Kopfsache

Benutzer101996 

Benutzer gesperrt
Hey,

Ich wollte mal fragen, ob ihr vielleicht einen Tipp habt, wie man sich am besten vom Kopf frei machen und sich richtig fallen lassen kann, wenn man zusammen intim wird. Oder ist das am Anfang normal, dass man sich nicht so ganz fallenlässt und der Kopf im Weg ist? Löst sich sowas dann mit der Zeit von alleine oder muss man dagegen etwas machen?

Wäre schön, wenn jemand einen Tipp hätte. :smile:

LG
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Hallo!

Kannst du vielleicht näher beschreiben, warum du glaubst, dass dir dein Kopf bisher beim Sex im Weg ist? Ich glaube schon, dass es viele Menschen gibt, die gerade anfangs noch Probleme habe und sich sexuell erst einmal einspielen müssen. Das sind so Fälle wo man sich keine wirklichen Sorgen machen muss und mein Rat wäre dann einfach genießen. :smile:

Es gibt aber auch ein paar wenige Fälle die leider wirklich übel verkopfen und wo sich das eben nicht mehr ohne aktives Zutun gibt. Also, wie schaut das bei dir aus? Wielange hast du das Problem schon? Nimmst du eine Tendenz war? Wie äußert sich deine Verkopfheit und hast du eine Vermutung über die Ursachen?
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Also wenn mein Name schon im Titel erwähnt wird, muss ich auch was dazu schreiben :zwinker:

Zuerst müsste man wissen, warum dein Kopf im Weg ist. Ist es "nur" die momentane Aufgeregtheit weil der Partner neu ist, oder gibt es etwas "tiefgreifenderes" was dich bedrückt oder sogar verängstigt?

Wenn es nur die Aufregung ist, kann ich nur raten: Versuche es zu genießen... das kribbeln im Bauch, die Vorfreude, die ersten gemeinsamen Erfahrungen. Dabei gilt natürlich, dass du dich nicht reinsteigern bzw. verrückt machen darfst und in irgendwelche Erwartungen verfallen oder sich selbst unter Druck zu setzen. Je mehr Stress du dir / ihr euch mach(s)t, desto weniger hilfreich ist es. Versuch auch nicht, NICHT dran zu denken "Was wäre wenn..." Ich weiß, dass ist leichter gesagt, als getan. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede (Nomen est omen!) :zwinker: Die anfängliche Aufregung verschwindet aber auch mit der Zeit und mit ein bisschen Übung klappt auch das "Fallenlassen"

Wenn es etwas tiefgründigeres ist oder etwas, was die Angst macht oder Sorgen bereitet, versuche mit deinem Partner drüber zu reden. Versuch ihm zu erklären, was dich bedrückt, was er vielleicht anders machen kann, oder wie er weiter vorgehen soll / darf. Wenn er dich mag, wird er dich verstehen und bestimmt versuchen, dir in irgendeiner Art und Weise zu "helfen", dass du dich fallen lassen kannst.

Setz dich (und auch ihn) nicht unter Druck! Sex ist kein Leistungssport :jaa: Kommunikation ist hier das A und O!

Eine weitere Möglichkeit ist noch, dass ihr es euch zusammen schön gemütlich macht... zusammengekuschelt auf der Couch, eine anregende Massage oder auch ein heißes Bad / Dusche zusammen :link: Das ganze noch kombiniert mit einer kleinen (!!!!) (die Betonung liegt auf klein) Menge Alkohol... ein Glas Wein oder so. Das hilft meistens, um die Stimme im Kopf ein wenig zu beruhigen.

Wie gesagt, wichtig ist, dass ihr euch wohlfühlt :jaa:
 

Benutzer116974 

Öfters im Forum
Wichtig ist, Anfangs ist es eher normal, aber mit der Zeit sollte man einfach den Körper des andere kennen lernen und am allerwichtigsten ist Vertrauen. Denn vertraue ich meinem Partner, so geht bei Intimität die angst oder der stress eh sehr schnell flöten.

mfg
 

Benutzer101996 

Benutzer gesperrt
Also ich habe seit einem guten halben Jahr eine Freundin und seit knapp 2 Monaten sind wir auch richtig intim miteinander. Seitdem probieren wir gemeinsam aus und geniessen das auch zusammen.

Ich finde es auch alles wunderschön und kribbelnd. Es wäre aber toll, wenn ich mich mehr fallenlassen könnte. Zum Beispiel komme ich mir komisch dabei vor, wenn sie mich streichelt und ich dabei stöhnen muss. Deswegen geniesse ich es mehr still in mich hinein. Und wenn ich mich dann mal für einen Augenblick nicht beherrschen kann und laut aufstöhne, schiesst mir ein "Uups" durch den Kopf und ich versuche wieder still zu geniessen.

Oder wenn sie mich zwischen den Schenkeln küsst kommen mir die Gedanken, ob da unten auch alles in Ordnung ist, ob ich gut rieche und schmecke. Gerade wenn ich merke, dass mein Intimbereich sehr feucht ist denke ich, ob das jetzt für sie so okay ist oder nicht.

Allgemein mache ich mir noch Gedanken wie ich dabei aussehe, wenn ich erregt bin. Das klingt vielleicht komisch, aber je mehr erregt ich werde, desto weniger habe ich das Gefühl noch meinen Körper zu kontrollieren und dann denke ich, dass ich komisch aussehe dabei.

Ich meine, es ist für mich trotzdem alles sehr, sehr schön. Aber es ist noch wie eine angezogene Handbremse in meinem Kopf dabei. Und es wäre bestimmt sehr befreiend, wenn die weg wäre und mir diese Dinge egal sein könnten.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ja, also da kann man was machen. Du weißt ja schon ziemlich genau, was da passiert und ich finde deine Einstellung diesbezüglich auch voll in Ordnung: Es ist natürlich schön so wie es ist, aber schöner wäre es, wenn du dir selbst nicht solche Gedanken machen würdest. :smile:

Ich glaube, dein Problem ist aber weniger ein "Kopfproblem" sondern eher ein Schamproblem. Das ist sowas ähnliches wie die Leute, die nur im Dunkeln ficken weil sie sich schämen, sich nackt zu zeigen. Das findet bei dir dann halt im kleinen Maßstab statt.

Scham ist eine Form verdeckter Angst. Die Angst kommt wiederum von Unsicherheit: ekelt sich meine Partnerin auch wirklich nicht vor mir? Störe ich sie vielleicht, wenn ich zu laut stöhne? Was denkt sie von mir, wenn ich mich einfach gehen lassen? etc.

Unsicherheit kann beseitigt werden und das beginnt im eigenen Kopf! Hinterfrage dich selbst und überlege dir selbst, ob deine Befürchtungen wirklich Hand und Fuß haben? Wenn man mal versucht, ganz kühl drüber nachzudenken und ein paar einfache Annahmen über seinen Partner als wahr zulässt, kann man das mit Logik recht schnell widerlegen. Weiterhin kannst du deeskalieren: selbst wenn es deiner Partnerin irgendwie komisch vor kommt, dass du mal laut stöhnst, wird das den Sex nicht ruinieren und es wird auch sonst keine gravierenden Konsequenzen haben. Ziel der Übung ist es, deine Hemmschwelle herabzusetzen, so dass du dich nicht selbst blockierst, wenn du dann mal stöhnen oder sonst etwas machen willst.

Das sind alles so mentale Übungen, aber du kannst natürlich auch praktisch was machen. Typischerweise ist Scham ein Problem von Menschen, die Sex viel zu ernst nehmen. Die Wahrheit ist: Sex ist ziemlich lustig! Eigentlich nur ein guter Witz. Anstatt sich also Sorgen drüber zu machen, wie dumm das eigene Gesicht beim Orgasmus aussieht, sollte man irgendwann halt einfach akzeptieren, dass man dabei blöd aus der Wäsche schaut, so wie die restlichen Milliarden von Menschen auf dieser Welt auch... :grin:

Man darf auch mal Patzer machen, oder einen blöden Kommentar beim vögeln ablassen, um das ganze etwas aufzulockern. Ja, ich weiß - das killt sämtliche Romantik in dem Moment, aber für Romantik habt ihr ja noch sooo viele andere Gelegenheiten, oder? Es geht drum, lockerer zu werden und da kann man mit Humor viel erreichen, wenn man es nicht übertreibt. Man wird auch sehr viel gelassener, wenn man mit seinem Sexpartner über die Sache mal gemeinsam lacht oder auch einfach ganz normal spricht. Auch Austausch mit Dritten (wie etwa Posten bei PL) über den Sex kann Scham abbauen. Das ist teilweise schwierig für schambehaftete Personen und kostet Überwindung, aber es gibt sich dann mit der Zeit und es wird immer einfacher. Ziel ist auch hier, an den Punkt zu kommen, wo es dir einfach mal egal ist, ob du blöd beim Sex ausschaust oder dergleichen. Solche Details dürfen einfach nicht die immense Wichtigkeit genießen, denn die Hauptsache am Sex ist und bleibt immer beidseitiger Spaß, Genuss und die Lust... :link:

Ich hoffe, das gibt dir ein paar Anregungen. Als Schlußwort vielleicht: es hört sich so an, als ob das deine erste Freundin ist? Bei meiner ersten Freundin war ich auch noch voller Scham. Stumm wie ein Fisch und nackt vor ihr zu sein war auch irgendwie peinlich für mich, da so ungewohnt. Klar wurde das von selbst besser, aber bei mir ist es dann auch irgendwann stagniert. War nicht wirklich unglücklich mit meiner Situation, aber rückblickend wäre halt mehr Spaß ohne Scham drin gewesen. Ich bedauere es daher schon, dass ich nicht früher mal gegen die Sache angegangen bin und die Limitierung erst sehr viel später bemerkte. Seit dem hat der Sex eine ganz neue Qualität für mich und ich wünsche dir daher viel Erfolg dabei, deine schamhafte Verkopfung zu überwinden! :smile:
 

Benutzer117572 

Sorgt für Gesprächsstoff
Denke , dass es ganz normal ist ,dass man anfangs ziemliche Schwierigkeiten hat, Ängste zu überwinden und sich richtig fallen zu lassen. Doch wie heißt es so schön: Erst kommt die Angst, und dann wirds geil. Angst ist oft einfach nur eine Abwehrreaktion des Körpers , wenn unbekannte Situationen anstehen. Da muss hjeder Mal durch. Traue dich und überwinde dich -- was wirklich schlimmes kann ohnehin nicht passieren :smile:.
 

Benutzer101597  (63)

Sehr bekannt hier
Hallo Mirabella,
schön dass Eure Beziehung jetzt schon fast da ist wo Du sie Dir erträumst. Genauso wie Du Dich geduldig an Deine Freundin herangetastet hast, so braucht es auch Zeit bis man auch im Bett vertraut ist. Erzähl ihr von deinen Gedanken, das hilft, auch wenn es sich vielleicht etwas peinlich anfühlt. Ansonsten hab Geduld.

Und nochmals vielen Dank für die schönste Liebesgeschichte die ich seit Jahren gelesen hab (dein anderer Thread).
 
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