KS ungefährlicher?

Benutzer107106 

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Ich denke, das kann immer passieren.

Aber nur, weil die Möglichkeit bei einer natürlichen Geburt auch besteht, muss ich das ja nicht durch einen Kaiserschnitt forcieren.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich habe nichts gegen Kaiserschnittgeburten - nur sollte der eben medizinisch notwendig sein.
Ich finde es nur einfach bedenklich, wenn Frau sich aus reiner Bequemlichkeit für diese Methode entscheidet. Da frage ich mich dann - ganz ehrlich - was sie sich vom Muttersein erwartet.
Ich schließe mich dir an. Zwei Dinge werden beim KS häufig total außer Achtgelassen: Die Op-Schmerzen und OP-Risiken für die Mutter und eben die Risiken fürs Kind.
Ich selbst habe mich ja für die Geburt ebenfalls für einen KS entschieden, weil die lange Latte an einzelnen Problemen, mich davon überzeugt haben, dass gerade die Überwachung fürs Kind mir in dem Fall wichtiger sind. Trotzdem habe ich eine riesen Panik, ausgeliefert auf dem kalten OP-Tisch zu liegen. Ich wurde noch nie operiert (zumindest seit über 20 Jahren nicht mehr), ich habe also keine Ahnung wie mein Kreislauf auf Blutverlust, Narkose und Schmerz reagieren wird...
 

Benutzer113006 

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Off-Topic:
Bei der Gelegenheit frage ich mich, warum muss eine Geburt überhaupt so schmerzhaft sein. :rolleyes:
[...]
Was soll aber diese Qual bei der Geburt? :mad:
Ich kann mit meiner Freundin nicht fröhlich ein Kind zeugen, wenn sie dann solche bescheuerten Schmerzen ertragen soll. :hmm:
Liegt ganz klar am Sündenfall, wo Frau vom Apfel gegessen hat, und von dort an für immer mit den Schmerzen der Geburt bestraft wird :rolleyes:
 

Benutzer102949 

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wieso ist man im krankenhaus nicht mobil? ich denke zuhause ruhen sich die frauen auch aus, genauso wie im krankenhaus

Doch es ist ja ein Unterschied, ob ich mich nach einer Geburt einigermaßen schmerzfrei bewegen kann oder ob ich wegen der frischen Narben wochenlang Probleme damit habe. Das beeinflusst die Mobilität und man bleibt ja im Krankenhaus wegen der OP.
 

Benutzer69081  (35)

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Off-Topic:
Wenn ich dran denke, wie lange ich nach meiner minimalinvasiven Blinddarmentfernung nix heben durfte und wirklich angeschlagen war, dann will ich nicht wissen, wie das bei einem KS ist. Das ist ja noch schlimmer, weil der Schnitt deutlich größer ist.

Der Beckenboden ist nach einer Schwangerschaft ohnehin sehr angeschlagen, die spontane Geburt macht da keinen großen Unterschied. Der Spruch aus Amerika "save your lovechannel, take a cesarian" ist also schlichtweg falsch.

Eine spontane Geburt ist anstrengend und tut auch weh, über mehrere Stunden. Aber danach ist frau erschöpft und fertig mit der Geschichte. Es braucht meist nur eine kurze Erholungsphase, bei manchen eine Stunde, bei anderen 4 Stunden, dann läuft sie wieder rum.
Bei einem KS geht man fit in den OP und hat dafür später Schmerzen an der Narbe, kann sich kaum bewegen und nur wenig um das Kind kümmern.

Ich bin sicher nicht das Maß der Dinge aber ich bin einen Tag nach der Geburt schon spazieren gegangen mit Baby vorm Bauch und das war kein Problem, ebenso wenig das alleine kümmern. Beides wäre nach einem KS nicht möglich gewesen.

Die Frage KS oder spontane Geburt sollte man sich wirklich erst stellen, wenn man schwanger ist. Man bekommt durch das Kind im Bauch einen ganz anderen Blickwinkel, beschäftigt sich dank Frauenarzt und Hebamme anders damit und die Hormone, die dann durch den Körper schießen, senden da auch nochmal andere Botschaften als man sich das unschwanger vorstellen kann. Also: du musst jetzt, mit 17 und unschwanger, noch lange nix entscheiden. Warte noch ein paar Jahre, werde schwanger und DANN hast du noch ca 30 Wochen Zeit, dir Gedanken darüber zu machen, wie du entbinden willst. Dann sprichst du mit deiner Hebamme darüber, du besichtigst Kreißsäle und der FA wird dich für deinen individuellen Fall beraten.
Du weißt ja auch vorher noch gar nicht, ob es nicht einen medizinischen Grund für einen Kaiserschnitt gibt, sodass du gar keine Wahl hast. Das kann die Lage des Kindes sein, das kann seine Gesundheit sein oder deine eigene. Eine Schwangerschaft ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten, da lohnt es sich nicht, sich vorher schon einen Kopf drum zu machen. Die Würfel werden eh neu geworfen wenn man erstmal schwanger ist.
 
J

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Gast
Ich schließe mich dir an. Zwei Dinge werden beim KS häufig total außer Achtgelassen: Die Op-Schmerzen und OP-Risiken für die Mutter und eben die Risiken fürs Kind.
Ich selbst habe mich ja für die Geburt ebenfalls für einen KS entschieden, weil die lange Latte an einzelnen Problemen, mich davon überzeugt haben, dass gerade die Überwachung fürs Kind mir in dem Fall wichtiger sind. Trotzdem habe ich eine riesen Panik, ausgeliefert auf dem kalten OP-Tisch zu liegen. Ich wurde noch nie operiert (zumindest seit über 20 Jahren nicht mehr), ich habe also keine Ahnung wie mein Kreislauf auf Blutverlust, Narkose und Schmerz reagieren wird...

Na, der tisch wo du drauf liegst, ist geheizt :grin: also frierst du dir nicht den "boppes" ab
du wirst überwacht,auch wenn dir aufeinmal schlecht wird, bekommst direkt ein mittel,und die übelkeit ist wie weg geblasen....
 

Benutzer107106 

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Na, der tisch wo du drauf liegst, ist geheizt :grin: also frierst du dir nicht den "boppes" ab
du wirst überwacht,auch wenn dir aufeinmal schlecht wird, bekommst direkt ein mittel,und die übelkeit ist wie weg geblasen....
Also meine Cousine hatte bei ihrem KS keinen geheizten Tisch und trotz Medis hatte sie eine Körpertemperatur von unter 36Grad, weswegen sie nach dem KS erst für eine halbe Stunde in ein Wärmebett musste, bevor sie zu ihrem Kind durfte. Eine andere Bekannte erzählte das selbe von ihrem KS. Kommt wohl auf die Klinik an. Und allein aus Nervösität wird mir schon total schlecht sein, und am Ende dieser Schwangerschaft ist mir das sowie so ständig. Gäbs ein Medikament, was ich ohne Risiken und Nebenwirkungen nehmen dürfte, hätte ich das schon intus...
 

Benutzer120764  (26)

Sehr bekannt hier
Danke jedenfalls für die vielen antworten

Nachdem ich das so lese (bei einem KS keine Beziehung zu Kind aufbauen können usw) würde ich mich glaub ich doch für eine normale Geburt entscheiden...wenn es so weit ist:grin:
Ich hab nur immer gedacht das ein KS ungefährlicher für ein Kind ist aufgrund Sauerstoffmangen etc.
 
J

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Gast
Also meine Cousine hatte bei ihrem KS keinen geheizten Tisch und trotz Medis hatte sie eine Körpertemperatur von unter 36Grad, weswegen sie nach dem KS erst für eine halbe Stunde in ein Wärmebett musste, bevor sie zu ihrem Kind durfte. Eine andere Bekannte erzählte das selbe von ihrem KS. Kommt wohl auf die Klinik an. Und allein aus Nervösität wird mir schon total schlecht sein, und am Ende dieser Schwangerschaft ist mir das sowie so ständig. Gäbs ein Medikament, was ich ohne Risiken und Nebenwirkungen nehmen dürfte, hätte ich das schon intus...

bei meinem ersten kaiserschnitt hatte ich auch kein wärme tisch....da war das aber alles anders...
ich hab bei meinem letzten kaiserschnitt gefragt wieso weshalb, und da sagten mir die ärzte, dass sie immer weiter gehen, bzw sich verbessern, zu dem auch alles anders gemacht wird...zum beispiel, anstatt nähen, tackern, oder anstatt eine periudal anästesie eine spinal anästesie.....die medizin reift ja immer weiter aus, und daher, ziehen die krankenhäuser immer die besseren sachen in betracht.[DOUBLEPOST=1365771519,1365771430][/DOUBLEPOST]
Danke jedenfalls für die vielen antworten

Nachdem ich das so lese (bei einem KS keine Beziehung zu Kind aufbauen können usw) würde ich mich glaub ich doch für eine normale Geburt entscheiden...wenn es so weit ist:grin:
Ich hab nur immer gedacht das ein KS ungefährlicher für ein Kind ist aufgrund Sauerstoffmangen etc.


Mit der beziehung, ist quatsch finde ich, wenn man sich auf ein kind freut und es sich wünscht und es schon im bauch liebt, dann ist das ob normal geburt oder kaiserschnitt, nicht viel anders, für viele hat es vielleicht den anschein, aber ich kann sagen, ich liebe meine kinder trotz das sie nicht sofort bei mir waren.
 

Benutzer98383 

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke auch, dass es alles seine Vor- und Nachteile hat. Eine Bekannte von mir ist bei einer natürlichen Geburt "komplett" aufgerissen, bis zum Schließmuskel. Da wurde nämlich kein Dammschnitt gemacht. Ein Bekannte ist leicht eingerissen, doch dann merkten die Ärzte, dass sie innerlich durch die Schulter des Kindes aufgerissen war und noch fast eine Not-Op folgen musste, damit sie nicht verblutet. Sie haben sie dann zu zweit genäht und es geht ihr gut.
Ein anderes Familienmitglied hatte einen Kaiserschnitt. Dieser wurde erst nach so vielen Stunden Wehen durchgeführt, dass die Mutter nur noch erschöpft war. Zur Krönung schnitt ihr der Arzt beim KS noch in die Blase. Somit hatte sie viele Wochen durch den Kaiserschnitt zu kämpfen und es bestand das Risiko, dass eine dauerhafte Schädigung der Blase bleibt, was zum Glück nicht eintrat.
Meine Cousine durfte ebenfalls Ewigkeiten in den Wehen liegen, bis - ups - bemerkt wurde, dass sie zu eng ist und das Kind keinesfalls durchpassen kann. Super. Hier war der KS ein Segen. Ebenso bei einer anderen Freundin, sie und ihr Kind wären ohne KS innerhalb kurzer Zeit gestorben (Vergiftung).
Ich bin der Meinung, dass man eine normale Geburt vorziehen sollte und keines falls grundlos einen KS durchführen sollte. Die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben. Auch wenn man natürlich bedenken muss, dass der Mensch sich anders entwickelt hat und Geburten dadurch schwerer werden. Andererseits ist die Medizin schon sehr weit und kann im Notfall eingreifen. Nur dafür sollte der KS gedacht sein. Was ich allerdings immer machen würde, ist eine Beratung dazu, ob es bei mir irgendwelche Risiken gibt. Dann kann man abwägen.
Alle Frauen die schon einen KS und eine Geburt hatten und mir darüber berichteten, hatten lange mit der OP zu kämpfen und würden eine normale Geburt immer vorziehen. Somit bin ich zum gleiche Entschluss kommen, könnte mir aber vorstellen, dass ich, genau wie meine Cousine, ein zu kleines Becken für eine normale Geburt habe. Wir sind beide gleich klein und haben die gleiche Figur. Das würde ich vor der Geburt so gut wie möglich klären und auch explizit drauf hinweisen.
 

Benutzer4590 

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Mit der beziehung, ist quatsch finde ich, wenn man sich auf ein kind freut und es sich wünscht und es schon im bauch liebt, dann ist das ob normal geburt oder kaiserschnitt, nicht viel anders, für viele hat es vielleicht den anschein, aber ich kann sagen, ich liebe meine kinder trotz das sie nicht sofort bei mir waren.

Dass das bei dir kein Problem war, heißt ja nicht, dass das nie eins sein kann. Erzähl mal den Müttern mit postnatalen Depressionen oder Bindungsstörungen, dass sie sich einfach nur zu wenig auf ihr Kind gefreut haben, das wird sie sicher erheitern.
 
J

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Gast
Dass das bei dir kein Problem war, heißt ja nicht, dass das nie eins sein kann. Erzähl mal den Müttern mit postnatalen Depressionen oder Bindungsstörungen, dass sie sich einfach nur zu wenig auf ihr Kind gefreut haben, das wird sie sicher erheitern.


Hey, ich kenne beides... ich hatte bei meinem ersten sohn auch postnatale Depressionen....ich weiß was du meinst, ich hab auch tagelang da gesessen und geweint und hab mir gedacht ich geb ihn weg, damit er bei jemanden sein kann der ihn liebt... aber als ich die depressionen überwunden habe, durch Psychologische hilfen etc, wusste ich , es war GUT das ich ihn nie weg gegeben habe, und lieben tue ich ihn dennoch...
 

Benutzer102949 

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Off-Topic:
Und wie passt das nun zu deinem letzten Beitrag?! :ratlos:
 
J

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Ich hab die Depression relativ spät bekommen, als der kleine 4 monate alt war, anfangs hatte ich eine bindung, hab dann aber die depressionen bekommen, und halt so gedacht, aber durch psychologe hab ich dann quasi "wieder" zu meinem kind gefunden
 

Benutzer71335  (53)

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Was glaube ich noch keiner erwähnt hat, ist das nicht zu unterschätznde Risiko, dass bei einer darauffolgenden Schwangerschaft im Endstadium, wenn sich die Gebärmutter wieder extrem dehnt, die alte Naht wiede raufreissen kann.
Daher ist auch bei einer weiteren spontanen Geburt oft eine Vollnarkose nötig, damit die Gebärmutter nochmal im Anschluß an die Geburt nachgetastet wird.

Kann aber auch schon ohne das man es gleich merkt in den letzten Tagen vor dem ET passieren, folge wäre eine Bauchfellentzündung die sowohl Mutter als auch Kind extrem gefährden könnten, wenn nicht schnell ein Notkaiserschnitt durchgeführt wird und das weitere Schwangerschaften wgen des zu hohen Risikos absolut vermieden werden sollten.

Überhaupt sagt man das man mit einem Kaiserschnitt beim erste Kind, maximal noch 2 weitre Kinder haben sollte, dass Risiko aber jedesmal größer wird.
Kenne aber vierfache Mütter mit nur KS-Geburten.
 

Benutzer69081  (35)

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Ich hab nur immer gedacht das ein KS ungefährlicher für ein Kind ist aufgrund Sauerstoffmangen etc.
Bedenke: bei der Geburt weitet sich der Muttermund auf 10cm, das entspricht (mal Pi) plus Dehnung dem Kopfumfang des Kindes, da muss es durch und da passt es im Normalfall auch durch (Anatomische Ausnahmen mal ausgenommen)

Bei einem KS wird auch nur ein 10cm langer Schnitt gemacht, also genau so groß wie der Muttermund aufgeht und dann drücken die Ärzte so auf dem Bauch herum dass das Kind durch diesen Spalt gepresst wird. Bei dieser Aktion (das herumdrücken und am Kind zerren) kann es auch dazu kommen, dass die Plazenta verletzt wird und das wird binnen 2 (?) Minuten lebensgefährlich fürs Baby. Besonders dann, wenn die Ärzte das nicht unmittelbar bemerken.

Ich finde nicht, dass ein KS grundsätzlich risikoärmer für ein Kind ist. Es hat beides seine Vor- und Nachteile und beides Risiken. Aber ich würde nicht die zusätzlichen OP-Risiken in Kauf nehmen wenns auch ohne die ginge.
 

Benutzer53463 

Meistens hier zu finden
Erfahrene Ärzte und Hebammen erkennen vor und während der Geburt, wenn es Komplikationen geben könnte. Der Entscheid, einen KS zu machen, kann auch während der Geburt noch gefällt werden. Früher sagte man, dass ein KS nicht mehr möglich ist, wenn das Kind bis zu einer bestimmten Tiefe gerutscht ist. Heute hat man die OP-Technik verbessert.

Das stimmt so schon mal gar nicht. Es können sehr wohl im Verlauf noch Komplikationen auftreten mit denen zuvor keiner gerechnet hat. Und auch dann ist nicht immer noch eine Sectio möglich. Wenn das Kind zu tief ist muss es dann vaginal operativ geholt werden.

Nachteile KS:
Das Fruchtwasser wird nicht aus den Lungen gepresst: Atmungsprobleme in den ersten Tagen möglich und Infektionen der Atemwege
Keine Aufnahme von Darmbaketerien über die Scheidenflora der Mutter: Darmprobleme am Anfang möglich
Inkontinenz durch Schnittverletzungen des Gewebes
Das mit dem Fruchtwasser ist ein Ammenmärchen. Wenn der Druck wirklich so groß wäre dass da was rausgepresst würde würde der ganze Brustkorb deformiert. Und Darmbakterien aus der Vaginalflora, sorry, aber selten so etwas dummes gelesen. Solche Sprüche kommen vermutlich von irgendwelchen uralten Hebammen die total gegen Sectio und alles "widernatürliche" sind.
Und bezüglich Inkontinenz ist das Risiko durch eine vaginale Geburt deutlich größer. Sicher der Beckenboden leiert schon während der Schwangerschaft aus. Der SChließmuskel reißt aber nur bei der vaginalen Geburt ein. Und so selten ist das gar nicht. Die Quote der jungen Frauen mit Problemen in dem Bereich ist wirklich nicht klein. Nur da redet eben keiner drüber. Wie jetzt irgendwelche Strukturen die für die Kontinenz wichtig sind bei einer Sectio verletzt werden soll musst du mir echt mal erklären. Da ist man im Vergleich zur vaginalen Geburt meilenweit weg.

Beim KS darfst du 8 wochen lang, nicht Baden, nicht Schwimmen, kein sex( das ist sowieso klar ob normal oder KS ) keine Tampons ( ist glaube auch bei Normal geburt standart)
mindestens 3 monate sollst du es vermeiden Schwer zu heben, vor allem wenn du eine Wundheilungsstörung hast,denn dann ist die narbe noch nicht wieder ganz zu...
Dann musst du die Wunde Täglich reinigen und Desinfizieren ( beim duschen kein Duschgel nutzen)
Dann musst du aufpassen , was Jeans hosen betrifft...(bei tackernadeln,kannst du hängen bleiben, und bei fäden,kann man auch hängen bleiben)
Auch da ist etwas durcheinander gekommen. Das man nicht baden etc. soll liegt daran das man noch Wochenfluss hat und der nicht mit den Brüsten in Berührung kommen soll um da Infektionen zu verhindern. Hat also rein gar nichts mit dem Kaiserschnitt zutun. Eher im Gegenteil. Da dauert der Wochenfluss meist nicht so lang. Was das hängenbleiben mit der Hose an den Klammern betrifft ist mir auch nicht so ganz klar was du da meinst. Die Klammern oder Fäden sind so um den Dreh 2 Wochen drin. Während der Zeit sollte da aber definitiv ein Pflaster drüber sein da die Wunde ja noch nicht 100% zu ist. Dass man da beim Duschen aufpassen muss ist auch logisch. Aber kann man ja irgendwie abkleben, dann geht das auch. Sollte jetzt keine große Sache sein.

Der Beckenboden ist nach einer Schwangerschaft ohnehin sehr angeschlagen, die spontane Geburt macht da keinen großen Unterschied. Der Spruch aus Amerika "save your lovechannel, take a cesarian" ist also schlichtweg falsch.
Selbst wenn das so stimmen würde bleibt immer noch die Sache mit dem Schließmuskel. Die Wahrscheinlichkeit, dass der bei einem großen Kind auf natürlichem Weg verletzt wird ist groß, bei der Sectio hingegen ist der Save. Und selbst wenn der dann hinterher genäht wird ist die Funktion damit beeinträchtigt.

Bedenke: bei der Geburt weitet sich der Muttermund auf 10cm, das entspricht (mal Pi) plus Dehnung dem Kopfumfang des Kindes, da muss es durch und da passt es im Normalfall auch durch (Anatomische Ausnahmen mal ausgenommen)

Bei einem KS wird auch nur ein 10cm langer Schnitt gemacht, also genau so groß wie der Muttermund aufgeht und dann drücken die Ärzte so auf dem Bauch herum dass das Kind durch diesen Spalt gepresst wird. Bei dieser Aktion (das herumdrücken und am Kind zerren) kann es auch dazu kommen, dass die Plazenta verletzt wird und das wird binnen 2 (?) Minuten lebensgefährlich fürs Baby. Besonders dann, wenn die Ärzte das nicht unmittelbar bemerken.
Das kann man so einfach nicht vergleichen. Wenn bei der Sectio die Gebärmutter eröffnet ist dauert es keine 2 min mehr bis das Kind draußen ist, das ist eine Sache von Sekunden. Bei der vaginalen Geburt beginnt nachdem der Muttermund auf ist ja erst die riskante Phase da es dann je nachdem wo das Kind gerade steckt kein zurück mehr gibt und die Zeitdauer bis das Kind bei Problemen dann doch draußen ist im Vergleich zur Sectio extrem lang ist. Und in solchen Situationen ist es dann auch völlig sekundär wie weit die Mutter aufreißt, ob der Schließmuskel drauf geht, oder ob die Symphyse das so mitmacht wenn das Kind da feststeckt.



Insgesamt gibt es bei der Frage einfach kein richtig oder falsch. Es wäre blöd, wenn eine Frau die gerne vaginal entbinden will ohne Grund eine Sectio machen lässt und umgekehrt eine Frau die absolut keine vaginale Entbindung will hierzu genötigt wird. Man kann auch nicht einfach Sectio mit Not-Sectio vergleichen und auch nicht eine normale vaginale Geburt ohne Komplikationen mit einer vaginal operativen. Da sind einfach Welten dazwischen. Das ist aber einfach vielen nicht klar. Aus dem Grund wäre man dann auch blöd, wenn man bei z.B. einem 4,5kg Kind und schmaler Statur unbedingt vaginal versuchen will weil man zum einen hier schon extreme Risiken in Kauf nimmt die bei einer komplikationslosen vaginalen Entbindung eben nicht inklusive wären. Zum anderen hat man dann eben doch eine Notsectio und das ist dann mal eine ganz andere Nummer als ein im Voraus geplanter Kaiserschnitt. Nur so zur Verdeutlichung. Bei einer geplanten Sectio kann man das meist in Spinalanästhesie machen. D.h. Die Mutter kann das Kind dann direkt sehen und bekommt die Geburt zumindest indirekt mit ohne bei der Sache SChmerzen zu haben. Sie ist auch hinterher nicht groß müde oder schlapp wie nach einer Vollnarkose. Bei einer Notsectio läuft das im Zweifelsfall so ab, dass zwischen Entscheidung Sectio und Kind ist draußen unter 10min stehen. Was das bedeutet kann man sich als Laie glaube ich gar nicht so richtig vorstellen. Da kriegt die Frau im Endeffekt innerhalb von wenigen Sekunden einen Tubus in den Hals. Das Desinfektionsmittel wird einfach über den Bauch gekippt. Das Opioid zur Analgesie gibt es dann auch erst wenn das Kind raus ist. Der einzige Vorteil an der Sache ist dass die Mutter dann hinterher von dem Act nicht mehr viel weiß durch die Medis.
Ich denke kaum, dass es Leute gibt, die zum einen scharf sind auf Komplikationen bei der vaginalen Geburt oder aber eine Notsectio. Und aus genau diesem Grund versucht man Patienten die für so einen Verlauf gefährdet sind eben schon vorher planmäßig mit einem Kaiserschnitt zu versorgen. Jetzt ist es aber so, dass der eine eben unbedingt vaginal entbinden will, dann geht man eben mehr Risiko ein, dass da doch etwas passieren könnte oder der andere auf keinen Fall so etwas erleben will, der bekommt eben schon eher ohne größere Risikofaktoren die Sectio. Ich finde es da extrem vermessen zu sagen dass man wenn immer möglich vaginal entbinden will weil es letztendlich der Körper der Mutter ist. Und durch eine geplante Sectio hat ein Kind deutlich weniger Risiken als bei einer vaginal operativen Geburt oder einer Notsectio. Sicherlich gäbe es nicht mehr viele Argumente für den Kaiserschnitt wenn alle natürlichen Geburten komplikationslos verliefen. Aber dem ist nun einmal nicht so. Und was dabei rauskäme wenn das bei uns noch so wäre kann man super an der Muttersterblichkeit in Entwicklungsländern sehen. Von der Kindersterblichkeit ganz zu schweigen.
 
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Benutzer68557  (30)

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Ich kann im Kern nicht so viel dazu beitragen. Ich muss dabei bloß immer an meine Mutter denken, die bei meiner Schwester einen (notwendigen, wegen falscher Lage) KS hatte.
Ich sollte ebenfalls ein KS werden, weil ich für meine Mutter zu groß war. Ich hatte es aber eiliger, sodass ich am Ende eine natürliche "Notgeburt" wurde. Etwa O-Ton des Arztes: "Entweder wir holen sie sofort und hoffen, dass alles gut wird oder wir machen noch einen KS und warten den Grad der Behinderung ab"..
Ich habe meiner Mutter das Steißbein gebrochen, wurde mit Zange rausgezogen, habe einen ordentlichen Damm- und DaRmriss hinterlassen und.. man glaubt es kaum, aber meine Mutter sagt, dass sie damit im Nachhinein zufriedener war als mit dem KS bei meiner Schwester...
 

Benutzer58054  (39)

Sehr bekannt hier
Ich verstehe wirklich nicht, warum man ohne medizinische Indikation in einen uralten Kreislauf eingreifen sollte. Wegen der Angst vorm Geburtsschmerz? Irgendwie kommt es mir so vor, als ob das Internet und ständiger Zugang zu auch sehr fragwürdigen Informationen dem Thema nicht so gut tun. Alle unsere Mütter, Großmütter ect. haben Kinder auf die Welt gebracht, mal mit guten und mal mit schlechten Erfahrungen.

Bei einem Kaiserschnitt wird der Bauch UND ein Organ aufgeschnitten, diese Verletungen müssen erstmal richtig ausheilen. Ich meine ein Dammriss/schnitt ist damit nicht vergleichbar.

Übrigens scheint es einen Zusammenhang zwischen einer Geburtseileitung mit synt. Oxitocin - häufigere PDA - häufigere Kaiserschnitte - Anpassungsstörung beim Säugling zu geben. Ich meine, dass (ähnlich wie mit dem Umgang der Pille) in unserer Gesellschaft viel zu unreflektiert auf Seiten der Mütter/"Patienten" mit diesen medizinischen Möglichkeiten umgegangen wird
 

Benutzer53463 

Meistens hier zu finden
Ich verstehe wirklich nicht, warum man ohne medizinische Indikation in einen uralten Kreislauf eingreifen sollte. Wegen der Angst vorm Geburtsschmerz? Irgendwie kommt es mir so vor, als ob das Internet und ständiger Zugang zu auch sehr fragwürdigen Informationen dem Thema nicht so gut tun. Alle unsere Mütter, Großmütter ect. haben Kinder auf die Welt gebracht, mal mit guten und mal mit schlechten Erfahrungen.

Bei einem Kaiserschnitt wird der Bauch UND ein Organ aufgeschnitten, diese Verletungen müssen erstmal richtig ausheilen. Ich meine ein Dammriss/schnitt ist damit nicht vergleichbar.

Übrigens scheint es einen Zusammenhang zwischen einer Geburtseileitung mit synt. Oxitocin - häufigere PDA - häufigere Kaiserschnitte - Anpassungsstörung beim Säugling zu geben. Ich meine, dass (ähnlich wie mit dem Umgang der Pille) in unserer Gesellschaft viel zu unreflektiert auf Seiten der Mütter/"Patienten" mit diesen medizinischen Möglichkeiten umgegangen wird

Naja die medizinische Indikation ist relativ. Wenn man unbedingt eine Sectio will wird man fast immer irgend ein Argument finden was für die Sectio spricht. Der Vergleich mit der Vergangenheit hinkt aber extrem. Wenn man diese Zustände wie ganz früher wieder haben möchte muss man dann eben auch 25-30% Muttersterblichkeit etc. in Kauf nehmen. Ich glaube kaum dass das jemand für sich riskieren möchte. Oder anders herum gesagt, eine Schwangerschaft und Geburt ist ja keine Krankheit für die es keine Heilung gibt. Man wäre da doch schon arg doof, wenn man die Möglichkeiten der heutigen Medizin körperliche Schäden abzuwenden nicht ergreifen würde. Wenn jemand von euch unbedingt ein 4,5kg Kind rauspressen will und dabei dann den Beckenboden komplett zerreisen und am besten noch den kompletten Schließmuskel aufreißen will bitte. Ich will das definitiv nicht und würde eben bei einem großen Baby lieber vorsorglich eine Sectio machen lassen. Ich war z.B. nur knapp über 3kg und mein Schlüsselbein war trotzdem gebrochen. Die Babies waren noch vor 100 Jahren einfach nicht so groß wie jetzt und die Beckenausmaße haben sich deswegen nicht verändert. Wieso soll man sich da dann sinnlos quälen, nur weil etwas anderes nicht natürlich ist? Na gut das ist dann eben auch Evolution wenn das Kind bei so einer Risikogeburt dann eben stirbt oder schwerbehindert ist weil die Mutter sich zu fein war eine Sectio machen zu lassen.
 

Benutzer102949 

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Naja die medizinische Indikation ist relativ. Wenn man unbedingt eine Sectio will wird man fast immer irgend ein Argument finden was für die Sectio spricht. Der Vergleich mit der Vergangenheit hinkt aber extrem. Wenn man diese Zustände wie ganz früher wieder haben möchte muss man dann eben auch 25-30% Muttersterblichkeit etc. in Kauf nehmen. Ich glaube kaum dass das jemand für sich riskieren möchte. Oder anders herum gesagt, eine Schwangerschaft und Geburt ist ja keine Krankheit für die es keine Heilung gibt. Man wäre da doch schon arg doof, wenn man die Möglichkeiten der heutigen Medizin körperliche Schäden abzuwenden nicht ergreifen würde. Wenn jemand von euch unbedingt ein 4,5kg Kind rauspressen will und dabei dann den Beckenboden komplett zerreisen und am besten noch den kompletten Schließmuskel aufreißen will bitte. Ich will das definitiv nicht und würde eben bei einem großen Baby lieber vorsorglich eine Sectio machen lassen. Ich war z.B. nur knapp über 3kg und mein Schlüsselbein war trotzdem gebrochen. Die Babies waren noch vor 100 Jahren einfach nicht so groß wie jetzt und die Beckenausmaße haben sich deswegen nicht verändert. Wieso soll man sich da dann sinnlos quälen, nur weil etwas anderes nicht natürlich ist? Na gut das ist dann eben auch Evolution wenn das Kind bei so einer Risikogeburt dann eben stirbt oder schwerbehindert ist weil die Mutter sich zu fein war eine Sectio machen zu lassen.

Halte langsam mal die Bälle flach. Nicht jedes Neugeborene wiegt 9 Pfund und nicht jede Mutter hat eine schmale Hüfte, und schon gar nicht treten bei jeder Geburt Komplikationen auf, die zwangsläufig zu einer Notsectio führen. Mach nun schön den Frauen Gewissensbisse, die sich für eine Sectio "zu fein waren", also das ist doch echt komplett daneben.
Es gibt kein Patentrezept, welche Art und Weise nun die richtige, die beste, die komplikationsloseste ist. Gibt es einfach nicht. Die Entscheidung darf aber nicht von Ärzten, dir oder Hebammen getroffen werden, sondern von der Mutter. Davon abgesehen ist es trotz der fortschrittlichen Medizin nicht möglich vorauszuahnen, ob und welche Komplikationen bei einer Sectio oder einer vaginalen Entbindung auftreten werden, passieren kann immer etwas. Wichtig ist, dass sich die Mutter wohlfühlt und im Notfall sofort gehandelt werden kann. Und man quält sich bei einer Geburt gewiss nicht sinnlos *facepalm*
 
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