Kommunikation in der Beziehung

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wie kommuniziert ihr in der (Liebes)Beziehung?
Direkt und ehrlich, aber auch liebe- und respektvoll. Das ist das Ziel. Je älter ich werde, desto besser gelingt es mir. Kommt aber auch auf den Partner an. Mein erster Freund konnte und wollte z.B. nie diskutieren und sich auf bestimmte Themen einlassen. Mit dem ging das halt dann nicht, der war immer vor den Kopf gestoßen von meiner Direktheit. Hat dann halt irgendwann auch nicht mehr gepasst (u.a. deswegen).

Kommuniziert ihr überhaupt?
In der Regel sehr viel. Mein Partner ist meine engste Vertrauensperson.

Wie wichtig ist euch Kommunikation in der Beziehung?
Sehr wichtig.

Worüber kommuniziert ihr? Über den Alltag? Über euch als Paar? Die Zukunft? Probleme? Über eure Gefühle?
Alles zu seiner Zeit :grin: Mit Problemen ist es manchmal schwierig, weil manche nicht so leicht zu erfassen sind und man erstmal sich selbst Gedanken möchte, was eigentlich das Problem ist. Das geht manchmal besser alleine, manchmal aber auch nicht. Weiß man leider immer erst hinterher :zwinker:

Redet ihr (gerade hier ist das "Reden" besonders wichtig) über bestimmte Dinge lieber mehr, oder weniger?
Ich rede gerne über den Alltag und diskutiere gerne Dinge, die uns nicht direkt betreffen (also Themen der Weltgeschichte :zwinker: ). Über den Rest rede ich nur, wenn's sein muss, dann aber ohne zu zögern.

Und zuletzt:
Kann man eurer Meinung nach in einer Beziehung auch zu viel kommunizieren?
Definitiv. Vor allem kann man über bestimmte Sachen zu viel reden, die durch Reden einfach nicht besser werden. Je mehr Sachen von Beginn an klar sind, desto weniger muss man später kommunizieren.
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Dass ich hauptsächlich die Initiative ergreifen muss, oder was meinst du?

Ich meine, die Probleme, die du besprechen willst. Sind das für ihn überhaupt Probleme?
 

Benutzer135586 

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Redakteur
Uff, das ist nun wirklich unterschiedlich. Mal so, mal so. Wenn er es nicht als Problem sieht, macht es die ganze Sache natürlich umso schwieriger.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Uff, das ist nun wirklich unterschiedlich. Mal so, mal so. Wenn er es nicht als Problem sieht, macht es die ganze Sache natürlich umso schwieriger.

Böse Frage jetzt: Würdest du dich denn -- möglichst objektiv gesehen -- als anstrengend/sehr emotionalisiert betrachten, wenn du diskutierst? Bzw. sind eure Diskussionen, wenn ihr die mal habt, zielführend und konstruktiv? Kann auch sein, dass es ihn viel Mühe kostet, mit dir bzw. über sowas mit dir zu diskutieren.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Richtig. Und ob du's glaubst, oder nicht, auch ich musste schon so einiges lernen :zwinker: Unter anderem nun mal, dass es besser ist, lieber einmal zu viel reden, als zu wenig. Klar, kann es sein, dass ich in 10 Jahren völlig anders denke, vielleicht sogar weniger reden möchte. Das wäre aber in meinen Augen eine Rückentwicklung und dementsprechend nichts, was ich jemals anstreben würde.
ich wollte damit auch nicht sagen... sorry, doof formuliert gewesen.

ich sehe das einfach anders als du, ich finde nicht dass mehr reden auch immer besser ist. mit reden kann man eben auch bedrängen, und das führt dann selten zu einer konstruktiven lösung - jedenfalls bei menschen wie meinem partner und mir.
für mich gilt: alles zu seiner zeit - und besser qualität als quantität. wenn das bedeutet, dass manche themen über wochen oder monate nicht angesprochen werden, dann ist das in ordnung... hauptsache, das ergebnis stimmt am ende, und das passt bei uns besser wenn man sich auch zeit gibt und rücksicht nimmt.

ehrlich gesagt würde ich "ich will jetzt aber mit dir reden obwohl du gesagt hast es passt nicht und du willst zur zeit nicht drüber sprechen" sowohl als respektlos als auch als mangelndes vertrauen bewerten. respektlos, weil meine wünsche übergangen werden - und wie immer gilt: nichts mehr als das womit beide leben können (wie beim sex: gibts nur, wenn beide wollen, alles andere geht richtung vergewaltigung). mangelndes vertrauen, weil doch klar sein muss dass ichs nicht vergesse wenn mein partner ein problem hat und ich selbstverständlich bei zeiten aktiv auf ihn zukomme, da ist erneutes ansprechen nicht notwendig.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ein komplexes Thema ...

In meinen früheren Beziehunge habe ich meistens den Mund gehalten, wenn mich was gestört/traurig/wütend gemacht hat. Bin auch viele Kompromisse eingegangen - auch in der Hoffnung, dass sich das positiv auf die Beziehung auswirkt. Aber meine innerliche Distanz zu meinen Partnern ist dadurch gewachsen - Freund oder Feind? Da war ich mir oft nicht mehr so sicher. Es gab einiges an Themen, über die absolut nicht geredet werden konnte, ohne, dass es in Streit ausartete ... tagelang nicht miteinander reden usw. das war in meiner letzten langen Beziehung eigentlich Alltag ...

Heute sage ich sofort wenn mir was nicht passt - eben bevor sich alles in mir aufstaut und ich unzufrieden/unglücklich/deprimiert/sauer bin. In vielem bin ich auch absolut nicht mehr kompromissbereit.

Seitdem gehts mir richtig gut - und mein Mann weiß mit mir umzugehen und hat sich das auch angewöhnt, in seinen früheren Beziehungen hat er auch viel geschluckt - das muss er bei mir nicht. Es gibt für alles eine Lösung - keiner muss sich ärgern oder traurig sein. Wir harmonieren wunderbar und es gibt NICHTS, über das wir nicht vernünftig reden können, von daher haben wir auch keine Probleme miteinander und vor allem keinen Streit ... wir kennen uns halt, weil wir ehrlich zueinander sind, ehrlich sein dürfen. Da wird nix krumm genommen ...
 

Benutzer135586 

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Redakteur
Böse Frage jetzt: Würdest du dich denn -- möglichst objektiv gesehen -- als anstrengend/sehr emotionalisiert betrachten, wenn du diskutierst? Bzw. sind eure Diskussionen, wenn ihr die mal habt, zielführend und konstruktiv? Kann auch sein, dass es ihn viel Mühe kostet, mit dir bzw. über sowas mit dir zu diskutieren.
Aber gute und berechtigte Frage. Und natürlich schwer zu beantworten. You got me :grin:

Ich versuch's trotzdem mal:
Ich bin ein emotionaler Mensch. Ich werde auch nicht selten beim diskutieren emotional, was aber nicht heißt, dass ich oft dann weine oder persönlich werde. Letzteres kommt zum Glück auch nur selten vor. Es kommt natürlich darauf an, wie viel mir am Thema liegt.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ich beim diskutieren manchmal anstrengend sein kann. Gerade für meinen Freund. Liegt aber auch wahrscheinlich daran, dass ich manchmal ziemlich dickköpfig bin. Ist er aber auch. Aber dann eher in die andere Richtung, weil er wesentlich weniger emotional ist, als ich. Gerade weil wir sehr verschieden sind, dauert es bei uns manchmal doch etwas länger, dass wir uns einigen.

Auch wenn wir nicht nach jedem Gespräch zu einem Ergebnis bekommen, so können wir (vor allem ich) immer noch viel davon mitnehmen. Neue Erkenntnisse, mehr Klarheit und Gewissheit...und man ist einfach mal wieder seine Gedanken losgeworden.

Ich bin aber auch der Meinung, dass ich inzwischen ganz gut einschätzen kann, wann es reicht, wann es ihm zu viel wird, oder wann auch einfach ein schlechter Zeitpunkt ist zu reden. Da achte ich inzwischen sehr genau darauf, denn wenn er genervt ist, warum auch immer, dann bringt es auch nichts, mit ihm zu diskutieren.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich bin aber auch der Meinung, dass ich inzwischen ganz gut einschätzen kann, wann es reicht, wann es ihm zu viel wird, oder wann auch einfach ein schlechter Zeitpunkt ist zu reden. Da achte ich inzwischen sehr genau darauf, denn wenn er genervt ist, warum auch immer, dann bringt es auch einfach nicht, mit ihm zu diskutieren.

Ist er denn auch der Meinung, dass es sich gebessert hat? Eventuell mal darüber reden, damit er sieht, dass dir das bewusst ist und dass du dran gearbeitet hast.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin aber auch der Meinung, dass ich inzwischen ganz gut einschätzen kann, wann es reicht, wann es ihm zu viel wird, oder wann auch einfach ein schlechter Zeitpunkt ist zu reden.

Für solche Situationen kann man auch ein "Codewort" vereinbaren ... wenn einer sich von uns grad vom anderen genervt/überfordert fühlt, dann heißt es: "Halt die Fresse Weib/Kerl und gib mir einen Kuss bevor Du Dich aus meinem Blickfeld begibst, aber zackig ..."

Grins - das funzt.
 

Benutzer135586 

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Redakteur
Ist er denn auch der Meinung, dass es sich gebessert hat? Eventuell mal darüber reden, damit er sieht, dass dir das bewusst ist und dass du dran gearbeitet hast.
Ich hab ihn mal darauf hingewiesen, und dann hat er mir zugestimmt, ja. Ist schon ein paar Wochen her, ich weiß nicht mehr wie genau das war.
 

Benutzer128279  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Wenn mich beispielsweise die Arbeit stresst, kommuniziere ich das auch so, damit er weiß, dass es nicht an ihm liegt (nicht dass er das denken würde, aber mir ist es wichtig).
Spricht mich völlig an: "Warum verhält sich die "Ziege" immer so gegenüber mir?:annoyed::mad::flennen::realmad::mad:" und schwuppdiewupp, rubbeldiekatz war ich in der Rolle der Ziege, die ich eigentlich auch nicht ausstehen konnte
Was machst Du genau, um so etwas zu vermeiden?
 

Benutzer128279  (46)

Verbringt hier viel Zeit
T T.Punkt : Ich verstehe deine Frage nicht so ganz. Kannst du erklären, was du meinst?
Wie stellst Du es an, dass Dein Freund sich nicht mit Deinem beruflichen Stress identifiziert? Wie fängst Du solche Gespräche über beispielsweise nervige Kolleginnen an. Wie verhältst Du Dich auch nonverbal, dass Dein Freund Deinen Stress versteht und nicht gegen sich gerichtet empfindet?
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Gar nicht mal so besonders. Paar Mal kam ich heim und musste aufgrund diverser Umstände weinen und erläuterte ihm diese Umstände. Hier wollte ich aber gar nix weiter als in den Arm genommen werden. Später am Abend war die Arbeit dann nicht mehr präsent. Mir tut das Verbalisieren sehr gut und ich hoffe, das ist für den Freund ebenfalls wohltuend. Im Gegenzug hingegen sprachen meine Partner nie über Stress auf der Arbeit und somit entsteht regelmäßiges Rätselraten. Find ich nervig und kann ich schlecht damit umgehen, aber gehe davon aus, dass wenn es an mir liegt, angesprochen wird.
 

Benutzer128279  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Gar nicht mal so besonders. Paar Mal kam ich heim und musste aufgrund diverser Umstände weinen und erläuterte ihm diese Umstände. Hier wollte ich aber gar nix weiter als in den Arm genommen werden.
Und hatte er Dich in den Arm genommen?
Mir tut das Verbalisieren sehr gut und ich hoffe, das ist für den Freund ebenfalls wohltuend. Im Gegenzug hingegen sprachen meine Partner nie über Stress auf der Arbeit und somit entsteht regelmäßiges Rätselraten. Find ich nervig und kann ich schlecht damit umgehen, aber gehe davon aus, dass wenn es an mir liegt, angesprochen wird.
Was sollte an Dir liegen, der Stress oder das nicht Reden über den Stress?
Wenn mich die Arbeit ziemlich geschlaucht hatte, brauchte ich immer Zeit für mich, ne Viertel Stunde auf dem Sofa, um mich zu sortieren. Dieses Sortieren mit einer Partnerin zu machen, wäre vielleicht schön. Ich persönlich bin dabei ein etwas gebranntes Kind.
 

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Wie kommuniziert ihr in der (Liebes)Beziehung?
Ich weiß nicht, wie ich diese Frage verstehen soll. Kommunikation kann ja vieles bedeuten, das kann ein Muffin in seiner Arbeitstasche sein, ein Kuss, eine Umarmung, ein Brief, Lachen, Tränen, Sex,... ja, auch Reden sein. Das gibt es alles bei uns und viele weitere Arten.

Kommuniziert ihr überhaupt?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie man in einer zwischenmenschlichen Beziehung nicht kommunizieren kann. Zumindest ein Mindestmaß an Kommunikation kommt doch automatisch zustande.
Aber ja, wir kommunizieren in vielfacher Hinsicht viel miteinander, wobei mein Partner stärker non-verbal kommuniziert, bei mir sehe ich es ausgeglichen.

Wie wichtig ist euch Kommunikation in der Beziehung?
Essenziell.

Worüber kommuniziert ihr? Über den Alltag? Über euch als Paar? Die Zukunft? Probleme? Über eure Gefühle?
All das - und vieles mehr.

Redet ihr (gerade hier ist das "Reden" besonders wichtig) über bestimmte Dinge lieber mehr, oder weniger?
Über negative Dinge reden die meisten vermutlich weniger gern, so geht es mir zumindest, aber es ist eben manchmal notwendig. Zur Konfliktlösung, aber auch um allgemeine Schwierigkeiten zu beseitigen oder um sich selbst die Seele zu erleichtern. Solche Dinge brauchen mehr Fingerspitzengefühl und die passende Gelegenheit.

Und zuletzt:
Kann man eurer Meinung nach in einer Beziehung auch zu viel kommunizieren?

Zu viel kommunizieren - nein. Zu viel reden (dazu zähle ich auch schriftliches "Reden") - definitv. Man muss nicht alles mitteilen, was einem durch den Kopf geht, insbesondere wenn es verletzend für den Partner wäre oder unnötig provokativ. Und manchmal ist es auch besser, es einfach mal gut sein zu lassen, statt alles totzudiskutieren und am Ende vielleicht Dinge zu sagen, die man hinterher bereut, weil man sich "in Rage kommuniziert" hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer135586 

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Redakteur
Dieses Sortieren mit einer Partnerin zu machen, wäre vielleicht schön. Ich persönlich bin dabei ein etwas gebranntes Kind.
Kenn ich. :smile: Wenn ich nach Hause komme, freue ich mich darauf, dass mein Freund da ist, ich mich an ihm kuscheln, und bei ihm einfach mal an- und runterkommen kann.

Da ist aber auch jeder anders. Gibt genug Menschen, die beim "Ankommen" Zeit lieber für sich wollen und brauchen.
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ich wollte damit auch nicht sagen... sorry, doof formuliert gewesen.
Alles gut.

mangelndes vertrauen, weil doch klar sein muss dass ichs nicht vergesse wenn mein partner ein problem hat und ich selbstverständlich bei zeiten aktiv auf ihn zukomme, da ist erneutes ansprechen nicht notwendig.
Das sowieso. Wär ja noch schöner wenn nicht...

ehrlich gesagt würde ich "ich will jetzt aber mit dir reden obwohl du gesagt hast es passt nicht und du willst zur zeit nicht drüber sprechen" sowohl als respektlos als auch als mangelndes vertrauen bewerten. respektlos, weil meine wünsche übergangen werden
Das Ganze lässt sich natürlich auch wunderbar umdrehen. Der Wunsch zu reden wird nämlich genauso übergangen.

Wichtig wäre eben nun mal zu wissen und zu klären, warum nicht. Warum nicht jetzt reden? Warum gerade nicht über dieses Thema? Kann natürlich unzählige Gründe dafür geben.

Ich gebe dir schon recht, man kann das Thema Kommunikation nicht immer verallgemeinern. Da kommt es wirklich schnell auf viele Faktoren an. Trotzdem geht ja grundsätzlich jeder damit anders um.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Das Ganze lässt sich natürlich auch wunderbar umdrehen. Der Wunsch zu reden wird nämlich genauso übergangen.
ja, klar. nur, wie gesagt, für mich gilt: nicht mehr, als beide wollen. niemand wird zu irgendwas gegen seinen willen genötigt. nicht beim sex, nicht beim reden, nicht beim freunde-besuchen...

solange der grundsätzliche wille vorhanden ist, probleme zu lösen - unter umständen selbst dann, wenn man selber es nicht als problem sieht, aber damit sich partner/in wohl fühlt - wird ja auch nichts liegen gelassen, dann ists ja nur eine frage des zeitpunkts. wenn dieser wille grundsätzlich nicht da ist, dann würde ich sagen "diese beziehung taugt nicht" - wobei man diesen willen mit zu viel forderung und druck eben auch kaputt machen kann.

Wichtig wäre eben nun mal zu wissen und zu klären, warum nicht. Warum nicht jetzt reden? Warum gerade nicht über dieses Thema? Kann natürlich unzählige Gründe dafür geben.
eben, das ist das ding: es kann sehr viele verschiedene gründe dafür geben. im zweifelsfall tendiere ich dazu, dass dieser grund für mein gegenüber wichtig genug ist, egal ob ich das auch so sehen würde oder nicht - und auch ob ich diesen grund kenne oder nicht. wenn ich ihn nicht kenne, dann erwarte ich aber zumindest eine ungefähre angabe dessen, wann sich das erledigt hat: in einer stunde, morgen, in einer woche? später? - denn so ganz in der luft hängen mag ich ja nun auch nicht.

Trotzdem geht ja grundsätzlich jeder damit anders um.
jeder einzeln, und auch jeder in kombination mit jemanden. ein wenig passt man sich meist ja auch an, vor allem im laufe der jahre.

---
um aber nochmal auf das "ich bin zur zeit zu gestresst, deshalb möchte ich jetzt nicht darüber reden" zurückzukommen: ich habe den eindruck, dass einige das als puren egoismus sehen. nur: kann irgendwer behaupten, unter stress, druck, möglicherweise selber am rande der verzweiflung, übernächtigt und platt... so zu reagieren, wie man es sonst täte? also ich kann das nicht. ich weiß, wenn man mich in so einer situation dazu bringt über sensible themen zu sprechen, dann geht das nicht gut aus.
es ist also nicht nur so, dass ich dann einfach "keine lust habe" und "mir keine zeit nehmen will", es ist mindestens so sehr der wunsch, meinen partner und meine beziehung vor den folgen solcher gespräche zu beschützen - damit etwas was man normal sinnvoll hätte lösen können nicht stattdessen der letzte tropfen ist der mich zum explodieren bringt.
solche phasen ziehen sich bei mir aber tendenziell auch höchstens eine woche, und ich denke das ist ein zeitraum mit dem jeder leben können sollte.
 

Benutzer31012 

Verbringt hier viel Zeit
Mmmh, schwieriges Thema und aktuell wahrscheinlich das Größte in unserer Beziehung. Ich schreibe mal, ohne explizit auf die Fragen einzugehen. Hatte auch mal überlegt, einen Thread zu diesem Thema aufzumachen...

Ich will Dinge grundsätzlich ansprechen, die mich oder sie stören - sie nicht.
Für mich sind Diskussionen nicht "schlimm", so lange man sich nicht verletzt und wieder zusammen findet - für sie bedeutet Diskussion Streit und das will sie nicht.
Ich rede viel auf sachlicher Ebene, sie versteht viel als Kritik/Aufforderung, gleichzeitig haut sie mir emotional verletzt Sachen um die Ohren, die sie eigentlich nicht so meint.
Ich versuche herauszufinden, was ich besser machen kann (in einer Diskussion, beim Sex,...), sie schweigt und "weiß es auch nicht".
Für mich ist Kommunikation die wichtigste "Basis einer Beziehung", sie will "nicht alles ausdiskutieren".

Es ist zwar schon besser geworden. Aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass das extrem an der Beziehung nagt und weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, was man (bzw. ich, sie kann/will ich ja nicht ändern) da machen soll. Ich versuche ihre Sichtweise zu verstehen und sie nicht in eine Ecke zu drängen bzw. tot zu diskutieren. Nicht jeden kleinen Scheiß anzusprechen. Bei ihr kommt dazu, dass sie in ihrer Kindheit nie gelernt hat, Meinungsverschiedenheiten "normal" zu regeln. Bei ihren Eltern sind auch schon Tomaten geflogen und sie (die Eltern) sprechen auch mal tagelang nicht miteinander. Deswegen ist sie sehr auf Harmonie ausgerichtet - was ich nicht immer haben kann. Ich brauche manchmal einen Dämpfer, den sie mir nicht gibt/geben kann.
Gemeinsam eine Lösung finden, ist schwer möglich, da sie nicht gerne darüber spricht. Mmmmh, wenn jemand Tipps hat...
 
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