Komplimente

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Aus einer Diskussion mit einem Kumpel heraus ist mir die Frage gekommen, wie ihr mit Komplimenten umgeht. Seid ihr gut darin welche zu machen oder fällt es euch schwer? Kommt sowas natürlich bei euch oder müsst ihr euch dazu "aufraffen"? :seenoevil:

Und wie geht ihr damit um, wenn ihr Komplimente erhaltet? Braucht ihr das gar? Oder stört es euch vielleicht sogar relativ schnell?
 

Benutzer133456  (49)

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Ich bin ein fuerchterlicher Lobhudler, schon immer. Aber ich meine es ehrlich damit. Wenn mir was an jemandem gefaellt, dann sage ich denen das auf den Kopf zu. Das ist zum einen zwar das Geheimnis meines Erfolges, aber zum anderen bescherte mir das auch schon immer den Ruf, ein eiskalt kalkulierender Schleimer zu sein.

Das jedoch ist voellig unwahr, denn strategisch zu denken, liegt mir so fern, dass meine einzige Chance in diesem Leben ist, die Kreativitaetskarte zu spielen. Ich kann Menschen nicht lesen, und plane rein gar nichts hinter ihrem Ruecken, weil ich schon an meinem eigenen Kram scheitere, geschweigedenn dem anderer.

Komplimente zu erhalten, ist fuer mich herrlich, aber doch schwierig, denn was soll man sagen? "Ja, recht haben Sie, das war prima von mir!"
:ratlos:
Wie dem auch sei, Komplimente variieren in ihrer Form, je nach Nation, in der man ist. Am besten komme ich klar mit britischen ("That wasn't entirely terrible, old chap" - oder noch Trockeneres), und mitunter ein bisschen zu lieb sind mir asiatische ("oh great teacher, you are so wise and beautiful...").(*weggeh-und-sich-auf-dem-teppichwind'*). Seltsam eigentlich, denn ich bin selbst so bambi-aeugig wie die Asiaten in meiner Komplimentiererei, aber wenn ich's abbekomme, ist's doch ein Zuckerschock.
 
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Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich mache ständig, viel und gerne Komplimente. :smile: Ich merke dabei immer, wie sehr es die Leute freut. Manchmal sind sie verlegen, aber sie sind auch dankbar und glücklich über die Ego-Streicheleinheiten und werden dabei gleich ein paar Zentimeter größer. Find ich rührend und ich fühl mich gut damit.

Komplimente bekommen mag ich nicht so. Für meine Persönlichkeit, meine Talente etc. sehr gerne. Macht mich verlegen, aber ich freu mich riesig über die Bestätigung. Komplimente übers Aussehen dagegen stören mich, die empfinde ich als übergriffig, vor allem wenn sie von Männern kommen, kann ich nicht damit umgehen. Ich denk dann immer, das soll eine Anmache sein und weiß einfach nicht, wie ich reagieren soll, empfind ich meist als schmierig und unangebracht. Bei Frauen denk ich mir dagegen dann so "Hast eh keine Ahnung." :tongue: Also Komplimente übers Aussehen kann man sich bei mir wirklich sparen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Weder geben noch nehmen ein Problem :smile:

Wenn ich etwas gut finde, sage ich es, fällt mir nicht schwer - und ich hörs auch gern, ohne dass ich dem jetzt enormen Wert beimessen würde, ist einfach ein nettes Geplänkel.
Wenn jetzt etwas ausführliches, sehr persönliches von jemandem kommt bei dem das nicht gekünstelt und nicht inflationär verwendte wird, freu ich mich natürlich mehr.

Aber eigentlich sind Komplimente machen und sie annehmen für mich sehr normal und ein netter Teil von Konversationen.
Aber eben nur wenn sie ungekünstelt sind, und nicht in Massen.

Wenn man mir ein Kompliment macht, freu ich mich, und sage lächelnd dankeschön :smile:
Ich mag Komplimente für Dinge, die ich geleistet habe, oder die ich charakterlich mitbringe, lieber als fürs Aussehen. Das ist so... random "Du hast so hübsche Augen" - joa, haben tausende andere auch ... ich mag lieber spezielle Komplimente, die man nur mir machen kann.
 
B

Benutzer

Gast
Ich habe das Thema "Komplimente" ja auch als sehr umstritten erlebt und halte mich daher mit solchen zurück, bis ich n etwa abschätzen kann, wie die Menschen darauf reagieren. Eigentlich fände ich es schön, Menschen öfter ernst gemeinte Komplimente geben zu können. Motiviert doch und macht gut Laune :smile: Trotzdem scheint es Einigen unangenehm zu sein - weshalb, wüsste ich auch gern!

Selbst kann ich Komplimente sehr gut annehmen. Jedenfalls, so lange ich sie auch als solche empfinde und sie auch bedingungslos sind. Mein (sehr schlechter) Ex-Chef lobt z.B. immer meine Vernunft. Was er damit eigentlich sagen wollte war aber: "Könntest wenigstens du mal die Fresse halten und nicht auch noch motzen?".
 

Benutzer91827 

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Ich mache jedem Komplimente. Ob jetzt meinem Partner, der Frau mit dem coolen Hut, der Teenagerin, die (vermutlich zum ersten Mal) mit bunten Haaren vor die Tür geht und irgendwie unsicher aussieht oder dem Mann mit dem süßen Hund. Immerzu. Überall.
Böse Zungen nennen das schleimen, ich freue mich einfach nur, wenn ich Leuten ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Mich freut das immer sehr.

Über Komplimente freue ich mich selbst auch, vor allem wenn ich sie nicht erwarte und wenn man merkt, dass sie "einfach ehrlich" (ohne Hintergedanken, einem schlechten Gewissen, oder weil man glaubt man ist im Zugzwang) sind.
 

Benutzer137391  (46)

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Böse Zungen nennen das schleimen,
ich muss mich auch immer wieder erst dran gewöhnen, dass andere mir gern komplimente auch mal einfach so machen..
und das eben kein schleimen ist..

es fällt mir auf jeden fall viel leichter komplimente zu geben als zu erhalten :engel:
 
G

Benutzer

Gast
Ich glaube ich hab Antikomplemente besser drauf.
Und das obwohl ich doch sonst ein so netter, bescheidener und perfekter Mensch bin :upsidedown:.

Komplimente gebe ich meist eher aus der Laune heraus, manchmal mehr manchmal weniger, von daher sollte sich das vermutlich natürlich halten und nicht gezwungen.
Empfangen kann ich Komplimente gut solange es nicht in Richtung in den Hintern kriechen abdriftet, es muss sich also entweder im Rahmen halten, oder unrealistisch abgehoben sein, sonst kannst man sich das Kompliment bei mir sparen und es lieber an seine Pinnwand nageln.
 

Benutzer164588 

Ist noch neu hier
ich gebe meist bekannten komplimente, wenn diese es durch tätigkeiten, die sich positiv hervor heben, auch verdient haben oder wenn mir etwas optisch gefällt und ich es u.a. besonders kreativ von der person finde. fremden hingegen gebe ich sehr selten welche... :tongue:

annehmen tue ich natürlich auch gerne welche, am meisten die, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. dann fühle ich mich sehr geschmeichelt. :ashamed: wobei ich mich oft dabei erwischt habe, wie ich mir danach etwas zu viel davon einbilden tue... :whistle:
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Ich mache keine Komplimente, ich treffe nur Feststellungen. :engel:
Zumindest nehme ich mir das nie vor, sondern lasse einfach Wertschätzung und Anerkennung erkennen, wo ich sie ehrlich empfinde. Manchmal denke ich mir, ich könnte mir wichtigen Personen öfter Komplimente machen, aber da besteht dann die Gefahr, gekünstelt zu wirken und das möchte ich auch nicht. Insbesondere Äußerlichkeiten zu kommentieren, fände ich auch einfach etwas seltsam und aufdringlich, wenn derjenige das Thema nicht selbst aufbringt.

Komplimente annehmen kann ich nicht allzu gut, fürchte ich. Mich macht das nur verlegen und meine Erziehung verlangt von mir, postwendend eins zurückzugeben, was ich mir allerdings in dem Moment grundsätzlich bewusst verkneife, um nicht fälschlicherweise unaufrichtig zu wirken. Stattdessen fühle ich mich dann undankbar. :grin: Insofern gehe ich einfach davon aus, dass die Leute in meinem Umfeld wissen, dass ein ungeschickter Themenwechsel bei mir ein freundliches Danke bedeutet. :ninja:
Wenn ich jemandem ein Kompliment absolut nicht abnehme und es für einen billigen Manipulationsversuch halte, reagiere ich aber entsprechend frostig.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich finde Komplimente in der Beziehung...schwierig. Ich bin nicht gut darin, welche zu machen. Mein Beziehungstil ist da wohl eher immer leicht "konfrontativ", man neckt sich viel etc. (manchmal übertreibe ich :ninja: ). Aus diesem Kontext raus finde ich es wahnsinnig schwer, Komplimente zu machen, die auch ehrlich rüberkommen.
Komplimente annehmen ist auch nicht so meins. Ich finde mich ganz ok so, wie ich bin, aber über den grünen Klee gelobt zu werden, ist mir schnell unangenehm.

Im professionellen oder freundschaftlichen Kontext mache ich auch echt selten Komplimente. Das geht dann schon nur an Leute, die ich wirklich schätze oder die ich für übertrieben kompetent halt.
 
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Benutzer133456  (49)

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In der Beziehung mache und bekomme ich Komplimente ohne Probleme. Das gehoert fuer mich zum normalen Alltag. Ich komplimentiere z.B. ein schoenes Essen, schoene Kleidung, schoenes Haar... und ich erwarte das auch im Gegenzug. Es ist so quasi ein gegenseitiger Rueckenklopferservice, "gut gemacht, uns geht's prima..."
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es ist so quasi ein gegenseitiger Rueckenklopferservice, "gut gemacht, uns geht's prima..."
Aber das weiß man doch?

Irgendwie fehlt mir das das Bestätigungsgen.

Klar sag ich auch mal was nettes :seenoevil: Aber zum Beispiel zum Essen würde ich dann eher sowas raushauen wie "Joa, der Hunger treibt es rein". Wobei genau klar ist, dass es schmeckt.
 

Benutzer133456  (49)

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Aber das weiß man doch?

Irgendwie fehlt mir das das Bestätigungsgen.

Klar sag ich auch mal was nettes :seenoevil: Aber zum Beispiel zum Essen würde ich dann eher sowas raushauen wie "Joa, der Hunger treibt es rein". Wobei genau klar ist, dass es schmeckt.
Es zu wissen, ist prima (aber der andere zweifelt immer!); es auch noch durchs gesprochene Wort zu bestaetigen, ist die Kirsche auf dem Cocktail, und das Gegengift zum Zweifel.
:jaa:
So haelt man den Partner 100% bestaetigt.

Es gibt Menschen, die spielen gerne mit dem Nervenkitzel der Ungewissheit im anderen; nicht mit boeser Absicht, sondern die sind einfach so, und vertrauen vielleicht auch selbst anderen mehr als ueblich. Aber nicht jeder hat diese Ruhe weg. Fuer die lohnt es sich dann, das Offensichtliche zu bestaetigen (meine Damen und Herren, das Flugzeug ist gelandet).
 

Benutzer164626 

Ist noch neu hier
Hm, also jeder Mensch mag und braucht Bestätigung.
Ich auch, besonders, wenn ich viel in eine Arbeit oder Sache investiert hab, möcht ich das natürlich auch gewürdigt wissen.
In meiner Tätigkeit muss ich sehr viel Motivation an andere geben und somit mach ich das als eine Art Profession.
Bei einem Partner ist es dagegen oft schwer, man will nicht rumsülzen, sondern ehrlich sein. Man gibt ja auch Kritik raus, auch um den anderen auf einen evtl besseren oder richigen Weg zu bringen. Aber auch der härtestes Mensch auch der, der glaubt, dass er es nicht braucht, möchte seine Streicheleinheiten. Und immer dann, wenn Du siehst, wie Menschen daran wachsen, fälllt es doch auch leicht, das zu geben. Sind nur Worte, sie kosten nichts. Also für eine positive Gesellschaft(sentwicklung) ist Lob /Kompliment wichtiger als Geld.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich lobe gern und mache gerne Komplimente. Annehmen kann ich die auch sehr gut. Klar tut das hin und wieder gut. Jeder, der was anderes sagt, lügt :tongue:
 
G

Benutzer

Gast
Aber zum Beispiel zum Essen würde ich dann eher sowas raushauen wie "Joa, der Hunger treibt es rein". Wobei genau klar ist, dass es schmeckt.
Aber ist denn nicht genau das deine Art die Komplimente krachen zu lassen?
Wird sicherlich nicht von jedem Menschen da draußen als Kompliment aufgefasst werden, aber bei den entscheidenden werden diese Art von Kommentaren doch entsprechend korrekt aufgefasst oder nicht?
Von daher, man muss nicht immer offensichtliche Komplimente machen.
In Bayern ist "basst scho" zum Beispiel ja auch ein sehr hochgelobter Ausdruck, viele ausländische Deutsche verstehen das bloß nicht.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich mache gern Komplimente. Besonders auf Gebieten von denen ich etwas verstehe, und wo mein Kompliment hilfreich ist. Bei Komplimenten fürs gute Essen, oder hübsches Aussehen usw. bin ich manchmal etwas nachlässig, das heisst ich vergesse es, oder das Kompliment kommt erst auf die Nachfrage....:zwinker:

Ich nehme auch gern Komplimente entgegen, und sage dann oft "danke". Allerdings bin ich von früher her ein wenig ein "gebranntes Kind". Ich bekam als Junge oft Komplimente, die man als Antikomplimente verstehen konnte, oder die ganz direkt so gemeint waren. Aber das Misstrauen gegenüber Komplimenten habe ich mit der Zeit ablegen können.
 
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