Leben (mal wieder) in einer möglichen Sackgasse

Benutzer91472  (29)

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Nabend,

in den letzten Tagen beschäftigen mich mal wieder verschiedene Themen (wie passend in der Klausurphase...) und solangsam habe Ich, zum wiederholten Male in den letzten Jahren, das Gefühl, dass mir einfach alles entgleitet und Ich am Ende ohne alles darstehe. Ich will euch vorwarnen, dieser Text wird womöglich sehr lang werden, da es einige Themenbereiche beinhaltet und Ich nicht genau weiß wie Ich diese kürzer formulieren soll... Wer sich den Text durchliest und eventuell passende Ratschläge hat darf natürlich gerne antworten.

Berufliche/Schulische Situation

Zunächst einmal, zum in der aktuellen Situation für mich wichtigsten Faktor, meinem Studium. 2009 schloss Ich meine Realschule mit Qualifikation ab, konnte so das Gymnasium besuchen, welches Ich auch mit dem Abitur abschloss. All dies tat Ich ohne groß zu lernen, mit Noten welche dem Mittelmaß bzw. Phasenweise über diesem lagen. Mit einem Abiturschnitt von 2,7 (NRW) muss man sich denke Ich ansich nicht verstecken. Nach dem Abitur stand die Wahl, entweder Ausbildung oder Studium ggf. beides. Schließlich fand Ich ein duales Studium in dem Fachbereich, welcher mich sowieso interessierte und die beiden Fachgebiete vereint, welche Ich sowieso für meine berufliche Zukunft auserkohren hatte.

So weit so gut, aktuell im Mai 2015 stehe Ich kurz vor Abschluss des dualen Studienganges, habe bereits meine Abschlussarbeit abgegeben und warte nun auf das Ergebnis, um ehrlich zu sein: Mich macht das Warten verrückt, Ich drehe durch...Ich habe immer das Gefühl, dass meine Arbeit bestimmt total schlecht ist, Angst durchgefallen zu sein und das diese 3 Monate, welche Ich in diese Arbeit investiert habe letztlich für die Katz waren. Diese gesamte Angst beruht auf zweiFaktoren:

1. Zum einen wurde bei uns nur in Ausnahmefällen wert auf wissenschaftliches Arbeiten gelegt, oftmals waren die Hausarbeiten eher auf Gymnasialniveau, so dass mir einfach die Übung/Erfahrung in wissenschaftlichen Arbeiten fehlt, ob dies was Ich angefertigt habe, ist ungewiss. Wenn Ich Arbeiten mancher Komilitonen lese, denke Ich mir jedoch, dass meien Arbeit ansich doch locker zum Bestehen reichen müsste.

2. Mein Betreuer, während der Abschlussarbeit hatte genau 2 Termine mit mir, diese waren beim Exposé, bei dem er mir abschließend viel Erfolg wünschte. In der Bearbeitungszeit bestanden keinerlei Kontakte zwischen mir und meinem Betreuer. Auch in Bezug auf Leute, die meine Arbeit hinsichtlich der Fachlichkeit und dem Wissenschaftlichen Arbeiten hätten prüfen können mangelte es. Mein Bruder übernahm das Korrekturlesen hinsichtlich Rechtschreibung und Grammatik, er hat bereits einige Bachelorarbeiten Korrekturgelesen und hat dies gerne übernommen, jedoch fachlich ist er, logischerweise nicht so im Thema.

Allgemein erinnert die Situation momentan stark dem sprichwörtlichen Sitzen auf glühenden Kohlen: Man wartet auf das Ergebnis, man schwebt im Ungewissen. Es kamen in der letzten Zeit Gerüchte auf,dass alle Studenten die Abschlussarbeit bestanden hätten, dies erwies sich als Ente. Ich habe einfach das Gefühl, das alles nicht noch einmal zu schaffen, Ich habe schon am Ende der ersten Arbeit eine Woche nichts mehr essen können und habe einige Tage nicht geschlafen. Kurzum, Ich war am Ende.

Fatalerweise, würde dies alles bedeuten, dass wenn Ich die Abschlussarbeit nicht bestanden habe noch einmal diese wiederholen müsste und meine berufliche Zukunft auf dem Spiel steht, ob Ich übernommen werde ist noch ungewiss.

Hinzu kommt noch die aktuelle Situation der Klausuren, Ich bin praktisch seit November letzten Jahres im Dauerstress, konnte mir kaum einen Tag Auszeit nehmen, habe in den letzten 2 Monaten Studium schon wieder 4 Klausuren geschrieben, für die nächsten 3 Monate stehen noch drei an, davon eine in der nächsten Woche, für die Ich ansich derzeit lernen müsste, aber es einfach nicht schaffe mich zu motivieren...Ich bin einfach nur fertig, Ich kann nicht mehr, aber es MUSS ja weitergehen. Nach der Abschlussarbeit ist es gefühlt wie ein großes Loch, man weiß nicht wie man sich aus diesem befreien soll, dies habe Ich mit ein paar Komilitonen besprochen, diesen geht es genauso und haben mir als Lösung mehr Sport vorgeschlagen, ideal wo man doch lernen muss :grin:

Wie komme Ich endlich wieder aus dem Loch heraus?

Wie kann Ich mich noch mal motivieren für den Endspurt?

Soziales Umfeld

Mein soziales Umfeld hat sich in den letzten Jahren stark verändert, meine Familie ist ein starker Rückhalt, also zumindest meine Mutter und mein Bruder...Mein Vater interessiert sich nur sehr bedingt für meine berufliche Zukunft, er fragt zwar alibihaft nach, jedoch interessiert es ihn nur bedingt, da er davon auch nicht allzu viel versteht. Ansonsten habe Ich ein paar gute Freunde und weni
ge Bekannte, zwangs Studium und Beruf trifft man sich alle paar Wochen, jedoch bin Ich die anderen Wochenenden meist zuhause, beschäftige mich mit dem Computer, schaue Filme oder schaue Fern. Keine wirklich abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung. Mit neuen Freundschaften ist es in der heutigen Zeit, wie Ich finde, recht schwer geworden. Zwar bin Ich in den letzten Jahren deutlich offener und gesprächiger geworden, aber die meisten Freundeskreise existieren ja nunmal und sich in diese zu integrieren ist nicht sonderlich leicht.

Ich habe mir die App "Spontacts" installiert, habe da auch an einigen Aktivitäten (Kart fahren, Fußball gucken/Stadion und Bowlen) angeschlossen, jedoch besteht dort immer die Gefahr Leute zu treffen, mit denen man überhaupt nicht zurecht kommt und dann zumindest ein paar Stunden irgendwie überstehen muss. Längerfristige Kontakte haben sich bisher hieraus nicht entwickelt, obschon Ich des öfteren Kart fahren gehe mit einer im Kern gefestigten Gruppe.

Ist es nur für mich so schwer, in dem Alter neue Kontakte zu finden? Oder liegt es zum Teil auch einfach an den Hobby´s/der Mentalität?

Sexuelle Erfahrung

Ich bin bald ganz genau 23 und ein halbes Jahr alt, habe mich bisher in meinem Leben in 6 Mädchen/Frauen verliebt, bin allgemein aus heutiger Sicht in diesem Faktor ein Spätzünder, das erste mal, dass Ich mich verliebt habe war Ich 15 einhalb. Von diesen 6 Frauen wissen bis heute 3, dass Ich Interesse hatte/habe. Bei einer lief es damals ganz blöd über ICQ, Ich dachte sie hätte auch Interesse an mir, obwohl sie in einer Beziehung mit einem Klassenkameraden steckte. Bei der zweiten ging das Gerücht in der Klasse um das sie was von mir wolle, als ein Mitschüler mich fragte antwortete Ich ihm, dass Ich mir mit ihr auch etwas vorstellen könne, der übliche Teeniekram eben. Daraus geworden ist übrigens nichts, weil sie meinte, dass das alles nur ein Joke gewesen sei. Solche "Scherze" wurden zu Realschulzeiten, in der Ich auch oftmals gemobbt wurde, des öfteren gemacht und haben mich in dieser Hinsicht wohl etwas vorsichtiger werden lassen... Die dritte und bisher letzte Frau habe Ich Ende 2013 über Internet kennengelernt, April 2014 trafen wir uns zum ersten Mal und fanden uns direkt sympathisch. Unser erstes Treffen ging 5 1/2 Stunden, wir haben viel gelacht und konnten gar kein Ende finden. Als wir gezahlt hatten gingen wir raus und unterhielten uns dort noch eine weitere Stunde. Ich war nicht in der Lage Körperkontakt aufzubauen (den sie womöglich gewünscht hat) und verabschiedete mich von ihr. Nach 4 Treffen und insgesamt 2 Monaten, schrieb Ich ihr einen Brief, auf den sie mitfühlend antwortete, dass aus ihrer Sicht nur Freundschaft möglich ist. Inzwischen hat sie auch einen Freund.

Insgesamt habe Ich nun, mit 23 die Befürchtung, dass solangsam der Zug für mich abfährt, noch nie ein Kuss, noch nie näherer Körperkontakt mit einer Frau als eine Umarmung. Ich weiß, in der letzten Zeit gab es viele solcher Threads, will daher nichtz zu sehr ins Detail gehen, ihr kennt sicherlich die Grundsituation. Man erwartet von Menschen in meiner Größe (deutlich über 2,00m) ein sehr selbstbewusstes Auftreten, spricht mir aufgrund der physischen Größe eine bessere Durchsetzungskfraft und größere Reife zu, aber zumindest in meinem Fall ist dies nicht so gegeben. Als überdurschnittlich großer Mann wird diese Reife und das Selbstbewusstsein vorausgesetzt, problematisch, wenn dieses nicht gegeben ist...

Ich hänge in gewisser Weise immer noch an einer (ehemals) guten Bekannten, welche zu Zeiten des Abiturs mit einem ehemaligen Mitschüler zusammenkam, was sie im Nachinein als größten Fehler ihres Lebens bezeichnete, sich mit ihm einzulassen. Wir haben uns eigentlich immer gut verstanden, haben ähnliche Hobbys/Musikgeschmack und waren irgendwie immer auf eine Wellenlänge... Nur mehr daraus geworden ist nie, weil etwas mehr als 50cm Größenunterschied gegeben sind und in der Zwischenzeit dann auch der Kontakt immer geringer wurde. Ich käme mir eben auch sehr komisch vor sie jetzt anzuschreiben, Ich wüsste nicht was ich ihr schreiben sollte, Smalltalk ist irgendwie nicht meine Stärke...


Ich weiß nicht, ob und wie man mir von außen helfen kann, gefühlt sind bei mir aktuell so viele Baustellen offen, zumindest geht es mir inzwischen gesundheitlich (wieder) gut, aber diese Probleme lasten auf mir und scheinen einfach nicht weniger zu werden.

Würde mich, falls sich jemand die Mühe macht diesen Text zu lesen über Antworten freuen...
 

Benutzer90869  (27)

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Guten Morgen,

Wie komme Ich endlich wieder aus dem Loch heraus?
Ich studiere (nicht dual) im 4. Semester zwei geisteswissenschaftliche Fächer und habe zwar schon einige Hausarbeiten geschrieben, diese übertreffen aber auch (aus meiner Sicht) trotz meist sehr guter Bewertung kaum gymnasiales Oberstufenniveau. Bei meinen Kommilitonen sieht es nicht anders aus. Wirklich wissenschaftlich geht es nach Angaben von Studenten aber auch erst im Master zu.

Was das Warten auf die Note angeht: Mach dir bewusst, dass der Zug jetzt erstmal eh abgefahren ist. Du hast jetzt bis zur Verteidigung keinen Einfluss mehr auf die Note. Diese Panik danach bringt doch nichts. Solltest du nicht bestehen ist das doch auch kein Drama. Du bist mitnichten nicht der erste außerhalb der Regelstudienzeit in der Firma. Kühlen Kopf bewahren?

Wie kann Ich mich noch mal motivieren für den Endspurt?
Solange ein Motivationsproblem haben, bis es ein Zeitproblem wird? Kennt eigentlich jeder Student. Mir hilft es, wenn ich mir einen klaren Lernplan mache. Nach all den Jahren Schule und Studium weißt du in Wahrheit aber eh selbst am besten, was dich motiviert.

Ist es nur für mich so schwer, in dem Alter neue Kontakte zu finden? Oder liegt es zum Teil auch einfach an den Hobby´s/der Mentalität?
In unserem Alter ist das ganz sicher nicht schwer. Schwer ist das erst wenn mitten im Berufsleben steht und Kinder hat. In unserem Alter ist es sehr leicht. Schau dir mal an welche Interessengruppen es an der Uni gibt. Triff dich häufiger mit Kommilitonen. Versuche etwas selbstbewusster zu sein und leg' dir mal ein paar vernünftige Hobbys zu. Was du machst mache ich auch viel, macht einen aber nicht interessant und ist in Wahrheit nur Zeitverschwendung. So lernt man auch keine Leute kennen.

Ich wüsste nicht was ich ihr schreiben sollte, Smalltalk ist irgendwie nicht meine Stärke...
Es kommt ja nicht darauf an, was du schreibst, sondern dass du was schreibst. Schüchternheit kann auch attraktiv wirken. Schlag doch ein ganz unverbindliches Treffen (nicht "Date" sagen) an einem öffentlichen Ort vor, den du gut kennst und auch magst.

Beste Grüße
 

Benutzer124226 

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Ich habe jetzt endlich Zeit gefunden dir zu Antworten! Erst einmal :knuddel: Solche Gedanken kenne ich und die sind echt blöd, gerade in der Prüfungsphase.

Ich habe immer das Gefühl, dass meine Arbeit bestimmt total schlecht ist, Angst durchgefallen zu sein und das diese 3 Monate, welche Ich in diese Arbeit investiert habe letztlich für die Katz waren. Diese gesamte Angst beruht auf zweiFaktoren:
Solche Gedanken darfst du nicht zulassen. Auch wenn es schwer ist: versuche dir einzureden, dass du jetzt eh nichts mehr tun kannst. Es ist nicht mehr zu ändern, die Arbeit ist abgegeben.

Halte dich lieber hier dran fest:
Wenn Ich Arbeiten mancher Komilitonen lese, denke Ich mir jedoch, dass meien Arbeit ansich doch locker zum Bestehen reichen müsste.
Das klingt doch schon viel positiver! :zwinker: Lenk dich ab, denkle nicht über die Arbeit nach. Das ist das einzige, was ich dir dazu raten kann.

Ich habe mir die App "Spontacts" installiert, habe da auch an einigen Aktivitäten (Kart fahren, Fußball gucken/Stadion und Bowlen) angeschlossen, jedoch besteht dort immer die Gefahr Leute zu treffen, mit denen man überhaupt nicht zurecht kommt und dann zumindest ein paar Stunden irgendwie überstehen muss. Längerfristige Kontakte haben sich bisher hieraus nicht entwickelt, obschon Ich des öfteren Kart fahren gehe mit einer im Kern gefestigten Gruppe.
Das ist ein super Schritt! Finde ich gut von dir, dass du das selbst in die Hand nimmst. Du kannst nicht davon ausgehen, dass sich nach kurzen Treffen direkt innige Freundschaften entwickeln. Das dauert einfach Zeit. Aber das ist ein guter Anfang. Auch die fetse Gruppe zum Kartfahren zeigt doch, dass es funktioniert.
(User Treffen sind auch ein guter Ort neue Leute kennen zu lernen :zwinker: )

Ist es nur für mich so schwer, in dem Alter neue Kontakte zu finden? Oder liegt es zum Teil auch einfach an den Hobby´s/der Mentalität?
Ich finde es generell schwer wirklich neue enge Freunde zu finden, wenn man nichts neues anfängt. Wenn man nur Arbeiten geht und schon länger zur Uni, dann sind da einfach keine neuen Leute. Das liegt nicht an deiner Mentalität, wie ich finde.

Nur mehr daraus geworden ist nie, weil etwas mehr als 50cm Größenunterschied gegeben sind und in der Zwischenzeit dann auch der Kontakt immer geringer wurde. Ich käme mir eben auch sehr komisch vor sie jetzt anzuschreiben, Ich wüsste nicht was ich ihr schreiben sollte, Smalltalk ist irgendwie nicht meine Stärke...
Ich glaube kaum, dass die 50cm Unterschied der Grund waren warum es bei euch nicht geklappt hat! :smile:
Spring über deinen Schatten, schreib sie an und frag was sie jetzt so macht und wie es ihr geht. Und dann frage sie doch möglichst schnell, ob sie Lust auf ein Treffen hat :smile:
 

Benutzer91472  (29)

Sehr bekannt hier
Ich danke euch beiden erstmal für die Antwort, hatte um ehrlich zu sein gar nicht mit so ausführlichen Antworten gerechnet.

Bei mir dauert im Moment alles ein wenig länger, Studium und Privatleben fressen doch mehr Zeit.

Was das Warten auf die Note angeht: Mach dir bewusst, dass der Zug jetzt erstmal eh abgefahren ist. Du hast jetzt bis zur Verteidigung keinen Einfluss mehr auf die Note. Diese Panik danach bringt doch nichts. Solltest du nicht bestehen ist das doch auch kein Drama. Du bist mitnichten nicht der erste außerhalb der Regelstudienzeit in der Firma. Kühlen Kopf bewahren?

Das ist mir bewusst, leider bin Ich von Natur aus ein Mensch der sehr viel und sehr ausführlich nachdenkt und von daher immer so seine Probleme hat. Betrifft zum Teil private Situationen aber eben auch den beruflichen Kontext, teils denke Ich über Sachen, die für mein Umfeld wahrscheinlich gewöhnlich sind/waren Jahre später noch nach und zermattere mir den Kopf, weiterbringen tut es mich letztlich nicht, dass ist mir bewusst.

Inzwischen habe Ich mich gut damit angefreundet, mir alternative Beschäftigungen zu suchen, um der nervlichen Anspannung aus dem Weg gehen zu können. Klappt mal mehr, mal minder vor allem wenn das was Ich lese/im Fernsehen sehe mit Studium und Bachelor/Abschlussarbeiten zu tun hat. Aber zumindest in dem Punkt scheine Ich mich zu bessern :zwinker:

Schau dir mal an welche Interessengruppen es an der Uni gibt. Triff dich häufiger mit Kommilitonen. Versuche etwas selbstbewusster zu sein und leg' dir mal ein paar vernünftige Hobbys zu. Was du machst mache ich auch viel, macht einen aber nicht interessant und ist in Wahrheit nur Zeitverschwendung. So lernt man auch keine Leute kennen.

Das ist so eine Sache für sich, mein Studiengang ist wie schon gesagt ein duales Studium, die Studenten kommen aus gesamt Deutschland (zumeist Bayern/Berlin oder Norddeutschland) und wirkliche Interessensgruppen gibt es, ob der Einteilung in Studienabschnitte nicht, klar haben sich in den 24 Monaten Studium gewisse Freundschaften ausgebildet, aber jeder weiß Ende Juli geht jeder zu seinem Unternehmen und man wird, wenn überhaupt über soziale Medien Kontakt halten. Längerfristige Kontakte ergeben sich hier eher nicht.

Regional habe Ich ein paar gute Freunde, der Kreis erweitert sich auch immer mal, aber wirklich leicht fällt mir das eben auch nicht. Habe es schon mit verschiedenen Hobby´s (Fußball, Handball, Kampfsport, Schach, Rad fahren) versucht, aber irgendwie langfristig gebracht hat alles nichts. Für einen Verein in Sportarten bin Ich zu, man muss es so sagen, schlecht und ansonsten lassen sich auch eher weniger Kontakte knüpfen. Ich fremdle in dieser Hinsicht stark mit vielen Leuten in meiner Generation, Ich gehe lieber mal raus und genieße den Tag und mache irgendwelche Ausflüge, besuche Parks oder verbringe den Tag sonstwie, als dass Ich abends saufe und in Discotheken feiern gehe. Auch dem allseits beliebten Fitnessstudio kann Ich nur bedingt etwas abgewinnen...



Erst einmal :knuddel: Solche Gedanken kenne ich und die sind echt blöd, gerade in der Prüfungsphase.

Danke dir, habe mich sehr über deine Antwort gefreut :smile:
Das klingt doch schon viel positiver! :zwinker: Lenk dich ab, denkle nicht über die Arbeit nach. Das ist das einzige, was ich dir dazu raten kann.

Ich versuche mich aufjedenfall daran zu halten, viel anderes tun als abwarten kann Ich ja wirklich nicht mehr.

Das ist ein super Schritt! Finde ich gut von dir, dass du das selbst in die Hand nimmst. Du kannst nicht davon ausgehen, dass sich nach kurzen Treffen direkt innige Freundschaften entwickeln. Das dauert einfach Zeit. Aber das ist ein guter Anfang. Auch die fetse Gruppe zum Kartfahren zeigt doch, dass es funktioniert.

Ich denke auch, dass mir das viel im Umgang mit "normalen" Menschen :zwinker: helfen wird, man lernt einfach unterschiedliche Charaktere kennen, natürlich muss/kann man nicht mit allen Menschen zurecht kommen, selbstdarstellerische Poser werden sich vermutlich nie in meinem persönlichen Umfeld wiederfinden, aber zumindest findet man so hin und wieder Leute, mit denen sich ggf. eine Freundschaft entwickelt, auch wenn man das nach 1-2 Treffen auf keinen Fall sagen kann.

Freundschaften brauchen Zeit und gemeinsame Erlebenisse um zu wachsen, zumal braucht man ja keinen extrem ausladenden Freundeskreis, wenige gute Freunde und dafür eine entsprechende Anzahl von Bekannten/sonstigen Kontakten, mit denen man etwas unternehmen kann sind da eher eine Ausgangslage, denn wirkliche tiefe Freundschaften sind mMn selten und man muss selbst etwas investieren, um diese am Leben zu erhalten.

(User Treffen sind auch ein guter Ort neue Leute kennen zu lernen :zwinker: )
Die Erfahrung habe Ich auch das letzte mal gemacht :smile: War auch ein sehr lustiger Abend, finde Ich. Da bietet sich aufjedenfall die Möglichkeit neue Kontakte zu finden, die man nicht unbedingt so auf dem Zettel hatte. Auch wenn Ich jetzt nicht groß zu den Vielrednern gehört habe. Einige sehr sympathische Leute dabei, die man hoffentlich bei dem Münster-UT wieder trifft :smile: Und anderweitige Kontaktaufnahme ist ja auch nicht ausgeschlossen.

Ich glaube kaum, dass die 50cm Unterschied der Grund waren warum es bei euch nicht geklappt hat! :smile:
Spring über deinen Schatten, schreib sie an und frag was sie jetzt so macht und wie es ihr geht. Und dann frage sie doch möglichst schnell, ob sie Lust auf ein Treffen hat :smile:

Danke, dass du mir Mut zusprichst, Ich bin mal gespannt, was heraus kommt. Bisher bin Ich immer davon ausgegangen, dass die Frauen, die Ich anschreibe dann schnell von mir genervt sind (bisher ein paar mal erlebt und leider viel investiert und nichts draus geworden) von daher habe Ich es meist gleich gelassen. In der Hinsicht war auch das Thema Ansprechen/Flirten real recht problembehaftet, weil Ich einfach immer denke, das Ich letztlich eh nur nerven werde...

Ich glaube zwar, dass der Größenunterschied letztlich doch ein Thema sein kann (46cm Unterschied sind denke Ich mal kein kleines Hindernis, auch wenn dieses definitiv überwindbar ist), aber du hast definitiv recht, wenn Ich es nicht versuche, dann kann Ich es auch nicht wissen.

Einen schönen Abend noch :zwinker:
 

Benutzer90869  (27)

Benutzer gesperrt
klar haben sich in den 24 Monaten Studium gewisse Freundschaften ausgebildet, aber jeder weiß Ende Juli geht jeder zu seinem Unternehmen und man wird, wenn überhaupt über soziale Medien Kontakt halten.
Glaubst du das ist nach 3 Jahre Bachelorstudium viel anders? Viele wechseln die Uni für den Master, so auch ich. Du solltest nicht mit hohen Ansprüchen rangehen! Der Freund fürs Leben läuft einem nicht unbedingt im Studium über den Weg; schaut man sich mal die Freundschaften der Erwachsenen/Eltern an, habe viele gar keine Freunde aus ihrer Studienzeit mehr. Es geht doch nur um das Hier und Jetzt. Und dafür sind auch viele andere bereit. So langfristig darf man bei Freundschaften nicht schon zu Beginn denken. Außerdem können sich Freundschaften auch über große Distanzen halten - und zwar nicht nur durch soziale Netzwerke.

Ich über Sachen, die für mein Umfeld wahrscheinlich gewöhnlich sind/waren Jahre später noch nach und zermattere mir den Kopf, weiterbringen tut es mich letztlich nicht, dass ist mir bewusst.
Ich bin mir sicher, dass es für die Arbeitnehmer in deinem Betrieb, die über die Regelstudienzeit hinauswahren, keine Konsequenzen in irgendeiner Weise gab. In der Praxis zählen ganz andere Dinge wie Teamfähigkeit und soziale Anpassungsfähigkeit. Da können Meister der Theorie scheitern und Versager in der Uni auf dem Job glänzen. Was in der Uni abgefragt wurde interessiert in der Praxis auch kaum. Demenstprechend sind die Noten im Detail unwichtig, solange sie akzeptabel bis gut sind.

Ich gehe lieber mal raus und genieße den Tag und mache irgendwelche Ausflüge, besuche Parks oder verbringe den Tag sonstwie, als dass Ich abends saufe und in Discotheken feiern gehe.
Sorry, aber dazwischen gibt es wohl noch sehr viel! Ich denke du solltest da nicht alles von vornerein ausschließen. Es gibt sehr viele gesellschaftliche Gruppen, irgendwas wird schon dabei sein. Ich engagiere mich z.B. gerne sozial oder politisch. Da ist man auch schnell unter Gleichgesinnten, egal in welcher Region. Und es gibt an Unis auch viele akademische Gruppen wie Debattenclub oder Unichor. Sport ist auch nicht gleich Sport, ein Standard Tanzkurs ist selbst "Unsportlichen" zu empfehlen. Also irgendwas wirst du schon finden. Ich finde es wichtig, dass man ein ausgeprägtes und mit der Arbeit mindestens ausgeglichenes Privatleben hat. Wir arbeiten letztendlich nur um zu leben aber wer nur arbeitet hat gar keine Zeit mehr zu leben.
 
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