Kurzgeschichte für die, die nicht schlafen wollen^^

Benutzer137740 

Sorgt für Gesprächsstoff
Guten Abend,
ich habe für meine Freundin spontan eine kurze Geschichte geschrieben, damit sie ihren Gruppenkindern im Zeltlager einen Schrecken einjagen kann^^
Ist jetzt nicht unbedingt ein Meisterstück von mir, aber von einer Überarbeitung habe ich auch abgesehen :grin:

Nicht weit von hier gab es damals ein Bergwerk. In diesem wurde Quecksilber abgebaut, ihr wisst schon, ein Metall von hoher Dichte, dass für verschiedenste Experimente benötigt wird und auch für die standartmäßigen Thermometer. Die Kügelchen die sich in den Röhrchen befindet bestehen daraus. Nun, der Quecksilberabbau ist an sich ein sehr hartes Brot. Zum Gewinn müssen sehr viele Gesteinsschichten durchdrungen werden und der Boden muss aufbereitet werden um an das wertvolle, jedoch extrem gefährliche Gut zu kommen. Eröffnet wurde diese Mine im Gegensatz zu vielen anderen erst relativ spät zum Ende des 20. Jahrhunderts, da die Gegend noch nicht erschlossen war und man das Vorkommen nur durch einen Zufall entdeckte. Ein kleiner Junge aus dem nahegelegenen Dorfe stolperte über einen Stein und wunderte sich, was das für eine merkwürdige Substanz auf seinem Schuh war, mit welchem er an diesem Stein hängen blieb. Glücklicherweise war sein Vater ein Alchemist der späten Stunde und entdeckte sofort, dass es sich bei besagter Substanz um Quecksilber handelte. Dies führte dazu, dass in den nächsten Monaten das Dorf immer mehr wuchs und ein wahrer Rausch begann. Alchemisten, Digger und erste Industrielle siedelten sich an und dem Ruf des Geldes folgend kamen auch die Kriminellen.
Mit der Zeit wuchs die Mine und damit verbunden auch das Dorf weiter an. Irgendwie beschlich den kleinen Jungen, der mittlerweile wahrscheinlich in eurem Alter war, doch die Neugier und der Tatendrang und er heuerte bei einem Unternehmer an und begann fortan am Wochenende immer in den Minen zu arbeiten. Damals war es so, dass auch die Kinder noch arbeiten mussten und der Junge wollte sich ein paar Groschen hinzuverdienen, da er ein Studium der Chemie anstrebte und Metalle in seinem Interessengebiet lagen. Fortan hieß es immer von Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergangen schaffen in der Mine. Die Stollen waren mittlerweile lang und tief und die Sauerstoffversorgung war auch nicht die Beste. Schließlich stieß man im Laufe der Zeit irgendwann auf ein unterirdisches Wasserreservoir mit Tiere, die man noch nicht kannte. Vollkommen an ihre Umwelt angepasst hausten sie im Wasser, doch von ihnen ging keinerlei Gefahr aus und sie wirkten sogar recht putzig. Der Überlieferung nach war es etwas auf dem evolutionären Stadium, das sich zwischen Fisch und den Amphibien befindet, jedoch einer komplett sonderbaren Gattung angehört.
So zog ein weiteres Jahr ins Land und dem Jungen fiel auf, dass sich etwas verändert hatte. Er konnte jedoch noch nicht begreifen, was es war und schon gar nicht, woher es kam. Es war als würde sich ein Schleier der Melancholie und des Vergessens über das Dorf, das mittlerweile zu einer Kleinstadt herangewachsen war, legen, aber irgendwie schien es die Bewohner nicht zu stören. Sie gingen ihrer Arbeit nach und machten nichts anders als sonst.
Mit der Zeit ging es jedoch mit den Merkwürdigkeiten los. Den ersten Minenarbeiter fand man enthauptet in der Nähe des Wasserreservoirs. Als wäre die Enthauptung nicht schlimm genug gewesen, konnte man erkennen, dass aus dem Körper des Toten Stücke mit brachialer Gewalt herausgerissen worden waren. Man war sich nicht sicher, wer oder was hinter dieser Gräueltat steckte und vertuschte diesen Vorfall, da das Bergwerk extrem viel Geld abwarf. Eine Woche später entdeckte man einen weiteren Leichnam, welcher ähnlich geschändet in einem kleinen Stollenabzweig gefunden wurde. Kurioserweise fand man in der Nähe auch die Reste eines Feuers, jedoch begriff niemand, was in dieser Mine vor sich ging. Und dies blieb weiterhin so, bis die Mordserie weiterging. Mit der Zeit gab es immer mehr Tote und man entschied sich die Mine für immer zu schließen, da man vermutete, dass auf dieser ein Fluch liegen könnte. Alles Geld der Welt überzeugte auch die Investoren nicht, da sie sich, wie viele anderen auch fürchteten, sie könnten die nächsten sein.
In der Zwischenzeit hatte man jedoch eine Dürreperiode gehabt und die Bevölkerung litt Hunger und man entschied sich das Wasser aus dem Reservoir zur Bewässerung der Felder und als Trinkwasser zu verwenden.
Mit dem Schließen der Mine hörte die Mordserie jedoch nicht auf und die Verbrechen wurden immer grausamer. Teilweise wurden nur noch Knochen mit Fleischresten gefunden und immer in der Nähe gab es eine Feuerstelle.
Eines schönen Tages ging der Junge, der mittlerweile zum Mann wurde in der Nähe der alten Mine spazieren und fand ebenso eine Leiche. In den Vergangenen Tagen hatte es geregnet und somit war der Boden matschig. Nach genauerer Inspektion des Tatortes konnte der Junge feststellen, dass der oder besser die Täter Spuren hinterlassen haben. Jedoch haftete diesen nur teilweise etwas Menschliches an. Solche Abdrücke hatte er noch nie gesehen. Weder in Fachbüchern, noch in Museen. Was diesen Menschen auch umgebracht hatte musste von Grund auf böse sein. Andernfalls ließ sich diese Brutalität keinesfalls erklären. Aber was es auch wahr, es hatte es nun auf ihn abgesehen, da er nun mehr wusste, als zuträglich war. Er wusste es einfach, warum auch immer.
Am nächsten Morgen kaufte er sich im örtlichen Kiosk die Tageszeitung und las erschreckendes: Verrückte morden in Bolivien nach Quecksilbervergiftung. Quecksilber? Das gibt’s doch auch hier! Jedoch gab es einen wichtigen Unterschied: Die Opfer in Bolivien waren gänzlich unversehrt. Aber was könnte es sonst sein?
Als er am nächsten Wochenende aus der Hochschule wieder in den Ort kam brachte er ein Massenspektrometer mit, um den Verseuchungsgrat festzustellen. Und tatsächlich: Die Erde, das Wasser, das Getreide: Alles war verseucht. Dies erklärte wohl auch, warum in den letzten Jahren die Leute jünger starben und warum einige dem Wahnsinn verfielen und dafür schon zwei Psychiatrische Einrichtungen eröffnet wurden. In ebendiesen geschahen merkwürdige Dinge, wie man hörte, und auch dort fanden die Morde statt. Die Regierung hatte auch extra dafür ein Wissenschaftlerteam hergeschafft, die eine Spezialstation eröffneten aus welcher niemand raus und auch niemand herein kam. Bis zu diesem einen Tage…
Einen Tag später stand der junge Mann vor der Einrichtung. Er wollte einen Freund besuchen, der vergangene Woche auch eingeliefert wurde. Am Schalter war niemand anzutreffen und so entschied er sich einfach weiter zu gehen und von selbst zu suchen, irgendwo musste ja ein Pfleger herumlaufen. Er traf jedoch auf niemanden, weder Patienten, noch Personal und plötzlich fand er sich vor der Regierungsstation wieder. Die Tür war aus den Angeln gerissen und er sah überall verstreut menschliche Gliedmaßen, Eingeweide und Knochen. Er musste an sich halten, um nicht in Ohnmacht zu fallen, so haarsträubend und brutal sah die Station aus.
Und anschließend sah er es: Es lag tot auf einem Seziertisch: Der Kopf der eines Menschenähnlichen Wesens mit riesigen Glubschaugen und der Körper einer Mischung aus Mensch und Frosch mit rasiermesserscharfen Flossen an Armen und Beinen. Doch das groteskeste an der Gestalt war das Grinsen mit den Haiähnlichen Zähnen und die graue Körperfarbe.
Plötzlich spürte er einen Lufthauch im Nacken und als er sich umdrehte stand ihm eines dieser Wesen in Fleisch und Blut gegenüber. Mit Blutverschmierten Lefzen hörte er die letzten Worte seines Lebens: „Du wirst eine hervorragende Mahlzeit abgeben, so jung und zart wie du ausschaust!“ Mit einem manischen Kichern (HIER LAUT EINFÜGEN :grin: )stürzte sich die Gestalt auf den jungen Mann und tat sich genüsslich an seinem Leib.

Als die Polizei am nächsten Morgen eintraf erwartete sie in der kompletten Stadt ein grauenhaftes Bild: Überall auf den Straßen lagen Leichen und die Stadt glich einem Schlachtfeld. Tags darauf wurden der Ort und der Umkreis von Wissenschaftlern und Militär abgeriegelt, sodass niemand fliehen und auch niemand einbrechen konnte. Es wurde festgestellt, dass die durch eine Quecksilbervergiftung wahnsinnig gewordenen irgendwie eine Symbiose mit den Lebenwesen des Wasserreservoirs eingegangen waren und diese die Kontrolle über den Körper und den Geist übernahmen. So entwickelten sich diese Bestien.

Jahrelang herrschte schweigen über diese Vorkommnisse bis zum Oktober des letzten Jahres, als man eine Lücke in einer Mauer fand. Vor dieser Lücke befanden sich Spuren unerklärten Ursprungs.
In den Nachbarorten häuften sich die Polizeieinsätze, da Anwohner behaupteten, sie hätten grauenvolle Geräusche und Kichern gehört, doch es war unerklärlich, woher dies kam.
Auch hier im Nachbarort hörte man Stimmen und Kichern aus dem Walde schallen, also gebt acht, das euch die Wesen nicht holen kommen, denn so wie es ausschaut ist das Böse wieder frei….
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Nee nee, das ist nicht frei... TELE 5 hat alles eingefangen und bringt es am Samstag. :thumbsup:
 
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