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Hallo zusammen…
Ich habe schon mehrfach versucht diesen Beitrag zu schreiben…
Bisher bin ich jedes Mal an der Menge meiner Gedanken, Gefühle und Erinnerungen gescheitert…
Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter stark reduziert… Nach außen wirkt das für viele in der Familie "plötzlich" oder übertrieben (weil sie es so darstellt)… Für mich ist es das Ergebnis eines sehr langen inneren Prozesses… ihr WhatsApp/Facebook habe ich auf stumm gestellt… ein löschen/ blockieren ist nicht möglich…
Ich vermisse nicht meine Mutter, sondern das, was eine Mutter hätte sein sollen: echte, bedingungslose Zuwendung, Interesse, Schutz…
Stattdessen gab es über Jahre ein Muster aus Pflicht, Schuld, Dankbarkeit und subtiler Kontrolle, (nicht öffentlich sichtbare) Vernachlässigung und Zuweisungen von elternpflichten…
Typische Muster meiner Mutter
Lange habe ich versucht, den Kontakt aufrechtzuerhalten… nicht, weil er mir gutgetan hat, sondern weil ich eine Mutter haben wollte. Es nicht anders kannte (blind war) und die Kinder ihre Oma schließlich auch lieben…
Ich habe vieles relativiert, erklärt, geschluckt, mich angepasst…
Der Wendepunkt…
das Schlüsselerlebnis…
Der endgültige "Verlust" meiner Scheuklappen kam durch eine Situation zwischen meiner Mutter und meinem Sohn…
In diesem Moment habe ich mich selbst als Kind wiedererkannt…
Das Gefühl, nicht gesehen zu werden…
Das Gefühl, dass die eigene Wahrnehmung nicht zählt...
Das Gefühl, sich anpassen zu müssen, damit sie sich weiterhin als "richtig" fühlen kann…
Nach dieser Situation gab es:
"Ich habe kein Redebedürfnis. Ich habe nichts falsch gemacht."
Erklärungen meinerseits, worum es mir ging und was mein Kind gebraucht hätte, wurden nicht gehört…
Ich habe gemerkt… Hier wiederholt sich etwas…
Und diesmal geht es nicht mehr nur um mich…
Schutz meiner Kinder
Meine Kinder haben selbst begonnen, emotional Abstand zu nehmen…
Nicht, weil ich sie beeinflusst hätte… sondern weil sie sich unwohl und nicht ernst genommen gefühlt haben... Vernachlässigung gab es nicht nur emotional (wie gesagt, ausgenommen Momente/ Inszenierung um ihr perfektes selbst posten zu können)…
Für mich war klar…
Ich werde dieses Muster nicht weiterreichen… mir fiel zb selbst auf, dass ich schädigende Erziehungsmuster übernommen hatte…
Meine Mutter sieht das bis heute nicht so…
In ihrer Wahrnehmung ist sie eine liebevolle, (im größeren Maß als es die Norm ist) engagierte Groß-/mutter…
Dass diese Rolle teilweise auf dem Rücken der Kinder ausgelebt wurde, erkennt sie nicht… oder will es nicht…
Der Kontaktabbruch
Aktuell herrscht Funkstille… mit einer Ausnahme…
öffentliche, allgemein gehaltene Social-Media-Posts über Empathie, Verständnis und Kommunikation…
Formal wirken sie harmlos… treffen mich aber jedes Mal mitten ins Herz (und dann folgt die Wut)…
Denn Inhaltlich fühlen sie sich wie indirekte Ansprachen an mich an…
Sie stellt sich dort als moralisch überlegen dar und ich übernehme den Part der Schuld hat, klein gehalten wird, manchmal sogar dumm/uneinsichtig/emphatielos (wie gesagt ich werde nicht wörtlich genannt)…
Ironischerweise war sie es, die den Kontakt beendet hat… mit den Worten per WhatsApp "Ich wollte bescheid sagen das ich die Kinder Nikolaus nicht zu mir hole. Du hast für dich gewählt das meine Schwester die besser Variante ist. Ich kann das auch nicht verantworten. Das deine Kinder immer krank sind wenn sie bei mir waren. Und anworte mir nicht. Ich lass nicht zu das du mir weh tust"
Nicht, weil sie verstehen wollte, sondern weil ich nicht mehr wie früher reagiert habe…
Mein innerer Konflikt
Was mich lange schwanken ließ (und teilweise noch lässt)…
Heute weiß ich…
Ich breche den Kontakt nicht ab, um zu bestrafen… wie gesagt ich hab den Kontakt nicht offiziell abgebrochen… ich hab nur aufgehört auf ihr Verhalten zu reagieren wie ich es in ihren Augen sollte… Ich habe aufgehört die Maske die sie mir auferlegt hat zu tragen… Ich habe aufgehört ihr Schauspiel mit zu spielen…
Ich begrenze ihn, um zu schützen… mich und meine Kinder… auch weil die Kinder es so wollen und ich dies für sie umsetze (wird natürlich anders dargestellt)…
Warum ich hier schreibe
Ich suche keinen Zuspruch im Sinne von "Du hast recht"…
Ich suche Austausch mit Menschen, die ähnliche Dynamiken kennen…
Menschen, die wissen, wie verwirrend es ist, wenn jemand nach außen empathisch, hilfsbereit, sozial und kommunikativ wirkt, aber dies alles machtspielchen sind…
Und ich schreibe auch, um mir selbst immer wieder klarzumachen…
Ich bilde mir das nicht ein…
Es gab Gründe… Es gibt Muster... Und es gibt Verantwortung… vor allem gegenüber meinen Kindern…
Eigentlich gibt es sogar noch unfassbar viel mehr zu schreiben, aber hier will ich erstmal zum Ende kommen…
Danke fürs Lesen…
Ich bin dankbar für Austausch, Rückmeldungen oder auch einfach das Gefühl, nicht allein damit zu sein… besonders letzteres auch für andere die sich wiedererkennen…
Ich habe schon mehrfach versucht diesen Beitrag zu schreiben…
Bisher bin ich jedes Mal an der Menge meiner Gedanken, Gefühle und Erinnerungen gescheitert…
Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter stark reduziert… Nach außen wirkt das für viele in der Familie "plötzlich" oder übertrieben (weil sie es so darstellt)… Für mich ist es das Ergebnis eines sehr langen inneren Prozesses… ihr WhatsApp/Facebook habe ich auf stumm gestellt… ein löschen/ blockieren ist nicht möglich…
Ich vermisse nicht meine Mutter, sondern das, was eine Mutter hätte sein sollen: echte, bedingungslose Zuwendung, Interesse, Schutz…
Stattdessen gab es über Jahre ein Muster aus Pflicht, Schuld, Dankbarkeit und subtiler Kontrolle, (nicht öffentlich sichtbare) Vernachlässigung und Zuweisungen von elternpflichten…
Typische Muster meiner Mutter
- Nähe war immer an Bedingungen geknüpft
- Ihre Sicht war die einzig gültige
- Kritik wurde nie wirklich angenommen
- Kommunikation war einseitig
- Nach außen moralisch, reflektiert, verständnisvoll
- Rollen wurden öffentlich inszeniert
Lange habe ich versucht, den Kontakt aufrechtzuerhalten… nicht, weil er mir gutgetan hat, sondern weil ich eine Mutter haben wollte. Es nicht anders kannte (blind war) und die Kinder ihre Oma schließlich auch lieben…
Ich habe vieles relativiert, erklärt, geschluckt, mich angepasst…
Der Wendepunkt…
das Schlüsselerlebnis…
Der endgültige "Verlust" meiner Scheuklappen kam durch eine Situation zwischen meiner Mutter und meinem Sohn…
In diesem Moment habe ich mich selbst als Kind wiedererkannt…
Das Gefühl, nicht gesehen zu werden…
Das Gefühl, dass die eigene Wahrnehmung nicht zählt...
Das Gefühl, sich anpassen zu müssen, damit sie sich weiterhin als "richtig" fühlen kann…
Nach dieser Situation gab es:
- keine Einsicht
- kein echtes Nachfragen
- kein Interesse am Erleben meines Kindes
"Ich habe kein Redebedürfnis. Ich habe nichts falsch gemacht."
Erklärungen meinerseits, worum es mir ging und was mein Kind gebraucht hätte, wurden nicht gehört…
Ich habe gemerkt… Hier wiederholt sich etwas…
Und diesmal geht es nicht mehr nur um mich…
Schutz meiner Kinder
Meine Kinder haben selbst begonnen, emotional Abstand zu nehmen…
Nicht, weil ich sie beeinflusst hätte… sondern weil sie sich unwohl und nicht ernst genommen gefühlt haben... Vernachlässigung gab es nicht nur emotional (wie gesagt, ausgenommen Momente/ Inszenierung um ihr perfektes selbst posten zu können)…
Für mich war klar…
Ich werde dieses Muster nicht weiterreichen… mir fiel zb selbst auf, dass ich schädigende Erziehungsmuster übernommen hatte…
Meine Mutter sieht das bis heute nicht so…
In ihrer Wahrnehmung ist sie eine liebevolle, (im größeren Maß als es die Norm ist) engagierte Groß-/mutter…
Dass diese Rolle teilweise auf dem Rücken der Kinder ausgelebt wurde, erkennt sie nicht… oder will es nicht…
Der Kontaktabbruch
Aktuell herrscht Funkstille… mit einer Ausnahme…
öffentliche, allgemein gehaltene Social-Media-Posts über Empathie, Verständnis und Kommunikation…
Formal wirken sie harmlos… treffen mich aber jedes Mal mitten ins Herz (und dann folgt die Wut)…
Denn Inhaltlich fühlen sie sich wie indirekte Ansprachen an mich an…
Sie stellt sich dort als moralisch überlegen dar und ich übernehme den Part der Schuld hat, klein gehalten wird, manchmal sogar dumm/uneinsichtig/emphatielos (wie gesagt ich werde nicht wörtlich genannt)…
Ironischerweise war sie es, die den Kontakt beendet hat… mit den Worten per WhatsApp "Ich wollte bescheid sagen das ich die Kinder Nikolaus nicht zu mir hole. Du hast für dich gewählt das meine Schwester die besser Variante ist. Ich kann das auch nicht verantworten. Das deine Kinder immer krank sind wenn sie bei mir waren. Und anworte mir nicht. Ich lass nicht zu das du mir weh tust"
Nicht, weil sie verstehen wollte, sondern weil ich nicht mehr wie früher reagiert habe…
Mein innerer Konflikt
Was mich lange schwanken ließ (und teilweise noch lässt)…
- das gesellschaftliche Verbot, den Kontakt zur Mutter abzubrechen
- Sätze wie "Ich bin deine Mutter, du musst"
- eingeforderte Dankbarkeit für Dinge, die eigentlich selbstverständlich gewesen wären
- die Angst, als "die Schwierige" oder "Komische" dazustehen (was eigentlich schon der Fall ist, aber ein endgültiger Abbruch würde dem Fass den Boden ausschlagen und für mich wieder negativ verdreht werden)…
Heute weiß ich…
Ich breche den Kontakt nicht ab, um zu bestrafen… wie gesagt ich hab den Kontakt nicht offiziell abgebrochen… ich hab nur aufgehört auf ihr Verhalten zu reagieren wie ich es in ihren Augen sollte… Ich habe aufgehört die Maske die sie mir auferlegt hat zu tragen… Ich habe aufgehört ihr Schauspiel mit zu spielen…
Ich begrenze ihn, um zu schützen… mich und meine Kinder… auch weil die Kinder es so wollen und ich dies für sie umsetze (wird natürlich anders dargestellt)…
Warum ich hier schreibe
Ich suche keinen Zuspruch im Sinne von "Du hast recht"…
Ich suche Austausch mit Menschen, die ähnliche Dynamiken kennen…
Menschen, die wissen, wie verwirrend es ist, wenn jemand nach außen empathisch, hilfsbereit, sozial und kommunikativ wirkt, aber dies alles machtspielchen sind…
Und ich schreibe auch, um mir selbst immer wieder klarzumachen…
Ich bilde mir das nicht ein…
Es gab Gründe… Es gibt Muster... Und es gibt Verantwortung… vor allem gegenüber meinen Kindern…
Eigentlich gibt es sogar noch unfassbar viel mehr zu schreiben, aber hier will ich erstmal zum Ende kommen…
Danke fürs Lesen…
Ich bin dankbar für Austausch, Rückmeldungen oder auch einfach das Gefühl, nicht allein damit zu sein… besonders letzteres auch für andere die sich wiedererkennen…

