Leben versaut? Studium

Benutzer107947  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo leute,ich stecke immoment in einer depressiven Phase und mache mir große Vorwürfe.Ich habe mein Abitur relativ gut bestanden, und habe dann ein Jahr lang "rumgeeiert" und habe mich danach für ein BWL-Bachelor Studium im Ausland entschieden. Ich habe mich da aber viel zu sehr auf mein Privatleben konzentriert, habe mich viel zu sehr von meinen damaligen Freund konzentriert und beim Studium immer auf bestanden konzentriet. Nun sind meine Prüfung rum, mir fehlt nur noch die Abschlußarbeit und dann wäre ich fertig. Allerdings habe ich jetzt große Paniken, da ich nie besonders gut war (eher so im 3- er Bereich) ich Angst habe, mir alle Chance verbaut zu haben (mAster/arbeit) und dadurch mein Leben versaut zu haben...:frown::frown::frown:
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
Ach, versaut hast du noch gar nichts. :zwinker:
Eine Masterstelle wird sich schon irgendwo finden und zur Not bekommst du als Bachelor auch irgendwo einen Job.
Wahrscheinlich nicht deine Traumstelle, aber die Prioritäten hast du in den letzten Jahren ja selbst gesetzt...
Ein Prof von mir sagte mal: Je besser man es schafft, auf die Wünsche, die man jetzt hat, zu verzichten, desto größere Wünsche gehen später in Erfüllung.
 

Benutzer105121 

Benutzer gesperrt
Noten sind das unwichtigste bei der ganzen Stellensuche. Du wirst evtl. bei den ganz großen Firmen ein Problem bekommen, weil du vorher aussortiert wirst, aber sonst sehe ich kein Problem.

Der Job Markt ist besser als eh und je :zwinker:
 

Benutzer107947  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Naja also ich glaube eher dass ich bei den großen ne Chance habe, da ich dort gelernt habe und auch Praktika gemacht habe-- dennoch macht es mich jetzt fertig, da meine Prüfungen eher mittelmäßig waren. Andere lernen halt alles auswendig und haben dann gute Noten, aber ich hoffe mal, dass dann was anderes auch noch zählt als Noten. Und gibt es Master wo man keinen NC braucht? also so im BWL-Bereich`? Ich würde auch ins Ausland gehen, bin ganz flexibel. Mir ärgert es halt jetzt, dass ich meine ganze Energie in Richtung Partnerschaft aufgebraucht habe, mich da viel zu sehr hineingesteigert habe, und ich immer mehr denke, dass es eh keinen Sinn hat und dass die ganzen Steiterein meine Examen beeinflußt haben...
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
aus diesem Grunde strebe ich auch keine Beziehung während des Studium an .. es ist einfach zu stressig, wenn man emotional durch Streitereien angekratzt ist und dann Lernen/Klausuren schreiben soll ..
Bei der Suche nach NC-freien Mastern hilft dir vielleicht die Studienberatung weiter, oder das Internet. Dein Problem kennen sicherlich viele, weil ein großer Teil der BWLer nur mit dem halben Arsch studiert und die Noten entsprechend schlecht sind.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
aus diesem Grunde strebe ich auch keine Beziehung während des Studium an .. es ist einfach zu stressig, wenn man emotional durch Streitereien angekratzt ist und dann Lernen/Klausuren schreiben soll ..
Bei der Suche nach NC-freien Mastern hilft dir vielleicht die Studienberatung weiter, oder das Internet. Dein Problem kennen sicherlich viele, weil ein großer Teil der BWLer nur mit dem halben Arsch studiert und die Noten entsprechend schlecht sind.

Nun, aber damit versaut man sich auch nicht sein Leben, sowas Find ich vollkommen übertrieben zu behaupten!
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
Nun, aber damit versaut man sich auch nicht sein Leben, sowas Find ich vollkommen übertrieben zu behaupten!

Mit 5 Jahren ohne superernste Beziehung zu leben versaut man sich das Leben? Andere sind sogar unfreiwillig so lange Single und leben trotzdem noch. :zwinker:
Also in meinem Bekanntenkreis (quasi alle Studenten) handhabt das ein Großteil so. Sie leben zwar zum Teil in Beziehungen, wissen aber, dass der Partner bald ein Jahr im Ausland ist und die Sache dann erst mal beendet wird.
Es muss halt jeder selbst wissen, wie er seine Prioritäten verteilt. Ich verzichte lieber jetzt ein bisschen auf Beziehungskram und hab meinen Spaß und später eine tendenziell bessere und finanziell abgesichertere Zukunft mit meiner Familie.

€: Hab leider das "nicht" in Q-Fireballs erstem Satz überlesen .. so passt meine Antwort natürlich nicht dazu .. xD naja, was soll's, immerhin hats ne interessante Resonanz erzeugt.
Natürlich versaut man sich so das Leben nicht, aber manche kommen halt auf diese Weise besser mit Studium usw. klar. :smile:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Na ja, mal' mal nicht den Teufel an die Wand.
Einen Plan B gibt es immer.
Keine Ahnung, wie es bei BWLern mit Mastern ausschaut, deshalb kann ich da auch wenig sagen, aber mein allgemeiner Tipp: Halte die Augen offen und bewerbe dich überall, wo es nur geht.
Kleine Unis in DE haben oft weniger hohe NCs - zumindest war es bei mir so: Jede Uni hat mich mit meinem Abi damals abgelehnt, einzig allein diese kleine Uni in Bayern hat mir eine Zusage geschickt. :grin:

Wie sieht es im Ausland aus? Andere Länder haben da vielleicht auch andere Zulassungsbeschränkungen.

Mein Bachelor wird, sofern ich ihn mache, auch nicht so toll werden, aber noch mache ich mir da wenig Sorgen, weil ich erst im 2. Semester bin.
Aber irgendeine Lösung wird sich schon finden.
 

Benutzer97250 

Meistens hier zu finden
Mit 5 Jahren ohne superernste Beziehung zu leben versaut man sich das Leben? Andere sind sogar unfreiwillig so lange Single und leben trotzdem noch. :zwinker:
Also in meinem Bekanntenkreis (quasi alle Studenten) handhabt das ein Großteil so. Sie leben zwar zum Teil in Beziehungen, wissen aber, dass der Partner bald ein Jahr im Ausland ist und die Sache dann erst mal beendet wird.
Es muss halt jeder selbst wissen, wie er seine Prioritäten verteilt. Ich verzichte lieber jetzt ein bisschen auf Beziehungskram und hab meinen Spaß und später eine tendenziell bessere und finanziell abgesichertere Zukunft mit meiner Familie.

:eek:

So kann man nur schreiben, wenn man noch nie tiefer für einen Partner empfunden hat oder (oft vermeindliche) ökonomische Sachzwänge so internalisiert hat, dass man sein ganzes Leben unterordnet.

Leben kann man nicht aufschieben.
Wie unsicher die Belohnungen für aktuelle Anstrengungen sind, merken z.B. gerade die jungen Griechen.

Was du hier beschreibst ist ein Extrem. Da halte ich einen Mittelweg für klüger.
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

also Studienberatung wäre sicherlich nicht verkehrt, auch motivationstechnisch.
Ansonsten: Jetzt auf die Hinterbacken setzen und versuchen, mit der Abschlußarbeit noch etwas zu reißen. Je nachdem, wie viel die bei euch zählt. Aber wenn du merkst, dass du da gute Leistungen bringst, wenn du dich richtig reinhängst, dann motiviert dich das auch. Selbst wenn die Gesamtnote später nicht so viel besser wird.
Außerdem: Überleg dir doch mal, ob du deinen Master wirklich in BWL machen willst. Vielleicht gibt es etwas, was dich interessiert, wo der NC nicht so hoch ist oder wo es keinen NC gibt. Irgendeine Spezialisierung, eine Sprache? (mir würden jetzt Psychologie und Japanologie oder Sinologie einfallen, aber die haben ja sicher alle NCs). Da kann dir die Studienberatung auch weiterhelfen.
Abschlüsse aus dem Ausland sind ja auch nicht immer so verkehrt, vielleicht gibt das mit den Praktika zusammen weitere Pluspunkte beim Master? Kannst du vielleicht im Ausland weiter studieren?
 

Benutzer105121 

Benutzer gesperrt
Mit 5 Jahren ohne superernste Beziehung zu leben versaut man sich das Leben? Andere sind sogar unfreiwillig so lange Single und leben trotzdem noch. :zwinker:
Also in meinem Bekanntenkreis (quasi alle Studenten) handhabt das ein Großteil so. Sie leben zwar zum Teil in Beziehungen, wissen aber, dass der Partner bald ein Jahr im Ausland ist und die Sache dann erst mal beendet wird.
Es muss halt jeder selbst wissen, wie er seine Prioritäten verteilt. Ich verzichte lieber jetzt ein bisschen auf Beziehungskram und hab meinen Spaß und später eine tendenziell bessere und finanziell abgesichertere Zukunft mit meiner Familie.

:rolleyes: Ganz ehrlich? wenn die eine Beziehung an einem guten Studium hindern sollte, dann BITTE tue dir den gefallen und lass es sein zu studieren. Lerne einen Ausbildungsberuf.

Ein BWL Studium ist mit das lockerste, was du studieren kannst. Wenn du da keine Partnerschaft auf die Reihe bekommst, scheitert es an ganz anderen Sachen.

Stressig und hart wird es erst nach dem Studium im Berufsleben. Wenn du nach deiner Ansicht verfährst, wirst du ein Leben lang Single bleiben.

Also absoluter Käse was du da erzählst. :ratlos:
 

Benutzer37399 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
aus diesem Grunde strebe ich auch keine Beziehung während des Studium an .. es ist einfach zu stressig, wenn man emotional durch Streitereien angekratzt ist und dann Lernen/Klausuren schreiben soll ..
Es muss halt jeder selbst wissen, wie er seine Prioritäten verteilt. Ich verzichte lieber jetzt ein bisschen auf Beziehungskram und hab meinen Spaß und später eine tendenziell bessere und finanziell abgesichertere Zukunft mit meiner Familie.
Glaubst du ernsthaft, dass es im Berufsleben besser wird? Das Gegenteil ist der Fall, das Studium ist hingegen eine sehr lockere Zeit mit vielen Freiheiten etc. Wenn du dabei schon keine Beziehung gebacken bekommst, wie willst du dann später im Job volle Leistung bringen wenn es daheim Stress mit der Familie gibt (Ehekrise, kranke Kinder etc.)?
Ich habe mich vier Tage vor dem Examen von meinem Freund getrennt, mich neu verliebt und trotzdem alles gut hinbekommen. Es schadet nicht, zu lernen, mal die Arschbacken zusammen zu kneifen.


Wegen einem Masterstudium würde ich mich an die Studienberatung wenden und selber nach Unis mit keinem/geringen NC ausschau halten. Parallel würde ich mich jedoch mit dem Bachelor-Abschluss bewerben. Manche (großen) Unternehmen arbeiten mit Unis/FHs zusammen als Partner und bieten ihren Mitarbeitern so die Möglichkeit, ein Masterstudium zu machen. Manchmal geben die Seiten der einzelnen Unis/FHs etwas her, ansonsten musst du bei den potentiellen Arbeitgebern mal suchen/nachfragen.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Ich bin grad auf der Studienplatzsuche, und dabei hab ich neulich festgestellt, dass es insbesondere in Ostdeutschland viele Unis gibt, die viel NC-freies Zeug haben, hab allerdings grad nicht auf Master geachtet sondern auf BA. kannst dort ja mal gezielter schauen :smile:. In Chemnitz ist zb nahezu alles ZF, musst mal schauen ob da ein Master für dich bei wär, der zu dir passt.
 

Benutzer66279 

Sehr bekannt hier
So kann man nur schreiben, wenn man noch nie tiefer für einen Partner empfunden hat [Emotionsmoral blabla]

Für wen ich was empfinde, musst du schon mir überlassen. Ich habe einige ernsthafte Beziehungen (vor und während des Studiums) hinter mir und habe halt gemerkt, dass für mich mein jetziger Weg besser ist.
Wenn andere erzählen, dass sie keine Lust auf Beziehung haben und sich lieber ein bisschen austoben wollen, macht ihr doch auch nicht gleich son Fass auf, aber gegen mich schwingt ihr die Kitsch-Keule, weil ich meine Entscheidung diesbezüglich teilweise begründe? Ich verkriech mich doch nicht in meinem dunklen Zimmer und breche alle meine sozialen Kontakte ab, um den ganzen Tag nach Wissen zu streben, sondern habe lediglich momentan keine Lust, mich emotional an einen anderen Menschen zu binden. Ob ich dieser Einstellung treu bleibe, wenn mir Miss Right über den Weg läuft, kann ich natürlich nicht garantieren, aber momentan bin ich mit meinem Leben in dieser Form sehr zufrieden.

Leben kann man nicht aufschieben.
Wie unsicher die Belohnungen für aktuelle Anstrengungen sind, merken z.B. gerade die jungen Griechen.

Und die andere Seite der Medaille merkt gerade die Threadstarterin.:rolleyes:

:rolleyes: Ganz ehrlich? wenn die eine Beziehung an einem guten Studium hindern sollte, dann BITTE tue dir den gefallen und lass es sein zu studieren. Lerne einen Ausbildungsberuf.

Ein BWL Studium ist mit das lockerste, was du studieren kannst. Wenn du da keine Partnerschaft auf die Reihe bekommst, scheitert es an ganz anderen Sachen.

Stressig und hart wird es erst nach dem Studium im Berufsleben. Wenn du nach deiner Ansicht verfährst, wirst du ein Leben lang Single bleiben.

Also absoluter Käse was du da erzählst. :ratlos:

Kümmer dich mal nicht um meine Zukunftspläne, das bekomme ich schon ganz gut selbst geregelt.:rolleyes: Meine Bachelorarbeit wartet nur noch auf Abschluss und ich bin einer von vllt. 20% meines Studiengangs, die es überhaupt schaffen, die Regelstudienzeit einzuhalten und diesen Herbst den Master zu beginnen.
An welcher Stelle erwähnte ich eigentlich, dass ich BWL studiere? Richtig, an keiner.
Ich habe nie behauptet, dass ich keine Partnerschaft während des Studiums auf die Reihe bekomme. Ich habe lediglich geschrieben, dass ich ohne Beziehung momentan glücklicher bin und mehr Zeit für mich und meine Hobbys habe. Andere stellen halt lieber ihre Hobbys zurück oder ihr Studium. Nur ganz wenige sind in allem gut.
Ich gehe nicht davon aus, dass mein Beruf stressig und hart wird. Da habe ich von Kollegen ganz andere Sachen gehört.

Off-Topic:

Glaubst du ernsthaft, dass es im Berufsleben besser wird? Das Gegenteil ist der Fall, das Studium ist hingegen eine sehr lockere Zeit mit vielen Freiheiten etc. Wenn du dabei schon keine Beziehung gebacken bekommst, wie willst du dann später im Job volle Leistung bringen wenn es daheim Stress mit der Familie gibt (Ehekrise, kranke Kinder etc.)?
Ich habe mich vier Tage vor dem Examen von meinem Freund getrennt, mich neu verliebt und trotzdem alles gut hinbekommen. Es schadet nicht, zu lernen, mal die Arschbacken zusammen zu kneifen.

Wenn du so abgebrüht bist, dann sei dir gratuliert. Du hast die besten Voraussetzungen für eine großartige Karriere. Ich kann es nicht und ziehe daraus für mich die Konsequenzen. Das ist natürlich schlimm und macht mich zum absoluten Vollversager. Vor allem im Vergleich zu irgendwelchen Nerds, die sich mit solchen Problemen gar nicht herumschlagen brauchen, weil sie so wie so nichts in die Richtung gebacken bekommen und deshalb in Ruhe studieren können, ohne sich von absolut (in Bezug auf meinen Charakter) unwissenden Menschen der Unfähigkeit zum Studium/Beruf bezichtigen lassen zu müssen.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Sorry, wenn ich mich einmische, aber ich finde, die Grundsatzdiskussion, ob man während des Studiums Beziehungen pflegt oder nicht, geht hier am Thema der TS vorbei.
Es ist doch jedem selbst überlassen, ob er während des Studiums noch eine Beziehung nebenher laufen oder nicht. Das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Nun @TS:
Ich würde mir wegen des Notendurchschnitts nicht allzugrosse Gedanken machen. Du hast ja erkannt, dass Du dann nix anbrennen lassen sollst, wenn die Abschlussarbeit ansteht. Wird schon schief gehen :smile:
Und mit nem Abschlusss stehen Dir neue Wege offen. Sei es Studium oder direkter Berufseinstieg
Inwiefern der Notendurchschnitt Einfluss auf Deine Jobchancen hat, kann ich nicht wirklich sagen, aber aus meiner Erfahrung heraus fragt kein Hase mehr danach.
Und soweit ich informiert bin, sieht die Jobsituation in Deutschlend noch relativ gut aus. Bei uns (in Luxemburg) sieht es da schon merklich übler aus.
 

Benutzer107572  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi,
schon mal drüber nachgedacht, deine eigene Firma zu gründen?
Da ist es völlig wurscht, was du für Noten hattest - du kannst immer selbst entscheiden und hast alle Freiheiten.
Wäre vielleicht eine Idee :zwinker:
Studieren in München soll ganz cool sein :grin:
 

Benutzer2627 

Verbringt hier viel Zeit
Hochschulabschluss; Auslandserfahrung und Praktika.

Das ist also die neue Definition von Leben versaut? ;-)
 
G

Benutzer

Gast
Hochschulabschluss; Auslandserfahrung und Praktika.

Das ist also die neue Definition von Leben versaut? ;-)

Ja, das frag ich mich allerdings auch. Ich kann kaum glauben, dass du das ernst meinst. :ratlos:

Schau halt auf den Seiten der Unis nach, ob es Master ohne oder mit geringem NC gibt und bewirb dich dafür. Ansonsten hast du natürlich auch als Bachelor bei vielen Firmen eine Chance und gerade wenn du dort schon ein paar Leute kennst (durch Praktika) erst recht. Ich würde erstmal ein paar Bewerbungen schreiben und sehen, was so geht. Jammern kannst du dann immer noch. :zwinker:
 

Benutzer65273 

Verbringt hier viel Zeit
Mach dir mal keinen Kopf. Ich hab mitten in meinem BWL Studium gemerkt, dass ein Studium nur an der Uni nicht das richtige für mich ist, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich schon meine ganzen 3er. Hab mitten im Studium mich für ein Studium beim Finanzamt beworben, weil ich nun weiß dass ich BWL, Steuern und Recht mag UND das ganze auch in regelmäßigen Abständen anwenden will. Ich hätte nie geglaubt, dass die mich nehmen, aber ich hab's in mein Wunschfinanzamt geschafft.
Die haben mir wegen meines guten Abis und der einzig guten Note in Buchhaltung ne Chance für ein Bewerbungsgespräch gegeben und ich hab es geschafft sie währenddessen von mir zu überzeugen. Die Chance wirst du auch bekommen. Jemand wird dich für ein Gespräch einladen, weil man sieht, dass du im Ausland warst, Praktika hast etc. und da kannst du überzeugen.

Ansonsten gibt es auch Vitamin-B Anfänge. Ich jobbe nebenher als Nach- und Aushilfe beim Schulungszentrum, an dem meine Mutter schafft (An dieser Stelle: Danke Mama :zwinker: Der Chef hat noch nie meine Uninoten gesehen, aber weil ich gute Leistungen bringe, hat er mir angeboten, danach als Dozent anzufangen.

Also nicht den Kopf hängen lassen. Du kannst ja dort, wo du Praktika gemacht hast, auch mal nachfragen :smile2:
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
So ich als mehr oder minder stolze Besitzern eines BWL-Masters hab da mal paar Tips:

Ich bin meines Zeichens Computerlinguistin (Magister), was mit BWL erstmal nix zu tun hat. Allerdings gibt es viele Unis, besonders in den Niederlanden, die nicht auf den Bachelor gucken, sondern den GMAT fordern (den General Management Admission Test). Darüber bin ich sogar ganz ohne BWL B.A. in den Master gekommen. Schau dich doch mal in die Richtung um.
Und dann spreche ich noch als Jemand, der ein bisschen Ahnung von Recruiting hat: 1er Studenten werden ungern genommen, weil sie als Klugscheißer und schwer formbar gelten. 2er werden ungern genommen, weil sie irgendwie nicht super und nicht schlecht sind. 3er werden ungern genommen, weil sie Durschnitt sind (ja, 3 ist bei BWL Durschnitt, nicht Unter-Durchschnitt) und so weiter und so weiter. Jeder Personaler hat da so seine eigenen Macken, tatsächlich mögen etwa die Mädels aus meiner Perso so "Streberpüppchen" überhaupt nicht...die hatten nämlich selbst keine Einsen. :zwinker:
Die Noten sind ein kleines Kriterium. Viel wichtiger sind Auslandsaufenthalte, gute Praktika, zunehmend auch soziales Engagement (ist ja heute cool einen "Gesellschaftsauftrag zu haben, daher sollten die Angestellten das auch repräsentieren, es ist geheuchelt, es ist falsch und zum kotzen, aber es ist so) ein kreatives, herausragendes Bewerbungsschreiben und dann die Königsdisziplin: Überzeungsarbeit im Gespräch.

Köpfchen hoch. Du bist Akademikerin, du wirst definitiv zurecht kommen! BWLer haben eine berufsspezifische Arbeitslosigkeit von 4 %...das gilt fast als Vollbeschäftigung da man von bis zu 3% "Sockelarbeitslosigkeit" ausgeht, also arbeitsunfähige, gebundene, unwillige etc.

Und noch eine ganz persönliche Anmerkung: Ein 1er Kandidat ohne Sozialkompetenzen wird immer gegen einen 3er Kandidaten mit gewinnendem Wesen verlieren, es sei denn du willst ins Controlling (kleiner Seitenhieb an die verhassten wie geliebten Zahlenficker). Zieht es dich jedoch in den Vertrieb, das Marketing, das Produktmanagement, PR etc dann sind die Noten zweitrangig. Als Frau wirst du es allerdings in der freien Wirtschaft immer schwerer haben als ein Mann, daher solltest du dich im Master etwas mehr ins Zeug legen.

Ich hatte übrigens während beider meiner Studiengänge sehr intensive Beziehungen und bin trotzdem mit guten Noten und tollen Praktika raus gekommen. Man braucht nur einen Partner, der einen unterstützt und von hinten Kraft gibt. Auch hinter einer starken Frau steht ein starker Mann!


An die Leute, die die Zukunftssorgen nicht verstehen können: Grade angehenden Betriebswirten setzt man in der Uni gerne in den Kopf, wie gut, toll und perfekt sie sein müssen und dass sie dann ja ALLE mit 60.000 p.a. ins Berufsleben starten werden. Der Druck ist wirklich recht groß, auch wenn die Materie zugegebenermaßen nicht grade wahnsinnig anspruchsvoll ist. Das Studium ist meiner Erfahrung nach arbeitsintensiv und wenig intellektuell fordernd (ich vergleiche da gerne mit meinem Magister, wo das noch ganz anders war). Es ist eine "Erziehung" zum funktionierenden Rädchen und das kann manche Menschen ganz schön zerbrechen lassen. Total weltfremde Gedankengänge, das erkennt man allerdings erst, wenn man sich die viel zitierte Wirtschaft mal selbst aus der Nähe ansehen kann. Kochen alle nur mit heißem Wasser, das sieht man aber als armer geplagter BWL-Student nicht...und glaubt es am Ende selbst. Was erklärt warum 99% aller Betriebswirte Arschlöcher sind. :tongue:
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren