Kriminalbeamte fordern Legalisierung von Cannabis

Soll Cannabis legalisiert werden?

  • Ja

    Stimmen: 47 66,2%
  • Nein, soll so bleiben wie es ist

    Stimmen: 16 22,5%
  • Nein, Alkohol und Nikotin sollten auch verboten werden

    Stimmen: 8 11,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    71

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das Verbot ist erfahrungsgemäß lächerlich ineffektiv, wer kiffen will der tut das auch. Alles was es bewirkt ist, Polizei und Justiz von wichtigeren Dingen abzuhalten und die Konsumenten zu stigmatisieren.

Ein Verbot, dass ursprünglich nur eingeführt wurde um ein paar Industriebonzen die Pfründe zu sichern, das sein Ziel verfehlt und das mir verglichen mit Alkohol nicht verhältnismäßig erscheint darf in meinen Augen gerne aufgehoben werden.
 

Benutzer138543  (26)

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Ich bin aus persönlichen Gründen dagegen. Durch die Legalisierung befürchte ich, dass die Hemmschwelle sinkt und eine psychische Abhängigkeit (Alk) reicht mir vollkommen..
 

Benutzer164451 

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Ich hab als Teenager so viele illegale Drogen probiert, einfach weil das die Leute, die Gras hatten, auch angeboten haben und ich hab auch viele in meinem Alter gekannt, die dann immer mehr zu den härteren Sachen gegriffen haben. Insofern finde ich es sehr sinnvoll Gras zu legalisieren, damit man dadurch nicht von den Dealern gelockt werden kann.
 

Benutzer164174  (43)

Öfters im Forum
Wenn man mal schaut, wie sich der Konsum in den US verändert hat, finde ich den Cannabiskonsum recht stressfrei im Vergleich zu anderen Dingen wie Crack, Crystal etc. Sind laut Statistiken hauptsächlich Leute ab 30 Jahre, und eben nicht so sehr die jungen Leute, die nun vermehrt (offen) konsumieren.
Also die, die vorher vielleicht ne gute Flasche Wein geköpft haben und nicht die, die aus Langeweile oder Neugierde oder zu ner Party was geraucht haben. Im Gegenteil, unter den jungen Leuten nimmt der Konsum in US sogar ab.
.
 

Benutzer127320 

Beiträge füllen Bücher
Halte ich auch für lange überfällig. Damit einhergehend sollte man auch an den Gesetzen feilen, die die Fahrtüchtigkeit beurteilen.
Man bestimmt anhand der Abbauprodukte, ob jemand fahrtüchtig ist. Werden Abbauprodukte nachgewiesen können einem Führerscheinentzug, MPU und Geldstrafe blühen. Warum? Weil ich gekifft habe und gewartet habe, bis die Wirkstoffe abgebaut sind und ich dann wieder fahren kann?
Nicht falsch verstehen, ich bin absolut kein Befürworter des Fahrens unter Drogeneinfluss. "Ach, ich hab doch nur drei kleine Bier getrunken, das geht schon." ist wahrscheinlich auch schon so manchem zum Verhängnis geworden. Ich denke nur, dass man Fahrtüchtigkeit und die Eignung, ein Fahrzeug zu führen, anhand der aktiven Wirkstoffe und nicht anhand dessen beurteilen soll, was nach dem Abbau übrig bleibt.
Wenn ich Freitags besoffen bin kann ich Montags auch wieder Auto fahren.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Durch die Legalisierung befürchte ich, dass die Hemmschwelle sinkt und eine psychische Abhängigkeit (Alk) reicht mir vollkommen..
Das dürfte sicher nicht auszuschließen sein; dennoch denke ich, daß die Gefahr eher geringer ist, wenn das Zeug - und nur das! - legal verkauft werden darf. Wer Drogen schwarz verkauft, ist doch viel eher daran interessiert, seinen Kunden auch Koks, Heroin oder sonstwas zu verticken.

Nebenbei: Schon seit Christiane F. (genaugenommen schon viel früher) wissen wir, daß ein Cannabisverbot den Verkauf und die Einnahme harter Drogen auch nicht verhindert.

In den USA glaubten Gutmenschentrottel ja auch mal, man könne die Welt mit einem Alkoholverbot retten - die Mafia hat's gefreut...
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Ich verstehe die Intention hinter der Forderung. Die Polizei will einfach weniger mit vermeintlich geringeren Straftaten zu tun haben, weil sie einfach durch Personalmangel der harten Kriminalität und dem Geld-eintreiben nur noch hinterherhechelt.

Daher finde ich diese Forderung falsch.
Nicht den Grundgedanken an und für sich Cannabis zu legalisieren, denn eine Legalisierung hätte tatsächlich vorteilhafte Auswirkungen.
Seit Jahren dümpelt die Forschung in dem Bereich vor sich hin, weil ja sowieso alles verboten ist, wo das böse Wort Cannabis vorkommt.
Der zweite Wirkstoff, der im Cannabis vorkommt, Cannabidiol wird in vielen Ländern mittlerweile in Medikamenten, aber auch rezeptfreien Mitteln verwendet wie reguläre andere medizinische Wirkstoffe....und das mit vielen dokumentierten Erfolgen.

Die Legalisierung Cannabis würde die Beschaffungskriminalität in diesem Bereich reduzieren, da auch die Preise zwangsläufig sich normalisieren würden und wenn man andere Länder, die Cannabis längst legalisiert haben, zum Vergleich zieht, sieht man, das sich das Vorurteil vom Cannabis als Einstiegsdroge nicht bewahrheitet. Im Gegenteil. In fast allen Ländern, in denen Cannabis in den letzten Jahren legalisiert wurde, geht die Zahl der Drogensüchtigen zurück. Auch die, die legal Cannabis zu sich nehmen.

Ich persönlich brauch es nicht. Was Drogen angeht, hab ich praktisch nur rudimentäre Erfahrungen.
Die Kontrolle anderer Genussmittel wie Alkohol, Tabak oder auch Zucker sollte da mehr Aufmerksamkeit erfahren.
 

Benutzer124657  (22)

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Halte ich auch für lange überfällig. Damit einhergehend sollte man auch an den Gesetzen feilen, die die Fahrtüchtigkeit beurteilen.
Man bestimmt anhand der Abbauprodukte, ob jemand fahrtüchtig ist. Werden Abbauprodukte nachgewiesen können einem Führerscheinentzug, MPU und Geldstrafe blühen. Warum? Weil ich gekifft habe und gewartet habe, bis die Wirkstoffe abgebaut sind und ich dann wieder fahren kann?
Nicht falsch verstehen, ich bin absolut kein Befürworter des Fahrens unter Drogeneinfluss. "Ach, ich hab doch nur drei kleine Bier getrunken, das geht schon." ist wahrscheinlich auch schon so manchem zum Verhängnis geworden. Ich denke nur, dass man Fahrtüchtigkeit und die Eignung, ein Fahrzeug zu führen, anhand der aktiven Wirkstoffe und nicht anhand dessen beurteilen soll, was nach dem Abbau übrig bleibt.
Wenn ich Freitags besoffen bin kann ich Montags auch wieder Auto fahren.
Besonders interessant ist hier, dass offiziell medizinische Konsumenten unter Cannabiseinfluss aktuell ohne Beschränkung als fahrtüchtig gelten! Das passt ganz gewaltig nicht zusammen!
 

Benutzer114808  (34)

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Off-Topic:
Besonders interessant ist hier, dass offiziell medizinische Konsumenten unter Cannabiseinfluss aktuell ohne Beschränkung als fahrtüchtig gelten! Das passt ganz gewaltig nicht zusammen!
Meine Freundin hat strikte Auflagen bekommen, was das Autofahren betrifft (zwar muss sie den Führerschein nicht abgeben, darf aber auch nicht einfach so fahren). Sie bekommt es in einem Inhalator.
 

Benutzer123832  (26)

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Besonders interessant ist hier, dass offiziell medizinische Konsumenten unter Cannabiseinfluss aktuell ohne Beschränkung als fahrtüchtig gelten! Das passt ganz gewaltig nicht zusammen!
In der Regel sind diese Konsumenten auch nicht berauscht davon.
 

Benutzer164174  (43)

Öfters im Forum
Vielleicht hätte ich die viel interessantere Frage stellen sollen, ob die Freigabe, sagen wir mal, innerhalb der nächsten 2 Legislaturperioden, kommt.

Ich sage: nein.
Das wäre auch mit Jamaika nicht gekommen, das war eines der Themen die Gelb und Grün gleich am Anfang der Verhandlungen aufgegeben haben.
 

Benutzer168550  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
Also jetzt mal aus meiner Sicht als angehender Psychologe. Es bringt, wenig irgendwelche Dinge zu verbieten.
Die sucht Gefahr steigt nicht durch die legalisierung, Niederlande sind auch nicht das Land mit den meisten abhängig.
Die Qualität der des Cannabis würde steigen, also die Sicherheit des Konsumenten.
Staat würde mehr Geld bekommen durch Steuern und Polizei könnte sich die Arbeit sparen und auf wichtigerea Konzentrieren.
Außerdem könnte man viel mehr darüber aufklären.
PS
Cannabis ist trotz allem nicht ungefährlich es steigert die Chance auf Schizophrenie um das 4 fache. Und andere Kognitive Prozesse sind auch stark vom Konsum betroffen.
Alkohol ist aber noch um ein vielfaches schlimmer. Allgemein ist es nicht gut Drogen zu nehmen.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Die Polizei will einfach weniger mit vermeintlich geringeren Straftaten zu tun haben, weil sie einfach durch Personalmangel der harten Kriminalität und dem Geld-eintreiben nur noch hinterherhechelt.
Finde ich jetzt nicht so verkehrt, wenn Dinge, die völlig belanglos sind und nur aus Prinzip verfolgt werden, nicht mehr strafbar sind.

Konsum und Kleinstmengenbesitz zu bestrafen ist ja selbst im Bezug auf harte Drogen nicht gerade eine Erfolgsgeschichte :ninja:
 

Benutzer111034 

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Ich habe eine andere Sicht auf die Dinge. Okay, es ist eine "weiche" Droge, die körperlich nicht abhängig macht, das psychische Suchtpotential ist aber trotzdem da und nicht so unerheblich wie immer dargestellt. Ich kenne in meinem Umfeld viele, die ein Suchtproblem damit haben (und einige, die dadurch an Psychosen erkrankt sind). Tatsächlich sogar deutlich mehr als Menschen, die ein Problem mit "harten" Drogen haben.

Es geht mir in diesem Zusammenhang gar nicht nur um den dann vermutlich erleichterten Zugang. Das Risiko für eine Entwicklung einer Sucht ist bei Teenagern besonders hoch und ich halte es für ziemlich absurd, davon auszugehen, dass eine Altersbeschränkung nicht dafür sorgt, dass die Beschaffung erleichtert wird. Ich kenne niemanden, den (sofern er das wollte) das Ü18-Gesetz bei Hartalk davon abgehalten hat, auch vorher schon Hartalk zu trinken. Aktuell ist die Illegalität immer noch eine gegebene Hemmschwelle, der man sich immer bewusst ist. Die Denke, dass Teenager kiffen, weil es illegal ist, halte ich für Quatsch, sie tun es trotz der Tatsache, dass es illegal ist. Fällt diese nun weg, setzt man für diese Altersgruppe damit (noch mehr als ohnehin schon) das Signal, dass Cannabiskonsum harmlos ist und kein Suchtpotential enthält. Bevor man die Umsetzung einer Legalisierung in Erwägung zieht, sollte man vielleicht erst mal damit anfangen, vernünftige Aufklärungsarbeit leisten und das bezieht nicht nur die positiven Seiten ein, sondern gerade auch, über Risiken und Gefahren aufzuklären. Ich empfehle bei dem Thema immer gerne, sich mal mit der örtlichen Suchtberatungsstelle in Verbindung zu setzen und nachzufragen, wie viele "zu Beratende" wegen THC, wie viele wegen anderen Drogen und wie viele wegen Alkohol kommen.

Damit mich niemand falsch versteht, ich habe kein Problem damit, dass CBD zur medikamentösen Behandlung zugelassen wird. Aber gegen eine generelle Legalisierung, ob nun altersbeschränkt oder nicht, bin ich sehr wohl.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Finde ich jetzt nicht so verkehrt, wenn Dinge, die völlig belanglos sind und nur aus Prinzip verfolgt werden, nicht mehr strafbar sind.
Dann wird da aber ein Rattenschwanz draus.
Wo setzt man da den Maßstab an, was nicht verfolgungswürdig ist und was tatsächlich noch geahndet wird.
Momentan steckt hinter dem Drogenkonsum (ob nun harte oder weiche Drogen) noch ein ganzer Tross an Problemen, der längst nicht durch eine einfache Legalisierung gelöst wäre.
Angefangen bei der Beschaffungskriminalität, rechtliche Fragen, wie halt das fahren unter dem Einfluss, legaler und kontrollierter Cannabis-Anbau (hat in Kalifornien 20 Jahre gedauert, bis die sich da geeinigt haben und der erste Anbieter überhaupt erst was pflanzen durfte....wir hier in Deutschland, mit unserem Bürokratie-Tross......da wird vorher noch der BER fertig sein...also irgendwann in 40 Jahren).
Und auch andere Straftaten, bei denen die Schwelle niedrig ist seitens der Polizei dies nicht mehr zu ahnden.
Schon jetzt stöhnen Einzelhändler darunter, daß Ladendiebe (selbst solche, die wöchentlich "vorbeischauen" nicht mehr ernsthaft verfolgt werden).
Ich hätte damit kein Problem, wenn dann zufriedenstellende Ersatz-Maßnahmen zur Verfügung stehen.....aber so nicht.
Die Bereitschaft der Strafverfolgung immer weniger zu tun ist kein gutes Zeichen. Das genaue Gegenteil, erst einmal wieder deutlich restriktiver bei Straftaten zu handeln, sollte nicht durch solche.....Schnellschüsse unterminiert werden.
Denn in den momentan doch recht angespannten Zeiten, sollte man außenstehenden nicht die schwache Seite präsentieren.
 
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