Krankenversicherung für Studenten

Benutzer80112 

Ist noch neu hier
hallo,

hab mal ne allgemeine Frage zur gesetzlichen Krankenversicherung. Und zwar studiere ich zur Zeit noch, und bin somit über die Familienversicherung meines Vaters mitversichert.
Nun kam heute n Schreiben von der Krankenversicherung wo drin stand das die Familienversicherung ja eigentlich zu meinem 25. Geburtstag endet, sie aber um 9 Monate verlängert werden kann, da ich ja diese Zeit Zivildienst gemacht habe.

Jo was ist nun aber nach den 9 Monaten? Dann habe ich ja quasi keine Krankenversicherung mehr. Geht das denn?
oder MUSS man in Deutschland eine haben, weil es ja immer heißt "gesetzliche"? Aber wenn dem so ist, kann ich das ja gar nicht selber bezahlen, da ich zur Zeit mit nem Minijob nur ca. 50 € nebenbei verdiene.
oder gibts da auch günstige Tarife wo man halt 5 € im Monat zahlt oder so? Mehr brauch ich ja eh nich so wenig wie ich beim Arzt bin :grin: :grin: :grin:

Is auch halt ganz schön unfär von den Krankenkassen das die Familienversicherung nicht bis zum Ende des Studiums geht, weil das wissen sie doch eigentlich das man dann erst richtig Geld verdient. irgendwie erschließt sich mir da nicht die Logik :ratlos: :ratlos: :ratlos:

Oder geht es eben auch ganz ohne??
 

Benutzer58933 

Verbringt hier viel Zeit
Du musst dann bei der Krankenkasse eine Studentische Krankenversicherung beantragen. Diese kostet dich ca. 60 € im Monat. Schau mal auf die Homepage deiner Krankenkasse, da sollte irgendwo eine Verlinkung sein, die auf Studenten hinweist :smile:
 

Benutzer82635 

Verbringt hier viel Zeit
Also wenn Du nach den neun Monaten einfach nichts machst, wirst Du von der Krankenkasse im Tarif umgebucht. Anstatt über Deinen Vater bist Du dann im eigenen Tarif. Das ist bundesweit der gleiche, zur Zeit 10,43 Prozent für Krankenkasse plus 2,2 Prozent (für Ledige) für Pflegeversicherung. Berechnungsgrundlage ergibt sich nach BAFöG-Richtlinie (egal ob Du BAFöG bekommst oder nicht!) und ist zur Zeit 512 Euro. Also zahlst Du dann 53,40+11,26 = 64,66 Euro pro Monat. Wohlgemerkt alles zum jetzigen Zeitpunkt. Bei den Pfuschereien unserer Politik kann sich das aber stündlich ändern, wird also in neun Monaten bestimmt wieder anders sein.

Welche Krankenkasse Du wählst ist im Grunde egal, dieser Satz gilt für alle Studenten über alle (gesetzlichen) Krankenkassen hinweg.

Aus der gesetzlichen Krankenkasse fällst Du übrigens nicht einfach so raus, (mal von Selbstständigkeit oder Verbeamtung abgesehen) auch wenn Du die neun Monate verschlafen solltest.

Logik? Nein, suche diese nicht. Als Student darfst Du nämlich neben dem privaten noch den Arbeitgeberanteil mitbezahlen. Und sobald der BAFöG-Zuschuss steigt darfst Du mehr löhnen, egal ob Du BAFöG bekommst oder nicht. Politiker... *zensiert*
 

Benutzer12050 

Verbringt hier viel Zeit
also versichern musst du dich. wenn du bafög bekommst kannst du da auch ankreuzend ass du selbst versichert bist und kriegst das geld dann zusätzlich. wenn deine eltern unterhaltzahlen müssne müssen die das halt abdecjken oder du musst dir einen job suchen...dumm gelaufen..
unfair finde ich das nicht, irgendwann muss halt alles mal vorbei sein..
 
H

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Also unfair finde ich das eigentlich auch nicht. Wenn man den direkten Weg geht (Abitur, Studium) ist man eigentlich fertig bevor man 25 ist, auch mit Zivi. Wer dann weiter machen will oder nicht vor 25 fertig ist muss eben kucken wo er bleibt.
 

Benutzer80112 

Ist noch neu hier
hmm also MUSS man eine Krankenversicherung haben oder wie?
Sonst darf man nicht mehr in Deutschland leben oder wie?

Wenn ich doch aber ca. 14% zahle, dann ist doch das immer auf den jeweiligen Lohn bezogen oder? Also auf meine 50-60 €?

Also 64 € huiiii, das kann ich nicht bezahlen. Muss ich das nun? Was ist wenn nicht?


Off-Topic:
Also unfair finde ich das eigentlich auch nicht. Wenn man den direkten Weg geht (Abitur, Studium) ist man eigentlich fertig bevor man 25 ist, auch mit Zivi. Wer dann weiter machen will oder nicht vor 25 fertig ist muss eben kucken wo er bleibt.

Off-Topic:
hmm? komisch nur das die Grenzen früher mal alle so bei 27 lagen, auch für Kindergeld! Das ist das ideale Alter für mich, da wäre ich garantiert fertig. Das war schon nicht schlecht.

Den direkten Weg... jo ok bin ich gegangen, aber bei mir kommt halt noch Zivi dazu, also schon mal ungerecht z.b gegenüber Frauen.
Dann 13 Schuljahre, wohingegen es woanders evt. nur 12 sind! wieder ungerecht.
Sind also schon volle 2 Jahre zusätzlich, und dann passt es halt wieder mit den 27 anstatt 25.
 

Benutzer37284 

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Bist du privat bei deinem Vater mitversichert?
Soviel ich weiß, wäre es nämlich dann so, dass dich in diesem Fall keine gesetzliche KV nimmt und du dich bis zum Ende des Studiums privat versichern müsstest.
Ansonsten einfach zu einer anderen gesetzlichen KV gehen, die kostet dich in der Tat ca. 60 EUR im Moment, die Tarife sind nämlich mittlerweile einheitlich.

Aus der gesetzlichen Krankenkasse fällst Du übrigens nicht einfach so raus, (mal von Selbstständigkeit oder Verbeamtung abgesehen) auch wenn Du die neun Monate verschlafen solltest.

Soweit ich weiß, fällt man ab dem 25. LJ raus, wenn man vorher privat mitversichert war.
 

Benutzer80112 

Ist noch neu hier
Ne privat ist er nicht versichert, ist schon gesetzlich.

Wie ich werde dann einfach umgestuft?
Habe doch dazu nix unterschrieben, also können sie auch kein Geld von mir verlangen, oder?
 

Benutzer84947 

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Es ist möglich in Deutschland nicht krankenversichert zu sein. Wäre bei mir jetzt beinahe der Fall gewesen, jetzt bin ich immerhin noch für den absoluten Notfall versichert. Ich stand aber vor der Wahl ob ich mich versichere oder nicht.
 

Benutzer18846 

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Es ist möglich in Deutschland nicht krankenversichert zu sein. Wäre bei mir jetzt beinahe der Fall gewesen, jetzt bin ich immerhin noch für den absoluten Notfall versichert. Ich stand aber vor der Wahl ob ich mich versichere oder nicht.
Nein,
das ist nicht möglich in Deutschland!

Es fällt nur manchmal nicht sofort auf. Das ändert aber nichts daran, dass Personen, die der gesetzichen Krankenkasse zugeordnet sind, seit 01.04.2007 und Personen, die der privaten Krankenkasse zugeordnet sind, seit 01.01.2009 die Pflicht haben Krankenversichert zu sein.

In der gesetzlichen Krankenkasse wird also verlangt nachzuweisen wo man seid 01.04.07 versichert war, gelingt einem dieser Nachweis nicht, dann ist man automatisch wieder in seiner letzten Kasse versichert und muss nachlöhnen.
In der privaten Kasse muss nicht nachgelöhnt werden (weil auch rückwirkend keine Leistung erbracht wird), dafür muss aber für die unversichten Monate ein Strafzuschlag erbracht werden, also Beitrag zahlen, obwohl es keine Leistung gibt.

Grundsätzlich halte ich es für sehr fair, dass man die Grenze der kostenlosen Familienversicherung abgesenkt hat, immerhin müssen privat Versicherte für ihre Kinder volle Beiträge zahlen und Menschen, die nur Realschule gemacht haben und dann eine Ausbildung, die zahlen von ihrem Ausbildungsgehalt für die kostenlos studierenden Kinder anderer mit.
Da es für Bafög-Empfänger egal ist, ob die KV auf eigenen Namen oder Familienversicherung läuft, ist dies ein guter Ansatz um reiche Eltern (deren Kinder kein Bafög erhalten) auch von der KV auf Kosten der Allgemeinheit auszuschließen.
Wenn die Eltern so reich sind, dass es kein Bafög gibt, dann ist es wohl nicht zuviel verlangt die 60€ monatlich für die KV aufzubringen.

Egal wie man das dreht und wendet und wie selten man zum Arzt geht, kostendeckend ist dieser Betrag eh nicht.
Die KV bekommt für jeden gesunden Versicherten 1079€ aus dem Gesundheitsfonds, wenn ein Student jetzt nur 720€ jährlich einzahlt, dann muss der Steuerzahler bzw. die anderen Versicherten mit 360€ aufstocken...da gibt es also nichts um sich zu beschweren.

Gruß
 

Benutzer89132 

Benutzer gesperrt
Und selbst wenn nicht - mir wäre das echt zu riskant, nicht krankenversichert zu sein. Klar KANN es sein, dass man 2 Jahre lang nicht mehr als einen Schnupfen hat. Es KANN aber auch sein, dass man morgen einen schweren Unfall hat, eine größere OP braucht oder Krebs diagnostiziert wird. Und dann?

Wobei ich ehrlich gesagt gar nicht weiß, was dann passiert... dürfen einen Ärzte wegschicken bzw. wird man dann im Krankenhaus nicht behandelt? Oder wird man zwar behandelt, hat aber dann für den Rest seines Lebens einen Schuldenberg von zigtausend Euro am Hals?
 
H

Benutzer

Gast
hmm? komisch nur das die Grenzen früher mal alle so bei 27 lagen, auch für Kindergeld! Das ist das ideale Alter für mich, da wäre ich garantiert fertig. Das war schon nicht schlecht.

Den direkten Weg... jo ok bin ich gegangen, aber bei mir kommt halt noch Zivi dazu, also schon mal ungerecht z.b gegenüber Frauen.
Dann 13 Schuljahre, wohingegen es woanders evt. nur 12 sind! wieder ungerecht.
Sind also schon volle 2 Jahre zusätzlich, und dann passt es halt wieder mit den 27 anstatt 25.

Off-Topic:
Naja, also ich bin mit 23 fertig....und ich habe auch 13 Schuljahre hinter mir und studiere sogar an einer Hochschule, nicht an einer Uni. Was im Klartext heißt, dass ich ein Semester mehr habe als die Uni-Leute. Sonst wär ich mit 22 schon fertig...Und wenn ich da jetzt noch ein Jahr draufrechne wegen Zivi wäre ich bei 24. Da würde es immernoch reichen.
Wer zusätzlich noch einen Master macht muss eben kucken wo er bleibt wenn er dann älter als 25 ist. Aber selbst den Master würde ich noch schaffen bevor ich 25 bin. Hier haben die Männer wirklich einen kleinen Nachteil wenn sie Zivi gemacht haben. Aber bei der Krankenkasse kriegste das scheinbar ja angerechnet. Dann ist es wiederum egal.
Btw von Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen kann ich ein Lied singen. Allerdings eher andersrum...ich studiere Informatik und hier an der Hochschule gibt es leider einige Deppen :rolleyes: Aber das vertief ich hier jetzt mal nicht :smile:
 

Benutzer89132 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
Naja, also ich bin mit 23 fertig....und ich habe auch 13 Schuljahre hinter mir und studiere sogar an einer Hochschule, nicht an einer Uni. Was im Klartext heißt, dass ich ein Semester mehr habe als die Uni-Leute. Sonst wär ich mit 22 schon fertig...Und wenn ich da jetzt noch ein Jahr draufrechne wegen Zivi wäre ich bei 24. Da würde es immernoch reichen.
Off-Topic:

Du gehörst eben schon zur Generation des Bachelor-Systems, der Threadstarter wird evtl. noch auf Diplom oder Staatsexamen studieren, und da ist man eben NICHT mit 22 fertig.
Ich hab unter der Regelstudienzeit studiert, musste als Frau natürlich keinen Zivi machen, und trotzdem war ich 24 beim Examen - schneller geht's eben einfach nicht in manchen Studiengängen. Wer dann vielleicht noch ein Jahr ins Ausland will - wird ja heutzutage häufig als selbstverständlich erwartet - und auch nur einmal durch eine Prüfung fällt, ist dann leicht über 25, dazu noch Zivi, für den man zwar nur 9 Monate angerechnet wird, aber je nach Abizeitpunkt und Semesteranfang ein ganzes Jahr verliert... Man muss echt nicht trödeln oder zig mal durchfallen, um am Ende des Studiums 25 zu sein.
 

Benutzer2225  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin auch Anfang des Jahres aus der Familienversicherung rausgerutscht. Das ist halt leider einfach so und die rund 66€ in meinem Fall bezahlen mir meine Eltern weiter.
Das Risiko ohne Krankenversicherung zu sein ist absolut zu groß!! Überleg dir das gut (wenn es überhaupt geht)!
Ich überleg nämlich grade... Bei jedem der SHK-Jobs etc. wurde nach ner Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse gefragt. Hat man die nicht, gibts keine Einstellung. Und später dann sowieso.

Off-Topic:
Nur mal am Rande: Irgendwer sagte eben was davon, dass wenn man ja kein Bafög kriegt die reichen Eltern doch bitteschön dann auch für die Krankenkasse blechen sollen. Schau dir mal genau die Grenzen und Bestimmungen an. Ich kriege kein Bafög wegen ein paar Hundert Euro über der Grenze.
Aber reich sind meine Eltern keineswegs! Sie können es sich leisten mich mitzufinanzieren, aber haben auch noch ein Haus abzubezahlen etc. pp. So leicht fällt denen das auch nicht, auch wenn ich schon sehr bescheiden lebe und ihnen so wenig wie möglich auf der Tasche liege.
 
H

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Gast
Du gehörst eben schon zur Generation des Bachelor-Systems, der Threadstarter wird evtl. noch auf Diplom oder Staatsexamen studieren, und da ist man eben NICHT mit 22 fertig.
Ich hab unter der Regelstudienzeit studiert, musste als Frau natürlich keinen Zivi machen, und trotzdem war ich 24 beim Examen - schneller geht's eben einfach nicht in manchen Studiengängen. Wer dann vielleicht noch ein Jahr ins Ausland will - wird ja heutzutage häufig als selbstverständlich erwartet - und auch nur einmal durch eine Prüfung fällt, ist dann leicht über 25, dazu noch Zivi, für den man zwar nur 9 Monate angerechnet wird, aber je nach Abizeitpunkt und Semesteranfang ein ganzes Jahr verliert... Man muss echt nicht trödeln oder zig mal durchfallen, um am Ende des Studiums 25 zu sein.[/OT]

Off-Topic:
Man, ich müll hier den ganzen Thread zu...
Staatsexamen, wie lang dauert das denn nun in Semestern?
Ein Diplom dauert nicht länger als Bachelor + Master. Das dauert nur 8 Semester. Selbst das schafft man bis 25 wenn man Zivi gemacht hat Ist schließlich nur ein Semester mehr als das was ich machen muss. Ich wäre mit Diplom also nach wie vor noch mit 23 fertig :zwinker: Und was versaute Prüfungen angeht: Die lasse ich mal außen vor, denn die gehören nicht in die Planung :zwinker:


@TS: Krankenversichern musst du dich. Selbst wenn es möglich wäre nicht krankenversichert zu sein solltest du eine machen. Die kostet pi mal Daumen 60€. Aber das hat hier glaube ich schon jemand geschrieben. Wenn die Krankenversicherung viel mehr kosten soll fragst du am besten noch mal genauer nach. Wenn ich Erfahrungen mit Krankenkassen gemacht habe, dann dass die nicht immer alles auf Anhieb hinkriegen und man manchmal mehr als einmal nachbohren muss.
 

Benutzer37284 

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Off-Topic:
Man, ich müll hier den ganzen Thread zu...
Staatsexamen, wie lang dauert das denn nun in Semestern?
Ein Diplom dauert nicht länger als Bachelor + Master. Das dauert nur 8 Semester. Selbst das schafft man bis 25 wenn man Zivi gemacht hat Ist schließlich nur ein Semester mehr als das was ich machen muss. Ich wäre mit Diplom also nach wie vor noch mit 23 fertig :zwinker: Und was versaute Prüfungen angeht: Die lasse ich mal außen vor, denn die gehören nicht in die Planung :zwinker:
Off-Topic:
Es kommt total auf den Studiengang an. Es gibt eben auch Fächer, bei denen die Regelstudienzeit 10 Semester oder mehr beiträgt, du kannst das also nicht verallgemeinern.
Beim Bachelor ist das ganz genauso, nicht jeder Bachelor hat eine Regelstudienzeit von 6 Semestern!
 

Benutzer89132 

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Off-Topic:
Off-Topic:
Man, ich müll hier den ganzen Thread zu...
Staatsexamen, wie lang dauert das denn nun in Semestern?
Ein Diplom dauert nicht länger als Bachelor + Master. Das dauert nur 8 Semester. Selbst das schafft man bis 25 wenn man Zivi gemacht hat Ist schließlich nur ein Semester mehr als das was ich machen muss. Ich wäre mit Diplom also nach wie vor noch mit 23 fertig :zwinker: Und was versaute Prüfungen angeht: Die lasse ich mal außen vor, denn die gehören nicht in die Planung :zwinker:
Bei mir war die Regelstudienzeit 9 Semester (+ggf. Ausland). Ich war im Juni mit dem Abi fertig, hab ab Oktober angefangen zu studieren, da war ich knapp 20. Ich habe 8 Semester in Deutschland studiert, eines war ich im Ausland. Damit war ich 24, als ich mit dem Studium fertig war, und ich war schneller als von der Regelstudienzeit vorgegeben. Hätte ich Zivildienst gemacht, wäre ich 25 gewesen. Wäre ich für ein ganzes Jahr im Ausland gewesen, vielleicht sogar knapp 26. Zumal es bei Diplomstudiengängen häufig so ist, dass die Regelstudienzeit eher illusorischer Natur ist und das Studium (schon wegen der nicht ausreichend häufig angebotenen Veranstaltungen) in der Zeit gar nicht zu schaffen ist. Und es gibt durchaus Studiengänge, die als Regelstudienzeit 10 Semester oder so haben.


@TS: Krankenversichern musst du dich. Selbst wenn es möglich wäre nicht krankenversichert zu sein solltest du eine machen. Die kostet pi mal Daumen 60€. Aber das hat hier glaube ich schon jemand geschrieben. Wenn die Krankenversicherung viel mehr kosten soll fragst du am besten noch mal genauer nach. Wenn ich Erfahrungen mit Krankenkassen gemacht habe, dann dass die nicht immer alles auf Anhieb hinkriegen und man manchmal mehr als einmal nachbohren muss.
Die AOK sagt dazu auf ihrer Webseite das:

Krankenversicherung
In Deutschland besteht für alle Studierenden grundsätzlich Krankenversicherungspflicht, d.h. Sie müssen für die Immatrikulation an einer Hochschule die Versicherungsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenversicherung vorlegen. Ohne diesen Nachweis können Sie nicht anfangen zu studieren! Als angehender Student benötigen Sie also die Bescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse. Hier kann die Private nicht helfen - aber wir!

Während des Studiums gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, gesetzlich krankenversichert zu sein: entweder über die Familienversicherung, über eine spezielle studentische Krankenversicherung oder über eine freiwillige Krankenversicherung für Studierende. Welche Form der Krankenversicherung zum Tragen kommt, zeigt Ihnen das Beispiel von Sabine.

Familienversicherung
Ein Beispiel: Sabine hat ihr Abitur in der Tasche und will mit dem Studium beginnen. Zunächst kann Sabine die kostenlose Familienversicherung nutzen. Das bedeutet, Studierende sind bei ihren Eltern ohne weitere Zahlungen mitversichert und erhalten sämtliche AOK-Leistungen. Voraussetzung für eine Familienversicherung ist, dass Ihr regelmäßiges Einkommen bis zu Ihrem 25. Geburtstag monatlich den Betrag von 360,- Euro nicht übersteigt. Wird allerdings eine sogenannte geringfügige Beschäftigung ausgeübt, verschiebt sich die Einkommensgrenze auf monatlich 400,- Euro. Ansonsten ist die kostengünstige studentische Krankenversicherung notwendig. Die Altersgrenze verlängert sich um die Zeit des geleisteten Wehr- oder Ersatzdienstes, wenn sich das Studium direkt an das Abitur und den geleisteten Wehr- oder Ersatzdienst anschließt. Wenn Sabine während ihres Studiums heiratet, kann sie sich über ihren gesetzlich krankenversicherten Ehepartner kostenlos familienversichern lassen. Die Versicherung über den Ehepartner ist zeitlich unbegrenzt.

Bei der Immatrikulation legen Sie einfach die Versicherungsbescheinigung vor. Die Hochschule meldet dann Ihrer AOK das Datum der Einschreibung. Wenn Sie den Studienort wechseln, muss erneut eine Versicherungsbescheinigung vorgelegt werden.

Übrigens:
Kinder von versicherten Studierenden sind ebenfalls automatisch kostenfrei familienversichert - im Gegensatz zu den privaten Krankenversicherungen.


Studentische Krankenversicherung
Mit Sabines 25. Geburtstag endet auch ihre Familienversicherung. Jetzt kann sie als Studierende die günstige studentische Krankenversicherung bei ihrer AOK beantragen. Diese besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters - längstens bis Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird. Die Krankenversicherung kann unter bestimmten Voraussetzungen über die vorgenannte Höchstdauer hinaus verlängert werden bei:


Geburt eines Kindes und anschließender Betreuung.
Behinderung.
Erwerb der Zugangsvoraussetzungen zu einem Hochschulstudium über den Zweiten Bildungsweg.
längerer Erkrankung.
Mitarbeit in Hochschulgremien.
Ableistung von Wehr- oder Zivildienst.
Nichtzulassung im Auswahlverfahren der ZVS.
Betreuung behinderter Familienangehöriger.

Hinweis: Der Nachweis dieser Verlängerungsbestände ist durch geeignete Unterlagen zu führen.


Beiträge
Der Beitrag für die studentische Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung wird vom Bundesministerium für Gesundheit einheitlich für alle gesetzlichen Krankenkassen gleich hoch festgelegt und beträgt für die

- monatliche Krankenversicherung 55,55 Euro
- monatliche Pflegeversicherung von 9,98 Euro bzw. 11,26 Euro (für Kinderlose ab 23 Jahren).

Das bestätigt also das, was hier auch schon geschrieben wurde.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Ich überleg nämlich grade... Bei jedem der SHK-Jobs etc. wurde nach ner Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse gefragt. Hat man die nicht, gibts keine Einstellung. Und später dann sowieso.
Die Krankenkassen informieren die Unis über fehlenden KV-Schutz, im Normalfall wird man dann exmatrikuliert. Ohne Bescheinigung über KV-Schutz bzw. Befreiung gibt es keine Immatrikulation.
Off-Topic:
Nur mal am Rande: Irgendwer sagte eben was davon, dass wenn man ja kein Bafög kriegt die reichen Eltern doch bitteschön dann auch für die Krankenkasse blechen sollen. Schau dir mal genau die Grenzen und Bestimmungen an. Ich kriege kein Bafög wegen ein paar Hundert Euro über der Grenze.
Aber reich sind meine Eltern keineswegs! Sie können es sich leisten mich mitzufinanzieren, aber haben auch noch ein Haus abzubezahlen etc. pp. So leicht fällt denen das auch nicht, auch wenn ich schon sehr bescheiden lebe und ihnen so wenig wie möglich auf der Tasche liege.
Off-Topic:

Das man auch ohne reiche Eltern schon kein Bafög mehr bekommt ist klar, aber so sind eben die Grenzen derzeit festgelegt, der Gesetzgeber ist der Miunung wer soviel verdient, der kann seinen Kindern das Studium finanzieren, ob die Höhe der Grenzen angemessen ist, sei mal dahingestellt.
Es gibt so einige Grenzen wo der Gesetzgeber eben sagt das reicht fürs Leben, auch wenn das nicht so ist. Vom steuerfreien Existenzminimum (7840€) kann auch keiner leben, aber trotzdem ist die Grenze eben derzeit bei dieser Höhe.
Deswegen ist aber das vorhandensein einer solchen Grenze und die Folgen wenn man draus fällt, grundsätzlich richtig, nur die Höhe muss eben den tatsächlichen Lebenshaltungskosten angepasst werden.


Gruß

Das bestätigt also das, was hier auch schon geschrieben wurde.
Ja, grundsätzlich schon... bis auf die Tatsache dass die AOK ein bisschen lügt, dass die private Krankenversicherung fürs Studium nichts nützt...
Natürlich kann man sich auch während des Studiums privat versichern, man benötigt dann eben für die Immatrikulation eine Bescheinigung der KV das man von der Versicherungspflicht befreit ist.
(Diese Befreiung bedeutet übrigens seit 01.01.09 nicht mehr das man sich nicht krankensichern muss, sie bedeutet nur, das man sich nicht gesetzlich versichern muss.
Man wird also nicht von der Versicherungspflicht befreit, sondern nur von der gesetzlichen Pflichtversicherung!)

Die private Versicherung für Studierende ist aber meistens teurer als die gesetzliche Versicherung, es gibt jedoch Konstellationen in denen die gesetzliche teurer werden kann, das betrifft insbesondere Stduenten, die während ihres Studiums irgendwann die berechtigung für die studentische KV verlieren (entweder mehr als 14. Semester oder älter als 30), dann langt die gesetzliche mitunter kräftig zu, je nachdem wie man dann sein Studium finanziert.
 
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