Leben ohne Sinn

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Benutzer179625  (21)

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Ich grabe dieses Thema nochmal aus, da ich heute wieder stärker mit der Frage zu kämpfen habe. Ich habe mit meiner Mutter drüber gesprochen und sie meinte, dass das Leben keinen Sinn habe und sie trotzdem glücklich damit ist. Ich habe Schwierigkeiten, das nachzuvollziehen. Wenn das Leben keinen Sinn hat, warum sollte man sich dann überhaupt Mühe bei irgendetwas geben? Am Ende ist es doch eh sinnlos. Sowas bereitet mir einfach starkes Kopfzerbrechen und nimmt mir jegliche Motivation, im Leben irgendetwas zu erreichen. Klar, solange ich lebe, haben meine Handlungen Konsequenzen, die ich ertragen muss, also macht es einen Unterschied, ob ich x tue, oder y. Auf lange Sicht gilt das jedoch nicht, denn sobald ich am Sterben bin, wird es irrelevant sein, was ich z.B. heute gemacht habe. Selbst wenn ich heute etwas wichtiges für meine Zukunft gemacht habe, wird diese Zukunft ebenfalls irrelevant sein, sobald ich sterbe.

Wie seid ihr damit umgegangen, als ihr in meinem Alter wart (oder seid)?
 

Benutzer172677 

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Wie seid ihr damit umgegangen, als ihr in meinem Alter wart (oder seid)?

Nicht viel anders als jetzt, da hat sich nicht viel geändert.
Außer, dass ich vieles etwas entspannter und ruhiger betrachte, aber meine Grundannahmen bleiben dieselben.

Der Sinn ist, für sich selbst und seine Lieben eine möglichst gute Zeit zu haben. Zu genießen, zu erfahren, zu erleben- leben halt.
Dafür lohnt sich das „Mühe geben“, finde ich.

Und jeder von uns hinterlässt Spuren im Leben anderer- das ist für mich das, was von uns übrig bleibt.
 

Benutzer174589 

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Wie stellst du dir denn einen Sinn überhaupt vor? Also muss es etwas großes, tiefgreifendes sein? Das anzustrebende Ziel, das erfüllt sein will, damit du am Ende sagen kannst "Ich habe es geschafft".

Oder gelingt es dir vielleicht im kleinen Sinn zu finden? Wie beim Schmetterlingseffekt.

LULU1234 LULU1234 hat das sehr schön mit den Zahnrädern beschrieben. Es gibt kleine und große und irgendwie laufen sie ineinander. Jeden Tag eine gute Tat. Das kann damit beginnen, dass man Müll aufhebt und in die dafür vorgesehene Tonne wirft, das kann sein, dass man jemandem hilft die Einkäufe ins Haus zu tragen, das kann natürlich auch bedeuten, dass man ein Mittel findet um Krebs zu heilen.
Jeder kann seinen Teil beitragen, im Kleinen und im Großen.
Man muss es nur sehen und erkennen.
 

Benutzer121902 

Verbringt hier viel Zeit
Tja, es muß nicht irrelevant sein, was Du heute tust. Altmeister Goethe zum Beispiel hat auch Dinge getan, die heute noch relevant sind, zum Beispiel den Faust zu schreiben, in dem ein Mann nach dem Sinn des Lebens fragt. Und leider, leider, ist der gute Goethen auch nicht mehr.

Das Leben hat exakt den Sinn, den Du ihm gibst. Du kannst im kleinen fischen oder auf das Meer hinausfahren, Du kannst versuchen, einen Menschen glücklich zu machen oder alle, beides ist gleich sinnvoll, Du kannst Hunde vor dem Verdursten retten oder einen Baum gießen, und alles ergibt für sich einen Sinn.
Du kannst Dein Leben in einen Satz gießen - "ich finde die Formel für den Weltfrieden", oder Du guckst jeden Tag nach den Blumen, Schmetterlingen, Vögeln und was Dir so auffällt.

Lies mal ein paar schöne Bücher, dann kommen die Gedanken Dir nur so zugerauscht.

Ach so, und wenn Du einen determinierten Sinn des Lebens suchst, dann ist es einfach - Sex. Jedes Tierchen, falls Du Dich nicht selbst als Pflanze oder Pilz definierst, hat genau eine Aufgabe: seine Art zu erhalten.
 

Benutzer179625  (21)

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Der Sinn ist, für sich selbst und seine Lieben eine möglichst gute Zeit zu haben. Zu genießen, zu erfahren, zu erleben- leben halt.
Dafür lohnt sich das „Mühe geben“, finde ich.
Nur gebe ich mir Mühe, und trotzdem bin ich nicht glücklich. Besonders deshalb fühlt es sich für mich so an, als würde sich die Mühe nicht lohnen, da sich an meinem Leid und an meinen Problemen nichts ändert - obwohl ich dran arbeite!

Und jeder von uns hinterlässt Spuren im Leben anderer- das ist für mich das, was von uns übrig bleibt.
Das mag natürlich sein. Aber irgendwann wird das Leben allgemein auch nicht mehr existieren. War dann nicht alles sinnlos?

Wie stellst du dir denn einen Sinn überhaupt vor?
Wenn ich Sinn verspüre, starte ich morgens energiegeladen und zuversichtlich in den Tag. Ich weiß genau, was ich heute erreichen möchte und freue mich darauf.

Das ungefähr meine ich mit Sinn. Es kann also auch etwas kleines sein. Früher habe ich das auch verspürt (so von 10-15), aber mittlerweile nicht mehr. Damals habe ich auch noch nicht so isoliert gelebt wie heute...

Ach so, und wenn Du einen determinierten Sinn des Lebens suchst, dann ist es einfach - Sex. Jedes Tierchen, falls Du Dich nicht selbst als Pflanze oder Pilz definierst, hat genau eine Aufgabe: seine Art zu erhalten.
Wenn das nur so einfach wäre :zwinker: Aber Sex alleine scheint einen Menschen ja auch nicht zu erfüllen, wie man an Sexsüchtigen sehen kann.
 

Benutzer135188 

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Dass das Leben den Sinn hat, den man ihm gibt, wurde ja schon gesagt. Für mich ist dieser Sinn Liebe. Lieben und geliebt zu werden, Spuren im Leben Anderer zu hinterlassen.
 

Benutzer107106 

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Nur gebe ich mir Mühe, und trotzdem bin ich nicht glücklich. Besonders deshalb fühlt es sich für mich so an, als würde sich die Mühe nicht lohnen, da sich an meinem Leid und an meinen Problemen nichts ändert - obwohl ich dran arbeite!


Das mag natürlich sein. Aber irgendwann wird das Leben allgemein auch nicht mehr existieren. War dann nicht alles sinnlos?


Wenn ich Sinn verspüre, starte ich morgens energiegeladen und zuversichtlich in den Tag. Ich weiß genau, was ich heute erreichen möchte und freue mich darauf.

Das ungefähr meine ich mit Sinn. Es kann also auch etwas kleines sein. Früher habe ich das auch verspürt (so von 10-15), aber mittlerweile nicht mehr. Damals habe ich auch noch nicht so isoliert gelebt wie heute...


Wenn das nur so einfach wäre :zwinker: Aber Sex alleine scheint einen Menschen ja auch nicht zu erfüllen, wie man an Sexsüchtigen sehen kann.
Wenn einem das so wichtig ist, dann muss man sich Sinn schaffen. Heuer bei SeaWatch an, bei Greenpeace, flieg nach Mauritius und schrubb Steine, studiere etwas, womit du die Welt retten kannst. Wenn man das unbedingt will geht das.
Wahlweise kann man auch einen Beruf ausüben, wo man etwas im Leben anderer bewirkt: Hebamme, Feuerwehr, Sanitäter, Lehrer,... pfarrer
Es gibt viele Möglichkeiten.
 

Benutzer179625  (21)

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LULU1234 LULU1234 Da ich Informatik studiere, habe ich relativ viele Möglichkeiten, was den Beruf angeht. Ich könnte in eine Richtung wie z.B. bildgebende Verfahren der Medizin gehen, was sicherlich Leben rettet. Aber wie schon gesagt, muss Sinn für mich nicht so etwas Großes sein. Ich brauche nur das Gefühl, dass ich ein einigermaßen interessantes und sinnvolles Projekt am laufen habe.
 

Benutzer177622 

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Ich glaube, das ist ein ganz normaler Prozess, den man da so um die 20 rum durchmacht. Du bist halt Grad auch an einem Punkt, wo du die Zukunft planst und vorbereitest und guckst welchen Weg du einschlagen willst.
Alles noch recht unsicher und noch nicht gefestigt. Klar sucht man da Sinn.
 

Benutzer172677 

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Nur gebe ich mir Mühe, und trotzdem bin ich nicht glücklich.

Natürlich. Das Leben ist ja auch kein Automat, wo man oben drei Mühe einwirft und unten kommt ein Glück raus.
Das ist ein Prozess, man trifft doch nicht heute die Entscheidung, dass man gerne xy erreichen/machen/haben möchte und morgen ist es fertig und man selbst überglücklich.
Und manchmal ist schon die Grundentscheidung falsch, dann muss man nochmal ganz anders abbiegen.
Der Sinn ist auch nicht permanent glücklich sein, das geht eh nicht. Sondern insgesamt eine positive Bilanz ziehen können mit vielen kleinen und großen Glücksmomenten.

War dann nicht alles sinnlos?

Ja. Oder nein. Für mich nicht. Für ein großes Ganzes vielleicht. Keine Ahnung.
Das kann ich aber nicht beeinflussen und nicht überblicken.
Und überhaupt existiere ich dann eh schon lange nicht mehr und somit kümmert mich das dann auch nicht.
Wenn überhaupt, denn so wichtig sind wir alle nicht, dass das eine große Rolle spielt.
 

Benutzer121902 

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Versuch es doch einfach mit einem anderen Begriff: Suchst Du den "Tusch-Fanfare-Konfetti SINN DES LEBENS" oder suchst Du vielleicht vielmehr eine Aufgabe?
 

Benutzer179625  (21)

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Suchst Du den "Tusch-Fanfare-Konfetti SINN DES LEBENS" oder suchst Du vielleicht vielmehr eine Aufgabe?
Idealerweise den Sinn des Lebens allgemein. Aber ich weiß, dass es den nicht gibt. Eine Aufgabe ist deshalb auf jeden Fall besser als nichts. Nur, denke ich, muss ich die für mich selbst herausfinden, da sowas sehr individuell ist.
 

Benutzer77893 

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Lustig ich sehe viele Parallelen, auch wenn hier wirklich schon sehr viel Gutes geschrieben wurde, versuch ich mich mal. Niki3k Niki3k

Auch in der Mathematik/Informatik geht man von so genannten Prämissen aus. Und da du Informatik machst wirst du folgendes leicht verstehen, aus einer falschen Prämisse lässt sich alles schlussfolgern. Was ich damit sagen will ist, dass du mit Logik oder Wissen nie ein Sinn im Leben finden wirst. Dafür gibt es zu viele Prämissen und zu viele Unbekannten und zu viele Folgerungen, die sowohl richtig also auch falsch sein können.


Ok also die Frage nach dem Sinn des Lebens, fangen wir mal von ganz vorne an:

Angenommen das Leben hat ein Sinn, den du aber, wie gesagt, nie erfahren wirst. Würdest du dich dann auf die Suche nach dem Sinn des Lebens machen?

Wir nutzen wieder die Logik aus der Informatik, du kennst bestimmt das "divide and conquer" Verfahren, um große Probleme zu lösen. Wenn man also nicht DEN Sinn des Lebens herausfinden kann, so kann man evtl. zumindest den Sinn für sein eigenes Leben finden. Also wenn du denkst das alles, das Leben, kein Sinn macht, dann hast du schon deine Antwort! Das liegt daran das DU dir erstmal ein Sinn geben musst, sonst wirst du nie den Sinn deines Lebens herausfinden.


So jetzt gehen wir mal davon aus, dass das Leben keinen Sinn hat. Würdest du dann Leben wollen, wenn es keinen Sinn gibt?

Wahrscheinlich nicht, aber was sicher ist, dann macht es keinen Sinn ein Sinn im Leben zu suchen. Da unsere Lebenszeit verglichen zu der Zeit des Universums unbedeutend ist, denn auch du wirst einmal sterben, was dann bzw. was solltest du dann mit deinem Leben anfangen, wenn es Sinnlos ist? Alles was du erlebst oder getan hast war dann ja Sinnlose, aber gleichzeitig ist dieses Wissen auch befreiend, denn alle schlechten Taten oder Entscheidungen werden nichtig. Also wenn wir nur dieses einzige Leben haben und wir nur so daher Leben und es keine richtigen oder falschen Entscheidungen gibt, da sie am Ende alle nichtig sind - Wieso gibst du dir selber dann keinen Sinn, evtl. ein Sinn der dich glücklich macht?!

Du siehst beides führt zum gleichen, den Sinn musst du dir geben. Ob du dir aber lieber selbst ein Sinn gibst, der dich unglücklich macht oder immer ein Sinn der dich glücklich macht, liegt nur bei Dir! Nur wieso das ganze Leben unglücklich verbringen, wenn man es auch glücklich verbringen kann?


Also wenn du nur dein Leben hast, das nicht einmal ein Wimpernschlag lang ist, verglichen zu dem Alter des Universums, wieso verschwendest du es/deine Lebenszeit JETZT immer noch? Denn das Lamentieren und die Rechtfertigungen, wieso du dein Ziel (bei Nintendo Arbeiten) nicht erreichen wirst werden dich sicherlich nicht glücklicher machen? Such dir lieber JETZT ein neues Ziel, dass dich glücklich macht, das du erreichen kannst, mach dich jetzt auf den Weg und verfolge es und vor allem sei glücklich und stolz auf dich, wenn du dieses erreichst! Denn glücklich das Leben meistern, ist doch viel schöner, oder?


Wenn du nicht weißt wie, dann sind wir wieder bei "divide and conquer", mach dir ganz bewusst kleine Ziel und wenn dich die kleinen Ziele nicht glücklich machen, dann tue erstmal etwas an deinem dankbarkeits Empfinden!
 
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Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Darf ein Sinn denn nur Sinn sein, wenn er die Zeiten überdauert? Ist ein schöner Moment für sich genommen wertlos, weil er ja bald wieder vorbei ist?

Selbst eine schöne Ewigkeit besteht aus vielen einzelnen Momenten.

Wenn ich sterbe wird es für mich einen Sinn gehabt haben dass es ein schönes Leben war, das auch anderen geholfen hat (so hoffe ich jedenfalls).

Und das Leben des Momentes halte ich persönlich für ganz wichtig.
 

Benutzer179625  (21)

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BrooklynBridge BrooklynBridge Ich kann nur behaupten, was für mich stimmt. Ich würde gerne eine solche Sicht wie du und die anderen haben, da es sich damit deutlich leichter leben lässt.
Ich habe kaum schöne Momente im Leben und ich weiß nicht, wieso. An sich habe ich keinen Grund mich zu beschweren, da ich in einem guten Land in einem großen Haus lebe, von guten Eltern erzogen wurde, in einer guten Gegend aufgewachsen bin, etc. Es mangelt uns nicht an Geld und ich kann meine technischen Interessen ohne Einschränkungen verfolgen. Alleine deshalb sollte ich doch glücklich und zufrieden sein! Zufrieden bin ich auch, aber glücklich bin ich nicht und ich weiß nicht, wieso, oder was ich dagegen tun kann. Vielleicht habe ich deshalb so eine negative Sicht auf das Leben, da diese schönen Momente, von denen ihr sprecht, mir nicht wirklich bekannt sind.

Q Q-Fireball Danke für die ausführliche Herleitung. Jetzt kann ich die Idee, seinem Leben selber einen Sinn zu verleihen, etwas besser nachvollziehen.

Such dir lieber JETZT ein neues Ziel, dass dich glücklich macht, das du erreichen kannst, mach dich jetzt auf den Weg und verfolge es und vor allem sei glücklich und stolz auf dich, wenn du dieses erreichst!
Das Ziel würde ich auf jeden Fall gerne finden. Das Studium hat mir einfach so viele neue Fenster geöffnet (ich sage bewusst nicht Türen), dass "bei Nintendo arbeiten" oder "Spieleentwickler sein" keine Ziele mehr sind, die mich persönlich erfüllen würden. Ich kann mehr leisten als das, und idealerweise würde ich mich mein ganzes Leben lang beruflich weiterentwickeln, neue Fähigkeiten/Konzepte erlernen, neue Bereiche erforschen, um stets an der Spitze ("cutting edge") zu sein.

mach dir ganz bewusst kleine Ziel und wenn dich die kleinen Ziele nicht glücklich machen, dann tue erstmal etwas an deinem dankbarkeits Empfinden!
Was meinst du genau mit dem Dankbarkeitsempfinden?

Edit: Bisher sprach ich nur von beruflichen Zielen, aber natürlich gibt es dann auch noch private Ziele. Will ich eine Familie gründen? Möchte ich überhaupt eine feste Partnerin? Was für einen Freundeskreis möchte ich haben (wenn überhaupt)? Wie finde ich sowas überhaupt heraus?
 
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Benutzer32843 

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Ich denke Dankbarkeit und die Freude an kleinen Momenten ist auch sehr wichtig. Es kann mir objektiv gesehen in einem Zeitraum wirklich schlecht gehen, aber einen Tag ohne schöne Momente, für die ich sehr dankbar bin, habe ich quasi nicht. Manchmal freue ich mich über Flauschesocken, manchmal über Vogelgezwitscher, dann wieder über ein schönes Gespräch mit Freunden oder etwas "grösseres". Das wichtigste ist aber, dass man sich am kleinen freuen kann, denke ich. Es ist mir in dem Moment dann auch egal ob vielleicht mein Leben in 2000 Jahren völlig "sinnlos" war weil sich niemand daran erinnern kann - im Endeffekt wissen wir eh alle zu wenig über die Realität und was es sonst noch so gibt - es zählt im Allgemeinen gerade der Moment, und wenn ich den nicht voll wahrnehmen und irgendwo auch geniessen kann, dann bringt die ganze Sache auch nichts.

Wie du herausfindest was du möchtest? Bei mir ist es so, dass ich immer wieder hinterfrage: Was macht mir Freude? Wobei bin ich glücklich? Welche Dinge machen, dass ich am Morgen gerne aufstehe? Und dann schaue ich, dass ich irgendwie möglichst viel davon in mein Leben bringe.
 

Benutzer77893 

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Das Ziel würde ich auf jeden Fall gerne finden. Das Studium hat mir einfach so viele neue Fenster geöffnet (ich sage bewusst nicht Türen), dass "bei Nintendo arbeiten" oder "Spieleentwickler sein" keine Ziele mehr sind, die mich persönlich erfüllen würden. Ich kann mehr leisten als das, und idealerweise würde ich mich mein ganzes Leben lang beruflich weiterentwickeln, neue Fähigkeiten/Konzepte erlernen, neue Bereiche erforschen, um stets an der Spitze ("cutting edge") zu sein.

Das ist kein Ziel, ein Ziel ist etwas was du dir JETZT vorstellen kannst. Eine Ziel ist konkret und ein Ziele hat ein Ende und ein Ziel ist klar definiert.

Off-Topic:
Beispiel ich mache sehr wenig Sport, mein Ziel könnte einfach gedacht sein ich mache morgen Sport. Zonk, kann ich mir das vorstellen? Nein, weil was heißt Sport machen durch die Wohnung gehen, würde das ja schon erfüllen. Also nochmal: "Ich werde morgen Joggen gehen". Zonk, vorstellbar ja, aber nicht konkret, wann und wie weit oder wie lang fehlt. Und auch hier fehlt ein Ende und ist das überhaupt die richtige Prämisse? Nein, warum will ich Sport machen, weil ich mich nicht fit fühle. Eigentlich ein großes Ziel also "divide and conquer". Also nochmal: "Ich gehe jede Woche einmal Joggen, um fitter zu werden". Zonk, "divide and conquer" endlich angewandt, auch vorstellbar, auch etwas konkreter aber das Teilziel ist unklar, und auch das Ziel ist unklar/ohne Ende. Also ein letztes mal, mein Hauptziel ist (im Inet nachgeschaut was für Anfänger empfohlen wird) mindestens 3 km in 30 Minuten schaffen. "divide and conquer" ich werde jeden Sonntag 1 km in 30 Minuten joggen gehen. Schaffe ich das werde ich 2 km ... usw. bis 3 km. Ein Großes wie auch kleiner Zwischenziel gefunden, die Vorstellbar sind, konkret mit einem klar Ende und klar definiert sind. Bingo!


Wenn ich mich nach dem 1. Joggen nicht besser fühl, muss ich was an meiner Dankbarkeit machen. Soll heißen ich z.B. bin mir dankbar wenigsten einmal Joggen gegangen zu sein. Wie kann ich das vielleicht durch eine Tat noch bewusst machen, vielleicht gönne ich mir ein Eis oder oder oder...

Was meinst du genau mit dem Dankbarkeitsempfinden?

Edit: Bisher sprach ich nur von beruflichen Zielen, aber natürlich gibt es dann auch noch private Ziele. Will ich eine Familie gründen? Möchte ich überhaupt eine feste Partnerin? Was für einen Freundeskreis möchte ich haben (wenn überhaupt)? Wie finde ich sowas überhaupt heraus?

Ich hatte es schon genannt, aber ich beschreibe es mal ausführlicher. Ich bleibe beim Eis beispiel, für dich kann eine Belohnung ganz anders aussehen! Während ich mein Eis esse, denke ich nicht wann ich wieder Joggen gehe oder noch schlimmer wie weit ich vom Ziel noch entfernt bin. Sondern genieße das Eis ganz bewusst, wie ist der Geschmack, die Konsitenz, die Kühle auf der Zunge etc. Und mach mir zusätzlich klar das ich heute etwas geschafft habe, dem ich mir Dankbar sein kann und das ich dankbar für dieses Eis bin, da es mich Glücklich macht, sowas ganz bewusst zu erleben! Auch kann ich mir sicher sein, dass ich etwas für meine Fitness und Gesundheit gemacht habe und dem große Ziel näher gekommen bin.

Das ist nur ein Beispiel, ich denke du weißt was Dankbarkeit eigentlich bedeutet. Nämlich wenn ich etwas was gutes tue, dieser mir Dankbar ist und ich erwarten kann, dass er auch für mich etwas tut! Und das ist leicht auf andere zu Projizieren, evtl. gehen ich mit jemand Joggen der mich die 1 km für 30 min antreibt. Dann empfinde ich Dankbarkeit durch ihn, weil ich es durch ihn geschafft habe mein Zwischenziel zu erreichen. Wie revanchiere ich mich, z.B. das ich nächste mal allein 2 km für 30 min und/oder ihn auf ein Eis einlade und/oder ich jemand anderen für 2km antreibe die ich mit-jogge und/oder etc.

Ich will damit sagen du kannst auf alles Dankbar sein, auf Andere, auf Dich, auf ein Lebenwesen, auf einen Gegenstand, auf deine Lebenssituation. Nur musst du dir dessen BEWUSST werden und es aktiv empfinden!

P.S.: Wenn du nicht weist ob dein Ziel passt und du es dir vorstellen könntest, dann mach dir es bewusst! Denke bzw. träume 10 Minuten nach wie -, zurück zu meinem Beispiel, ich mich besser/fitter fühlen werde und nicht mehr den Alltag wie Darth Vader absolvieren werde. Lass ich mich dabei ablenken und kann ich es einfach nicht, ist das Ziel entweder nicht das richtige für mich oder aber, hier aus gesundheitlichen Aspekten doch sehr wichtig, träume ich zu wenig darüber nach!
 
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Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wie du rausfindest, was dir fehlt um den Sinn zu sehen? Radikale Ehrlichkeit zu dir selbst. Den Gedanken nachgehen die zu ignorieren dein Gedanke Gründe findet. Das Ungewöhnliche probieren. In sich hinein horchen was man wirklich will. Mit anderen Menschen über andere Lebensentwürfe reden.
 

Benutzer77893 

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Ach und
Wie finde ich sowas überhaupt heraus?
Wie du rausfindest, was dir fehlt um den Sinn zu sehen? Radikale Ehrlichkeit zu dir selbst. Den Gedanken nachgehen die zu ignorieren dein Gedanke Gründe findet. Das Ungewöhnliche probieren. In sich hinein horchen was man wirklich will. Mit anderen Menschen über andere Lebensentwürfe reden.

Ja sorry die Frage, habe ich nicht beantwortet, aber die Antworten der User hier sollten dir weiterhelfen. Ja zu Armorika Armorika "Trial and error" weil das ist nicht wirklich vorstellbar ist. Bzw. würdest du dir nur etwas ausmahlen was gar nicht so ist, weil du keine Erfahrungen damit hast! Und ja zu BrooklynBridge BrooklynBridge nennt sich auch Selbstreflexion ohne das, kannst du das ganze vergessen und du musst es immer wieder machen! Und ja zu ProximaCentauri ProximaCentauri es geht nach deinem Empfinden, das kann niemand wissen, draum musst du überlegen welche Ziele du verfolgst, ob du sie ändern möchtest (Vorsicht! Ändern - NICHT über den Haufen werfen, so solltest du das auch sehen!) und was dir als Belohnung am meisten bringt.

Off-Topic:

Zur Vorsicht! Glaub mir ich weis wo von ich rede, glaube niemals, wenn du Ziele nicht erreicht hast, das es umsonst war. Damit machst du dich nur selber kaputt!

Du musst die Sichtweise ändern! Beispiel: "Ein Mitarbeiter hat durch ein Fehler und somit durch das nicht erreichen des Zieles, 1 Million Euro schaden verursacht. Jetzt könnte man ihn feuern", ja wird leider zu häufig gemacht. "Besser ist ihn zum Gespräch zu laden und schauen wie er reagiert. Wahrscheinlich schaut er zu Boden und äußert schon sowas wie, ich weis, sie wollen mich bestimmt feuern." Die richtige Antwort und gutes Personalmanagement wäre aber, "Wieso denn? Wir haben jetzt 1 Million Euro für ihre Ausbildung investiert, wir sind uns sicher, dass sie diesen Fehler niemals wieder machen werden!"

Aber es geht um den Kern des Beispiels, die Sichtweise ist entscheidend! "Frösche die quaken und lamentieren werde niemals dich Sichtweise eines Adlers/Storches haben können." Aber der Mensch kann das, in dem er sich in andere hineinversetzen kann und sollte. Entweder in Andere, die Bosse in den Mitarbeiter die verstehen, das dieser diesen Fehler zutiefst bereut und ihm ein andere Sichtweise geben können. Oder möglichst denk-technisch entfernt aus der Sicht eines Anderen, in sich selbst. z.B. Ja ich weiß, dass ich scheiße gebaut habe, aber ich kann das auch positiv sehen, wenn ich mir endlich erlaube Fehler zu machen und daraus lerne, denn das ist der Gewinn/die Investition!

Ja ich habe diese Beispiel und Aussagen geklaut, wenn du die Quellen wissen willst, schreibe mich an!

[doublepost=1596983859,1596982743][/doublepost]Und noch was, Kommunikation ist alles! Entweder du denkst/redest mit dir selber oder aber du suchst dir jemand mit dem du reden kannst. Den du verstehst bzw. dieser dich versteht, aber dieser nicht dieses Problem hat und dir so eine anderes Sichtweise geben kann. Aber du musst diese Sichtweise dann auch akzeptieren und versuchen anzunehmen, damit du dir selber verzeihen kannst. Alleine funktioniert das, ist aber 100 mal schwerer, als mit 100 anderen. :zwinker:
[doublepost=1596984217][/doublepost]Oder einem gut ausgebildeten Psychologen, das ist übrigens alles was der machen kann, dir eine richtige/passende Sichtweise zu geben. Ändern - also die Sichtweise wirklich ändern, kannst nur du und nur wenn du es auch willst! Denn Hilfe solltest du dir holen, wenn du merkst, du kommst nicht weiter - erreichst keine Ziele mehr und oder das dich diese Ziel nicht mehr glücklich machen. Egal ob professional bezahlt oder durch ein sehr gutes soziales Netz (nein kein Twitter und Co., sondern reale Personen die du triffst) oder einem Menschen dem du blind vertrauen kannst, dieser aber in dem Bereich ganz anders tickt.

Und soweit ich es verstanden habe, ist auch genau dafür dieses Forum da - Andere Sichtweisen! Du solltest aber nicht die Sichtweisen annehmen, die deine Sichtweise nur bestätigen! Sondern dich mit den ganz anderen Sichtweise beschäftigen und schauen ob dir diese weiterhelfen könnten! Wo wir wieder am Anfang wären... :grin:
 
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