Langzeitstillen

Benutzer121182  (35)

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Hallo liebe Mamas und auch Papas!

In letzter Zeit ist das Stillen ja wieder in voller Munde. Die Stillgegner sind ja kaum zu überhören und die Langzeitstillenden sind in Erklärungsnot und können offenbar nicht überzeugen.
Wie seht ihr das? Findet ihr es gut euer Kind lange zu Stillen? Wann kann man denn überhaupt von "Langzeitstillen" sprechen? Habt ihr Probleme mit eurem Partner oder Angehörigen/Freunden, denen ihr das erzählt bzw. die es mitbekommen? Welche Vorteile und Nachteile seht ihr im Langzeitstillen?

Ich habe meine Tochter seit Geburt an gestillt. 6 Monate voll und dann mit der Beikost begonnen, sie mochte den Brei allerdings nie. Jetzt ist sie 13 Monate alt und wir Stillen noch zum Einschlafen und eben nachts ,wenn sie möchte. Ich selbst habe kein Problem damit und habe sie gerne bei mir (davon abgesehen, dass sie sowieso bei mir schläft). In der Öffentlichkeit würde ich sie allerdings auch nicht mehr Stillen, um vor allem auch auf dumme Kommentare zu verzichten.

Liebe Grüße
Karlinka
 

Benutzer39498 

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Meine Mutter hat uns Kinder alle drei weit über das erste Lebensjahr hinweg gestillt. Ich kann sie leider nicht mehr über ihre Beweggründe befragen, aber es scheint uns nicht grade geschadet zu haben. Ich fand's auch nie komisch, wenn mein kleiner Bruder (fast 9 Jahre jünger als ich) gestillt wurde, auch nicht, als er schon etwas größer war. Bin damit aufgewachsen, dass das normal und natürlich ist. :smile:
 

Benutzer28757  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Ich stille meine Zwillingsmaedls nun seit 11 Monaten, hab ca. die ersten 4 Monate gepumpt und auch mit Formula zufuettern muessen, danach wurde vollgestillt bis sie dann Ende 6tes Monat Beikost angefangen haben. Im Moment stillen wir ca. 3 Mal untertags, und dann in der Nacht noch recht oft, bin mir nicht sicher wie oft, so alle 2 Stunden schaetz ich jeweils eine. Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen aufzuhoeren, wobei ich natuerlich doch hin und wieder das Beduerfnis nach einer Nacht durchschlafen habe, und mich oft frage, ob sie denn durchschlafen wuerden, wenn ich in der Nacht abstille und sie in ihrem eigenen Bett schlafen. Aber solange es so halbwegs gut geht will ich mal nichts aendern, dafuer finde ich die Brust als Beruhigungsmittel zu angenehm.
Es hat aber vor ca. einem Monat angefangen, dass Bekannte aus der Babygruppe gefragt haben ob ich denn "immer noch" stille. Ich denke es kommt aber (jedenfalls bei mir hier) auch auf die Kultur an, fuer meine indischen "Oberschicht" Bekannten ist ein Jahr mehr als genug, fuer tansanische Bekannte, Schwiegereltern, etc ist noch recht normal dass ich stille. Da ist es normal das auch oeffentlich zu machen, es gibt keine komischen Blicke und die meisten stillen mindestens bis 1,5 oder 2 Jahre. Ich finde diese unkomplizierte, offene Begegnung mit dem Stillen sehr positiv hier. Dennoch wuerde ich meine zwei nicht Tandem Stillen in der Oeffentlichkeit, das ist mir doch zu entbloesst :smile:

Fuer meinen Partner ist es natuerlich auch ok, dadurch hat er ruhigere Naechte, da die zwei schnell durchs Stillen beruhigt sind. Fuer ihn koennte es wahrscheinlich ewig so weitergehen. Bin schon gespannt ob ich abwarten kann bis die zwei sich selbst abstillen, oder obs mir irgendwann doch zu viel wird und ich in den sauren Apfel des Abstillens beissen werde. :smile:

Die Diskussionen die ich so auf Facebook mitbekomme ueber Langzeitstillen in den USA und Europa finde ich ehrlich gesagt recht ermuedend, warum es scheint als waere Stillen bis zum 6 Monat UNGLAUBLICH wichtig, danach dann ploetzlich eigentlich nicht mehr so, alles nach einem Jahr unnoetig und je mehr man sich 2 Jahren naehert faengt man schon an die etwas komische Mutter zu sein, die sich nicht abnabeln kann und will, verstehe ich einfach nicht, als wuerden sich Kinder an irgendwelche Monatsangaben halten. Leben und leben lassen, das waere doch schoen.
 

Benutzer121182  (35)

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Ja, ich finde diese Diskussionen auch sehr ermüdend mittlerweile. Ich trau mich schon gar nicht mehr irgendwas zu sagen, wenn ich gefragt werde oder überlege mir dann sogar einen spitzen Konter. Mir geht das echt auf die Nerven.

Als meine Tochter 7 Monate alt war, hatte meine Nichte ihren 6. Geburtstag und wir feierten den in einem Indoorspielplatz. Zu der Zeit war natürlich noch nicht viel mit Brei essen bei meiner Kleinen und darum habe ich sie natürlich auch da gestillt. Eine Freundin meiner Schwägerin meinte dann zu meiner Tochter: "Du solltest aber dann nicht mehr an Mamas Brust trinken, wenn du dann in die Krippe gehst!" Was für ein dämlicher Spruch, ehrlich. Ich sagte dann nur zu ihr:"Sie ist gerade 7 Monate alt und wird wohl noch an meiner Brust trinken dürfen!"

Ich hab diese bescheuerten Kommentare so satt... Und wie du schon sagst asante asante bis 6 Monate ist es okay und plötzlich nicht mehr. Was soll denn das? Muttermilch ist doch das beste für das Kind. Sie ist genau auf das jeweilige Kind abgestimmt, ganz davon abgesehen, dass es so viel mehr ist, als nur die reine Nahrungsaufnahme.
Und wenn ich dann schon höre oder lese, dass Mütter, die ihr Kind länger als ein Jahr stillen, selbst ein Problem haben, ihr Kind nicht loslassen wollen oder ähnliches, könnte ich kotzen... Ich zwinge meine Tochter doch nicht zu Stillen. Sie möchte das doch selbst so. Und warum sollte ich ihr etwas verwehren, was sie so zufrieden macht und ihr Geborgenheit gibt?

Vor allem auf mein Nachfragen, was ich ihr denn stattdessen anbieten soll, kommt immer wieder dir Flasche. Warum soll ich meiner Tochter dieses Zeug geben und auch noch eine blöde Flasche angewöhnen? Das ergibt so gar keinen Sinn für mich...
 

Benutzer85763 

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Ich stille meine Tochter mittlerweile seit 13 Monaten (leider nach wie vor inklusive Abpumpen und Zufüttern :geknickt:). Ursprünglich wollte ich den wohl klassischen Weg einschlagen: 6 Monate stillen, danach Beikost (und Flasche). Ich bin dann ins Weiterstillen quasi rein gewachsen. Dachte mir "ach, noch 4 Wochen oder so, mal schauen". Mittlerweile finde ich es toll, dass wir noch stillen, mir ist es glaube ich wichtiger als meiner Tochter :zwinker: Warum genau es mir wichtig ist, kann ich gar nicht genau sagen. Es ist eine einzigartige Form der Nähe, auch wenn man sicher auch andere Wege für diese Nähe finden würde.

Wir hatten einen sehr schwierigen Stillstart (frühes Zufüttern, Saugverwirrung, etc.) und ich war die ersten 4 Wochen nach der Geburt wahnsinnig traurig, dass es nicht so klappen wollte. Da wollte ich mich irgendwie durchbeißen - das ist bis heute so. Wir haben immer mal wieder Phasen, da ist das Stillen unglaublich schwierig (Rumturnen an der Brust, Brustverweigerung dank Saugverwirrung, etc.) - aber dann gibt es wieder diese schönen, innigen Momente :love: Die sind es mir einfach wert.

Mein Partner steht da voll dahinter und findet es gut, dass wir noch stillen. Bei einer Freundin ist der Partner regelrecht eifersüchtig auf das Baby an der Brust, das war bei uns nie so.

Doofe Kommentare gibt es bisher zum Glück nicht, jedenfalls bekomme ich es nicht direkt gesagt. Wir stillen aber auch nur zuhause (Kind ist leicht ablenkbar...). Schwierig fände ich es, wenn mein Kind irgendwann ständig am T-Shirt zieht und sich selbst bedienen möchte oder so, das wäre nichts für mich.

Nachteile sehe ich aktuell keine. Außer vielleicht, dass mein Hormonhaushalt immer noch durcheinander ist und ich durch den Östrogen-Mangel in der Stillzeit immer noch Schmerzen beim GV habe.
 

Benutzer121182  (35)

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Schwierig fände ich es, wenn mein Kind irgendwann ständig am T-Shirt zieht und sich selbst bedienen möchte oder so, das wäre nichts für mich.

Und genau das macht meine Tochter schon länger. Nicht in der Öffentlichkeit, zum Glück. Aber zu Hause schon hin und wieder und gerade nachts bedient sie sich selbst. Ansich stört mich das nicht, wenn sie dann nicht ständig, wie du sagst, herumturnen würde und ständig von einer Seite zur anderen wechseln würde. Am meisten stört mich allerdings, dass sie an einer Seite trinkt und an der anderen Seite dabei am Nippel rumspielen muss. Das ist aber nur nachts so, wenn ich keinen BH mehr trage.
 

Benutzer162121 

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Stillen ist das beste fürs Kind! Also weiterstillen!
Wie mir solche populistischen Aussagen auf die Eier gehen.:rolleyes: Was soll das? Den Zahn habe ich damals schon der Hebamme gezogen, die nichts besseren zu tun hatte, als noch vor der Geburt im Kreißsaal auf die Mutter meines Sohnes einzureden, wie wichtig stillen doch sei. Kernaussage war, dass alle nicht stillenden Mütter Rabenmütter seien. :kopfwand:
Die Frage ob Stillen ja oder nein, muss jede Frau für sich treffen. Da sollte niemand von außen reinquatschen. Auch ich als Vater habe mich da zurückgehalten, immerhin musste die Mama sich zuvor schon monatelang extrem einschränken. Das letzte was sie da noch gebrauchen kann, sind Aussagen wie: "Du musst stillen, das ist das Beste."
Bla, bla, bla... natürlich ist stillen grundsätzlich gut. Aber niemand kann dir garantieren, dass ein gestilltes Kind sich besser entwickelt, frei von Allergien bleibt, oder was man noch so der Stillerei zuschreibt. Wir leben zum Glück in einer Zeit und in einem Land, wo jede Frau frei entscheiden und sie auch genug gute Alternativen finden kann. Wichtig ist, dass die Entscheidung freiwillig getroffen wird. Dem Kind ist es doch letztendlich herzlich egal. Ich bin z.B. immer gerne aufgestanden, hab das Fläschchen gemacht und es dann meinem Sohn gegeben. :smile:

Explizit zum Langzeitstillen:
Hm, zu lange sollte man das mMn nicht machen. Ein Jahr ist sicher kein Problem, aber wenn das Kind dann noch im Alter von 3 und älter an Mamas Brust nuckelt, naja ich weiß nicht.:confused:
 

Benutzer130414 

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Bla, bla, bla... natürlich ist stillen grundsätzlich gut. Aber niemand kann dir garantieren, dass ein gestilltes Kind sich besser entwickelt, frei von Allergien bleibt,
natürlich kann man das nicht garantieren. ist das ein Grund es nicht dennoch anzustreben, da es statistzisch wohl doch laut diversen anerkannten studien gut ist.
diese Argumentation funktioniert auch null.

Ehrlich, ideine Aussage, das jede Frau das selsbt entscheiden muss. da geh ich voll mit.
Aber die Begründung :kopfwand:

niemand kann dir garantieren, das du vom Rauchen Krebs kriegst, dennoch sollte man davon abraten.
niemand kann dir garantieren, das du keine Alergien bekommst, wenn du erstillt wurdest, dennoch sollte man dazu raten. Merke. Raten! nicht zwingen, nötigen oder nerven bis zum umfallen.

EDIT: übrigens ist die aufklärung auch nicht so gut, da ich schon 2 mal von Müttern gehört habe, das die gekaufte Ersatzmilch ja doch besser, da kontrolliert von den Produzenten, wäre.
ich hab das gehört, bin verzweifelt un d hab die Fresse gehalten.
aber augenscheinlich fehlt da aufklärung (but: not my job!)
 

Benutzer162121 

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natürlich kann man das nicht garantieren. ist das ein Grund es nicht dennoch anzustreben, da es statistzisch wohl doch laut diversen anerkannten studien gut ist.
diese Argumentation funktioniert auch null.

Ehrlich, ideine Aussage, das jede Frau das selsbt entscheiden muss. da geh ich voll mit.
Aber die Begründung :kopfwand:

niemand kann dir garantieren, das du vom Rauchen Krebs kriegst, dennoch sollte man davon abraten.
niemand kann dir garantieren, das du keine Alergien bekommst, wenn du erstillt wurdest, dennoch sollte man dazu raten. Merke. Raten! nicht zwingen, nötigen oder nerven bis zum umfallen.

EDIT: übrigens ist die aufklärung auch nicht so gut, da ich schon 2 mal von Müttern gehört habe, das die gekaufte Ersatzmilch ja doch besser, da kontrolliert von den Produzenten, wäre.
ich hab das gehört, bin verzweifelt un d hab die Fresse gehalten.
aber augenscheinlich fehlt da aufklärung (but: not my job!)
Ich seh das anders, man sollte nicht zum Stillen raten. Das Stillen ist einfach eine von zwei Möglichkeiten. Wenn du googlest findest du auch genug Studien die belegen, dass das Stillen oft überschätzt wird. Aber ich will auch nicht gegen das Stillen argumentieren, das wäre Blödsinn.
 

Benutzer58054  (39)

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Ich habe beide Kinder ca 10-12 Monate gestillt. Danach nicht mehr, wer einen Wutanfalll bekommt weil die Bratwurt alle ist verdient keine Mumi mehr. Stillen finde ich wichtig, extrem langes Stillen kam für mich nie in Frage. Ich wollte endlich wieder trinken (ein bisschen rauchen), fett Sport machen und die Kilos abnehmen, mich wieder sexy fühlen. Da passte stillen nicht dazu, wie auch nicht zum Sex, wenn die Milch rausläuft. Nee, das war nix für mich.
 

Benutzer34612 

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Ich habe 13 Monate gestillt und würde das mal noch so gar nicht als Langzeitstillen bezeichnen. Mir doch wumpe gewesen, was andere dazu denken oder sagen :tongue:
Ich hab nie darüber nachgedacht, warum ich nicht stillen oder nicht lange stillen sollte. Das war einfach keine Option. Ist ein Baby - wird gestillt. Was sonst?
Lang finde ich alles, was länger als 2 Jahre geht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es gibt Stillgegner? Sowas kenne ich nur aus irgendwelchen Ländern, in denen man den Müttern eingeredet hat, dass das Zeug von Nestlé doch viel besser ist als natürliche Muttermilch. Sicherlich gibt es zig gute Gründe nicht zu stillen, egal ob es gesundheitliche oder nur organisatorische Gründe sind, aber dass man wirklich sagt, dass was anderes doch besser ist als stillen... naja.

"Wir" stillen jetzt seit fast einem Jahr, nebenbei gibt es Brei und auch schon das ein oder andere feste Essen. Wenn meine Frau irgendwann nicht mehr möchte, egal ob es sie nur nervt oder er anfängt zu beißen oder sie einfach nur das Gefühl hat, dass es mit dem restlichen Essen gut oder besser geht, dann ist das in Ordnung.
Das einzige Problem, das ich zur Zeit noch sehe, ist, dass unser kleiner fast ausschließlich beim Stillen einschläft.
 

Benutzer71335  (53)

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Also bis zum zweiten Lebensjahr würde ich gar nicht mal von Langzeitstillen sprechen, das ist eher optimal.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ein Jahr ist sicher kein Problem, aber wenn das Kind dann noch im Alter von 3 und älter an Mamas Brust nuckelt, naja ich weiß nicht.:confused:

Warum?
Solche und ähnliche Aussagen hört man so oft - aber mich würde mal interessieren, was daran bitte so seltsam oder fragwürdig sein soll.
Man soll der Mutter nicht reinreden (deine Worte). Warum dann nicht auch dann nicht, wenn sie sich entscheidet, ihr Kind bis zum 3. Lebensjahr oder länger zu stillen.

Ich frag mich einfach, ob es tatsächlich rationale Gründe dagegen gäbe.
 

Benutzer121182  (35)

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Stillen ist das beste fürs Kind! Also weiterstillen!

Das sehe ich genauso. Was gibt es besseres, als auf das Baby individuell abgestimmte Milch? Denn schon bei Krankheit verändert sich die Milch so , dass das Kind schneller wieder gesund wird. Wenn das mal kein Vorteil ist...

Ich bin z.B. immer gerne aufgestanden, hab das Fläschchen gemacht und es dann meinem Sohn gegeben. :smile:

Das ist ja wirklich schön und unglaublich nett von dir, wenn du deine Frau da unterstützt hast. Aber wenn gestillt wird, kann man sich doch einiges an arbeit sparen und kann einfach nebenbei weiterdösen, vor allem im Familienbett. :zwinker:

Ich seh das anders, man sollte nicht zum Stillen raten. Das Stillen ist einfach eine von zwei Möglichkeiten. Wenn du googlest findest du auch genug Studien die belegen, dass das Stillen oft überschätzt wird. Aber ich will auch nicht gegen das Stillen argumentieren, das wäre Blödsinn.

Ich würde definitiv zum Stillen raten!

Vorteile:
- kostet nichts
- hat immer die richtige Temperatur
- nichts macht das Kind schneller satt
- macht keine Arbeit
- man muss nicht für unterwegs mitnehmen
- das Kind wird bei Krankheit schneller Gesund.... und viele weitere!!

Nachteile:
- man ist gebunden
- nicht jede Frau möchte in der Öffentlichkeit Stillen
- man muss auf einiges Verzichten....

Für mich gibt oder gab es keinen Nachteil, der so sehr überwiegt gegenüber den Vorteilen, meiner Tochter das Beste zu geben, was sie bekommen kann!
 

Benutzer162121 

Benutzer gesperrt
Warum?
Solche und ähnliche Aussagen hört man so oft - aber mich würde mal interessieren, was daran bitte so seltsam oder fragwürdig sein soll.
Man soll der Mutter nicht reinreden (deine Worte). Warum dann nicht auch dann nicht, wenn sie sich entscheidet, ihr Kind bis zum 3. Lebensjahr oder länger zu stillen.

Ich frag mich einfach, ob es tatsächlich rationale Gründe dagegen gäbe.
Auf mich wirkt so etwas schon schockierend.

time-magazin-cover.jpg


Wenn jahrelang gestillt wird, z.B. bis ins Grundschulalter, sehe ich da Gefahren was die psychische Entwicklung des Kindes angeht. Wenn die Kinder ihre Milchzähne haben, können sie doch ganz normal essen. Dann ist es auch höchste Zeit, für das nächste Stückchen Selbstständigkeit und Abnabelung von der Mama. Da ist Stillen doch eher kontraproduktiv.
Und ehrlich gesagt stelle ich mir das auch komisch für das Kind vor, wenn es so lange gestillt wird, dass es sich nachher noch daran erinnern kann. :confused:
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Naja, da hast du dor ja auch was besonders reißerisches rausgesucht :zwinker:
 

Benutzer162121 

Benutzer gesperrt
Naja, da hast du dor ja auch was besonders reißerisches rausgesucht :zwinker:
Sicherlich. Allerdings ist das jetzt auch nicht so weit hergeholt, wie diese WDR-Doku zeigt:

Die WHO empfiehlt in den ersten 6 Monaten ausschließlich Muttermilch und anschließend bis zum 24. Monat noch Muttermilch beizufüttern. Das klingt vernünftig und gesund. Ganz im Gegensatz zu dem, was man z.B. in der Doku sehen kann.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich werds mir aufm Handy jetzt nicht anschauen, meine aber, diese Doku bereits gesehen zu haben.
Wenn du noch mal in meinen Beitrag schaust, gehe ich da ja scheinbar mit der WHO d'accord mit den 24 Monaten. Ich könnze mir vorstellen, dass es karlinka auch nicht um "Stillen bis der Schulbus kommt" ging (was jetzt auch kein wesentlich weniger reißerischer Titel ist).
In vielen Kulturen werden Kinder tatsächlich ganz selbstverständlich so lange gestillt und es verschwendet nicht mal jemand einen Gedanken darüber. Wie auch immer: auch längeres Stillen schützt vor Krankheiten und mindert das Allergierisiko. Ob das in jedem Fall zutrifft, weiß man natürlich nicht. Aber in der Hinsicht schadet es in keinem Fall.

Ein ledigliches "Naja, ich weiß ja nicht..." wäre für mich jetzt nicht so überzeugend :zwinker:
Und doch, ich würde jeder Mama empfehlen zu stillen. Aus meiner Sicht gibt es einfach keine Argumente dagegen.
 
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