ist, und je mehr ich mich von nutzlosen Gedanken zerfasern lasse, desto weniger kann ich im hier und jetzt positiv wirken, was dann zu nur noch mehr negativen Gefühlen führt. Also habe ich gelernt meinem immer aktiven Koof in dem Moment andere Aufgaben zu geben.
 
banane0815
Benutzer44981  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #8
Gute Frage.

Früher war mein großes Ziel die Familiengründung.
Aber seit ich diesen Wunsch aufgegeben habe, weil ich meinen hypothetischen Kindern diese Welt mit ihren beschissenen Aussichten für die Zukunft nicht mehr zumuten will, sehe ich kein großes Ziel und auch keinen wirklichen Sinn im Leben.

Allerdings macht ein schönes Sozialleben das Leben trotzdem lebenswert.
 
Art_emis
Benutzer174233  (38) Beiträge füllen Bücher
  • #9
Alles falsch! Die Antwort lautet doch: 42

:tentakel:

Aber mal im Ernst, eine Pauschalantwort wirds darauf nicht geben. Das definiert jeder doch für sich selbst.
Gibt es einen bestimmten Anlass für die Frage?
 
G
Benutzer236955  (52) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #10
Der Lebenssinn ist für mich und meinen Mann glücklich zu sein und dafür alles zu tun. Wir haben tolle Familien, wir haben unsere eigene Familie, unseren Beruf, unsere Ziele bisher erreicht, einen super Freundeskreis, unsere Stiftung und noch viele Ziele, die wir erreichen wollen und werden.
Wir genießen das Leben in vollen Zügen und können rückblickend sagen, dass wir alles bisher richtig gemacht haben, unsere Ziele waren kein Wolkenkuckucksheim sondern realistische Ergebnisse, die uns immer mehr Unabhängigkeit und Freiraum ermöglicht haben und weiterhin ermöglichen. Das macht uns glücklich und gelassen, wir genießen das Leben
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Meistens hier zu finden
  • #11
Der Sinn des Lebens ergibt sich einerseits daraus, dass genau das, was wir in diesem Moment machen und erfahren - und wie -, auf ewig gewesen sein wird. (während wir selbst irgendwann sowohl für immer tot sein als auch bis ans Ende aller Zeiten existiert haben werden.)
Auf der anderen Seite ist der Sinn des Lebens nichts ohne den Unsinn des Lebens.
Wenn sich die Strenge des ersten Gedankens mit der Leichtigkeit des zweiten, irgendwo und irgendwie, trifft, dann ist das mehr als Sinn, nämlich Glück.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #12
Ich denke Sinn entsteht vor allem aus Selbstwirksamkeit und dem Streben nach etwas das "größer ist als man selbst": das Leben nach den eigenen Vorstellungen und Werten gestalten und formen zu können. Dazu zählt auch Integrität: Nein zu Dingen oder Menschen zu sagen, wenn es den eigenen Überzeugungen widerstrebt. Das ist eine ganz besondere Form von Freiheit, die gleichauf mit einer sehr tiefen Verbundenheit einhergeht.

Das fühlt sich dann so an, als ob neben einem eine Autobombe hochgehen könnte, aber du stehst ganz fest da und selbst das würde dich nicht erschüttern.

Das spiegeln dir dann auch andere Menschen.

Es geht also weniger darum, einen ganz bestimmten "Masterplan" zu haben, sondern das was darunter liegt, weshalb du dies oder jenes überhaupt willst.
 
Sorceress Apprentice
Benutzer89539  Team-Alumni
  • #13
Der Sinn des Lebens wie ich ihn für mich selbst definiere: ein gutes Leben für mich selbst haben, aber nicht auf Kosten anderer, sondern mit Rücksichtnahme, und die Welt im Idealfall ein bisschen besser zu hinterlassen.

Und auch wenn es wie ein Glückskeksspruch klingt, habe ich für mich selbst festgestellt das schon was dran ist daran, dass es meist gar nicht die großen weltbewegenden Veränderungen sind, sondern die kleinen Momente. Ein Lächeln, einer fremden Person helfen den Kinderwagen die Treppe hoch zu tragen, oder zuhören wenn eine Freundin was auf dem Herzen hat. Das ist für mich Teil des Sinnes des Lebens. Das Frühstück, das ich gleich auspacke wenn ich im Büro bin gehört ebenfalls dazu. :grin:
 
Chrissi1160
Benutzer202059  (31) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #14
Ich sehe mich und auch alle anderen Menschen nicht als so wichtig, um über einen tieferen Sinn nachzudenken.
Ich denke, dass es nicht notwendig ist, für unsere Existenz einen tieferen Sinn zu konstruieren.
Genießt das Leben und respektiert eure Mitmenschen, mit dem Grundsatz kommt man eigentlich recht glücklich durchs Leben.
 
R2-D2
Benutzer215024  (36) Öfter im Forum
  • #15
Ich wurde von klein auf dazu aufgebaut einst der Familienpatriarch zu werden, der die Familie auf die nächste Stufe hebt... Nachts habe ich mich zwar an guten Tagen auf mein Sterbebett gefreut, wenn Kinder und Enkel um mich rumstehen und ich einen Blick auf das werfen darf, das ich geschaffen habe. An schlechten Tagen habe ich den Irren, er mich vor Jahren grundlos abstechen wollte, verflucht, weil er so ein verdammter Schwächling war und mir so den Heldentod verwehrt hat, sodass ich dieses beschissene Leben weiter durchziehen musste. Ich hatte kaum Zeit für Freunde, Dauerstress...aber ich hatte einen Sinn und damit eine Orientierung in der Welt.
Nach Burnout und Schmerzklinik bin ich dahingehend gescheitert.
Mein Leben ist jetzt objektiv viel schöner. Ich lache viel mehr, treffe Freunde, betreibe erfüllende Hobbies... lebe meine Sexualität in zwei Freundschaft+en aus... Einen meine Existenz rechtfertigenden Sinn habe ich halt nicht mehr. Bin mir nicht sicher, was besser ist, wenn in ruhigen Momenten die Leere kickt.
 
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Finwe
Benutzer118204  Beiträge füllen Bücher
  • #16
Und auch wenn es wie ein Glückskeksspruch klingt, habe ich für mich selbst festgestellt das schon was dran ist daran, dass es meist gar nicht die großen weltbewegenden Veränderungen sind, sondern die kleinen Momente.
Da schließe ich mich gerne an. Bei der Sehnsucht nach den großen Gesten gehen die kleinen oft unter. Dabei sind es gerade diese, die uns wirklich im Alltag begleiten. Deshalb finde ich auch den letzten Satz von Pam aus "The Office" so toll: "There's a lot of beauty in ordinary things. Isn't that kind of the point?"
 
Armorika
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #17
Ich glaube nicht an einen Sinn, für mich sind wir einfach reine Biologie.

Viele schöpfen ja Kraft aus so einem Sinn, ich finde es im Gegensatz dazu sehr entspannt, so einer Vorstellung nicht gerecht werden zu müssen.

Ich möchte mein Leben genießen, erreichen, was ich mir wünsche, lieben und geliebt werden, mich für Dinge einsetzen, die mir wichtig sind und möglichst wenig Schaden um mich rum anrichten.
 
Nikki.B
Benutzer174698  (26) Meistens hier zu finden
  • #18
Es gibt keinen vorgegebenen Sinn des Lebens. Jeder gibt seinem Leben einen Sinn..

Es gibt keinen angeborenen Sinn. Sie sind absolut frei, Ihren eigenen Sinn zu erschaffen.
Jean-Paul Sartre
 
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